'Dank' an alle SPD und Grünen-Wähler

Hallo Christoph,

>Einfach: Ökosteuer, ohne jede Ausnahme für jeden, mit
Ansage:
>1. Stufe in Jahr x+2, danach jährliche Steigerung um einen
>definierten Satz für die nächsten 10 Jahre. Verwendung der
>Mittel ausschließlich für den Umweltschutz, den ÖPNV (wenn
es
>denn sein muß) und die Forschung in alternative Energien
sowie
>Förderung von Solaranlagen und stromsparenden
Haushaltsgeräten
>inkl. Glühbirnen.

Guter Punkt. Aber genau das ist der Sinn der ÖS.
In der Tat sieht es so aus, dass die Ökosteuer im Aril 1999
eingeführt wurde. Damals wurde der Liter Benzin zunächst um 7
Pfenning teurer. Zudem wurde Heizöl besteuert und die kWh
Strom kostete 1,irgendas Pfenning mehr. Ein Jaar später trat
die zweite Stufe in Kraft, dann die dritte, und im Januar 2003
wird bald die LETZTE Stufe der Erhöhung in Kraft treten. So
einfach.

Richtig, aber die Vorhersehbarkeit ist nur ein Punkt der Forderungen, die ich gestellt habe, der - zugegebenermaßen - erfüllt wurde.

Die Ökosteuer fließt größtenteils in die Rentenkasse. Das ist
auch nötig, wie ich ja bereits weiter unten geschrieben habe,

Das streite ich entschieden ab. Das ist ein volkswirtschaftlicher und sozialer Fauxpas, der das ganze Konzept ad absurdum führt.

und etwa 200 Millionen Euro jährlich fließen in die Forschung
alternativer Energien. Und die werden wir in spätestens 50
Jahren eh brauchen.

200 Mio. Euro von wieviel?

Hä? Sollten die Metallverarbeitungsindustrien Steuern dafür
zahlen, dass sie ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen?

Dafür ist die Ökosteuer doch gedacht: Der Verbrauch von Energie soll besteuert werden, um den Verbrauch zu reduzieren. Wenn ich die größten Energeiverbraucher ausschließe, geht das an der Sache vorbei und führt dazu, daß man das Konzept nicht ernstnehmen kann.

Falls
du es noch nicht gemerkt hast: Sämtliche Ausgaben, die in
direktem Zusammenhang mit dem Beruf stehen (z.B. Auto und
Benzin eines Taxifahrers/Fahrlehrers und und und), lassen sich
von der Steuer abheben.

Der Ton ist unnötig, insbesondere dann, wenn man nicht begriffen hat, das betriebliche Aufwendungen in voller Höhe anfallen aber über die Steuer nur in Höhe des Steuersatzes zu einer Entlastung führen. Dabei unterstellt, daß ein Unternehmen überhaupt Ertragssteuern bezahlt, was für nur noch sehr wenige Unternehmen gilt.

Du als Redakteur einer
Computer-Zeitschrift solltest

Bitte nachlesen. Ich war Redakteur für eine PC-Zeitung, bin aber jetzt Bankangestellter. In dieser Funktion habe ich mit Unternehmern zu tun, die sich über das Gewese über die Ökosteuer schlapplachen, weil sie über plumpe Schleichwege an der Steuer vorbei kommen, und mit anderen, die sich darüber beklagen, daß sie belastet werden und andere nicht.

Ist es da falsch, die Leute mittels der
Ökosteuer/Mineralölsteuer/Kfz-Steuer diesbezüglich zum
nachdenken zu bewegen?

Nein, es wäre aber notwendig, die Steuer gleichmäßig und nicht willkürlich zu erheben und die Einnahmen nicht sinnfremd zu verwenden.

Ehrlich gesagt wundere ich mich, daß hier keiner begreift, worum es geht. Es werden Menschen und Unternehmen, die Geld verdienen bei den Rentenbeiträgen entlastet und alle belastet, die Energie verbrauchen, abgesehen von denen, die richtig viel Energie verbrauchen.

