Da wundert mich nuescht mehr

Moin,

meine Quelle ist, wie gesagt, nur mein Bekanntenkreis, der mit
Sicherheit alles andere als statistisch valide Ergebnisse
liefert. Daher will ich darauf als Argument verzichten.

Immerhin hast du hier eine Behauptung aufgestellt, also mal Butter bei die Fische. Wieviele Leute in deinem Bekanntenkreis kennst du, die keinen Fernseher haben, bzw. ohne Fernseher im Haushalt aufgewachsen sind, und nun, sobald sie Gelegenheit dazu haben, exzessiv fernsehen ?

Nur mal so als Hinweis: statistisch gesehen beträgt die Anzahl der Haushalte ohne Fernseher grade 5%.

das reale, aktiv gelebte Leben jedenfalls weitaus lehrreicher
und „profitabler“, als es jede Fernsehsendung je sein kann.

Die Rechnung, die Du hier aufmachst, nämlich Leben vs.
Fernsehen, ist absurd.

Ich sprach von aktiv gelebtem Leben und das ist nun mal etwas anderes, als passiv einen Fernseher anzuglotzen. Ich hab auch keine Rechnung aufgemacht, sondern zwei unterschiedliche Formen der Freizeitgestaltung daraufhin verglichen, ob sie lehrreich und profitabel sind (diese Kriterien stammen übrigens von dir).

Also muss ich auf ein
Medium zurückgreifen, in dem jemand für mich einspringt und
von seinen Erlebnissen berichtet.

Dieses „Medium“ dürfte ja wohl in erster Linie der Mensch selbst sein und selbst da hast du keine Garantie, ob derjenige dir einen vom Pferd erzählt oder tatsächlich über real erlebtes berichtet. Aber für so naiv, das anzunehmen, halte ich dich auch gar nicht.

Du hast mir
bis jetzt nicht erklären können, worin die besondere
Gefährlichkeit eines moderaten Fernsehenkonsums gegenüber den
anderen aufgezählten Medien besteht, die Du mit keinem Wort
angegriffen hast.

Ich hab auch nicht von anderen „Medien“ besprochen, sondern von realem, aktiven Erleben. Ähm…du weißt schon, was das ist ?

Fast alle Argumente gegen jeglichen
Fernsehkonsum, die Du aufgezählt hast bzw. die denkbar wären,
teilt sich das Fernsehen mit anderen Medien (Passivität:
Radio/Tonträger, Jugendgefährdung/Werbung: Internet,
Suchtgefahr: alle).

Ja und ?

die ihre Gründe darlegen, warum sie
Fernsehen für sich selbst und ihre Kinder für überflüssig halten.

Der Punkt, der mir vor allem missfällt, ist der Satzteil „für
sich selbst und ihre Kinder“. Ich habe kein
vernünftiges Argument gelesen, das ein Kollektivverbot für die
ganze Sippe rechtfertigt.

In einem Haushalt ohne Fernseher braucht man auch kein Kollektivverbot. Ich brauch meinen Kindern ja auch nicht verbieten, Prono-Hefte anzuschauen, wenn es in meinem Haushalt gar keine gibt.

Fernsehen ist – zum x-ten Mal –
nicht per se giftig.

Ja und ?

Es ist sicher richtig, sein Kind vor
objektiven Gefahren, z. B. im Form von gewaltverherrlichenden
Inhalten, zu schützen. Aber bietest Du Deinem Kind
alles nicht an, womit Du persönlich nichts anfangen
kannst?

Es mag dich jetzt zwar wundern, aber solange meine Geldmittel nicht unbegrenzt sind, und ich somit eine Wahl treffen muss, was ich in unserem Haushalt anschaffe und was nicht, hängt diese Wahl tatsächlich davon ab, was ich als sinnvoll erachte. Das unterscheidet mich im übrigen nicht von irgend welchen anderen Eltern.

Darf Dein Kind nicht mit [XYZ] spielen, weil Du das
langweilig findest?

Sicher darf mein Kind das, solange es nicht drauf besteht, dass XYZ auch in unserem Haushalt zu wohnen hat.

Ich finde es grundfalsch, einem Kind
ausschließlich die eigene, bevorzugte Art der
Freizeitgestaltung vorzustellen, ohne Alternativen zu
präsentieren, die ihm vielleicht besser gefallen.

