Denkanstoß

Diese Rundmail flatterte von einer Freundin bei mir herein. Ich stelle das zur Diskussion.

Wenn du nach 1979 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun…
Verschwinde! Kinder von heute werden in Watte
gepackt…weiterlesen.
Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70 Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben konnten!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.

Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium.

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.

Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.

Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen.

Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wußte, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“ . Kannst du dich noch an
„Unfälle“ erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte den Erwachsenen nicht.

Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick.

Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.

Wir hatten Freunde.
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße.

Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und
keiner holte uns… Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten
nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.

Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war.
Wer nicht gut war, mußte lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere.
Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen.

Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen.
Das war klar und keiner konnte sich verstecken.

Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Mißerfolg,
Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wußten wir umzugehen

Und du gehörst auch dazu.

Herzlichen Glückwunsch!

Es lebe die ‚gute alte Zeit‘
Hiho,

ich singe ja auch gerne Loblieder auf die gute alte Zeit. Und auch ich könnte mich amüsieren bzw. ägern (je nach Laune und Situation) wenn ich so manche heutige Eltern höre. Und in meinen Augen fehlt hier noch eine sehr wichtige Feststellung:
Als wir Kinder waren hatten unsere Eltern noch keine übertriebene Angst vorm „bösen Mann“ und wir leben immer noch…

Aber so ganz unkommentiert möchte ich die Sammlung dann doch nicht stehen lassen. Zum einen mache ich die Erfahrung daß glücklicherweise nicht alle Eltern so sind (unser Sonnenschein ist jetzt gut 2) und zum anderen ist auch nicht alles wahr oder toll…

Wenn du nach 1979 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir
zu tun…
Verschwinde! Kinder von heute werden in Watte
gepackt…weiterlesen.
Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70 Jahren lebtest, ist
es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben
konnten!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne
Airbags.

Nun, sicher haben die weitaus meisten von uns diese Zustände überlebt. Aber die Folgen eines Unfalls in unserer Kindheit waren halt auch nicht gerade die Schönsten und dem einzelschicksal ist es egal, daß die meisten seiner Altersgenossen mehr Glück hatten…

Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller
Blei und Cadmium.

Auch hier gilt das Selbe wie oben…in der Gesamtzahl verschwinden die Opfer…

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne
Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit
Bleichmittel…

…und haben uns vergiftet oder verätzt. Ich habe mal 'ne volle Packung Abführtabletten verdrückt und meine Eltern hätten die Nacht sicher lieber anders verbracht.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere
Fingerchen.

Sind sie auch heute noch. Ich habe seit geraumer Zeit meinen Sohn nicht mehr ohne Kratzer, blaue Flecken oder blaue Finger gesehen. Erfahrung kann nun mal schmerzhaft sein. Hauptsache, die Eltern trösten…:wink:)

Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.

Also wir haben auch aus Bächen und Quellen getrunken. Und mein Sohn war noch keine zwei bei seiner ersten Quellwassererfahrung.

Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der
ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen
hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Seifenkisten habe ich nie gebaut, aber ich mußte schmerzlich erfahren, daß man freihändig auf dem Rad nicht unbedingt einen Berg hinunter sollte… Und ich fürchte, daß auch mein Sohn eine solche Erfahrung machen muß.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen.

Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein,
wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wußte, wo wir waren
und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und
niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle.
Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach
„Aufsichtspflicht“ . Kannst du dich noch an
„Unfälle“ erinnern? Wir kämpften und schlugen einander
manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es
interessierte den Erwachsenen nicht.

Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und
wurden trotzdem nicht zu dick.

Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand
starb an den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box,
Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video,
Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer,
Internet-Chat-Rooms.

Ich bitte Dich! Du bist deutlich jünger als ich und bestreitest die Existenz von Videospielen u.ä.?
Ich kann mich jedenfalls noch sehr gut an Dein Geburtsjahr und Sqash, Tennis und Schießen auf dem Fernseher.
Und hast Du auch nie Joystick und Tastatur des guten alten C64 gequält? Dir ist echt was entgangen…:smile:

Wir hatten Freunde.
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße.

