'Dank' an alle SPD und Grünen-Wähler

Hallo Christian,

Mir war so, als wenn das „S“ in SPD irgendwas mit sozial zu
tun gehabt hätte.

Na ja, das S der SPD ist genausogut wie das C der CDU:smile: Namen sind halt Schall und Rauch…

Ich hab ja kein grundsätzliches Problem mit der Politik der
bunten Regierung, aber sie soll doch bitte einigermaßen
konsequent und ehrlich sein.

Absolute Zustimmmung

Mal abgesehen vom Vorwurf, über kurz
oder lang die Wirtschaft zu ruinieren und sich immer weiter
der Staatswirtschaft anzunähern.

Äh, irgenwie habe ich jetzt in der Erinnerung, dass die Staatsquote unter Kohl explodiert ist und Schröder/Eichel die ersten sind, die versuchen, von diesem Trend über mehr Eigenbeteiligung wegzukommen, aber Du kannst mich da sicher eines besseren belehren… (davon mal abgesehen, dass z.B. die Ökosteuer eine „Erfindung“ der CDU ist:smile:)

Grüße
Jürgen

Du hast wahrscheinlich nicht mitbekommen, dass auch die Rede
von Erhöhung der Mehrwertsteuer war, aber vermutlich
konsumierst du nichts.

Also von eine Mehrwertsteuererhöhung hat kein einziger Politiker was gesagt. Das waren die üblichen Presse „Rumours“ ohne inhaltlichen Hintergrund.

Gruß
Michael

So, die Folgekosten sind höher???

Da muss doch der Staat sofort eingreifen.
Der Erwerb von Tabakwaren wird sofort verboten.
Es dürfen keine Tabakwaren mehr in die BRD eingeführt werden.
Rauchen wird unter Strafe gestellt.

Alles logische Forderungen, oder??

Der Staat fördert mit dem Zulassen des Verkaufes von
Tabakwaren bewusst das Krebsrisiko, grenzt doch an bewusster
Körperverletzung???

Grüne wo seit ihr???

Der Gesundheitsminister kann Milliarden an
Krankenbehandlungskosten einsparen, also nichts wie
ran…Kosten senken bei den Krankenkassen!!!
Kostendämpfungsgesetz, greift das???
Dann wird hoffentlich KK und was weiss ich noch billiger.

Hallo Gerd,

Suchtverhalten lässt sich nicht mit Gesetzen kontrollieren, das wäre ja sonst ziemlich einfach. Das hat schon bei der Prohibition nicht geklappt, und auch nicht bei der Drogenbekämpfung. Man kann nicht mit einem einfachen Gesetz den „Suchtschalter“ im Hirn umlegen. Der Mensch ist halt doch etwas komplexer als manche sich das vorstellen können…

Gruß
Michael

Guten Morgen,

Du hast schon recht. Nur bleibt die Frage, ob man als
Taxifahrer lieber ein neues Fahrzeug kauft, das den Kunden
jetzt zufrieden stellt, oder eines, das sich zukünftig
rechnet.

Also mir ist es völlig egal, welches Auto ein Taxifahrer
verwendet, hauptsache es ist nicht vollgequalmt und bringt
mich dahin, wohin ich will. Meinetwegen kann das auch ein Ford
Fiesta sein.

naja, mir ist auch völlig egal, ob mein Auto lackierte Stoßfänger hat. Die Hersteller meinen, mir wäre es nicht egal und so fährt inzwischen jeder zweite mit einer lackierten Stoßstange durch die Gegend und regt sich darüber auf, wenn ein Kratzer drin ist. Und solange nicht jeder Taxigast fragt, warum er nicht in einem Solarmobik durch die Gegend gurkt, werden 75% aller Taxen großhubraumige Diesel-Daimler sein.

Veränderungen ja, aber nicht nahezu erratisch und je nach
aktueller Stimmung.

ok, kannst du mal ein konkretes Beispiel nenne, wo du den
Eindruck hast, dass schwerwiegende Veränderungen kurzfristig
und nach aktueller Stimmungslage von der Regierung vorgenommen
werden ?

