Cosmo TV

In jedem Fall ist es so, dass die ENtwicklungen aufgrund der
AUfklärung etc. an den Moslems vorbeigezogen ist und hier zwei
Lebensweisen aufeinander treffen.

in der tat.

Ich denke auch dass die einzige Lösung ist, dass man eine
Parallelgesellschaft in jedem Fall aufbaut.

ja. und damit habe ich - was viele vielleicht wundern wird - kein problem. (könnte vielleicht damit zusammenhängen, daß ich seit geraumer zeit in einem land lebe, das viele parallelgesellschaften hat.)

Aufbauen heißt: Eigene Private SChulen gründen und die Kinder
dort nach eigenen Prinzipien erziehen.

ja warum nicht. solange die gesetze des staates nicht verletzt werden, ist das doch der kern der religionsfreiheit, oder etwa nicht?

Verstehst du?

ja das verstehe ich. (auch wenn sich manche wundern werden, warum ich pro-islamisch spreche?)

Die ENtwicklungen die ihr als postiv empfindet müssen nicht
von unserer Seite als positiv empfunden werden.

auch damit habe ich kein problem, auch wenn ich deine sichtweise nicht teile.

Sexuelle Befreiungsbewegungen etc. mögen für viele ein
Fortschritt gewesen sein, für uns Moslems ist es ein
Rückschritt in das Steinzeitalter…

jeder soll nach seiner fasson glücklich werden, solange er andere nicht damit belästigt. damit habe ich null probleme - von beiden seiten nicht.

SOrry aber das ist nichts für uns!

ACK.

im gegensatz zu dir habe ich aber auch kein problem damit, wenn einer schwul lebt oder eine frau ein lediges kind hat. es ist deren leben!

Es geht hier um eine Lebenseinstellungen.

ja.

gruß
dataf0x

Wenn ich dich richtig verstehe, dann möchtest du mir
vorschreiben, wie ich (und einige andere) hier in diesem Land
zu leben haben.

das können sie wollen soviel sie wollen.

Was machst du, wenn ich (und einige andere)
das aber nicht möchte/n?

eine andere partei wählen.

den grundsatz von demokratie und freiheit scheinen manche nicht ganz verstanden zu haben.

eine parallgesellschaft ist - solange sie andere in ruhe läßt - nichts negatives, sondern ausdruck wahrer freiheit. unfreiheit ist gleichmacherei.

gruß
dataf0x

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zusätzlich verstärkt wird dieses bild durch europäische frauen

  • es tut mir leid das zu sagen, aber es ist tatsächlich so -,
    die in diesen ländern auf „urlaub“ sind und die eine für diese
    kultur eine sehr unübliche und unangebrachte verhaltensweise
    an den tag legen.

das kann ich auch bestätigen.

immer wieder kam die frage, ob ich denn auch nackt baden würde, oder zumindest oben ohne. die frage kam soviel von moslems als auch von juden in israel (beide säkuläre). die vorstellung, mitteleuropäer, allen voran holländerinnen und deutsche, wären allesamt promisk und zügellos, ist sehr verbreitet.

aber das kommt nicht von ungefähr. nacktbaden ist dort in der tat weit verbreitet, im gegensatz zu den ländern im nahen osten.

und natürlich das satellitenfernsehen. was man auf sat1 und rtl ab 22:00 zu sehen kriegt, plus die nachmittagstalkshows, formt das bild von deutschland.

gruß
dataf0x

Aber ihr seht und ihr werdet auch noch sehen wie diese
Entwicklung enden wird. Zum Teil sieht man es ja jetzt schon.
Es ist auch kein Vorurteil. Brauchst dir ja bloß ein paar
Talkschows anzugucken.
Überall Frauen und Väter mit Vaterschaftstest, Kinder ohne
Vater, Kleine Mädchen die schwanger werden …
SOrry aber das ist nichts für uns!

arrrgh!!! ich bin weder christ, noch moslem oder sonstwas in der art und
trotzdem nicht schwanger! und ich bin auch nicht so verblödet wie die meisten
talkshow-besucher! und ich nehme keine drogen und stehle oder morde nicht! im
gegensatz zu so einigen christen, moslems usw!
wie kann man nur so einen müll reden!
es geht um richtige erziehung und die gefühlte lebenseinstellung und das ist
keine zwingende folge irgendeiner sonstwie gearteten religion!

jj

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Israel
ist doch meines Wissen allein schon verfassungsmäßig ein jüdsicher Staat - daher ist z.B. das Austeilen von bibeln bzw. jede Form christl. Mission verboten. Und das gilt auch für den Islam.

Israel hat eine jüd. Kultur, die die Menschen verbinet. Deutschland hat sich in den letzten Jahren dermaßen in eine Toleranzideologie hineingesteigert, dass wir uns eher zu Tode tolerieren, als auch nur ansatzweise dem Islam eigene Werte entgegnzusetzen!

Grüße!

Gerd

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Hi!

Ich denke auch dass die einzige Lösung ist, dass man eine
Parallelgesellschaft in jedem Fall aufbaut.

ja. und damit habe ich - was viele vielleicht wundern wird -
kein problem. (könnte vielleicht damit zusammenhängen, daß ich
seit geraumer zeit in einem land lebe, das viele
parallelgesellschaften hat.)

Vielleicht ist ja gerade das Vorhandensein von Parallelgesellschaft in dem Land, wo du wohnst, der Grund dafür, dass dort so viele Menschen durch Gewalttaten sterben.

Betrachtet man die Menschheitsgeschichte, so haben „multikulturelle“ Staaten (auch bekannt als „Vielvölkerstaaten“ ) immer zu massiven Konflikten geführt - das fängt bei den antiken Persern an und läuft durch bis Jugoslawien, Ruanda, den Kaukasus-Staaten und (nicht zu vergessen) Israel/Palästina.

Sind Staaten mit Parallelgesellschaften, mit unterschiedlichen Moral- und Wertesystemen wirklich erstrebenswert?

Grüße
Heinrich

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Hi!

UNd nun soll allein das EInfordern der Rechte ein Angriff
sein??

Die Frage ist, ob das Einfordern von Rechten einer Minderheit die Rechte der Mehrheit einschränkt.