Ist das heute anders? Muß nicht sein!

Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten.
Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach
hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen
Eltern. Keiner brachte uns und
keiner holte uns… Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen.
Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht
ein: Die Würmer lebten
nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken
stachen wir nicht besonders viele Augen aus.

Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war.
Wer nicht gut war, mußte lernen, mit Enttäuschungen
klarzukommen.

Naja, auch daran wird sich nicht viel geändert haben.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere.
Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen.

Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur
Änderung der Leistungsbewertung.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen.
Das war klar und keiner konnte sich verstecken.

Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar,
daß die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im
Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So
etwas!

Also meine Eltern waren schon recht streng, aber wenn es was zum „heraushauen“ gab, dann wurde das getan. Intern sah das dann natürlich etwas anders aus, aber ich fand es sehr beruhigend zu wissen, daß meine Eltern mich notfalls immer unterstützen (auch wenn ich das erst sehr spät erfahren durfte…).

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern
und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir
hatten Freiheit, Mißerfolg,
Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wußten wir umzugehen

Und du gehörst auch dazu.

Herzlichen Glückwunsch!

Also ich weiß nicht, ob ich diesen Glückwunsch als Kompliment aufassen sollte, wenn ich mir überlege, daß es genau diese Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft ist die die heutigen Kinder erzieht…

Aber schön isses doch! :wink:)

Gruß Stefan

Eltern ./. Kinder
Hi Fox,
oh ja, ich erinner mich genau.
Und es hieß immer, dass an mir ein Junge verloren ging.
Später sagte ich immer, dass, wenn meine Töchter so schlimm werden, wie ich war, ich ihnen das Hälschen umdrehen würde.
Meine Minizicken sind schlimmer und leben trotzdem noch.
Ich hab meinen Mädels aber auch schon gesagt, dass sie, wenn ich Oma werde, meinen Enkeln alles zeigen werde, was sie nicht machen sollen.
Meine Töchter wissen, dass ich meine Drohung wahrmachen werde.
Gruß *wink* Daggi

Hallo Data

Der Missstand, oder wie man das auch immer bezeichnen will, auf den dieses Schreiben hinweisen will, entstand -meiner Meinung nach- durch die Verkomplizierung unserer Gesellschaft. Man weist den verkehrten Personengruppen Rechte zu , die sie damit zu Nörglern, verweichlichten, sich nicht entscheiden könnenden Individuen machen.
Diese Kinder werden es später im Leben mal sehr schwer haben sich auf eigene Beine zu stellen
Jedes Schulkind weiß heute mittlerweile das ein Lehrkörper seine Beherrschung bei einem „Fehlverhalten“ eines Kindes(Schülers) nicht verlieren darf. Auch wenn das Verhalten des Kindes Mutwilligkeit oder Boshaftigkeit erkennen lässt.
Das Kind erkennt also schon von „klein“ an, das die Eigentliche Respektsperson verarschbar ist.
Die Folgen: Die schlechtesten Grundlagen um zu studieren, oder wenigstens eine Ausbildung der eigenen Wahl zu bekommen.
Es bilden sich Abhängigkeiten/Konflikte, teilweise schon im Elternhaus. Ein oder beide Parteien versuchen diesen aus dem Wege zu gehen, oder es mit Drogen /Alkohol zu kompensieren.
Hinzu kommt das heutzutage Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder teilweise überfordert sind.
Aufgrund stetig neuer Wissenschaftserkenntnisse wird in höheren schulklassen anderer/mehr Lehrstoff vermittelt als noch vor 30 Jahren. Eltern werden meist in ihrem Job physisch oder psychisch anders gefordert. Betreten somit vollkommen genervt oder gestresst ihr Heim und brauchen eigene Zeit um sich zu regenerieren.
Somit iss dann lieber mal ein 10 ér für Mc Donalds gezückt, als sich noch eine stunde in die Küche zu stellen und . . . .

Kurzum viele Leute können sich nicht mehr um ihre Kinder kümmern, selbst wenn sie es könnten würde ihre Erzieherische Maßname an der nächsten Straßenecke zu Nichte gemacht.