Für mich selber habe ich noch gar keine Rechnung gemacht, aber es ist doch wohl offensichtlich, daß eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern keine Entlastung erfährt, aber den Belastungen der Ökosteuer voll unterliegt. Es kann mir keiner glaubhaft vermitteln, daß dies der Sinn einer sozialen sein soll. Mal abgesehen davon, daß die Kinder dieser Frau von den Einnahmen der Steuer keine Vorteile der Ökosteuer aufgrund einer saubereren Umwelt haben werden, solange die Steuer in artfremde Töpfe geht.

Gruß
Christian

Hallo Marion,

Das seh ich wie du. Unternehmen, die nicht lebensfähig sind,
sollen Pleite gehen, selbst wenn das kurzfristig die
Arbeitslosenzahlen erhöht. Das Problem ist nur, dass für die
Arbeitslosen dann auch wieder der Staat aufkommen muss. Die
Wahl lautet also: Pump ich Geld in Unternehmen in der
Hoffnung, diese kommen langfristig gesehen wieder auf die
Beine, beschäftigen Leute, zahlen Steuern etc. oder finanziere
ich lieber Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe…?

Genau, das ist der Kern des Pudels. Ich habe die genaue Summe nicht im Kopf, die Mobilcom bekommen soll oder schon hat, aber es waren ein paar zig Millionen €. Was meinst du, wie viele Arbeitslose man damit eine Zeit lang ernähren kann.
Und wie auch schon richtig gesagt wurde, die wenigsten Unternehmen rettet es.
Wenn ich in unserem Miniunternehmen nicht richtig rechne, muss ich Insolvenz anmelden. Da kommt kein Schröder und gibt mir Geld. Und schau dich mal auf den einschlägigen Seiten um(Amtsgerichte, Insolnet.de usw) Da kommen auch 'ne Menge Arbeitslose zusammen. Aber im Prinzip sind wir ja einer Meinung oder?

Viele Grüße Ordnazo

Hallo!

Also eigentlich sollte nicht der Benzinverbrauch reduziert werden, sondern das verbrennen von fossielen Treibstoffen gänzlich abgeschafft werden…

Z.B. kann man doch mit elektrisch betriebenen Autos fahren.

Natürlich bringen die momentamn nicht mehr als 140 km/h, und deswegen will das ja niemand - deswegen muss man die Leute „anders“ dazu bekommen.

Es geht schon längst nicht mehr nur um Treibstoffreduktion bei Verbrennungsmotoren. Benzin wird knapp werden, schneller als manch einer glaubt.

Wenn übrigens jemand heute ein Auto kauft (Benziner, Diesel oder sonstige alternative Motoren), der muss ja mittlerweile kein Geld mehr in der Tasche haben. Selbst gebrauchte werden bei Händlern auf Raten gekauft, ein Prinzip, was sich jeder, der ein geregeltes Einkommen und kontrollierte Ausgaben hat, leisten kann.

Gruß
Patrick

Guten abend,

Gleichfalls :smile:

Lies meinen obigen Absatz nochmal. Es geht mir nicht darum
jetzt ein neues Auto zu kaufen, sondern darum, dass das
nächste Auto, das man sich irgendwann im Verlaufe von 10-15
Jahren kauft, ein Auto mit geringerem Spritverbrauch ist.

Du hast schon recht. Nur bleibt die Frage, ob man als
Taxifahrer lieber ein neues Fahrzeug kauft, das den Kunden
jetzt zufrieden stellt, oder eines, das sich zukünftig
rechnet.

Also mir ist es völlig egal, welches Auto ein Taxifahrer verwendet, hauptsache es ist nicht vollgequalmt und bringt mich dahin, wohin ich will. Meinetwegen kann das auch ein Ford Fiesta sein.

Nun ja, entweder man will, dass etwas bleibt, wie es ist, oder
man will Veränderungen. Beides gleichzeitig geht nunmal nicht.

Veränderungen ja, aber nicht nahezu erratisch und je nach
aktueller Stimmung.

ok, kannst du mal ein konkretes Beispiel nenne, wo du den Eindruck hast, dass schwerwiegende Veränderungen kurzfristig und nach aktueller Stimmungslage von der Regierung vorgenommen werden ?