Keine Sorge, da fast 95% der Haushalte über einen Fernseher verfügen, hat mein Kind ständig die Möglichkeit, Fernsehn als Freizeitgestaltung kennenzulernen.

Seinem Kind die Vielfalt der
Welt – mit den Facetten, die mir gefallen und denen, die mir
missfallen – in angemessenen Stufen zu zeigen, halte ich für
einen Teil der Verantwortung, die man ihm gegenüber trägt.

Richtig, ich unternehme auch viel lieber was mit meinem Kind, und zeige ihr die Welt höchst persönlich, und lasse sie diese sogar erlaben, statt sie vor die Glotze zu setzen.

ohne die Möglichekeit des passiven Fernsehkonsums
ihre Freizeit anders, und insbesondere aktiv zu gestalten.

Du wirst zugeben müssen, dass jeder Mensch zur Erholung
passive Phasen in seinem Tagesablauf bzw. innerhalb einzelner
Aktivitäten benötigt.

Klar, gegen ein kleines Mittagsschläfchen hab ich auch nichts einzuwenden, das ist sehr erholsam.

Ich verstehe nicht, inwiefern sich das
Sandmännchen oder eine schöne Dokumentation von einem Hörbuch
oder einer interessanten Radiosendung unterscheiden.

Hm…durch die Wahl des Medium vielleicht ?

Wenn es
nur darum geht, dass Du Deine Individualmeinung gerne als
Mehrheitsmeinung sähest,

*lol* wie kommst du denn da drauf ? Obwohl, wenn die GEZ und die Privatsender so weitermachen, dann erlebe ich vielleicht doch noch den Tag, an dem 50% der Menschen ihren Fernseher aus dem Fenster schmeißen :smile: Wär mich aber auch Wurscht.

bewegen wir uns – was ich nicht
glaube – auf einem Niveau, auf dem ich auch fordern könnte,
Rosenkohl abzuschaffen, weil ich persönlich Rosenkohl ekelhaft
finde.

Ich habe nie gefordert, das Fernsehn generell abzuschaffen. Und was deinen misslungenen Vergleich angeht: in deinem eigenen Haushalt darfst du später tatsächlich selbst bestimmen, ob du Rosenkohl kochen willst oder nicht.

Gruß
Marion

Hi Marion,

ich kürze jetzt mal die Teile weg, in denen wir die bekannten Argumente wiederholen:

Immerhin hast du hier eine Behauptung aufgestellt, also mal Butter bei die Fische.

Einverstanden. Ich kenne mindestens acht Leute, die als Kinder so gut nicht ferngesehen haben, weil es in ihrem Haushalt keinen Fernseher gab. Davon sind sechs ziemliche Fernsehjunkies. Das nährt zumindest meinen Verdacht, dass das Verbot nicht den erwünschten Effekt erzielt, Fernsehen uninteressant zu machen.

Ich brauch meinen Kindern ja auch nicht verbieten, Prono-Hefte anzuschauen,
wenn es in meinem Haushalt gar keine gibt.

Ich glaube, hinkende Vergleiche hatten wir inzwischen genug :wink:

Ich verstehe nicht, inwiefern sich das
Sandmännchen oder eine schöne Dokumentation von einem Hörbuch
oder einer interessanten Radiosendung unterscheiden.

Hm…durch die Wahl des Medium vielleicht ?

Das ist der Punkt, der mich interessiert: Bist Du auch gegen das Radiohören für Kinder (Stichwort: Passivität)? Bist Du auch gegen Internetnutzung für Kinder (Stichwort: Gewalt/Werbung)? Oder findest Du Fernsehen einfach subjektiv so zum Kotzen, dass Du nach ein paar Argumenten suchst, um nicht so nackt auf weiter Flur zu stehen? Dass Du in Deinem Haushalt keinen Fernseher hast, geht mich in der Tat einen feuchten Kehricht an. Aber ich würde gerne wissen, warum Du es für grundsätzlich sinnvoll erachtest, Kinder fernsehfrei aufwachsen zu lassen. Was ist am von Dir kontrollierten Fernsehkonsum gefährlicher für Dein Kind als am moderaten Konsum anderer Medien? Ich würde Deine Ansicht gerne endlich verstehen.

