Christentum, Islam und Judentum

Hallo,

ich hatte vor kurzem mit einem Freund eine kleine Diskussion über die „wahre Religion“. Einig waren wir uns darüber, dass wir Christen über Jesus bei Gott schon längst Vergebung erhalten, während die Moslems und Juden immer wieder „Opfer“ bringen müssen, damit Gott ihnen gut gestimmt ist.

Er war der Meinung, dass der Islam und das Judentum „falscher Glaube“ wäre, weil sie nicht die Erlösung vom jeweiligen Gott haben.

Meiner Meinung ist das eine ziemlich radikale und gefährliche Ansicht. Wie steht ihr dazu? Spricht nicht unser Christentum auch von Toleranz? Oder ist es zu einfach, sich nur auf die Bibel zu berufen?

Grüsse

Matthias

Hallo Matthias,

ich hatte vor kurzem mit einem Freund eine kleine Diskussion
über die „wahre Religion“. Einig waren wir uns darüber, dass
wir Christen über Jesus bei Gott schon längst Vergebung
erhalten, während die Moslems und Juden immer wieder „Opfer“
bringen müssen, damit Gott ihnen gut gestimmt ist.

Nichtsdestotrotz beten genauso Moslems wie Juden und Christen und dies ist das „Opfer“ bei allen bis dato.

Der Unterschied ist folgender, aber bitte nicht wortwoertlich und allzu bierernst nehmen.

Fuer eine Religion des Glaubens geben Christen ihr Kreuz ab und muessen es nicht selbst tragen.

Fuer eine Religion des Tuns, in der Tun wichtiger ist als Glauben, tragen Juden und Moslems ihr Kreuz selbst und sie sind nicht bereit es durch andere tragen zu lassen.

Schuld bei Menschen koennen nur diese einem vergeben. Und Schuld bei Gott kann nur dieser einem vergeben im Islam und Judentum.

Er war der Meinung, dass der Islam und das Judentum „falscher
Glaube“ wäre, weil sie nicht die Erlösung vom jeweiligen Gott
haben.

Jeweilig ist witzig. Es ist der gleiche Gott. Nur die Ansichten ueber Jesus als Messias oder eben nicht trennen die Religionen (unter anderem, die Glaubenspraxis und Auslegungen sind ebenso verschieden und der Islam und das Judentum stehen einander naeher hier)

Oder: Der Glaube Jesus vereint Judentum und Christentum, der Glaube an Jesus hingegen trennt Judentum und Christentum.

Mithin koennte man sagen: Es gibt mehr als einen Messias, da es sich um verschiedene Religionen handelt, auch wenn alle abrahamitisch sind.

Meiner Meinung ist das eine ziemlich radikale und gefährliche
Ansicht. Wie steht ihr dazu? Spricht nicht unser Christentum
auch von Toleranz? Oder ist es zu einfach, sich nur auf die
Bibel zu berufen?

Nun, das ist schon eine respektlose Ansicht a la, dieser Alleinvertretungsanspruch und die „Ihr habt unseren Messias nicht anerkannt“. :smile:

viele gruesse, Peter

Hallo!

Eine weisere Antwort auf die Frage nach der rechtmäßigen der drei Buchreligionen Judentum, Christentum und Islam, als sie bereits in der Ringparabel gegeben wird, will ich nicht versuchen. Deshalb hier zur Erinnerung die Ringparabel aus Lessings „Nathan der Weise“:

Auf die Frage Sultan Saladins, „was für ein Glaube, was für ein Gesetz hat dir am meisten eingeleuchtet?“, antwortet Nathan:

NATHAN:
Vor grauen Jahren lebt’ ein Mann in Osten, der einen Ring von unschätzbarem Wert aus lieber Hand besaß. Der Stein war ein Opal, der hundert schöne Farben spielte, und hatte die geheime Kraft, vor Gott und Menschen angenehm zu machen, wer in dieser Zuversicht ihn trug. Was Wunder, daß ihn der Mann in Osten darum nie vom Finger ließ und die Verfügung traf, auf ewig ihn bei seinem Hause zu erhalten? Nämlich so. Er ließ den Ring von seinen Söhnen dem geliebtesten und setzte fest, daß dieser wiederum den Ring von seinen Söhnen dem vermache, der ihm der liebste sei, und stets der liebste, ohn’ Ansehn der Geburt, in Kraft allein des Rings, das Haupt, der Fürst des Hauses werde. - Versteh mich, Sultan.

SALADIN:
Ich versteh’ dich. Weiter!

NATHAN:
So kam nun dieser Ring, von Sohn zu Sohn, auf einen Vater endlich von drei Söhnen, die alle drei ihm gleich gehorsam waren, die alle drei er folglich gleich zu lieben sich nicht entbrechen konnte. Nur von Zeit zu Zeit schien ihm bald der, bald dieser, bald der dritte - so wie jeder sich mit ihm allein befand, und sein ergießend Herz die andern zwei nicht teilten - würdiger des Ringes, den er denn auch einem jeden die fromme Schwachheit hatte, zu versprechen. Das ging nun so, solang es ging. - Allein es kam zum Sterben, und der gute Vater kömmt in Verlegenheit. Es schmerzt ihn, zwei von seinen Söhnen, die sich auf sein Wort verlassen, so zu kränken. - Was zu tun? Er sendet ihn geheim zu einem Künstler, bei dem er, nach dem Muster seines Ringes, zwei andere bestellt, und weder Kosten noch Mühe sparen heißt, sie jenem gleich, vollkommen gleich zu machen. Das gelingt dem Künstler. Da er ihm die Ringe bringt, kann selbst der Vater seinen Musterring nicht unterscheiden. Froh und freudig ruft er seine Söhne, jeden ins besondre, gibt jedem ins besondre seinen Segen - und seinen Ring, - und stirbt. - Du hörst doch, Sultan?

SALADIN:
Ich hör’, ich höre! - Komm mit deinem Märchen nur bald zu Ende. - Wird’s?

NATHAN:
Ich bin zu Ende. Denn was noch folgt, versteht sich ja von selbst. - Kaum war der Vater tot, so kömmt ein jeder mit seinem Ring, und jeder will der Fürst des Hauses sein. Man untersucht, man zankt, man klagt. Umsonst, der rechte Ring war nicht erweislich - fast so unerweislich, als uns itzt - der rechte Glaube.

