Da wundert mich nuescht mehr

Moin,

Auch heute
legen die Ex-Abstinenzler durchschnittlich einen höheren
Konsum an den Tag legen als die, die schon früh mit ihren
Eltern die Sesamstraße, die Sendung mit der Maus oder einen
Tierfilm schauen durften.

Dafür hätte ich gerne eine Quelle, es widerspricht nämlich völlig meinen eigenen Erfahrungen.

Als fernsehloser Mensch interessiert es mich natürlich auch gelegentlich, was im Fernsehn kommt, aber wenn ich dann tatsächlich mal die Gelegenheit habe zu schauen, schalte ich meisten bald wieder ab (spätestens bei der ersten Werbepause). Ich hab mich wirklich schon besser gelangweilt als vor der Glotze.

Gruß
Marion

Moin

Fernsehen ist schließlich nicht „davor sitzen und verblöden“,
sondern kann durchaus interessant und bildend sein.

Dieses „Argument“ kenne ich nur von Leuten, die einen Fernseher haben. ES erinnert mich ein wenig an Raucher, die ihren Rauchkonsum damit begründen, dass es doch „schmeckt“.

Auch das mit der kontrollierten Heranführung leuchtet mir nicht ein. Ich beginne meine Kinder im Alter von 5 Jahren ja auch nicht kontrolliert an Zigaretten oder Alkohol heranzuführen mit dem Argument, dass sie dann eher gegen Alkoholisumus und Nikotinsucht gewappnet sind.

Wenn du wissen willst, was Fernsehkonsum bei Menschen bewirkt, dann frag doch mal rum, welcher Mensch bereit wäre, auch nur 4 Wochen seinen Fernseher mal abzugeben oder beobachte wie Menschen reagieren, wenn du ihnen einfach den Fernseher wegnehmen möchtest. Fernsehn hat ein extrem starkes Suchtpotential und regelmäßige Fernsehkonsumenten sind kaum in der Lage, ihr Freizeitverhalten anders zu gestalten, als eben durch Konsumieren von Fernsehsendungen. Selbst Menschen, die freiwillig ihren Fernseher abschaffen, brauchen oft Wochen, um überhaupt wieder Wege zu finden, ihre Freizeit anders und zufriedenstellend zu nutzen.

Von der Manipulation durch Fernsehn will ich jetzt mal gar nicht reden, aber immer wenn ich im Spielzeugladen wieder Berge von hässlichen Gestalten und Monstern auftauchen sehe, die für viel Geld von Eltern für ihre kreischenden 5-Jährigen gekauft werden, dann weiß ich, es muss wohl wieder eine neue Fernsehsendung geben, die grade „inn“ ist.

Gruß
Marion

Hallo Marion,

ich wusste, dass Du auf den Plan treten würdest :wink:

Lassen wir mal unsere gegenteiligen Erfahrungen außen vor, die sicher beide ihre Berechtigung haben. Mich interessiert vielmehr Dein Vergleich mit Alkohol, weil ich ihn auf den ersten Blick so abwegig und doch nicht völlig unpassend finde. Beides kann im Übermaß süchtig und krank machen. Indes können beide Produkte, wenn sorgfältig ausgewählt und in dezenten Mengen konsumiert, einen positiven Effekt auf den Menschen ausüben. Ein Gläschen Rotwein am Abend soll ja den Koronargefäßen durchaus wohltun. Genauso gibt es im Fernsehen Sendungen, von denen man lernen und profitieren kann.

Man kann pragmatisch argumentieren: Wen die wenigen sehenswerten Sendungen nicht interessieren, der spart eben das Geld. Aber für Dogmatik ist das Thema Fernsehen meines Erachtens ungeeignet. Mit dem Argument, dass es Menschen gibt, die ein bestimmtes Produkt missbrauchen, könnte man nahezu alles verbannen. Aber ich finde, dieses Argument greift nicht für Josés Fall. Er kann als Vater doch dafür sorgen, dass das Produkt Fernsehen nur bestimmungsgemäß genutzt und nicht missbraucht wird. Er kann seinen Kindern den Spaß und die Information gönnen, ohne unter den Nachteilen leiden zu müssen. Dass er selbst Probleme hat, seinen Fernsehkonsum einzuschränken, wenn erst einmal ein Gerät da ist, steht auf einem anderen Blatt.