Das ist etwas anderes. Es geht darum, daß ich heute eine
Investition tätigen kann (unter Berücksichtung der
angenommenen Marktentwicklung), und in zwei, drei oder 5
Jahren die Rechnung, die ich heute anstelle, auch noch gilt.

Wenn du dich bei Unternehmen umhörst, dann liegt die Zurückhaltung bei den Investitionen allerdings eher in der unsicheren Marktentwicklung. Wie eine Regierung hier Zuversicht in die Zukunft wecken soll weiss ich auch nicht. Schließlich kann sie mit dem ihr zur Verfügung stehenden knappen Budget nicht wirklich die Konjunktur ankurbeln.

Ehrlich, eine derartige Rumhampelei und Zurückruderei habe ich
noch nicht erlebt.

In welchem Bereich ?

Aber, und da bin ich ganz ehrlich, mir persönlich sind die
Energiepreise vollkommen gleichgültig. Und solange das so ist,
funktioniert die Ökosteuer nicht. Wie gesagt: Gegen eine
Ökosteuer wehre ich mich nicht, aber a) sie darf nicht sozial
ungerecht sein und b) nicht einfach so im großen Topf
versickern. Und sie muß strikt zweckgebunden sein (hab´ heute
irgendwo geschrieben, was ich damit meine).

Das wäre doch tatsächlich mal ein konstruktiver Ansatzpunkt für eine Diskussion über die Ökosteuer :smile:

Ich stell mir nur grade vor, man würde z.B. die Kosten, welche durch die Energiegewinnung aus Atomstrom anfallen, also sämtliche Kosten für Endlagerung, Atomtransporte etc. nicht mehr aus der Staatskasse bezahlen, sondern die Energieunternehmen müssten diese Summen selbst aufbringen und an ihre Endkungen weitergeben. Dann möchte ich die Gesichter von einigen Leuten hier gerne mal sehen.

Hier wird offenbar völlig übersehen, dass die Endpreise für Energie, auf welchem Sektor auch immer, politische Preise sind und auch schon immer waren.

Gruss
Marion

Ich meine die drstischen Steuererhöhungen auf diversen Ebenen.

Von welchen dieser „drastischen“ Steuererhöhungen bist Du denn
betroffen?

Vermögenssteuer? Wie viele Millionen besitzt Du denn?
Erbschaftssteuer? Wie viele Millionen wirst Du demnächst
erben?
Tabaksteuer?? Wieviel rauchst Du denn jeden Tag. Die
volkswirtschaftlichen Folgekosten des Rauchens sind höher als
die geschätzten 10 Mrd. Euro Einnahmen durch die Tabaksteuer.

Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer stehen zu 100% den
Bundesländern zu, sogar den Unionsregierten. In den
Bundeshaushalt fliesst davon kein einziger Cent.

Du hast wahrscheinlich nicht mitbekommen, dass auch die Rede von Erhöhung der Mehrwertsteuer war, aber vermutlich konsumierst du nichts.

Wenn übrigens jemand heute ein Auto kauft (Benziner, Diesel
oder sonstige alternative Motoren), der muss ja mittlerweile
kein Geld mehr in der Tasche haben. Selbst gebrauchte werden
bei Händlern auf Raten gekauft, ein Prinzip, was sich jeder,
der ein geregeltes Einkommen und kontrollierte Ausgaben hat,
leisten kann.

Tatsächlich? Und wenn bereits die laufenden Kosten für das Automobil schon die Möglichkeiten des Benutzers ausreizen und Ratenzahlungen für ein neues KfZ nicht mehr drin sind?

C.

Ich meine die drstischen Steuererhöhungen auf diversen Ebenen.

Von welchen dieser „drastischen“ Steuererhöhungen bist Du denn
betroffen?

Vermögenssteuer? Wie viele Millionen besitzt Du denn?
Erbschaftssteuer? Wie viele Millionen wirst Du demnächst
erben?
Tabaksteuer?? Wieviel rauchst Du denn jeden Tag. Die
volkswirtschaftlichen Folgekosten des Rauchens sind höher als
die geschätzten 10 Mrd. Euro Einnahmen durch die Tabaksteuer.