In dieser Diskussion wurde z.B. gesagt, dass Nacktbaden (insbesondere von Frauen) gegen moralische Vorstellungen verstößt und zu Vorwürfen führt, wie sittlicher Verfall, Promiskuität usw. Wie soll die Mehrheit der Bevölkerung, die den Tatbestand des Nacktbadens akzeptiert, mit dieser Minderheit und deren Moralvorstellung umgehen?

Eine Möglichkeit wäre, den moralischen Bedenken Rechnung zu tragen und der Mehrheit das Recht auf Nacktbaden zu untersagen - eben weil sich ein Teil der Bevölkerung aus moralischen oder religiösen Gründen daran stört.

Gleiches gilt dann auch - und damit komme ich auf den Ausgangspunkt der Diskussion zurück - für den Schulunterricht. Weil sich ein Teil der Schüler (bzw. der Eltern) an bestimmten Lehrinhalten stört, sind diese aus dem Curriculum des Kultus zu entfernen. Das fängt an beim Sport, geht weiter über den Biologie- und Kunstunterricht und endet bei der Besprechung klassicher deutscher Literatur: nicht lehrwürdig, weil moralisch verwerflich.

Dieses Land hat einen enorm hohen Blutzoll gezahlt, als es sich aus der Verbindung von Religion und weltlicher Macht gelöst hat. Staat und Religion sind zwei getrennte Dinge, eine Erkenntnis, die mehrere Jahrhunderte gebraucht hat, um in der Ebene der Herrschenden und in der Ebene des Volkes anzukommen und akzeptiert zu werden. Eine Vermischung von Religion und Staat über den Weg der Parallelgesellschaften halte ich für extrem gefährlich.

Grüße
Heinrich

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Hi!

Es gibt allein in NW mindestens zwei Verfahren, in denen
christliche Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schicken
wollen, weil ihrer Meinung nach Ihre(!) Werte nicht angemessen
genung vermittelt werden.

Ich weiß, ich habe davon gehört.
Aber das „ihre Werte werden nicht angemessen genug vermittelt“ ist etwas ganz anderes.
Mir geht es darum, dass bestimmte Werte nicht vermittelt werden dürfen, weil sie nicht in das Weltbild dieser Leute passen. „Leda mit dem Schwan“ darf von Schülern im Unterricht nicht besprochen werden, weil da eine nackte Frau drauf ist, oder Weltliteratur wie Thomas Manns „Buddenbrooks“ gilt für Schüler als verboten, weil es in den Kapiteln 7 und 8 um Weihnachten geht (welch Affront für jene Schüler, denen laut Glauben Weihnachten untersagt ist - sie könnten auf Gedanken kommen, die für sie schädlich sind).

Grüße
Heinrich

Hallo,

die vorstellung, mitteleuropäer, allen voran holländerinnen und
deutsche, wären allesamt promisk und zügellos, ist sehr
verbreitet.

Ergänzung: auch in den USA!

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo Michael,

Der Aufbau einer Parallelgesellschaft ist für jedes land und
für jede region immer katastrophal gewesen.
Denn Eine dieser Gesellschaften wird immer über die andere
dominieren.
Das verursacht dann Neid und Hass auf der anderen seite und
führt zu einem latenten Bürgerkrieg.

Das ist so nicht richtig. Ein gutes Beispiel für voll funktionierende Parallelgesellschaften ist das islamische Reich. Die „Mehrheitsgesellschaft“ (wenn man so will, wurde aber nie so bezeichnet) war islamisch. Christliche und Jüdische (aber auch andere) Parallelgesellschaften wurden nicht nur geduldet, sondern rechtlich gestützt. Trotzdem gab es keine daraufberuhenden nennenswerten Konflikte. Natürlich hat die „Mehrheitsgesellschaft“ dominiert, allerdings tut sie das ja auch - und zurecht - in modernen Demokratien auch ohne Parallelgesellschaften. Das muss aber nicht mit Gewalt gehen…
Ich denke auch im fernen Osten kann man gute Beispiele des Zusammen- (und Nebeneinander-)lebens verschiedener Kulturen und Religionen finden, wo es bis auf einige Ausnahmen gut klappt.

Dies zerstört dann beide Gesellschaften bis auf den Grund.

?? welches Beispiel willst du anführen?

Die ENtwicklungen die ihr als postiv empfindet müssen nicht
von unserer Seite als positiv empfunden werden.

warum sprichst Du so allgemein

Diese Sichtweise (Liberalität im Sexualleben) wird als Deutscher/Europäischer Wert bezeichnet und daran misst man oft die sog. Parallelgesellschaften!

das Problem liegt doch darin, dass für dich offensichtlich der
Islam und die mit dieser Bevölkerungsgruppe verbundene
Lebensweise ein Umfassendes Weltbild darstellt, dem ALLE
Moslems sich zu unterwerfen haben.

„unterwerfen“?? Wie auch immer, dem Sexualleben ist im Islam klare Grenzen gesetzt. Dazu gehört der Aspekt, dass es privat ist - nicht öffentlich. Das hat gar nichts mit „Lebensweise“ zu tun.

das moderne Weltbild sieht nun den Glauben als eine
Privatsache jeder einzelnen Person!

Jetzt verallgemeinerst du! Denn das „moderne Weltbild“ gibt es so nicht. Es ist vielleicht das Weltbild der Mehrheit der europäischen Bürger zu unserer Zeit, mehr nicht.

insofern ist dein Weltbild tatsächlich „Mittelalterlich“
(das ist eine Feststellung, keine Beleidigung oder
Herabsetzung)

Europäisch-mittelalterlich!

Überall Frauen und Väter mit Vaterschaftstest, Kinder ohne
Vater, Kleine Mädchen die schwanger werden …
SOrry aber das ist nichts für uns!

Klar, es werden ja auch blos 14-jährige zwangsverheiratet…
Frauen können lässig verstossen werden
Sonstige Gesetzesverstösse werden einfach unter den Teppich
gekehrt…
Sorry, aber DAS ist auch nichts für uns!

Für mich ist beides nichts!

Ich weiss, davon steht nix im Koran, aber dies sind
gesellschaftliche Realitäten!

Dann sind aber auch die von Sina genannten gesellschaftliche Realität…

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo,

Vielleicht ist ja gerade das Vorhandensein von
Parallelgesellschaft in dem Land, wo du wohnst, der Grund
dafür, dass dort so viele Menschen durch Gewalttaten sterben.

