Capodaster, Tonverzerrung?

hallo!

hab ein problem mit meiner gitarre, resp. meinem capo.
sobald ich den draufspann, verstimmt sich die tiefe E-Saite. alle andern saiten sind in ordnung, und im „leerlauf“ stimmt die E-Saite ja auch, aber mit capo ist sie eben schief.
woran kann das liegen, bzw. wie behebe ich das?
hab ne ibanez westergitarre mit gewölbtem griffbrett und mein capo ist so einer mit nem stoffband zum draufspannen, wo man dann vorn einrastern kann wie fest er halt gespannt wird. er sitzt aber nicht zu locker oder zu fest, das hab ich schon getestet!

gruß
yvi

Hallo,
möglicherweise ist der Hals deiner Gitarre leicht verzogen.
Versuch mal, den Capo nicht genau paralell zum Bund, sondern leicht schräg, zur der einen oder anderen Seite anzulegen. Musst du probieren.
Durch den dann festeren, oder leichteren Druck kann ein kleines Stimmungsproblem ausgeglichen werden.
Vielleicht ist ja auch die E-Saite hinüber.

Viel Glück

Günther

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danke für die ratschläge!
die gitarre ist ziemlich neu. meiner alten konzertgitarre ists mal im auto zu warm geworden, da hat sich dann der hals verzogen. aber bei der neuen (halbes jahr alt) kann ich das fast net glauben.
die e-saite is garantiert nich hinüber, die is auch erst seit nem halben jahr drauf. und die gitarre wird ja nur gelegentlich genutzt, also nicht jeden tag stundenweise. und die saite sieht auch noch gut aus.
hab den capo mal schräg nach allen mgl. richtungen gespannt, es wurde ein bisschen stimmiger, ging aber nich ganz weg. aber ein bissel besser klingts beim spielen schon.

gruß
yvi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

bis Du Dir sicher, dass die E-Saite beim normalen Greifen bundrein ist?
Was ich mir vorstellen kann, ist, dass das Capo die Saite hinter dem Bund ganz stark nach unten drückt, so dass die Saite quasi nicht flach zum Bund geführt wird, sondern sehr steil. Und das bewirkt ein überstarkes Höherwerden des Tones. Bei den anderen Saiten wirkt sich dies vielleicht weniger aus. Versuch mal, das Capo nicht direkt unterhalb des Bundes aufzuspannen, sondern etwas darunter, vielleicht genau zwischen den Bünden.

Gruß

Dieter

Hallo,

du spannst den Capo wahrscheinlich einfach zu stramm. Die E-Saite (sie schaut am weitesten raus, weil sie so dick ist) wird zwischen den Bundstäbchen vermutlich noch weiter in Richtung Griffbrett gedrückt. Das wirkt wie ein Upbending. Wenn du den Capo grundsätzlich ganz knapp vorm Bundstäbchen aufsetzt und v.a. nicht zu fest anziehst, dürfte sich das Problem von selbst erledigen. Ansonsten kannst du die E-Saite etwas tiefer stimmen und wenn der Capo drauf ist, vorsichtig nachziehen. Sehr oft passt der Capo aber auch nicht richtig auf die Wölbung (falls nicht ganz flach) des Griffbretts. Das solltest du mal kontrollieren und ggf. einen besorgen, der genau zur Wölbung des Halses passt, wozu du am besten deine Klampfe mit ins Geschäft nimmst und vor Ort ausprobierst. Jeder gut sortierte Laden hat da einige mit unterschiedlicher Krümmung zur Auswahl. Deine Gitarre ist wahrscheinlich noch ganz in Ordnung. Trotzdem kannst du ja mal die Bundreinheit kontrollieren. Sehr oft ist eine Bundunreinheit ganz plötzlich mit dem Aufspannen neuer Saiten behoben :wink:

Gruß
Didi

Holla.

Zusätzlich zu didirallalas guten Tips noch einer von mir :

Stimm die Klampfe mal gnadenlos runter und wieder hoch. Knackt’s beim Leiern? Dann sind die Saiten und mithin die Führungen in den Bundstäben vermutlich verschmotzen. In so einem Fall helfen neue Drähte ganz heftig - wenn das Knacken mit den neuen Saiten bleibt, sollte mal entweder ein Experte die Führungen ein wenig weiten, oder Du nimmst den Saitensatz eine Nummer leichter.

