Hallo Christoph,
>Einfach: Ökosteuer, ohne jede Ausnahme für jeden, mit
Ansage:
>1. Stufe in Jahr x+2, danach jährliche Steigerung um einen
>definierten Satz für die nächsten 10 Jahre. Verwendung der
>Mittel ausschließlich für den Umweltschutz, den ÖPNV (wenn
es
>denn sein muß) und die Forschung in alternative Energien
sowie
>Förderung von Solaranlagen und stromsparenden
Haushaltsgeräten
>inkl. Glühbirnen.Guter Punkt. Aber genau das ist der Sinn der ÖS.
In der Tat sieht es so aus, dass die Ökosteuer im Aril 1999
eingeführt wurde. Damals wurde der Liter Benzin zunächst um 7
Pfenning teurer. Zudem wurde Heizöl besteuert und die kWh
Strom kostete 1,irgendas Pfenning mehr. Ein Jaar später trat
die zweite Stufe in Kraft, dann die dritte, und im Januar 2003
wird bald die LETZTE Stufe der Erhöhung in Kraft treten. So
einfach.
Richtig, aber die Vorhersehbarkeit ist nur ein Punkt der Forderungen, die ich gestellt habe, der - zugegebenermaßen - erfüllt wurde.
Die Ökosteuer fließt größtenteils in die Rentenkasse. Das ist
auch nötig, wie ich ja bereits weiter unten geschrieben habe,
Das streite ich entschieden ab. Das ist ein volkswirtschaftlicher und sozialer Fauxpas, der das ganze Konzept ad absurdum führt.
und etwa 200 Millionen Euro jährlich fließen in die Forschung
alternativer Energien. Und die werden wir in spätestens 50
Jahren eh brauchen.
200 Mio. Euro von wieviel?
Hä? Sollten die Metallverarbeitungsindustrien Steuern dafür
zahlen, dass sie ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen?
Dafür ist die Ökosteuer doch gedacht: Der Verbrauch von Energie soll besteuert werden, um den Verbrauch zu reduzieren. Wenn ich die größten Energeiverbraucher ausschließe, geht das an der Sache vorbei und führt dazu, daß man das Konzept nicht ernstnehmen kann.
Falls
du es noch nicht gemerkt hast: Sämtliche Ausgaben, die in
direktem Zusammenhang mit dem Beruf stehen (z.B. Auto und
Benzin eines Taxifahrers/Fahrlehrers und und und), lassen sich
von der Steuer abheben.
Der Ton ist unnötig, insbesondere dann, wenn man nicht begriffen hat, das betriebliche Aufwendungen in voller Höhe anfallen aber über die Steuer nur in Höhe des Steuersatzes zu einer Entlastung führen. Dabei unterstellt, daß ein Unternehmen überhaupt Ertragssteuern bezahlt, was für nur noch sehr wenige Unternehmen gilt.
Du als Redakteur einer
Computer-Zeitschrift solltest
Bitte nachlesen. Ich war Redakteur für eine PC-Zeitung, bin aber jetzt Bankangestellter. In dieser Funktion habe ich mit Unternehmern zu tun, die sich über das Gewese über die Ökosteuer schlapplachen, weil sie über plumpe Schleichwege an der Steuer vorbei kommen, und mit anderen, die sich darüber beklagen, daß sie belastet werden und andere nicht.
Ist es da falsch, die Leute mittels der
Ökosteuer/Mineralölsteuer/Kfz-Steuer diesbezüglich zum
nachdenken zu bewegen?
Nein, es wäre aber notwendig, die Steuer gleichmäßig und nicht willkürlich zu erheben und die Einnahmen nicht sinnfremd zu verwenden.
Ehrlich gesagt wundere ich mich, daß hier keiner begreift, worum es geht. Es werden Menschen und Unternehmen, die Geld verdienen bei den Rentenbeiträgen entlastet und alle belastet, die Energie verbrauchen, abgesehen von denen, die richtig viel Energie verbrauchen.
Für mich selber habe ich noch gar keine Rechnung gemacht, aber es ist doch wohl offensichtlich, daß eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern keine Entlastung erfährt, aber den Belastungen der Ökosteuer voll unterliegt. Es kann mir keiner glaubhaft vermitteln, daß dies der Sinn einer sozialen sein soll. Mal abgesehen davon, daß die Kinder dieser Frau von den Einnahmen der Steuer keine Vorteile der Ökosteuer aufgrund einer saubereren Umwelt haben werden, solange die Steuer in artfremde Töpfe geht.
Gruß
Christian

