Das Monster in meinem Kind!

Hallo Ann,

schön, wie du schreibst :smile:

Es sollte auch nicht so bösartig gemeint sein, wie es manchmal vielleicht angekommen ist :wink:

diese phase, die deine tochter jetzt hat, dauert jetzt rund 15
jahre an. schätzungsweise. wenn sie nicht von der wesentlich
schlimmeren pubertät und postpubertät abgelöst wird :wink:

Toll!

aber immerhin sind diese phasen auch zu was gut: nämlich, daß
es den eltern leichter fällt, sich von ihren kindern
abzunabeln.

abnabeln… schreckliches Wort. Ist doch meine Tochter - und die ist gerade mal kurz vor elf. oh je. Wahrscheinlich sollte ich auch nochmal darüber nachdenken, dass die Pubertät manchmal doch die Zeit ist, in der „Eltern komisch werden“. Ich will nicht abnabeln. Ich war 17 als ich sie bekam… ich kenne kein (erwachsenes) Leben ohne sie :frowning:

schöne grüße und eine große flasche frauengold

was ist frauengold? Klingt als könnte ich es brauchen?

Mücke

Hallo

es gibt diese einmaligen,
reinigenden Gespräche, nach denen sich alles zum Guten
wendet nicht. So wie bei einem Kleinkind (unten in einem
anderen Thread vortrefflich beschrieben) ein einmalige Nein!
nicht genügt, um das Kind von heißen Herd fernzuhalten,
so genügt bei Teenies auch das einmalige Gespräch nicht.

Das habe ich allerdings auch schon festgestellt.

Jetzt muss ich aber zugeben, dass auch bei mir ein einmaliges Gespräch meistens nicht reicht. Einsicht ist eine Sache, aber die Gewohnheit -oder was sonst noch für das Verhalten alles eine Rolle spielt - ist meistens sehr übermächtig.

Viele Grüße
Th.

hi mücke,

Ich will nicht abnabeln. Ich war 17 als ich sie bekam… ich
kenne kein (erwachsenes) Leben ohne sie :frowning:

du wirst abnabeln müssen! ihr und dir zuliebe. oder willst du dein leben lang an ihrem rockzipfel hängen? *grusel*
du wirst auch ein erwachsenes leben ohne sie genießen. aber das wirst du erst 10 oder 15 jahre später glauben :wink:

was ist frauengold? Klingt als könnte ich es brauchen?

auf alle fälle!

http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/?eid=5121… (ganz unten)

korrekt dokumentiert auch auf den männerseiten: http://www.maennerseiten.de/frauengold.htm

tolle sache das. wenn frau das zeuch nahm, war sie sofort wieder lieb. so praktisch *g*

schöne grüße
ann

hallo claudia,

wahrscheinlich werden deine töchter nach kurzer und heftiger pubertät das hiesige sonnensystem unsicher machen, auf verschiedenen planeten jeweils eine zeitlang leben, marsianer heiraten usw… nix ungewöhnliches also :wink:

liebe grüße
ann

Meine Erfahrung mit dem Aufräumen

Ich frage mich immer, wieso das bei anderen Leuten
funktioniert.

Manche brauchen länger… ich auch ^^ Meine Mutter bekam regelmäßig cholerische Kotzanfälle wenn sie mein Zimmer sah, sie zwang mich dann auch regelmäßig den ganzen Tag ohne Pause umzuräumen, diese Aufräumaktionen äußerten sich vor allem darin, dass sie ständig irgendwas wegschmiss, was ich zu letzt darin äußerte, dass ich mit 10 das einzige Kind in der Schule war, dass kein einziges Spielzeug mehr besaß - zumindest kein Gesellschaftsfähiges. 2-3 Plüschtiere und eine so grade eben noch gerettete Barbie- das wars.