Gruß
Christopher

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Moin,

Einverstanden. Ich kenne mindestens acht Leute, die als Kinder
so gut nicht ferngesehen haben, weil es in ihrem Haushalt
keinen Fernseher gab. Davon sind sechs ziemliche
Fernsehjunkies. Das nährt zumindest meinen Verdacht, dass das
Verbot nicht den erwünschten Effekt erzielt, Fernsehen
uninteressant zu machen.

Tja, von den Leuten, die ich kenne, die exzessiv Fernsehn schauen, hatten alle in ihrer Kindheit einen Fernseher in ihrem Haushalt. Fazit: Ich setze auf deine verbleibenden 25% und der Fernseher bleibt draußen.

Ich brauch meinen Kindern ja auch nicht verbieten, Prono-Hefte anzuschauen,
wenn es in meinem Haushalt gar keine gibt.

Ich glaube, hinkende Vergleiche hatten wir inzwischen genug
:wink:

Du hast den Punkt nicht verstanden. Ich wollte verdeutlichen, dass man nichts verbieten muss, was es in einem Haushalt gar nicht gibt.

Das ist der Punkt, der mich interessiert: Bist Du auch gegen
das Radiohören für Kinder (Stichwort: Passivität)? Bist Du
auch gegen Internetnutzung für Kinder (Stichwort:
Gewalt/Werbung)?

Noch mal ganz deutlich jetzt auch für dich: Ich ziehe das reale, ative Erleben jeder Art von passivem Medienkonsum vor.

Wenn es jedoch darum geht, eine Rangfolge bei Medien zu erstellen, welche ich für meine Kinder am sinnvollsten halten würde, landet das Fernsehn mit Sicherheit auf dem letzten Platz.

Oder findest Du Fernsehen einfach subjektiv
so zum Kotzen, dass Du nach ein paar Argumenten suchst, um
nicht so nackt auf weiter Flur zu stehen?

Würdest du dieses interessante Bild, das sicherlich mehr Rückschlüsse auf dich zulässt, als auf mich, bitte soweit erläutern, dass man verstehen kann, was du meinst ?

Aber ich würde gerne wissen, warum Du es
für grundsätzlich sinnvoll erachtest, Kinder
fernsehfrei aufwachsen zu lassen.

Der Gund ist, dass ich grundsätzlich der Meinung bin, dass es unendlich viele bessere Möglichkeiten gibt, seine Freizeit zu verbringen.

Was ist am von Dir
kontrollierten Fernsehkonsum gefährlicher für Dein Kind als am
moderaten Konsum anderer Medien?

Vermutlich nichts. Hab ich irgendwo geschrieben, dass ich Fernsehkonsum generell gefährlich finde ? (Wenn man mal vom Suchtpotential absieht, das ich jedoch auch bei vielen anderen, nicht Substanz gebundenen Süchten sehe).

Ich würde Deine Ansicht gerne

endlich verstehen.

Vielleicht wird das einfacher, wenn du genauer liest, was ich schreibe.

Gruß
Marion

Moin,

Da müsste ich Dich eigentlich fragen, ob Du - wenn Du z.B.
eine Tageszeitung hast - auch süchtig danach bist.
Oder aber, ob es eine Sucht ist wenn man regelmäßig
spazierengeht, Yoga macht, den Austausch mit Menschen braucht
oder betet.

Sicher. Nicht Substanz gebundene Süchte richten sich nicht unbedingt nach ihren Inhalten, sondern eher danach, ob das Wohlbefinden eines Menschen leidet, wenn er genau darauf verzichten soll.

Das führt zu weit, denn dann könnte man in allen Dingen ein
Suchtpotenzial sehen.
Lesen, Musikhören, Wandern, Ausflüge machen etc. etc.

Natürlich, und das führt überhaupt nicht zu weit. Allerdings kenne ich niemanden, der vom Wandern oder Ausflüge machen süchtig ist, jedoch viele, die fernsehsüchtig sind.

Irgendwo schrieb schon jemand, dass allein die Dosis
entscheidend ist.

Was jedoch nicht stimmt. Nicht die Dosis ist bei einer Sucht entscheidend, sondern das Ausmaß der Abhängigkeit.