Um zuletzt auf den Punkt zu kommen, warum man Kinder nicht auch an Zigaretten und Alkohol heranführen sollte: Bei Zigaretten dürften wir uns über die ausschließlich gesundheitsschädliche Wirkung in allen Altersstufen schnell einig sein. Ob es wirklich schädlich wäre, einem Kind – wenn es ihm denn schmeckt – täglich ein halbes Schnapsgläschen Rotwein zu geben, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass viele Kinder, die mal am Weinglas der Eltern nippen, vom Geschmack abgestoßen werden. Dagegen ist eine halbe Stunde „gutes“ Fernsehen am Tag garantiert gesundheitlich unbedenklich, wenn nicht sogar abwechslungs- und lehrreich.

Gruß
Christopher

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Wo bzw. wann lebt ihr denn???
Nun kann ich nicht anders und muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben.
Nachdem ich mir gerade schon in einem anderen Brett verbale Ohrfeigen gefangen habe zum Thema Kinder und Fernsehen, kommt die Diskussion hier ganz recht.
Ich verstehe euer Problem mit dem Fernsehen echt nicht. Ich komm mir langsam auch vor als ob ich im falschen Jahrhundert gelandet bin. Des Medium Fernsehen wird ja hier regelrecht verteufelt!!!
Allen die hier so dagegen wettern möchte ich mal einen Denkanstoss geben. Es wird immer davon geredet das im Fernsehen nur Schwachsinn läuft und das es Kinder sowie auch erwachsene Verdummt. Ok, aus meiner persönlichen Sicht trifft das auf vielleicht 80% des Ausgestrahlten Programms auch zu. Aber wenn man die restlichen 20 selektiert und nutzt kann es doch einen sehr lehrreichen Effekt haben.
Es gibt auch ein Medium das meiner Meinung nach noch eine viel schlechtere Quote hat: Das Internet!! Wenn man einfach nur blöd rumsuft sind bestimmt 99% aller Internetseiten Schwachsinn, aber nutzen wir nicht alle durch die Bank weg dieses Medium?
Außerdem belegen Studien das die Suchtgefahr bei falscher Nutzung des Internets noch um ein vielfaches höher ist als beim Fernsehen, schon aus dem einfachen grund da es interaktiv ist.

Wenn ich mal pendragon zitieren darf (diesen Satz fand ich nämlich höchst interessant)

Wenn du wissen willst, was Fernsehkonsum bei Menschen bewirkt, dann frag doch mal rum, welcher Mensch bereit wäre, auch nur 4 Wochen seinen Fernseher mal abzugeben oder beobachte wie Menschen reagieren, wenn du ihnen einfach den Fernseher wegnehmen möchtest.

Und jetzt ersetz doch mal das Wort Fernseher durch Computer bzw, Internetzugang.
Ich möchte meinen Hintern drauf verwetten das keiner von denen die hier das Fernsehen verteufeln auch nur 1 Woche freiwillig auf ihren Computer verzichten würden wollen, wenn’s nicht nötig wäre.

Was ich damit sagen will, es sollten sich manche Menschen mal bewusst machen das wir nicht mehr im 19.Jahrhundert leben und das Medien wie Radio, Fernsehen, und Internet heute zu den wichtigsten Kommunikations- und Informationsmedien gehören.
Anderenfalls schlage ich vor sich einer Amish Enklave anzuschließen und den Rest der Welt zu entsagen.

Der Ronny…

…dessen 7 Jähriger Sohn einen eigenen Fernseher seit 2 Jahren hat, über dessen Fernbedienung aber ich die Macht habe!
…und dessen Tochter mit 11 Jahren einen uneingeschenkten Zugriff vom eigenen PC aufs Internet hat, ich aber die Hitstory kontrolliere!

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Hallo Marion!

Als fernsehloser Mensch interessiert es mich natürlich auch
gelegentlich, was im Fernsehn kommt, aber wenn ich dann
tatsächlich mal die Gelegenheit habe zu schauen, schalte ich
meisten bald wieder ab (spätestens bei der ersten Werbepause).

Dann schaust Du vermutlich die falschen Programme!
Werbepause gibt es vorwiegend bei den privaten Sendern, und die muss man sich nicht wirklich antun.

Wie gesagt, man hat es doch selbst in der Hand (nämlich die Fernbedienung)
Angelika

Hallo Marion!

Fernsehen ist schließlich nicht „davor sitzen und verblöden“,
sondern kann durchaus interessant und bildend sein.

Dieses „Argument“ kenne ich nur von Leuten, die einen
Fernseher haben. ES erinnert mich ein wenig an Raucher, die
ihren Rauchkonsum damit begründen, dass es doch „schmeckt“.

Den Vergleich von Fernsehen, Alkoholkonsum und Rauchen, ehrlich, finde ich daneben!
Wenn Du Fernsehen mit Sucht gleichsetzt, musst Du ja furchtbare Erfahrungen gemacht haben.