SALADIN:
Wie? Das soll die Antwort sein auf meine Frage? …

SPRUCH DES RICHTERS
(den die Söhne in Nathans Geschichte anrufen):

Wenn ihr nicht meinen Rat, statt meines Spruches, wollt: Geht nur! - Mein Rat ist aber der: ihr nehmt die Sache völlig, wie sie liegt. Hat von euch jeder seinen Ring von seinem Vater: so glaube jeder sicher seinen Ring den echten. - Möglich, daß der Vater nur die Tyrannei des einen Rings nicht länger in seinem Hause dulden wollen! - Und gewiß, daß er euch alle drei geliebt, und gleich geliebt: indem er zwei nicht drücken mögen, um einen zu begünstigen. - Wohlan! Es eifre jeder seiner unbestochnen von Vorurteilen freien Liebe nach! Es strebe von euch jeder um die Wette, die Kraft des Steins in seinem Ring an Tag zu legen, komme dieser Kraft mit Sanftmut, mit herzlicher Verträgichkeit, mit Wohltun, mit innigster Ergebenheit in Gott zu Hülf’! Und wenn sich dann der Steine Kräfte bei euren Kindes-Kindeskindern äußern: so lad’ ich über tausend tausend Jahre, sie wiederum vor diesen Stuhl. Da wird ein weisrer Mann auf diesem Stuhle sitzen, als ich, und sprechen. Geht!

Ist klar, oder?

Gruß,

Oliver Walter

so glaube jeder sicher seinen Ring den echten.

Hallo Oliver,

die innere Schwierigkeit der Ringparabel liegt darin, dass sie nur funktioniert, solange diese Voraussetzung (s.o.) gegeben ist. Wenn alle Personen alle Ringe für gleich kräftig bzw. gleich kraftlos halten, ist die Motivation und damit die Pointe weg. Toleranz und „Gutsein“ ist in der Parabel die Folge eines religiösen Wahrheitsanspruchs und nicht dessen Abschaffung. Man kann natürlich der Meinung sein, dass Toleranz auf dieser Basis nicht funktionieren kann (vieles spricht dafür). Aber dann kann man sich nicht auf die Ringparabel berufen.

Gruß,
Peter

2 „Gefällt mir“

Hallo Peter!

Sowohl als kritischer Katholik als auch als Deutschlehrer möchte ich mich für diese Anregung bedanken, die mir so deutlich bis jetzt nicht bewusst geworden ist - für mich eine neue dialektische Schattierung zur Rezeption der Aufklärung (auch wenn mir klar ist, dass Du die These wohl nicht erfunden hast).

Viele Grüße aus Mittelfranken,
Wolfgang

Moin Peter,

Toleranz und „Gutsein“ ist in der Parabel die

Folge eines religiösen Wahrheitsanspruchs und nicht dessen
Abschaffung. Man kann natürlich der Meinung sein, dass
Toleranz auf dieser Basis nicht funktionieren kann (vieles
spricht dafür).

Mir scheint genau dieser Wahrheitsanspruch ist aber das Kernproblem dieser drei Religionen hinsichtlich Toleranz.

Es ist für mich einleuchtend, dass ein Wahrheitsanspruch einer religiösen Auffassung automatisch andere Auffassungen als unwahr ansehen muss und somit ständiges Konfliktpotential birgt. Eine Lösung dieses Problems scheint mir nur in einer Aufgabe dieses Wahrheitsanspruches zu liegen, aber warum dann überhaupt noch glauben ? Schließlich beruht ja der Glauben wiederum auf dem vermeintlichen Wahrheitsanspruch.

Da viele Menschen heutzutage aber diesen „alleinigen Wahrheitsanspruch“ nicht mehr mittragen wollen (z.B. aufgrund der Einsicht, dass dieser inhärente Konflikte im Grunde nur zu immer neuem Leid führt ) ist es für mich eine logische Folgerung, dass der Glaube in unserer Gesellschaft immer mehr abnimmt. Soll man das wirklich bedauern ?

Gruss
Marion

Hallo Peter!

die innere Schwierigkeit der Ringparabel liegt darin, dass sie
nur funktioniert, solange diese Voraussetzung [des Glaubens, der eigene Ring
wäre der echte, Anm. von mir] gegeben ist.

Diese Voraussetzung ist solange gegeben, wie es gläubige Juden, Christen und Moslems gibt. Trotz der Abnahme der Zahl der Gläubigen kann ich nicht erkennen, daß die Voraussetzung nicht mehr gilt. Ich sehe den Sinn Deines Argumentes nicht, weil dieses nur bestehen würde, wenn die Voraussetzung nicht gelten würde. Sie gilt aber, wie empirisch nachweisbar (siehe auch unten)

Toleranz und „Gutsein“ ist in der Parabel die
Folge eines religiösen Wahrheitsanspruchs und nicht dessen
Abschaffung.

Bisher habe ich die Parabel immer empirisch begriffen: Es gibt den religiösen Wahrheitsanspruch (wer will das bestreiten?). Daß der auch als berechtigt hingestellt wird (denn es gibt laut Parabel den einen echten Ring), erhöht die Überzeugungskraft der Ringparabel für die Gläubigen der drei Religionen (denn was wären das für Gläubige, die nicht an ihre Religion glauben?). Was die Nichtgläubigen angeht, braucht es die Ringparabel nicht (denn die würden sich nicht darüber streiten, welche Religion die richtige ist?). Aber dies festzuhalten, ist überflüssig (dachte ich jedenfalls, bevor ich Dein Posting las).

Man kann natürlich der Meinung sein, dass
Toleranz auf dieser Basis nicht funktionieren kann (vieles
spricht dafür). Aber dann kann man sich nicht auf die
Ringparabel berufen.

Falls man der Meinung ist, dann ja. Ich habe keinen Grund, die Existenz von Glauben und Gläubigen zu bestreiten, und daher ist die Ringparabel immer noch sinnvoll zitierbar.

Grüße,

Oliver Walter

Moin Marion,

Es ist für mich einleuchtend, dass ein Wahrheitsanspruch einer
religiösen Auffassung automatisch andere Auffassungen
als unwahr ansehen muss und somit ständiges
Konfliktpotential birgt.

Wirklich? Ich sehe das Problem weniger in dem Wahrheitsanspruch alleine als in dem missionarischen Eifer, andere von dieser Wahrheit überzeugen zu wollen (bzw. zu müssen)! Nicht umsonst gibt es Gegenden, in denen mehrere Religionen wunderbar miteinander auskommen und andere, wo die Menschen sich regelmäßig hinmetzeln…

Eine Lösung dieses Problems scheint
mir nur in einer Aufgabe dieses Wahrheitsanspruches zu liegen,
aber warum dann überhaupt noch glauben ? Schließlich beruht ja
der Glauben wiederum auf dem vermeintlichen
Wahrheitsanspruch.

Da hast Du recht, diese Lösung ist möglich aber unwahrscheinlich. Mir würde die Akzeptanz reichen, dass es zwar eine persönliche Wahrheit gibt, die aber eben nicht verallgemeinerbar ist. Und die Offenheit, zunächst das gemeinsame der vielen persönlichen Wahrheiten zu suchen, bevor man sich mit den Unterschieden beschäftigt.

Da viele Menschen heutzutage aber diesen „alleinigen
Wahrheitsanspruch“ nicht mehr mittragen wollen (z.B. aufgrund
der Einsicht, dass dieser inhärente Konflikte im Grunde nur zu
immer neuem Leid führt ) ist es für mich eine logische
Folgerung, dass der Glaube in unserer Gesellschaft immer mehr
abnimmt. Soll man das wirklich bedauern ?

