Vielleicht findest Du über den unten einkopierten Text einen Zugang zu Deiner Frage. Schreib mir mal bei Gelegenheit, ob Du damit etwas anfangen kannst, bzw. weitere Fragen stellen oder vielleicht auch Bedenken oder Ergänungen zur Vertiefung der Thematik.
Hallo.
Beim Stöbern in den verschiedenen Angeboten zur Psychotherapie stieß ich unter
http://freenet-homepage.de/traumdeutung.fuer.einstei… auf den Begriff „Instinktreduktion“ und faszinierte es mich zu lesen, was für ein schwerer Konflikt zwischen der Soziologie und freudschen Psychoanalyse über die Frage ausgebrochen ist, ob es sich dabei um einen angeborenen oder einen neurotischen Sachverhalt handele. Der Artikel listet 6 Instinkte und angeborene Grundbedürfnisse auf, die das Verhalten aller sozialen Lebensformen bestimmen sollen, u.a. die Hordengemeinschaften der Schimpansen (pan troglodytis). Dazu werden einige der bemerkenswert hochstehenden kulturellen Errungenschaften dieser dem Homo Sapiens genetisch am nächsten verwandten Tiere beschrieben. (Siehe http://freenet-homepage.de/traumdeutung.fuer.einstei…). Außerdem ist der graphisch veranschaulichte Versuch nachzulesen, das Freudsche Model der 3 psychischen Instanzen „Ich“, „Es“ und „Über-Ich“, in Übereinstimmung mit einem Einzeller zu bringen ( http://freenet-homepage.de/traumdeutung.fuer.einstei… ).
Nach Ansicht der Autoren würden diese Befunde und Annahmen es der Wissenschaft nicht länger gestatten, eine unüberbrückbare Barriere zwischen dem instinktiven Verhalten ( „Natur“ ) und so ausgesprochen „geistigen“ Leistungen wie die Erschaffung einer Kultur zu postulieren, vielmehr bedingten beide Phänomene einander ebenso wie „Körper“ und „Geist“ in der ihnen gemeinsamen Seele. Als Parallele aus der Psychologie wird, wie beim o.g. Einzeller angedeutet, die vollkommen konfliktfreie, harmonische Kooperation zwischen „ES“ und „ICH“ erwähnt, wie sie Freud in seinen Theorien anstrebte, die aber beim damaligen Stand der Wissenschaft nicht näher beschreibbar gewesen sei .
Im Gegensatz dazu soll es sich bei der so genannten „Instinktreduktion“ um keinen natürlichen Sachverhalt handeln, wie der Soziologe Arnold Gehlen vertritt, sondern um ein Produkt der triebfeindlichen Erziehung, im Grunde identisch mit den Neurosen. Derart anerzogene Verdrängung der Instinkte und angeborenen Bedürfnisse ins Unbewusste führe außerdem zum Ausbruch der sog. „Ersatzbedürfnisse“ hin.
Die Frage die ich mir dem gegenüber stellte war, ob sich aus diesen Befunden und Hypothesen eine Möglichkeit ergeben könnte, insbesondere die aus dem „Es“ stammenden, sonst weitgehend rätselhaft bleibenden Symbole der Träume korrekt zu durchleuchten, um sich über die Erstellung fundierter Diagnosen zum gesunden Naturmenschen zurück zu threapieren. „Zurück zur Natur“ im Sinne Rousseaus, ohne also auf den „Geist“ und seine wertvollen kulturell-zivilisatorischen Errungenschaften verzichten zu brauchen? Die Annahme jedenfalls, dass der Urmensch ein geistloser Höhlenbewohner („Troglodyt“) gewesen wäre, der dem Nachbarn mit seiner Keule plump einen über den Schädel zieht um dessen Frau an den Haaren auf sein Lager zu schleifen, scheint mir gänzlich überholt.
Ich würde mich gerne mit Fachleuten darüber austauschen. Oder Laien, die vielleicht schon etwas Erfahrung mit Freuds Psychoanalyse haben um zu beurteilen was desweiteren von dem auf dieser Seite angebotenen „Einsteig“ in die Traumdeutung zu halten ist: http://freenet-homepage.de/traumdeutung.fuer.einstei… .)
Herzlich Dankend auch für die Weitervermittlung an Dritte,
W.
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