So habe ich keine große Freude am Aufräumen gefunden, zum einen war es lästig, zum anderem habe ich nur negative Erfahrungen damit verbunden - Anschreien, Degradierung, Beschimpfungen und der Verlust von liebgewonnenen Gegenständen, sowie jeglicher Privatsphäre.

Ok, ich war wirklich ein Spätzünder, ich bin 1 1/2 Jahre in meinem Dreck erstickt, bis ich eines Tages einfach nicht mehr aus meiner Gruft erstieg sondern den Tag mit Aufräumen und Abwaschen verbrachte ^^
Bin heute auch kein Putzfantatiker, wenn ich abends heim komme, lass ich auch alles an Ort und Stelle fallen und liegen, so dass ich nicht stolper - aber nach 2-3 Tagen kommt dann wieder der große Abwasch ^^

Bei Pilzzuchten müsste man die einfach mal offen legen, oder die nächste Bakterien-Sendung von Galileo schauen, bei mir hat’s jedenfalls gewirkt, Nahrungsmittel gibt es in meinem Zimmer nicht mehr ^^

Gruß,
Kate

Vorsicht Falle!
Hi!

Wir sind eigentlich von einem süßen Prinzesschen oder einem
kleinen Prinzen ausgegangen und haben nicht das geringste
Interesse an einem Monster! :wink:

KEINER kann Dir einen Prinzen der ein Prinzeßchen versprechen - auch lange vor der Pubertät kann das süße Geschöpf sich als Fritz der Fratz (Dennis), Ronja Räubertochter oder Pippi Langstrumpf zu erkennen geben.
Genau diese Unberechenbarkeit macht aber einen großen Teil des Abenteuers Kind aus - man weiß nicht, was man bekommt, aber man weiß, daß man diesem kleinen Wesen beim Großwerden helfen darf.

Ich habe vier Kinder, demselben Genmix entstammend - es ist faszinierend, wie unterschiedlich sie sind, in Temperament, Begabung, Interessen.

alien

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Hai, Mücke,

bestimmt kommt daher die Bezeichnung Wechselbalg: kurz mal nicht hingeschaut und - schwupps - hat Dir jemand Deine Tochter geklaut und dafür 'n Dämon hinterlassen.
Jaaa - sie sind Monster - Ungeheuer - Bestien… (jaja, nicht alle - manche kriegen das auch ganz unauffällig hin - hab ich gehört…)

Nun ist es an der Zeit, ihr mit Pflichten verbundene Rechte zu gewähren. Z.B. anlässlich ihres Geburtstages erteilst Du Dir selbst ein Betretungsverbot für ihr Zimmer - Du sagst nichts mehr zum Aussehen ihres Zimmers, Du räumst da nicht auf, Du stöberst nicht, Du klopfst an, bevor Du die Tür öffnest, um ihr irgendetwas mitzuteilen. Als Gegenleistung muß sie ihre Schmutzwäsche eben selber zum Wäschekorb tragen, selber aufräumen, selber Bett beziehen - und wenn sie mault, daß Du doch müsstest - „Ich hab aber keine Lust dazu…“ (besonders passend: der Wortlaut, den sie benutzt, wenn sie Dir nicht helfen will) - ach ja: ihr Besuch wird in ihrem Zimmer empfangen und beschäftigt…

Wird da dem Streit Einhalt gebieten? Nein, wahrscheinlich nicht. Selbst, wenn Du ihr alles erlaubst, was ihr gerade an Hirnpfürzen einfällt, wird sie irgendetwas anderes suchen, worüber sie Streit anfangen kann - aber Du kannst Dich aus der Position der Leibsklavin rauswurschteln.

