DAT-Recorder

Hallo!

Mich würd interessieren wie der Phasengang eines DAT-Recorder aussieht???

Wenn ich mir das Signal des Frequenzgenerators am Oszilloskop anschaue zusammen mit dem gleichen Signal, welches über den DAT-Recorder gespielt wird (DAT-Recorder befindet sich im Durchschleifbetrieb) „überholt“ das Signal aus dem DAT-Recorder das Quellensignal (Frequenzgenerator) alle 600Hz??? Wiso passiert das?? bei einem Kassettenrecorder passiert das nicht???

Und vor allem handelt es sich dabei um eine immer größer werdende Phasendifferenz zwischen Eingangs- und Ausgangssignal oder um eine Phase die ständig zwischen + und - hin- und herspringt???

Danke für die Beantwortung meiner fragen!!!

Hallo,

Wenn ich mir das Signal des Frequenzgenerators am Oszilloskop
anschaue zusammen mit dem gleichen Signal, welches über den
DAT-Recorder gespielt wird (DAT-Recorder befindet sich im
Durchschleifbetrieb) „überholt“ das Signal aus dem
DAT-Recorder das Quellensignal (Frequenzgenerator) alle
600Hz???

Kannst Du mal genau erklären, was Du damit meinst?

Wiso passiert das?? bei einem Kassettenrecorder
passiert das nicht???

Keine Ahnung. Welche Frequenz testest Du?

… wielleicht ein Aliasing-Problem …

Gruß,

Sebastian

Hallo Fragewurm,

Mich würd interessieren wie der Phasengang eines DAT-Recorder
aussieht???

Der wird wohl gar nicht spezifiziert sein.

Wenn ich mir das Signal des Frequenzgenerators am Oszilloskop
anschaue zusammen mit dem gleichen Signal, welches über den
DAT-Recorder gespielt wird (DAT-Recorder befindet sich im
Durchschleifbetrieb) „überholt“ das Signal aus dem
DAT-Recorder das Quellensignal (Frequenzgenerator) alle
600Hz??? Wiso passiert das?? bei einem Kassettenrecorder
passiert das nicht???

Also beschreib mal WAS und WIE du das gemessen hast.

Grundsätzlich wäre deine Frage im Elektronik-Brett besser aufgehoben.

MfG peter(TOO)

DAT-Recorder

Hallo,

zum Versuchsaufbau, ich erzeuge mir mit dem Frequenzgenerator einen 1 kHz Sinuston, mit der Amplitude 0,775 V (Effektivwert). Ist ein Standardmass in der Audiotechnik! Dieses Signal wird auf den ersten Eingang des Oszilloskop gesteckt und auf den Input des DAT-Recorders. Der DAT-Recorder befindet sich im Durchschleifbetrieb, d.h. des ist eine DAT-Kassette drinnen und es sind die Record- und die Pausetaste gedrückt! Das Signal, welches dadurch erzeugt wird kann am Output des DAT-Recorders wieder abgegriffen werden und ich lege dieses Signal auf den zweiten Eingang des Oszilloskop!

Beide Signale sind jetzt von der Amplitude her gleich groß, besitzen aber schon eine Phasenverschiebung zueinander. (im Vergleich bei einem Kasettenrecorder sind die beiden Signale deckungsgleich!).

Jetzt werden am Frequenzgernerator Frequenzen zwischen 20 Hz und 20 kHz (Hörbereich) eingestellt und die Phasenverschiebung am Oszilloskop angeschaut.

Alle ca. 600Hz findet eine Phasendrehung statt. Meine Frage is nun woraus diese resultiert??? Und warum beim Kassettenrecorder (gleicher Versuchsaufbau u. -ablauf keine Phasendrehungen enthalten sind.

Der Versuch allgemein dient dazu, weil man ja wissn will wie es den hörbaren Frequenzen geht bzw. wie sie vom Gerät wiedergegeben werden. Eine Phasenverschiebung hört man genauso raus wie wenn sich die Amplituden verändern, auch wenn das in jedem öffentlichen Buch dementiert wird!..

Hallo,

zum Versuchsaufbau,

Das sind doch mal Informationen, mit denen man etwas anfangen kann.

Dieses Signal wird auf den ersten Eingang des Oszilloskop
gesteckt und auf den Input des DAT-Recorders. Der DAT-Recorder
befindet sich im Durchschleifbetrieb, d.h. des ist eine
DAT-Kassette drinnen und es sind die Record- und die
Pausetaste gedrückt!

