Dehnen und Leistenbruch?

Hallo,

aufgrund einer Wirbelsäulenverkrümmung inkl. Beckenschiefstellung etc. trainiere ich seit ein paar Monaten wieder mal meine Rücken- und Bauchmuskulatur im Fitnesscenter. Meine Trainerin, die aus dem Bereich Physiotherapie kommt, hat mir auch 3 Dehnübungen aufgeschrieben. U.a. soll ich die Muskeln auf der Beinrückseite dehnen und auch den Hüftbeuger, für den ich außderdem auch eine Kräftigungsübung mache.

Nachdem ich mir durch eine Dehnübung vor ein paar Jahren mal einen Leistenbruch zugezogen habe, traue ich mich aber nicht so recht, den Hüftbeuger zu dehnen. Meine Trainerin meinte, da kann nichts passieren, aber ich hatte eben mit einer anderen Übung schon mal negative Erfahrungen. Meine jetzige Übung sieht wie folgt aus: ein Knie auf die Matte (und dabei das Bein weit nach hinten strecken), das andere Bein aufgestellt (90°-Winkel), dann einen Arm auf das Knie des aufgestellten Beins legen, mit der anderen Hand am Boden aufstützen und das Becken und Oberkörper nach vorne schieben.

Kann man diese Übung gefahrlos machen, wenn man nur soweit dehnt, dass es eben nicht schmerzt? Welche Aufwärmübung sollte man vor dieser Dehnung machen und wie lange?

Vielen Dank.
Michael

hallo!

die muskeln sind reine ausführungsorgane, d.h. sie bekommen mitgeteilt wie lang sie zu sein haben. diese infos gehen in erster linie vom gehirn aus das wiederum infos von den relevanten gelenken bekommt.

du kannst also für den rest deines lebens an deinen muskeln in allen richtungen ziehen und dein schiefstand wird sich dadurch nicht um einen millimeter ändern-denn die information des gehirns (die „steuersignale“) ändern sich nicht.

daher kannst du diese übungen gleich in den müll schmeissen-ausser du vergeudest gerne deine zeit.

es ist auch immer sehr fraglich ob man um jeden preis eine skoliose „geradebiegen“ soll. es gibt nämlich genügend fälle in denen leute mehr probleme haben wenn sie „geradegebogen“ werden.

das einzige was (auch langfristig) was bringt ist es von der „betroffenen“ seite mehr infos ans gehirn zu senden, d.h. input von dort aus zu geben, z.b. durch tape oder sich den rücken an den stellen täglich abbürsten. es gibt auch ein spezielles trainingssystem das darauf basiert. gibt`s aber bis jetzt nur 10mal (?) weltweit.

tschüss

matthias

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