Auch das mit der kontrollierten Heranführung leuchtet mir
nicht ein. Ich beginne meine Kinder im Alter von 5 Jahren ja
auch nicht kontrolliert an Zigaretten oder Alkohol
heranzuführen mit dem Argument, dass sie dann eher gegen
Alkoholisumus und Nikotinsucht gewappnet sind.

siehe oben. Es ist ein Unterschied, ob man sein „Suchtmittel“ wie Zigaretten und Alkohol bequem mit sich führen kann, oder ob ein Gerät, ähnlich wie andere Haushaltsgeräte, bei Bedarf eingeschaltet werden.

Wenn du wissen willst, was Fernsehkonsum bei Menschen bewirkt,
dann frag doch mal rum, welcher Mensch bereit wäre, auch nur 4
Wochen seinen Fernseher mal abzugeben oder beobachte wie
Menschen reagieren, wenn du ihnen einfach den Fernseher
wegnehmen möchtest. Fernsehn hat ein extrem starkes
Suchtpotential und regelmäßige Fernsehkonsumenten sind kaum in
der Lage, ihr Freizeitverhalten anders zu gestalten, als eben
durch Konsumieren von Fernsehsendungen.

Entschuldige, aber das ist kompletter Blödsinn. Bin ich ein regelmäßiger Fernsehkonsument, wenn ich mir die Tagesschau jeden Abend um 20.00 ansehe?
Wie willst Du beurteilen, wie z.B. meine Freizeitgestaltung aussieht? Du würdest Dich wahrscheinlich ziemlich wundern! Und zudem sie mal in meinen obigen Beitrag, da habe ich erklärt wie es bei uns war, als Sohnemann noch ein Kleinkind war.

Selbst Menschen, die
freiwillig ihren Fernseher abschaffen, brauchen oft Wochen, um
überhaupt wieder Wege zu finden, ihre Freizeit anders und
zufriedenstellend zu nutzen.

Zufriedenstellend ist für jeden etwas anderes, und ich habe kein Problem damit, wenn sich Menschen nach einem 12-Stunden-Tag gepflegt vor die Glotze lümmeln.
Das schließt anderweitige Freizeitbeschäftigungen keineswegs aus.

Von der Manipulation durch Fernsehn will ich jetzt mal gar
nicht reden, aber immer wenn ich im Spielzeugladen wieder
Berge von hässlichen Gestalten und Monstern auftauchen sehe,
die für viel Geld von Eltern für ihre kreischenden 5-Jährigen
gekauft werden, dann weiß ich, es muss wohl wieder eine neue
Fernsehsendung geben, die grade „inn“ ist.

Zustimmung! Aber haben wir früher nicht auch gequengelt, weil wir einen „Mecki“ haben wollten? Ob es den gab, stand auf einem anderen Blatt, aber Modeerscheinungen suchen sich ihren Weg, egal ob durch´s Fernsehen oder Zeitungen, Mundpropaganda, etc.
Das war schon vor Jahrhunderten so, man denke an die Schnabelschuhe, Perücken, Korsetts, Schönheitspflästerchen…

Angelika

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Aber was hat das mit Pisa zu tun? Werden Kinder dorch Sport
klug und durch Fernsehen dumm?

Hallo Gipsy, und alle Mitleserinnen und Mitleser,

Das TV macht sicherlich nicht dumm, und es vermittelt sicherlich einiges an Wissen, natürlich abhängig von dem was man guckt, bzw. gucken läßt.

Aber (!): Es macht unkreativ, es verkümmert die natürliche Fähigkeit eigene Gedanken weiterzuspinnen, selbst Lösungen für etwas zu finden, vom reinen Auswendiglernen wegzukommen.

Kinder können oft ganze Filmdialoge auswendig vorsagen. Sogar mit entsprechender Stimmimitation. Aber ist es nicht besser, das Verstehen zu lernen? Im Spiel macht oft erst der Versuch kluch.