Dabei wird das Signal A/D-gewandelt und wieder zurückgewandelt. Das geschieht nicht genau in Echtzeit sondern hat eine messbare Verzögerung.

Das Signal, welches dadurch erzeugt wird
kann am Output des DAT-Recorders wieder abgegriffen werden und
ich lege dieses Signal auf den zweiten Eingang des
Oszilloskop!

Okay. Du hast ein verzögertes Signal.

Beide Signale sind jetzt von der Amplitude her gleich groß,
besitzen aber schon eine Phasenverschiebung zueinander. (im
Vergleich bei einem Kasettenrecorder sind die beiden Signale
deckungsgleich!).

Beim Kassettenrekorder wird auch nicht zwischendurch gewandelt, sondern das Signal einfach nur durchgeschleift.

Wenn Du das gleiche Spiel mit Hinterbandkontrolle machst, bekommst Du einen ähnlichen (aber viel, viel größeren) Effekt.

Alle ca. 600Hz findet eine Phasendrehung statt.

Dann dauert das hin- und herwandeln etwa 1,6 ms.

Meine Frage is
nun woraus diese resultiert???

Das sollte nun klar sein …

Und warum beim
Kassettenrecorder (gleicher Versuchsaufbau u. -ablauf keine
Phasendrehungen enthalten sind.

Auch das sollte erklärt sein.

Der Versuch allgemein dient dazu, weil man ja wissn will wie
es den hörbaren Frequenzen geht bzw. wie sie vom Gerät
wiedergegeben werden.

Für die Fragestellung ist Dein Versuchsaufbau untauglich.

Eine Phasenverschiebung hört man genauso
raus wie wenn sich die Amplituden verändern, auch wenn das in
jedem öffentlichen Buch dementiert wird!..

Bevor Du solche Behauptungen aufstellst, wäre es eine gute Idee, wenn Du etwas dafür tust, daß Du weißt wovon Du sprichst …

Gruß,

Sebastian

Hallo Fragewurm,

Das meiste hat ja Sebastian schon erklärt.

zum Versuchsaufbau, ich erzeuge mir mit dem Frequenzgenerator
einen 1 kHz Sinuston, mit der Amplitude 0,775 V
(Effektivwert). Ist ein Standardmass in der Audiotechnik!
Dieses Signal wird auf den ersten Eingang des Oszilloskop
gesteckt und auf den Input des DAT-Recorders. Der DAT-Recorder
befindet sich im Durchschleifbetrieb, d.h. des ist eine
DAT-Kassette drinnen und es sind die Record- und die
Pausetaste gedrückt! Das Signal, welches dadurch erzeugt wird
kann am Output des DAT-Recorders wieder abgegriffen werden und
ich lege dieses Signal auf den zweiten Eingang des
Oszilloskop!

Siehst du, jetzt kann ich dir auch zeigen was du alles falsch machst.

Beide Signale sind jetzt von der Amplitude her gleich groß,
besitzen aber schon eine Phasenverschiebung zueinander. (im
Vergleich bei einem Kasettenrecorder sind die beiden Signale
deckungsgleich!).

Zuerst solltest du einmal mit Bursts die Gruppenlaufzeit messen.
Auch im Kasettenrecorder bewegen sich die Signale nicht mit Lichtgeschwindigkeit. bei deiner Messmethode siehst du ja nicht, ob das Signal z.B. um 360°, oder ein mehrfaches davon, phasenverschoben ist.

MfG Peter(TOO)

Hallo zusammen,

Dann dauert das hin- und herwandeln etwa 1,6 ms.

Die Wandlung A/D und D/A wird ganz sicher keine 1,6 ms dauern. Vielmehr erfolgt beim DAT ein Komprimieren und Expandieren. Daher kann eine Zeitverschiebung entstehen. Aber das trifft für alle Signale gleichermaßen zu.

Die frequenzabhängige Phasenverschiebung hat ganz einfache Gründe (s. o.).

