Cds

Moin Mitbürger :smiley:

kann mir bitte jemand erklären wieso nun genau die Spekulanten mit den CDS einen staat nicht in den ruin treiben können ? Genauer gesagt letzten absatz ? Was tun die denn wenn sie diesen Teufelskreis vorraussehen ?

_Die wichtigste Frage lautet, ob die CDS-Besitzer die Zahlungsprobleme herbeireden können, um den Wert ihrer CDS hochzujazzen. Oder schlimmer noch: Könnten Hedge-Fonds und Konsorten durch gezielte Käufe von CDS in großem Volumen den Ruf Griechenlands so stark beschädigen, dass das Land für neue Anleihen keine Käufer mehr findet? In der nächsten Runde steigt der Wert der CDS, die Bonität sinkt weiter. Können die Spekulanten diese Teufelsspirale auslösen, hätten sie eine Methode gefunden, reich zu werden, indem sie Griechenland in den Bankrott treiben.

Kreditausfallversicherungen: So spekuliert man gegen Griechenland

Aber läuft das wirklich so? Die klassischen großen Anleiheinvestoren, die Griechenland-Anleihen kaufen, analysieren die Zahlungsfähigkeit des Landes in der Regel auf Grund fundamentaler Daten und überlegen dann, ob sie in der nächsten Finanzierungsrunde dabei sein wollen.

Die These, CDS-Spekulanten könnten eine Teufelsspirale auslösen und damit Griechenland in die Pleite jagen, fußt auf einer frechen Voraussetzung: dass die CDS-Käufer grundsätzlich schlauer sind als die Investoren auf der Gegenseite, die den Kreditausfall versichern. Diese müssen so dumm sein, dass sie von der Teufelsspiraletheorie nie gehört haben. Das ist unwahrscheinlich, weil die Theorie ihren Weg sogar in die Niederungen des Journalismus gefunden hat._

Dankeschön und schöne Grüße

Landsend

Hallo,

kann mir bitte jemand erklären wieso nun genau die Spekulanten
mit den CDS einen staat nicht in den ruin treiben können ?
Genauer gesagt letzten absatz ? Was tun die denn wenn sie
diesen Teufelskreis vorraussehen ?

der zitierte Text ist so unsäglich unsachlich, daß es sich nicht lohnt, darauf einzugehen.

Die Preisentwicklung von CDS ändert zunächst einmal nichts an der Bonität eines Schuldners. Wenn aber die Preise von CDS steigen, suggeriert das eine abnehmende Bonität. Das bedeutet, daß der Schuldner bei den nächsten Anleihenemissionen u.U. höhere Renditen gewährleisten und damit höhere Zinsen bezahlen muß, um die verunsicherten Anleger zum Kauf der Anleihen zu bewegen.

Insofern können Spekulationen auf CDS durchaus die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners beeinflussen, denn höhere Zinszahlungen beeinflussen natürlich langfristig die Zahlungsfähigkeit des Schuldners.

Gruß
C.

Danke :smile: das hatte ich auch so in erinnerung :smile: aber der letzte satz hat mich zum stutzen gebracht :frowning:

der autor des textes behauptet, wenn ich es richtig verstanden habe, dass die CDS Verkäufer diese mögliche entwicklung ( Ausfall aufgrund steigender CDS preise) vorraussehen und deswegen keine CDS mehr abschließen. Stimmt das insofern ?

na ja , exc. hat es erst dementiert , und dann doch bestätigt.

Natürlich können Spekulanten einen Schuldner ( im Endeffekt jeden Schuldner ) in die Pleite treiben.

Sobald es sich um Dauerschuldverhältnisse handelt, ist jeder Schuldner davon abhängig, dass die Gläubiger weiter seiner Zahlungsfähigkeit vertrauen und die Schulden prolongieren. Wenn es jemandem also gelänge, mittels Gehirnwäsche alle ( also wirklich alle ) Anleger ( Privat , Banken , Notenbank , Fonds ) dieser Welt davon zu überzeugen, der Bundesrepublik Deutschland kein Geld mehr zu leihen, wären wir innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen pleite, also zahlungsunfähig.

