Guten abend,
Lies meinen obigen Absatz nochmal. Es geht mir nicht darum
jetzt ein neues Auto zu kaufen, sondern darum, dass das
nächste Auto, das man sich irgendwann im Verlaufe von 10-15
Jahren kauft, ein Auto mit geringerem Spritverbrauch ist.
Du hast schon recht. Nur bleibt die Frage, ob man als Taxifahrer lieber ein neues Fahrzeug kauft, das den Kunden jetzt zufrieden stellt, oder eines, das sich zukünftig rechnet.
Da bist Du dann gekniffen, wie z.B. die Leute, die
sich jetzt einer Spekulationsfrist von 10 Jahren bei
Immobilien gegenübersehen. Daß das Gesetz wohl irgendwann in
2003 vom BVerfG gekippt wird, hilft Dir auch nicht, wenn Du
die Hütte eigentlich in 1999 verkaufen wolltest.
Nun ja, entweder man will, dass etwas bleibt, wie es ist, oder
man will Veränderungen. Beides gleichzeitig geht nunmal nicht.
Veränderungen ja, aber nicht nahezu erratisch und je nach aktueller Stimmung.
Wenn der Mittelstand auf sowas nicht flexibel reagieren kann,
dann wird mir einiges klar. Schließlich können sich
Marktbedingungen wesentlich schneller verändern als alle 2
Jahre.
Das ist etwas anderes. Es geht darum, daß ich heute eine Investition tätigen kann (unter Berücksichtung der angenommenen Marktentwicklung), und in zwei, drei oder 5 Jahren die Rechnung, die ich heute anstelle, auch noch gilt. Ehrlich, eine derartige Rumhampelei und Zurückruderei habe ich noch nicht erlebt. Die Folge ist, und das höre ich inzwischen jeden Tag, daß man Investitionen lieber verschiebt anstatt in 2 Jahren aufgrund spontaner Meinungsänderung in der Politik vor dern Trümmern seiner Existenz zu stehen. Beispiel: Mit dem Dosenpfand hatte man sich abgefunden, wenn auch mit Schmerzen. Als dann Stoiber mit seinem Plan kam, das ganze zurückzudrehen, haben sich einstigen Gegner gegen diesen Plan zu Wort gemeldet.
ber es freut mich, dass du zumindest unter diesem
Gesichtspunkt die Weiterführung der Regierung Schröder
gutheisst, schließlich hatte Stoiber ja schon angekündigt, er
werde im Falle eines Wahlsiegs einiges ändern und rückgängig
machen.
Naja, ich heiße es nicht gut. Wenn sich eine Situation aufgrund einer Änderung verbessert, ist das sicherlich zu verschmerzen. Aber Du hast schon recht: Von der Devise „wir machen nicht alles anders, aber vieles besser“ halte ich nicht allzuviel. (huups, kommt mir das bekannt vor?
)
Im Vertrauen auf die Zukunft würde ich heute weder ein
spritsparendes Fahrzeug noch eine Energiesparlampe kaufen.
Du rechnest also damit, dass Energie zukünftig billiger wird ?
Tatsache ist, daß man im Augenblick nicht absehen kann, wie sich das ein oder andere entwickelt. Die Energie sollte mit der Liberalisierung billiger werden und wurde teurer (auch ohne Ökosteuer). Wozu eine regulierte Deregulierung führt, haben wir letztes Jahr in den USA gesehen.
Aber, und da bin ich ganz ehrlich, mir persönlich sind die Energiepreise vollkommen gleichgültig. Und solange das so ist, funktioniert die Ökosteuer nicht. Wie gesagt: Gegen eine Ökosteuer wehre ich mich nicht, aber a) sie darf nicht sozial ungerecht sein und b) nicht einfach so im großen Topf versickern. Und sie muß strikt zweckgebunden sein (hab´ heute irgendwo geschrieben, was ich damit meine).
Gruß
Christian