Gruß

Dieter

Hallo,

grundsätzlich hat ein Glied mit konstanter Gruppenlaufzeit eine frequenzabhängige Phasenverschiebung, wobei im Idealfall gar kein Qualitätsverlust vorhanden sein muss, nicht einmal eine Phasenverzerrung. Letztere kann man wohl in manchen Fällen heraushören, aber nicht die einfache frequenz-proportionale Phasenverschiebung, wenn man mal von der zeitl. Verzögerung des Signals absieht. Eine Phasenverzerrung (d. h. eine frequenzabhängige Gruppenlaufzeit) ist nicht mit solch einem einfachen Aufbau nachzuweisen.

Der DAT macht bei seiner Signalaufbereitung eine zeitl. Kompression des Signals und bei der Wiedergabe eine Expansion. Das Gesamtsignal ist zeitverzögert.

Mach mal bei einem Cassettenrecorder oder einer Bandmaschine eine Hinterbandkontrolle und betreibe dieselbe Versuchsanordnung wie beschrieben. Du wirst sehen, dass bei jeder Frequenz eine andere Phasenlage vorliegt. Grund wie oben beschrieben.

Gruß

Dieter

Beide Signale sind jetzt von der Amplitude her gleich groß,
besitzen aber schon eine Phasenverschiebung zueinander. (im
Vergleich bei einem Kasettenrecorder sind die beiden Signale
deckungsgleich!).

Jetzt werden am Frequenzgernerator Frequenzen zwischen 20 Hz
und 20 kHz (Hörbereich) eingestellt und die Phasenverschiebung
am Oszilloskop angeschaut.

Alle ca. 600Hz findet eine Phasendrehung statt. Meine Frage is
nun woraus diese resultiert??? Und warum beim
Kassettenrecorder (gleicher Versuchsaufbau u. -ablauf keine
Phasendrehungen enthalten sind.

Der Versuch allgemein dient dazu, weil man ja wissn will wie
es den hörbaren Frequenzen geht bzw. wie sie vom Gerät
wiedergegeben werden. Eine Phasenverschiebung hört man genauso
raus wie wenn sich die Amplituden verändern, auch wenn das in
jedem öffentlichen Buch dementiert wird!..

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Hi Dieter,

Die Wandlung A/D und D/A wird ganz sicher keine 1,6 ms dauern.
Vielmehr erfolgt beim DAT ein Komprimieren und Expandieren.
Daher kann eine Zeitverschiebung entstehen. Aber das trifft
für alle Signale gleichermaßen zu.

Warum und wo findet eine Komprimierung und Expandierung statt?
Dieses Phänomen kenne ich eigentlich nur bei Kompander- Rauschunterdrückung aus der analogen Bandtechnik.

nu bin ich ja mal gespannt.

Markus

Hallo,

Warum und wo findet eine Komprimierung und Expandierung statt?
Dieses Phänomen kenne ich eigentlich nur bei Kompander-
Rauschunterdrückung aus der analogen Bandtechnik.

Warum?
Weil der DAT ähnlich wie ein Videorecorder mit einer drehenden Kopftrommel aufnimmt und wegen der zusätzlich notwendigen Fehlercodes das Audiosignal – auch nicht digitalisiert – einfach sequentiell aufzeichnet, sondern lückenhaft, sozusagen in Paketen. Deswegen m u s s es eine zeitliche Kompression vor der Aufzeichnung geben.

Das hat natürlich NICHTS mit Dynamik-Kompression bei der konventiellen Bandtechnik zu tun.

Gruß

Dieter

Hallo Dieter,

der DAT ähnlich wie ein Videorecorder mit einer drehenden
Kopftrommel aufnimmt

bis hier hin hast du recht, aber dann…

und wegen der zusätzlich notwendigen
Fehlercodes das Audiosignal – auch nicht digitalisiert –

also ein Dat-Recorder digitalisiert sehr wohl das Audiomaterial. Und auch die Schrägspuraufzeichnung führt nicht automatisch zu einer lückenhaften Aufzeichnung. Ich weiss nicht wo da eine Kompression stattfindet. Zugegeben es wird ein kontinuierliches Audiosignal 48.000 mal pro Sekunde abgetastet und die Messwerte werden abgespeichert aber da von einer Kompression zu sprechen halte ich für vermessen

Gruss

Markus

Hallo,

ich glaube, da hast Du mein Posting nicht richtig verstanden.

und wegen der zusätzlich notwendigen
Fehlercodes das Audiosignal – auch nicht digitalisiert –

wegen der zusätzlich notwendigen Fehlercodes das Audiosignal --::auch nicht digitalisiert – einfach sequentiell aufzeichnet,
sondern lückenhaft, sozusagen in Paketen.