Hintergrund des Ganzen : Der Kapo drückt die Saiten nach unten [ach!]. Die dickste Saite wird durch diesen Druck, wenn sie nicht genau in die Führung passt, im nächsthöheren Bund aus dieser gehebelt, und damit geht die Stimmung natürlich zum Teufel. Das kannst Du auch ohne Kapo gut nachvollziehen, wenn Du etwas mehr Muskeln in der Greifhand hast als ein Spatz Krampfadern, indem Du einfach mal mainzwegen G-Dur (320003) greifst und dabei drückst wie Hans-Jochen. Du wirst feststellen, dass die Stimmung der gegroffenen Saiten, wenn Du den Druck auf die Saiten übertreibst, ebenfalls flöten - oder in diesem Falle besser zupfen - geht.

NB : Wenn die Drähte ein halbes Jahr drauf sind und Du öfter mal drauf spielst, ist das MHD für die Saiten schon überschritten …

Gruß kw

Holla.

Zusätzlich zu didirallalas guten Tips noch einer von mir :

Stimm die Klampfe mal gnadenlos runter und wieder hoch.
Knackt’s beim Leiern? Dann sind die Saiten und mithin die
Führungen in den Bundstäben vermutlich verschmotzen. In so
einem Fall helfen neue Drähte ganz heftig - wenn das Knacken
mit den neuen Saiten bleibt, sollte mal entweder ein Experte
die Führungen ein wenig weiten, oder Du nimmst den
Saitensatz eine Nummer leichter.

knackt nich.

Hintergrund des Ganzen : Der Kapo drückt die Saiten nach unten
[ach!]. Die dickste Saite wird durch diesen Druck, wenn sie
nicht genau in die Führung passt, im nächsthöheren Bund aus
dieser gehebelt, und damit geht die Stimmung natürlich zum
Teufel. Das kannst Du auch ohne Kapo gut nachvollziehen, wenn
Du etwas mehr Muskeln in der Greifhand hast als ein Spatz
Krampfadern, indem Du einfach mal mainzwegen G-Dur (320003)
greifst und dabei drückst wie Hans-Jochen. Du wirst
feststellen, dass die Stimmung der gegroffenen Saiten, wenn Du
den Druck auf die Saiten übertreibst, ebenfalls flöten - oder
in diesem Falle besser zupfen - geht.

NB : Wenn die Drähte ein halbes Jahr drauf sind und Du öfter
mal drauf spielst, ist das MHD für die Saiten schon
überschritten …

die saiten sehn fast noch nigelnagelneu aus! ich hab jahrelang konzertgitarre gespielt und hab da auch mitunter völlig zerschlissene drähte gehabt…also wenn ich wechseln muss, seh ich eigentlich, aber die hier sind rein vom äußerlichen zustand noch völlig i.o.

Gruß kw

gruß
yvi

Hallo,

du spannst den Capo wahrscheinlich einfach zu stramm. Die
E-Saite (sie schaut am weitesten raus, weil sie so dick ist)
wird zwischen den Bundstäbchen vermutlich noch weiter in
Richtung Griffbrett gedrückt. Das wirkt wie ein Upbending.
Wenn du den Capo grundsätzlich ganz knapp vorm Bundstäbchen
aufsetzt und v.a. nicht zu fest anziehst, dürfte sich das
Problem von selbst erledigen.

nee. hab das jetz ma ausprobiert, am ende hatt ich ihn so locker und so knapp gesetzt, dass die D und die G saite schon nur noch gedämpft klangen…die e-saite war trotzdem nich rein. :-/

Ansonsten kannst du die E-Saite
etwas tiefer stimmen und wenn der Capo drauf ist, vorsichtig
nachziehen. Sehr oft passt der Capo aber auch nicht richtig
auf die Wölbung (falls nicht ganz flach) des Griffbretts. Das
solltest du mal kontrollieren und ggf. einen besorgen, der
genau zur Wölbung des Halses passt, wozu du am besten deine
Klampfe mit ins Geschäft nimmst und vor Ort ausprobierst.

das hatt ich vor nem vierteljahr. wie gesagt, meine „kleine“ ist eine konzertgitarre (7/8), die ist natürlich noch mehr gekrümmt. für die hat ich einen plastecapo (http://image01.conrad.com/xl/3000_3999/3000/3040/304…). der hat auf der „großen“ (westerngitarre, ibanez) nich mehr richtig gehalten, also bin ich damit abgedampft ins geschäft, wo ich auch die gitarre her hab, hab den capo gezeigt und alles und dann ham se mir so einen gegeben: http://www.music-town.de/onlineshop/bilder/akustik/k…
der hält auch einwandfrei.