Laß sie handeln. Sie will was? Was ist ihr Angebot? Aber sie muß in Vorleistung gehen…
z.B. sie will abends eine Stunde länger aufbleiben. Bring sie dazu, morgens selbst aufzustehen und Dich nicht vollzumaulen als Angebot zu bringen. Eine Woche ausprobieren, wenn’s klappt, darf sie länger aufbleiben, wenn nicht, dann nicht. Natürlich können Rechte auch wieder aberkannt werden, wenn’s nicht klappt…

Ach ja, das hab ich beinahe vergessen, dabei ist es doch wichtig: immer absolut konsequent. Wenn Du ihr androhst, daß Du ihr die Nase mit 'nem Edding schwarz anmalst, wenn das und das nicht - dann musst Du ihr wirklich die Nase mit 'nem Edding schwarz anmalen, wenn sie wirklich nicht…
Also vorsicht, mit was Du drohst

Kopf hoch, das wird schon wieder und zu (Deiner) Erholung, schickst Du sie gelegentlich mal 'ne Woche zu irgendeiner Tante* oder ins Zeltlager**

Gruß
Sibylle
*ich hab fast alle Nichten und Neffen durch
**in Meck-Pomm gibt’s 'n Reiterhof, der Kinder über die Sommerferien nimmt - es ist unglaublich, wie fleissig die Kröten sein können, wenn es heißt: wer nicht hilft, reitet nicht

Hi Elke,

Diesen Klassiker zum Beispiel habe ich mir nie gegeben. Da
hilft wirklich am besten, die dort rumliegenden Dinge zu
ignorieren (gut, vergammelnde Lebensmittel mal ausgenommen)
und darauf zu warten, dass die Unordnung selber erzieherisch
wirkt.

Ich frage mich immer, wieso das bei anderen Leuten
funktioniert.

warum das „bei anderen Leuten“ funktioniert, weiß ich nicht. Warum es bei uns funktioniert hat, lässt sich am einfachsten so umschreiben: Du hättest uns mal besuchen sollen, bevor ich mit meinem LG zusammengezogen war. Da hättest Du bewundern können, wie egal mir die häusliche Ordnung war. Und was der Mutter egal ist, taugt leider nicht zum rebellieren. *g*

Wir wohnen seit etwas über einem Jahr in diesem HAus.
Dieses Wochenende bin ich ausgerastet und habe auf einer
Endmistungsaktion bestanden. Die Jungs störte es absolut
nicht.

Eben, DU hast auf einer Aktion bestanden, statt in Ruhe weiter mit anzusehen, dass nichts vorhanden ist. Übrigens ist das bei euch in meinen Augen auch noch ein Sonderfall, da ihr ja erst vor einem Jahr abgebrannt umgezogen seid.

Nicht, dass es Dinge gab, die nicht mehr gefunden wurden
(PC-Spiele, Lieblingsanziehsachen, Taschenmesser usw),
nicht dass Sachen nicht gewaschen wurden, obwohl man sie
eigentlich brauchen würde, nicht dass hinter dem Bett eine
Schimmelpilzzucht war, nichts.

Da haben sie sich möglicherweise schon durch den Umzug dran gewöhnen müssen: Da waren auch alte Freunde verschwunden, etx.

Dabei hat die ganze Aktion nicht mal einen Nachmittag
gedauert.

Du misst die falsche Zeit: Wie lange es dauert, sich dazu durchzuringen ist die entscheidende Größe.

LG, Karin

ein fieser Tipp
Hallo,

Bei Pilzzuchten müsste man die einfach mal offen legen, oder
die nächste Bakterien-Sendung von Galileo schauen, bei mir
hat’s jedenfalls gewirkt, Nahrungsmittel gibt es in meinem
Zimmer nicht mehr ^^

Das lässt die kalt!
Was aber bei dem jüngeren Sohn funzt:
ich hab mir so ein Spinnenfang-Dingsbums gekauft, aber
statt die Spinnen dann nach draußen zu entlassen, lass ich
sie in seinem Zimmer frei. Spinnen mögen dunkle Ecken
und mögen Fliegen (die von Essensresten angelockt werden).
Damit hab ich ihn am WE dann drangekriegt mit dem Aufräumen.