Vielleicht hatte ich mich da unklar ausgedrückt, ich meinte, selbst das digitalisierte Audiosignal wird nicht einfach nur sequentiell aufgezeichnet, sondern in Paketen. Mir ist schon klar, dass DAT=DigitalAudioTape heißt, also muss ja auch digitalisiert werden.

also ein Dat-Recorder digitalisiert sehr wohl das
Audiomaterial. Und auch die Schrägspuraufzeichnung führt nicht
automatisch zu einer lückenhaften Aufzeichnung. Ich weiss
nicht wo da eine Kompression stattfindet.

Doch. Dann ließ mal entsprechende Literatur. Schon allein die Tatsache, dass Fehlerkorrekturcode hinzugefügt werden muss, bedeutet zwangsläufig, dass da nicht nur Audiodaten ununterbrochen auf Band kommen. Folglich müssen letztere zeitlich komprimiert werden, das geht gar nicht anders, sonst gäbe es tatsächlich Lücken im Signal. Der Kompressionsfaktor ist für ein Paket sogar recht beachtlich.

ein kontinuierliches Audiosignal 48.000 mal pro Sekunde
abgetastet und die Messwerte werden abgespeichert aber da von
einer Kompression zu sprechen halte ich für vermessen

Diese Behauptung kommt ja auch nicht von mir.
ich kann Dir gerne Literatur nennen für DAT-Grundlagen.

Gruß

Dieter

Hallo,

Vielleicht hatte ich mich da unklar ausgedrückt, ich meinte,
selbst das digitalisierte Audiosignal wird nicht einfach nur
sequentiell aufgezeichnet, sondern in Paketen.

Das hat jetzt aber garnichts mit der Magnetkopfform zu tun…

also ein Dat-Recorder digitalisiert sehr wohl das
Audiomaterial. Und auch die Schrägspuraufzeichnung führt nicht
automatisch zu einer lückenhaften Aufzeichnung. Ich weiss
nicht wo da eine Kompression stattfindet.

Doch.

So? Interessant.

Dann ließ mal entsprechende Literatur. Schon allein die
Tatsache, dass Fehlerkorrekturcode hinzugefügt werden muss,
bedeutet zwangsläufig,

daß es sich um Aufzeichung mit Lücken handelt.

dass da nicht nur Audiodaten
ununterbrochen auf Band kommen.

Wie die Rohdaten genau aussehen, die aufs Band geschriben werden aussehen ist hier vollkommen uninteressant.Auch bei einer CD sind im übrigen Korrekturdaten enthalten, für das, was der unsrüngliche Fragesteller wissen wollte, spielt das aber keine Rolle.

Folglich müssen letztere
zeitlich komprimiert werden,

Nein. Das folgt daraus überhaupt nicht.

das geht gar nicht anders, sonst
gäbe es tatsächlich Lücken im Signal. Der Kompressionsfaktor
ist für ein Paket sogar recht beachtlich.

Aha. Wieviel denn? Welches Kompressionsverfahren wird denn verwendet?

Gruß,

Sebastian

Hallo,

Vielleicht hatte ich mich da unklar ausgedrückt, ich meinte,
selbst das digitalisierte Audiosignal wird nicht einfach nur
sequentiell aufgezeichnet, sondern in Paketen.

Das hat jetzt aber garnichts mit der Magnetkopfform zu tun…

Doch, auch. Denn die Umschlingung bei DAT beträgt nur ca. 90°, und bei 180° versetzten Köpfen (für das ‚Aufnahmepaar‘) gibt es keinen kontinuierlichen Kopfkontakt. Die Daten können also nicht unterbrechungsfrei aufgezeichnet werden. Um zu gewährleisten, dass aber alles Audiomaterial ohne Lücken zur Aufzeichnung kommt, muss es zeitl. komprimiert werden. Den Beweis muss ich hier nicht erbringen, denn es ist anschaulich klar.

Wie die Rohdaten genau aussehen, die aufs Band geschriben
werden aussehen ist hier vollkommen uninteressant.Auch bei
einer CD sind im übrigen Korrekturdaten enthalten, für das,
was der unsrüngliche Fragesteller wissen wollte, spielt das
aber keine Rolle.