So, die Folgekosten sind höher???

Da muss doch der Staat sofort eingreifen.
Der Erwerb von Tabakwaren wird sofort verboten.
Es dürfen keine Tabakwaren mehr in die BRD eingeführt werden.
Rauchen wird unter Strafe gestellt.

Alles logische Forderungen, oder??

Der Staat fördert mit dem Zulassen des Verkaufes von Tabakwaren bewusst das Krebsrisiko, grenzt doch an bewusster Körperverletzung???

Grüne wo seit ihr???

Der Gesundheitsminister kann Milliarden an Krankenbehandlungskosten einsparen, also nichts wie ran…Kosten senken bei den Krankenkassen!!!
Kostendämpfungsgesetz, greift das???
Dann wird hoffentlich KK und was weiss ich noch billiger.

Haben wir denn in der Regierung keine Rechenkünstler oder gibt es nur Schlafplätze in Berlin??

Aber es einfacher, gross in der Presse darüber zu berichten, wie böswillig der Bauer handelte, der Chemie illegal auf seinen Feldern aufbrachte (was ich nicht gut heisse) und grossartig saniert werden musste, damit der Schaden von der umliegenden Bevölkerung abgewendet wurde.

Wo ist der Unterschied?

Klar, ganz einfach, privat darfst keinen vergiften, das ist strafbar, bei staatlich erlaubtem Vergiften kannst den Staat nicht verantwortlich machen, sondern kräftig Steuern einnehmen.

Mich regt das Gerede und Abzockerei langsam auf, das gesamte politische Geschwafel, jeder dreht seine Interesse wie er sie braucht, um ganz reale Dinge geht es überhaupt nicht mehr, ob Gesundheit, Öko oder was auch immer.

einer der auch mal 60 Stück am Tag rauchte

Gerd

Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer stehen zu 100% den
Bundesländern zu, sogar den Unionsregierten. In den
Bundeshaushalt fliesst davon kein einziger Cent.

Es geht Dir ganz offensichtlich nicht um eine sachliche
Auseinandersetzung, sonst würdest Du nicht einen derartigen
Schmarrn (wie wir hier in Bayern sagen) schreiben.

Und noch ein Hinweis: Der Wahlkampf ist gottseidank vorbei.
Man könnte wieder normal miteinander kommunizieren.
Gruß
Michael

…fühlst du dich jetzt besser ?

-)

ja, klar!!!
Oder willst Du das so haben, Vater bestimmt und das Volk hält das Maul???

Schönes WE

Gerd

Mir war so, als wenn das „S“ in SPD irgendwas mit sozial zu
tun gehabt hätte. Was daran sozial sein soll, Unternehmen und
Arbeitnehmer bei der Rentenversicherung vorübergehend zu

Frei zitiert nach Kostolany:

„Sozial ist, wenn der Einzelne nicht der Gesamtheit zur Last fällt, d.h., wenn díe Gesamtheit nicht für den Einzelnen verantwortlich ist.
Unsozial ist, wenn der Einzelne auf Kosten der Gesamtheit gut Leben kann. Unsozial ist, wenn nach Robin Hood-Manier dem Einen genommen und dem anderen gegeben wird, ohne das der etwas zur Gesamtheit dazu beiträgt.“

Unsozial ist, wenn auf Kosten anderer (Millionären, Rauchern Verbrauchern) die Pannen der SPD/Grünen beseitigt werden.

Die Ökosteuer ist noch gar nicht hoch genug.

Gegen die Ökosteuer hätte niemand etwas, wenn sie nicht eine Lüge wäre. Für welche ökologoischen Projekte wird denn die Steuer verwendet? Ich kann nicht erkennen, dass das Stopfen des Rentenlochs mit Hilfe der Ökosteuer irgendwie der Umwelt helfen kann.

schön

Unsozial ist, wenn auf Kosten anderer (Millionären, Rauchern
Verbrauchern) die Pannen der SPD/Grünen beseitigt werden.

Das sind wir ja ausnahmsweise mal einer Meinung. Das freut mich wirklich.

Gruß
Christian

Hallo McFly,

wir haben nach jeder Wahl dieselbe Diskussion. Wer hat mehr gelogen, wer hat die Wähler mehr betrogen.