Betrachtet man die Menschheitsgeschichte, so haben
„multikulturelle“ Staaten (auch bekannt als
„Vielvölkerstaaten“ ) immer zu massiven Konflikten geführt -
das fängt bei den antiken Persern an und läuft durch bis
Jugoslawien, Ruanda, den Kaukasus-Staaten und (nicht zu
vergessen) Israel/Palästina.

Was ist im mittelalterlichen Deutschland? Es war doch mehr oder minder dasselbe Volk mitdenselben Göttern usw… Trotzdem haben sie sich ständig bekriegt. Was ist mit dem antiken Griechenland? Waren die amerikanischen Indianer untereinander ständig befreundet? Was ist mit den Revolutionen in Frankreich, Deutschland, Polen und nicht zuletzt Russland?

Auf der anderen Seite gibt es sehr viele „Vielvölkerstaaten“, in denen es keine Bürgerkriege gibt. Übrigens die Vorstellung, dass Deutscher=Deutscher ist, ist auf keinen Fall richtig. Die Wertevorstellung variiert doch auch, auf der religiösen Seite hat man den orthodoxen Katholiken, den Evangelen, den Atheisten usw.; siehst du in diesem Mix die Bereitschaft zum ernsthaften Konflikt? Nun kommt noch der Muslim dazu (eigentlich ist er schon länger hier, aber nun wird er markiert).

Sind Staaten mit Parallelgesellschaften, mit unterschiedlichen
Moral- und Wertesystemen wirklich erstrebenswert?

ja - es sei denn für dich ist der Einheitsbürger erstrebenswert…

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo,

  • kein Besuch von Theaterveranstaltungen
  • kein Erlernen von deutschen Gedichten bzw. kein Lesen von
    deutscher Literatur, wenn die sich mit christlichen Themen
    befassen
  • keine Teilnahme am Bastelunterricht, wenn dort christliche
    Symbole erstellt werden (z.B. Laternen für den
    St-Martins-Umzug der Kinder)
  • keine Teilnahme an Geburtstagsfeiern von Freunden oder
    Mitschülern, da dies grundsätzlich gegen die muslimische
    Weltsicht verstößt (eine Geburtstagsfeier ist eine Ehrung
    eines Menschen, der ja auch unehrenhaft sein kann)

Frage an die Fachleute hier: Sind die Forderungen berechtigt?
Gibt es in der islamischen Religion entsprechende Begründungen
und sollten diese Einfluß haben auf den allgemeinen
Schulunterricht in D?

Ich weiss nicht, ob ich jeden einzelnen Punkt durchgehen muss, Sina hat bereits einiges beantwortet. Viel wichtiger ist doch die Bereitschaft des Entgegenkommens. Ich bin da aktuell ein wenig mit beschäftigt, da unsere Moschee in nächster Zeit Lehrer aus der ganzen Region Hannover einladen will, um genau solche Probleme anzusprechen und notfalls den Einzelfall zu besprechen. Es geht sehr oft um Dinge, die lösbar sind.

Ein Beispiel sind Klassenfahrten. Obwohl ich nicht den Sinn der Klassenfahrten sehe, so lässt sich diese Problematik relativ leicht lösen, indem man Eltern mit einlädt. Im Gespräch mit einem evangelischen Bischof meinte Letzterer, dass auch Mitglieder diverser christlicher Gemeinden diesen Schritt begrüssen würden. Wenn ein Elternteil dabei ist, dann wird nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern verstärkt (durch Kennenlernen und themenbezogenen Unterhaltungen), sondern gleichzeitig wird Vertrauen bei den Eltern geweckt. Das ist nur ein Beispiel für Lösungsansätze, die wir gerne vorschlagen würden.

Gruss, Omar Abo-Namous

Ein Beispiel sind Klassenfahrten. Obwohl ich nicht den Sinn
der Klassenfahrten sehe, so lässt sich diese Problematik
relativ leicht lösen, indem man Eltern mit einlädt.

Hallo, Omar,
da du gerade diesen Punkt heranziehst, möchte ich doch meine Einwände gegen deine Argumentation vorbringen.

Ziel und Zweck von Klassenfahrten ist eine Stärkung der Klassengemeinschaft und die Erweiterung der Erfahrungswelt der Kinder, gerade einmal ein paar Tage ganz ohne Eltern auszukommen. Natürlich noch eine ganze Latte anderer Zwecke, die da umgesetzt werden können.

Die Mitfahrt von Elternteilen ist meist eher kontraproduktiv, da sie ja zumindest für eines der Kinder dem Reisezweck entgegenwirkt. Zum anderen habe ich mehr als einmal erlebt, dass Elternteile sehr oft die eigenen Kinder und deren nahen Freunde eher „bemuttern“. Auch das kann nicht Sinn einer Klassenfahrt sein. Bei großen Klassen werden sowieso meist zwei Lehrer mitfahren.

Ich sehe nicht ganz den Grund der Weigerung, mulimische Kinder zu Klassenfahrten mitfahren zu lassen. Es geschieht in aller Regel nichts Böses oder unmoralisches dabei. Vielleicht kann mit ja jemand einmal die Ablehnungsgründe verdeutlichen.

Gruß
Eckard

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Hallo,

Ziel und Zweck von Klassenfahrten ist eine Stärkung der
Klassengemeinschaft und die Erweiterung der Erfahrungswelt der
Kinder, gerade einmal ein paar Tage ganz ohne Eltern
auszukommen. Natürlich noch eine ganze Latte anderer Zwecke,
die da umgesetzt werden können.

Ich bin nie auf Klassenfahrt mitgefahren, kam aber mit den meisten Mitschülern sehr gut zurecht. Was die Erfahrung angeht, so kann sie woanders geholt werden.

Die Mitfahrt von Elternteilen ist meist eher kontraproduktiv,
da sie ja zumindest für eines der Kinder dem Reisezweck
entgegenwirkt. Zum anderen habe ich mehr als einmal erlebt,
dass Elternteile sehr oft die eigenen Kinder und deren nahen
Freunde eher „bemuttern“. Auch das kann nicht Sinn einer
Klassenfahrt sein. Bei großen Klassen werden sowieso meist
zwei Lehrer mitfahren.

Ich denke, dass Schulen - und damit der Staat - in diesem Sinne zu weit gehen, indem sie somit den Eltern die Möglichkeit der eigenen Erziehung ihrer eigenen Kinder wegnehmen.

Ich sehe nicht ganz den Grund der Weigerung, mulimische Kinder
zu Klassenfahrten mitfahren zu lassen. Es geschieht in aller
Regel nichts Böses oder unmoralisches dabei.

