Coronaimpfstoff: Auf was warten wir?

Hallo,
in GB wurde der Impfstoff aus Deutschland zugelassen - was m.E. auch Sinn ergibt, denn alle Testphasen wurden erfolgreich durchlaufen.

In der EU wartet man noch, man will sich mit Experten aus jedem Mitgliedsland zusammensetzen. Was soll ein Experte aus Litauen oder Malta möglicherweise zum Impfstoff sagen was der Zulassung im Wege stehen könnte? Wieso wartet man mit der Zulassung während täglich Menschen an Covid sterben? Wieso kann nicht jedes Land selbst den Impfstoff zulassen wie es GB getan hat?

Bisher hat die EU-Bürokratie nur genervt, jetzt kostet sie Menschenleben.

Was denkt ihr?

Gruß
Desperado

Hallo,

die EU hat nun mal ein geregeltes Prozedere. Das muß für eine ernsthafte Prüfung eingehalten werden und kann nicht einfach je nach Interesse auf Zuruf geändert werden. Im Übrigen ist die Zulassung und die Länge des Verfahrens auch davon abhängig, wann wo überhaupt ein Zulassungsantrag gestellt wurde.

Und nach Deinem bisherigen Auftreten hier habe ich den starken Verdacht, daß Du der Allererste hier wärst, der auf die EU eindreschen würde, wenn sich die Zulassung eines Impfstoffs als voreilig erweisen würde.

Aber zum EU-Bashing kann man sich ja auch jeden beliebigen Sachverhalt zurechtbiegen…

Wolfgang

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Die Zulassung ist erst gestern beantragt worden und läuft nun den Gang, der für Medikamentenzulassungen vorgesehen ist.
In der EU (in der GB ja immer eine Sonderrolle gespielt hat) gilt nun mal, dass eine Zulassung EU-weit gilt.
ME ist das auch so i.O. - es sollte nichts überstürzt werden (wie schon einiges).
Gerade bei der Medikamentenzulassung sollte sorgfältig geprüft werden, zumal der Impfstoff in Rekordtempo entwickelt wurde.
Selbst eine Zulassung bis Ende des Jahres, wäre da schon das schnellst mögliche.

CU
HaWeThie

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Wie kann ein Impfstoff der erfolgreich alle Testphasen absolviert hat voreilig zugelassen werden? Gibt es noch irgendein Testergebnis auf welches man wartet?

Also nochmals die Frage: Auf was wartet man? Interessiert es die EU-Bürokraten nicht, dass täglich Menschen sterben während sie sich Zeit für die bürokratische Prozedur nehmen?

Dass es immer wieder schwer verständlich für mich ist, wenn erwiesene Volllaien (auf allen beteiligten Ebenen) sich in diesen Dingen Urteile und Forderungen anmaßen.

Was soll man da noch sagen?

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Impfschäden sind ein einerseits durchaus vorhandenes Problem, andererseits werden sie regelmäßig überbewertet. Und gerade daher ist die Impfbereitschaft ohnehin schon nicht sonderlich hoch. Umso wichtiger ist es, hier bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten und damit dann auch Vertrauen in der Bevölkerung zu gewinnen. Und diese Sicherheit gewinnt man über gestaffelte, zunehmend größer werdende Testgruppen und länger werdende Beobachtungszeiträume. So treten zwar die allermeisten unerwünschten Nebenwirkungen in den ersten Wochen nach einer Impfung auf, die mit einem standardisierten zweimonatigen Beobachtungszeitraum abgedeckt sind. Aber es kann eben auch noch später zum Auftreten seltenerer Nebenwirkungen kommen, die man dann ggf. auch erst aufgrund der zunehmenden Testgruppengröße ausreichend sicher nachweisen kann. Insoweit dient jeder weitere Tag der Erprobung zusätzlicher Sicherheit, und die Besonderheit in der aktuellen Situation ist eben, dass hier rollierend zwischen Studien und Zulassung gearbeitet wird. D.h. während sonst eine Zulassung auf Basis abgeschlossener Studien beantragt wird, wird man jetzt auch alle neuen Erkenntnisse, die noch während des Verfahrens gewonnen werden, wieder mit in das Verfahren einführen.

Was passiert, wenn bei einem Impfstoff eine seltene, erst längerfristig auftretende Nebenwirkung nach zu Zulassung bekannt wird, sieht man in Schweden, wo es 2009 nach einer Impfung von 5.000.000 Menschen gegen die damals grassierende Schweinegrippe 500 Narkolepsie-Fälle beklagen musste. Die Impfskepsis in Schweden ist trotz des bekannt schweren Pandemieverlaufs unterdurchschnittlich gering, obwohl die Geschichte über zehn Jahre her ist, und es gerade mal einen Fall auf 10.000 Impfungen gab.

Also wäre es höchst fatal, wenn man hier jetzt nicht nur schnell (was man mit dem rollierenden Zulassungsverfahren erreicht), sondern „überschnell“ vorgehen würde, und man damit dann am Ende Impfgegnern den Beweis dafür in die Hände spielen würde, dass Impfstoffe nicht sicher sind.

Die geltenden Vorschriften und Prozesse sind ja auch nicht aus dem Himmel gefallen, sondern sind über Jahrzehnte hin immer wieder aufgrund von neuen Erkenntnissen geschärft worden, und haben damit gute Begründungen. Und daher sollte man gerade in einer so kritischen Situation sehr genau überlegen, wo man hiervon gefahrlos abweichen kann, um die Geschichte zu beschleunigen, und wo man sich an Bewährtes halten sollte.