Schounge Jrooß ousser Eefel,
Markus Onlein aus Offlein

hallo manuel,

tja…in der heutigen zeit, wo beide eltern berufstätig sein (müssen), wird das kind der einfachheithalber gerne vor dem fernseher geparkt (IKEA bietet sogar blaue teppiche mit nem großen weißen P drauf an).
klar, die verlockung ist schon groß, gerade wenn man von der arbeit kommt, noch den haushalt schmeißen muß und keine lust auf ein nöliges kind hat. sicher, die quittung bekommen wir bald dafür. bei meinem sohn (8) in der klasse gibst ein paar tv-junkies und das merkt man denen auch sehr an. kein sozialverhalten, zappeligkeit und desinteresse sind bei diesen kleinen „normal“ und die eltern dieser kinder entschuldigen dieses verhalten der kinder oft mit „er ist halt zappelig, agressiv und desinteressiert - wahrscheinlich hat er ADS“.
mein sohn darf ca. eine stunde am tag „glotzen“ - aber nicht einfach so wild rumzappen, er muß mir schon sagen, welche sendung er sehen will. zum glück gibts da keine diskussionen. manchmal sehen wir gemeinsam so etwas wie „welt der wunder“ oder sendungen übers weltall - da findet selbst der zwerg yu-gi-oh oder pokemon ziemlich schwachsinnig. zum glück. wenn ich wirklich keine zeit habe, mich mit ihm zu beschäftigen, dann zieht er von alleine ab in sein zimmer, baut stundenlang lego oder nimmt sich ein buch. ich bin echt froh, daß er seine liebe zu büchern gefunden hat. mittlerweile merkt er auch selbst, daß er durch das lesen sehr viel unbewußt mitkriegt, was die anderen nicht wissen.
tv - wohldosiert, finde ich, schadet nicht.

grüße
claudi

Hallo

Aber was hat das mit Pisa zu tun? Werden Kinder dorch Sport
klug und durch Fernsehen dumm?

Bis zu einem gewissen Grade ist das so. Sport fördert die Durchblutung (auch des Gehirns) und Fernsehen bewirkt eher das Gegenteil

Grüße

Hallo Claudia,

klar gibt es in Innenstädten wesentlich weniger Freigelände
als für Dorfbewohnerkinder mit Umland. Ich kenne beide
Wohnmöglichkeiten, und habe die Erfahrung gemacht, dass es
unter den Landkindern genauso Stubenhocker gibt wie unter den
Stadtkindern.

auch auf dem Land, bzw. dort oft noch viel mehr, ist es für Kinder gefährlich sich über Straßen zu bewegen.

Es spielt keine Rolle ob viel Wohn- und
Grünfläche vorhanden ist, aber es spielt eine Rolle wie Kinder
gewöhnt sind sich zu beschäftigen.

Das nicht, aber es spielt unter anderem eine Rolle, ob Kinder diese Grün- bzw. Freiflächen ungefährdet ohne Begleitung Erwachsener erreichen können. Natürlich kommt da mit zunehmendem Alter auch die Übung durch frühere Praxis dazu.

Außerdem, wenn Eltern viel glotzen, weil ihnen zur Entspannung
oder zur Überbrückung von Langeweile nichts anderes einfällt,
machen es deren Kinder genauso. Ich kenne Leute, die ihre
Kiste laufen lassen, auch wenn man zu Besuch eingeladen ist -
Stereozuhören, das finde ich besonders klasse ;-(.

Klar machen Kinder immer ihre Eltern nach, egal wie gut man sie erzieht :smile: Das mit dem „Glotze laufen lassen“ kenne ich auch, sogar bei mir zuhause (nein, ich selber nicht)

Manche Leute gehen kaum vor die Tür, auch wenn der Park in der
Nähe ist, und fahren jedes Stückchen mit dem Auto, weil
Gänsehaut bei Nieselwetter Erkältung erzeugen kann. Und deren
Ableger werden garantiert keine Frischluftfanatiker.

Ich wollte eben gerade dafür Sensibilität wecken, dass die Allgläubigkeit, dass der Mensch nur mit dem Auto mobil sei, stark an dieser Entwicklung teil hat.

Lieben Gruß, Karin

Moin,

Lassen wir mal unsere gegenteiligen Erfahrungen außen vor, die
sicher beide ihre Berechtigung haben.

Gerne, daher interessiert mich ja auch deine Quelle, nach der Menschen ohne Fernseher angebliches dieses übermäßig konsumieren, sobald sie eine Gelegenheit dazu haben. Oder war das von dir eine reine Behauptung ?

Mich interessiert
vielmehr Dein Vergleich mit Alkohol, weil ich ihn auf den
ersten Blick so abwegig und doch nicht völlig unpassend finde.
Beides kann im Übermaß süchtig und krank machen. Indes können
beide Produkte, wenn sorgfältig ausgewählt und in dezenten
Mengen konsumiert, einen positiven Effekt auf den Menschen
ausüben.

Mag ja alles sein, und ganz ehrlich mir ist es völlig wurscht ob erwachsene Menschen 12 Stunden am Tag vor der Glotze hängen, und das Ding noch läuft, wenn sie morgens wieder aufwachen. Mir ist es aber auch ziemlich wurscht, wenn Erwachsene sich in eine Alkoholabhängigkeit reinsaufen.