Jeder gut sortierte Laden hat da einige mit unterschiedlicher
Krümmung zur Auswahl. Deine Gitarre ist wahrscheinlich noch
ganz in Ordnung. Trotzdem kannst du ja mal die Bundreinheit
kontrollieren. Sehr oft ist eine Bundunreinheit ganz plötzlich
mit dem Aufspannen neuer Saiten behoben :wink:

wie kontrolliert man das? du meinst doch jetz nich einfach nur stimmen?!

Gruß
Didi

gruß
yvi

Hallo,

bis Du Dir sicher, dass die E-Saite beim normalen Greifen
bundrein ist?

gleiche fragen wie oben: heißt bundrein sauber gestimmt? wenn ja, dann ja!

Was ich mir vorstellen kann, ist, dass das Capo die Saite
hinter dem Bund ganz stark nach unten drückt, so dass die
Saite quasi nicht flach zum Bund geführt wird, sondern sehr
steil. Und das bewirkt ein überstarkes Höherwerden des Tones.
Bei den anderen Saiten wirkt sich dies vielleicht weniger aus.
Versuch mal, das Capo nicht direkt unterhalb des Bundes
aufzuspannen, sondern etwas darunter, vielleicht genau
zwischen den Bünden.

*seufz* funktioniert leider auch nich. die methode von didi (ganz knapp hinterm bund spannen) funktioniert zumindest ein ganz klein wenig. aber wirklich weg ists auch nich.

Gruß

Dieter

gruß
yvi

Hallo Stiefelkatzi,

das hatt ich vor nem vierteljahr. wie gesagt, meine „kleine“
ist eine konzertgitarre (7/8), die ist natürlich noch mehr
gekrümmt.

aber da stimmt was nicht. Eine Konzertgitarre (i.e.S.) hat immer ein ganz flaches Griffbrett. Es ist bei richtigen Konzertgitarren niemals gekrümmt. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich meine beim Halsquerschnitt die Grifffläche, nicht die Rückseite. Wie die Rückseite aussieht, dürfte egal sein. Siehe mal hier:

http://www.stellwerk13.de/bsp/hals.jpg

und dann ham se mir so einen gegeben:
http://www.music-town.de/onlineshop/bilder/akustik/k…
der hält auch einwandfrei.

Das wäre dann exakt der Falsche (wie auch der erste). Dieser hier IST nämlich gekrümmt. Schau mal die Gummileiste, die auf den Saiten aufliegt. Peile mal mit einem Auge schräg über die Kante. Die ist definitiv gekrümmt. Du brauchst einen Capo, der ganz schnurgerade ist. Kein Wunder, dass die beiden mittleren Saiten bereits knarren, während die äußeren noch ans Griffbrett gedrückt werden. Die haben dir genau den Falschen angedreht.

wie kontrolliert man das? du meinst doch jetz nich einfach nur
stimmen?!

Stimmen natürlich auch :wink: Aber betrachte meinen Link. Du hast höchst wahrscheinlich die oberste Griffbrettform, dein Capo ist aber nur für die mittlere bis untere Form geeignet. Das sieht man sofort. Du musst ihn dir nur mal genau ansehen. Also: Ab in den Laden, dem Verkäufer in den Hintern treten, den Capo zurückgeben und den Richtigen verlangen.

Die Sache ist klar. Aber erzähl mir jetzt bitte nicht, dass du eine Sonder-Konzertgitarre mit kewölbtem Griffbrett hast :wink:

Gruß Didi

gleiche fragen wie oben: heißt bundrein sauber gestimmt?

bundrein heißt: wenn du am Xten bund greifst, ist das intervall zur leeren saite sauber? das hängt natürlch sehr stark von der genauen positionierung der bünde ab sowie einigen anderen dingen - die saiten sollten zur bundhöhe passen, die stärke und die position deines griffes sollte auch optimal sein…

bei bestimmten bünden kann man die bundreinheit mit dem entsprechenden flageolett kontrollieren, bei anderen mit sauber gestimmten anderen saiten… oder überhaupt mit dem stimmgerät. man braucht schon gute ohren, oder man hört einfach nicht so genau hin, dann ist die bundreinheit auch egal :wink:

du mußt dir einfach vorstellen: eine saite mit kapo hat immer einen knick, der die effektive saitenlänge verändert. wie dieser knick genau aussieht und sich auswirkt, hängt von kapo (beschaffenheit und position), von der bundhöhe und von der saitendicke ab. die frage ist also nicht, ob alle saiten einer gitarre mit kapo sauber klingen, sondern wieviele wie falsch sind. bei scheint die konstellation kapo-saite suboptimal zu sein… sei froh, daß die anderen saiten sauber klingen.

hi!