Solange Alkoholkonsum, Rauschmittel u.a. als „nichts Böses oder unmoralisches“ gesehen wird, klar! Deshalb darfst du auch gerne deine Kinder auf Klassenfahrten schicken. Jemand, der das anders sieht, sollte das Recht haben, seine Kinder so zu erziehen, wie er das als richtig erachtet. Man sollte nicht die Augen verschliessen, vor dem, was in der Schule und unter dem Deckmantel der „Erfahrungssammlung“ alles geschieht - und immer mehr geschieht. Wieviele aus deinem Jahrgang haben Rauschmittel (erst einmal von Alkohol abgesehen) ausprobiert? Heute würde man eher fragen, wieviele kein Haschisch geraucht haben… Solange die Schule nicht die Aufgaben der Erziehung sinnvoll und im Sinne der Eltern übernehmen will, soll sie sich eben daraus halten. Die meisten Lehrer sind kaum imstande Mathematik oder Biologie zu unterrichten, geschweige denn auf die Schüler aktiv aufzupassen. Weil es nicht genügend Geld gibt, werden Schulstunden gestrichen (nur eine Naturwissenschaft pro Schulhalbjahr…) aber die Klassenfahrt, die ist heilig und integraler Bestandteil der Schulausbildung? Ich denke, da muss sich die Schule die Frage stellen, welche Ziele sie verfolgt und diese dann auch den Firmen vorlegen, die später die Ingenieure und Wissenschaftler braucht (nichts gegen geisteswissenschaftler :wink:). Solange mir keiner beweisen kann, dass ein Schüler, der auf Klassenfahrt fährt ein besserer Wissenschaftler wird als einer, der nicht fährt, müssen wir über Prioritäten sprechen!

Gruss, Omar Abo-Namous

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Hallo,
…Die Frage ist, ob das Einfordern von Rechten einer Minderheit die Rechte der Mehrheit einschränkt…

Dein Anliegen habe ich schon bevor du es so genau auf den Punkt gebracht hast verstanden und auch beantwortet. Die ANtwort heißt in jedem Fall NEIN!

Um es zu verdeutlichen kann man sich das ganz konkret vor die AUgen führen.
Z.B. Schwimmunterricht.
In den dutschen SChulen ist der Schwimmunterricht nicht nach Geschlechtern getrennt. Wenn jetz Menschen dies nicht wollen, dann gibt es und kann es in diesem Fall nur zwei Forderungen geben:
(1)Einen separaten SChwimmunterricht für jene die nach Gecshlechtern getrennt schwimmen wollen.
(2)DIe zweite Möglichkeit wäre - was auch realistischer ist angesichts auch der Kosten - die Freistellung von dem Schwimmunterricht.

So wenn jetzt ein paar Mädels und Jungs vom SChwimmunterricht freigestellt werden was für ein Problem hast du damit?
Ein Einschränkung des angebotenen Schwimmunterrichts und damit der Mehrheitskultur wäre damit ja in jedem Fall nicht verbunden.

Genauso verhält es sich it dem Sexualunterricht und den anderen Angelegenheiten. Die gegenwärtige Forderung ist ja lediglich die Freistellung. Also was ist das Problem?

Das eigentliche Problem ist hier nach meiner Meinung die, dass Europa insgesamt und ganz besonders Deutschland nie eine wirkliche Kultur des friedlichen Zusammenlebens hatte und auch jetzt sich damit schwer tut. Meiner Meinung nach liegts daran, dass im Raum Europa die Menschen immer „unter sich“ gelebt haben. Wenn man z.B. in den asiatisch- afrikanischen Raum guckt sind dort auf dem kleinste Gebiet mindestens 3-4 verschiedene Ethnien und religionen vertreten. Dagegen war und ist die Gesellschaft im europäischen Raum recht homogen ausgestaltet.

Das zeigt auch die Geschichte Europas. Ständig Kriege etc. Alle beiden Weltkriege gingen ja von Europa aus. Das ist auch ein Zeichen das hier einge Sachen nicht normal ablaufen. Wenn man die Tatsache der Kriege auch noch in dem Aspekt sieht dass die Gesellschaft im Vergleich zu anderen Gebieten auf der Erde recht homogen ist, so sieht man ganz deutlich, dass hier ein Defizit vorliegt in der Toleranz etc.

Ach ja noch etwas zur Trennung von Kirche und Staat:
Du solltest eigentlich wissen, dass es in Deutschland keine echte Trennung zwischen Kirche und Staat gibt. Das sieht man auch ganz deutlich daran dass die jeweiligen Landesverfassungen vorsehen, dass die Kinder nach christlichen Tradition erzogen werden sollen.

Jetzt kommen wir nach meiner Meinung zum eigentlichen Problem. In Deutschalnd und sehr vielen anderen Staaten gibts keine echte Trennung von Staat und Kirche. DIe Trennung hat sich vielmehr als eine Art AUfgabenverteilung vollzogen. Die christlichen Inhalte werden immernoch staatlich „vermittelt“(siehe Aufagben der Schule). So jetz kommen die Moslems mit ihren religiösen Forderungen und machen den Kirchen ihren unsichtbaren Platz in der Öffentlichkeit (ganz besonders SChule)streitig. Mann will in den SChulen keinen Weichnachten etc. feiern.

Das eigentliche Problem ist hier dass das Eingehen auf die Forderungen der Moslems eine endgültige Trennung von Kirche und Staat zur Folge hätte. Damit tut man sich schwer. UNd das ist es eigentlich.

Dieses Paradoxum sieht man ja auch in deiner Argumentation ganz deutlich.

Auf der einen Seite kommst du mit Thomas Mann etc. und auf der anderen Seite sagst du irgeedetwas von Weichnachten feiern…

Was hat eine Weichnachtsfeier in der SChule zu suchen?? Warum müssen die moslemischen Kinder Weichnachtsmänner ausschneiden??

Ich mein, nicht das wir uns falsch verstehen : die die es wollen sollen es machen, ABER wenn es dir doch um die EInhaltung der Trennung von Staat und Kirche geht?!

Dann müsste du doch genauso aufregen über Weichnachten in der SChule genauso dass die AUfagbe der Schule darin bestehen soll, die Kinder nach christlichen Werten zu erziehen oder NICHT? Wenns dir denn wirklich um die Wahrung der Trennung geht!