Genauso gibt es im Fernsehen
Sendungen, von denen man lernen und profitieren kann.

Auch das halte ich zunächst erstmal für eine Behauptung aber ok, diese Behauptung ist so vage gehalten, dass man sie weder bestätigen, noch widerlegen kann. Meiner Erfahrung nach ist das reale, aktiv gelebte Leben jedenfalls weitaus lehrreicher und „profitabler“, als es jede Fernsehsendung je sein kann.

Aber für Dogmatik ist das Thema Fernsehen meines
Erachtens ungeeignet.

Was hier die Fernseh-Befürworter auf die Barrikaden bringt ist keineswegs Dogmatik, sondern bereits eine kritische Einstellung von Leuten, die ihre Gründe darlegen, warum sie Fernsehen für sich selbst und ihre Kinder für überflüssig halten. Dermaßen gereizte Reaktionen (und damit meine ich jetzt nicht dich) kenne ich ansonsten übrigens hauptsächlich von Süchtigen.

Er kann als Vater doch dafür sorgen, dass das
Produkt Fernsehen nur bestimmungsgemäß genutzt und nicht
missbraucht wird.

Dies macht er IMHO am Besten dadurch, dass seine Kinder lernen, ohne die Möglichekeit des passiven Fernsehkonsums ihre Freizeit anders, und insbesondere aktiv zu gestalten. Für jemanden, der dies gelernt hat, wird Fernsehen nämlich tatsächlich zunehmend unattraktiver und die Gefahren für Missbrauch sehe ich hier als sehr gering an.

Dass er selbst Probleme hat, seinen Fernsehkonsum
einzuschränken, wenn erst einmal ein Gerät da ist, steht auf
einem anderen Blatt.

Für diese Unterstellung bleibst du nach wie vor den Nachweis schuldig, und die Form, wie du die Unterstellung hier formulierst, ist schon reichlich bösartig.

Ob es wirklich schädlich wäre, einem Kind – wenn
es ihm denn schmeckt – täglich ein halbes Schnapsgläschen
Rotwein zu geben, kann ich nicht sagen.

Dieses Thema darfst du gerne an anderer Stelle mit Pädagogen diskutieren. Aber falls du es mal an deinen eigenen Kindern testen solltest, häng es nicht an die große Glocke, es könnte sein, dass sich dann das Jugendamt einschaltet.

Gruß
Marion

Moin

Den Vergleich von Fernsehen, Alkoholkonsum und Rauchen,
ehrlich, finde ich daneben!

Warum ? Sucht ist Sucht.

Wenn Du Fernsehen mit Sucht gleichsetzt, musst Du ja
furchtbare Erfahrungen gemacht haben.

Ja, diese furchtbaren Erfahrungen habe ich mit Leuten gemacht, denen ich vorgeschlagen habe, sie mögen doch mal 4 Wochen auf ihren Fernseher verzichten, wenn sie meinen, sie wären nicht süchtig.

siehe oben. Es ist ein Unterschied, ob man sein „Suchtmittel“
wie Zigaretten und Alkohol bequem mit sich führen kann, oder
ob ein Gerät, ähnlich wie andere Haushaltsgeräte, bei Bedarf
eingeschaltet werden.

*lach*, ich kenn aber niemanden, der mehrere Stunden am Tag oder in der Woche vor seinem Mixer oder Staubsauger sitzt. In sofern dürfte es sich bei einem Fernseher doch wohl um etwas anderes, als ein normales Haushaltsgerät handeln. Was würdest du denn von jemandem halten, der jeden Tag 3 Stunden lang seine Waschmaschine anstarrt ? *gg*
Und ja, natürlich kann Fernsehen zu einem Suchtverhalten führen.

Wenn du wissen willst, was Fernsehkonsum bei Menschen bewirkt,
dann frag doch mal rum, welcher Mensch bereit wäre, auch nur 4
Wochen seinen Fernseher mal abzugeben oder beobachte wie
Menschen reagieren, wenn du ihnen einfach den Fernseher
wegnehmen möchtest. Fernsehn hat ein extrem starkes
Suchtpotential und regelmäßige Fernsehkonsumenten sind kaum in
der Lage, ihr Freizeitverhalten anders zu gestalten, als eben
durch Konsumieren von Fernsehsendungen.

Entschuldige, aber das ist kompletter Blödsinn.

Probiers aus.

