CControl-Programm steigt gelegentlich aus

Hallo,

ich habe ein CControl, ca. 6 Jahre alt, relativ umfangreiche Steuerungsaufgaben (16 Digitalports, 4 Analogports belegt), ca. 4kB BASIC-Programm, der Rest als Langzeitspeicher für Daten, zyklischer Lauf im Sekundentakt.
Leider Steigt das Programm gelegentlich aus. Die Runanzeige, die normalerweise im Sekundentakt blinkt, blinkt dann sehr unregelmäßig alle 5 - 10 sek. Ursache? Völlig unklar. Über die 232-Schnittstelle (PC-Kommunikation) komme ich auch nicht mehr ran, reagiert das Ding überhaupt nicht. Manchmal läuft’s wochenlang, manchmal steigt’s alle paar Tage aus.

Fragen:

  1. Hat jemand eine Ahnung, wo ich suchen könnte, hat jemand mal was ähnliches gehabt?
  2. Könnte es an der DCF77-Antenne liegen? Der Eingang dafür ist offen. Die grüne DCF77-LED hat nach einem Absturz ab und zu mal geleuchtet! Sollte ich den Eingang dafür erden?

Danke
Laika

Hallo Laika,

CControll ist jetzt nicht gerade meine Spezialität.

ich habe ein CControl, ca. 6 Jahre alt, relativ umfangreiche
Steuerungsaufgaben (16 Digitalports, 4 Analogports belegt),
ca. 4kB BASIC-Programm, der Rest als Langzeitspeicher für
Daten, zyklischer Lauf im Sekundentakt.
Leider Steigt das Programm gelegentlich aus. Die Runanzeige,
die normalerweise im Sekundentakt blinkt, blinkt dann sehr
unregelmäßig alle 5 - 10 sek. Ursache? Völlig unklar.

Naja, die CPU kurvt irgendwo im Speicher rum und trifft ab und zu mal ein brauchbares Stück Code…
Kurz gesagt, da stürtzt was ab :smile:

Über die
232-Schnittstelle (PC-Kommunikation) komme ich auch nicht mehr
ran, reagiert das Ding überhaupt nicht.

Die CPU arbeitet irgendwelchen Code, oder sogar die Daten als Code ab, da ist dann aber keine Abfrage der RS-232 bei…

Manchmal läuft’s
wochenlang, manchmal steigt’s alle paar Tage aus.

Fragen:

  1. Hat jemand eine Ahnung, wo ich suchen könnte, hat jemand
    mal was ähnliches gehabt?

Massenweise, aber jetzt nicht konkret mit einer CControl.

  1. Du schreibst „6 Jahre alt“. War das schon immer so ? Wenn nein, was hat sich geändert ??

  2. Immer wieder gerne genommen: Stack Overflow.
    Wenn sich das Programm gerade an der tiefsten Stelle der Verschachtelung befindet und genau dann ein Interrupt auftritt und dann der Staack uberläuft, fürt das RTI irgendwo ins Nirvana.

  3. Fehlerhafte Zeiger (OK, ist eher typisch für C). Der Zeiger zeigt manchmal auf den Stack und überschreibt dann eine Return-Adresse. Da der Zeiger z.B. nicht initialisiert wird, hängt sein tatsächlicher Wert von irgendeinem Zwischenresultat ab, welches irgendeine Routine dort vorher abgelegt hat. Sowas führt dann erst in Abhängigkeit der konkreten Zahlenwerte zu abstürzen … immer ganz lustig zu finden.

  4. (auch C typisch)Eine Funktion übergibt als Resultat einen Zeiger auf eine Auto-Variable. Bei der Rückgabe ist diese Variable nicht mehr gültig (da auto). Das kann gut gehen, solange in der zwischenzeit kein Interrupt auftritt, andernfalls, wird der Wert der Variablen überschrieben.