Aber dir gehts nicht darum. Das sieht man auch ganz deutlich, dass du oben auch die Sache mit der deutschen Familie und den MoslemischenFamilien ANDERS gesehen hast.

Das mit der deutschen Familie fands du ja nicht so schlimm als die Forderungen der Moslems.

Das ist auch paradox!
Wenns dir um die EInhaltung des Curriculums geht dann müsste dich doch eine Familie mehr aufregen, die dieses Curriculum im Ganzen ablehnt un deswegen ihr Kinder GAR NICHT ZUR SCHULE SCHICKT!

Anstatt ein paar Menschen die einige Probleme mit dem Curriculum haben.

Hallo Omar

Im islam wurden den anderen konfessionsgruppen höhere Steuern und diskriminierende Auflagen gemacht.

Nicht gerade eine ideale "Parallelgesellschaft, in der die eine Gruppe die andere schlichtwegs unterdrückt.

Ausserdem, wenn ich meine Geschichtsbücher richtig gelesen habe, wurden die christlichen Gemeinschaften im nahen Osten im nachhall der Mongoleneinfälle weitgehend vernichtet. Und zwar nicht durch die Mongolen.

Ich finde, dass gerade das von dir angeführte Beispiel ein Exempel ist.
Vor den Kreuzzügen und dem Mongoleneinfall war der islam eine weitgehend tolerante religion. Sie konnte es sich leisten, denn sie war den anderen Kulturen überlegen, bzw gleichwertig.
Auch die Kreuzzüge stellten zwar die überlegenheit des Islam in frage, aber nicht die Loyalität der Christlichen Sonderkirchen im Osten (da sich die Lateiner ja noch dümmer aufführten) Aber als die Mongolen einfielen, witterten die Christen im nahen Osten Morgenluft (Die Mongolen förderten aktiv das Christentum) nach der Schlacht von Ain Dschalut war das vertrauen weg, die Christen mehr oder weniger Freiwild…
(Stark verk. Darstellung nach Runciman, Geschichte der Kreuzzüge)
das system klappte ohne Äusseren Druck, aber bereits bei der ersten Belastungsprobe brach es wie ein Kartenhaus zusammen.

Aber zurück zum Thema.
was allerdings hier verlangt wird, ist etwas noch viel weitergehendes. Eine Kultur verlangt andere Rechtsnormen für sich, als in dem Kulturraum allgemein anerkannt sind.
Das ist der eigentliche Sprengsatz, die Aufgabe der Rechtseinheitlichkeit. Sehr schön derzeit am Beispiel Nigeria zu sehen, wo sich immer mehr Sprengstoff ansammelt.

Wir reden hier nicht von Teilkulturen oder mehreren Kulturen in einem Kulturraum, sondern von 2 Kulturen, die zwar permanente tägliche Berührung haben, aber sich unterschiedlich und unbeeinflusst entwickeln sollen… das ist ein Widerspruch in sich.

Soviel dazu.
Zum Rest:
Mir sind die Nachteile, die unsere „westlich-moderne“ Kultur mit sich bringt, durchaus bewusst. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass JEDE Kultur ihre Vorteile und ihre massiven Nachteile hat.
Es ist nicht zweckdienlich, die andere Kultur nur über ihre Nachteile zu definieren, die eigene aber nur über ihre Vorteile. Das gibt ein verzerrtes Bild. natürlich sieht man die Nachteile der eigenen Kultur im Vergleich mit den vorteilen als geringer an, denn sonst würde man ja seine eigene Kultur ablehnen.

Aber was hier gemacht wurde, ist eine Negativdefinition: Die Negativen Auswüchse der anderen Kultur sind sooooooooooooo furchtbar, dass die Positiven Seiten davon überdeckt werden und unsere Kultur ja sooooooo viel besser ist, weil es ja dieses soooooooo schrecklichen Dinge nicht hat…

Ich empfinde dies als Arrogant und gleichzeitig ein wenig hilflos, weil so eine Auseinandersetzung gar nicht zustande kommt. Das andere ist SCHLECHT! und damit basta.

Aber nun noch, zum Schluss, eine generelle Frage:
Es wurde argumentiert, dass „die Versuchungen“ bei Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen zu groß seien (bez. Alkohol und Sex). meine Erfahrungen sind sicherlich nicht repräsentativ, aber diese Versuchungen sind natürlich vorhanden. Allerdings habe ich neulich an einer Jugendfreizeit (als erwachsener) teilgenommen, und gerade die Jüngeren haben sich sehr gut an die Vorschriften gehalten und zwar ohne zu meckern. Die Unter 16-jährigen haben sich einfach am Apfelschorle und am Spezi festgehalten. Ob das damit zusammen hing, dass ich an der Getränkeausgabe stand??? Mit Sex gab es auch keine Probleme (1 angedeuteter Versuch wurde durch ein schlichtes „is nich, jeder in SEIN Zimmer“ lässig unterbunden)

Warum ist bei euch (ich bitte diese Verallgemeinerung cum grano salis zu nehmen) das Vertrauen in eure Kinder so gering? Ist „eure“ Erziehung zu schwach, um dem entgegenzusteuern. Meine, und die vieler „verdorbener“ Westler ist es nicht gewesen. Immerhin besteht diese unsere Gesellschaft nicht aus einem Haufen sexsüchtiger Drogenabhängiger (Auch wenn das manchen Schilderungen hier egentlich der Fall sein müsste)

Natürlich hört man viel über Flüsterpost und Medien, aber ist dieses Bild repräsentativ? Kommt eine gelungene Jugendfreizeit in die Medien? Nicht wirklich! Sondern, wenn die Bullerei 3 Zentner Hasch beschlagnahmt, 5 Teilnehmen mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus liegen und 3 14-jährige schwanger sind…
Das ist aber wirklich bei weitem nicht die Regel.

Ich verstehe die Angst im Umgang mit einer fremden Kultur. Die Frage ist aber: Totale Verweigerung oder konstruktiver Dialog.

Die durch diesen Prediger erhobenen vorderungen sind totale verweigerung. deine Ansätze sind konstruktiv. Natürlich muss noch viel geschaffen werden, z.B. Islamischer Religionsunterricht an öffentlichen Schulen usw. usfort.
Aber eines ist sicher. Durch konstruktiven Dialog werden sich beide Gesellschaften verändern. Und davor scheinen viele Angst zu haben.