Bis 1994 konnte die SPD stets der CDU Wahlbetrug vorwerfen. Nun ist 1998 und 2002 die CDU an der Reihe, der SPD Wahlbetrug vorzuwerfen.

Nun gut, Eichel erklärt „Keine neuen Steuern, keine höheren“. Kann Hans Eichel was dafür, wenn ihm alle glauben was er sagt, auch wenn genau erkennbar ist, dass alle neuen Maßnahmen ohne Steuererhöhungen oder neue Steuern einfach nicht zu finanzieren sind ? Hinweis an die Linke im Brett, die gleich wieder auf die CDU verweist und die Aktionen der SPD mit dem Parteiprogramm der CDU begründet. Die CDU wäre ohne höhere und neue Steuern auch nicht durchgekommen. Wir wurden von allen angelogen, nur müssen halt jene, die die Wahl gewonnen haben, ihre Lügen nun aufdecken.

Erst einmal an alle SPD und Grünen-Wähler sowie an alle
Nichtwähler.
Meinte ich natuerlich ironisch!!! Allerdings bin ich der
Meinung, dass jeder das wählen, wovon er meint, es sei das
Richtige (nur mal so nebenbei).

Was die neue alte Regierung da jetzt abzieht finde ich
Wählerbetrug und -verarsche.
Ich meine die drstischen Steuererhöhungen auf diversen Ebenen.
Vor der Wahl wird natuerlich nichts davon gesagt… aber nach
der Wahl kommts Knall auf Fall.
Es ist mir durchaus bewusst, dass das Geld irgendwo herkommen
muss. Es ghet oftmals nicht ohne Steuererhöhungen. Logisch.
Aber man sollte vor der Wahl mit offeneren Karten spielen.

Hätte die SPD vor der Wahl gesagt, was wirklich erforderlich, hätte sie die Wahl verloren. So einfach ist das. Und da das „Linke Klientel“ hören will, dass alle die besser verdienen zahlen sollen, muss man nach dem Gehör dieser Klientel seinen Wahlkampf machen.

Solange links die Meinung besteht, wer 5000 € im Monat an Gehalt bezieht habe zuviel Geld in der Tasche, auch wenn die wöchentliche Arbeitszeit 80 Stunden beträgt, was in solchen Jobs keine Seltenheit ist, und übersieht, dass jemand mit 2000 € und 36 Stunden in der Woche netto fast genausso viel hat, muss gelogen werden.

Ob Steuererhöhungen unserer Wirtschaft gut tun, ist auch eine
Frage. Meiner Meinung nach nicht.

Nein. Selbstverständlich ist in einer schlechten Konjunktur und vor allem in einer aus dem Binnenmarkt resultierenden miserablen Wirtschaftslage jede Art der Steuererhöhung Gift. Normalerweise handelt der Staat antizyklisch. Geht die Konjunktur den Bach hinunter nimmt der Staat Kredite auf und finanziert Projekte um die Nachfrage anzukurbeln. Ist die Wirtschaftslage oben wird dann der Kreditberg abgetragen.

Das Ende vom Lied wird so aussehen: In 4 Jahren werden wir wie
gehabt 4 Mio Arbeitlose haben - wenn nicht mehr.
Das Positive: Die Regierung kann dann zumindest nichtm ehr in
der Form argumentieren „dadran sei die alte CDU/FDP Regierung
unter Kohl schuld. Die SPD Regierung würde nur die
Fehlentscheidungen der Ära Kohl ausbaden“.

Die Grünen kommen nun mit einer weiteren Erhöhung der
Ökosteuer an. Das ist fatal und der völlig falsche Weg. Meine
persönliche Ansicht. Bin Student… Da trifft mich eine
Ökosteuer besonders hart. Hab ja keinerlei steuerliche
Vergünstigungen.

