'Dank' an alle SPD und Grünen-Wähler

Zu den Steuererhöhungen:

Ein Plakat von Staeck so ca. 1975 - 1980:

Achtung Arbeiter: die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen!!!
Bevor sich die Bildzeitung und ihre Leser aufregen:

Erst fragen, wen es betreffen soll, dann meckern.

gruss
winkel

haben sich ein paar vielleicht auch Fahrzeuge mit geringerem
Benzinverbrauch angeschafft ? Na das wär doch ein Erfolg. Da
werden die aber wesentlich mehr sparen, als die paar Kröten
Ökosteuer.

hallo pendragon,…
natuerlich, die haben ja auch die kohle so ganz locker zu
sitzen. mal eben n neuen lkw oder pkw kaufen gehen.
wir habens ja, die 250,000 euro. kinkerlitzchen doch.

oder wie kann ich das auslegen?
fragt jetzt -digi

ich denke,
wir koennen uns die oe-steuer ueberhaupt nicht leisten; denn es wird keine kohle uebrig bleiben, womit man moderne geraete anschaffen kann. die schere wurde bereits ueberzogen.
siehe u.a. nemax.


was hast du denn erwartet ? owt
nanana

exc, du schreibst mir aus der seele.

mancher versteht halt nicht,
dass man bei einem nackten tapezierer ruhig tief
in dessen tasche greifen kann (falls auffindbar),
aber da wird halt nix bei rauskommen
fuerchtet :smile: - digi

hier unterliegst Du einem Irrtum, der leider weit verbreitet
ist. Was nützt es mir, wenn ich jetzt für € 25.000 ein neues
Fahrzeug kaufen kann, das mir im Vergleich zu meinem alten
Auto € 40.000 auf 10 Jahre erspart, wenn ich jetzt keine €
25.000 habe.

Hinzu kommt noch der Unsicherheitseffekt: Gerade die bunte
Regierung hat gezeigt, daß man sich auf aktuelle Gegebenheiten
und Rechts- bzw. Planungssicherheit nicht mehr verlassen kann.

Stell Dir vor, Du kaufst Dir einen kleinen dieselgetriebenen
Wagen und nach zwei Jahren kommt die Regierung auf den
Trichter, Diesel überporportional zu besteuern (wegen Ruß oder
was auch immer)

das hatten wir ja erst.

oder für jedes Fahrzeug Türen mit einer Breite

von 1,50 m vorzuschreiben (Fluchtmöglichkeit bei Feuer im
Wagen). Da bist Du dann gekniffen, wie z.B. die Leute, die
sich jetzt einer Spekulationsfrist von 10 Jahren bei
Immobilien gegenübersehen. Daß das Gesetz wohl irgendwann in
2003 vom BVerfG gekippt wird, hilft Dir auch nicht, wenn Du
die Hütte eigentlich in 1999 verkaufen wolltest.

Das ist doch gerade die Misere für den Mittelstand: Die
fehlende Planungsunsicherheit. Man kann sich auf alles
einstellen, aber nicht darauf, daß alle zwei Jahre Gesetze,
mit denen man sich gerade arrangiert hatte, wieder geändert
werden.

Im Vertrauen auf die Zukunft würde ich heute weder ein
spritsparendes Fahrzeug noch eine Energiesparlampe kaufen.

Gruß
Christian

Was sind denn für Dich Spritfresser? Ich versteh die Frage
nicht.

Vielleicht fährst du selten Taxi ? Schau dich doch mal am
Taxenplatz um und zähle, wieviel VW-Golf beispielsweise
zwischen den Mercedes-Limousinen rumstehen. Danach brauchst du
dann nur noch im Brett Vier- und Mehrräder nachfragen, wie
sich dieser Luxus auf den Spritverbrauch auswirkt und kannst
unter Schätzung der täglichen gefahrenen Kilomter eines Taxis
ausrechnen, was den Taxiunternehmer dieser Luxus kostet.

Du willst doch den Unternehmern oder Fahrern nicht

vorwerfen/-schreiben sie sollten nur dann fahren wenn sie
mindest zwei Fahrgäste transportieren können?

Nein, aber eine Luxuslimousine für einen Fahrgast muss ja nun
auch nicht sein, oder ? Mit der gleichen Begründung könntest
du dann auch mit nem Kleinbus oder einer Corvette-Stingray von
1969 Taxi-fahren und über hohe Spritkosten jammern.