ich glaub, jetz verwechselst du meine gitarren *G* sorry, mea culpa!
die konzertgitarre ist grade, klar!
die westerngitarre ist - wenn ich dein schema anguck - dagegen leicht gewölbt, wie auch der zweite capo. der erste capo ist auch gerade, hat deshalb auch auf der geraden konzertgitarre gehalten.

gruß
yvi

gleiche fragen wie oben: heißt bundrein sauber gestimmt?

bundrein heißt: wenn du am Xten bund greifst, ist das
intervall zur leeren saite sauber? das hängt natürlch sehr
stark von der genauen positionierung der bünde ab sowie
einigen anderen dingen - die saiten sollten zur bundhöhe
passen, die stärke und die position deines griffes sollte auch
optimal sein…

also laut meiner ohren sind die intervalle sauber. jetz weiß ich auch wasde meinst, die flageolettspielerei hat mein gitarrenlehrer immer mal fabriziert. wie geht bundreinheit mitm stimmgerät zu kontrolliern? (ich weiß normalerweise mit nem stimmgerät umzugehn, aber da die dinger ja auf einen ton pro saite geeicht sind, wie überprüf ich da intervalle?)

gruß
yvi

Hallo Stiefelkatzi,

… hmmm … dann hilft wahrscheinlich nur noch eine Untersuchung der Gitarre durch einen Fachmann. Schade, dass man sich seine Instrumente nicht mal kurz per Email zuschicken kann :wink:)) Naja, du musst das gute Stück mal jemandem in die Hand geben, der sich damit auskennt. So aus der Ferne ist da wohl nichts zu machen. Zu festes Aufsitzen hast du bereits ausgeschlossen, der Capo passt auf den Hals, er sitzt an der richtigen Position vorm Bundstäbchen. Da kommt eigentlich nur eine Bundunreinheit in Frage oder (immernoch) dass die E-Saite zu tief eingedrückt wird. Sonst würde sie ja nicht nach oben aus der Gesamtstimmung heraus geraten. Hast du keinen Gitarristen im Bekanntenkreis?

Was du noch machen könntest: Vergleiche mal den Flageolett auf dem 12. Bund mit dem Ton des gegriffenen 12. Bundes jeder einzelnen Saite. Falls sie sich (auch geringfügig) unterscheiden, ist die Gitarre nicht oktavrein. Dann kannst du noch auf der (am besten mal mit viel Akribie mit Stimmgerät) gut gestimmten Gitarre den Ton jeder Saite (ab der A-Saite aufwärts) mit dem gegriffenen Ton der darunter liegenden Saite (A = E-Saite im 5. Bund) vergleichen. Wenn dir dort nach vorheriger Stimmung mit dem Stimmgerät Unterschiede auffallen, ist das Stück verutlich nicht mehr bundrein. Es könnte auch noch sein, dass du sehr hohe Bundstäbchen hast. Dann hättest du evtl. das, was ich immer den „Sitareffekt“ nenne.

Sonst fällt mir gerade nichts mehr ein. Wie gesagt: Am besten gibst du deine Gitarre samt Capo mal in fachmännische Hände. Nur mal draufschauen kostet i.d.R. in guten Läden (vllt. dort wo man Stammkunde ist) nichts oder nicht viel.

Gruß
Didi

wie geht bundreinheit
mitm stimmgerät zu kontrolliern? (ich weiß normalerweise mit
nem stimmgerät umzugehn, aber da die dinger ja auf einen ton
pro saite geeicht sind, wie überprüf ich da intervalle?)

kauf dir eins, das nicht auf einen ton pro saite geeicht ist :wink: dann kannst du nicht nur die gitarre damit stimmen, sondern auch andere instrumente, außerdem sind dir dann auch unübliche gitarrenstimmungen zugänglich.

immerhin kannst du ja zb. auf der tiefen E-saite die bundreinheit am V., am X. und am XV. bund nachprüfen, indem du das stimmgerät jeweils auf die nächste saite schaltest.

(ich weiß normalerweise mit
nem stimmgerät umzugehn, aber da die dinger ja auf einen ton
pro saite geeicht sind, wie überprüf ich da intervalle?)

Na, Mädel … Du hast E,A,D,G und H. Die Oktave ist dem Stimmgerät doch Banane.

E zu A ist ne Quarte.
E zu D ist ne kleine Septime.
E zu G ist ne kleine Terz.
E zu H ist ne Quinte.
A zu E ist ne Quinte.
A zu D ist ne Quarte.
A zu G ist ne kleine Septime.
A zu H ist ne Sekunde.
D zu E ist ne Sekunde.
D zu A ist ne Quinte.
D zu G ist ne Quarte.
D zu H ist ne Sexte.
G zu E ist ne Sexte.
G zu A ist ne Sekunde.
G zu D ist ne Quinte.
G zu H ist ne große Terz.