Und es wird nicht das Ende der Fahnenstange sein. Wenn ich die Diskussion über die Auswirkungen lese, dass es ja nur in einem durchschnittlichen 3 - Personen- Haushalt rd. angeblich 10 € im Monat sind, frage ich mich, wer da die falsche Taste am Taschenrechnener drückt. Hinzu kommt, was man bei den Grünen natürlich weder sieht noch beachtet, denn im Bundestag muss man nicht auf Kleinigkeiten achten. Eine Heizkostenabrechnung im Jahr 2001 ist gegenüber dem Jahr 2000 ( 80 qm Wohnfläche) im Schnitt um 700 EURO im Jahr gestiegen. Und wie derzeit die sich anbahnende Entwicklung zeigt, müssen wir, wenn die USA Irak angreifen mit Heizölpreisen weit über einem EURO rechnen.

Und hier sind natürlich Geringverdiener, Arbeitslose, Studenten, Rentner, Kranke mehr betroffen.

GRuss Günter

Hallo Juergen,

Du hast die Arbeitslosen, die Kranken und die Rentner vergessen.

Wenn Hartz umgesetzt wird, worauf ich hoffe und zwar mit allen Geschenken, werden hoffentlich alle der SPD Mut bescheinigen und nun nicht an den Pfründen festhalten wollen. Weshalb soll ein Dipl. Ing oder ein Prof. in Zukunft nicht bei der Stadtreinigung arbeiten, wenn er arbeitslos ist ? Weshalb sollen Kranke sich nicht höher an den Kosten wie bisher beteiligen ? Weshalb sollen Sozialhilfeempfänger nicht weniger Geld haben ? Für was benötigt ein Rentner Geld ? Hier kann man ruhig größere Einsparungen vornehmen. Alle diese Gelder können dann den Besitzstandswahrern zugute kommen. Und selbstverständlich soll dieser Personenkreis endlich mal sparen. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder sich vom Staat versorgen lässt, auch nicht auf eigene Kosten in den Urlaub fliegt, weil er von der LH keinen Bonus erhält ?

Die Grünen kommen nun mit einer weiteren Erhöhung der
Ökosteuer an. Das ist fatal und der völlig falsche Weg. Meine
persönliche Ansicht. Bin Student… Da trifft mich eine
Ökosteuer besonders hart. Hab ja keinerlei steuerliche
Vergünstigungen.

das ist genau das, was mich hier im Moment so ärgert. Alle
wollen das System geändert haben, weil ja soviel falsch läuft,
aber wenns an den eigenen Geldbeutel geht, geht das Geheule
los nach dem Motto, ich bin ja soooo betroffen. Und das
beziehe ich auf alle Gruppen hier im Land.

Die Studenten schimpfen, wenn sie an ihrer Ausbildung
beteiligt werden sollen, die Unternehmer heulen, wenn sie ihre
Subventionen verlieren, die Beamten wollen sich nicht am
Sozialsystem beteiligen, alle wollen kostenlos zum Arzt, jeder
will mit 50 in Rente, aber alle klagen, dass die Steuern und
Sozialabgaben zu hoch wären.

Und jeder will den Arbeitslosen helfen, aber wenn es dann zur Sache geht, wenn auf 0,5 % Einkommen verzichtet werden soll, damit Arbeitsplätze geschaffen werden, macht man lieber Überstunden als dass man an Arbeitslose denkt.

Nimms nicht allzu persönlich, aber ich kann es nicht mehr
hören. Wir müssen unser System verschlanken, irreversiblen
Verbrauch von Ressourcen teurer machen und mehr
Eigenverantwortung erzwingen. Und alle(!) müssen den Gürtel
enger schnallen.

Richtig, alle, dann aber kann man nicht Renten, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe einschränken, reduzieren, hier ein Opfer von ohnehin bereits am unteren Standadrd lebenden Mitbürgern verlangen und für sich dann 6 % mehr Lohn fordern. Das gehört auch unter - alle müssen den Gürtel enger schnallen -
Aber hier hört die Solidarität der Arbeitnehmer auf.

Gruss Günter

'n Abend!