Digitale Medien spielen eine große Rolle in der heutigen Zeit, das geht z.B. Soweit das Kinder den Begriff Gewalt, Brutalität vollkommen falsch interpretieren und ihn fälschlicherweise im realen Leben versuchen anzuwenden.

Man könnte hier endlos Weiterschreiben, es greift ein Rädchen ins andere.

Das das hier bitte nicht falsch verstanden wird,

Ich möchte keine mit Rohrstock prügelnden Lehrer wie in den 50ziger Jahren wiederhaben,
aber ich hab schwer den Eindruck das die Erziehung der jetzigen Kinder den meisten entglitten ist

Masei1202

Ich (Jahrgang 65) fands Scheisse!!!

Autoritäre Lehrer, „Sei nett zu Tante Erika“, „Ein Mädchen macht das nicht“,
Mütter mit unehelichen Kindern waren „Amischlampen“ und geschiedene Frauen „solche“, missbrauchte Kinder und vergewaltige Frauen waren selber schuld, der Hausmeister hatte immer recht und in der Ausbildung wurde uns mit 18 Jahren noch verboten die Haare zu färben.

Nein Danke - früher war gar nichts besser

Sue

Hallo Data,

als ein Kind der Siebziger kann ich dazu Folgendes sagen:

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne
Airbags.

Stimmt, Airbags gab es damals noch nicht.

Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller
Blei und Cadmium.

Nicht, daß ich wüßte…

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne
Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit
Bleichmittel.

So wir denn Mutters Versteck für derartige ‚Leckereien‘ gefunden haben. :wink:

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere
Fingerchen.

Bei Teufeln wie mir war praktisch jedes Möbelstück gefährlich. Noch heute trage ich eine wunderschöne Narbe von der Ecke eines Hockers, auf den ich mal von einem Schrank runtergekracht bin, auf der Stirn.

Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

Bitte buchstabieren Sie Helm. :wink:

Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.

Und außerdem aßen wir ungewaschene Äpfel/Pflaumen/Birnen, die wir von Nachbars Baum gemopst haben und Erdbeeren direkt vom Strauch.

Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der
ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen
hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Seifenkiste nicht, aber Schlitten… Und dabei haben wir fast ein Auge verloren.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen.
Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein,
wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wußte, wo wir waren
und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

Jaaaaaa! Und ließen uns - so dreckig, daß uns Mama am Schlawittchen packte und ins Badezimmer trug , damit wir den Perser nicht versauen - erst wieder blicken, wenn es dunkel war. Falls wir uns vorher blicken ließen, so lag es nur daran, daß wir uns irgendwo gepflegt langgelegt haben und befürchteten, der hohe Blutverlust würde uns innerhalb kürzester Zeit dahinraffen. Sobald der Kratzer versorgt war, verschwanden wir wieder.

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und
niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle.
Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach
„Aufsichtspflicht“ . Kannst du dich noch an
„Unfälle“ erinnern? Wir kämpften und schlugen einander
manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es
interessierte den Erwachsenen nicht.

Nun ja… Ich krachte als Kleinkind von einem Küchenschrank runter (die besagte Narbe auf der Stin); habe seit dem 5. Lebensjahr eine fette Narbe am Bein (am Kachelofen abgerutscht); lief mit 7 Gefahr, alle Zähne zu verlieren, weil ich während einer Blödelei auf dem Schulhof mit dem Kinn auf eine eiserne Türklinke krachte; verlor mit 9 oder 10 fast ein Auge, weil ich zu blöd war, einen Schlitten zu lenken; ließ mich 13 radelnd von einem Bus anfahren. Na und? Es waren Unfälle! Die Verkehrsbetriebe haben zwar damals Schadenersatz gezahlt, weil der Busfahrer Schuld hatte, von der Kohle habe ich allerdings erst während der Ausbildung etwas gesehen, weil meine Mom es für mich angelegt hatte.

Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und
wurden trotzdem nicht zu dick.

Weil wir uns bewegt haben und nicht nur ständig vor der Glotze bzw. vor dem PC hockten.

Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand
starb an den Folgen.

Wodurch unser Immunsystem gestärkt wurde.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box,
Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video,
Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer,
Internet-Chat-Rooms.

Neeee… Wir spielten Cowboy & Indianer, Polizei & Verbrecher, was-weiss-ich… Dazu braucht man keine Playstation - dazu braucht man Phantasie.

Wir hatten Freunde.
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße.

Wir hatten Freunde und wir hatten Feinde. Mit den Feinden haben wir uns genüßlich geprügelt.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere.
Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen.

Es gab auch recht kluge, die aber trotzdem und zwar wegen eines einzigen phantasievollen Aufsatzes, den man heute als geile Kurzgeschichte an einen Verlag verscheuern könnte, beinahe von der Schule flogen. :wink:))

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen.
Das war klar und keiner konnte sich verstecken.

Ja… Das wurde eindrucksvoll durch die Bewertung meines Betragens belegt. Uuuuund natürlich durch diverse Anordungen von Hausarrest.

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern
und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir
hatten Freiheit, Mißerfolg,
Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wußten wir umzugehen

Ja! Ja! Und nochmals: JA!

Und du gehörst auch dazu.

Aber selbstredend! Und das auch noch gerne!

Beste Grüße

Renee

Die Jugend von heute

„Unsere Jugend liebt den Luxus, sie hat schlechte Manieren, mißachtet Autorität und hat keinen Respekt vor dem Alter. Die heutigen Kinder sind Tyrannen, sie stehen nicht mehr auf, wenn ein älterer Mensch das Zimmer betritt, sie widersprechen ihren Eltern, schwätzen beim Essen und tyrannisieren ihre Lehrer.“
(Sokrates)

Andere Fassung:

„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“
(Sokrates) (frei zusammengefaßt nach Platons 8. Buch vom Staat)

„Diese heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird nie wieder so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten.“
(Babylonischer Kulturkritiker vor 5000 Jahren)

Mir scheint, es gibt nichts Neues unter der Sonne.

Gruß
Ravenna

Hi,

da möchte ich gerne Salvadore Dali zitieren:

Der größte Fehler der heutigen Jugend ist, daß man selber nicht mehr dazugehört

Gandalf

Hi Fox und alle,

irgendwie mag ich (70er Jahrgang) diese mails ja auch nicht missen, genau so wenig, wie ich die Erinnerungen an die 80er Jahre missen möchte. Will aber dazusagen, dass (auch wenn es leicht ist, sich über das übetriebene Sicherheitsbewusstsein der heutigen Generation lustig zu machen) „wir“ damals eine um das Zweiundhalbfache größere Chance hatten, bei Haushalts- (Kindersicherungen auf den Flaschen), Freizeits- und Verkehrsunfällen (Airbags) ums Leben zu kommen.

Täubchen

JAAAA, so war es - damals!

Seit meine Kinder allein durch unser Dorf stromern dürfen, höre ich manchmal ähnliche Geschichten von ihnen. Nur als sie vor lauter Durst aus unserer Regentonne getrunken haben (das Wasser LEBTE!), hat es mich fast umgehauen. Krank wurde allerdings keines meiner Kinder. Wenn meine Freundin wissen will, wie’s den Kindern geht, erkundigt sie sich nach meinem „Wildwuchs“.

Sie müssen/dürfen ihre Erfahrungen selbst machen, oder soll ich etwa meinen Kindern erklären, wie Regenwürmer schmecken **ggg**?!

Manuela

der heutigen Generation lustig zu machen) „wir“ damals eine um
das Zweiundhalbfache größere Chance hatten,

Weisst Du die Quelle?
Gruss,
K_K

Hallo Täubchen,

„wir“ damals eine um
das Zweiundhalbfache größere Chance hatten, bei Haushalts-
(Kindersicherungen auf den Flaschen), Freizeits- und
Verkehrsunfällen (Airbags) ums Leben zu kommen.