Gruß
Elke

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Hi,

warum das „bei anderen Leuten“ funktioniert, weiß ich nicht.
Warum es bei uns funktioniert hat, lässt sich am einfachsten
so umschreiben: Du hättest uns mal besuchen sollen, bevor ich
mit meinem LG zusammengezogen war. Da hättest Du bewundern
können, wie egal mir die häusliche Ordnung war. Und was
der Mutter egal ist, taugt leider nicht zum rebellieren. *g*

Da könnte ich gleich ziehen*. Allerdings denkt mein Mann
etwas anders.

Eben, DU hast auf einer Aktion bestanden, statt in Ruhe weiter
mit anzusehen, dass nichts vorhanden ist.

Es war öfter nichts vorhanden. Bestanden habe ich nach über einem Jahr!

Übrigens ist das bei
euch in meinen Augen auch noch ein Sonderfall, da ihr ja erst
vor einem Jahr abgebrannt umgezogen seid.

Warum? Es gibt wesentlich weniger Sachen, um das Zimmer vollzumüllen.
Allerdings sehe ich wirklich nicht ein, warum unterm Bett zwanzig
leere, halbleere Getränkeflaschen liegen und ich keinen neuen
Kasten kaufen kann, weil der alte nicht alle leeren Flaschen
enthält. Irgendwo will ich mich nicht dauernd selbst bestrafen,
um meinen Söhnen mehrere Jahre Zeit zu geben, etwas zu kapieren.

Da haben sie sich möglicherweise schon durch den Umzug dran
gewöhnen müssen: Da waren auch alte Freunde verschwunden, etx.

Mhm. Ich weiß nicht. Überzeugt mich nicht.

Dabei hat die ganze Aktion nicht mal einen Nachmittag
gedauert.

Du misst die falsche Zeit: Wie lange es dauert, sich dazu
durchzuringen ist die entscheidende Größe.

DAS kenn ich von mir selbst.

Gruß
Elke

*Eine Freundin, die mich regelmäßig besuchte, sagte mal:
„Elke, wenn ich zu dir komm, denk ich immer, ich hab
einen Putzfimmel!“

hi

Kann man dieses Gen irgendwie ausschließen?? Oder schaffe ich
mir besser schon mal ein dickes Fell an?

ja , am besten eines mit 4 Beinen das bellt oder miaut ;o)

Grüßle

H.
*imErstberufebenfallsMonsterkindgewesen*

Hallo Elke,

ach ja, zu einem habe ich eine Erklärung:

Allerdings sehe ich wirklich nicht ein, warum unterm Bett
zwanzig
leere, halbleere Getränkeflaschen liegen und ich keinen neuen
Kasten kaufen kann, weil der alte nicht alle leeren Flaschen
enthält.

„Unter dem Bett“ war bei meiner Tochter die gemütliche Ecke, da das Bett in 1,80 m Höhe schwebte. Da gelang es einfach nicht, die Unordnung darunter verschwinden zu lassen. Und: Als mein LG zuzog wurde das auch schwieriger, weil der sich nicht nur über die Unordnung, sondern auch noch über meine Untätigkeit aufregte.

*Eine Freundin, die mich regelmäßig besuchte, sagte mal:
„Elke, wenn ich zu dir komm, denk ich immer, ich hab
einen Putzfimmel!“

*g* Meine Studienfreundin hat mich immer nur beneidet, dass ich mir „sowas“ anschauen kann.

Gruß, Karin

Maßnahmen
Hallo.

Der Schlüssel zur Abwehr der Herausbildung eines Pubertätsmonsters liegt in der artgerechten Kinderhaltung, in der das Kind Kind sein kann und nichts anderes sein muß. Für ein Kind ohne Defizit an Kindsein ist der Übergang zum Erwachsenendasein leichter.