Ich weiss nicht, ob der Glaube insgesamt abnimmt oder ob nicht eher ein Glaubensmischmasch entsteht, in der sich jeder wie im Supermarkt seine Wahrheit selber definiert.
Bedauern? Sicher nicht! Aber dass das natürlich Scharlatanen Tür und Tor öffnet, ist denke ich klar…

Grüße
Jürgen

Moin Jürgen,

Es ist für mich einleuchtend, dass ein Wahrheitsanspruch einer
religiösen Auffassung automatisch andere Auffassungen
als unwahr ansehen muss und somit ständiges
Konfliktpotential birgt.

Wirklich? Ich sehe das Problem weniger in dem
Wahrheitsanspruch alleine als in dem missionarischen Eifer,
andere von dieser Wahrheit überzeugen zu wollen (bzw. zu
müssen)!

Missionarischer Eifer ist für mich nur ein Aspekt bezüglich Konfliktpotential (er kann zu einem Konflikt führen, muss aber nicht. Ich z.B. unterhalte mich hin und wieder gerne mit Christen on a mission :smile:, häufig bringen mir solche Gespräche auch etwas (z.B. das Nachsinnen über die Frage, ob ich mit gleichem Einsatz für das einzutreten bereit bin, an dem angeblich mein Herz hängt, den ein US-amerikanischer Mormone zeigte, den ich unlängst am Hauptbahnhof traf). Aber vielleicht seh ich das allein aus berufsgründen schon etwas entspannter, schließlich krieg ich auch keine Anfälle wenn ich als überzeugter Hachez-Konsumierer von Milka-Werbung überschüttet werde :smile: Ich werde eher bei „Hilfe ein Missionar“ Schreien stutzig…Ein Missionar…ja und ? Dass er mir eins über die Rübe haut, wenn ich nicht sofort seiner Glaubensrichtung betrete, ist doch wohl eher unwahrscheinlich, oder nicht ? *g*

Nicht umsonst gibt es Gegenden, in denen mehrere

Religionen wunderbar miteinander auskommen und andere, wo die
Menschen sich regelmäßig hinmetzeln…

Grade dieses Mit einander möchte ich bezweifeln. Es ist meiner Erfahrung nach allenfalls ein Neben einander (und auch das funktioniert häufig nur unter der isolatorischen Devise "don’t mention religion), das das Konfliktpotential zum jederzeitigen Niedermetzeln birgt. Wie schwach dieses Miteinander ist, sieht man schon bei den Problemen die entstehen, wenn sich Angehöriger unterschiedlicher Religionsgemeinschaften ehelichen wollen (und nach welchem Glauben erzieht ihr die Kinder ? Ja, nach welchem denn nun…).

Eine Lösung dieses Problems scheint
mir nur in einer Aufgabe dieses Wahrheitsanspruches zu liegen,
aber warum dann überhaupt noch glauben ? Schließlich beruht ja
der Glauben wiederum auf dem vermeintlichen
Wahrheitsanspruch.

Da hast Du recht, diese Lösung ist möglich aber
unwahrscheinlich. Mir würde die Akzeptanz reichen, dass es
zwar eine persönliche Wahrheit gibt, die aber eben nicht
verallgemeinerbar ist.

Ist es dann noch Wahrheit ?

Ich weiss nicht, ob der Glaube insgesamt abnimmt oder ob nicht
eher ein Glaubensmischmasch entsteht, in der sich jeder wie im
Supermarkt seine Wahrheit selber definiert.

Das würde ich aber nicht mehr als Religion bezeichnen, sonder eher als eine Art persönliche Lebensphilosophie mit individuellen ethisch/moralischen Richtlinien. Zu einer Religion zählt IMHO jedoch mehr, z.B. das Ausüben von Riten und eine relgiöse Gemeinschaft.

Im übrigen finden sich auch bei denen, die individuell vermeintliche Wahrheit definiert haben, genug Dogmatiker…man riskiere nur mal hin und wieder einen Blick ins Brett „Esoterik“ *flücht*.

Bedauern? Sicher nicht! Aber dass das natürlich Scharlatanen
Tür und Tor öffnet, ist denke ich klar…

Was ist für dich ein Scharlatan ?

Gruss
Marion

Moin Marion,

Missionarischer Eifer ist für mich nur ein Aspekt
bezüglich Konfliktpotential (er kann zu einem Konflikt führen,
muss aber nicht. Ich z.B. unterhalte mich hin und wieder gerne
mit Christen on a mission :smile:, häufig bringen mir solche
Gespräche auch etwas (z.B. das Nachsinnen über die Frage, ob
ich mit gleichem Einsatz für das einzutreten bereit bin, an
dem angeblich mein Herz hängt, den ein US-amerikanischer
Mormone zeigte, den ich unlängst am Hauptbahnhof traf).

Ich sehe schon, wir haben sehr ähnliche Hobbies:wink: Allerdings muss ich zugeben, dass mir Diskussionen mit Überzeugten irgendwann langweilig werden, wenn ich merke, dass ich mich zwar im Rahmen des möglichen von der Argumentation des anderen beeinflussen lasse, dieser aber völlig resistent gegenüber meinen Argumenten ist… Sie sollte halt schon bidirektional sein, die Unterhaltung:wink:

[Hachez vers. Milka]

Ich werde eher bei „Hilfe ein
Missionar“ Schreien stutzig…Ein Missionar…ja und ? Dass
er mir eins über die Rübe haut, wenn ich nicht sofort seiner
Glaubensrichtung betrete, ist doch wohl eher unwahrscheinlich,
oder nicht ? *g*

Nein, aber mich nerven Missionare bei vielen Gelegenheiten schlicht dadurch, dass sie rel. penetrant und zum Teil unglaublich plump versuchen, mich zu unmöglichsten Zeiten in tiefsinnige Gespräche zu ziehen. Z.B. frühmorgens in der U-Bahn. Dann fange ich an, den Missionaren eins über die Rübe zu hauen:wink:

Nicht umsonst gibt es Gegenden, in denen mehrere

Religionen wunderbar miteinander auskommen und andere, wo die
Menschen sich regelmäßig hinmetzeln…

Grade dieses Mit einander möchte ich bezweifeln. Es ist
meiner Erfahrung nach allenfalls ein Neben einander (und
auch das funktioniert häufig nur unter der isolatorischen
Devise "don’t mention religion), das das Konfliktpotential zum
jederzeitigen Niedermetzeln birgt. Wie schwach dieses
Miteinander ist, sieht man schon bei den Problemen die
entstehen, wenn sich Angehöriger unterschiedlicher
Religionsgemeinschaften ehelichen wollen (und nach welchem
Glauben erzieht ihr die Kinder ? Ja, nach welchem denn
nun…).

