Cholesterinarme Eier? gibt es das wirklich?

Hallo,

mein Mann muss sich nach einem Herzinfarkt cholesterinarm ernähren.
Nun hab ich auf dem Markt angeblich cholesterinarme Eier entdeckt.
Ist da was dran, gibt es tatsächlich cholesterinarme Eier?

Vielen Dank schon mal für die Antwort
Gruß Ute

Hallo Ute,

Nun hab ich auf dem Markt angeblich cholesterinarme Eier
entdeckt.
Ist da was dran, gibt es tatsächlich cholesterinarme Eier?

Grundsätzlich ist es möglich, durch entsprechende Fütterung der Legehennen (Rapsöl, Leinöl im Futter) den Cholesteringehalt von Eiern etwas zu reduzieren. Den Begriff „cholsterinarm“ zu verwenden, halte ich für Reklame, weil die solchermaßen cholesterinreduzierten Eier mit einem Gehalt von etwa 220 mg im Vergleich zu etwa 240 - 250 mg beim „Durchschnittsei“ immer noch recht ergiebige Cholesterinlieferanten sind.

Ich will nicht nochmal einen Thread zu der Frage, ob und bei wem und in welchen Fällen ein Zusammenhang zwischen Cholesterinzufuhr per Ernährung und Cholesterinspiegel und -struktur im Blut besteht oder auch nicht. An dieser Stelle nur: Es geht im Zusammenhang Diät um grundsätzliche Umstellung der Ernährungsweise, und die ist in der Regel durch „light“-, Ersatz- und Beinahelebensmittel nicht grade begünstigt.

Schöne Grüße

MM

Hallo,

Ist da was dran, gibt es tatsächlich cholesterinarme Eier?

na ja vermutlich welche aus Schokolade *g*.

Gruss
Enno

Zum Frühstück die Eier…
„Liebling…die Eier… weich oder hart?“

  • „Kraulen!“

Aber im Ernst, Ute: Weglassen. Und ebenfalls die ersteckten Fette im fetten Käse usw. Stattdessen: Öfter mal Fisch auf den Tisch, damit Männe lange frisch blebt!
Gruss, Branden

hallo ute,
zum hartkochen sicher nicht…*grins*… aber was wir seit 10 jahren für alle anderen kocharten nehmen (kuchen, pfannkuchen, mayo etc.) ist von becel eiersatz, schmeckt (ausser als rührei. das is nich so der bringer) in der o.g. zubereitungsform echt gut und ist völlig chol frei
grüsse
karin
P.S. gibts in der apotheke

Hallo, vielen Dank für die Antworten.
Also ich denke, ich werde auf die Eier verzichten und gegebenenfalls auf Eierersatz zurückgreifen…denn ich komm mir da doch ein bisserl vera… vor

Hab mich übrigens nochmal bei dem Lieferanten informiert. (…der hat nen Riesenzulauf wegen der Eier)
Er hat Info-Blätter an seinem Stand ausgelegt, wo er angibt, dass diese Eier ca. 1/4 weniger Chol. enthalten.
Die Eier würden von afrikanischen Hühnern stammen. Von diesen Hühnern gäbe es zwei Sorten, eine Sorte mit Bürzel und eine Sorte ohne Bürzel.
Die Sorte ohne Bürzel würde die Eier liefern.

Ich kenne einen Kunden, der bei ihm sogar die Hühner gekauft hat.

Gruß ute

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Hallo nochmal,

Die Eier würden von afrikanischen Hühnern stammen.

Kann es sich dabei um Araucanas handeln? Die stammen zwar nicht aus Afrika, aber immerhin aus Nordchile. Einige, nicht alle, legen grüne oder bläuliche Eier, vergleichsweise kleine Kaliber. Die standen Anfang der 1980er Jahre im Ruf, besonders „natürlich“ und „gesund“ zu sein. Wenn ich mich recht erinnere (hab das jetzt nicht verifiziert) wurden Araucana-Eier in Witzenhausen (das war zu dieser Zeit die Müsli-Fraktion unter den Agrarinstituten) systematisch untersucht, und die gefundene Zusammensetzung war entgegen der Legenden trotz der nicht so furchtbar engen Verwandtschaft mit unseren Haushühnern frappierend ähnlich mit den üblichen Hühnereiern.