Wie bereits geschrieben, haben die CDS Preise auch einen Einfluss auf den Zins der Wertpapiere ( wer den CDS als Arbitrage verkauft, muss als Sicherung auch die Papiere verkaufen = Zinsanstieg ) was die gefühlte und tatsächliche Zahlungsfähigkeit teilweise mitbestimmt.
Dadurch spielen auch die Zinsen bei den Ratings eine Rolle. Zinsen rauf = Rating runter = Zinsen noch weiter rauf = Rating noch weiter runter usw. Die Bezeichnung Teufelskreis ist vollkommen zutreffend.

Und wenn man bedenkt, dass CDS unbeschränkt leer gekauft ( also ohne zu sichernde Wertpapiere zu besitzen ) werden können, ist es bei kleinen Ländern gut möglich , dass große Marktteilnehmer einen sochen Teufelskreis zumindest „lostreten“ können.

Grüßle

Eric

Danke Eric :smile:

aber meine genaue Frage ist ob die CDS Verkäufer wirklich aufhören neue CDS zu verkaufen wenn sie merken ,dass jemand eine Marktmanipulation plant/versucht.Und hat dieser Stopp wirklich die Auswirkung ,dass die Spekulation allein dadurch nicht gelingt. Denn das wird in diesem satz behauptet:

Die These, CDS-Spekulanten könnten eine Teufelsspirale auslösen und damit Griechenland in die Pleite jagen, fußt auf einer frechen Voraussetzung: dass die CDS-Käufer grundsätzlich schlauer sind als die Investoren auf der Gegenseite, die den Kreditausfall versichern. Diese müssen so dumm sein, dass sie von der Teufelsspiraletheorie nie gehört haben.

M.f.G Landsend

Hallo,

das genannte Problem dass die Kreditwuerdigkeit eines Staates, Unternehmens… abnehmen kann wurde ja bereits geklaert.

Dazu kommt aber noch etwas viel drastischeres: Wer CDS hat ist daran interessiert dass es zu Insolvenz (eines Staates, Unternehmens…) kommt.

Angenommen jemand besitzt eine grosse Wirtschaftszeitung und verdient an der Insolvenz eines bestimmten Unternehmens - was wird die Wirtschaftszeitung wohl ueber das Unternehmen schreiben?

Angenommen sehr viele Eigentuemer grosser Medien besitzen Credit Default Swaps verschiedener Unternehmen - was waere besser als eine Krise welche einige der Unternehmen zahlungsunfaehig macht? Wer kann eine Krise leichter verstaerken als die Medien welche Aengste schueren und den Konsum damit reduzieren?

Genau das ist ein Grund der die Wirtschaftskrise noch groesser gemacht hat. (Siehe: http://www33.brinkster.com/phantasieloser/wirtschaft…)

Gruss

Desperado

kann mir bitte jemand erklären wieso nun genau die Spekulanten
mit den CDS einen staat nicht in den ruin treiben können ?
Genauer gesagt letzten absatz ? Was tun die denn wenn sie
diesen Teufelskreis vorraussehen ?

_Die wichtigste Frage lautet, ob die CDS-Besitzer die
Zahlungsprobleme herbeireden können, um den Wert ihrer CDS
hochzujazzen. Oder schlimmer noch: Könnten Hedge-Fonds und
Konsorten durch gezielte Käufe von CDS in großem Volumen den
Ruf Griechenlands so stark beschädigen, dass das Land für neue
Anleihen keine Käufer mehr findet? In der nächsten Runde
steigt der Wert der CDS, die Bonität sinkt weiter. Können die
Spekulanten diese Teufelsspirale auslösen, hätten sie eine
Methode gefunden, reich zu werden, indem sie Griechenland in
den Bankrott treiben.

Kreditausfallversicherungen: So spekuliert man gegen
Griechenland

Aber läuft das wirklich so? Die klassischen großen
Anleiheinvestoren, die Griechenland-Anleihen kaufen,
analysieren die Zahlungsfähigkeit des Landes in der Regel auf
Grund fundamentaler Daten und überlegen dann, ob sie in der
nächsten Finanzierungsrunde dabei sein wollen.