Gruß
Mike

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Also man sollte alles im Zusammenhang sehen.

Gerade geschichtliche Ereignisse oder Zustände sollte man in dem gecshichtlichen Rahmen beurteilen, in der sie stattfanden.

Deswegen ist auch nichts gegen die höheren Steuerabgaben der Christen in den islamischen Staaten zu sagen.

Das war zu einer Zeit wo in Europa Menschen Zwangschristianisiert wurden und alles was nicht christlich war ausgelöscht wurde. Abgesehen von der Intoleranz gegenüber anderen Religionen in Europa gabs nicht mal die Toleranz ggenüber den Konfessionen einer einzigen Religion.

Also wenn ich diese beiden geschchtlichen Zustände gegeneinander stelle, so erscheinen mir die höheren Steuerabgaben gegenüber der Tötung und Auslöschung ein recht humanes Vorgehen gewesen zu sein.

Also ich würde lieber höhere Steuern bezahlen als mich umbringen zu lassen.

Aber das siehst du bestimmt genauso.

Das mit den Mongoleneinfällen. Also ich hab das noch nirgendswo gelesen dass es mit Übergriffen auf Christen einherging.
Aber wenn du darauf bestehen solltest, dann kan ich dir eins sagen:
Wenn dort einzelen christliche Gemeinschaften dem Zorn des islamischen Staates ausgesetzt waren so lags doch nach deiner eigenen Beschriebung nur daran dass die kolabriert haben mit den Mongolen. DIe Tötung von Kolabiratoren ist ja ein immer dagewesenes und noch nicht aufgehörtes Mittel des Kriegszustandes.

Es erscheint -egal wie man dazu stehen mag - eher als ein politisches Problem als Religiöse Intoleranz. Zumal alle christlichen Gemeinschaften in den ismaischen Gebieten noch voll existieren.

Zu der Toleranz des Islams vor den Mongoleneinfällen etc.
Es scheint mir doch ein bißchen ungerecht zu sein und eine Verdrehung aller geschichtlichen Tatsachen.

  1. Aus den oben genannten Gründen kann das spätere Vorgehen keine religiöse Intoleranz begründen.
  2. Zahlreiche Gegenbesipiele sind vorhanden:
    Siehe osmanisches Reich, das ja seh viel später seinen Höhepunkt hatte. Und siehe zum teil GANZ christliche Gebiete die unter der Flagge dieses Staates gelebt haben, z.B. Ungarn, Griechenland. Soweit ich weiß sind die Ungaren noch rechtlich christlich besetz und auch vorhanden. Genauso Griechen. ANscheinend war die religiöse Toleranz noch vorhanden.
    ABgesehen davon um zurückzukommen auf den geschichtlichen Zusammenhang.
    Siehe die Zeit der Judenverfolgung in Europa insbesondere duch Spanien…und DIe Aufnahme der spanischen Juden durch das osmanische Reich.Anscheinend war man doch tolerant genug, dass man eine nicht erhebliche Minderheit aufnahm. Ich mein das Verhalten gegenüebr vorhandenen Minderheiten ist ja eine Sache aber die Aufnahme noch weiterer Minderheiten sagt doch alles.

Hallo Michael,

Im islam wurden den anderen konfessionsgruppen höhere Steuern
und diskriminierende Auflagen gemacht.

Meinst du unter „diskriminierende Auflagen“ das Recht in einem sog. „Gottesstaat“ Alkohol für Angehöriger anderer Religionen (als den Islam) zu brauen, aber nicht öffentlich zu verkaufen, sondern nur an den Plätzen, an denen sich diese Gruppe aufhält? Oder meinst du vielleicht das Recht, das Rechtsstreitigkeiten zwischen Angehörigen einer anderen Religion in eigenen Gerichten beigelegt werden dürfen? Die höhere Steuer ist übrigens ein Argument, das ständig benutzt wird, was so nicht die gesamte Wahrheit darstellt, denn diese Steuer war dazu da, ein besonderes Recht auf Schutz zu erhalten: Zu einer Zeit, an der islamische Staat diese Menschen nicht mehr sicher verteidigen konnte, wurden ihnen ihre Steuern zurückgeboten! Ich kann mir z.Zt. nicht vorstellen, welche anderen „diskriminierenden“ Auflagen du noch meinen könntest.

Das Problem wäre auch zu definieren, was man unter Diskriminierung meint, denn eine Differenzierung (Muslim - Christ - Jude…) kann bereits als Diskriminierung aufgefasst werden, auch wenn sie nicht benachteiligend ist! So kann bereits das spezielle Recht, Bier zu brauen (das Christen gegeben wurde) als ihnen gegenüber diskriminierend aufgefasst werden, obwohl es ihnen eine Freiheit mehr verschafft.

Nicht gerade eine ideale "Parallelgesellschaft, in der die
eine Gruppe die andere schlichtwegs unterdrückt.

Ausserdem, wenn ich meine Geschichtsbücher richtig gelesen
habe, wurden die christlichen Gemeinschaften im nahen Osten im
nachhall der Mongoleneinfälle weitgehend vernichtet. Und zwar
nicht durch die Mongolen.

Ich denke, deine Geschichtsbücher liegen falsch, denn die christlichen Gemeinden gibt es immer noch und sie profitieren von den im islamischen Reich festgesetzten Rechten, die in einigen arabischen Ländern noch Bestand haben. Eines der besten Beispiele dafür ist sicherlich Syrien. Durch die Normalität des Andersseins kommt es häufig zur besseren Versöhnung. Wenn ein Christ unter Muslimen ohne Probleme in eine Kirche geht und sich nicht schämt, das öffentlich (Schule, Beruf andere) zu bekunden, dann hilft es, sich auf einer neuen Ebene kennenzulernen. Keiner fordert von ihm, sich zu integrieren - er ist es trotz seines Andersseeins. Genauso wäre es, wenn Muslime ohne Probleme sagen könnten, dass sie freitags in die Moschee gehen wollen, und das als Normalität aufgefasst wird.