Ich meine ja nicht, dass es eine ultimative Patentlösung gibt und unser Sozialsystem absolut gerecht ist (was ist überhaupt „gerecht“?). Das war es seit der Einführung 1883 nie.
Steuerhinterziehung - sie mag sogar legal sein - ist eine Sache, aber ob das Bund und Ländern nützt, eine komplett andere. Es gab immer schon Leute, die es lachend schafften, aus öffentlichen Mitteln ihre Urlaubskasse zu erweitern, während andere, dem Sinne des Gesetztes entsprechende „hilfsbedürftige“ Menschen knapp über dem Existenzminimum lebten.
Es ist mir eigentlich auch letztlich egal, ob die Ökosteuer für die Renten verwendet wird. Auch diese sind Teil des sozialen Gefüges, und da spielt es keine Rolle, wo dort angesetzt wird, wenn die Renten weniger auf andere Mittel des Bundes angewiesen sind, bleibt mehr Geld für andere Institutionen. Und es ist mir auch klar, dass von Seiten der Politik die Alternativenergien nicht demnächst eingeführt werden werden, und wenn, dann bloß, weil die fossilen Brennstoffe endgültig ausgegangen sind. (wobei natürlich die für den Wasserstoff-Antrieb notwendige Waserstoffgewinnung durch Elektrolyse von Wasser auch nicht gerade energiearm ist).
Ich bin vielleicht durch mein „Alter“ nicht ganz so erfahren wie manch anderer, aber gerade deshalb bin ich natürlich von der Idee angetan dass, die ältere Generation zumindest schon mal im Ansatz den Versuch unternimmt, der meinigen Generation (und vielleicht deren Kinder) auch langfristig ein überlebensfähiges Wirtschafts- und Sozialsystem zur Verfügung zu stellen. Und auch ich bin froh, wenn ich davon ausgehen kann, dass mir - so ich nicht privat versichert sen werde -der Staat irgendwann meine Rente zahlt.
Natürlich brauchen diese Änderungen auch ihre Zeit. Hoffen wir das Beste.

C’est ca,
Chris

Hi Beth

Das ist eine Sache… die andere Sache ist Umerziehung.
Selbst wenn das Geld von der Ökosteuer nicht für ökologische Projekte genutzt wird, so hat diese Steuer den netten Nebeneffekt das die Leute sparsamer umgehen (ich hab meine Spritschleuder verkauft und fahr mit dem Zug zur Arbeit:wink:
Und um das zu erreichen muss die Ökosteuer noch um ein vielfaches angehoben werden um eine erzieherische Wirkung in der breiten Masse zu haben.

Freilich ärger ich mich auch über höhere Kosten (wer nicht) und dass das Geld anscheined überwiegen in anderen Projekten versickert (Mutmaßung).

MfG
Lilly

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Lillian,

nicht nur die Ökosteuer muss noch um einiges hoch, auch der Benzinpreis sollte mindestens auf 2,5 € pro Liter steigen.

Da dies aber niemand zurückschreckt, muss man natürlich auch den der KfZ-Steuer drehen und diese mindestens verdoppeln. Nebenbei müssen alle Fahrzeuge, die mehr als 3 Liter/100 km Benzin benötigen mit einer Sondersteuer zum Schutz der Umwelt belegt werden.

Und selbstverständlich werden sich Daimler, Opel, Ford, VW , Porsche und andere ärgern, aber, für die Umwelt ist, darf nicht umweltschädigende Produkte fördern. Oder habe ich Herrn Trittin falsch verstanden ?

Gruss Günter

Die Ökosteuer ist noch gar nicht hoch genug.

Gegen die Ökosteuer hätte niemand etwas, wenn sie nicht eine
Lüge wäre. Für welche ökologoischen Projekte wird denn die
Steuer verwendet? Ich kann nicht erkennen, dass das Stopfen
des Rentenlochs mit Hilfe der Ökosteuer irgendwie der Umwelt
helfen kann.

Das ist eine Sache… die andere Sache ist Umerziehung.
Selbst wenn das Geld von der Ökosteuer nicht für ökologische
Projekte genutzt wird, so hat diese Steuer den netten
Nebeneffekt das die Leute sparsamer umgehen (ich hab meine
Spritschleuder verkauft und fahr mit dem Zug zur Arbeit:wink:
Und um das zu erreichen muss die Ökosteuer noch um ein
vielfaches angehoben werden um eine erzieherische Wirkung in
der breiten Masse zu haben.