Die These, CDS-Spekulanten könnten eine Teufelsspirale
auslösen und damit Griechenland in die Pleite jagen, fußt auf
einer frechen Voraussetzung: dass die CDS-Käufer grundsätzlich
schlauer sind als die Investoren auf der Gegenseite, die den
Kreditausfall versichern. Diese müssen so dumm sein, dass sie
von der Teufelsspiraletheorie nie gehört haben. Das ist
unwahrscheinlich, weil die Theorie ihren Weg sogar in die
Niederungen des Journalismus gefunden hat._

Dankeschön und schöne Grüße

Landsend

Feststellungen zur Lage:

  1. Warum haben alle Verschwörungsseiten so ein hässliches Layout? Die Seite würde farblich aber gut zu Bernd Senf passen.
  2. Wer um Himmels willen hat diesen „Beitrag“ verfasst, man möge ihm bitte ein Handbuch der Geldmarktpolitik überreichen.
  3. Ich habe die Strategie der Verschwörer jetzt endlich durchschaut (werde jetzt auch in das Business einsteigen): Baue wahllos Konnektoren in deine Sätze ein, die Kausalität suggerieren. Beispiel? Bitte: Damit muss der Steuerzahler fuer die Subventionen die die Wirtschaft und die Banken bekommen Zinsen (und natuerlich Tilgungszahlungen) an die Banken bezahlen. Die Banken drucken das Geld einfach (bzw. schreiben es gut) welches sie an den Staat leihen (www.truthsetsusfree.com/ModernMoneyMechanics.pdf oder http://video.google.com/videoplay?docid=-25378044082…). Die Banken ziehen den Buerger also schon lange ab und sind somit auch die Gewinner dieser Wirtschaftskrise welche sie selbst (absichtlich) verursacht haben. (vor allem übrigens Lehman und die KfW, die haben enorm profitiert … und Kaupthing, und Glitnir!)

Dazu kommt aber noch etwas viel drastischeres: Wer CDS hat ist
daran interessiert dass es zu Insolvenz (eines Staates,
Unternehmens…) kommt.

Genau die richtige Jahres- und Tageszeit für die Märchenstunde. Mit einem CDS sichert man Forderungen ab. Und wie das bei Griechenland lief, ist hier nachzulesen:
http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D1…

Zitat:
Von den 300 Milliarden Euro griechischen Staatsschulden wurden höchstens 8 Milliarden Euro über CDS abgesichert, davon alleine eine Milliarde von der griechischen Postbank.

Angenommen jemand besitzt eine grosse Wirtschaftszeitung und
verdient an der Insolvenz eines bestimmten Unternehmens - was
wird die Wirtschaftszeitung wohl ueber das Unternehmen
schreiben?

Geht das schon wieder los.

Rhetorikkurs?
Guten Morgen Christian,

Dazu kommt aber noch etwas viel drastischeres: Wer CDS hat ist
daran interessiert dass es zu Insolvenz (eines Staates,
Unternehmens…) kommt.

Genau die richtige Jahres- und Tageszeit für die
Märchenstunde. Mit einem CDS sichert man Forderungen ab.

Aha, Forderungen absichern. Ja, dafuer waren CDS gedacht - was damit gemacht wurde waren Wetten da man sich auch fuer Forderungen absichern kann die man gar nicht hat. Wikipedia erklaert es Dir genauer.

Angenommen jemand besitzt eine grosse Wirtschaftszeitung und
verdient an der Insolvenz eines bestimmten Unternehmens - was
wird die Wirtschaftszeitung wohl ueber das Unternehmen
schreiben?

Geht das schon wieder los.

Darf ich Dich an eine Diskussion erinnern bei welcher Du -abgesehen von Rhetorik- nichts entgegen zu setzen hattest? (http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?j…)

Ich warte immer noch auf ein vernuenftiges Argument.
Bis dahin finde ich es ein wenig „lustig“ wenn Du mich fuer meine Argumente bezueglich Medien kritisierst.

Gruss

Desperado

Feststellungen zur Lage:

  1. Warum haben alle Verschwörungsseiten so ein hässliches
    Layout? Die Seite würde farblich aber gut zu Bernd Senf
    passen.

Fuer solche Diskussionen findest Du bestimmt einen netten Kneipenbruder.

  1. Wer um Himmels willen hat diesen „Beitrag“ verfasst, man
    möge ihm bitte ein Handbuch der Geldmarktpolitik überreichen.