  5. Das auslesen von Zählern ist manchmal auch kritisch. Wenn 16Bit Zähler entweder per Hardware oder durch Interrupts weiterzählen und der Lesezugriff, durch zwei aufeinanderfolgende 8Bit Zugriffe gemacht wird, kann es sein, dass genau dazwischen der Zähler hochgezählt wird.
    Wenn der Zähler also von 0x0000 auf 0xFFFF springt kann das gelesene Resultat 0x00FF oder 0xFF00 sein, je nachdem welches Byte zuerst eingelesen wird. Hast du jetzt eine Schlaufe der Form:

    if (Zähler == 0) MachWas();
    if (Zähler == -1) zähler = 10;

steht dann beim nächsten Durchgang der Zähler auf -2 …

  1. Das Sperren und Freigeben von Interrupts ist manchmal auch kritisch. Wenn der Interrupt auch nur für 2 oder 3 CPU-Zyklen offen ist, wenn er es nicht sein sollte, habe ich es schon erlebt, dass tagelang nichts passiert. Bei den nächsten Programmstarts hauts dann immer genau in diese (Zeit)Kerbe rein.

das Reicht mal fürs erste.

  1. Könnte es an der DCF77-Antenne liegen? Der Eingang dafür
    ist offen. Die grüne DCF77-LED hat nach einem Absturz ab und
    zu mal geleuchtet! Sollte ich den Eingang dafür erden?

Ich weiss jetzt nicht, wie dieser Eingang bei der CControl verarbeitet wird… kann aber auch mit deinem Problem zu tun haben.

MfG Peter(TOO)

Moien

ich habe ein CControl, ca. 6 Jahre alt, relativ umfangreiche
Steuerungsaufgaben (16 Digitalports, 4 Analogports belegt),
ca. 4kB BASIC-Programm, der Rest als Langzeitspeicher für
Daten, zyklischer Lauf im Sekundentakt.

6 Jahre Dauerbetrieb mit dem Ding ? Glückwunsch !

Die regelmässige Speicherung von Werten im EEPROM sollte das EEPROM inzwischen ausgelutscht haben. Da ist ein billigst-Teil verbaut worden, nach 25000 Schreibzyklen könnten da schon erste Zellen aussteigen. Die Firmware des CControl macht keinerlei Checks bei der Kommunikation mit dem Chip (I2C, schnellstmöglicher Transfer).

Dann könnte die Spannungsversorgung inzwischen etwas instabil sein. Mal nachmessen ?

  1. Hat jemand eine Ahnung, wo ich suchen könnte, hat jemand
    mal was ähnliches gehabt?

Kontrollier den I2C-Bus zum EEPROM sehr, sehr genau. Du könntest z.B. ein Prog schreiben das einfach nur xKB Daten in den EEPROM schreibt und gibt den Inhalt dann über die serielle Schnittstelle aus. Wenn auch nur ein Bit falsch ist …

  1. Könnte es an der DCF77-Antenne liegen? Der Eingang dafür
    ist offen. Die grüne DCF77-LED hat nach einem Absturz ab und
    zu mal geleuchtet!

Vergiss den Eingang, das ist es nicht. Der leuchtet bei mir auch manchmal.

Sollte ich den Eingang dafür erden?

Man kann ihn erden (da ist eh ein pull-down dran…), allerdings bringt es nix.

Aber wenn die LEDs noch geschaltet werden ist die Firmware noch am laufen. Das ist ein gutes Zeichen, dann ist der Controller selbst noch da.

cu

Moien

CControll ist jetzt nicht gerade meine Spezialität.

Dann klär ich dich mal kurz auf:

Es ist ein Motorola Controller (HC8…- ?) auf dem ein maskenprogrammiertes „OS“ läuft. Extern ist per emuliertem I2C ein serieller 8KB EEPROM angeschlossen. Da rein wird das Userprogramm gespeichert. Programmiert wird in einem abgespeckten Pascal/Basic-Dialekt. Das Programm wird nicht direkt ausgeführt sondern vom OS interpretiert.

Man hat Zugriff auf 24 Byte RAM, serielle Schnittstelle, ein bisschen GPIO, AD und DA Wandler, den Rest des EEPROM als Stream … keine Timer, keine Interrupts, keine Threads. Und maximal 4 (6?) Stackframes.

cu

Nabend

zunächst die genaue Bezeichnung des Prozessors: MC68HC0586 - hattest du in deiner Antwort an Peter ja offen gelassen.