Freilich ärger ich mich auch über höhere Kosten (wer nicht)
und dass das Geld anscheined überwiegen in anderen Projekten
versickert (Mutmaßung).

MfG
Lilly

Hi Günter

Da dies aber niemand zurückschreckt, muss man natürlich auch
den der KfZ-Steuer drehen und diese mindestens verdoppeln.

Nah KfZ-Steuer runter, schliesslich schädigt ein fahrendes Auto die Umwelt, nicht ein stehendes :wink:
Umweltschonende Wenigfahrer würden sonst mitbestraft.

Und wenn wir schon beim Erhöhen sind, richt ich auch gleich was ein… Trinkwassersteuer, Altpapierpfand, Dosenpfand (warum wurde der wegdiskutiert?)… da freuen sich wenigstens die Bettler wenn se ne Dose oder ne alte Zeitung finden und es sähe sauberer aus in vielen Großstädten… denn wer lässt schon Geld auf der Straße liegen :wink:

Hallo McFly,

abgesehen davon, dass dich nicht wirklich viele der diskutierten Steuern betreffen:

Noch geifert unser Herr Stoiber, dass höhere Steuern Gift für die Konjunktur seien. Da bin ich doch mal gespannt, ob unsere CDU regierten Länder im Bundesrat Gesetze ablehen, die mehr Geld für die Länder versprechen!

Die wenigsten dieser Steuern können ohne BR beschlossen werden.

Gruß Ivo

erschreckend…
wie undifferenziert, ich-bezogen und auf Niveau der Boulevard-Presse ein Student argumentiert. (damit meine ich nur die Art, noch nicht einmal die Richtung des Statements…)
Sorry für meine deutlich geäusserte Meinung.

Grüsse, b.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Christian,

Die Ökosteuer fließt größtenteils in die Rentenkasse. Das ist
auch nötig, wie ich ja bereits weiter unten geschrieben habe,

Das streite ich entschieden ab. Das ist ein
volkswirtschaftlicher und sozialer Fauxpas, der das ganze
Konzept ad absurdum führt.

Sehe ich nicht ein. Ich halte auch nichts davon, dass Autobahngebühren nur in den Bau/Erhalt von Autobahnen fliessen u.ä. Es gibt nämlich durchaus noch Aufgaben in unserer Gesellschaft, die nicht direkt durch irgendwelche Ausgleichssysteme finanziert werden können. Aufgrund dessen sind Transferzahlungen von einem Bereich zum anderen für mich selbstverständlich. Die ganz Diskussion, dass Ökosteuern nur einer Ökoreform zu gute kommen sollen… ist doch nur Augenwischerei, um diese dem Steuerzahler plausibel zu machen, nach dem Motto, das versackt nicht im Loch sondern wird zweckgebunden verwendet.

Nein, es wäre aber notwendig, die Steuer gleichmäßig und nicht
willkürlich zu erheben und die Einnahmen nicht sinnfremd zu
verwenden.

s.o.

Ehrlich gesagt wundere ich mich, daß hier keiner begreift,
worum es geht. Es werden Menschen und Unternehmen, die Geld
verdienen bei den Rentenbeiträgen entlastet und alle belastet,
die Energie verbrauchen, abgesehen von denen, die richtig viel
Energie verbrauchen.

Das hat schlicht und ergreifend mit der Aufgabe der Politik zu tun, erstens Randbedingungen vorzugeben, wohin sich die Gesellschaft bewegen soll (Ressourcensparen) und zweitens bestimmte Pflichten zu abzusichern (Rentenfinanzierung). Es ist IMHO naiv zu meinen, man müsse diese beiden Aufgaben budgetmässig trennen. Man kann durchaus diese beiden Aufgaben erfolgreich miteinander kombinieren! Im Grunde geht es doch bei einem Staat um Umverteilung. Diese sollte zielgerichtet auf eine Gesellschaftliche Entwicklung hin sein und gerecht hinsichtlich einem Ausgleich zwischen stark und schwach (ob das unser System bietet ist jetzt eine andere Sache:frowning:). Und nicht alles funktioniert als Profit-Center…

Grüße
Jürgen