Welcher Intervall fehlt Dir? :wink:

Gruß kw

Hallo,

gleiche fragen wie oben: heißt bundrein sauber gestimmt? wenn
ja, dann ja!

Nein, es geht darum, ob die Saite nach der Stimmung im Leerzustand auch in oberen Bünden korrekte Stimmung zeigt oder nicht. Nach Deiner Fragestellung vermute ich, dass dort die Problematik ist: Die Gitarre ist grundsätzlich bundunrein. Da kannst Du zwar ‚unten rum‘ die ‚normalen‘ Griffe spielen, aber schon wenn man z. B. Barré auf Bund 5 spielt, dann zeigt sich’s, wie bundrein das Instrument ist.

Eigentlich sollte ja das Capo nichts anderes tun als der Finger beim Spielen von Barré-Griffen, nämlich die Saiten komplett auf einen Bund niederdrücken. Was sollte es mehr tun?

Kannst Du die Bundreinheit einstellen?

Dieter

Hallo Ralf,

Gitarren lassen sich wirklich sauber nur mit der
Flageolet-Methode stimmen, dazu brauchst Du nichts außer einer

Dieser Ausschließlichkeit stimme ich nicht zu. Ich stimme meine Gitarre ohne alles, auch ohne Flageolet-Klänge. Und gegenüber Stimmgerät hat Flageolet auch keine Vorteile.

Prüfung auf Bundreinheit geht nicht mit dem Stimmgerät; die

Warum nicht? Moderne Stimmgeräte können heutzutage nicht nur Leersaiten auf Tonhöhe bestimmen.

Dieter

Und gegenüber Stimmgerät hat Flageolet auch keine Vorteile.

doch doch.
nach flateolets zu stimmen hat sogar mehrere vorteile. zum einen ist das stimmen mit stimmgerät passiv, du schraubst herum und mußt der anzeige vertrauen. das stimmen mit flageolets ist aktiv, du brauchst natürlich einen vergleich mit einem referenzton, aber dann kannst du genau auf die schwebungen hören und sichergehen, daß du wirklich die richtige tonhöhe getroffen hast.
zum anderen erlaubt das stimmgerät nur absolute stimmung, die vergleichende methode aber sehr genaue relative stimmung. wie wir wissen ist die gleichschwebend temperierte stimmung nur ein schwacher kompromiß, und profis stimmen ihre instrumente je nach stil bzw. epoche, tonart und manchmal auch nach anderen kriterien eben nicht gleichschwebend temperiert. dann brauchen sie das eine intervall wirklich sauber, beim anderen aber 3 schwebungen pro sekunde. das kann man mit den flageolets ganz gut hören und daher auch sehr einfach verwirklichen.

nach flateolets zu stimmen hat sogar mehrere vorteile. zum
einen ist das stimmen mit stimmgerät passiv, du schraubst
herum und mußt der anzeige vertrauen. das stimmen mit

Ja, und nach Gehör musst Du letzterem Vertrauen. Auf der Bühne mitten im Stück kannst Du nicht anfangen, nach Flageolet-Tönen zu stimmen.

flageolets ist aktiv, du brauchst natürlich einen vergleich

Was da aktiv bzw. passiv sein soll, verstehe ich nicht ganz.

mit einem referenzton, aber dann kannst du genau auf die
schwebungen hören und sichergehen, daß du wirklich die
richtige tonhöhe getroffen hast.

zum anderen erlaubt das stimmgerät nur absolute stimmung, die

Es gibt bei den Stimmgeräten solche, die lassen eine Umschaltung zu. Und dann ist, wenn wohltemperiert sein soll, das Gehör ein recht ungenaues ‚Messgerät‘.

vergleichende methode aber sehr genaue relative stimmung. wie
wir wissen ist die gleichschwebend temperierte stimmung nur
ein schwacher kompromiß, und profis stimmen ihre instrumente
je nach stil bzw. epoche, tonart und manchmal auch nach
anderen kriterien eben nicht gleichschwebend temperiert. dann
brauchen sie das eine intervall wirklich sauber, beim anderen
aber 3 schwebungen pro sekunde. das kann man mit den

Ich wollte hier aber nicht behaupten, dass das Stimmgerät der absolut beste Massstab ist. Ganz im Gegenteil, es gibt Leute, die stimmen nur nach Gehör, ohne Referenz, ohne Flageolet, ohne Stimmgerät. Lediglich die Aussage, nach Flageolet zu stimmen sei zwingend besser als mit Stimmgerät, da kann ich nicht zustimmen.

Dieter