Verschiebung der Steuer"reform" wegen des Hochwassers.

Wenn du dich bei Unternehmen umhörst, dann liegt die
Zurückhaltung bei den Investitionen allerdings eher in der
unsicheren Marktentwicklung.

Also ich höre mich zwangsweise ständig bei Unternehmen um und ich muß sagen, allmählich macht mich das Gejammer depressiv. Und es wird eben nicht über die Marktentwicklung gejammert, sondern darüber, daß man sich auf nichts mehr verlassen kann.

Ehrlich, eine derartige Rumhampelei und Zurückruderei habe ich
noch nicht erlebt.

In welchem Bereich ?

Steuern, Sozialversicherung, Arbeitsmarkt.

Aber, und da bin ich ganz ehrlich, mir persönlich sind die
Energiepreise vollkommen gleichgültig. Und solange das so ist,
funktioniert die Ökosteuer nicht. Wie gesagt: Gegen eine
Ökosteuer wehre ich mich nicht, aber a) sie darf nicht sozial
ungerecht sein und b) nicht einfach so im großen Topf
versickern. Und sie muß strikt zweckgebunden sein (hab´ heute
irgendwo geschrieben, was ich damit meine).

Das wäre doch tatsächlich mal ein konstruktiver Ansatzpunkt
für eine Diskussion über die Ökosteuer :smile:

Ich stell mir nur grade vor, man würde z.B. die Kosten, welche
durch die Energiegewinnung aus Atomstrom anfallen, also
sämtliche Kosten für Endlagerung, Atomtransporte etc. nicht
mehr aus der Staatskasse bezahlen, sondern die
Energieunternehmen müssten diese Summen selbst aufbringen und
an ihre Endkungen weitergeben. Dann möchte ich die Gesichter
von einigen Leuten hier gerne mal sehen.

Das habe ich auch nie verstanden. Wieso muß der Staat Unternehmen subventionieren, die die Kassen ohnehin bis zum Anschlag voll haben?

Hier wird offenbar völlig übersehen, dass die Endpreise für
Energie, auf welchem Sektor auch immer, politische Preise sind
und auch schon immer waren.

Tja, solange man Energie nicht in Flaschen oder über die Luft transportieren kann, wird es sich beim Energiemarkt immer um ein Oligopol handeln. Mit den entsprechenden Folgen.

Gruß
Christian

Guten Morgen Jürgen,

Mal abgesehen vom Vorwurf, über kurz
oder lang die Wirtschaft zu ruinieren und sich immer weiter
der Staatswirtschaft anzunähern.

Äh, irgenwie habe ich jetzt in der Erinnerung, dass die
Staatsquote unter Kohl explodiert ist und Schröder/Eichel die
ersten sind, die versuchen, von diesem Trend über mehr
Eigenbeteiligung wegzukommen, aber Du kannst mich da sicher
eines besseren belehren… (davon mal abgesehen, dass z.B. die
Ökosteuer eine „Erfindung“ der CDU ist:smile:)

wieso sollte ich Dich eines besseren belehren wollen? [1] Ich lasse mich in der Diskussion nicht bestimmten Parteien oder Lagern zuordnen. Ich sage das, was ich für richtg halte, ob es nun bunt, kariert oder knallrot betrifft. Im Augenblick sind die Bunten dran und sie machen ihren Job m. E. grottenschlecht.

Wenn wir in zwei, drei oder vier Jahren wieder eine andere Regierung haben, werde ich zu denen genauso meinen Senf dazuschreiben, wie ich es heute tue und werde mich auch dann nicht irgendeiner Parteidoktrin unterordnen.

Im übrigen bin ich vor vier Jahren durchaus für einen Wechsel gewesen. Eine Meinung, die ich heute (eigentlich schon 1999) für falsch halte.

Hinterher weiß man immer mehr.

