53.) Ist der Islam religiösen Minderheiten gegenüber intolerant ?
Der Islam erkennt die Rechte und die Religionsfreiheit von Minderheiten an. Im Koran kommt dies unter anderem in dem folgenden Qur’ãn-Vers zum Ausdruck: ,Es gibt keinen Zwang im Glauben" (2:256). Um ihr Wohlergehen und ihre Sicherheit zu garantieren, wird den Minderheiten eine Steuer (Dschizja) auferlegt. Außerdem sind sie vom Wehrdienst befreit. Der Prophet Muhammed verbot muslimischen Heeren, Kirchen oder Synagogen zu zerstören. Der Kalif Omar erlaubte muslimischen Eroberern nicht einmal, in einer Kirche das islamische Gebet zu verrichten, um nicht die Gefühle der Christen zu verletzen.
Hat der Anschlag auf die Synagoge in Djerba nicht dieses Verbot Mohammeds gebrochen?
Oder habe ich was falsch verstanden?
nun ist das ganze so um die 1.500 Jahre her und seitdem haben sich die Zeiten geändert, wie es scheint. Jedenfalls hat man damals Christen- und Judentum als Religionen gekannt, die den wahren Gott usw. Damals waren die Ungläubigen die Naturvölker bzw. solche mit Vielgötterei und es gab noch reichlich davon.
Heute gehören wir auch zu den Ungläubigen und damit unterliegen Kirchen, Synagogen etc. nicht mehr einem besonderen Schutz.
Je nach Schule unterliegt der Koran einer viel intensiveren (auch lokal und politisch geprägten) Interpretation als z.B. das Christen- oder Judentum.
Hat der Anschlag auf die Synagoge in Djerba nicht dieses
Verbot Mohammeds gebrochen?
Oder habe ich was falsch verstanden?
Bei einer buchstabengetreuen Interpretation wäre der Attentäter ganz sicher „dran“ gewesen. aber auch wir sind ja sehr dafür, daß die Bibel nicht buchstabengetreu gelebt wird, insofern müssen wir das auch bei anderen Religionen tolerieren und können nicht mit dem Finger auf die Stellen zeigen, deren heutige Interpretation uns nicht paßt.
Bzw. machen können wir das shcon, nur kann man „uns“ dann auch eine nicht buchstabengetreue Interpretation der Bibel vorwerfen.
„Du sollst nicht morden“
„Du sollst nicht stehlen“
…
Ob nun religioes in welcher Religion auch immer oder im Gesetzbuch des Staates.
Einzelne Menschen stehlen und morden trotzdem.
So koennen Islamisten die Worte des muslimischen Propheten Mohammed ueberlesen/uebertreten oder andere Worte von ihm oder aber ganz andere Drittmeinungen fuer einen solchen Anschlag wie diesen heranziehen fuer eine „Mordlegitimierung“.
Hat der Anschlag auf die Synagoge in Djerba nicht dieses
Verbot Mohammeds gebrochen?
Hat der Anschlag auf die Synagoge in Djerba nicht dieses
Verbot Mohammeds gebrochen?
schau dir an, wo die berühmten moscheen stehen. da wurde nicht nur zerstört, sondern gleich eine moschee drübergebaut. oder was meinst du stand VOR dem felsendom auf dem tempelberg? es ist unerheblich, was mohammed alles verboten hat. es kommt drauf an, wie die menschen handeln!
zusatz
um keine mißverständnisse aufkommen zu lassen: es waren natürlich nicht die moslems, die den tempel in diesem beispiel zerstört haben! aber draufgebaut wurde. und wech.
hallo Lehi,
könnte es sein, dass dort, wo der Felsendom heute steht nichts stand?
Auch kein jüdischer Tempel?
Oder bezeichnest Du Schutt als Synagoge?
Grüße
Raimund
könnte es sein, dass dort, wo der Felsendom heute steht nichts
stand?
Auch kein jüdischer Tempel?
historie ist unerheblich. der ort ist der heiligste für das judentum, vergleichbar mit der kaaba für den islam. es geht um das symbol, nicht um die historie (ich bin mir sicher, daß der tempel dort stand, es spielt aber letztendlich keine rolle.) es geht um den symbolischen akt der vernichtung. dieses prinzip wurde von vielen religionen betrieben. das heiligtum der eroberten wird eben nicht respektiert, sondern geschleift und ein eigenes draufgebaut.
einen Schutthaufen als religiöses Heiligzum zu definieren bedarf schon besonderer Phantasie. Genauso zu behaupten, Palästina ist sei von jeher jüdisch, weil mal in grauer Vorzeit dort Juden gewohnt haben.
Habt Ihr eine Logik!
Grüße
Raimund
einen Schutthaufen als religiöses Heiligzum zu definieren
bedarf schon besonderer Phantasie. Genauso zu behaupten,
nana, da stand immer noch mehr sicher vom Tempel als nur die Westmauer. Zumal wussten die muslimischen Bauherren ganz genau um die Bedeutung. Sie wussten auch um die Bedeutung eines der vier Tore von Jerusalemim Judentum, weswegen sie das Tor zumauerten und auf der einen Seite dahinter gleich ein Friedhof errichtet. Ein Schelm wer meint dies waere keine Absicht gewesen.