Wenn Du alles gelesen hättest, wäre Dir klar, aus welchem Grund die zeitl. Kompression der Daten eine Erklärung für die ursprüngliche Frage ist.

das geht gar nicht anders, sonst
gäbe es tatsächlich Lücken im Signal. Der Kompressionsfaktor
ist für ein Paket sogar recht beachtlich.

Aha. Wieviel denn? Welches Kompressionsverfahren wird denn
verwendet?

Auf ca. 1/3 wird komprimiert. Dafür gibt es keine besondere Verfahren, nur jenes, dass die Digitaldaten des gewandelten Audiosignals zwar kontinuierlich in einen Speicher eingelesen werden, aber schneller (jedoch mit besagten Unterbrechungen) wieder ausgelesen werden, um dann erst nach weiteren Code-Ergänzungen auf Band zu kommen.

Übrigens, wo Du es erwähnst: Bei der CD liegen die Audiodaten auch nicht als sequentieller Strom vor, sondern zeitl. komprimiert. Das ist auch der Grund, warum alle Player, auch die allerersten, die keine 40 sec Buffer besaßen, einen Lesespeicher benötigen.

Das alles ist in einschlägiger Literatur nachlesbar.

Gruß

Dieter

Hallo Dieter,

eine zeitliche Kompression muss überhaupt nicht stattfinden. Wenn man Daten schneller ausliest als man sie braucht für einen kontinuierlichen Datenstrom hat man auch etwas Zeit für Fehlerkorrektur usw. dann können die Datenblocks sogar verteilt nicht zusammenhängend und so weiter sein.

Bei einigen CD Spielern werden auch die Daten schneller ausgelesen als notwendig um Sie zu Buffern damit man zum beispiel damit Joggen, Autofahren usw. kann.

Du wirfst hier ganz schön heftige Statements in den Raum.

Jetzt möchte ich Dich mal auf Fachliteratur verweisen.

Gruss

Markus

Hallo,

eine zeitliche Kompression muss überhaupt nicht stattfinden.
Wenn man Daten schneller ausliest als man sie braucht für
einen kontinuierlichen Datenstrom hat man auch etwas Zeit für
Fehlerkorrektur usw. dann können die Datenblocks sogar
verteilt nicht zusammenhängend und so weiter sein.

Wenn man Daten schneller ausliest, entspricht das einer zeitl. Expansion.

Bei einigen CD Spielern werden auch die Daten schneller
ausgelesen als notwendig um Sie zu Buffern damit man zum
beispiel damit Joggen, Autofahren usw. kann.

Sie werden bei solchen mit Buffern schneller gelesen, bis der Buffer voll ist, und dann wird normal gelesen (mit der Einschränkung der Zusatzcodes, die natürlich immer noch zusätzlich zu den reinen Audiodaten gelesen werden müssen).

Gruß

Dieter

Literatur
Biasch-Wiebke, Claus: CD-Player & R-DAT-Recorder

Krieg, Bernhard: Praxis der digitalen Audiotechnik

Dickreiter, Michael: Handbuch der Tonstudiotechnik

Hallo Patrick,

Wenn ich mir das Signal des Frequenzgenerators am Oszilloskop
anschaue zusammen mit dem gleichen Signal, welches über den
DAT-Recorder gespielt wird (DAT-Recorder befindet sich im
Durchschleifbetrieb) „überholt“ das Signal aus dem
DAT-Recorder das Quellensignal (Frequenzgenerator) alle
600Hz??? Wiso passiert das??

Offensichtlich gibt es eine konstante Signalverzögerung zwischen Ein- und Ausgang. Daraus ergibt sich eine zur Frequenz proportionale Phasenverschiebung.

bei einem Kassettenrecorder
passiert das nicht???

Doch, wenn der Rekorder eine echte Hinterbandkontrolle hat, ist der Effekt sogar noch viel stärker. Je nach Abstand von Aufnahme- und Wiedergabekopf kann eine Laufzeit von einigen 100 ms auftreten.
Wenn der Rekorder das Signal allerdings direkt durchschleift, treten keine nennenswerten Verschiebungen auf.

Und vor allem handelt es sich dabei um eine immer größer
werdende Phasendifferenz zwischen Eingangs- und Ausgangssignal
oder um eine Phase die ständig zwischen + und - hin- und
herspringt???

Wie gesagt die absolute Verschiebung ist konstant, aber mit zunehmender Frequenz wird die Periodendauer immer kürzer und damit passen immer mehr Perioden in die Laufzeit.