Gruß
Marion

Moin,

Der Mecki ist eine Zeichentrickfigur, die in der
Rundfunkzeitung „Hör-zu“ auftauchte und mit seinen Freunden
Charlie Pinguin und dem Schrat (der war immer müde und lief im
Schlafanzug herum) Abenteuer bestehen musste.
Es gab Postkarten, später auch Steiff-Tiere. Die waren DER
Kracher, aber für Otto Normalverbraucher unbezahlbar, und alle
Kinder wollten damals so einen Mecki haben, ich natürlich
auch.

Da hatten meine Eltern wohl Glück, in unserem Haushalt gab es nämlich auch keine Hör-zu :smile:

Hier findest Du ein Foto:
http://www.sammler-bonn.de/online-shop/ansichtskarte…

Niedlich :smile:
Wäre mir allemal lieber als diese gruseligen Pokemons *g*.

Gruß
Marion

Hallo Claudia,

bei meinem sohn (8) in der klasse gibst ein paar
tv-junkies und das merkt man denen auch sehr an. kein
sozialverhalten, zappeligkeit und desinteresse sind bei diesen
kleinen „normal“ und die eltern dieser kinder entschuldigen
dieses verhalten der kinder oft mit „er ist halt zappelig,
agressiv und desinteressiert - wahrscheinlich hat er ADS“.

*räusper*

Oft ???

Ich habe drei Kinder und kenne all die Lehrerklagen über zunehmende Zappeligkeit. Aber diejenigen Eltern, die ihre Kinder tatsächlich stundenlang vor der Glotze parken, machen sich meiner Beobachtung nach kaum einen Kopf über die Zappeligkeit, denn vor der Glotze sind die Zwerge ja einigermaßen ruhig. Daher kommt in solchen Familien seltenst die „Entschuldigung“ ADS.

Diagnostizierte ADS-Kinder sollten sogar noch weniger fernsehen als ihre gesunden Altersgenossen, und das erfahren ADS-Eltern spätestens im Rahmen einer Therapie.

mein sohn darf ca. eine stunde am tag „glotzen“ - aber nicht
einfach so wild rumzappen, er muß mir schon sagen, welche
sendung er sehen will. zum glück gibts da keine diskussionen.

Glück gehabt :wink:. Kinder sind unterschiedlich, obwohl ich meine drei ja nun mit denselben Regeln großziehe, gibt es unterschiedliche Reaktionen auf meinen Geiz bezüglich TV. Mein Jüngster verhandelt am intensivsten :wink:

wenn
ich wirklich keine zeit habe, mich mit ihm zu beschäftigen,
dann zieht er von alleine ab in sein zimmer, baut stundenlang
lego oder nimmt sich ein buch. ich bin echt froh, daß er seine
liebe zu büchern gefunden hat. mittlerweile merkt er auch
selbst, daß er durch das lesen sehr viel unbewußt mitkriegt,
was die anderen nicht wissen.

Glück gehabt :wink:.

Meine Kinder lesen auch sehr viel, bzw. der Jüngste schaut Bücher an und kann durchaus sehr kreativ spielen. Manche Kinder können das eben nicht so intensiv, da muss der Fernseher nicht unbedingt schuld dran sein.

tv - wohldosiert, finde ich, schadet nicht.

Jaaaa, aber…

…bei all den Diskussionen hier, wie viel TV noch im Rahmen ist, vergessen wir gerne, dass das TV-Programm in unserer Kindheit um LICHTJAHRE harmloser war als heute ! Vor 17.00 Uhr oder so gab es das Testbild, danach war Wickie und die starken Männer schon superspannend.

Heute kommen die Kinder schon beim Zappen mit Bildern in Kontakt, die hätte es damals erst nach 20.00 Uhr gegeben, wenn überhaupt.

Meine älteste Tochter ist 9 Jahre alt und steht durchaus unter dem Druck, mit ihren älteren Klassenkameraden mithalten zu können. Nun gibt es bei uns den Spielfilm um 20.15 NICHT für sie - für andere aber wohl. Manchmal tut sie mir fast leid, wenn sie nicht mitreden kann, andererseits finde ich es sehr wichtig, sie vor zu vielen nicht altersgerechten Bildern zu schützen. Deshalb laufen bei uns die Nachrichten auch in der Regel erst dann,wenn die Kinder im Bett sind.

