Hallo,
ob ich eifersüchtig bin auf Leute, die zu Tojota-Treffen nach
Köln fahren und sich während der Fahrt ernsthaft über
Linksfahrer aufregen, muss ich mir noch mal überlegen.
Ich will auf der Autpobahn von A nach B kommen. Zügig. Deswegen Autobahn, dafür haben wir die.
Aber wenn wir von der persönlichen zur fachlichen Ebene
wechseln, hast du sogar auf den ersten Blick nicht ganz
unrecht. Das Gesetz sagt eindeutig, dass möglichst weit rechts
zu fahren ist. Die linke und die Mittelspur sind nur zum
Überholen gedacht, wer nicht überholt, hat nach rechts zu
wechseln. Aber was soll man dagegen tun, wenn sich einer nicht
daran hält?
Genaugenommen: Anzeigen. Jeder Richter haut Dir auf den Sack, wenn Du Selbstjustiz übst, in Form von „erzieherischen Maßnahmen“, wie zB Ausbremsen, etc. Davon halte ich selbst NICHTS. Das ist Sache der Polizei und der Richter. Nur, warum sollte ich jeden StVO-Gesetzesbrecher anzeigen ? Die erklären einem doch für blöd und es ist unsinnig, ich mag es, Probleme auf dem „kleinen Dienstweg“ zu lösen.
Wenn ein anderer einen Fehler macht, berechtigt
einen das nicht zu Gesetzesüberschreitungen. Du musst eben
hinter dem anderen Fahrzeug herfahren, auch wenn es dir nicht
passt.
Warum sorgen die, die es ändern könnten, nicht dafür, daß es richtig gemacht wird ? Sprich: Polizei müßte auch mal den notorischen Linksfahrern eine reindrücken, leider ist es eine „Bagatelle“, dafür wird den sogenannten „Rasern und Dränglern“ jährlich der Bußgeldkatalog angepaßt. Dem „Turbo-Rolf“ konnten sie bis heute nicht nachweisen, daß er das Auto der jungen Frau, die sich selbst von der linken (3. Spur) ins grüne fuhr, berüht hatte. Alles nur Polemik.
Sogar ich rege mich über solche Fahrer auf, auch wenn
es aufgrund meines weniger schnellen Autos nicht so oft
vorkommt. Ausreichend Abstand musst du auch halten. Du darfst
aber immerhin die Lichthupe betätigen, natürlich nicht in
nötigender Weise.
Nur aus dem Sicherheitsabstand heraus erlaubt. Nur was macht der Deutsche, wenn Du aus dem SA heraus Lichthupe gibst ? Er „belehrt“ dich in Eigenmächtiger Art und Weise.
Rechts überholen ist aber wirklich nicht die Lösung. Es geht
nicht nur um ein eventuelles Bußgeld. Denn es kann immer sein,
dass das überholte Fahrzeug genau in dem Moment, in dem du von
rechts kommst, dann doch die Spur wechselt.
Ich nutze gerne die Situation (insbesondere A61) an dreispurigen Steigungen aus: Alles ganz links, ich ganz rechts vorbei und weit vorne wieder den nächsten links überholt, so wie es Mathias schilderte: Großräumig.
Bei einer
Kollision dürfte dir dann eine wesentliche Mitschuld
eingeräumt werden, da niemand damit rechnen muss, rechts
überholt zu werden.
Gibt dann oft halbe halbe, da Du beim Spurwechsel auch acht geben mußt, dann zählt ja noch die Beweislage und Zeugenaussagen. Außerdem haben wir ja noch die Hupe, die bei jedwelcher Gefahr zu betätigen ist.
Insofern ist das von dir geschilderte
Verhalten als unsinnig und gefährlich einzustufen. Mit
rücksichtsvollem und sicherem Straßenverkehr hat das nichts
mehr zu tun, das sollte ein Autofahrer irgendwann gelernt
haben.
Genau: Rücksichtsvoll, das heißt aber auch: Augen auf und nicht Licht am Auto an und im Gehirn aus. Insbesondere am Tag. Und wenn jemand (nicht unbedingt Du) weiß, daß er langsam ist, dann sollte er sich eben weiter rechts als links bewegen. Ich würde es mal gerne so ausdrücken: Ich wäge ab, was noch vertretbar und einigermaßen Risikolos ist. In anderen Ländern geht das mit dem Rechtsüberholen auch, wir sind viel zu sehr Obrigkeitsorientiert. Deswegen waren die Deutschen noch nie zu einer Revolution fähig. Die Franzosen sind da besser: Zack, und da wird eben der Wein auf die Champs-Elyssee geleert, der Lkw macht die Grenze dicht, wenn die Herren Politiker mal wieder Scheiße bauen.
Die Aussage gilt natürlich auch für den Kollegen aus München.
Mathias wird das schon richtig einstufen
)
gruß
dennis