Bin ich ein
regelmäßiger Fernsehkonsument, wenn ich mir die Tagesschau
jeden Abend um 20.00 ansehe?

Ja, was denn sonst. Und wenn du unglücklich bist, falls du das mal an einem Tag nicht kannst, bist du süchtig.

Wie willst Du beurteilen, wie z.B. meine Freizeitgestaltung
aussieht? Du würdest Dich wahrscheinlich ziemlich wundern! Und
zudem sie mal in meinen obigen Beitrag, da habe ich erklärt
wie es bei uns war, als Sohnemann noch ein Kleinkind war.

Wo hab ich dich persönlich angesprochen ? Dein persönliches Verhalten bringst du doch erst hier rein. Wenn du auch mal 4 Wochen auf Fernsehen verzichten kannst, dann ist ja gut. Und selbst wenn du es nicht könntest, wäre es mir persönlich völlig wurscht.

Selbst Menschen, die
freiwillig ihren Fernseher abschaffen, brauchen oft Wochen, um
überhaupt wieder Wege zu finden, ihre Freizeit anders und
zufriedenstellend zu nutzen.

Zufriedenstellend ist für jeden etwas anderes, und ich habe
kein Problem damit, wenn sich Menschen nach einem
12-Stunden-Tag gepflegt vor die Glotze lümmeln.

Die Frage war, ob sie noch eine zufriedenstellende Form der Freizeitgestaltung kennen, wenn sie diese Möglichkeit nicht mehr haben.

Zustimmung! Aber haben wir früher nicht auch gequengelt, weil
wir einen „Mecki“ haben wollten?

Einen was ?

Ob es den gab, stand auf
einem anderen Blatt, aber Modeerscheinungen suchen sich ihren
Weg, egal ob durch´s Fernsehen oder Zeitungen, Mundpropaganda,
etc.

Wenn das alles so easy ist, warum laufen dann grade in der Weihnachtszeit viele Eltern Amok, weil sie ihren duch das Fernsehn gezeugten Konsumwünschen ihrer Kinder nicht mehr nachkommen wollen ?

Aber gut, jeder wie er mag.
Gruß
Marion

Hallo Ronny,

in diesem Thread, sowie in dem von dir angesprochnen Thread geht es nicht um die allgemeine Verteufelung des Fersehens. Es geht darum Kinder vor Bilder und Worten zu schützen, die sie noch nicht verarbeiten können. Kinder sind nunmal keine Erwachsenen und verarbeiten gehörtes wie gesehenes völlig anders als Erwachsene.

Ich finde es sogar ziemlich verantwortungslos einem kleinen Kind einen Fernseher ins Zimmer zu stellen, ihm das Teil um halb 8 abends anzumachen und dann aus dem Raum zu verschwinden. Gerade um diese Uhrzeit laufen Nachrichten und Sendungen, die nur für Erwachsene bestimmt sind. Auch wenn du deinem Kind ein bestimmtes Programm einstellst, glaubst du es ist nicht schlau genug rumzuzappen?

Was glaubst du wie ein Kind mit den schrecklichen Bildern umgeht, die es tagtäglichen in den Nachrichten zu sehen gibt?!? Ich finde, das sind keine Bilder, die man einfach so auf ein Kind loslassen kann. Aber das habe ich ja schon im anderen Brett beschrieben.

Versetze dich bitte in die Lage eines Kindes. Dann weißt du warum es nicht klug ist ein Kind selbständigkeit im Umgang mit einem Fernseher zu gewähren.

Wie gesagt, hier geht es nicht darum das Medium an sich zu verteufeln, sondern darum, wie manche Eltern ihre Kinder fernsehen schauen lassen. Es geht nicht darum das fernsehen zu verbieten, sondern darum, dass die Eltern den Kindern gegenüber verantwortungsvoll mit dem Thema umgehen. Was soviel heißt wie:

  1. Kein Fernseher im Kinderzimmer von Kindern
  2. Kinder nicht alleine Fersehen lassen
  3. Geeignete Sendungen für die Kinder auswählen
  4. Die Sendungen vorher probesehen, damit man weiß was man seinen Kinder da gucken lässt.

Ich wünsche deinem Kind, dass du verstehst, was ich damit sagen wollte.

Viele gutgemeinte Grüße

Phoebe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Phoebe,

da du hier weiter machst mit deinen haltlosen Unterstellungen,
meine Antwort an dich auch hier.
Du lieferst hier ein sehr deutliches Beispiel eines „Waschweibergeschwätz“. Das ist schädlicher, wenn Kinder das von ihren Eltern mitbekommen, als die Sendung mit der Maus.
Kerbi

___________________________
Hallo Phoebe,

in Ronnys Posting steht

Wenn man ihn fragt warum oder wovor er denn Angst habe, sagt
er, her hat Angst das einer in unsere Wohnung einbricht und zu
ihm ins Zimmer kommt.