Dinosauriergrüße von

Inselchen - die sich manchmal die Zeiten ohne Privatfernsehen zurückwünscht

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Hallo Marion,

ich denke, alle Punkte sind geklärt, weswegen ich mich jetzt diskussionsmäßig vom Acker mache. War ganz interessant, danke :smile:

Gruß
Christopher

Meine Tochter guckt sehr viel Fernsehen!
Hallo, meine Tochter ist 2 1/2 Jahre alt und bei uns läuft fast den ganzen Tag der Fernseher. Sie sitzt zwar nicht ständig davor sondern wuselt die ganze Zeit in der Wohnung rum, aber die Kiste läuft. Ich finde es nicht schlimm wenn Kinder Fern sehen, wenn man drauf achtet was sie Gucken. Cindy liebt Sesamstrasse über alles. Also haben wir etliche Videos davon angeschafft. Fazit: Cindy kann das Alphabet aufsagen, singt die Lieder nach und zählt Sachen bis fünf ab. Für Ihr Alter finde ich das enorm. Aber wir spielen auch mit Ihr(besonders der Papa) gehen raus oder sie spielt alleine.

Ich finde Fernsehen im allgemeinen sollte man nicht Verurteilen. Aber Yu gi oh und sowas das sollte verboten werden!!!

Hallo Claudia,

hallo inselchen,

bei meinem sohn (8) in der klasse gibst ein paar
tv-junkies und das merkt man denen auch sehr an. kein
sozialverhalten, zappeligkeit und desinteresse sind bei diesen
kleinen „normal“ und die eltern dieser kinder entschuldigen
dieses verhalten der kinder oft mit „er ist halt zappelig,
agressiv und desinteressiert - wahrscheinlich hat er ADS“.

*räusper*

Oft ???

ich meinte, daß es in der klasse ein paar „auffällige“, zappelige kinder gibt. wenn ich dann mal eine mutter darauf anspreche (zbs. wenn eben dieses kind bei uns zu besuch war), dann bekomme ich die antwort, vonwegen das kind hat wahrscheinlich ADS. natürlich ist mir klar, daß diese mütter das nur als ausrede benutzen, damit nicht mehr nachgefragt und davon abgelekt wird, daß das kind oft nur einen ausgleich braucht wie zbs. mal einen nachmittag rumtoben, durch den wald ziehen, sich einfach mal körperlich zu verausgaben. ich sehe auch, daß genau diese kinder immer dicker werden. wen wunderts? würde ich den ganzen tag auf meinem hintern sitzen, würde dieser auch immer dicker werden :smile:

Ich habe drei Kinder und kenne all die Lehrerklagen über
zunehmende Zappeligkeit. Aber diejenigen Eltern, die ihre
Kinder tatsächlich stundenlang vor der Glotze parken, machen
sich meiner Beobachtung nach kaum einen Kopf über die
Zappeligkeit, denn vor der Glotze sind die Zwerge ja
einigermaßen ruhig. Daher kommt in solchen Familien seltenst
die „Entschuldigung“ ADS.

siehe oben

Diagnostizierte ADS-Kinder sollten sogar noch weniger
fernsehen als ihre gesunden Altersgenossen, und das erfahren
ADS-Eltern spätestens im Rahmen einer Therapie.

ja, ich weiß, habe im freundeskreis auch ein „echtes“ ADS-kind. bei dem kleinen ist es sogar so, wenn er mal für ein paar minuten ruhe halten MUSS, dann wissen wir schon, daß er danach ganz furchbar zappelig ist. mehr als sonst.

mein sohn darf ca. eine stunde am tag „glotzen“ - aber nicht
einfach so wild rumzappen, er muß mir schon sagen, welche
sendung er sehen will. zum glück gibts da keine diskussionen.

Glück gehabt :wink:. Kinder sind unterschiedlich, obwohl ich
meine drei ja nun mit denselben Regeln großziehe, gibt es
unterschiedliche Reaktionen auf meinen Geiz bezüglich TV. Mein
Jüngster verhandelt am intensivsten :wink:

sicher gab es bei uns in der vergangenheit auch diskussionen. und ein sohn fühlt sich manchmal von mir unfair behandelt. er darf zbs. nicht alle 3 harry potter teile sehen, weil er vor geistern angst hat und nachts nicht schlafen könnte (zumal teil 3 erst ab 12 ist). aber ich kann mit ihm darüber reden und er sieht das auch ein. ich habe zum glück bei meinem kind nicht den fehler gemacht, ihn vor der glotze zu parken. er hat wohldosiert mit ca. 2,5 angefangen fern zu sehen. sandmännchen und tele tubbies, mehr nicht. danach wurde die glotze ausgemacht. so ist er das gewohnt. ich meine, daß die glotze nach einer sendung wieder ausgemacht wird. meist ist es ja dann so in anderen familien, daß einfach weitergezappt wird und der tv als „dauerberieselung“ fungiert. muß nicht sein!