Vor den Kreuzzügen und dem Mongoleneinfall war der islam eine
weitgehend tolerante religion. Sie konnte es sich leisten,
denn sie war den anderen Kulturen überlegen, bzw gleichwertig.
Auch die Kreuzzüge stellten zwar die überlegenheit des Islam
in frage, aber nicht die Loyalität der Christlichen
Sonderkirchen im Osten (da sich die Lateiner ja noch dümmer
aufführten) Aber als die Mongolen einfielen, witterten die
Christen im nahen Osten Morgenluft (Die Mongolen förderten
aktiv das Christentum) nach der Schlacht von Ain Dschalut war
das vertrauen weg, die Christen mehr oder weniger Freiwild…
(Stark verk. Darstellung nach Runciman, Geschichte der
Kreuzzüge)
das system klappte ohne Äusseren Druck, aber bereits bei der
ersten Belastungsprobe brach es wie ein Kartenhaus zusammen.

Wie bereits oben dargestellt stimmt das so nicht ganz, dass jedes System unter starkem Druck nachgibt, sollte klar sein. (in der regelungstechnik ist ein System stabil, wenn es auf eine kleine mit einer kleinen Abweichung vom Normalwert reagiert BIBO-Stabilität (Bounded Input, Bounded Output)) Auf der anderen Seite: glaubst du nicht, dass bereits die Kreuzzüge eine starke Herausforderung an diese Multikulti-Gesellschaft gewesen ist? Vor allem, da die bedrohende und tatsächlich angreifende Gewalt sich auf das Christentum berufen wollte! Nach der Befreiung Jerusalems wurde den Christen, die dort noch verweilten wieder dieselben Rechte gegeben wie vorher auch!

was allerdings hier verlangt wird, ist etwas noch viel
weitergehendes. Eine Kultur verlangt andere Rechtsnormen für
sich, als in dem Kulturraum allgemein anerkannt sind.

Das stimmt nicht. Lies dir mal alle Stellungnahmen von islamischen Organisationen durch. Sie alle bekennen sich zur deutschen Verfassung. Wenn aber Schulpraxis als so heilig dargestellt werden, dann frage ich mich wirklich, wie unflexibel das System eigentlich ist! Wenn jemand fordert, dass muslimische Kinder nicht am Weihnachtsfest teilnehmen, dann verstösst er gegen kein Gesetz! Und er fordert auch nicht die Änderung eines Gesetzes. Im Prinzip fordern Muslime eigentlich ständig Rechte, die ihnen theoretisch garantiert werden, aber faktisch nicht zur Geltung kommen oder uminterpretiert werden!

Übrigens, wie bereits oben erwähnt: Christen und Juden unterhielten im islamischen Reich eigene Gerichte und konnten sich entscheiden (wenn der Streit zwischen zwei Christen oder zwei Juden war), ob in einem christlichen/jüdischen oder einem islamischen Gericht über sie geurteilt wird… Nochmal: das ist noch nicht einmal das, was Muslime heute in Deutschland fordern!

Wir reden hier nicht von Teilkulturen oder mehreren Kulturen
in einem Kulturraum, sondern von 2 Kulturen, die zwar
permanente tägliche Berührung haben, aber sich unterschiedlich
und unbeeinflusst entwickeln sollen… das ist ein Widerspruch
in sich.

Ja, in deiner Argumentation (verzeih mir bitte), das hat keiner behauptet. Es sollte aber einem muslimischen Jugendlichen möglich sein, wochentags zur Schule und am Wochenende zur Koranschule zu gehen. Es sollte kein Problem sein, wenn einzelne Gruppen untereinander in einer anderen Sprache sprechen - das stört doch niemanden. Klar, es gibt einige Aspekte an Parallelgesellschaften, die nicht gerade als optimal zu bezeichnen sind, aber meist sind das Extreme, an denen sich das Prinzip nicht messen lässt.

Zum Rest:
Mir sind die Nachteile, die unsere „westlich-moderne“ Kultur
mit sich bringt, durchaus bewusst. Ich möchte nur darauf
hinweisen, dass JEDE Kultur ihre Vorteile und ihre massiven
Nachteile hat.

i agree.

Aber was hier gemacht wurde, ist eine Negativdefinition: Die
Negativen Auswüchse der anderen Kultur sind sooooooooooooo
furchtbar, dass die Positiven Seiten davon überdeckt werden
und unsere Kultur ja sooooooo viel besser ist, weil es ja
dieses soooooooo schrecklichen Dinge nicht hat…

Ich empfinde dies als Arrogant und gleichzeitig ein wenig
hilflos, weil so eine Auseinandersetzung gar nicht zustande
kommt. Das andere ist SCHLECHT! und damit basta.

Das stimmt! Ich versuche eigentlich zu differenzieren, leider klappt das in vielen Fällen auf beiden Seiten (Muslime und Mehrheitsgesellschaft) nicht.

Aber nun noch, zum Schluss, eine generelle Frage:
Es wurde argumentiert, dass „die Versuchungen“ bei
Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen zu groß seien
(bez. Alkohol und Sex). meine Erfahrungen sind sicherlich
nicht repräsentativ, aber diese Versuchungen sind natürlich
vorhanden. Allerdings habe ich neulich an einer Jugendfreizeit
(als erwachsener) teilgenommen, und gerade die Jüngeren haben
sich sehr gut an die Vorschriften gehalten und zwar ohne zu
meckern. Die Unter 16-jährigen haben sich einfach am
Apfelschorle und am Spezi festgehalten. Ob das damit zusammen
hing, dass ich an der Getränkeausgabe stand??? Mit Sex gab es
auch keine Probleme (1 angedeuteter Versuch wurde durch ein
schlichtes „is nich, jeder in SEIN Zimmer“ lässig unterbunden)

Das freut mich für euch, auf der anderen Seite habe ich genügend Geschichten gehört, die ganz anders klingen, was den Alkoholkonsum angeht, so weiss ich mit Sicherheit, dass meine Klasse im Schnitt mit 13 Jahren angefangen hat zu trinken. Andere Rauschmittel kamen hinterher. Dabei muss gesagt werden, dass nur die wenigsten wirklich langandauernd höhergradige Rauschmittel eingenommen haben, die meisten habens einfach nur mal auf ner Party ausprobiert - meist unter Gruppenzwang! Ist es nicht verständlich, wenn Muslime ihre Kinder nicht in diese Situation bringen wollen, in der Sie als Aussenseiter nehmen Kiffern stehen?

Warum ist bei euch (ich bitte diese Verallgemeinerung cum
grano salis zu nehmen) das Vertrauen in eure Kinder so gering?
Ist „eure“ Erziehung zu schwach, um dem entgegenzusteuern.

