Darf mir eine OP verweigert werden?

Hallo!
Könnte mir jemand Folgendes Problem erklären?

Ich bin bei der AOK versichert und habe seit 20 Jahren ettliche Warzen am Fuß. Ich war damit ein paar Jahre erfolglos in Behandlung bei verschiedenen Ärzten und einem Krankenhaus. Danach habe ich es aufgegeben, mit dem Ergebniss, dass es immer mehr Warzen wurden. Nur eine OP hatte man mir als letzte Möglichkeit angeboten, aber davor hatte ich Angst.

Als ich Ende 2007 über Schmerzen im Fuß klagte und zum Chirurgen ging, meinte dieser, dass die Schmerzen im Fuß vermutlich aufgrund einer Fußfehlstellung wegen der Warzen entstanden sind. Er riet mir zur OP und so ging ich dann doch nochmal zum Dermatologen.

Der Dermatologe meinte, ebenso wie der Chirurg, dass die Warzen nur operativ unter Vollnarkose entfernt werden können und überwies mich ins Krankenhaus.

Dort war ich nun, aber man verweigerte eine OP. Die begründete man damit, dass meine Krankenkasse die Kosten für eine Vollnarkose nicht übernehmen würde, diese aber bei mir absolut notwendig ist. Ich müsste erst X monate lang Medikament X ausprobieren, dann X monatelang Medikament X, X Monatelang Wechselduschen, etc. und dann könnte ich nochmal wieder kommen und man könnte versuchen einen Antrag zu stellen, dass die OP unter Vollnarkose vorgenommen wird. Ich habe mich dann geweigert, diese Medikamente zu nehmen, da es alles Homöopathische Mittel waren, die ich schon X mal ausprobiert habe, ohne Erfolg. Ich will weder nochmal dafür Geld zum Fenster rausschmeißen, noch will ich so lange auf die OP warten. Schließlich habe ich jetzt Schmerzen.

Kann dies wirklich wahr sein? Ich habe nächste Woche in einerm anderen Krankenhaus eine OP unter Vollnarkose, weil ich einen erbsengroßen Abzess habe, der lediglich aus kosmetischen Gründen auf meinen Wunsch hin entfernt wird. Ohne Probleme habe ich da eine Vollnarkose bekommen.

Es kann doch nicht sein, dass meine Krankenkasse für diesen kleinen Abzess problemlos eine Vollnarkose bezahlt, aber für ettliche deutlich größere schmerzhafte Warzen nicht, oder?

Hier hat doch eindeutig das Krankenhaus Mist gebaut oder? Da es meines Wissens nach keine weitere Klinik mit dermatologischer Abteilung in meiner Stadt gibt, wollte ich eigentlich schon gerne in dieses Krankenhaus.

Weiss zufällig jemand, was hier nun richtig ist? Kann man mir tatsächlich die OP verweigern?

Grüsse Ali

Ach Ali, gibt es eigentlichirgendwas was du nicht hast?

Und noch eine Frage, hast du den Ärzten in „Sich weigernden“ Kh gesagt, dass du die vorgeschlagenen Mittel schon durchhast, ebenso wie alles andere an konservativer Behandlung (ich ahne aus dem was ich bisher von dir las, dass du ihnen dieses unwichtig erscheinende Detail aus welchen Gründen auch immer verschwiegen hast).
Doch dieses Detail ist nicht so unwichtig, denn erst muss die Konservative Therapie ausgeschöpft sein, bevor ein radikalerer Weg beschritten wird. Und eine Op unter Vollnarkose für „ein paar Warzen“ (laut Aktenlage, wie es sich für die KV darstellt)ist ein radikaler Weg.
Also hin zu den Ärzten sag ihnen dass du die Mittel schon probiert hast und dann guts Nächtle
Gruß Susanne

Die OP wird dir ja nicht so sehr verweigert…
…sondern nur die Vollnarkose.
Eine Lokalanästhesie scheint mir bei Warzen am Fuß zumutbar.
Eine Vollnarkose halte ich -als Kassenleistung- für etwas üertrieben.
Gruß,
Branden

Hallo!
Dadurch, dass mir die Vollnarkose verweigert wird, wird mir ja auch die OP verweigert, da diese nur unter Vollnarkose möglich ist…
Grüsse Ali

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„Ach Ali, gibt es eigentlichirgendwas was du nicht hast?“

-Verschiedene Dinge, angefangen bei Gesundheit.

Ich hatte Berichte aus diversen Krankenhäusern und Ärzten mit aus denen hervorgegangen ist, dass ich wirklich schon alles probiert habe. Selbst ein Bericht der MHH lag dabei, dass diese eine OP unter Vollnarkose als letzte Möglichkeit sehen.
Da die Ärztin aber keine Dermatologin war, hat sie mit einigen Dingen nichts anfangen können.

hI ALI

Dadurch, dass mir die Vollnarkose verweigert wird, wird mir ja
auch die OP verweigert, da diese nur unter Vollnarkose möglich
ist…

wIEGESAGT: ich bezweifle, dass diese Warzenentfernung nur unter Vollnarkose möglich ist.
Gruß,
Branden

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Hallo ali,

warum soll die OP unter Vollnarkose erfolgen? Wäre eine örtliche Narkose nicht ausreichend. Vielleicht geht es der Krankenkasse eher um dieses Detail.

Gruß

Samira

Hallo!
Mhh, also 4 Ärzte bei denen ich damit war, meinten, dass die Entfernung ohne Narkose wegen der Schmerzen nicht möglich wäre. Auf so eine Idee sind die nichtmal gekommen, dass unter Betäubung durchzuführen. Das wurde bei mir als Kind schonmal versucht, als es noch weniger und kleinere Warzen waren und da bin ich dann schon vor Schmerzen in Ohnmacht gefallen und die OP musste abgebrochen werden. Aber bei einer mittlerweile 4x4cm großen Warze, die ca. 3cm tief im Fuß sitzt (vermutet der Arzt) würde ich nichtmal im Traum daran denken, dass ohne Narkose machen zu lassen.
Grüsse Ali

Hallo!
ich arbeite selbst in einem dermatologischen OP und weiß, dass es oft Probleme mit den Krrankenkassen wegen der Narkose gibt.
Es kommt auch auf die Ausmaße des Befundes an: es gibt verschiedene Arten von Lokalanästhesie, die man machen könnte ohne Schmerzen!
Es gäbe auch die Möglichkeit einen Antrag zu stellen wegen der psychischen Labilität eine Patienten,dass er eine Lokalanästhesie nicht toleriert oder ähnliche Argumente. Das kann langwierig sein,es kommt aber sehr auf die Argumente des behandelnden oder antragstellenden Arztes an.
Viel Glück! Aurikel

Hi

Kann dies wirklich wahr sein? Ich habe nächste Woche in einerm
anderen Krankenhaus eine OP unter Vollnarkose, weil ich einen
erbsengroßen Abzess habe, der lediglich aus kosmetischen
Gründen auf meinen Wunsch hin entfernt wird. Ohne Probleme
habe ich da eine Vollnarkose bekommen.

Na, dann lasse Dir doch dabei gleich auch die Warze entfernen.
Zuviele Vollnarkosen sind ohnehin nicht gesund. Bei Deinen vielen Krankheiten kann sich jede Vollnarkose, die nicht stattfindet, nur positiv auf Deine Gesundheit auswirken.

Gruß
Edith