Jörg

Hallo,

Vielleicht hatte ich mich da unklar ausgedrückt, ich meinte,
selbst das digitalisierte Audiosignal wird nicht einfach nur
sequentiell aufgezeichnet, sondern in Paketen.

Das hat jetzt aber garnichts mit der Magnetkopfform zu tun…

Doch, auch. Denn die Umschlingung bei DAT beträgt nur ca. 90°,
und bei 180° versetzten Köpfen (für das ‚Aufnahmepaar‘) gibt
es keinen kontinuierlichen Kopfkontakt. Die Daten können also
nicht unterbrechungsfrei aufgezeichnet werden. Um zu
gewährleisten, dass aber alles Audiomaterial ohne Lücken zur
Aufzeichnung kommt, muss es zeitl. komprimiert werden.

Sagen wir so: es muß etwas schneller gelesen werden, als 44100 x 16 x 2 Bit/Sekunde (bei 44,1 kHz Samplingfrequenz), damit zum einen Zusatzdaten geschrieben werden können und die Zeit des fehlenden Kopfkontaktes kompensiert werden kann.

Da einfach mal so von „Kompression“ zu sprechen, ist bestenfalls sehr, sehr mißverständlich.

Den
Beweis muss ich hier nicht erbringen, denn es ist anschaulich
klar.

Deine Begrifsdefinition ist leider nicht so anschaulich. Und da in oben genanntem Beispiel nichts aufs Band geschrieben wird, ist Deine Erkärung auch nicht optimal passend.

Wie die Rohdaten genau aussehen, die aufs Band geschriben
werden aussehen ist hier vollkommen uninteressant.Auch bei
einer CD sind im übrigen Korrekturdaten enthalten, für das,
was der unsrüngliche Fragesteller wissen wollte, spielt das
aber keine Rolle.

Wenn Du alles gelesen hättest, wäre Dir klar, aus welchem
Grund die zeitl. Kompression der Daten eine Erklärung für die
ursprüngliche Frage ist.

Nein. In der ursprünglichen Frage wird das Band nicht benutzt. An welcher Stelle der Datenpuffer sitzt, ist dann eine andere Frage.

Übrigens, wo Du es erwähnst: Bei der CD liegen die Audiodaten
auch nicht als sequentieller Strom vor, sondern zeitl.
komprimiert. Das ist auch der Grund, warum alle Player, auch
die allerersten, die keine 40 sec Buffer besaßen, einen
Lesespeicher benötigen.

Das alles ist in einschlägiger Literatur nachlesbar.

Deine Definitionen sind sehr, sehr merkwürdig. Wenn jemand von Audio-Kompression spricht, würde ich an alles mögliche denken, nicht aber an zu schnell abgespielte Langspielplatten (das scheint so etwa das zu sein, was Du unter Kompression von Audio zu verstehen scheinst).

Gruß,

Sebastian

Hallo Markus,
ich glaube Euer „Streit“ ist hier nur an der Verwendung des Begriffes „Kompression“ entbrannt. Wahrscheinlich hätte sich in keinem anderen Brett jemand an der Verwendung dieses Begriffes für eine zeitliche Stauchung der Daten gestört.
Ansonsten hat Dieter aber Recht. Die Daten müssen zunächst gebuffert werden, dann packetweise mit erhöhter Geschwindigkeit aufs Band geschrieben werden.

eine zeitliche Kompression muss überhaupt nicht stattfinden.

Dann nenne es eben Erhöhung der Sampling-Rate, aber das muß getan werden, bevor oder während die Daten auf Band kommen.

Wenn man Daten schneller ausliest als man sie braucht für
einen kontinuierlichen Datenstrom hat man auch etwas Zeit für
Fehlerkorrektur usw. dann können die Datenblocks sogar
verteilt nicht zusammenhängend und so weiter sein.

Auslesen aus einem RAM oder vom Band ?

Bei einigen CD Spielern werden auch die Daten schneller
ausgelesen als notwendig um Sie zu Buffern damit man zum
beispiel damit Joggen, Autofahren usw. kann.

Das ist letztendlich das gleiche Problem wie bei den Signallücken des DAT-Rekorders, nur daß sie beim CD-Player nicht vorhersehbar sind.

Du wirfst hier ganz schön heftige Statements in den Raum.

Nun übertreib’ aber nicht…

Jörg