Stimmt ja auch: Der Tempel stand dort, wo heute der Felsendom steht. Deswegen heißt das Gebiet ja bis heute Tempelberg. Das Modell des Tempels findet man in jedem Buch über Jerusalem. Un dich stimme dir zu, dass das eben weitaus mehr ist als ein Schutthaufen.
einen Schutthaufen als religiöses Heiligzum zu definieren
bedarf schon besonderer Phantasie. Genauso zu behaupten,
Palästina ist sei von jeher jüdisch, weil mal in grauer
Vorzeit dort Juden gewohnt haben.
Habt Ihr eine Logik!
Hallo Raimund
Palästina als Staat gibt es gar nicht, hat es nie gegeben.
Also gibt es eigentlich auch keine Palästinenser, wie das heute propagiert wird, Juden wären logischerweise Palästinenser.
Einen Judenstaat gab es nämlich in Palästina schon vor Urzeiten.
War wohl nix mit Logik
*wink*
Rainer
nun ist das ganze so um die 1.500 Jahre her und seitdem haben
sich die Zeiten geändert, wie es scheint. Jedenfalls hat man
damals Christen- und Judentum als Religionen gekannt, die den
wahren Gott usw. Damals waren die Ungläubigen die Naturvölker
bzw. solche mit Vielgötterei und es gab noch reichlich davon.
Heute gehören wir auch zu den Ungläubigen und damit
unterliegen Kirchen, Synagogen etc. nicht mehr einem
besonderen Schutz.
Ich habe eventuelle frühere Diskussionen hier nicht verfolgt und weiß nicht, ob es schon gesagt wurde:
Im Islam wird die Menschheit in 1) Muslime, 2) Dhimmi (d.h. Schutzbefohlene/Juden und Christen) und 3) Ungläubige (alle anderen) unterteilt: Es können nur die Dhimmi (also Juden und Christen) unter dem Banner des Islam toleriert werden, wenn auch nur als Schutzbefohlene, d.h. als Menschen zweiten Ranges (und früher nur durch Zahlung einer Kopfsteuer). Frauen werden dabei der Kategorie 2 zugeordnet. Die Existenz der dritten Gruppe wird von den Muslimen nicht anerkannt, weil für den Islam nur Monotheisten tolerabel sind.
Diejenigen Muslime, die diese vorherrschende islamische Scharia-Sicht nicht teilen, riskieren, als Apostaten (einer, der offen gegen die Anwendung der Scharia eintritt) verfolgt und getötet zu werden.
Hallo Reiner,
doch schon Logik: den namen Palästina gab es nicht als Staat. Das ist richtig. Genauswenig wir BRD in Europa. haben deswegen die Franzosen mehr Rechte auf dieses Gebiet?
In Palästina (diesen namen gibt es als Landschaftsbezeichnung schon lange) hat er dieverse Statten gegeben. Seit bald 2000 Jahren aber keinen jüdischen. Die waren immer eine Minderheit.
Die heute als Palästinenser bezeichnete Bevölkerungsgruppen besetzen dieses Land schon sein fast 2000 Jahren. Wer hat jetzt mehr Anspruch? Der, der das Land verlassen aht oder der, der es seit 2000 jahren bewohnt?
Bitte ziehe keine Märchenbücher zu Rate (Bibel). Ich verwende sonst die Edda um den germanischen Anspruch auf Weltherrschaft zu begründen.
Eine Begründung auf Grund von Versprechnungen eines selbsterfunden Gottes wollen wir mal aussen vor lassen, oder? Das kann jeder bringen.
Damit nicht wieder der gleiche Mist behauptet wird: ich will die Existenz Israels nicht anzweifeln. Aber nur in den Grenzen von 1967 und mit Anerkennung der absolut gleicheh Rechte für die Urbevölkerung. Und hier haperts gewaltig.
Dass es einenJudenstaat mal da gab, ist vollkommen irrelevant.Es gab aich dort einen Ägyptischen Staat, einen Assysirschen, einen… Und nachfahren dieser menschen gibt es auch noch. Die heißen nur nicht mehr Babylonier, Assyrer. Nur die Ägypter gibt es noch.
Also doch Logik.
Grüße
Raimund
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Hochkonjunktur der Geschichtsfälscher…
Hallo Raimund
Also doch Logik.
Unter Logik verstehe ich was ganz anderes…
Was liest du für eigenartige Geschichtsbücher? In meinen stehts nicht so. Beinahe vergessen: Auch die Italiener wollen wieder mal ihre Geschichtsbücher umschreiben…
Un ich stimme dir zu, dass das eben weitaus mehr ist als ein Schutthaufen.
Völlig richtig. Es ist die Wurzel allen übels.
Der Grund warum keiner bereit ist auf den Teil für seinen Staat zu verzichten.
Der Grund warum alle ernsthaften Verhandlungen i.S. Palistinänserstaat bisher gescheitert sind.
Und bei einem hat die gute Recht: Was nützt es uns das zu
betrachten wenn wir nach vorne sehen müssen.
Hier hast Du vollkommen Recht.
Doch wer sieht den dauernd in die Vergangenheit? Und begründet alles mit der Bibel?
Dadurch kommt doch erst die Diskussion auf!
Würde es heißen: 1967 und damit basta. 0 Siedlungen in dem Gebiet außerhalb dieser Grenzen, gäbe es keine Diskussion, keine Toten, kein Leid - auf beiden Seiten!
Grüße
Raimund