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Kann es sein, dass GB hier nicht mehr auf die EU-Zulassung warten muss, weil sie seit dem 1.2.2020 nicht mehr Teil derselben sind?
Oder war das vorher auch so?

Wieviele Sekunden hast Du Dich mit dem ohnehin beschleunigten Zulassungsverfahren befasst?
5 oder weniger?

Ich geb Dir mal nen Tipp, kostenlos, bevor Du diesen gequirlten Unsinn mit dem handelsüblichen, populistischen EU-Bashing von Dir gibst:

Bei Statements Deiner Provenienz kann ich verstehen, dass Du von manchen nicht unbedingt als Gewinn für dieses Forum angesehen wirst. ggg

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Vielleicht gar nichts, wenn Du schon nichts dazu zu sagen hast sonder nur billige Rhetorik nutzt. Dann stellt sich natürlich die Frage, wieso Du überhaupt geantwortet hast.

Um Wirkung und Nebenwirkung zu beurteilen gibt es die Testphasen. Wenn diese nicht ausreichen müßten diese eben verlängert werden - einfach nach der Testphase warten weil ja irgendwann noch evtl. irgendetwas auftreten könnte halte ich in Anbetracht der grassierenden Infektionswelle für nicht angebracht.

Impfgegner brauchen keine Impfung weil sie schon resistent sind - gegen Fakten. Auch wenn alle Impfungen zu 100 % sicher wären würden irgendwelche Gerüchte und Verschwörungserzählungen auftauchen an die bestimmte Personengruppen eher glauben als an wissenschaftlich bestätigte Fakten.

Von Rhetorik verstehst du also auch nichts.
Deine Ansagen hier sind immer wieder so schlicht, dass es keinerlei Impulse in mir erzeugt, fachlich zu antworten, auch, wenn ich das hier im naturwissenschaftlichen Teil deines outbursts sogar könnte.
Kurz und schlicht: Du bist augenscheinlich nicht in der Lage, eine Beurteilung der Impfsituation abzugeben.
Rat: Mehr fragen, weniger statementen.

Interessant, dass Du versuchst mich persönlich zu diskreditieren. „Von machen“… traust Du Dich nicht zu sagen, dass das nur Deine Meinung ist?

In Deinem verlinkten Artikel werden keine konkreten Dinge beschrieben die so eine lange Zeit in Anspruch nehmen könnten. Der Impfstoff wurde nicht erst heute sondern vor Monaten entwickelt, also hatten sämtliche Experten genug Zeit für eine Beurteilung - die man bei nicht erwarteten Testergebnissen revidieren hätte können.

Wieso so aggressiv?

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Das ist halt mal wieder unglaublich großer Blödsinn :roll_eyes:

Vor nicht mal einem Monat gab es die ersten positiven Meldungen von diesem Impfstoff und selbst da waren die internen Studien noch nicht abgeschlossen. Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass Biontech/Pfizer irgendwelche Daten zur Beurteilung überlassen, bevor sie ihre eigenen Tests abgeschlossen haben…

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Weil du so leichtfertig und präpotent mit einem ernsten Thema umgehst. Das nervt.
Es gibt auf weit anspruchsvolleren Ebenen so viel zu bedenken und diskutieren, dass all die Freizeitdrostens und Hobbypolitiker mich wirklich stören.

Wenn der Durchbruch vor rund einem Monat verkündet wurde wurde der Impfstoff ja schon davor entwickelt… nichts anderes hab ich geschrieben.

Haben Biontech und sein Partner Pfitzer (also eines der größten Pharmaunternehmen der Welt) keine Experten welche bereits während des Testphase die Analysen anstellen für die jetzt die EU die Zulassung verzögert? Wieso sollten externen Wissenschaftlern keine Daten zur Verfügung gestellt werden wenn das Präparat patentiert aber noch in der Testphase ist?

Anders gefragt: Was kann die EU jetzt tun was während der Testphase des Impfstoffes nicht möglich gewesen wäre? Denn in Phase 3 kamen keine anderen Ergebnisse heraus als in Phase 2 - von einer Veränderung der Datenlage kann also kaum eine Rede sein.

Was genau muß die EU so lange prüfen was die zusätzlichen Toten durch die Verzögerung der Impfungen rechtfertigen würde? Bisher kamen keine konkreten Informationen dazu.

Also, wieso behauptest Du, dass ich „unglaublich großen Blödsinn“ schreibe? Oh, habe ganz vergessen dass es in diesem Forum gebräuchlich ist andere Diskussionsteilnehmer zu beleidigen.

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PFIZER, SIE HEISSEN PFIZER.NICHT PFITZER.
Wenigstens das, bitte.

in d gibt es bislang ja keine konkreten pläne, wie man das doppelte impfprozedere praktisch umsetzen soll. ob analog oder digital. es gibt keine listen für bevorzugte/berechtigte personen oder abläufe generell, wird wieder mal alles „den anderen“ da unten überlassen, es entsprechend irgendwie zu regeln.

und nahezu alle hochrisiko-personen wie ich warten gerne ab, wie sich die impfstoffe auf diesen personenkreis tatsächlich auswirken. in den studien waren da keine dabei, man wird dann über alten- und pflegeheime die ersten erfahrungen größeren umfangs gewinnen.

pasquino

Wundert mich nicht, dass das das einzige ist, was Du dazu beizutragen hast.

Die Entwicklung ist dann abgeschlossen, wenn die Zulassung da ist. Bei dir klingt das so, als würde der fertige Impfstoff seit Monaten ungenutzt rumliegen.

Zum Rest deiner Fragen kann ich nur sagen: Wer offensichtlich so wenig Ahnung von einem Thema hat, sollte sich vielleicht eher mal zurückhalten.

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