6 Jahre Dauerbetrieb mit dem Ding ? Glückwunsch !

Ja, 6 Jahre Dauerbetrieb. Ist da wirklich viel?

Die regelmässige Speicherung von Werten im EEPROM sollte das
EEPROM inzwischen ausgelutscht haben.

Ich speichere ca. 20 Worte (16 Bit) täglich im EEPROM, also nicht allzu viel. Natürlich kommt das gesamte Programm-Neuladen in etwa Monatsabständen dazu, und in Testphasen massenhaftes Schreiben in den EE…

… nach 25000 Schreibzyklen könnten da schon
erste Zellen aussteigen.

Hmm, hört sich an, als hätte ich das noch nicht überschritten.

Dann könnte die Spannungsversorgung inzwischen etwas instabil
sein. Mal nachmessen ?

Die steht eigentlich: 7805 auf der MC-Platine, der mit 15V versorgt wird.

Kontrollier den I2C-Bus zum EEPROM sehr, sehr genau. Du
könntest z.B. ein Prog schreiben das einfach nur xKB Daten in
den EEPROM schreibt und gibt den Inhalt dann über die serielle
Schnittstelle aus. Wenn auch nur ein Bit falsch ist …

Das wäre ziemlich aufwendig: Schreiben eines Musters in den EEPROM, das auch der PC kennt, auslesen über die 232, vergleichen, bei Abweichungen eine Meldung.

Da du dich gut auskennst: Was gibt’s denn als Alternative zum CControl? Die 16 DPs sind schon etwas wenig, die 24 Byte Variablen sind ein echter Engpass, den ich immer wieder mit trickreicher Programmierung versuche, in den Griff zu kriegen.
An eine Programmierung des I2C-Busses habe ich mich noch nicht rangemacht, ist mir zu zeitaufwendig. Da müsste ich Assembler machen. Aber das wäre nötig, um den EEPROM als Umlaufpuffer zu organisieren, damit bei einem Überlauf die ältesten Daten überschrieben werden. Jetzt kann ich das Schreiben nur stoppen, es gehen dann die neuesten Daten verloren :frowning:( Auch könnte ich dann einen Direktzugriff machen und Langzeitdaten darin speichern. na ja, aber so richtig erforderlich ist das auch nicht.

Schönen Restabend
Laika

Hallo Peter,

  1. Immer wieder gerne genommen: Stack Overflow.
    Wenn sich das Programm gerade an der tiefsten Stelle der
    Verschachtelung befindet und genau dann ein Interrupt auftritt
    und dann der Staack uberläuft, fürt das RTI irgendwo ins
    Nirvana.

Das ist schon mal ein Hinweis: Max. Schachtellungstiefe von Subs ist 4 laut Beschreibung - nicht gerade viel. Wollte ich schon immer mal prüfen, jetzt tue ich es.
Interrupt-Eingänge hat das Ding nicht. Veränderungen erfasse ich durch sekündliche Abfrage. Das ist übrigens auch „Realtime“!

Gruss
Laika

Moien

6 Jahre Dauerbetrieb mit dem Ding ? Glückwunsch !

Ja, 6 Jahre Dauerbetrieb. Ist da wirklich viel?

Ja. Das Ding macht nicht gerade einen superguten Eindruck was die Langzeitstablität angeht.

Kontrollier den I2C-Bus zum EEPROM sehr, sehr genau. Du
könntest z.B. ein Prog schreiben das einfach nur xKB Daten in
den EEPROM schreibt und gibt den Inhalt dann über die serielle
Schnittstelle aus. Wenn auch nur ein Bit falsch ist …

Das wäre ziemlich aufwendig: Schreiben eines Musters in den
EEPROM, das auch der PC kennt, auslesen über die 232,
vergleichen, bei Abweichungen eine Meldung.

for-schleife die 16bit Zahlen von 0 bis X schreibt (und später kontrolliert) ist doch nicht aufwendig. Wenn du den Startwert dann noch testweise änderst … ?

So oder so: nimm einen neuen 32KB EEPROM. Die Teile kosten

Hallo Laika,

Interrupt-Eingänge hat das Ding nicht. Veränderungen erfasse
ich durch sekündliche Abfrage. Das ist übrigens auch
„Realtime“!