Und was ist für

Dich ein Kleinwagen? Ein Taxi muß mind. 3 Türen haben - das
vorab.

Es gibt sogar 4-türige Kleinwagen, das hernach.

Gruss
Marion

Du kannst ja ruhig freiwillig 50% Deiner Netto-Einkünfte
dem Staat spenden, hindert dich keiner dran. Bekommst
vielleicht dann noch rechtzeitig einen Orden für den Wiener
Opernball!

50% … wo gibts die denn noch?
wir liegen bereits hoeher.
und alles in allem kommen 2/3 zusammen.
also bist du mit 50% SEHR GUT bedient.
also da mach ich auch mit, 50% ist doch n klacks.

oder sehe ich da was falsch?
fragt - digi

Hallo auch hier,

Die
Wahl lautet also: Pump ich Geld in Unternehmen in der
Hoffnung, diese kommen langfristig gesehen wieder auf die
Beine, beschäftigen Leute, zahlen Steuern etc. oder finanziere
ich lieber Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe…?

ich kann mich nicht entsinnen, daß es jemals eine Pleite gab,
bei der der Staat eingegriffen hätte und das Unternehmen dann
langfristig überlebt hätte. Mal abgesehen vom siechen
Steinkohleabbau u.ä. Fällen (z.B. Werften), wo schon seit zig
Jahren subventioniert wird. Insofern zählt das nicht.

ich glaube zu wissen, BWM hatte man mal so gerettet. Die waren schon mal pleite.
Bei Borgward klappte es nicht, aber das war ja in Bremen.

MfG

Gerd

Gruß
Christian

Ansprüche und Realität

das ist genau das, was mich hier im Moment so ärgert. Alle
wollen das System geändert haben, weil ja soviel falsch läuft,
aber wenns an den eigenen Geldbeutel geht, geht das Geheule
los nach dem Motto, ich bin ja soooo betroffen. Und das
beziehe ich auf alle Gruppen hier im Land.

Die Studenten schimpfen, wenn sie an ihrer Ausbildung
beteiligt werden sollen, die Unternehmer heulen, wenn sie ihre
Subventionen verlieren, die Beamten wollen sich nicht am
Sozialsystem beteiligen, alle wollen kostenlos zum Arzt, jeder
will mit 50 in Rente, aber alle klagen, dass die Steuern und
Sozialabgaben zu hoch wären.

Mir war so, als wenn das „S“ in SPD irgendwas mit sozial zu tun gehabt hätte. Was daran sozial sein soll, Unternehmen und Arbeitnehmer bei der Rentenversicherung vorübergehend zu entlasten (und weiterhin über die ZUkunft der Rente zu belügen), während alle nicht-Rentenversicherungszahler (d.h. nicht zuletzt Arbeitslose, Rentner, Sozialhilfeempfänger) nur die Belastung zu tragen haben, ist mir irgendwie nicht ganz klar.

Ich hab ja kein grundsätzliches Problem mit der Politik der bunten Regierung, aber sie soll doch bitte einigermaßen konsequent und ehrlich sein.

Mir ist aus der bisherigen Regierungszeit kein einziges Beispiel dafür präsent, daß man der eigenen Politik treu geblieben wäre.

Von den ganzen Bundeswehreinsätzen angefangen, über das Scheinselbständigengesetz, den 630-Marks-Jobs bis hin zur hier diskutierten Ökosteuer. Alles heftig an den eigenen Ansprüchen vorbei. Und das ist einer der wesentlichen Vorwürfe, die der bunten Regierung mache. Mal abgesehen vom Vorwurf, über kurz oder lang die Wirtschaft zu ruinieren und sich immer weiter der Staatswirtschaft anzunähern.

Gruß
Christian

BWM?? Kenne ich nicht, oder meinst Du BMW? owT

ich glaube zu wissen, BWM hatte man mal so gerettet. Die waren
schon mal pleite.
Bei Borgward klappte es nicht, aber das war ja in Bremen.

musst richtig lesen, ich sprach vom NETTO nicht von den Bruttoeinnahmen.
50% Abgaben insgesamt wäre gut, muss ich Dir zustimmen.
Aber von einem kleinen Angestelltengehalt ist das auch schon ordentlich.
Wenn man natürlich Millionen im Jahr verdient, kann man trotzdem noch richtig protzen, trotz lumpiger 50%…zahlen die wirklich so hohe Steuern?