Gruß
Christian

[1]
Im übrigen gibt es dem, was Du an dieser Stelle schreibst, nicht viel entgegen zu setzen. Ich könnte jetzt eine stundenlange Diskussion über die Gründe der gestiegenen Staatsquote der späten 90er beginnen, die aber zu nichts führt, weil das Thema längst gegessen ist. Genausowenig will ich aber das Gejammer der bunten Regierung hören, daß man ja auch heute nur deshalb Finanzprobleme habe, weil der Kohlkönig alles versaubeutelt habe. Genauso kann der sich hinstellen und genauso plausibel darstellen, daß nur die SPD-Regierungen der 70er und frühen 80er an allem schuld sind, weil die den Sozialstaat massiv ausgebaut haben und die exorbitanten Tarifabschlüsse zugelassen, wenn nicht sogar gefördert haben.

Im übrigen finde ich den Ansatz der eigenverantwortlichen und vom Staat teilweise geförderten Rentenversicherung sehr gut, wenn er auch rund 40 Jahre zu spät kommt. Die Frage ist, wie das in der Praxis ablaufen wird. Das war in der Tat eines der wenigen Lichtblicke in vier Jahren Regierung hinter dem bunten Vorgang von „sozial“ und „ökologisch“.

Sehe ich nicht ein. Ich halte auch nichts davon, dass
Autobahngebühren nur in den Bau/Erhalt von Autobahnen fliessen
u.ä. Es gibt nämlich durchaus noch Aufgaben in unserer
Gesellschaft, die nicht direkt durch irgendwelche
Ausgleichssysteme finanziert werden können. Aufgrund dessen
sind Transferzahlungen von einem Bereich zum anderen für mich
selbstverständlich. Die ganz Diskussion, dass Ökosteuern nur
einer Ökoreform zu gute kommen sollen… ist doch nur
Augenwischerei, um diese dem Steuerzahler plausibel zu machen,
nach dem Motto, das versackt nicht im Loch sondern wird
zweckgebunden verwendet.

Ich würde Dir recht geben, wenn das Geld irgendeinem sinnvollen oder vielleicht sogar zukunftsweisenden Zweck zukommen würde. Es wird aber verwendet, um Löcher in einem todkranken System zu stopfen, das strukturelle Veränderungen und keine Flickschusterei braucht. Diese Einmaleffekte werden dann auch noch als großartiger Beitrag zur Senkung der Lohnnebenkosten verkauft. Nur dumm, daß die Rentenversicherungsbeiträge wohl schon nächstes Jahr wieder bei knapp 20% liegen werden.

Ehrlich gesagt wundere ich mich, daß hier keiner begreift,
worum es geht. Es werden Menschen und Unternehmen, die Geld
verdienen bei den Rentenbeiträgen entlastet und alle belastet,
die Energie verbrauchen, abgesehen von denen, die richtig viel
Energie verbrauchen.

Im Grunde geht es doch
bei einem Staat um Umverteilung. Diese sollte zielgerichtet
auf eine Gesellschaftliche Entwicklung hin sein und gerecht
hinsichtlich einem Ausgleich zwischen stark und schwach (ob
das unser System bietet ist jetzt eine andere Sache:frowning:).

Das ist auch eines meiner Probleme mit der Ökosteuer. Ich bin ja gerne bereit, meinen Beitrag für die Armen und Bedürftigen zu leisten und daß ich über meine Steuern das Kindergeld finanziere, das letztlich dazu beitragen wird, auch meine Rente zu sichern, ist auch in Ordnung. Aber das, was sich da im Augenblick auf meinem Gehaltszettel abspielt, ist weder angemessen, noch vernünftig. Wo ist denn da der Leistungsanreiz? Wo soll denn der private Konsum herkommen, wenn nicht von kinderlosen Gutverdienern?

Und als Krönung des ganzen, zahle ich Ökosteuer (wie gesagt: Den Grudngedanken zweifle ich nicht an, was mich stört ist das Konzept), werde beim Rentenbeitrag entlastet und ein Arbeitsloser mit Frau und drei Kindern braucht auf einmal Sozialhilfe (die ich wieder mitbezahle), weil er nicht mehr in der Lage ist, die höheren Energiekosten (die sich genauso bei der Stromrechnung, wie auf dem Einkaufszettel niederschlagen) zu bezahlen.

