Hallo Allerseits,
hatte diese Frage vor kurzem gestellt und getestet.
Testobjekt LT 28 1984 sehr viel Km absoluter Nullpunkt für Start -5°
Mit einem neuen Motor lässt sich dieser Test nicht exakt durchführen weil der ja doch immer läuft.
Benzinzusatz 10% Startergebniss deutlich schlechter. Habe es natürlich mit vollem Tank probiert und großes Gluck dass es bald darauf wieder wärmer wurde.
Liegt verm. daran dass Benzin auch unter druck ohne Funken nicht zündet, was Öl tut. Es wäre noch interessant wie sich zB. Sonnenblumenöl verhält aber ich habe momentan keine lust meine Zementsäcke zu Fuß auf die Baustelle zu schinden.
Gruß Elmar
Hallo.
Liegt verm. daran dass Benzin auch unter druck ohne Funken
nicht zündet, was Öl tut.
Und zusätzlich bildet sich bei Verbrennung von Benzin in einem Selbszünder nur eine „verschwächerte“ Menge mechanischer Energie.
Aber Pflanzenöl würde ich nicht einsetzen. Es ist energiemäßig nur ein kleines bisschen besser als Benzin, es ist außerdem in veresterter (und auch in reiner) Form im Einsatz, aber nur für geeignete Diesel-Fzg. das heißt, daß das Beimischen (Pflanzenöl sollte auch wintersicher sein) wohl im besten Fall GAR nichts bewirkt-aber ich kann mich hier auch irren 
Gruß, Michael
Hallo Elmar,
was möchtest du denn fragen, ob man Benzin beimischen darf?
Dein Artikel hörte sich eher wie ein Bericht an.
Das Beimischen von geringen(!!) Mengen Benzin zum Diesel im Winter war machbar bei älteren Dieselmotoren mit Verteilereinspritzpumpe. Heutige Dieselmotoren mit Pumpe-Düse-Einspritzung oder mit Common-Rail-Systemen vertragen keine Benzinbeimischung. Bei diesen kommt es zu Dampfblasenbildung im Einspritzsystem, da das Benzin bei den hohen Drücken und der hohen Temperatur der zylinderkopfnahen Einspritzsysteme schlagartig in die Dampfphase übergeht. Dies führt evtl. zum Ausfall oder zu Schäden an den Einspritzsystemen. Deshalb raten Motorenhersteller und Fachleute davon ab, modernen Motoren überhaupt irgendwas beizumischen. Daher sind auch kleine Mengen Benzin mitunter tötlich für einen Diesel!
Schönen Gruß,
John
Hallo Elmar,
grundsätzlich ist die Beimischung von Benzin bei Dieselmotoren mit Ölgeschmierter Einspritzpumpe möglich. Bis zu 15% sind unproblematisch, bis zu 30% sind möglich. Die Bezinbeimischung verhindert ein „gefrieren“ des Diesels bei kalten Temperaturen (reiner Diesel ist bei etwa -8°C fest, erste Sieb-zusetzenden Ausflockungen bereits knapp unter Null), verschlechtern aber die Zündwilligkeit (Cetanzahl). Sonnenblumenöl verschlechtert ebenfalls die Zündwilligkeit und bringt keine Vorteile für die Kältefestigkeit. Ausserdem wird für Sonnenblumenöl Mineralölsteuer in höhe der Beimischungsquote fällig. Es müsste also für jede eingefüllte Flasche Sonnenblumenöl eine Steuerklärung beim Zoll abgegeben werden. Falls das per mail geht, würde ich das aber dann auch für jede Flasche einzeln machen. Bei 100 Flaschen sollte man dann 100 Steurbescheide zu je etwa 0,03€ zugeschickt bekommen. Dann wäre von einem Anwalt zu prüfen, ob diese Steuer möglicherweise rechtswidrig ist, weil das Steuergesetz nach meiner Kenntnis irgendwo vorschreibt, dass die Steuererhebung zu einem für die Finanzkasse positivem Gesamtergebnis führt, was bei den zu erwartenden Portokosten nicht mehr gegeben ist.
Es gibt inzwischen chemische Zusätze für Diesel, die sowohl das „gefrieren“ oberhalb etwa -25°C verhindern und ausserdem die Zündwilligkeit verbessern. Der an Tankstellen teurer angebotene Superhightech-Diesel hat durch die Zumischung von synthetisch erzeugtem Diesel eine erheblich verbesserte Zündfähigkeit. Du kannst davon etwas zutanken, dann sollte Dein Motor wieder besser anspringen. Weitere Versuchskandidaten, die im Dieselmotor funktionieren, sind Petroleum, Kerosin und Indstrie-Kaltreiniger. Dort ist aber möglicherweise jeweils die Mineralölsteuer beim Zoll zu entrichten. Gebrauchter Kaltreiniger könnte durch destillieren gereinigt werden. Das Destillat kann dann im Rahmen eines offiziellen Versuchsbetriebes zur Abfallverwertung (mit entsprechender Begleitdokumentation) unter Umständen Mineralölsteuerfrei gefahren werden, eben als Versuchsanlage.
Weiterhin viel Spaß im Deutschen Behördendschungel
Gruß
schubtil
Hallo
Dem Diesel wurde übrigens kein Benzin sondern Petroleum zugesetzt um das Versulzen bei zu niedrigen Temperaturen zu verhindern.
Benzin hat nur verwendet, wer kein Petroleum hatte.
Horst
Hallo
Das Beimischen von geringen(!!) Mengen Benzin zum Diesel im
Winter war machbar bei älteren Dieselmotoren mit
Verteilereinspritzpumpe.
Das funktioniert auch bei Reiheneinspritzpumpen
Die Einspritzpumpen und Kraftstoffpumpen bei modernen wie auch bei alten Dieselmotoren werden mittels des Dieselkraftstoffs geschmiert. von daher sollte genug Diesel da sein um ein fressen der Pumpe bzw. der Injektoren zu verhindern.
Horst