Schönes We

Gerd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi EXC:

>Einfach: Ökosteuer, ohne jede Ausnahme für jeden, mit Ansage:
>1. Stufe in Jahr x+2, danach jährliche Steigerung um einen
>definierten Satz für die nächsten 10 Jahre. Verwendung der
>Mittel ausschließlich für den Umweltschutz, den ÖPNV (wenn es
>denn sein muß) und die Forschung in alternative Energien sowie
>Förderung von Solaranlagen und stromsparenden Haushaltsgeräten
>inkl. Glühbirnen.

Guter Punkt. Aber genau das ist der Sinn der ÖS.
In der Tat sieht es so aus, dass die Ökosteuer im Aril 1999 eingeführt wurde. Damals wurde der Liter Benzin zunächst um 7 Pfenning teurer. Zudem wurde Heizöl besteuert und die kWh Strom kostete 1,irgendas Pfenning mehr. Ein Jaar später trat die zweite Stufe in Kraft, dann die dritte, und im Januar 2003 wird bald die LETZTE Stufe der Erhöhung in Kraft treten. So einfach.
Die Ökosteuer fließt größtenteils in die Rentenkasse. Das ist auch nötig, wie ich ja bereits weiter unten geschrieben habe, und etwa 200 Millionen Euro jährlich fließen in die Forschung alternativer Energien. Und die werden wir in spätestens 50 Jahren eh brauchen.

>:smiley:iese feine Unterscheidung, die durch nichts begründet ist,
>:außer Kalköfen und Aluminiumschmelzen von der Ökosteuer zu
>:befreien, sorgt dafür, daß eine Aluminiumschmelze, die mehr
>:Strom braucht als die gesamte Stadt Essen inkl. Industrie, von
>:der Ökosteuer befreit ist.

Hä? Sollten die Metallverarbeitungsindustrien Steuern dafür zahlen, dass sie ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen? Falls du es noch nicht gemerkt hast: Sämtliche Ausgaben, die in direktem Zusammenhang mit dem Beruf stehen (z.B. Auto und Benzin eines Taxifahrers/Fahrlehrers und und und), lassen sich von der Steuer abheben. Du als Redakteur einer Computer-Zeitschrift solltest also z.B. auch deinen Computer, den du für die Arbeits benötigst, von der Steuer abheben können, und bei diesem Fall wäre es nach Gerichtsurteil noch nicht einmal mehr erforlich, nachzuweisen, dass du ihn ausschließlich für deinen Beruf verwendest, da bei Computern diese Unterscheidung sowieso nicht mehr möglich ist. (nebenbei mal 'n privates Spielchen, merkt sowieso keiner)

Wer jeden Tag wenige Kilometerchen mit dem Auto zurücklegt, um dabei nur sich selbst und ein paar Dokumente zu bewegen, sollte mal daürber nachdenken, ob er nicht mit einem Motorrad (schon billiger), Mofa (noch billiger) oder sogar einem Fahrrad (bis auf das Fahrrad selbst kostenlos) besser wegkommt.

Ein moderner Mittelklassewagen (Referenz: Ford focus) mit 100 PS stößt pro gefahrenen Kilometer rund 163 g Kohlendioxid aus. Geht man davon aus, dass etwa 30 Millionen Erwerbstätige täglich mit einem solchen Auto 10 km zurücklegen (meine ganz persönliche Annahme), um zu ihrer Arbeitsstelle zu gelangen, macht das 48,9 Millionen kg oder knapp 49.000 Tonnen (!!!) TÄGLICH (!!!), die von diesem Treibhausgas in unsere Atmosphäre gepustet werden. Und das alleine in Deutschland, von den USA jetzt mal ganz zu schweigen.
Ist es da falsch, die Leute mittels der Ökosteuer/Mineralölsteuer/Kfz-Steuer diesbezüglich zum nachdenken zu bewegen?

Chris

Hey Chris

ich kann mich nicht entsinnen, daß es jemals eine Pleite gab,
bei der der Staat eingegriffen hätte und das Unternehmen dann
langfristig überlebt hätte.