Natürlich ist es ein rel. nebeneinander, aber das reicht doch auch? Ich muss mich doch auch nicht dauernd mit meinen Nachbarn über meine/ihre Hobbies austauschen, die uns gegenseitig absolut nicht interessieren, um trotzdem gut mit ihnen auszukommen?
Und dass natürlich ein Paar, wo er Kanickel züchtet und sie an Autos bastelt (um politisch korrekt zu sein:wink:) gewisses Konfliktpotential bietet, ist doch auch klar.
Aber in der Beziehung ist Religion nichts anderes wie ein „Hobby“. Sie wird erst gefährlich, wenn ein Kanickelzüchter meint, alle müssten Kanickel züchten, weil es das einzig sinnvolle Hobby ist!

Da hast Du recht, diese Lösung ist möglich aber
unwahrscheinlich. Mir würde die Akzeptanz reichen, dass es
zwar eine persönliche Wahrheit gibt, die aber eben nicht
verallgemeinerbar ist.

Ist es dann noch Wahrheit ?

Natürlich ist das Wahrheit! Die Welt, wie ich sie sehe, ist für mich wahr. Aber trotzdem kann ich doch akzeptieren, dass mein Gegenüber das selbe anders sieht! Ich muss halt nur wissen, dass auch ich eben nur einen Ausschnitt der Gesamtwahrheit sehe (und mehr kann auch keine Religion bieten, da für mich Allwissenheit Gottgleichheit ist und demnach der Allwissenheitsanspruch a priori Anmaßung!)

Das würde ich aber nicht mehr als Religion bezeichnen, sonder
eher als eine Art persönliche Lebensphilosophie mit
individuellen ethisch/moralischen Richtlinien. Zu einer
Religion zählt IMHO jedoch mehr, z.B. das Ausüben von Riten
und eine relgiöse Gemeinschaft.

Natürlich, aber auch Riten werden doch mittlerweile munter übernommen und getauscht. Sekten bestehen doch häufig aus Versatzstücken vieler Religionen, munter und oft recht willkürlich aneinandergehängt und umgedeutet. Aber mal ehrlich: So sind die großen Religionen auch entstanden…:wink:

Im übrigen finden sich auch bei denen, die individuell
vermeintliche Wahrheit definiert haben, genug Dogmatiker…man
riskiere nur mal hin und wieder einen Blick ins Brett
„Esoterik“ *flücht*.

Leider ja, Toleranz ist an allen Orten rar:wink:

Was ist für dich ein Scharlatan ?

In diesem Zusammenhang: Jemand, der die weltanschauliche Schwäche anderer ausnützt, um sich zu bereichern und Macht zu gewinnen. Wobei: Auch da sind Parallelen zu den großen Religionen zu erkennen:wink:

Grüße
Jürgen
Ich muss leider beruflich los und bin bis Do nicht im Web, also nicht traurig sein, wenn ich verstumme:wink:

Moin Marion,

Es ist für mich einleuchtend, dass ein Wahrheitsanspruch einer
religiösen Auffassung automatisch andere Auffassungen
als unwahr ansehen muss und somit ständiges
Konfliktpotential birgt.

Wirklich? Ich sehe das Problem weniger in dem
Wahrheitsanspruch alleine als in dem missionarischen Eifer,
andere von dieser Wahrheit überzeugen zu wollen (bzw. zu
müssen)! Nicht umsonst gibt es Gegenden, in denen mehrere
Religionen wunderbar miteinander auskommen und andere, wo die
Menschen sich regelmäßig hinmetzeln…

Stimme ich völlig zu. Die "Religionen sind ausschliesslich. Jesus sagte in der Bibel, ich bin das Licht und das Leben. Niemansd kommt zum Vater ausser durch mich. Als Beispiel seien 3 Bäume erwähnt, wobei nur einer in Zukunft Früchte tragen kann. Wenn einer weiss, dass er der Richtige hat, dann ist er glücklich so reich beschenkt zu werden und möchte deshalb auch die anderen reich beschenken, zB mit einem Ableger.
Nie würde er aber dem anderen den Kopf einschlagen, wenn er keinen Ableger von seinem Baum haben will.

Eine Lösung dieses Problems scheint
mir nur in einer Aufgabe dieses Wahrheitsanspruches zu liegen,
aber warum dann überhaupt noch glauben ? Schließlich beruht ja
der Glauben wiederum auf dem vermeintlichen
Wahrheitsanspruch.

Da hast Du recht, diese Lösung ist möglich aber
unwahrscheinlich. Mir würde die Akzeptanz reichen, dass es
zwar eine persönliche Wahrheit gibt, die aber eben nicht
verallgemeinerbar ist. Und die Offenheit, zunächst das
gemeinsame der vielen persönlichen Wahrheiten zu suchen, bevor
man sich mit den Unterschieden beschäftigt.

Die Religionen verallgemeinern es, das ist Fakt. Es kann nicht alles wahr sein, entweder ist Jesus Gottes Sohn oder nicht. Es gibt kein persönliche Wahrheit in diesem Bereich. Es tönt hart aber wahr, auch wenn es vordergründig einfacher wäre, wenn es nicht so wäre, so nach dem Motto Zuckerguss über alles, auch das ungeniessbare.

Da viele Menschen heutzutage aber diesen „alleinigen
Wahrheitsanspruch“ nicht mehr mittragen wollen (z.B. aufgrund
der Einsicht, dass dieser inhärente Konflikte im Grunde nur zu
immer neuem Leid führt ) ist es für mich eine logische
Folgerung, dass der Glaube in unserer Gesellschaft immer mehr
abnimmt. Soll man das wirklich bedauern ?

Ich weiss nicht, ob der Glaube insgesamt abnimmt oder ob nicht
eher ein Glaubensmischmasch entsteht, in der sich jeder wie im
Supermarkt seine Wahrheit selber definiert.
Bedauern? Sicher nicht! Aber dass das natürlich Scharlatanen
Tür und Tor öffnet, ist denke ich klar…

In der Bibel steht geschrieben, dass es noch weiter so gehen wird, Vermischungen, falsche Propheten etc Aber es wird eine Zeit kommen, in dem jeder klar Stellung beziehen muss.
Wenn ich die Bibel lese, trifft dies und vieles mehr, immer mehr zu. Glaube das es so kommen wird, wie’s geschrieben steht

Gruss
Beat

Grüße
Jürgen

Hallo Matthias,
was ist die „ wahre Religion „? , was ist der „ wahre Glaube „?. Ich glaube das kaum eine andere Frage die Menschheit in so viele unterschiedliche Lager geteilt hat. Hier ist einmal meine persönliche Meinung dazu, ohne die Absicht irgendjemanden zu kränken oder zu verletzen da ich das Recht der freien Entfaltung eines jeden einzelnen respektiere.