Meine Kinder lesen auch sehr viel, bzw. der Jüngste schaut
Bücher an und kann durchaus sehr kreativ spielen. Manche
Kinder können das eben nicht so intensiv, da muss der
Fernseher nicht unbedingt schuld dran sein.

das ist doch prima.

tv - wohldosiert, finde ich, schadet nicht.

Jaaaa, aber…

…bei all den Diskussionen hier, wie viel TV noch im Rahmen
ist, vergessen wir gerne, dass das TV-Programm in unserer
Kindheit um LICHTJAHRE harmloser war als heute ! Vor 17.00 Uhr
oder so gab es das Testbild, danach war Wickie und die starken
Männer schon superspannend.

Heute kommen die Kinder schon beim Zappen mit Bildern in
Kontakt, die hätte es damals erst nach 20.00 Uhr gegeben, wenn
überhaupt.

Meine älteste Tochter ist 9 Jahre alt und steht durchaus unter
dem Druck, mit ihren älteren Klassenkameraden mithalten zu
können. Nun gibt es bei uns den Spielfilm um 20.15 NICHT für
sie - für andere aber wohl. Manchmal tut sie mir fast leid,
wenn sie nicht mitreden kann, andererseits finde ich es sehr
wichtig, sie vor zu vielen nicht altersgerechten Bildern zu
schützen. Deshalb laufen bei uns die Nachrichten auch in der
Regel erst dann,wenn die Kinder im Bett sind.

volle zustimmung

vielleicht noch etwas ähnliches: die freunde meines sohnes haben alle einen gameboy (natürlich). ich finde dieses ding eigentlich nicht ok, aber das ist ein anderes thema. mein sohn wollte natürlich auch einen. ich sagte, daß er ihn sich alleine zusammensparen muß, er bekommt von mit lediglich das erste spiel (meine güte - wenn ich damals gewußt hätte, wie teuer die sein können). also gut, sohnemann hat gespart und sich das ding vor rund 8 wochen gekauft. wir haben im vorfeld abgesprochen, daß er pro tag nicht länger als 45min spielen darf. war ok für ihn. dann hatte er das ding und spielte. mal 10 min, mal ne viertel stunde. heute faßt er das ding kaum noch an. allemal bei ner längeren autofahrt. er findet es von sich aus doof, daß alle freunde, die er besucht, schon richtig süchtig sind nach dem ding und so will er nicht sein. das finde ich klasse.

Dinosauriergrüße von

Inselchen - die sich manchmal die Zeiten ohne Privatfernsehen
zurückwünscht

grüße von
claudi - die ohne kind ein echter tv-junkie wäre :smile:

Einmisch.

Da müsste ich Dich eigentlich fragen, ob Du - wenn Du z.B.
eine Tageszeitung hast - auch süchtig danach bist.
Oder aber, ob es eine Sucht ist wenn man regelmäßig
spazierengeht, Yoga macht, den Austausch mit Menschen braucht
oder betet.

Sicher. Nicht Substanz gebundene Süchte richten sich nicht
unbedingt nach ihren Inhalten, sondern eher danach, ob das
Wohlbefinden eines Menschen leidet, wenn er genau darauf
verzichten soll.

Jetzt habt ihr mich aber erwischt: Ich bin tatsächlich radfahrsüchtig. Wenn ich mal nicht fahren kann, werde ich grantig missgelaunt…

Echt ne Sucht! Aber ich werde es trotzdem nicht sein lassen.

SCNR

Gruß, Karin

-))

*lachmichweg
der war jetzt wirklich gut und ziemlich passend find ich.
Ronny

Moin Karin,

Jetzt habt ihr mich aber erwischt: Ich bin tatsächlich
radfahrsüchtig. Wenn ich mal nicht fahren kann, werde ich
grantig missgelaunt…

Ja, das kann durchaus sein. Ich bin auch nach einigen Dingen süchtig. Solange dies keine gesundheitlichen und/oder psychischen Probleme bereitet, ist das vermutlich auch o.k.