VW

Gruss
Marion

ich glaube zu wissen, BWM hatte man mal so gerettet. Die waren
schon mal pleite.
Bei Borgward klappte es nicht, aber das war ja in Bremen.

Lieber Chris :smile:

Vielleicht solltest du dir mal anschauen, wie sich der
Benzinpreis in den letzen 15 Jahren auch ohne Ökosteuer
entwickelt hat. Da muss man nicht unbedingt Nobelpreisträger
sein um sich ausrechnen zu können, dass sich bei der nächsten
Neuanschaffung ein verbrauchsärmeres Auto rechnet, und so alle
10-15 Jahre werden sicher auch Taxis ausgewechsel.

hier unterliegst Du einem Irrtum, der leider weit verbreitet
ist. Was nützt es mir, wenn ich jetzt für ? 25.000 ein neues
Fahrzeug kaufen kann, das mir im Vergleich zu meinem alten
Auto ? 40.000 auf 10 Jahre erspart, wenn ich jetzt keine ?
25.000 habe.

Lies meinen obigen Absatz nochmal. Es geht mir nicht darum jetzt ein neues Auto zu kaufen, sondern darum, dass das nächste Auto, das man sich irgendwann im Verlaufe von 10-15 Jahren kauft, ein Auto mit geringerem Spritverbrauch ist.

Hinzu kommt noch der Unsicherheitseffekt: Gerade die bunte
Regierung hat gezeigt, daß man sich auf aktuelle Gegebenheiten
und Rechts- bzw. Planungssicherheit nicht mehr verlassen kann.

Dann werde ich dir mals eins ganz sicher sagen: Kauf dir ein Auto, das wenig Sprit verbrauch und wenig Dreck erzeugt. Dann kannst du sicher sein, dass du auch in Zukunft nicht schlecht fährst.

Stell Dir vor, Du kaufst Dir einen kleinen dieselgetriebenen
Wagen und nach zwei Jahren kommt die Regierung auf den
Trichter, Diesel überporportional zu besteuern (wegen Ruß oder
was auch immer) oder für jedes Fahrzeug Türen mit einer Breite
von 1,50 m vorzuschreiben (Fluchtmöglichkeit bei Feuer im
Wagen).

Ich denke, die Gefahl ist viel größer, dass man eine Tarnlackierung auf Autodächern vorschreibt, damit diese Vögeln als ansprechender Ruheort dienen können, wenn die Autos im Sommer aufgrund des allgemeinen Verkehrsinfarkt stundenlang im Stau stehen. :smile:

Da bist Du dann gekniffen, wie z.B. die Leute, die

sich jetzt einer Spekulationsfrist von 10 Jahren bei
Immobilien gegenübersehen. Daß das Gesetz wohl irgendwann in
2003 vom BVerfG gekippt wird, hilft Dir auch nicht, wenn Du
die Hütte eigentlich in 1999 verkaufen wolltest.

Nun ja, entweder man will, dass etwas bleibt, wie es ist, oder man will Veränderungen. Beides gleichzeitig geht nunmal nicht.

Das ist doch gerade die Misere für den Mittelstand: Die
fehlende Planungsunsicherheit. Man kann sich auf alles
einstellen, aber nicht darauf, daß alle zwei Jahre Gesetze,
mit denen man sich gerade arrangiert hatte, wieder geändert
werden.

Wenn der Mittelstand auf sowas nicht flexibel reagieren kann, dann wird mir einiges klar. Schließlich können sich Marktbedingungen wesentlich schneller verändern als alle 2 Jahre. Aber es freut mich, dass du zumindest unter diesem Gesichtspunkt die Weiterführung der Regierung Schröder gutheisst, schließlich hatte Stoiber ja schon angekündigt, er werde im Falle eines Wahlsiegs einiges ändern und rückgängig machen.

Im Vertrauen auf die Zukunft würde ich heute weder ein
spritsparendes Fahrzeug noch eine Energiesparlampe kaufen.

Du rechnest also damit, dass Energie zukünftig billiger wird ?

Gruss
Marion

Hallo Marion,

VW

da bin ich wohl wieder mal ein Opfer der Gnade der späten Geburt. Sowohl bei BMW (siehe unten) als auch bei VW ist mir keine Beinahepleite bekannt.

Schön, daß es Ausnahmenvon der Regel gibt. Sie sollten aber ganz sicher kein Beispiel dafür sein, daß das staatliche Eingreifen doch eine gute Idee ist. Aber so hatte ich Dich eh nicht verstanden.