Zunächst einmal : Was ist Glauben ?
Glauben ist das erhoffte eintreten von Ereignissen, der erweis von Wirklichkeiten obwohl man sie nicht sieht, aufgrund gesicherter Erkenntnis. Durch Erkenntnis eigne ich mir Glauben an.
Beispiel: Ich glaube, dass wenn ich aus dem 10.Stockwerk springe, ich ums leben komme.
Ich hab’s noch nie probiert, aber aufgrund meiner Erkenntnis die ich habe ( Lesen von Zeitungsberichten u.s.w. ) glaube ich daran.
Ich glaube, dass es einen Schöpfer aller Dinge gibt, da ich die Schöpfung beobachten kann, Blumen, Wetter, Lebewesen, die alle sehr kompliziert zusammengesetzt sind, wie nach einem Bauplan. Wenn ich einen Stuhl sehe, so weis ich das dieser einen Schöpfer hat. Erst recht die viel, viel komplizierteren Dinge wie Menschen, Tiere u.s.w…
Woraus beziehen die Religionen ihre Erkenntnis ? Wie teilt sich Gott den Menschen mit ?
Der Koran z.B. wurde erst sehr viel später als die Bibel geschrieben. Was ist mit den Menschen die vor dem Koran gelebt haben ? Sind sie in Gottes Augen nichts wert, so das er ihnen die Erkenntnis vorenthielt ? Wie kommt es, dass der Koran viele parallelen mit der Bibel hat ( Schweinefleisch nicht essen z.B. ) ? Ich glaube das Gott sich von Anfang an den Menschen mitgeteilt hat, ergo muss es sich um das älteste bekannte Buch handeln das auch als Gottes Wort bekannt ist. Viele Lehren der Weltreligionen findet man in der Bibel wieder.
Leider nehmen einige Religionen nur Teile aus der Bibel und bauen auf diesen Fragmenten ihr Fundament. Viele sagen, das alte Testament ist nicht mehr Maßgebend. Ich sage, dass viele Prophezeiungen aus dem AT im neuen Testament ihre Erfüllung fanden, also ist das Wort Gottes als ganzes zusammenhängendes Werk zu betrachten. So kann alle Erkenntnis die man über Gott und die Wahrheit sammelt nur aus diesem Buch kommen, denn etwas anderes hat Gott uns nicht hinterlassen.

Welche ist die wahre Religion ?
Alle Menschen sind vor Gottes Augen gleich. Es gibt keinen Menschen, der mehr ist als ein Mensch. Gott hat die Menschen erschaffen und liebt diese auch. Wie viele Religionen gibt es auf der Welt, wo sich noch niemals Glaubensangehörige gegenseitig getötet haben ? Die einzig wahre Religion muss sich durch dieses Kennzeichen zu erkennen geben. Ebenso muss sich die wahre Religion durch Reinheit auszeichnen. Adolf Hitler z.B. ist bis heute nicht exkommuniziert worden. Warum werden einem Moslem 72 Jungfrauen im Himmel zugesichert ? Was macht er mit diesen ? Sind Frauen Menschen ohne Rechte ? Tatsache ist auch, dass über 90% aller Kriege einen religiösen Hintergrund haben. Hat Gott es nötig hier auf der Erde Krieger zu haben die Ungläubige töten ? Wird nicht er, am jüngsten Tag alle Menschen zu Rechenschaft ziehen, jeden einzelnen persönlich ? Zumindest sagt dies Gottes Wort aus. Nicht der Mensch wird über den Menschen richten, sondern Gott allein. Viele Menschen suchen die Wahrheit, aber nicht wirklich. Denn sobald man diese erkennt und danach handelt outet man sich als Außenseiter, und damit kommen viele nicht zurecht. So wird denn weiterhin viel Philosophiert. Wer aus ganzem Herzen und mit ganzer Kraft zu Gott betet, er möge einem helfen ihn zu finden, dem wird er helfen ihn zu finden. Nur wenn er gefunden wurde und sich offenbart, trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele es nicht ehrlich meinen, oder Gott nicht der persönlichen Meinung oder Vorstellung entspricht. Menschen stellen sich vor wie Gott zu sein hat. Kaum einer anerkennt das Gott , Gott ist und wir uns nach ihm zu richten haben. Er allein bestimmt was recht und unrecht ist, und das passt vielen nicht.

Jetzt ist’s leider ein bisschen lang geworden. Danke für die leserliche Geduld.
Gruß
Peter

Moin Jürgen,

Bedauern? Sicher nicht! Aber dass das natürlich Scharlatanen
Tür und Tor öffnet, ist denke ich klar…

Größere Scharlatane als die allein selig machenden Vertreter Gottes auf Erden meiner Ex-Kirche in düstereren Zeiten Europens?

Gruß
L.

Glaube -> Wissen
Moin Peter,

Zunächst einmal : Was ist Glauben ?
Glauben ist das erhoffte eintreten von Ereignissen,

Eher nicht. Glauben ist entweder die Überzeugung oder zumindest Vermutung, daß Ereignisse eintreten werden oder schon eingetreten sind.
Mit „erhofft“ hat das wenig zu tun (oder freust du, als gläubiger (?) Christ dich schon auf die Apokalypse :wink:[Ich persönlich mag ja den Löwentiegerpanther])

der erweis
von Wirklichkeiten obwohl man sie nicht sieht, aufgrund
gesicherter Erkenntnis. Durch Erkenntnis eigne ich mir Glauben
an.

Das nennt man im allgemeinen Sprachgebrauch dann nicht mehr „Glauben“ sondern „Wissen“. Das beruht nämlich auf gesicherter Erkenntnis.

Beispiel: Ich glaube, dass wenn ich aus dem 10.Stockwerk
springe, ich ums leben komme.
Ich hab’s noch nie probiert, aber aufgrund meiner
Erkenntnis die ich habe ( Lesen von Zeitungsberichten u.s.w. )
glaube ich daran.

Ich WEISS, daß ich (mit 99,x%iger Wahrscheinlichkeit) ums Leben kommen werde. Ich GLAUBE nicht, daß meine „Seele“ daraufhin gen Himmel, Hölle oder sonstwohin fährt.

Ich glaube, dass es einen Schöpfer aller Dinge gibt, da ich
die Schöpfung beobachten kann, Blumen, Wetter, Lebewesen, die
alle sehr kompliziert zusammengesetzt sind, wie nach einem
Bauplan. Wenn ich einen Stuhl sehe, so weis ich das dieser
einen Schöpfer hat. Erst recht die viel, viel komplizierteren
Dinge wie Menschen, Tiere u.s.w…

Das ist ja wohl was ganz anderes. Man hat schon von vielen Menschen gehört, die sich aus einem hohen Stockwerk gestürzt haben und dabei draufgegangen sind, folglich liegt es aufgrund der empirischen Daten nahe, daß das vermutlich auch wieder passieren wird. Wie oft hat man aber schon den sog. Schöpfungsprozeß beobachtet?

Woraus beziehen die Religionen ihre Erkenntnis ?

