Hallo zusammen!
Welcher Teufel reitet die Herren der Union immer wieder, die Bundeswehr im Innern einsetzen zu wollen?
Es ist jetzt schon möglich, bei Katastrofen Amtshilfe zu leisten.
Ausserdem soll die Luftwaffe „ausser Kontrolle geratene Flugzeuge/Schiffe“ abschiessen dürfen.
Was wollen „die“ denn noch? Terrorabwehr?
Das ist jawohl ein eher schlechter Witz:
Wie hätte ein Soldat die Geschehnisse von 2001 verhindern können?
Wie die von Madrid?
Denken die Damen und Herren von der Union denn überhaupt nicht nach?
(Das soll keine rein rhetorische Frage sein!)
fragt sich
Denis
hi,
Wie hätte ein Soldat die Geschehnisse von 2001 verhindern
können?
man hätte die beiden flugzeuge abschießen müssen.
die passagiere wären dabei zwar nicht gerettet worden (das ist unmöglich in dieser späten situation), aber der staat hätte seine souveränität vor dem terror gewahrt.
gruß
datafox
Luftnummer
Hallo,
Wie hätte ein Soldat die Geschehnisse von 2001 verhindern
können?
man hätte die beiden flugzeuge abschießen müssen.
einerseits sieht das das neue Luftsicherungsgesetz ja vor, wie Dennis auch schrieb. Das war ja nicht die Frage, sondern inwieweit eine noch weitere Einsatzbefugnis für die BW etwas bringt.
Im übrigen: Wann soll denn eine Maschine abgeschossen werden? Wenn sie entführt wird? Das ist ja wohl ein bißchen früh. Wenn sie ein Hochhaus/sensibles Ziel anfliegt? Praktisch jede Stadt, die einen Flughafen besitzt, bietet ein solches Ziel. Jedes enführte Flugzeug wäre also zur Notwasserung verdammt. Oder erst, wenn die Maschine unmittelbar vor dem Einschlag in ein sensibles Ziel steht/fliegt? Das wäre wohl ein bißchen spät, denn erstens gefährdet man damit in erheblichem Umfang Anwohner, die mit der Sache nun wahrlich nichts zu tun haben, und Flugzeuge bewegen sich mit 6-15 Kilometern pro Minute und machen somit kurzfristige Reaktionen unmöglich.
Eine Maschine, die in einem Moment noch zu landen scheint, klebt 20 Sekunden später im ARAG Hochhaus, 30 Sekunden später im Victoria-Tower und 40 Ssekunden im Landtag/Fernsehturm, um mal ein Szeraio aus DDorf zu skizzieren.
Will sagen: „LH 773 befindet sich jetzt im Anflug auf DUS, erbitte Anweisungen .“ „Beobachten Sie weiter und bleiben Sie feuerbereit.“ „LH 773 ist weiter in Landeanflug, Landung in ca. 60 Sekunden.“ … „LH 773 beschleunigt und dreht auf 180 Grad ab. Erbitte Anweisungen!“ „Bleiben Sie dran, ich rufe den Verteidigungsminister an.“ … „Sie haben Feuererlaubnis.“ „Hat sich erledigt.“
Das ganze Vorhaben, die ganze Idee, per Abschuß einen Terroranschlag zu verhindern, ist eine Illusion, um es nicht gleich Volksverarschung zu nennen.
Gruß,
Christian
Hallo!
man hätte die beiden flugzeuge abschießen müssen.
Ich bin mir sicher, daß man das auch getan hätte. Warum hat man denn nicht? Weil alles viel zu schnell ging.
Wie Christian schon dargestellt hat, sind die Versuche ohnehin sinnlos, es sei denn, man läßt jedes Verkehrsflugzeug durch ein bewaffnetes im Fünfig-Meter-Abstand begleiten.
die passagiere wären dabei zwar nicht gerettet worden (das ist
unmöglich in dieser späten situation), aber der staat hätte
seine souveränität vor dem terror gewahrt.
Wie schon gesagt: Spätestens nach dem ersten Flugzeug hätte man so gehandelt? Man konnte nicht mehr.
Warum sollten in Zukunft die Zeitfenster grösser sein?
Und noch etwas: Wir beschäftigen uns jetzt wieder mit dem 11.9.2001.
Wie hätten Soldaten die Ereignisse von Riad, Istanbul, Madrid, Kenia, Bali… verhindern können? Sie hätten oder haben es nicht gekonnt. In „einigen“ dieser Staaten macht man es sich nicht so schwer mit dem Einsatz des Militärs im Innern: Hat es was genützt?
Solange die Politik meint, mit Volksverarschung durchzukommen -und auch noch recht behält- wird sich nichts ändern. Also niemals.
Viele Grüsse!
Denis
Lachender Nachtrag
Hallo !
hier noch ein Zitat aus Spiegel-Online:
„Der CSU-Innenexperte Norbert Geis will gar auf Bahnhöfen „ähnliche Sicherheitskontrollen wie auf Flughäfen einführen“.“
Ich versuch mal rauszufinden, was da dran ist.