Das ist doch Irrsinn, und das erst recht, wenn es von einer sozial demokratischen Partei kommt.

Aber Du hast recht: Namen sind Schall und Rauch. Leider sind die Mehrheitsverhältnisse im neuen Bundestag real. Und genauso leider sind viele, die heute bunt wählen, nicht in der Lage zu erkennen, was das wohl für Folgen haben wird, und zwar für unser Land und für jeden von uns.

Gruß
Christian

Hi!

Das Ende vom Lied wird so aussehen: In 4 Jahren werden wir wie
gehabt 4 Mio Arbeitlose haben - wenn nicht mehr.

Was ist daran so sensationell oder neu? Natürlich werden wir in vier Jahren 4 Millionen oder mehr Arbeitslose haben.

In der Woche vor der Wahl gab es im ZDF in der Berliner Runde (die, wo auch Markwort vom Focus, Uli Hoeness vom FC Bayern und die Chefin von Bauknecht dabei waren) einen Wirtschaftsjournalisten, der genau dies klipp und klar prognostiziert hat. Und er hat keinen Unterschied gemacht, ob eine rot-grüne oder schwarz-gelbe Regierung an die Macht käme.

Nach Aussagen dieses Journalisten gibt es in der Wirtschaft einen zunehmenden Druck zur Rationalisierung, auch und gerade über die Produktionsbetriebe hinaus. Die Rationalisierung hat längst den Dienstleistungssektor erreicht, die Arbeitslosigkeit macht sich im Mittelstand breit, und es ist auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hin unmöglich, auf politischer Basis dagegen anzugehen.

Als Beispiele nannte er den Fusions- und Rationalisierungsdruck im Banken- und Versicherungsgewerbe (also einem Dienstleistungsbereich). Durch Einführung neuer Technologien wie Kontoauszugsdrucker, Geldautomaten und Internetbanking sowie die Probleme im Geldanlagebereich haben die Banken in Deutschland 40.000 Stellen gestrichen. Wo, so fragte der Journalist, will man 40.000 Bankangestellte denn unterbringen, wenn die Rationalisierungs- und Fusionstendenzen weitergehen (NB: wir sehen doch gerade wieder, was bei der Commerzbank und der Dresdner Bank (Allianz) los ist)?

Also: da stehen 40.000 Bankangestellte auf der Straße, mit gewissen Lebensansprüchen, mit bestimmten Gehaltsforderungen, mit qualifizierter Ausbildung. Wohin mit denen? Sie mit mehr „Mobilität“ ausstatten? Oder Umschulen auf ökologische Landwirtschaft und Biotechnologie?

In anderen Dienstleistungdbereichen sieht es doch ähnlich wie bei den Bänkern aus. Die lange als Job-Maschine bezeichnete IT-Branche kriselt. EDV’ler werden freigesetzt und habe Probleme, irgendwo unterzukommen. Vor zwei Jahren gab es seitenweise Stellenanzeigen für IT in den Zeitungen. Heute? Vielleicht mal ein halbes Dutzend Stellenanzeige!

Oder die Journalisten von Zeitungen und Zeitschriften. Die Auflagen brechen ein, Zeitungen werden dichtgemacht, Journalisten erleben am eigenen Leib, worüber sie sonst nur geschrieben haben: die Arbeitslosigkeit.

Und das alles sind qualifizierte, gut ausgebildete Leute. Nicht der ungelernte Packer in irgendeinem Lager oder die angelernte Verkäuferin im Kaufhaus.

Wir werden von den 4 Millionen Arbeitslosen nicht runterkommen. Vergeßt es! Und es ist dabei unerheblich, ob die SPD oder die CDU das Wirtschaftsressort kommandiert. Der Rationalisierungsdruck in den Unternehmen ist zu hoch, als daß wir eine Phase von Masseneinstellungen erleben.

