Coxa vara oder goxa valga

Hallo Liebe leute

Ich habe folgendes Problem. Ich habe seit geraumer Zeit einen sehr watschlenden Gang und Schmerzen in der leiste an mir bemerkt und war damit letztens beim Orthopäden. Der hatte festgestellt das ich eine Beckenschiefstand habe, ich einen sechsten Lendenwirbel und das mein Schenkelhalswinkel von der Norm abweicht, nun habe ich vergessen ob zu niedrig oder zu hoch war. Was kann ich dagegen tun und gibt es Heilungschancen

Hallo,

hat dir dein Arzt denn nichts gesagt?
Beides kann eventl. operiert werden oder nur beobachtet werden, das hängt aber von der Schwere der „Krankheit“ und des Alters des Patienten ab.

Manu

Hallo zurück,

würde mich auch interessieren, ob der Arzt nichts dazu gesagt hat. Aber gegen das reine Beobachten spreche ich mich vehement aus.
Man kann so viel mit guter Physiotherapie erreichen.
In einigen Fällen kann eine Umstellungsosteotomie gemacht werden, d.h. durch eine OP der Winkel korrigiert werden.
Aber wenn Dein Fall nicht so einer ist, dann versorgt Dich unbedingt mit guter Physiotherapie.
Wenn Du gar nichts unternimmst, baust Du Dir Stück für Stück unter Umständen Deine Hüftarthrose selber.
Ich habe eine Coxa Valga und eine Hüftdysplasie. Mit 15 Jahren war schon ein deutliches Muskel- und Kapselmuster zu finden. So nennt man die typsichen Bewegungseinschränkungen, die sich durch die Fehlstellungen ergeben können und als das früheste Zeichen auf eine später Arthrose gewertet werden können.
Zum Ende meiner Physioausbildung war dieses Fehlstellungsmuster nur durch Eigenübungen nicht mehr zu finden.
Der Orthopäde wunderte sich über seine Einschätzung, die er zuvor abgegeben hatte.
Auch wenn jemand wegen Knie, Rücken oder Schulterbeschwerden zu mir kommt, gehört es für mich immer dazu, die Hüfte auf diese Muster zu überprüfen und so frühzeitig Zusammenhänge zu erkennen und den Patienten die Möglichkeit zu geben, aktiv etwas dagegen zu tun!

Viel Glück!
Kathy

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Er hatte es mir erklärt aber ich hab mal wieder nicht richtig zugehört da ich mich gedanklich mit meinem sechsten Lendenwirbel beschäftigt habe. Nun bin ich umgezogen und mein Artzt ist in Urlaub.
Ich hab aber das Gefühl das meine großer Gesäßmuskeln zu schwach ist und dass die Bänder und Sehnen in der Kniekehle verkürzt sind. Kann das zusammen passen?
Und alles hat damit angefangen das ich versucht habe mein Gangbild zu ändern und das Ende vom Lied war das ich das „Gehen verlernt“ habe und das mit jedem Tag das Watscheln immer schlimmer wird.
Könnt ihr mir im ein paar Übungen nennen, die ich machen kann bis ich die Zeit und das Geld habe um zur Physiotherapie zu gehen?

Gruß

Hallo Alcanto,

Könnt ihr mir im ein paar Übungen nennen, die ich machen kann
bis ich die Zeit und das Geld habe um zur Physiotherapie zu
gehen?

Gruß

So pauschal ist das schwierig, da eigentlich immer eine ausführliche Untersuchung und Befragung dazugehört.

Ich kann zumindest beschreiben, was bei mir oder anderen Hüftpatienten Hilfe verschafft.

Also: Dehnung der Fuß und Wadenmuskeln, Oberschenkel innen (Adduktoren), Oberschenkel vorne und die Hüftbeuger, Oberschenkel hinten, Gesäß und die Verbindung vom Becken zur Schulter.
Gesäß: z.b. Rückenlage, beide Beine angestellt. Du legst den Knöchel vom rechten Bein auf das linke (am Knie).
Jetzt ziehst Du das obenliegende Bein mit der linken Hand in Richtung linke Schulter, dass sollte schon eine Dehnung ergeben.
Natürlich immer beide Seiten.

Als passive Dehnung. Langsam rein bis an ein deutliches Dehngefühl und dann warten, bis es angenehmer wird. Normalerweise in ca 30 sec. 2 - 3 mal hintereinander.
Außerdem z.b. in Bauchlage. Kopf liegt mit der Stirn ruhig auf den Händen. Zehenspitzen aufstellen und Bauchmuskeln zum Bauchnabel ziehen als Grundspannung, dann ein Bein gestreckt Richtung Decke abheben. Das könnte den Gesäßmuskeln schon mal ein wenig kräftigen.

Mit einem Tennisball die Füße im Stehen durchwalken, nicht rollen, eher walken. Und das Gesäß an der Wand. Nicht in der Mitte, da dort nur Knochen ist, aber ab da, wo die Muskeln anfangen.
Das Bein, auf der Seite, der Ball gerade kneten soll, muß natürlich locker gelassen werden. Dann rein in die Muskeln, unangenehme Punkte suchen und drin bleiben, bis sie angenehmer werden.

Die Dehnungen und das Kneten musst Du so sanft/stark machen, dass die Punkte immer nachgeben!

Das ersetzt in keiner Weise eine Physiotherapie und fachkundige Beratung, könnte aber ein Anfang sein.
Ansonsten versuch Dich viel zu bewegen, alles, was Dir Spaß bringt und keine Schmerzen macht!

Gruß
Kathy