Ich habe früher grosse Bottiche geheizt, da ist 1 Minute schon Realtime !!!

Realtime ist, wenn man mit der Umgebung mithalten kann. :smile:

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

Ich habe früher grosse Bottiche geheizt, da ist 1 Minute schon
Realtime !!!

Realtime ist, wenn man mit der Umgebung mithalten kann. :smile:

Genau! Ich wollte dich natürlich nicht oberlehrerhaft belehren! Aber das kam mir in den Sinn, als wir darüber diskutierten. Vor zig Jahren habe ich viel in Assembler der damaligen „Prozessrechner“ programmiert. Die hatten natürlich Interrupts. Ich habe Anwendungen gemacht, die in Mikrosekunden reagieren mussten! Das war eine richtige Knautscherei, zumal damals, Anfang der 70er, die Assemblerbefehlszeit noch bei 1 - 3 Mikrosek. lag. Dann kam ich zur Radardatenverarbeitung (Flugsicherung), und die liessen den Rechner im Sek.takt laufen. Das war natürlich auch Realtime. Aber jetzt ist das für mich längst Vergangenheit, will auch nicht beliebig viel Zeit investieren (Hardware ist nicht so ganz mein Metier), auch wenn ich als Rentner viel Zeit habe, die geht auch für viele andere Dinge drauf :wink:)

Das nur mal nebenbei. Mein CControl steuert u.a. mein Hausheizung (Nachtspeicher + Fussboden), da reicht auch ein Minutentakt.

Gruss
Laika

Danke an Euch beide …
… da habe ich erstmal was zu tun. Den Speicher werde ich mal austauschen, habe mal nach 24C65 gegoogelt, da kommt ja einiges raus. Ich hatte mich bisher noch nie um die Struktur auf dem Prozessorplatinchen gekümmert, dachte immer, der EEPROM ist im Prozessorchip selbst integriert.

Gruss
Laika

Das ist bei C Control normal.
Die Frage ist eher wie du es geschaft hast sie 6 Jahre am Laufen zu halten?

Ein Problem hier sind meist die Analogeingänge.
Die Fehlerquelle No1 bei C-Control.
Überprüfe die Kelmemn und Leitungen im Analogteil.
Hier muss alles absolut suaber, möglichst direkt gebrückt sein udn auch klemmen die nicht belegt sind angezogen.

Hinzu kommt: Immer alle Massen untereinder und zum Schutzleiter brücken. Es Muss alles das gleiche MAssepotential haben.
Gerade bei den alten C-Control kannst du da mal ansonsten 100V gegenüber Erde am Ausgang messen.

Ich persönlich hasse C-Control. Finde die absolutes Gelumpe.
Bei uns schwirren damit einige Exponate umher die damit ausgestattet sind. Kann mich an absolut keines erinnern das keine Probleme macht.
Paar mal haben wir einfach C-Control raus und eine logo oder eine S7-312C rein.

Bei den S7-300 hatte ich bisher noch nie (Ausser zwei wo wir es drauf angelegt haben , Umgebunsgtemperatur 80Grad, Dampf und Erschütterung) eine einzisgte die defekt war *Auf Holz klopf*

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Das ist bei C Control normal.
Die Frage ist eher wie du es geschaft hast sie 6 Jahre am
Laufen zu halten?

Das und die Aussagen deiner Vorredner ernüchtern mich ziemlich. Eigentlich fand ich das Ding nicht schlecht. Auch die Entwicklungsumgebung ist, trotz einiger Schwächen, ganz passabel.
Im Übrigen läuft es zwischen den Ausfällen einwandfrei, jetzt gerade schon wieder 4 Tage.

Ein Problem hier sind meist die Analogeingänge.
Die Fehlerquelle No1 bei C-Control.
Überprüfe die Kelmemn und Leitungen im Analogteil.
Hier muss alles absolut suaber, möglichst direkt gebrückt sein
udn auch klemmen die nicht belegt sind angezogen.