Das Kindsein läßt sich gut in einer Familie mit Vater, Mutter und mehreren Geschwistern durch einen liebend-autoritären Erziehungsstil ermöglichen, der dem Kind eine Existenz als Lebenspartner nicht vor der Pubertät zumutet.

Wir haben derzeit zwei Pubis, von denen einer bald fertig damit ist und die andere mittendrin. Wir haben durchaus unsere Probleme miteinander, die sich zumeist auf Unterschiede bei der Einstufung der Wichtigkeit des Lebensfaktors „cool“ zurückführen lassen, aber z.B. die Liebe zu den kleineren Geschwistern können sie sich nicht wegzicken. Und solange z.B. die Demoiselle Einser und Zweier aus dem Gymnasium liefert und/weil sie sich Nachhilfeunterricht von mir geben läßt, werden sich die Eltern hüten, ein Machtwort in Sachen Bekleidungsstil zu versuchen, obwohl mir da schon mal das Wörtchen „nuttig“ herausrutscht…
Die Teenager-Rebellion bleibt bei uns weitgehend aus. Je verständiger der junge Mensch wird, desto nachgiebiger wird die elterliche Autorität.

lG

w

Hallo Mücke,

beim durchlesen aller Postings habe ich mich so einige mal e fast in die Ecke geschmissen vor Lachen.
Ich kann jetzt kaum ruhig atmen, im übrigen habe ich einen Pupertierenden Jungen von 12 (Wobei Papa sich noch standhaft der Annahme dieser Tasache weigert *grins*), und erlebe die Pupertät meiner Neffen sowie der zickigen Tochter unseres Freundes live mit. Altersbereich von 12 bis 16 nur damit da eine Vorstellung ist.

Eines jedenfalls ist klar, das ewige Gegenanreden egal welcher Anlass gehört dazu. Muss dazu gehören, ich hab das selbst auch so gemacht und in meinem Stiefvater ein willkommenes Pondont gefunden an dem ich mich reiben konnte. Stundenlange Diskussionen Sonntags nach dem Mittagessen, herrlich. Während meine Mutter das Weite suchte und meinte wir sollten unseren „Streit“ alleine austragen! Streit!? niemals das waren nur sehr intensiv geführte Diskussionen !!!

Zurückblickend kann ich aber sagen es war die wichtigste Zeit meines Lebens und es war gut das es jemanden gab der sich mit mir auseinandergesetzt hat bis zum letzten I-Tüpfelchen diskutiert hat, der aber auch Freiheiten gab und Zugeständnisse machte. Als Beispiel bei meiner Mutter war es so das ich um 22:00 am WE zu Hause zu sein hatte, das hies für mich das ich schon um 21:00 mit dem Bus nach Hause musste da sie sich strikt weigerte mich abzuholen, während mein Stiefvater mir Ausgang bis 23:00 Uhr gab und mich dann auch abholte damit nichts passiert :wink:

Da ich mich noch immer (zum Glück) gut an diese Zeit erinnere versuche ich etwas auf die Probleme einzugehen die sich meinem Sohn (weder Fisch noch Fleisch) stellen. Klar ist er oft unmöglich aber ich mach mir da keinen Kopf drum, es gibt Dinge die Diskutiere ich und Dinge die ich halt so hinnehme wie z.B. die Wahl der Haarfarbe (muss ich ja nicht mit rumlaufen *gg*) Wenn er backen will gut dann soll er backen, da ist das Backbuch da sind die Zutaten. Bei Fragen stehe ich natürlich zur Verfügung.