Na und? Dafür haben die Kiddies von heute eine viel größere ‚Chance‘ an einer durch Übergewicht hervorgerufenen Krankheit einzugehen. Was Freizeitunfälle angeht: ähm… An der Technik des Vom-Baum-Fallens und ähnlicher Tätigkeiten hat sich meines Wissens seit Jahrhunderten nichts geändert. Oder etwa doch? *grins*

Grüßlis

Renee

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ich fürchte ich hatte eine, soweit ich mich erinnere sogar von hier (w-w-w) aus einem ähnlichem thread vor ein paar monaten, einem knappe jahr … ich hab mich ein bisschen durch die suche gewühlt, sie aber leider nicht wieder gefunden. damals allerdings hat es mich auch wirklich überrascht, sodass ich der angegebenen quelle nachgegangen bin, und die hat gut ausgesehen.

sorry
t.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Täubchen,
was meintest Du mit diesem fettgedruckten Wort, da fehlt noch was:

der heutigen Generation lustig zu machen) „wir“ damals eine um
das Zweiundhalbfache größere Chance hatten,

Danke und Gruss,
K_K

Hallo zusammen!

Ich (*1969) finde, daß alle Zeiten bestimmt ihre Vor- und Nachteile hatten - aber eines fällt mir schon auf:

Die heutigen Kinder werden viel zu wenig „in Ruhe gelassen“.

Unsereins hatte - wenns hochkam - ein Hobby. Fußball. Oder Ballett. Oder ein Musikinstrument. Oder vielleicht auch garnichts in der Art. Heutzutage geraten die lieben Kleinen, noch bevor sie überhaupt in der Schule sind, bereits unter Termindruck. Turnen hier, musikalische Früherziehung da, dann noch Gardetanz, Ballett, Bastelkurs und was weiß ich noch alles. Es geht soweit, daß kein einziger Tag in der Woche mal nicht auf Monate hinaus verplant ist.

Dazu kommt die überfürsorgliche Art mancher Eltern. Eine Bekannte von mir läßt ihren 10-jährigen Sohn nicht mal eine halbe Stunde allein zuhause (und der ist wirklich ein braver Junge - kein Brandstifter oder so). Wenn sie also Abends weg will, und ihr Mann kommt später von der Arbeit (selbst wenn er schon vom Auto aus angerufen, daß er auf dem Weg ist) geht sie nicht weg, bevor er da ist. Und verspätet sich bei ihrer Verabredung.
Eine andere setzt ihrem Kind im Haus einen Fahrradhelm auf - damit er sich nicht wehtut, wenn er sich den Kopf stößt (dazu sag ich nichts weiter)…

Eine andere Bekannte schleppt ihre 3,5-jährige Tochter jeden Tag zu einem anderen Event. Und auch am Wochenende muß immer was los sein. Da kann man nicht mal einen Sonntag einfach zuhause verbringen, die ganze Familie nur unter sich. Die Kleine ist inzwischen ziemlich oft krank - vielleicht hat sie gemerkt, daß sie dann mal in Ruhe im Bett liegen darf…

Ich glaube, was sowas angeht, waren unsere Eltern doch noch etwas „normaler“ und wir hatten mehr Möglichkeiten, Spaß zu haben. Und auch mal unsere Ruhe.

Diese heutigen reizüberforderten Vorschüler sind bei Anlässen, wo es mal gemütlich sein soll, nicht in der Lager, Ruhe zu halten. Die haben offenbar bereits einen implantierten „Horror Vacui“ und ertragen es nicht, mal eine Minute nichts zu machen oder zu sagen. Gerade gestern war ich auf einem (Erwachsenen-)Geburtstag, wo eine 6-jährige ununterbrochen über eine Stunde lang völlig sinn- und zusammenhanglos laut herumgeplappert hat und dabei die ganze Zeit laut stampfend durchs Zimmer marschiert ist. Die Eltern haben das einfach ignoriert (und hier liegt vermutlich die Ursache) und alle anderen Gäste waren genervt.

Zwei Bekannte habe ich auch, die ihre Kinder noch „normal“ erziehen (jede hat 2). Nicht zuviel, nicht zu wenig, mit Ruhe, Konsequenz und Regeln die auch eingehalten und durchgesetzt werden. Und siehe da - deren Kinder (im Alter zwischen 2 und 10) können sich wunderbar selbst beschäftigen, können auch mal die Klappe halten und einfach dasitzen. Wie erholsam.