Hmm, da habe ich die Leitungen zum Teil gesteckt: Stiftstecker/-buchsen, IC-Sockel. An den Eingängen, wo die Leitungen „aus dem Feld“ ankommen, natürlich Lüsterklemmen. Aufbereitet und auf die Analogeingänge normiert werden die Signale mit OP (741), habe da noch’n Haufen in der Bastelkiste.
Frage ist nur, warum das erst nach einigen Jahren auftrat. Anfangs lief alles bestens, Ausser, dass die AE nicht sehr genau waren.
Ein neueres Problem sind merkwürdige Spitzen in den Spannungen an den AE: Einzelne Messwerte in einem Minutenzyklus reissen aus. Dann habe ich den Messzyklus verkürzt, bis 1 sek runter. Selbst da waren es immer nur einzelne Werte - Temperaturen! Die können sich unmöglich so schnell ändern! Bin da noch am Forschen.

Bei den S7-300 hatte ich bisher noch nie (Ausser zwei wo wir
es drauf angelegt haben , Umgebunsgtemperatur 80Grad, Dampf
und Erschütterung) eine einzisgte die defekt war *Auf Holz
klopf*

Ist ja auch für den industriellen Einsatz gemacht - von meinem alten Arbeitgeber :wink:) Der Vorgänger S5 war ja der Renner schlechthin, Riesenumsätze. Aber ein Kollege sagte mal: „Die S5 muss man lieben, sonst kann man sie nur hassen.“

Gruss
Laika

Hallo,

Frage ist nur, warum das erst nach einigen Jahren auftrat.
Anfangs lief alles bestens, Ausser, dass die AE nicht sehr
genau waren.

Dass nach ein paar Jahren Wackelkontakte auftreten können, Bauteile altern, Elkos austrocknen,… ist Dir doch wohl bekannt?

Btw., Du schreibst was von Lüsterklemmen - die hast Du aber hoffentlich richtig verwendet? Das bedeutet, entweder mit Aderendhülsen bzw. Lüsterklemme mit Adernschutz bei Litzen, auf keinen Fall die Enden der Litze verlöten! Oder gleich Draht statt Litze verwenden (natürlich auch ohne Lötzinn). Oder Federklemmen.

Ein neueres Problem sind merkwürdige Spitzen in den Spannungen
an den AE: Einzelne Messwerte in einem Minutenzyklus reissen
aus. Dann habe ich den Messzyklus verkürzt, bis 1 sek runter.
Selbst da waren es immer nur einzelne Werte - Temperaturen!
Die können sich unmöglich so schnell ändern! Bin da noch am
Forschen.

Es gibt keinen Eingang, der nicht auch Störungen auffängt. Je länger die Leitung da dran, desto schlimmer - das ist nunmal eine Antenne. Ein A/D-Wandler stellt aber leider nur einen Momentanwert fest, da findet keine Mittelwertbildung, Tiefpassverhalten, Störunterdrückung statt. Das musst Du schon selber machen und ist Teil jeder professionellen Schaltungsentwicklung.
Ich habe mir nach einem Seminar bei einer Firma, die EMV-Messungen durchführt, sofort angewöhnt, ALLE Leitungen, die auf eine Platine führen, mit einem RC-Tiefpass zu versehen. Nachträglich ist sowas nämlich kaum noch zu machen. EMV-gerechtes Design muss von Anfang an passieren, nicht erst bei auftretenden Problemen.

Natürlich ist auch die Spannungsversorgung eine Antenne für Störungen. Und mit einem Elko am Regler kann man HF nicht abblocken. Kann auch zu Programmabstürzen führen.

Gruß
loderunner

Hallo,
diese Seite:
http://ccintern.dharlos.de/
kennst Du?
Gruß
loderunner

Loderunner zustimme.
Mit der C-Control lassen sich übrigens macnhe vorgeschriebenen Sachen nicht nach Din und VDE erfüllen.

Wollte noch anfügen das in eine Lüsterklemme pro Klemmkontakt auch nur 1 Adernendhülse darf. Die Lüsterklemme genau in der Grösse dafür ausgelegt sein muss. Also keinen 0,14 mm^2 in eine 4mm^2 Adernendhülse oder solch Spässe die man imemr sieht.
-Anstelle Lüsterklemmen gibt es auch Klemmen in denen Litzen geklemmt werden, teils musst du sie nicht einmal abisolieren. Wir verwenden hierfür welche von Wago und Weidmüller. gibt da aber auch noch sehr viele andere gute Firmen.