Echt ne Sucht! Aber ich werde es trotzdem nicht sein lassen.

Sonst wärs ja auch keine Sucht :smile:

Gruß
Marion

Hallo,

wie alt ist Dein Kind?

Gruß!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Marion,

Da hatten meine Eltern wohl Glück, in unserem Haushalt gab es
nämlich auch keine Hör-zu :smile:

Du bist nur ein paar Jahre zu jung, bzw. hast das vielleicht
verdraengt.
Bei uns gab’s auch keine Hoerzu (wozu auch, damals hatten meine
Eltern keinen Fernseher), aber Mecki war auch sonst praesent (und
wenn’s nur im Wartezimmer beim Arzt war - wo man viel laenger als
heutzutage zu brachte).

Gruesse
Elke

Hallo Gipsy,

Aber was hat das mit Pisa zu tun? Werden Kinder dorch Sport
klug und durch Fernsehen dumm?

ich denke nicht - halt stopp - ich weiss das pogemon und der andere scheisse auf alle faelle nicht klug machen sondern die kinder verbloeden dadurch!

wobei sesamstrasse - die sendung mit der maus - loewenzahn sehr lehrreich sind - aber wie oft kommt das „kluge“ fernsehn und wieoft das „andere“ ??

gruss manuel

VG

gipsy

Hallo gipsy,

Aber was hat das mit Pisa zu tun? Werden Kinder dorch Sport
klug und durch Fernsehen dumm?

lies mal zum Beispiel hier weiter:

http://www.adfc-bayern.de/ppm_fachtagung.htm

Gruß, Karin

Mahlzeit,

sorry für die späte Antwort, ich war ein paar Tage offline.

Ich verstehe euer Problem mit dem Fernsehen echt nicht. Ich
komm mir langsam auch vor als ob ich im falschen Jahrhundert
gelandet bin. Des Medium Fernsehen wird ja hier regelrecht
verteufelt!!!

Nicht doch. Ich habe lediglich geschrieben, daß ich keinen Bedarf habe und bisher auch keinen Bedarf für meine Kinder erkennen konnte.

Allen die hier so dagegen wettern möchte ich mal einen
Denkanstoss geben. Es wird immer davon geredet das im
Fernsehen nur Schwachsinn läuft und das es Kinder sowie auch
erwachsene Verdummt. Ok, aus meiner persönlichen Sicht trifft
das auf vielleicht 80% des Ausgestrahlten Programms auch zu.

Danke. Und jetzt setze mal die Werbung noch dazu ein, da bleiben vielleicht 15%.

Aber wenn man die restlichen 20 selektiert und nutzt kann es
doch einen sehr lehrreichen Effekt haben.

Kann es. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die mindestens genauso gut dafür sind - oder gibt es die „Killer-Anwendung“ fürs Fernsehen, also die Sendung, weswegen man sich unbedingt einen Fernseher anschaffen müßte? Bisher habe ich sie noch nicht kennengelernt.

Es gibt auch ein Medium das meiner Meinung nach noch eine viel
schlechtere Quote hat: Das Internet!! Wenn man einfach nur
blöd rumsuft sind bestimmt 99% aller Internetseiten
Schwachsinn, aber nutzen wir nicht alle durch die Bank weg
dieses Medium?

Durchaus. Bloß surfe ich nicht blöd herum, sondern unterhalte mich mich angesehenen Experten in Fachforen :smile:

Außerdem belegen Studien das die Suchtgefahr bei falscher
Nutzung des Internets noch um ein vielfaches höher ist als
beim Fernsehen, schon aus dem einfachen grund da es interaktiv
ist.

Ich gebe dir Recht.

Und jetzt ersetz doch mal das Wort Fernseher durch Computer
bzw, Internetzugang.
Ich möchte meinen Hintern drauf verwetten das keiner von denen
die hier das Fernsehen verteufeln auch nur 1 Woche freiwillig
auf ihren Computer verzichten würden wollen, wenn’s nicht
nötig wäre.

Auch hier könntest du Recht haben.