Grüße
Heinrich

Hallo Christian,

na, auch dauernd im Brett?:smile:

Ich würde Dir recht geben, wenn das Geld irgendeinem
sinnvollen oder vielleicht sogar zukunftsweisenden Zweck
zukommen würde. Es wird aber verwendet, um Löcher in einem
todkranken System zu stopfen, das strukturelle Veränderungen
und keine Flickschusterei braucht. Diese Einmaleffekte werden
dann auch noch als großartiger Beitrag zur Senkung der
Lohnnebenkosten verkauft. Nur dumm, daß die
Rentenversicherungsbeiträge wohl schon nächstes Jahr wieder
bei knapp 20% liegen werden.

Ja, ja, auf den grossen Wurf warten wir wohl alle… Ich bin halt zugegebenermaßen mittlerweile schon froh, wenn sich hier überhaupt was bewegt (was ich von den sog. Konservativen(!), die die geringen Bewegungen der letzten Jahre am liebsten wieder rückgängig machen würden, derzeit nicht erwarte)

Aber das, was sich da
im Augenblick auf meinem Gehaltszettel abspielt, ist weder
angemessen, noch vernünftig. Wo ist denn da der
Leistungsanreiz? Wo soll denn der private Konsum herkommen,
wenn nicht von kinderlosen Gutverdienern?

Na ja, ich sehs halt ein bisschen anders (als Arbeitnehmer). Wenn ich unser Netto(!)-Gehaltsniveau anschaue, dann können die meisten in D (im Vergleich zum Rest der entwickelten Welt) durchaus zufrieden sein. Und was Brutto draufsteht, kratzt mich als Arbeitnehmer erstmal wenig. Die Zahl ist schön, beinhaltet aber in ihrer Höhe natürlich die Abzüge…

(Als Arbeitgeber, der ich mittlerweile bin, denke ich da natürlich anders, aber da bringt mir eine Lohnsteuersenkung nicht gerade viel, da die meine Kosten höchstens langfristig senkt. Da gehts mir um die Sozialversicherungsbeiträge, die runter müssen)

Aber Du hast recht: Namen sind Schall und Rauch. Leider sind
die Mehrheitsverhältnisse im neuen Bundestag real. Und genauso
leider sind viele, die heute bunt wählen, nicht in der Lage zu
erkennen, was das wohl für Folgen haben wird, und zwar für
unser Land und für jeden von uns.

Du willst mir als IMHO durchaus bewusstem Buntwähler (ja, ich oute mich) doch jetzt nicht unterstellen, ich wollte das Land in den Ruin treiben?:smile: Ich persönlich sehe halt derzeit keine bessere Alternative und habe das für mich kleinere Übel gewählt und stehe natürlich dazu.

Schönes Wochenende
Jürgen

Ein kleiner Denkanstoss
Hallo Jürgen,

für mich gibt es hier 2 Punkte die ich kritisieren muss:

  1. der Name „Öko“-Steuer ist irreführend
  2. Steuern kommen niemals zweckgebunden herein, sondern können gennerell für alles verwendet werden. Es gibt auch bei der Ökosteuer keine wirklich vorhandene bindung an die Rente, die Umwelt oder sonst was!

Gruß Ivo

Hallo Michael,

ist mir alles klar.
Wollte nur an diesem Beispiel zeigen, wie verlogen der Staat insgesamt ist.
Heute habe ich gelesen, sie würden die höheren Tabaksteuern für die Krebsfürsorge hernehmen.
Machte mich natürlich sofort stutzig: nehmem sie 1% der Einmahmen dafür her oder doch schon 2%??
Ich hasse es, wenn man uns mit solchen Aussagen hinters Licht führt.
Mal braucht man eine höhere Tabaksteuer für die Bekämmpfung von Terror, mal für was anderes.
Bloss den wahren Grund der Steuererhöhung sagen sie uns nie, und das ist einfach sehr bescheiden, mal so ausgedrückt.
Wenn Schröder jeden Minister entlassen müsste, der bewusst lügt, täte sich keiner mehr zur Verfügung stellen und Schröder täte auch nur mit hochrotem Kopf rumlaufen.
Aber Politiker sind ja gelernte, hochbezahlte Berufslügner.
Sollen doch sagen, wir brauchen die erhöhte Tabaksteuer um unseren hochverschuldeten Haushalt zu sanieren und wollen heute mal nicht die Autofahrer zur Kasse bitten, sondern erst in der nächsten Runde.