Auf jeden Fall wäre damit aber schon jetzt bewiesen :
-
Herr Geis bemüht sich nach Kräften um die Lufthoheit über den Stammtischen.
-
Herr Geis fährt nicht mit dem Zug zur „Arbeit“
-
Herr Geis fährt überhaupt nicht mit der Bahn
-
Sollte ich mich bei Punkt 2 irren, „arbeitet“ und wohnt Herr Geis in keinem Ballungsraum oder einer Stadt mit über 50000 Einwohnern.
Lachende Grüsse!
man hätte die beiden flugzeuge abschießen müssen.
Hallo Datafox,
ich bin sicher dies wäre auch geschehen, wenn man bis dahin so eine Art von Anschlag für möglich gehalten hätte. Nur war es bis dahin einfach „unvorstellbar“.
Gruß Ivo
Flugshow
Hallo Ivo,
ich bin sicher dies wäre auch geschehen, wenn man bis dahin so
eine Art von Anschlag für möglich gehalten hätte. Nur war es
bis dahin einfach „unvorstellbar“.
ich erinnere mich daran, wie damals die Sowjetunion ein koreanisches Flugzeug abgeschossen hat, daß den sowj. Luftraum verletzt hatte. Das kam irgendwie nicht so gut an. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es Riesenbegeisterung auslösen würde, wenn man jedes Flugzeug abschösse, daß die geplante Flugroute verläßt. Auch bzw. gerade wenn es sich um ein bekanntermaßen entführtes Flugzeug handelt, kann es vorkommen, daß sich ein Pilot einfach mal so verfliegt.
Ich finde, man sollte sich so einem Thema praktisch nähern: Ab welchem Zeitpunkt hätte man eines der 9/11-Flugzeuge abschießen dürfen? Ab dem Zeitpunkt, als es die Flugroute verließ? Als bekannt wurde, daß es entführt worden war? Ab dem Zeitpunkt, zu dem es sich einem sensiblen Ziel nähert? Und was ist ein sensibles Ziel? World Trade Center? Ein Hochhaus über x Metern Höhe? Ein Fußballstadion? Eine Metrostation? Und wie nah muß das Flugzeug diesem Ziel sein? 100 Kilometer, 10 Kilometer, 1 Kilometer?
All diese Fragen sind nicht sinnvoll zu beantworten und schon gar nicht so, daß die Antwort einer anschließenden Überprüfung standhält, denn was man verhindert hat, weiß man hinterher gar nicht, außer die Entführer erklären vorher genau, was sie vorhaben und selbst dann könnte der Entführer einfach nur geblufft, gelogen oder schlicht verrückt gewesen sein.
Dafür das Leben von x00 Unschuldigen opfern? Wohl kaum.
Gruß,
Christian
Dafür das Leben von x00 Unschuldigen opfern? Wohl kaum.
Guten Abend Christian,
ich sehe das im Prinzip ähnlich wie du. Sehe aber aufgrund der Vorkomnisse genau diesen Fall irgendwann kommen.
Ob damit irgendwas verhindert wurde wird sich dann nicht nachweisen lassen.
Gruß Ivo
Hallo,
Welcher Teufel reitet die Herren der Union immer wieder, die
Bundeswehr im Innern einsetzen zu wollen?
fragt sich, wozu man überhaupt Soldaten im Inneren einzusetzen gedenkt? Niemand ist für die Aufgabe als Polizist schlechter vorbereitet als ein gut ausgebildeter Soldat.
Wenn ein Trüpplein Bundis nach dem Kosovo, Afghanistan oder sonstwo hin verschifft werden soll, dann brauchen die erst einmal einen aufwendigen Lehrgang, in denen ihnen beigebracht wird, all das zu vergessen, was sie bisher gelernt haben („erst schießen, dann fragen“). Wenn sie dann wieder in der Deutschland zurück sind, haben sie tunlichst das zu vergessen, was sie die letzten Monate im Ausland gemacht haben („nicht schießen, nicht fragen“).
Anderes Beispiel: Irak. Die Amerikaner haben da genug Militär, um gleich bis Teheran weiterzumarschieren. Und die GIs sind gar nicht zimperlich und kündigen eine Patroullie in einer Stadt auch schonmal mit Mörserbeschuß an (so geschehen in der Nähe der syrischen Grenze). Aber was hilfts: der Araber bombt sich weiter einen Wolf und es gibt nichts, was die High-Tec Armee mit ihrem Schießbefehl dagegen tun könnte.
Ich bin auch der Meinung, daß diese Vorschläge bezüglich des Bundeswehreinsatzes in deutschen Innenstädten mal wieder aus der Kiste politischer Ratlosigkeit stammen.
viele Grüße,
Ralf
Hallo,
Welcher Teufel reitet die Herren der Union immer wieder, die
Bundeswehr im Innern einsetzen zu wollen?
fragt sich, wozu man überhaupt Soldaten im Inneren einzusetzen
gedenkt? Niemand ist für die Aufgabe als Polizist schlechter
vorbereitet als ein gut ausgebildeter Soldat.