Tolle Diskussion, man erklaert einfach etwas fuer falsch ohne es irgendwie zu begruenden, wenn jeder im Forum es so machen wuerde gaebe es bald nur noch Dialoge wie „Du spinnst Doch“ - „Nein, Du bist doof“.

  1. Ich habe die Strategie der Verschwörer jetzt endlich
    durchschaut (werde jetzt auch in das Business einsteigen):
    Baue wahllos Konnektoren in deine Sätze ein, die Kausalität
    suggerieren. Beispiel? Bitte: Damit muss der
    Steuerzahler fuer die Subventionen die die Wirtschaft und die
    Banken bekommen Zinsen (und natuerlich Tilgungszahlungen) an
    die Banken bezahlen. Die Banken drucken das Geld einfach (bzw.
    schreiben es gut) welches sie an den Staat leihen
    (www.truthsetsusfree.com/ModernMoneyMechanics.pdf oder
    http://video.google.com/videoplay?docid=-25378044082…).
    Die Banken ziehen den Buerger also schon lange ab und
    sind somit auch die Gewinner dieser Wirtschaftskrise
    welche sie selbst (absichtlich) verursacht haben.
    (vor
    allem übrigens Lehman und die KfW, die haben enorm profitiert
    … und Kaupthing, und Glitnir!)

Was stimmt daran nicht? „Die Banken“ bedeutet nicht „alle Banken“.

Dazu kommt aber noch etwas viel drastischeres: Wer CDS hat ist
daran interessiert dass es zu Insolvenz (eines Staates,
Unternehmens…) kommt.

Genau die richtige Jahres- und Tageszeit für die
Märchenstunde. Mit einem CDS sichert man Forderungen ab.

Aha, Forderungen absichern. Ja, dafuer waren CDS gedacht - was
damit gemacht wurde waren Wetten da man sich auch fuer
Forderungen absichern kann die man gar nicht hat.

Natürlich kann man mit CDS auch spekulieren, aber sowohl Du als auch die Medien suggerieren zu unrecht, daß das die einzige Anwendung dieses Instrumentes ist. Das ist schlicht weg falsch. CDS werden von Marktteilnehmern genutzt, um Risiken abzusichern.

Natürlich ist das Volumen von CDS größer als das ausstehende Kreditvolumen. Ein Grund ist ganz simpel: es gibt keine CDS auf jeden existierenden Kreditnehmer, daher sichert man seine Forderungen gegen Kreditnehmer A (für den es keine CDS gibt) mit CDS auf Kreditnehmer B ab.

Angenommen jemand besitzt eine grosse Wirtschaftszeitung und
verdient an der Insolvenz eines bestimmten Unternehmens - was
wird die Wirtschaftszeitung wohl ueber das Unternehmen
schreiben?

Geht das schon wieder los.

Darf ich Dich an eine Diskussion erinnern bei welcher Du
-abgesehen von Rhetorik- nichts entgegen zu setzen hattest?
(http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?j…)

Das Problem liegt nicht darin, daß ich nicht antworten wollte, sondern darin, daß Du glaubst, eine an den Haaren herbeigezogene Behauptung sei ein Argument. Das ist mitnichten der Fall.

Ich warte immer noch auf ein vernuenftiges Argument.
Bis dahin finde ich es ein wenig „lustig“ wenn Du mich fuer
meine Argumente bezueglich Medien kritisierst.

Allein der Umstand, daß nicht alle Medienunternehmer stinkend reich sind, sollte sogar bei Dir Zweifel daran auslösen, daß Medien mit CDS und schlechten Nachrichten Geld verdienen.

ich schrieb es glaube ich schon mal, und wenn mal viel Zeit hab, suche und finde ich den Beweis wieder.

Ich glaube es war bei der Pleite bei der Finanzierungstochter von General Motors vor einigen Jahren, waren plötzlich am Tag X viel mehr Ansprüche aus CDS vorhanden, als das Unternehmen Schulden hatte. Hat da etwa jemand CDS gekauft ohne Forderungen zu haben ??

Und in der Griechenlandkrise wurde dies auch gemacht, definitiv.