Oft machen viele bei Adernendhülsen auch fehler, das ist nicht so leicht wieman oft glaubt.

-Abisoliert wird die Länge des Metallkontaktes +0.8 bis 1.2 mm
-Also 1mm länger.
-Die Adern werden vor dem einbringen in die Adernendhülsen auf keinen Fall verdreht (Das sehe ich sehr oft das die Leute machen)
-Keine einzelene Litze darf seitlich heraussehen oder innen verhunaggelt sein.
-Gepresst wird mit einer V Zange (Die hat vorne nur ein V) oder mit einer Gasfreien Presszange wie sie zum Beispiel Wago etc. hat.
-Die Zangen zur seitlichen Pressung sind Mist. Die sidn mehr für Hobby und Waldelektriker. Das liegt daran das sie nicht gleichmässig pressen udn die Adernendhülse nicht um den Draht gequetscht wird sondern eifnach alles miteinader gedrückt.
-Der Draht muss immer ind er ganzen Adernendhülse sein und sollte di schon oben erwähnte +0.8 bis 1,2 mm vorne herus stehen.
-Müssen in einen Schraubkontakt 2 Drähne musst du eine Doppeladernendhülse verwenden.
-Als Trick immer 1 bzw. 2 Drähne abisolieren und gleich Crimpen.
Nach 1 Minute etwa stellen sich die Adern auf und du hast Probleme mit den Einbringen in die Adernendhülse, gerade bei einer Doppeladernendhülse.

Unabhängig davon ist noch zu beachten das Löten und Klemmen immer Gift zueinder sind. Du darfst einen verlöteten oder verzinnten Kontakt niemals Schraubklemmen. Das ötzinn schmillst bzw. verdampft bei Belstung und wird auch nichtleitend. Das Pahnomän kennst du sicher auch bei schlechten Löt zu Löt verbindungen als kalte Lötstelle.

Oft treten Probleme meist erst viel Später auf. Merkst ja bei dir das du mit der Schlamperheit deines Vorgängers nun geprügelt bist.

Hoffe ist dir hilfreich bei deinen Problem.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Volle Zustimmung! (owt)
-nix-

Klemmen, Löten usw.
Hallo,

also … wenn ich euch beide höre, dann habe ich wohl ziemlich viel falsch gemacht. Ich gebe unumwunden zu, dass ich als (reiner) Softwaremann da etwas „nachlässig“ bin.

Einige Anmerkungen meinerseits:

Wollte noch anfügen das in eine Lüsterklemme pro Klemmkontakt
auch nur 1 Adernendhülse darf.

Meist passen auch gar nicht mehr hinein. Meist verwende ich Klemmen, die auf Platinen gelötet werden, die Agern werden durch ein kleines Plättchen in der Klemme - nicht durch die Schraube! - eingeklemmt.

-Die Adern werden vor dem einbringen in die Adernendhülsen auf
keinen Fall verdreht (Das sehe ich sehr oft das die Leute
machen)

Warum nicht? Das mache ich eigentlich immer.

Unabhängig davon ist noch zu beachten das Löten und Klemmen
immer Gift zueinder sind. Du darfst einen verlöteten oder
verzinnten Kontakt niemals Schraubklemmen. Das ötzinn
schmillst bzw. verdampft bei Belstung und wird auch
nichtleitend.

Da kenne ich nur den Grund, dass das Lötzinn sehr leicht unter der Druckbelastung der Klemme fliesst und damit ein Wackelkontakt auftritt.

Gruss
Laika

-Die Adern werden vor dem einbringen in die Adernendhülsen auf
keinen Fall verdreht (Das sehe ich sehr oft das die Leute
machen)

Warum nicht? Das mache ich eigentlich immer.

(Boah habe ich wieder viele Rechtschreibefehler gemacht., glaub ist das was ich ebsonder gut kann.)

Hallo überleg mal selbst warum das falsch ist und man es absolut nicht machen sollte. Ist Methodisch besser als es zu erklären.