Sie reklamieren sie gleichsam axiomatisch für sich. Erkenntnis kann man sich imho nur erwerben, aber sie doch nicht beziehen.

Wie teilt
sich Gott den Menschen mit ?

Tut er das?

Der Koran z.B. wurde erst sehr viel später als die Bibel
geschrieben. Was ist mit den Menschen die vor dem Koran gelebt
haben ? Sind sie in Gottes Augen nichts wert, so das er ihnen
die Erkenntnis vorenthielt ?

Was ist mit den Menschen, bevor es überhaupt Religionen gab?

Wie kommt es, dass der Koran viele parallelen mit der Bibel hat ( Schweinefleisch nicht

essen z.B. ) ?

Einfache Antwort: Mohammed kannte die Schrift-Religionen Juden- und Christentum als er sein Mach(t)werk verfaßte

Ich glaube das Gott sich von Anfang an den
Menschen mitgeteilt hat,

Q.e.d. : Wo ist nun die „gesicherten Erkenntnis“?

ergo muss es sich um das älteste
bekannte Buch handeln das auch als Gottes Wort bekannt ist.

Die Bibel ist nun wahrlich nicht der älteste Religiöse Text der Welt, das willst du doch hiermit nicht ernsthaft behaupten. Und die Thora (also der Pentateuch der Bibel) bestimmt auch nicht.

Viele Lehren der Weltreligionen findet man in der Bibel
wieder.

Weil viele Dinge einfach trivial sind und in jeder Religion, sowie in einer vernünftigen (das [mehr oder minder friedliche] Zusammenleben ermöglichenden) atheistischen Ethik nicht fehlen dürfen.

Leider nehmen einige Religionen nur Teile aus der Bibel und
bauen auf diesen Fragmenten ihr Fundament.

Genauso wie die Bibel ihre Ideen aus diversen altsemitischen und was ich was für Religionen zusammengeklaubt hat, vom NT brauchen wir da gar nicht erst zu reden.

Viele sagen, das
alte Testament ist nicht mehr Maßgebend. Ich sage, dass viele
Prophezeiungen aus dem AT im neuen Testament ihre Erfüllung
fanden, also ist das Wort Gottes als ganzes zusammenhängendes
Werk zu betrachten.

Das NT ist doch nach den Vorgaben des AT - völlig unabhängig von dden tatsächlichen Gegebenheiten - geschrieben worden!!!
Schon die Weihnachtsgeschichte mit Anhang:
Bethlehem, die Stadt Davids vs. Nazareth
Der Kindermord des Herodes vs. fehlende geschichtliche Aufzeichnungen
etc. etc.

So kann alle Erkenntnis die man über Gott
und die Wahrheit sammelt nur aus diesem Buch kommen, denn
etwas anderes hat Gott uns nicht hinterlassen.

Gott??? Wenn die Bibel wirklich Gottes Wort ist, wieso hat er sie dann nicht direkt einem Menschen vollständig diktiert, sondern hunderten verschiedenen (in x Varianten)?
Ich bin ja nicht so überheblich, zu behaupten, ich wisse, daß es keinen Gott gibt, nur weil ich nicht daran glaube, aber zu behaupten, die Bibel sei, so und zwar genauso wie sie besteht (ungeachtet der Tatsache, daß sie etliche male verändert, übersetzt, zurückgeändert und in ihrer Zusamensetzung variiert wurde) das „Wort Gottes“ ist doch einigermaßen verblendet.
Was die Existenz Gottes oder seine Nichtexistenz angeht, so besteht natürlich das Problem, daß die meisten Gläubigen nicht bereit sind, Gott ganz bestimmte Attribute zuzuschreiben, die Gott zu einer verifizierbaren und vor allem auch falsifizierbaren wissenschaftlichen These machen. So kann ich genausogut ein Tüttelütütät postuliieren. Solange ich dem nicht klare Eigenschaften zuweise, kannst du seine Existenz weder bestätigen nopch berechtigt abstreiten.

Welche ist die wahre Religion ?
Alle Menschen sind vor Gottes Augen gleich. Es gibt keinen
Menschen, der mehr ist als ein Mensch. Gott hat die Menschen
erschaffen und liebt diese auch. Wie viele Religionen gibt es
auf der Welt, wo sich noch niemals Glaubensangehörige
gegenseitig getötet haben ? Die einzig wahre Religion muss
sich durch dieses Kennzeichen zu erkennen geben.

Aber Andersgöäubige darf diese Religion abschlachten? Woher zum Teufel willst du denn wissen, daß „Gott“ friedliebend ist? Vielleichtv hat „er“ ja das Prinzip der Evolution „noch viel radikaler und schonungsloser, als ihr es euch überhaupt vorstellen könnt“ geschaffen…

Ebenso muss
sich die wahre Religion durch Reinheit auszeichnen. Adolf
Hitler z.B. ist bis heute nicht exkommuniziert worden. Warum
werden einem Moslem 72 Jungfrauen im Himmel zugesichert ? Was
macht er mit diesen ?

FICKEN! Klingt banal, ist aber doch wohl die einzig vernünftige Antwort. Um sich die Füße massieren zu lassen, sprengt man sich wohl kaum selbst in die Luft.

Sind Frauen Menschen ohne Rechte ?
Tatsache ist auch, dass über 90% aller Kriege einen religiösen
Hintergrund haben. Hat Gott es nötig hier auf der Erde Krieger
zu haben die Ungläubige töten ? Wird nicht er, am jüngsten Tag
alle Menschen zu Rechenschaft ziehen, jeden einzelnen
persönlich ? Zumindest sagt dies Gottes Wort aus.

Also das AT ist alles andere als friedlich, auch bei dem was im namen Gottes geschicht, das kannst selbst du kaum leugnen.

Nicht der
Mensch wird über den Menschen richten, sondern Gott allein.
Viele Menschen suchen die Wahrheit, aber nicht wirklich. Denn
sobald man diese erkennt und danach handelt outet man sich als
Außenseiter, und damit kommen viele nicht zurecht. So wird
denn weiterhin viel Philosophiert. Wer aus ganzem Herzen und
mit ganzer Kraft zu Gott betet, er möge einem helfen ihn zu
finden, dem wird er helfen ihn zu finden. Nur wenn er gefunden
wurde und sich offenbart, trennt sich die Spreu vom Weizen,

AUTSCH! Wer nicht naiv an Gott glauben möchte, sondern sich seines deiner Meinung nach sicherlich gottgegeben Verstandes bedient, hat verloren?!?

weil viele es nicht ehrlich meinen, oder Gott nicht der
persönlichen Meinung oder Vorstellung entspricht. Menschen
stellen sich vor wie Gott zu sein hat. Kaum einer anerkennt
das Gott , Gott ist und wir uns nach ihm zu richten haben. Er
allein bestimmt was recht und unrecht ist, und das passt
vielen nicht.

Amen

Jetzt ist’s leider ein bisschen lang geworden. Danke für
die leserliche Geduld.