Also ein Unterfeldwebel der BW meinte, dass er speziell auch dafür ausgebildet wurde. Wie nun?
Gruß
Frank
eigentlich wollte ich nicht mehr antworten, aber…
… das ist doch zu drollig:
Also ein Unterfeldwebel der BW meinte, dass er speziell auch
dafür ausgebildet wurde. Wie nun?
Es gibt keine „Unterfeldwebel“ bei der Bundeswehr.
Und da du so auf Links stehst, hier mal was zum klicken:
http://www.bw-kfor.de/bundeswehr/dienstgrade/heer/
Hallo Dennis,
alle Militärs sind zur Machterhaltung der jeweiligen Regierg gedacht: nach aussen und nach innen.
Gleichgültig, ob Du das Heer einer Diktatur, eines Demokratie, einer Monarchie oder sonst einer Regierungsform untersteht. Es hat immer den gleiche Zweck. Nie zum Schutz der Bevölkerung. Immer für dei Regierenden und dem Kapital.
Wäre es nur zum Schutz der Bevölkerung da, gäbe es keine Kriege mehr.
Denk an die Schlagwörter: „Volk ohne Raum“ (Hitler) oder „Krieg gegen Terrorismus“ (Bush, es ist immer das gleiche gemein: Macht und wirtschaftliche Gewinne.
Oder kannst du mir erklären, wo der Verteidigungsgedanke im Afghanistan-, Irak-Krieg, Russlandfeldzug, Palästinakonflickt, Falklandkrieg steckt?
Grüße
Raimund
Hallo Denis,
ist eine Stunde zu schnell?
Nein, es war wie Pearl Harbour ein sehr willkommener Vorgang.
Mag sein, dass es tatsächlich irregeleitete Islamisten waren und nicht die CIA selber (was ich immer noch nicht ausschließen will). Doch bekannt wqr es ihnen auf alle Fälle. Und sehr willkommen auch noch.
Was sind für einen Staat in der Größe 3000 Tote?
Peanuts.
Grüße
Raimund
… das ist doch zu drollig:
Also ein Unterfeldwebel der BW meinte, dass er speziell auch
dafür ausgebildet wurde. Wie nun?
Es gibt keine „Unterfeldwebel“ bei der Bundeswehr.
Ich habs verwechselt. Frag ihn selber: http://f51.parsimony.net/forum203170/messages/865.htm
Nicht ganz…
Hallo!
ich bin sicher dies wäre auch geschehen, wenn man bis dahin so
eine Art von Anschlag für möglich gehalten hätte. Nur war es
bis dahin einfach „unvorstellbar“.
Ich erinnere mich noch genau in den Nachrichten einen Bericht gesehen zu haben, in dem gezeigt wurde, daß beim G8-Gipfel in Genua Luftabwehrgerät stationiert war, um zu verhindern, daß sich ein Idiot mit bösen Absichten mit einem Flugzeug in die Menge (der Staatschefs) wirft.
Das war VOR September 2001. Denn ich erinnerte mich an jenem Septembertag ganz genau an diesen Bericht: Ich habe noch gedacht, was für Idioten am Werk sind, die darauf bestehen, in Genua alles im Griff zu haben - aber im „Herz der Heimatverteidigung“ (Pentagon) liegt alles im Argen (Mal ganz davon abgesehen, daß mir der Pentagonanschlag - sagen wir „merkwürdig“ - vorkommt…). Und uns erzählen, daß „mit sowas nicht zu rechnen war“. Da habe ich an besagten Bericht gedacht und nur so etwas wie „Lügner“ gemurmelt.
Wie auch immer…
Viele Grüsse!
Denis
Hallo,
Also ein Unterfeldwebel der BW meinte, dass er speziell auch
dafür ausgebildet wurde. Wie nun?
Ja, ich erinnere mich: Bezugnehmend auf Feldjäger(Militärpolizei) sprachen wir auch immer von „Bewaffneten Schülerlotsen“ 
Grüsse!
Denis
Aber sicher Raimund, jeder Rekrut bei der Bundeswehr spricht ja schon im Gelöbnis, daß er „die Umsätze der Deutschen Bank tapfer verteidigen wird“. Und kein Wehrpflichtiger würde auch nur eine Sekunde zögern, seine Eltern zu erschießen, wenn Herr Schröder das anordnet.
Und überhaupt, in Amerika geschieht sowas tagtäglich! Da werden Demos grundsätzlich mit dem Maschinengewehr aufgelöst.
Träume weiter von der edlen Politik o.w.T.
.
Hallo Raimund,
der Grund für den Wunsch der CSU nach „Bundeswehr im Innern“ ist ganz einfach: Es spart unheimlich Geld.
Es ist ja so viel billiger als zusätzliche Polizisten einzustellen.
Und um dumm vor einem Gebäude rum zu stehen braucht man keine spezielle Ausbildung…
Gruß Ivo