Versteht mich bitte nicht falsch: ich habe nichts gegen Kinder. Ich habe eher was gegen (manche) Eltern…

:wink:

Bis dann
Tania

So war´s / ist´s und auch nicht
Hi alle zusammen, hallo datafox !

Stimmt. Liest sich zumindest gut *gg*, wenn man - so wie ich auch - beschriebener Generation angehört. Für manch andere war´s halt beschi… . So isses aber heut auch. Zumindest auf meine beiden Jungs würd Deine Beschreibung durchaus passen.

Aber prinzipiell klingt das „früher war alles besser“ nicht so wirklich überzeugend. Heut is es eben anders, teilweise besser, teilweise schlechter - aber eben in erster Linie anders. Und obige Aussage wird dadurch nicht grade glaubwürdiger, dass sie jede Generation ihren Kindern gegenüber wiederholt.

Und außerdem - wenn die heute Jugendlichen das glauben würden, müssten dann deren Kinder glauben, dass es ihnen noch beschi… geht usw. Eines schönen Tages sollten wir uns dann nicht wundern, wenn alle Jugendlichen angesichts der Lage und ihrer Einschätzung Kollektivselbstmord begingen. Aber - gut so ! - noch jede Jugend konnte mit der Einschätzung der Erwachsenen umgehen. Ansonsten *gg* gäbs uns vermutlich gar nicht mehr.

Liebe Grüße
Wolkenstein

Hallo Tanja,

Ich (*1969) finde, daß alle Zeiten bestimmt ihre Vor- und
Nachteile hatten -

das stimmt

Aber beim Rest Deines Beitrags kann ich Dir nur zum Teil zustimmen.

Ich bin einige Jahre älter als Du, aber die Verplanung gabs damals auch schon.
Meine Eltern haben diesen Mist zum Glück nicht mitgemacht, aber Freunde von mir mußten damals schon in ihrem Kalender nachschauen, wenn sie mir sagen wollten, ob ich am Mittwochnachmittag bei ihnen vorbeischauen kann.

Bei mir waren es meist drei Sachen pro Woche und damit hab ich mich wie gesagt im unteren Bereich befunden.

Gandalf

Hallo

Denke der grösste Unterschied war folgender:

"Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen.
Das war klar und keiner konnte sich verstecken.

Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!"

Denke das dies uns zum denken anregen sollte

Gruss
Beat

Hi Gandalf,

ich kann ja nur für mich und meine Freunde und Bekannten sprechen - wir hatten in der Regel nur eine Sache in der Woche. Es mag schon sein, daß es früher auch schon verplante Kinder gab - ich glaube aber doch, daß die eher die Ausnahme waren (besonders in ländlichen Bereichen, wo ich aufgewachsen bin und wo ich jetzt - wieder - lebe). Heute kommt es mir so vor, als wären die, die nicht verplant sind die Ausnahme.

Es gibt für nichts eine allgemeingültige Regel - trotzdem ändern sich die Ausnahmen …

Gruß
Tania

Ich (*1969) finde, daß alle Zeiten bestimmt ihre Vor- und
Nachteile hatten

Dann sollte ich, liebe Tanja, lieber gar nicht erst von meiner Kindheit erzählen. Bei mir (*1941) war finsterste Nachkriegszeit, wir schoben Kohldampf, trugen Klamotten aus gewendeten Militärmänteln, Schuhe hatte ich ein Paar (oft repariert, aber die waren nur für den Winter), spielten mit dem, was wir in der Natur vorfanden - mein erstes Fahrrad bekam ich mit 8, mein Onkel hatte es aus Schrotteilen zusammengebaut.
Trotzdem - oder gerade deshalb hatte ich eine tolle Kindheit. Es gab noch Onkel, Tanten und Großmütter, die für ein Kind Zeit hatten, und ihm die Welt zeigten und erklärten.
Gruß Eckard.