Gerne geschehen, ich hoffe du wirst meine Antwort (auch nur wenig kürzer) ebenso intensiv lesen, wie ich dein Posting

Sapere aude!
L.

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Eine weisere Antwort auf die Frage nach der rechtmäßigen der drei
Buchreligionen Judentum, Christentum und Islam, als sie bereits in
der Ringparabel gegeben wird, will ich nicht versuchen.

Hallo Oliver,

ich wollte nur anmerken, dass die Ringparabel gar keine Antwort auf die Frage nach der rechtmäßigen der drei Buchreligionen gibt: weder zugunsten einer der drei, noch gegen den Wahrheitsanspruch jeder der drei. Sie ist zweifellos weise, aber eine Antwort in die eine oder andere Richtung gibt sie nicht.

Gruß,
Peter

deshalb ->

anmerken, dass die Ringparabel gar keine
Antwort auf die Frage nach der rechtmäßigen der drei
Buchreligionen gibt: weder zugunsten einer der drei, noch
gegen den Wahrheitsanspruch jeder der drei. Sie ist zweifellos
weise, aber eine Antwort in die eine oder andere Richtung gibt
sie nicht.

habe ich doch an die Ringparabel erinnert!!!

Du hast mich komplett mißverstanden.

Gruß,

Oliver Walter

ich wollte nur anmerken, dass die Ringparabel gar keine
Antwort auf die Frage nach der rechtmäßigen der drei
Buchreligionen gibt: weder zugunsten einer der drei, noch
gegen den Wahrheitsanspruch jeder der drei. Sie ist zweifellos
weise, aber eine Antwort in die eine oder andere Richtung gibt
sie nicht.

Nein, Peter, das soll sie ja wohl auch gar nicht.
Wenn ich mir die drei Religionen ansehe, dann ist ihr jeweiliger Gott so erhaben über die Menschheit, dass er sich durch nachgrübeln wohl nicht fassen läßt.

Ich möchte die von Oliver vorgestellet Ringparabel durch die Geschichte der drei Blinden ergänzen, die eine Katze beschreiben sollten. Alle drei befühlten sie. Der erste rühmte das wunderbar weiche und sanfte Fell, denn er hatte die Katze am Rücken berührt. Der Zweite hatte Bekanntschaft mit ihren Krallen gemacht und beklagte die Kratzer, die auf seiner Hand geblieben waren. Den Dritten hatte sie gar gebissen.
So konnten die drei Blinden sich über die Natur des Wesens Katze, dass sie doch alle berührt hatten in keiner Weise einigen.
Grüße
Eckard.

Zitat Oliver: Eine weisere Antwort auf die Frage nach der rechtmäßigen der drei Buchreligionen Judentum, Christentum und Islam, als sie bereits in der Ringparabel gegeben wird, will ich nicht versuchen.

Zitat Peter: ich wollte nur anmerken, dass die Ringparabel gar keine Antwort auf die Frage nach der rechtmäßigen der drei Buchreligionen gibt.

Zitat Oliver: deshalb…habe ich doch an die Ringparabel erinnert!!!

Gruß,
Peter

Moin Jürgen,

Ich sehe schon, wir haben sehr ähnliche Hobbies:wink:

Allerdings scheinen wir uns in der Ausübung zu unterscheiden :smile:

Allerdings

muss ich zugeben, dass mir Diskussionen mit Überzeugten
irgendwann langweilig werden, wenn ich merke, dass ich mich
zwar im Rahmen des möglichen von der Argumentation des anderen
beeinflussen lasse, dieser aber völlig resistent gegenüber
meinen Argumenten ist… Sie sollte halt schon bidirektional
sein, die Unterhaltung:wink:

Siehst du, das ist mir relativ egal. Ich rede nicht mit diesen Leuten um zu argumentieren. Ich versuche in erster Linie überhaupt mal zu verstehen, was andere Menschen eigentlich glauben, welchen Einfluss dieser Glaube auf die Art und Weise hat, wie sie die Welt sehen und bewerten und welche Folgen es für ihren Alltag und ihr Handeln hat. Diese Unterhaltung kann dann gerne auch eine Einbahnstraße sein.

[Hachez vers. Milka] (kennst du die Mandelsplitter mit Amaretto von Hachez, oder die Ingwerstäbchen ? *keuch*)

Nein, aber mich nerven Missionare bei vielen Gelegenheiten
schlicht dadurch, dass sie rel. penetrant und zum Teil
unglaublich plump versuchen, mich zu unmöglichsten Zeiten in
tiefsinnige Gespräche zu ziehen. Z.B. frühmorgens in der
U-Bahn. Dann fange ich an, den Missionaren eins über die Rübe
zu hauen:wink:

*lach*, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Früher durfte mich nicht mal mein Chef vor 9:00 ansprechen (wenn ich dann überhaupt schon im Haus war *g*). Von Missionaren werde ich allerdings weitestgehend verschont. Vielleicht sieht man mir an, dass ich völlig missionierungsresistent bin *g*.

Natürlich ist es ein rel. nebeneinander, aber das reicht doch
auch?

Nein, ich finde nicht. Bei einem Nebeneinander besteht immer die Gefahr, dass latente Konflikte aufbrechen. Ich denke auch nicht, dass sich dies mit Hobbies vergleichen lässt. Im Gegensatz zu den meisten Religionen erheben die wenigsten Hobbys einen alleinigen Wahrheitsanspruch. Auch in einer Ehe besteht grundsätzlich genug Raum für mehrere Hobbies nebeneinander, aber eher nicht für mehrere Religionen. Es fängt doch schon damit an, wie ein Kind nun getauft wird, wenn eine Katholik und ein Evangele Nachwuchs bekommen. Da muss man sich entscheiden.

Da hast Du recht, diese Lösung ist möglich aber
unwahrscheinlich. Mir würde die Akzeptanz reichen, dass es
zwar eine persönliche Wahrheit gibt, die aber eben nicht
verallgemeinerbar ist.

Ist es dann noch Wahrheit ?

Natürlich ist das Wahrheit! Die Welt, wie ich sie sehe, ist
für mich wahr. Aber trotzdem kann ich doch akzeptieren, dass
mein Gegenüber das selbe anders sieht! Ich muss halt nur
wissen, dass auch ich eben nur einen Ausschnitt der
Gesamtwahrheit sehe (und mehr kann auch keine Religion bieten,
da für mich Allwissenheit Gottgleichheit ist und demnach der
Allwissenheitsanspruch a priori Anmaßung!)

Dem kann ich nicht folgen. Vielleicht sieht keiner von euch irgendeine Wahrheit, sondern beide nur Unsinn…Und was ist, wenn sich deine Bewertung dessen, was du siehst, ändert ? Hast du dann eine „neue“ Wahrheit ? Und war das vorher dann nicht wahr ? Ich denke, nach deiner Definition verliert das Wort Wahrheit jegliche Bedeutung (was mir gar nicht so unrecht ist, nur dürfte es nicht mehr dem religiösen Verständnis von Wahrheit der drei großen Monos entsprechen, und darum ging es ja hier).