Pupertät ist die Zeit in der man lernen muss loszulassen aber auch zu verstehen das die (B)Engelchen von früher erwachsen werden und man ihnen mehr zutrauen muss. Dieds geht meist mit mit mehr oder weniger rebellischem Verhalten einher. Und so komisch das klingt, man darf ihnen eben nicht alles erlauben sondern sollte ihnen immer etwas geben wogegen sie rebellieren denk ich. Denn genau das ist es, sie wollen sich durch ihre Rebellion äusserlich und innerlch von ihren Eltern distanzieren - das können sie aber nur wenn es etwas zum rebellieren gibt.
Man selbst muss also eigentlich nur entscheiden womit man am besten umgehen kann *grins* Kind muss das ja nicht wissen :wink:

So gebe ich auch durchaus mal Ratschläge wie man sich um bestimmte Dinge drücken kann ohne das es jemand merkt *gg* oder um Ärger zu vermeiden. Hab noch nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei…
Es gehört zu diesem Lebensabschnitt dazu und wenn es einem ein Erwachsener geraten hat tut man es garantiert nicht *hihi*

Ich hab schon längst damit angefangen Kompromisse einzugehen, denn die Pupertät ist jetzt die Zeit dafür aber es gibt nie etwas ohne Gegenleistung.

In diesem Sinne hoffe ich das du die Monsterzickenzeit gut überstehst zusammen mit deiner Tochter.

Nordische Grüße
Andrea

Hallo Mücke.

Hilfe gibt es kaum - durchhalten heißt die Parole. Aber zu deiner Unterstützung hier ein Artikel - schon älter, aber immer wieder zutreffend.

Sei tapfer! Gruß
T

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

P.S. Ich habe 3 pubertierende Söhne, ich kenn das!!

Hallo,

du schaffst das. Nur noch wenige Jahre.

Heute hat mein jüngstes Kind Geburtstag. 21 Jahre. Und siehe da: Er hat mich heute umarmt und „Danke“ gesagt. Und glaub mir: Er war genau so, wie du es beschreibst.

Grad sitzt er mit Gleichaltrigen auf der Terrasse und feiert friedlich und gutgelaunt.

S

Danke an alle und ein Tagesbericht
Hallo ihr Lieben,

vielen lieben Dank für die netten und sehr unterschiedlichen Beiträge - ich habe mir jeden mehrfach durchgelesen und viel nachgedacht. Je mehr ich nachdachte, umso lieber mochte ich mein „Monster“.

Tja - und trotz Allem heute Abend wieder die totale Eskalation (interessanterweise irgendwie immer abends fällt mir gerade so auf). Und das wegen einer Umhängetasche, die sie morgen statt Schulrucksack mit in die Schule nehmen wollte - dass man dabei die Hefte reinquetschen und die Ecken abknicken muss, damit es passt, ist ja egal. Ich machte ihr das Angebot, ihr eine größere zu kaufen, sofern denn die Ordnung im Schulrucksack wieder zu einer verlässlichen Größe wird. Hatte ich doch auch hier so gelesen… „wenn Du tust… dann tu ich“. Puff. War dann heute wohl nicht der Glücksgriff. „Immer musst Du Bedingungen stellen! Alle anderen Kinder kriegen einfach eine Umhängetasche, egal wie unordentlich ihr Ranzen ist! Immer musst Du Streit mit mir anfangen!“ Huch… war mir bis dato entgangen, dass wir Streit haben, eigentlich dachte ich, ich hätte ihr „nur“ etwas heute noch nicht gegeben, was sie gerne sofort hätte. Naja, dann hatten wir also Streit - obwohl ich immer noch denke, eher sie mit mir als umgekehrt.

Irgendwann sind wir aber dann endlich eine Ebende tiefer gelangt (hat aber auch ganz schön gedauert) und es kam heraus, dass sie sich zu viel von mir rumkommandiert fühlt. Wann sie Hausaufgaben machen soll, wann sie ihr Zimmer aufräumen soll, wann sie ins Bett soll. Hm. Interessant. Ätzt doch gerade dieser Punkt auch mich an, dass ich jeden Schritt des Tages erwähnen muss, bevor er endlich getan wird… Ich hatte mir bisher gedacht, ich gebe ihr schleichend die Verantwortung. So habe ich z.B. zum Thema „Hausaufgaben beginnen“ erst dann etwas gesagt, wenn ich anhand der Uhr sehen konnte, dass es nun schon knapp wird.