Die These, CDS-Spekulanten könnten eine Teufelsspirale
auslösen und damit Griechenland in die Pleite jagen, fußt auf
einer frechen Voraussetzung: dass die CDS-Käufer grundsätzlich
schlauer sind als die Investoren auf der Gegenseite, die den
Kreditausfall versichern. Diese müssen so dumm sein, dass sie
von der Teufelsspiraletheorie nie gehört haben.

Muss mir den Satz via Zitat mal reinkopieren, dass ich ihn beim Schreiben vor der Nase hab, aber irgendwie Sinn macht es nicht.

Ich lese das so, dass die These ( Teufelsspirale ) nur hlatbar ist, wenn die Käufer schlauer sind als die Verkäufer ( von CDS ). Gut , dass die Verkäufer etwas unvorsichtig waren ist klar. Wenn aber die Verkäufer die These von Anfang an berücksichtigt hätten, wären sie garnicht als Verkäufer aufgetreten = weniger Angebot an CDS. Das hätte zur Folge gehabt, dass die Preise schon viel früher gestiegen wären und vermutlich auch das Top der Preise etwas höher gelegen.

Für die Frage, ob jemand , und wie groß derjenige sein muss, um einen Teufelsspirale auszulösen, hat die Frage sicher einen Einfluss am Rande. Wenn viele große „dumme“ Investoren verkaufen muss ich als „Agressor“ natürlich mehr CDS kaufen um den Stein ins Rollen zu bringen. Aber es gibt auf dieser Welt genug Anleger, für die 10 Mrd CDS die Portokasse ist…

ich schrieb es glaube ich schon mal, und wenn mal viel Zeit
hab, suche und finde ich den Beweis wieder.

Ich glaube es war bei der Pleite bei der Finanzierungstochter
von General Motors vor einigen Jahren, waren plötzlich am Tag
X viel mehr Ansprüche aus CDS vorhanden, als das Unternehmen
Schulden hatte. Hat da etwa jemand CDS gekauft ohne
Forderungen zu haben ??

Oder hat da jemand einen CDS gekauft, der vorher selber einen geschrieben hatte und auf einmal unruhig wurde? Oder hat da jemand einen CDS gekauft, der zwar keine Forderungen ggü. der GM-Tochter hatte, wohl aber gegenüber ihren Gläubigern, für die es keine CDS zu kaufen gab? Oder hat da jemand einen CDS gekauft, für den Fall einer eventuellen Pleite höhere Zinsen befürchtete?

Und in der Griechenlandkrise wurde dies auch gemacht,
definitiv.

Dazu schrieb ich oben schon etwas.

johnl ich wars :smile: sry bin nur ein armer bwl student und habe noch nichts damit zu tun :smile: aber genug lesestoff habe ich schon :wink:

leider kann ich mich um solche sachen nur nebenbei kümmern und eigentlich hatte ich nur eine frage die mit ja oder nein beantwortet werden konnte. :smiley:

Natürlich kann man mit CDS auch spekulieren, aber sowohl Du
als auch die Medien suggerieren zu unrecht, daß das die
einzige Anwendung dieses Instrumentes ist. Das ist schlicht
weg falsch. CDS werden von Marktteilnehmern genutzt, um
Risiken abzusichern.

Wieso suggeriere ich dass man mit CDS nur spekulieren kann? Wie der Name schon sagt kann man damit Kredite absichern - aber in der Praxis wird damit eben hauptsaechlich spekuliert.

Natürlich ist das Volumen von CDS größer als das ausstehende
Kreditvolumen. Ein Grund ist ganz simpel: es gibt keine CDS
auf jeden existierenden Kreditnehmer, daher sichert man seine
Forderungen gegen Kreditnehmer A (für den es keine CDS gibt)
mit CDS auf Kreditnehmer B ab.

In welchen Faellen ist das denn sinnvoll? Eigentlich nur wenn Unternehmen A nur Kunden B hat und zahlungsunfaehig wird wenn dieser es wird - und wie oft gibt es diesen Fall?

Fuer mich ist eine Kreditausfallversicherungen fuer Schuldner die man gar nicht hat nicht mehr als ein Spekulationsgeschaeft - m.E. gehoert diese Praxis verboten da es nicht gerade zum gesunden wirtschaftlichen Wachstum beitraegt wenn jemand ein Interesse an einer Firmeninsolvenz hat - und dass man ein Unternehmen z.B. durch Geruechte… leicht noch tiefer in eine Krise stuerzen kann duerfte Dir bekannt sein.