  • dass Kinder in diesem Alter die schrecklichen Bilder, die
    gehäuft im Fernsehen zu sehen sind gar nicht verarbeiten
    können.

Es steht nirgends, dass der Junge die Flutbilder gesehen hat, alleine und ohne Hilfe!!!

Und erst recht nicht, wenn sie alleine vor dem
Fernseher sitzen.

Es steht nirgends, dass die Eltern das Kind fernsehen lassen, ohne aufzupassen was es anschaut. Die Türen sind offen, die Eltern nicht im
Wirtshaus…Himmel noch mal!

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass ihn die
ganzen Bilder, die er im Fernsehen so kurz vor dem schlafen
gehen sieht, beim einschlafen weiter verfolgen.

Er fürchtet sich vor Einbrecher, dazu wird in den Nachrichten nichts gebrach!

Dass er Angst
hat, ist nur allzu verständlich. Wie soll ein so kleines Kind
solche Bilder alleine verarbeiten, ohne dass sie zusammen mit
Personen seines Vertrauens aufgearbeitet werden? Ich finde die
Bilder ja als Erwachsener schon ziemlich schlimm, wie findet
sie dann ein 7jähriges Kind, dass noch an das Gute auf der
Welt glaubt und eine ganz andere Betrachtungsweise der Dinge
hat?

Wo hast du gelesen, dass das Kind Angst vor einer Monsterwelle hat?
Du schreibst einen ellenlangen Artikel, ohne Grundlagen.

Kerbi

Ich empfehle dir, dich mehr in dein Kind reinzuversetzen.

ich empfehle dir, lerne lesen!

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Mein Kommentar dazu. Unterhalte dich mit einem Fachmann wie z.B. Kinderpsychologen über die Thematik.

Eine weitere Disskusion mit dir hat sich für mich an dieser Stelle erübrigt, da du die Diskussion nur mit unverschämten Beleidigungen aufrecht erhalten willst.

Phoebe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Phoebe,

unverschämt und eine Frechheit ist, wie du einem User Vernachlässigung
seiner Kinder unterstellst, obwohl du nicht in der Lage bist, ein hilfesuchendes Posting zu lesen.

Mein Kommentar dazu. Unterhalte dich mit einem Fachmann wie
z.B. Kinderpsychologen über die Thematik.

Über welche?

Über das Problem von R Jungen, oder wie schwer es dir fällt, von den Bildern in den Nachrichten weg zu kommen und keine Hirngespinste zu verbreiten?

Eine weitere Disskusion mit dir hat sich für mich an dieser
Stelle erübrigt, da du die Diskussion nur mit unverschämten
Beleidigungen aufrecht erhalten willst.

Ahh du diskutierst!
Für mich machst du haltlose Beschuldigung,
Kerbi

Allein die Dosis macht´s…
Hallo Marion!

Ich glaube, in der Diskussion über das Fernsehen werden Äpfel mit Birnen verglichen.

In einem stimme ich Dir zu. Regelmäßiger, *über*mäßiger Konsum (von ALLEM)ist eine Sucht.

Aber ich wehre mich dagegen, mit Junkies in eine Ecke gestellt zu werden, nur weil ich abends z.B. regelmäßig die Tagesschau ansehe.

Glaub´s mir, ich kann durchaus auch ohne! *g*

Da müsste ich Dich eigentlich fragen, ob Du - wenn Du z.B. eine Tageszeitung hast - auch süchtig danach bist.
Oder aber, ob es eine Sucht ist wenn man regelmäßig spazierengeht, Yoga macht, den Austausch mit Menschen braucht oder betet.

Das führt zu weit, denn dann könnte man in allen Dingen ein Suchtpotenzial sehen.
Lesen, Musikhören, Wandern, Ausflüge machen etc. etc.

Irgendwo schrieb schon jemand, dass allein die Dosis entscheidend ist.

Angelika

Mecki
Hallo Marion!

Der Mecki ist eine Zeichentrickfigur, die in der Rundfunkzeitung „Hör-zu“ auftauchte und mit seinen Freunden Charlie Pinguin und dem Schrat (der war immer müde und lief im Schlafanzug herum) Abenteuer bestehen musste.
Es gab Postkarten, später auch Steiff-Tiere. Die waren DER Kracher, aber für Otto Normalverbraucher unbezahlbar, und alle Kinder wollten damals so einen Mecki haben, ich natürlich auch.