Es geht nicht um Vertrauen. Diese Dinge geschehen, meist wird das Kind es nachher bereuen, aber in dem Augenblick ist es meist so: alle tun’s, warum soll ich das nicht auch tun? Es ist ein allgemeines Erziehungsproblem, wenn die Mehrheit der „Deutschen“ (nicht alle, das muss man dazu sagen) eher der Meinung sind, lass sie ausprobieren, dann müssen sich Muslime nicht daran gebunden fühlen.

Meine, und die vieler „verdorbener“ Westler ist es nicht
gewesen. Immerhin besteht diese unsere Gesellschaft nicht aus
einem Haufen sexsüchtiger Drogenabhängiger

Aber es gibt sie! Ist es wirklich so schlimm, wenn ein Muslim seine Kinder davor bewahren möchte? Schliesslich sind sie für ihn nicht eine Zahl in einer Statistik, sondern seine Kinder, die er nach bestem Wissen und Gewissen erziehen möchte und sie möglcihst von solchen Dingen fernhalten möchte. Nochmal: meist geht es nicht um Vertrauen, denn die Kinder haben genügend Möglichkeiten (wenn sie denn wollen) an die Dinge über die Schule zu kommen (der Rauschmittelverkauf an deutschen Schulen, vielleicht kommen wir ja noch dazu), aber in der Schule direkt besteht nicht der zwingende Druck, noch nicht!

Kommt eine gelungene Jugendfreizeit
in die Medien? Nicht wirklich! Sondern, wenn die Bullerei 3
Zentner Hasch beschlagnahmt, 5 Teilnehmen mit
Alkoholvergiftung im Krankenhaus liegen und 3 14-jährige
schwanger sind…
Das ist aber wirklich bei weitem nicht die Regel.

Das ist mir klar, bitte das mit der Statistik nochmal lesen. Was die gelungene Jugendfreizeit angeht, so gibt es sie doch auch von Moscheen aus. Die wird genauso wenig positiv dargestellt!

Ich verstehe die Angst im Umgang mit einer fremden Kultur. Die
Frage ist aber: Totale Verweigerung oder konstruktiver Dialog.

Ich wähle Letzteres. Im folgenden wähle ich aber auch Dialog - nicht Vorgaben!

Die durch diesen Prediger erhobenen vorderungen sind totale
verweigerung. deine Ansätze sind konstruktiv. Natürlich muss
noch viel geschaffen werden, z.B. Islamischer
Religionsunterricht an öffentlichen Schulen usw. usfort.
Aber eines ist sicher. Durch konstruktiven Dialog werden sich
beide Gesellschaften verändern. Und davor scheinen viele Angst
zu haben.

Müssen wir sehen…

Gruss, Omar Abo-Namous

hallo

Ich denke, dass Schulen - und damit der Staat - in diesem
Sinne zu weit gehen, indem sie somit den Eltern die
Möglichkeit der eigenen Erziehung ihrer eigenen Kinder
wegnehmen.

Jemand, der
das anders sieht, sollte das Recht haben, seine Kinder so zu
erziehen, wie er das als richtig erachtet.

und am ende willst du deine kinder von der schule nehmen, weil schule allgemein
schlecht für die von dir gewünschte erziehung ist und dann greifst du die
schulpflicht an? sorry, aber diese argumentation ist nicht akzeptabel!
auf weitere punkte will ich gar nicht eingehn, du wirfst da hirnlos mit
vorurteilen um dich und das als jemand, der sonst rummeckert, man hätte
gegenüber euch vorurteile *kopfschüttel*
ich bin auch bei allen klassenfahrten mitgefahren und habe bis heute keinen
einzigen zug an einer zigarette oder ähnlichem getan und mit alkohol bin ich
sehr vorsichtig (und in klassengemeinschaft habe ich erst bei den abifeten was
getrunken)… erzieh doch deine kinder einfach richtig, dann sind sie auch
vernünftig und stark genug, sich von ein paar idioten in schule, ausbildung,
job oder sonstwo nicht beeinflussen zu lassen! wenn sie zu schwach sind, dann
schieb das nicht auf schule oder sonstwen! wenn du schule schon so schlimm
findest, dann nimm sie doch als test für die wirkung deiner erziehung
*frechgrins*

mfg
jj

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Hallo,

Jemand, der
das anders sieht, sollte das Recht haben, seine Kinder so zu
erziehen, wie er das als richtig erachtet.

und am ende willst du deine kinder von der schule nehmen, weil
schule allgemein
schlecht für die von dir gewünschte erziehung ist und dann
greifst du die
schulpflicht an? sorry, aber diese argumentation ist nicht
akzeptabel!

So war das auch keineswegs gemeint! Die Schulen sollten sich nur lieber auf ihre Aufgabe konzentrieren, nämlich Wissens- und Denkübermittlung. Was ich aussagen wollte war doch nur, dass sich die Schule aus dem Feld der Erziehung heraushalten sollte und das lieber den Eltern überlassen sollte - die eigentlich die Hauptinteressierten sind.

auf weitere punkte will ich gar nicht eingehn, du wirfst da
hirnlos mit
vorurteilen um dich und das als jemand, der sonst rummeckert,
man hätte
gegenüber euch vorurteile *kopfschüttel*

Leider sind es keine Vorurteile, denn diejenigen, von denen ich spreche habe ich gesehen und kenne sie. Von anderen Schulen höre ich nur schlimmeres.

erzieh doch deine kinder einfach richtig, dann
sind sie auch
vernünftig und stark genug, sich von ein paar idioten in
schule, ausbildung,
job oder sonstwo nicht beeinflussen zu lassen! wenn sie zu
schwach sind, dann
schieb das nicht auf schule oder sonstwen! wenn du schule
schon so schlimm
findest, dann nimm sie doch als test für die wirkung deiner
erziehung

Das sagst du einfach so, aber die „normale“ Erziehung in Deutschland ist inzwischen die antiauthoritäre, laissez-faire-Erziehung, die besagt, dass Kinder einfach ausprobieren sollten. Aus dieser Haltung heraus „erziehen“ auch Lehrer, die dann aus falscher Solidarität mit den Kindern ihnen Dinge zubilligen (und sie manchmal dazu animieren), die sicherlich nicht gut für sie wären. Dass diese Erziehungsart - nicht nur von Muslimen übrigens - nicht unbedingt als der Weisheit letzter Schluss ist aufgefasst wird, kannst du doch verstehen, oder?

Gruss, Omar Abo-Namous

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