Gruss

Gerd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

HI,

für einen Studenten mußt Du aber noch einiges lehrnen, denn daß was Du da geschrieben hast bestätigt zwar PISA, aber Du bist ja schon ein etwas Älterer.

nicki

Vielleicht solltest du dir mal anschauen, wie sich der
Benzinpreis in den letzen 15 Jahren auch ohne Ökosteuer
entwickelt hat. Da muss man nicht unbedingt Nobelpreisträger
sein um sich ausrechnen zu können, dass sich bei der nächsten
Neuanschaffung ein verbrauchsärmeres Auto rechnet, und so alle
10-15 Jahre werden sicher auch Taxis ausgewechsel.

OK! Die Frage wurde von anderen unten ja schon behandelt…

Vielleicht fährst du selten Taxi ? Schau dich doch mal am
Taxenplatz um und zähle, wieviel VW-Golf beispielsweise
zwischen den Mercedes-Limousinen rumstehen. Danach brauchst du
dann nur noch im Brett Vier- und Mehrräder nachfragen, wie
sich dieser Luxus auf den Spritverbrauch auswirkt und kannst
unter Schätzung der täglichen gefahrenen Kilomter eines Taxis
ausrechnen, was den Taxiunternehmer dieser Luxus kostet.

OH, da liegst du falsch. Ich bin selber Taxifahrer. Bei der Mehrzahl mag das so sein. Bei uns in der Stadt ist hier aber aber ein Umdenken zu erkennen. Es gibt viele Renault, Mazda VWs, etc. Aber die Größe des Kofferraums ist meist u.a. zu klein. Ich habe Jahre lang einen Passat Kombi gefahren. Sehr viele der Fahrgäste haben mich damals sogar angesprochen, dass sie es aber gewohnt seien Mercedes zu fahren. Am Taxistand selbst haben viele das nächste Taxi gewählt, weil sie Mercedes fahren wollten.

Mercedes macht den Kutschern bei uns in der Stadt halt bessere Angebote (auch in Sachen Wartung, Säuberung, Werbung). Der Wiederverkaufswert kann auch höher sein. Da kostet es den Unternehmer keinen Cent mehr einen Mercedes zu fahren.

Es gibt sogar 4-türige Kleinwagen, das hernach.

Der Golf ist aber kein Kleinwagen. Zum Thema Kleinwagen nochmal:

Ich bin als Fahrer verpflichtet einen Kindersitz mitzuführen. „Mercedes“ bietet diesen Sitz übrigens ausklappbar in der Rücksitzbank an. Ansonsten muß dieser Sitz in den Kofferraum. Wenn ich nun eine Fahrt vom Taxistand annehme, komme zum Fahragst, und der möchte mit drei Leuten samt Gepäck zum Bahnhof. Dann habe ich mit einem Kleinwagen aber ein ganz großes Problem. Auch ohne Kindersitz habe ich dieses Problem. Zum Bahnhof fahren, um dort Fahrgäste abzuholen brauch ich dann auch nicht mehr.

Die Kofferraumgröße spielt also eine entscheidene Rolle!

Gruß
Jens

Also mir ist es völlig egal, welches Auto ein Taxifahrer
verwendet, hauptsache es ist nicht vollgequalmt und bringt
mich dahin, wohin ich will. Meinetwegen kann das auch ein Ford
Fiesta sein.

Hi nochmal,

leider sieht die Mehrzahl der Fahrgäste dies aber anders, wie oben schon beschrieben. Ein großer Teil der Fahrgäste in der Woche werden zum Arzt, zu Kliniken, etc (auch mal über mehrere 100 Kilometer) gefahren. Da kannst du dir dann aber auch vorstellen, dass die alle ein großes Problem haben in einen Kleinwagen einzusteigen.

Hat ein Fiesta nicht sogar nur zwei Türen in die ich einsteigen kann?

Gruß
Jens