Die Sache mit dem Cholesterin
Das Eigelb eines einzigen Eies enthält bereits die Menge an Cholesterin, die täglich maximal aufgenommen werden sollte (250-300 mg). Oft auch versteckt findet sich Cholesterin in mit Eiern hergestellten Lebensmitteln, wie z.B. Nudelgerichten oder Kuchen. Vorsicht also auch bei solchen Waren - wenn man zu denen gehört, die auf ihre Cholesterinwerte achten müssen.
Doch bei vielen Menschen ist beim Verbrauch von ein oder zwei Eiern pro Tag kein erhöhter Cholesterinspiegel nachweisbar. Neue Forschungen haben ergeben, dass der größte Anteil des Cholesterins im Darmtrakt gar nicht aufgenommen wird, denn Hühnereier enthalten auch Lezithin, das die Aufnahme des Cholesterins an der Darmwand hemmt. Dadurch wird das nicht aufgenommene Cholesterin wieder ausgeschieden.
Sobald dem Körper über die Nahrung mehr Cholesterin zugeführt wird, als er benötigt, bilden sich Stoffe, welche die Cholesterinsynthese hemmen. Dabei aktiviert der Körper Abbaumechanismen, die mit Hilfe der Gallensäuren eine vermehrte Ausscheidung von Cholesterin zum Darm hin bewirken.
Eine Langzeit-Studie aus den USA, bei der 80.000 Frauen und 38.000 Männer untersucht wurden, hat ergeben, dass die Menge des über die Nahrung aufgenommenen Cholesterins bei gesunden Menschen einen äußerst geringen Einfluss von nur 2 % auf den Cholesterinspiegel im Blut hat. Die restlichen 98 % werden von körpereigenen Mechanismen bestimmt.
Forschungen haben ergeben, dass es genetisch bedingte Unterschiede in der Cholesterinbildung im menschlichen Körper gibt: 15 bis 20 % der Bevölkerung reagieren auf Nahrungscholesterin mit einem Anstieg ihres Cholesterinspiegels. Sie haben keinen oder nur einen unzureichenden Regelmechanismus. Bei cholesterinempfindlichen oder mit Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck oder Diabetes) belasteten Menschen sollte eine Einschränkung der Cholesterinaufnahme in Erwägung gezogen werden.
Der größte Teil der Bevölkerung zeigt überhaupt keine Reaktion auf die Aufnahme von Cholesterin mit der Nahrung. Einige reagieren sogar mit einer Senkung des Cholesterinspiegels.
So ergab sich unter experimentellen Bedingungen bei einer Erhöhung der Cholesterinzufuhr um 100 mg, beispielsweise von 300 auf 400 mg Cholesterin, bei sonst unveränderter Kost, im Durchschnitt eine um 2 mg/dl höhere Cholesterinkonzentration im Blut, z.B. ein Anstieg von 240 auf 242 mg/dI. Wer statt 400 nur 300 mg konsumierte, konnte mit einem um zwei Milligramm pro Deziliter gesenkten Cholesterinspiegel rechnen, also 238 statt 240 mg/dI.
Die American Heart Association bestätigt, dass Cholesterol im Ei kein Risiko für den Herzinfarkt darstellt und erlaubt ein Ei pro Tag eher, als nur drei Eier in der Woche.
Mehr Informationen dazu und die Quellen der wissenschaftlichen Studien findet man unter www.cma.de im Bereich Wissen + Wissenschaft, Verbraucher, Warenkunde, Eier und im Bereich Ernährungsberater, Science News. Empfehlenswert ist auch die Web-Seite des US Egg Nutrition Center www.enc-online.org.
Das ganze und meh findest du unter:
http://www.m-ww.de/gesund_leben/ernaehrung/ei.html#menu
wolfgang
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