Was ich damit sagen will, es sollten sich manche Menschen mal
bewusst machen das wir nicht mehr im 19.Jahrhundert leben und
das Medien wie Radio, Fernsehen, und Internet heute zu den
wichtigsten Kommunikations- und Informationsmedien gehören.

Und da liegt der Denkfehler. Wenn ich anerkenne, daß auch andere Medien, die ich nutze, auch Suchtpotential beinhalten, bedeutet das noch lange nicht, daß ich es gutheiße, meinen Kindern diesen Potentialen auszusetzen und alle suchtgefährdenden Medien nutzen zu lassen.

Anderenfalls schlage ich vor sich einer Amish Enklave
anzuschließen und den Rest der Welt zu entsagen.

Warum? Ich lebe in der Metropole Frankfurt. Da habe ich noch nie einen Fernseher gebraucht. Und den Rest der Welt, das darfst du mir glauben, den erlebe ich durchaus intensiv.

Gruß

Sancho

Hi Christopher,

ich antworte unpassenderweise hier, weil der Artikel, auf den ich eigentlich antworten wollte, schon im Archiv ist.

woher soll ich das wissen? Aber lass sie doch mal
schauen, was für sie geeignet ist. Vielleicht gefällt’s
ihnen, vielleicht gefällt’s ihnen nicht.

Ich halte dir dein Alter ungern vor, aber an dieser Vorstellung merkt man doch, daß du keine Kinder hast.
Du kannst keine Kinder entscheiden lassen, was ihnen gefällt und was sie für sich heraussuchen wollen. Täte ich das, würde mein Sohn die blutrünstigen Monsterfilme aussuchen, meine 10jährige Tochter wohl Sendungen, die für pubertierende Mädchen gedacht sind und wo es nur um Jungs, Schminken und Petting geht. Ich suche selbstverständlich das raus, was ich für meine Kinder für gut erachte. Sowas machen alle Eltern, der Vorgang nennt sich Erziehung.

Warum soll man
warten, bis ein Kind kein Kind mehr ist, um ihm ein
zumutbares, aber möglichst breites Spektrum unserer
Welt zu zeigen?

Wer sagt, daß ich das tue? Meine Kinder sind zum Teil besser informiert als die fernsehenden Jungs meines Nachbarn. OK, sie kennen nicht den letzten Pickel von Britney Spears, und ihr Wissen über Pokémon hält sich in engen Grenzen, aber der Rest stimmt.

Fernsehen ist, bewusst und kontrolliert
genutzt, eine schöne Sache zur Information,
Unterhaltung oder Entspannung.

Ja. Und da liegt der Haken.

Da ich meine Kinder nicht allein mit dem Medium lassen kann, müßte ich selbst eine beträchtliche Menge an Zeit und Energie darin investieren, um a) die geeigneten Sendungen und Zeiten herauszufinden und b) deren Einhaltung zu kontrollieren. Der Nutzen wäre nicht höher, sondern bestenfalls gleichwertig zu anderen Angeboten. Das heißt, für etwas, das sie nicht unbedingt benötigen, müßte ich, der dies auch nicht benötigt, mich sehr stark damit beschäftigen.
Das tun auch die wenigsten Eltern. Sie geben ihnen das Gerät, und Ruh ist. Ich finde meinen Ansatz wesentlich konsequenter.

Es geht nicht um
Notwendigkeit. Natürlich kann man ohne Fernseher leben.

Danke für die Einsicht :smile:

Ich vermisse ihn gar nicht. Warum sollte ich ihn
meinen Kindern geben?

Ein eher groteskes Argument: Du spielst auch seit
mindestens 30 Jahren nicht mehr mit Bauklötzchen.

Aus zwei Gründen: erstens müßte ich, um in deinem Bild zu bleiben, mit den Bauklötzchen mitspielen. Zweitens sehe ich den Nutzen der Bauklötzchenspiele sofort ein, während mir bisher noch keiner (auch du nicht) den echten Nutzen des Fernsehers aufzeigen konnte.

Weil Du bei der Übertragung des
ostrumänischen Champions-League-Finales von 1843
festgestellt hast, dass Du Deinen Konsum nicht in den
Griff bekommst, muss das ja nicht für Deinen Nachwuchs
gelten.

Hier drehst du mir die Worte in den Mund um. Bleib auf dem Teppich, dann kann man diskutieren!

Gruß

Sancho