Hallo Tessa.
daß weder die Bundeslade noch der heilige Gral keinesfalls so
aussahen, wie man sie aus den alten Hollywood-Schinken kennt
(protzig Gold und solche Mätzchen), ist klar, aber darum geht
es mir hier nicht.
Nun, so protzig soll es schon ausgesehen haben. Allerdings waren die Dinge oft Kleiner, aber man muss sie im Kino ja auch sehen können 
Dort wurde sie im Allerheiligsten aufbewahrt und
dazu hatte nur einmal im Jahr der Oberpriester zugang.
Dem Terminus ‚Das Allerheiligste‘ bin ich im Zusammenhang mit
jüdischen Tempeln schon öfters begegnet. Was hat es damit auf
sich bzw. was genau habe ich mir darunter vorstellen?
Es gab im hinteren Teil des Tempels einen Bereich, welcher durch ein Vorhang abgetrennt war und dieses war der Ort über dem die g"ttliche Anwesenheit ruhte.
Wenn ich schon mal bei Löcher-in-den-Bauch-fragen bin: Warum
hatte der Oberpriester nur einmal im Jahr Zutritt zu
demselbigen?
Weil es eben ein besonders heiliger Raum war und darum auch besondere Anforderungen an jeden Stelle, welcher diesen zu betretten hatte. Das kann man aber auch ausführlich in der Torah nachlesen und somit auch die einfache Antwort: Weil G’tt es so will.
Und aus welchem Anlaß?
Zu Jom Kippur, was auch wiederum in der Torah beschrieben ist. So musste sich der betreffende besonders reinigen, beten und auch im Herzen rein sein. Trafen diese Bedinungen nicht zu, starb der Hohepriester beim Betreten dieses Bereichs, was auch häufiger vorkam. Aus diesem Grund hatte er auch ein Seil um seinen Fuss gebunden, damit er anschliessend herausgezogen werden konnte.
Über diese „Veranstaltung“ gibt es auch nichtjüdische Berichte, wobei ich jetzt aus dem Kopf die genauen Quellen nicht weiss.
Hmmm… Also ich weiß nicht, aber für mein atheistisches Hirn
sind die Parallelen zwischen der Bundeslade und Jesus nicht zu
übersehen… Oder ist es so abwegig?
Welche Parallelen? Ausserdem gehe ich einmal davon aus, dass die Christen hier es nicht so passend finden, wenn ihr Messias mit einer Bretterkiste verglichen wird 
Wieso sollte sie ausgerechnet im Vatikan liegen?
Wenn der Vatikan das gute Stück - so es sie wirklich gegeben
hat - in den Krallen hätte: glaubt Ihr wirklich, die würden
mit der Wahrheit rausrücken und das zugeben? Die halten doch
hundertprozentig noch mehr unter Verschluß…
Gut gehen wir einmal davon aus, dass der Vatikan das Stück in den Händen hat. Dann sind sämtliche jüdischen Quellen hierzu falsch und damit auch der Talmud (zumindest in diesen Teilen). Da der Talmud nun Teile enthält, welche falsch sind, kann nicht mehr auf seine wahrhaftigkeit vertraut werden und damit ist auch die Torah nicht mit g"ttliche Offenbarung (gegenseitige Referenz aufeinander). Das ganze heutige Judentum bricht in sich zusammen. Damit wird es aber auch unwichtig, was der Vatikan dort besitzt, denn dann ist es wirklich nur eine Holzkiste einer versunkenen Kultur.
Somit besitzt der Vatikan entweder nichts oder die ganze Verantaltung ist sinnlos.
Schalom,
Oli