Hier findest Du ein Foto:
http://www.sammler-bonn.de/online-shop/ansichtskarte…

Angelika

Hi Marion,

daher interessiert mich ja auch deine Quelle

meine Quelle ist, wie gesagt, nur mein Bekanntenkreis, der mit Sicherheit alles andere als statistisch valide Ergebnisse liefert. Daher will ich darauf als Argument verzichten.

das reale, aktiv gelebte Leben jedenfalls weitaus lehrreicher
und „profitabler“, als es jede Fernsehsendung je sein kann.

Die Rechnung, die Du hier aufmachst, nämlich Leben vs. Fernsehen, ist absurd. Niemand hat behauptet, man könne selbst Erlebtes mit durch jegliche Mittler erfahrenen Informationen vergleichen. Allerdings gibt es Informationen, die ich aus diversen Gründen nicht selbst erlangen und Erfahrungen, die ich nicht am eigenen Leib machen kann. Also muss ich auf ein Medium zurückgreifen, in dem jemand für mich einspringt und von seinen Erlebnissen berichtet. Das kann das Radio sein, das Internet, können Bücher, Zeitungen oder CDs sein. Du hast mir bis jetzt nicht erklären können, worin die besondere Gefährlichkeit eines moderaten Fernsehenkonsums gegenüber den anderen aufgezählten Medien besteht, die Du mit keinem Wort angegriffen hast. Fast alle Argumente gegen jeglichen Fernsehkonsum, die Du aufgezählt hast bzw. die denkbar wären, teilt sich das Fernsehen mit anderen Medien (Passivität: Radio/Tonträger, Jugendgefährdung/Werbung: Internet, Suchtgefahr: alle).

die ihre Gründe darlegen, warum sie
Fernsehen für sich selbst und ihre Kinder für überflüssig halten.

Der Punkt, der mir vor allem missfällt, ist der Satzteil „für sich selbst und ihre Kinder“. Ich habe kein vernünftiges Argument gelesen, das ein Kollektivverbot für die ganze Sippe rechtfertigt. Fernsehen ist – zum x-ten Mal – nicht per se giftig. Es ist sicher richtig, sein Kind vor objektiven Gefahren, z. B. im Form von gewaltverherrlichenden Inhalten, zu schützen. Aber bietest Du Deinem Kind alles nicht an, womit Du persönlich nichts anfangen kannst? Darf Dein Kind nicht mit [XYZ] spielen, weil Du das langweilig findest? Ich finde es grundfalsch, einem Kind ausschließlich die eigene, bevorzugte Art der Freizeitgestaltung vorzustellen, ohne Alternativen zu präsentieren, die ihm vielleicht besser gefallen. Das schließt doch nicht aus, den Konsum zu kontrollieren und die eigene Meinung offensiv zu vertreten. Seinem Kind die Vielfalt der Welt – mit den Facetten, die mir gefallen und denen, die mir missfallen – in angemessenen Stufen zu zeigen, halte ich für einen Teil der Verantwortung, die man ihm gegenüber trägt.

ohne die Möglichekeit des passiven Fernsehkonsums
ihre Freizeit anders, und insbesondere aktiv zu gestalten.

Du wirst zugeben müssen, dass jeder Mensch zur Erholung passive Phasen in seinem Tagesablauf bzw. innerhalb einzelner Aktivitäten benötigt. Ich verstehe nicht, inwiefern sich das Sandmännchen oder eine schöne Dokumentation von einem Hörbuch oder einer interessanten Radiosendung unterscheiden. Wenn es nur darum geht, dass Du Deine Individualmeinung gerne als Mehrheitsmeinung sähest, bewegen wir uns – was ich nicht glaube – auf einem Niveau, auf dem ich auch fordern könnte, Rosenkohl abzuschaffen, weil ich persönlich Rosenkohl ekelhaft finde.

Für diese Unterstellung bleibst du nach wie vor den Nachweis schuldig

Ich beziehe diese „Unterstellung“ konkret auf folgenden Textteil von José:

„Und sicher habe ich dann viel ferngesehen - den Fehler sehe ich aber nicht in der Abstinenz davor, sondern im Kauf. Ich hätte doch weiter nichtschauen können.“

Bösartig war das sicher nicht gemeint, ich habe ihn höchstens missverstanden.

Gruß
Christopher

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Ahh du diskutierst!
Für mich machst du haltlose Beschuldigung,

Den Unterschied hast Du noch nie verstanden.

Grußlos und sich auch schon wieder aus dem Thread verabschiedend,

Malte.

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