Überraschende Erkenntnis also beiderseits heute. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie dann einfach machen lasse, dass ich ihr das auch zutraue, aber dass ich dann auch nicht mehr in die Verantwortung „Warum hast Du nicht gesagt, dass…“ gezogen werden möchte. Jetzt ist es heute also fast halb zehn geworden bis sie ins Bett kam, aber ich hoffe, es war zu etwas Gut.

Ein bißchen habe ich das Gefühl, dass wir beide heute etwas gelernt haben. Sie, dass sie mir - auch ausrastend -sagen kann, was sie an mir anstinkt, ohne, dass ich sie dadurch verurteile und ich, dass wir wirklich anfangen müssen eine andersartige Basis aufzubauen…

Naja, dass sie dann aber alles dürfen wollte, was wir auch dürfen, ging dann aber doch unwesentlich zu weit. Ich bot ihr an, dass sie alles darf, was wir dürfen, wenn sie alles muss, was wir müssen. Dafür hab ich mir gleich wieder die volle Bandbreite der Oper „Kinder sind Sklaven ihrer Eltern“ eingefangen. Ich habe neuen Mut geschöpft, solche Attacken besonnen überstehen zu können. Heute hat es zumindest gut geklappt - und ein Ergebnis hatten wir auch. :smile:

Dennoch bin ich natürlich für weitere Mutmacher offen…

Danke! sagt

Mücke

3 „Gefällt mir“

Hallo Muecke!

Habe die Antworten der anderen nur quer gelesen, kann Dir aber eines sagen.
Pubertät, das ist die Zeit, wo die Eltern anfangen schwierig zu werden!

Zudem denke ich, Deine Tochter ist in irgendwen aus der Klasse verknallt, der ihre Gefühle nicht erwidert.

Mir hat es geholfen mich daran zu erinnern, wie „pflegeleicht“ ich selbst in diesem Alter war, das fährt den Blutdruck runter.

Und: es geht vorbei!

Liebe Grüße und halt die Ohren steif,

Angelika

Hallo Muecke,

herzlichen Glückwunsch zu:

Ein bißchen habe ich das Gefühl, dass wir beide heute etwas
gelernt haben. Sie, dass sie mir - auch ausrastend -sagen
kann, was sie an mir anstinkt, ohne, dass ich sie dadurch
verurteile und ich, dass wir wirklich anfangen müssen eine
andersartige Basis aufzubauen…

Naja, dass sie dann aber alles dürfen wollte, was wir auch
dürfen, ging dann aber doch unwesentlich zu weit.

Zu erwarten, dass bei einer ersten Basis auch schon alles gelöst ist, geht auch wirklich zu weit, Muecke!

Ich habe neuen Mut geschöpft, solche Attacken
besonnen überstehen zu können.

Den wirst Du sicher noch oft brauchen können :smile:

Heute hat es zumindest gut
geklappt - und ein Ergebnis hatten wir auch. :smile:

Und für dieses Ergebnis habe ich Dir auch noch ein Mutsternchen verpasst.

Viele Grüße, Karin

Hallo Elke!

Du bist mir ja eine Schlimme!
Denkst Du denn gar nicht an die armen Spinnen?? =8-)

Und allgemein zu diesem Beitrag sei gesagt, dass es durchaus Menschen gibt, die sich von der Entwicklung neuer Lebensformen nicht die Bohne beeindrucken lassen, solange Strom da ist und der PC/Fernseher funktioniert!(Hab´s selbst gesehen und die Flucht ergriffen)

Aber glücklicherweise gibt es auch die anderen Menschen, die als Jugendliche echte Ferkel waren und nun normal-saubere Muttertiere sind.

Also: NIE die Hoffnung aufgeben, dass das Ferkel sich weiterentwickelt in Richtung sauber statt Wildschwein.
Angelika