Gruß
Christian

Guten abend,

Lies meinen obigen Absatz nochmal. Es geht mir nicht darum
jetzt ein neues Auto zu kaufen, sondern darum, dass das
nächste Auto, das man sich irgendwann im Verlaufe von 10-15
Jahren kauft, ein Auto mit geringerem Spritverbrauch ist.

Du hast schon recht. Nur bleibt die Frage, ob man als Taxifahrer lieber ein neues Fahrzeug kauft, das den Kunden jetzt zufrieden stellt, oder eines, das sich zukünftig rechnet.

Da bist Du dann gekniffen, wie z.B. die Leute, die

sich jetzt einer Spekulationsfrist von 10 Jahren bei
Immobilien gegenübersehen. Daß das Gesetz wohl irgendwann in
2003 vom BVerfG gekippt wird, hilft Dir auch nicht, wenn Du
die Hütte eigentlich in 1999 verkaufen wolltest.

Nun ja, entweder man will, dass etwas bleibt, wie es ist, oder
man will Veränderungen. Beides gleichzeitig geht nunmal nicht.

Veränderungen ja, aber nicht nahezu erratisch und je nach aktueller Stimmung.

Wenn der Mittelstand auf sowas nicht flexibel reagieren kann,
dann wird mir einiges klar. Schließlich können sich
Marktbedingungen wesentlich schneller verändern als alle 2
Jahre.

Das ist etwas anderes. Es geht darum, daß ich heute eine Investition tätigen kann (unter Berücksichtung der angenommenen Marktentwicklung), und in zwei, drei oder 5 Jahren die Rechnung, die ich heute anstelle, auch noch gilt. Ehrlich, eine derartige Rumhampelei und Zurückruderei habe ich noch nicht erlebt. Die Folge ist, und das höre ich inzwischen jeden Tag, daß man Investitionen lieber verschiebt anstatt in 2 Jahren aufgrund spontaner Meinungsänderung in der Politik vor dern Trümmern seiner Existenz zu stehen. Beispiel: Mit dem Dosenpfand hatte man sich abgefunden, wenn auch mit Schmerzen. Als dann Stoiber mit seinem Plan kam, das ganze zurückzudrehen, haben sich einstigen Gegner gegen diesen Plan zu Wort gemeldet.

ber es freut mich, dass du zumindest unter diesem
Gesichtspunkt die Weiterführung der Regierung Schröder
gutheisst, schließlich hatte Stoiber ja schon angekündigt, er
werde im Falle eines Wahlsiegs einiges ändern und rückgängig
machen.

Naja, ich heiße es nicht gut. Wenn sich eine Situation aufgrund einer Änderung verbessert, ist das sicherlich zu verschmerzen. Aber Du hast schon recht: Von der Devise „wir machen nicht alles anders, aber vieles besser“ halte ich nicht allzuviel. (huups, kommt mir das bekannt vor? :wink: )

Im Vertrauen auf die Zukunft würde ich heute weder ein
spritsparendes Fahrzeug noch eine Energiesparlampe kaufen.

Du rechnest also damit, dass Energie zukünftig billiger wird ?

Tatsache ist, daß man im Augenblick nicht absehen kann, wie sich das ein oder andere entwickelt. Die Energie sollte mit der Liberalisierung billiger werden und wurde teurer (auch ohne Ökosteuer). Wozu eine regulierte Deregulierung führt, haben wir letztes Jahr in den USA gesehen.

Aber, und da bin ich ganz ehrlich, mir persönlich sind die Energiepreise vollkommen gleichgültig. Und solange das so ist, funktioniert die Ökosteuer nicht. Wie gesagt: Gegen eine Ökosteuer wehre ich mich nicht, aber a) sie darf nicht sozial ungerecht sein und b) nicht einfach so im großen Topf versickern. Und sie muß strikt zweckgebunden sein (hab´ heute irgendwo geschrieben, was ich damit meine).

Gruß
Christian

na…
…fühlst du dich jetzt besser ?

-)

Moin digi,

ich denke,
wir koennen uns die oe-steuer ueberhaupt nicht leisten;

wieviel macht die Ökosteuer denn ganz konkret in Zahlen bei dir aus und in welchem Bereich fällt das meiste an ?