Darf ich Dich an eine Diskussion erinnern bei welcher Du
-abgesehen von Rhetorik- nichts entgegen zu setzen hattest?
(http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?j…)

Das Problem liegt nicht darin, daß ich nicht antworten wollte,
sondern darin, daß Du glaubst, eine an den Haaren
herbeigezogene Behauptung sei ein Argument. Das ist mitnichten
der Fall.

Das verstehe ich nicht. Was war eine an den Haaren herbeigezogene Behauptung in dieser Diskussion? Ich habe anhand von m.E. unwiederlegbaren Beispielen dargestellt dass die Medien nicht so frei sind wie von Dir behauptet.

Ich warte immer noch auf ein vernuenftiges Argument.
Bis dahin finde ich es ein wenig „lustig“ wenn Du mich fuer
meine Argumente bezueglich Medien kritisierst.

Allein der Umstand, daß nicht alle Medienunternehmer stinkend
reich sind, sollte sogar bei Dir Zweifel daran auslösen, daß
Medien mit CDS und schlechten Nachrichten Geld verdienen.

Mir scheint immer noch dass Du einen Rhetorikkurs bei der VHS besuchst und als Hausaufgabe fleissig ueben aufbekommen hast. Ich habe nie gesagt dass ALLE Medien(mit)eigentuemer reich sind und alle ueber CDS an Unternehmenspleiten verdienen - Du wirst jedoch zugeben muessen dass die Familie Mohn (Bertelsmann), Murdoch… nicht zu den Hartz4-Empfaengern zaehlen und es nicht sehr abwegig ist dass diese ihre Medien nutzen um anderweitig Geld zu verdienen.

Natürlich kann man mit CDS auch spekulieren, aber sowohl Du
als auch die Medien suggerieren zu unrecht, daß das die
einzige Anwendung dieses Instrumentes ist. Das ist schlicht
weg falsch. CDS werden von Marktteilnehmern genutzt, um
Risiken abzusichern.

Wieso suggeriere ich dass man mit CDS nur spekulieren kann?
Wie der Name schon sagt kann man damit Kredite absichern -
aber in der Praxis wird damit eben hauptsaechlich spekuliert.

Bevor ich hier noch eine Minute meiner Zeit investiere, möchte ich wissen, woher Du Deine Weisheiten über die Praxis beziehst. Klar, konkret und in verständlichen Worten.

Danke :smile:

Hm… die einzige Quelle dich ich auf die schnelle ausgrabe ist Fitch:

"
Nach einer Umfrage der Ratingagentur Fitch ist das Motiv für CDS zu 91% Absicherung bzw. Risikomanagement.
"

Unf für Griechenland mal noch eine Zahl die selbst wikipediagläubige finden:

"
Allerdings beläuft sich der Anteil dieser Spekulationsgeschäfte auf nur 3-4% der insgesamt ausstehenden CDS auf griechische Staatsanleihen
"

… na so was… und hier wird wieder suggeriert, dass es anders rum sei ohne Zahlen in den Raum zu stellen. Aber das kennen wir zwei von gewissen Personen ja schon und wundern uns drum nicht wirklich…

Gruss highQ

Aha, Du ziehst es also vor auf meine hauptsaechlichen Punkte, z.B. wieso Du mich kritisierst wenn ich auf die Rolle der Medien verweise obwohl ich Dir davor bereits Argumente geliefert habe welche Du nicht entgegnen konntest, nicht einzugehen sondern Dich an einem, wie ich finde irrelevanten Punkt festzubeissen.

Mein Wissen beziehe ich, wie zu erwarten, aus den Massen- sowie alternativen Medien, teilweise auch aus Vortraegen bzw. diversen Schriftstuecken.

CDS haben bzw. hatten zur Zeit in welcher der Artikel verfasst wurde ein Marktvolumen von 45 Milliarden - Du wirst mir nicht erzaehlen wollen dass es so viele Unternehmen gab die fuer solche Betraege ihre Forderungen absichern mussten.