Hallo Gernot!
vielen Dank, dass du als „Antiquarische-Duden-Sammler” das
alles herausgesucht hast.
Bitte. War schön, mal den Duden von 1941 auch hernehmen zu können.
))
Allerdings schriebst du im Posting davor auch:
Korrekt ist die parllele Beugung
(„bei rotem und gelbem Licht“), die andere Beugung ist
veraltet, werde aber noch häufig verwendet.Es lässt sich aber dann dafür doch wohl kein Beleg finden,
dass hier die gemischte Flexion auch möglich sei, wenn die
Adjektive durch ein „und” getrennt sind:
Ja, stimmt, da habe ich nicht aufgepasst. In dem Beispiel ist es ja keine Einschließung, also geht nur Parallelflexion. Da war ich etwas schlampig beim Lesen.
Nur bei der Einschließung klingt die gemischte Flexion für
mich richtig:
Mir geht es da anders: Für mich klingt sie IMMER falsch. Ich würde sie auch selbst nicht verwenden, wobei ich mich da im Einklang mit dem Standarddeutsch befinde.
Richtig ist jedenfalls, dass auch allgemein der Trend eher
hin zur Endung -n geht
und nicht von ihr weg:
Was die schwache Beugung bei der Einschließung betrifft, hatte ich bei den Duden-Einträgen eher das Gefühl, es wird immer weniger - in den 50ern hieß es noch, es wird „sehr häufig“ gemacht, in den 90ern war’s dann nur noch „gelegentlich“. (Ich unterstelle jetzt mal daß der Duden hier tatsächlich deskriptiv die Sprachentwicklung beschreibt.) Selber untersucht habe ich das nicht.
diese n Jahres statt
diese s Jahres.
Bei ersterer Variante, die sich erst in letzter Zeit in unsere
Sprache eingeschlichen hat
„Letzter Zeit“ ist hier ein dehnbarer Begriff. Schon in meinen 40 Jahre alten Duden wird die Form „diesen Jahres“ explizit als falsch hervorgehoben, also muß es schon damals Leute gegeben haben, die das so geschrieben haben. Allerdings scheint die Form zuzunehmen, wenn man dem Duden glaubt.
auch wenn sie der Grammatik-Duden mittlerweile
akzeptiert.
Der Grammatikduden (7. Auflage) sagt klar: Standardsprachlich ist nur die s-Form korrekt, die anderen Formen sind „nicht anerkannt“. Akzeptanz lese ich da nicht heraus.
lg,
Max