Das würde ich aber nicht mehr als Religion bezeichnen, sonder
eher als eine Art persönliche Lebensphilosophie mit
individuellen ethisch/moralischen Richtlinien. Zu einer
Religion zählt IMHO jedoch mehr, z.B. das Ausüben von Riten
und eine relgiöse Gemeinschaft.

Natürlich, aber auch Riten werden doch mittlerweile munter
übernommen und getauscht. Sekten bestehen doch häufig aus
Versatzstücken vieler Religionen, munter und oft recht
willkürlich aneinandergehängt und umgedeutet. Aber mal
ehrlich: So sind die großen Religionen auch entstanden…:wink:

Nun, ich hab da keine Probleme mit. Ich definiere Religion nicht danach, ob jemand Kirchensteuer zahlt. Für mich macht es grundsätzlich erstmal keinen Unterschied, ob jemand einer Amtskirche, einer seit 2 Jahren bestehenden Sekte oder einer afrikanischen Naturreligion angehört.

In diesem Zusammenhang: Jemand, der die weltanschauliche
Schwäche anderer ausnützt, um sich zu bereichern und Macht zu
gewinnen. Wobei: Auch da sind Parallelen zu den großen
Religionen zu erkennen:wink:

Hier ersetzt du aber den Glauben der Amtskirchen durch einen diffusen Glauben an irgendwen/irgendwas anderen im Rahmen der allgemeinen Sinnfindungsbetrebungen *g*. Ich meinte aber was anderes. Ich meinte tatsächlich weniger Glauben, (welchen auch immer).

Ich muss leider beruflich los und bin bis Do nicht im Web,
also nicht traurig sein, wenn ich verstumme:wink:

Na ich hoffe doch, dass du am Do deine Tastatur wieder mitbringst :smile:
Bis dann geduldig
Marion

Hallo lohengrin,
eigentlich entspricht es nicht meinem Naturell mich auf sinnlose Diskussionen einzulassen, aber vielleicht hilft es dir im Leben weiter.
Zunächst einmal ist festzustellen, dass ich auf ein Thema in diesem Brett geantwortet habe. Nun gibt es leider immer wieder Leute wie dich, denen es anscheinend darum geht einmal so richtig vom Leder zu ziehen, ohne auch nur das geringste kapiert zu haben. Wie wäre es, wenn du dich einmal mit einer eigenen Antwort in diesem Brett äußerst, statt in Verbalergüssen über andere herzuziehen ?

Ich WEISS, daß ich (mit 99,x%iger Wahrscheinlichkeit) ums
Leben kommen werde.

Wenn man etwas weis, dann 100%ig, alles andere sind Vermutungen oder glauben.

Wie oft hat man aber schon den sog.
Schöpfungsprozeß beobachtet?

Schon mal die Natur beobachtet ?

Wie teilt
sich Gott den Menschen mit ?

Tut er das?

Gott offenbart sich durch die gemachten Dinge

Was ist mit den Menschen, bevor es überhaupt Religionen gab?

Seit es Menschen gibt, gibt’s Religionen. Das Bedürfnis etwas anzubeten steckt in jedem Menschen. Auch wenn es bei dir nur dein eigenes Ego ist.

Die Bibel ist nun wahrlich nicht der älteste Religiöse Text
der Welt, das willst du doch hiermit nicht ernsthaft
behaupten. Und die Thora (also der Pentateuch der Bibel)
bestimmt auch nicht.

Sondern ? Die Bibel wurde in einem Zeitraum von ca. 3.500 Jahren geschrieben. Die Schreiber kannten sich untereinander nicht, und dennoch ist die Bibel ein geschlossenes Ganzes.

Gott??? Wenn die Bibel wirklich Gottes Wort ist, wieso hat er
sie dann nicht direkt einem Menschen vollständig diktiert,
sondern hunderten verschiedenen (in x Varianten)?

Das ist ja gerade das erstaunliche, nicht einer sondern viele die sich nicht kannten und an völlig anderen Orten zu unterschiedlichen Zeiten lebten. Die Botschaft, die die Bibel enthält ist bis auf den heutigen Tag erhalten und die gleiche wie vor 5.000 Jahren.

Welche ist die wahre Religion ?
Alle Menschen sind vor Gottes Augen gleich. Es gibt keinen
Menschen, der mehr ist als ein Mensch. Gott hat die Menschen
erschaffen und liebt diese auch. Wie viele Religionen gibt es
auf der Welt, wo sich noch niemals Glaubensangehörige
gegenseitig getötet haben ? Die einzig wahre Religion muss
sich durch dieses Kennzeichen zu erkennen geben.

Hier sollte der Leser zum Nachdenken angeregt werden. In der wahren Religion wird nicht getötet.

Aber Andersgöäubige darf diese Religion abschlachten? Woher
zum Teufel willst du denn wissen, daß „Gott“ friedliebend ist?
Vielleichtv hat „er“ ja das Prinzip der Evolution „noch viel
radikaler und schonungsloser, als ihr es euch überhaupt
vorstellen könnt“ geschaffen…

Evolution, Ursuppe ??? Nimm deinen Computer mal in alle Einzelteile auseinander, wirf diesen in einen Topf und fang an zu schütteln. Wie lange dauert es bis ein fertiger Computer aus dieser Suppe auftaucht ? Allein ein Auge hat über 100 Mio. Nervenverbindungen.
Friedliebend, logo. Die gesamte Schöpfung dient dem Leben. Mit Ausnahme deiner Insel auf der wahrscheinlich Godzilla lebt.

Ebenso muss
sich die wahre Religion durch Reinheit auszeichnen. Adolf
Hitler z.B. ist bis heute nicht exkommuniziert worden. Warum
werden einem Moslem 72 Jungfrauen im Himmel zugesichert ? Was
macht er mit diesen ?

Auch hier wird der Leser zum Nachdenken angeregt. Kann das die wahre Religion sein?

FICKEN! Klingt banal, ist aber doch wohl die einzig
vernünftige Antwort. Um sich die Füße massieren zu lassen,
sprengt man sich wohl kaum selbst in die Luft.

Kann es sein das dir diese Pubertäre Ausdrucksweise wohlgefällig ist ?
Ich denke ja, spiegelt sie doch deine unreife Geisteshaltung wider.

AUTSCH! Wer nicht naiv an Gott glauben möchte, sondern sich
seines deiner Meinung nach sicherlich gottgegeben Verstandes
bedient, hat verloren?!?

Der Mensch hat gegenüber dem Tier die Gabe des freien Willens erhalten. Jeder so wie er möchte.

Vielleicht solltest du als Atheist dir in Zukunft ein anderes Brett für deine Verbalen Ergüsse aussuchen ?

Gruß
Peter

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