Zum Cholesterinthema noch eines: Mit dem Alter einer Legehenne wird der Cholesteringehalt im Eidotter etwas geringer. Hier liegt vermutlich der Pfiff von „Bio-Ware“: Bei Müslis lässt man die Hennen länger am Leben…

Schöne Grüße

MM

Die Sache mit dem Cholesterin
Das Eigelb eines einzigen Eies enthält bereits die Menge an Cholesterin, die täglich maximal aufgenommen werden sollte (250-300 mg). Oft auch versteckt findet sich Cholesterin in mit Eiern hergestellten Lebensmitteln, wie z.B. Nudelgerichten oder Kuchen. Vorsicht also auch bei solchen Waren - wenn man zu denen gehört, die auf ihre Cholesterinwerte achten müssen.

Doch bei vielen Menschen ist beim Verbrauch von ein oder zwei Eiern pro Tag kein erhöhter Cholesterinspiegel nachweisbar. Neue Forschungen haben ergeben, dass der größte Anteil des Cholesterins im Darmtrakt gar nicht aufgenommen wird, denn Hühnereier enthalten auch Lezithin, das die Aufnahme des Cholesterins an der Darmwand hemmt. Dadurch wird das nicht aufgenommene Cholesterin wieder ausgeschieden.

Sobald dem Körper über die Nahrung mehr Cholesterin zugeführt wird, als er benötigt, bilden sich Stoffe, welche die Cholesterinsynthese hemmen. Dabei aktiviert der Körper Abbaumechanismen, die mit Hilfe der Gallensäuren eine vermehrte Ausscheidung von Cholesterin zum Darm hin bewirken.

Eine Langzeit-Studie aus den USA, bei der 80.000 Frauen und 38.000 Männer untersucht wurden, hat ergeben, dass die Menge des über die Nahrung aufgenommenen Cholesterins bei gesunden Menschen einen äußerst geringen Einfluss von nur 2 % auf den Cholesterinspiegel im Blut hat. Die restlichen 98 % werden von körpereigenen Mechanismen bestimmt.

Forschungen haben ergeben, dass es genetisch bedingte Unterschiede in der Cholesterinbildung im menschlichen Körper gibt: 15 bis 20 % der Bevölkerung reagieren auf Nahrungscholesterin mit einem Anstieg ihres Cholesterinspiegels. Sie haben keinen oder nur einen unzureichenden Regelmechanismus. Bei cholesterinempfindlichen oder mit Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck oder Diabetes) belasteten Menschen sollte eine Einschränkung der Cholesterinaufnahme in Erwägung gezogen werden.

Der größte Teil der Bevölkerung zeigt überhaupt keine Reaktion auf die Aufnahme von Cholesterin mit der Nahrung. Einige reagieren sogar mit einer Senkung des Cholesterinspiegels.

So ergab sich unter experimentellen Bedingungen bei einer Erhöhung der Cholesterinzufuhr um 100 mg, beispielsweise von 300 auf 400 mg Cholesterin, bei sonst unveränderter Kost, im Durchschnitt eine um 2 mg/dl höhere Cholesterinkonzentration im Blut, z.B. ein Anstieg von 240 auf 242 mg/dI. Wer statt 400 nur 300 mg konsumierte, konnte mit einem um zwei Milligramm pro Deziliter gesenkten Cholesterinspiegel rechnen, also 238 statt 240 mg/dI.

Die American Heart Association bestätigt, dass Cholesterol im Ei kein Risiko für den Herzinfarkt darstellt und erlaubt ein Ei pro Tag eher, als nur drei Eier in der Woche.

Mehr Informationen dazu und die Quellen der wissenschaftlichen Studien findet man unter www.cma.de im Bereich Wissen + Wissenschaft, Verbraucher, Warenkunde, Eier und im Bereich Ernährungsberater, Science News. Empfehlenswert ist auch die Web-Seite des US Egg Nutrition Center www.enc-online.org.

Das ganze und meh findest du unter:
http://www.m-ww.de/gesund_leben/ernaehrung/ei.html#menu

wolfgang

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