Wie gesagt, falls das bei dir echt viel ist, solltest du vielleicht mal eine Energieberatung aufsuchen.

denn

es wird keine kohle uebrig bleiben, womit man moderne geraete
anschaffen kann. die schere wurde bereits ueberzogen.

Versteht ihr mich absichtlich alle falsch oder hab ich mich so unklar ausgedrückt ? Also nochmal: Irgendwann wirst du ein neues Auto, eine neue Waschmaschine, Rasierapparat, Rasenmäher, Stereoanlage, Fernseher, Kühlschrank etc. brauchen. Und dann schaust halt neben der Farbe auch mal darauf, was das Teil für einen Energieverbrauch hat.

Alles klar ?
Gruss
Marion

Wo bist Du da betroffen?

Ich meine die drstischen Steuererhöhungen auf diversen Ebenen.

Von welchen dieser „drastischen“ Steuererhöhungen bist Du denn betroffen?

Vermögenssteuer? Wie viele Millionen besitzt Du denn?
Erbschaftssteuer? Wie viele Millionen wirst Du demnächst erben?
Tabaksteuer?? Wieviel rauchst Du denn jeden Tag. Die volkswirtschaftlichen Folgekosten des Rauchens sind höher als die geschätzten 10 Mrd. Euro Einnahmen durch die Tabaksteuer.

Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer stehen zu 100% den Bundesländern zu, sogar den Unionsregierten. In den Bundeshaushalt fliesst davon kein einziger Cent.

Es geht Dir ganz offensichtlich nicht um eine sachliche Auseinandersetzung, sonst würdest Du nicht einen derartigen Schmarrn (wie wir hier in Bayern sagen) schreiben.

Und noch ein Hinweis: Der Wahlkampf ist gottseidank vorbei. Man könnte wieder normal miteinander kommunizieren.
Gruß
Michael

…genau so eine Vorlage hab ich mir gewünscht :smile:

Ich meine die drstischen Steuererhöhungen auf diversen Ebenen.

Beschlossen ist bis jetzt noch keine. Aber die Wahl ist ja auch erst 5 Tage her :smile:. Für mich ist es so sicher wie das Amen in der Kirche, dass es Steuererhöhungen entgegen aller Wahlversprechen geben wird. Wir können uns ja zu gg. Zeit in diesem Forum wiedertreffen.

Darüber können wir reden, wenn Eichel es geschafft hat, die
von der Kohlregierung angehäuften Schulden abzutragen. Vorher
nicht.

Immerhin hat die Kohl-Regierung 10 Jahre Wiedervereinigung finanziert, die es selbstverständlich nicht umsonst gab und auch in Zukunft nicht geben wird. Auch Eichel hätte zu diesem Zweck Schulden gemacht, oder zweifelst Du das an?

Bislang hat die Ökosteuer dazu geführt, dass viele zwar ein
wenig mit den Zähnen geknirscht haben, aber das wars. Der
Energieverbrauch ist leider kaum zurückgegangen, aber genau
darum gehts bei der Ökosteuer. Energie muss so teuer werden,
dass sich (zumindest die mit Hirn) Gedanken machen, wie sie
Energie einsparen können.

Wo bleibt denn da das Schlagwort der sog. „sozialen Gerechtigkeit“? Im Grunde heißt das doch nur, dass die (ich sage es jetzt mal ganz platt) „Reichen“ die Umwelt verschmutzen und verpesten können, wie es ihnen gefällt, denn wer genug Geld hat, den juckt es nicht, ob der Liter Treibstoff 1,11 € oder 5 € kostet. Ergo trifft es diejenigen, die ohnehin schon jeden Euro dreimal umdrehen müssen. Heizen, autofahren etc. wird somit ein Privileg der Wohlhabenden??? Tolle Aussichten.

Auf lange Sicht gesehen könnte Deutschland weltweit führend im
Bereich der Energiespar-Technologie werden (mal salopp
ausgedrückt), was sich auch nicht schlecht auf die
Exportchancen auswirken wird.

Deutschland ist in diesem Bereich bereits führend. Aber die meisten Länder der Welt können sich eine derartige Technologie nicht leisten, oder es interessiert sie nicht (z. B. USA).

Gruß
Sarah

Bravo!!
Absolut Deiner Meinung, Gerd!!

Gruss
Berti