Sind mehrere Gründe.
Schau dir mal eine gerade gepresste an, dann eine verdrillte Pressung.
Zieh mal an einer einegschraubten verdrillten.
Kinps mal vorne wieder die Aderendhülse ganz knapp weg udn schau was in der Isolierung ist.
Überleg mal ob da Luft (Gas) in der Adernedhülse bleibt oder nicht.

Dann kommst du auf die 4 Gründe warum du sie nie Zwirbeln darfst.
Fallst du möchtest oder noch Fragen hast erkläre ich es dir aber auch gerne.

Hallo überleg mal selbst warum das falsch ist und man es
absolut nicht machen sollte. Ist Methodisch besser als es zu
erklären.

Sind mehrere Gründe.
Schau dir mal eine gerade gepresste an, dann eine verdrillte
Pressung.
Zieh mal an einer einegschraubten verdrillten.
Kinps mal vorne wieder die Aderendhülse ganz knapp weg udn
schau was in der Isolierung ist.
Überleg mal ob da Luft (Gas) in der Adernedhülse bleibt oder
nicht.

Deine „Lufttheorie“ geht mir nicht richtig ein :frowning:( Wie gesagt, bin (seit 35 Jahren) reiner Softwaremann. Meine Zeiten als (Starkstrom-) Elektriker liegen 45 Jahre zurück. Da habe ich meist 16 mm2 und dicker verarbeitet - da war’s mit Verdrillen ohnehin schwierig.

Hallo,

Deine „Lufttheorie“ geht mir nicht richtig ein :frowning:(

wenn Luft ans Kupfer kommt, kann es oxidieren. Deshalb ist ein guter Kontakt ein gasdichter Kontakt.
Das macht man, indem man unmittelbar vor Anbringen der Aderendhülse erst abisoliert und die Hülse mit einem passenden Werkzeug (Spezialzange) mit ausreichendem Druck anbringt.
Bei Lüsterklemmen für Litzen geschieht das gleiche durch den Adernschutz und genügend festes Anschrauben. Ist aber trotzdem wie die Aderendhülse noch nicht die optimale Lösung.
Bei Lüsterklemmen für Draht wird die Schraube sogar in den Draht hineingedreht und schließt dort gasdicht ab.
Bei Federklemmen dringt ebenfalls die Feder in den Draht ein. Eine evt. gebildete Oxidschicht wird dabei durchstoßen, ebenso wie bei der Lüsterklemme für Draht. Und weil die Feder weiterhin klemmt, kann auch in der Zukunft nicht passieren. Ist also die optimale Lösung. Und auch die universellste, denn bei den meisten Federklemmen darf man auch Litze verwenden.
Schließlich gibt es noch die sogenannte Schneid-klemm-technik, bei der der Draht mit einem Spezialwerkzeug in eine spezielle Klemme gedrückt wird. Die Isolierung wird dabei nicht vorher entfernt, sondern durch die Klemme durchschnitten. Auch hier dringt die Klemme mit ihrer Schneide in den Draht bzw. die Adern der Litze ein und schafft eine gasdichte Verbindung. Weil die Schneide beim Reindrücken stupmf werden könnte und die Klemme auch etwas aufgebogen wird, darf man diese klemmen aber nur einmal verwenden. Zudem ist das Spezialwerkzeug meist heftig teuer. Deshalb wird diese Technik eigentlich nur von Profis angewandt.
Lötzinn hat, wie Du schon erfahren hast, den Nachteil, dass es unter Druck ausweicht. Auch wenn man also die Schraube der Lüsterklemme richtig fest anzieht, weicht eine Litze mit verlötetem Ende aus, der Kontakt ist nicht mehr gasdicht, bekommt sogar Spiel und irgendwann gibt es einen Wackelkontakt. Je nach Belastung des Kontaktes kann es dann bis zum Kabelbrand kommen, weil am Übergangswiderstand bzw. der kleinen Unterbrechung Hitze entsteht.
Das gleiche passiert natürlich auch bei größeren Bauteilen wie z.B. großen Elkos oder Trafos, die nur an den Lötstellen ihrer Anschlüsse hängend befestigt sind. Erwärmung verschärft das Problem, weil das Lötzinn dann noch weicher wird. Das sind dann meist die beliebten ‚kalten Lötstellen‘ in alten Fernsehgeräten.
Gruß
loderunner