Leid bleibt einem Christen auch nicht erspart
Hallo,
ich hab leider nicht die Zeit heute, so ausführlich zu antworten - also nur das Wichtigste:
Weiß nicht ob daß irgendwo steht (muß es irgendwo (für dich:
in der Bibel) stehen?), aber wenn dein Vertrauen in Gott so
groß ist, wie du sagst, dann kannst du doch davon ausgehen daß
du von ihm geleitet wirst?
Tue ich.
Naja, in deinem letzten Posting hast du Hicham das Recht
abgesprochen:
Hicham ist ein Fall für sich, das haben andere hier auch schon erkannt. Dem kannst du sagen, was du magst, er wird immer was finden … ich hab da auch keine Lust mehr, drauf zu antworten, weil mir auch das komische „Deutsch“ einfach zu schwer ist.
Gottes Aussagen sind so einfach, dass sie Kinder verstehen
können, müssen, ja, dass auch ganz einfältige, unwissende
Menschen am Ende der Welt in irgendwelchen Urwäldern diese
Botschaft Gottes verstehen können. Das muss ja auch so sein,
sonst hätten ganz Intellektuelle, Belesene, Gebildete einen
Vorsprung auf ihrem Weg zu Gott - und das wäre ja wohl
ungerecht, oder?
Gibt es denn nicht auch innerhalb der Christenheit
verschiedene Kirchen? Wieso sind die entstanden wenn es keine
verschiedenen Interpretationen gibt?
Das musst du die „versch. Kirchen“ fragen und nicht mich, ich gehöre denen nicht an, also weiß ich auch nicht, was sie interpretieren oder nicht. Ich habe lediglich festgestellt, dass innerhalb der Evangelischen Kirche und den evangelischen Freikirchen sich zwar Unterschiede ergeben, nicht aber in der Kernaussage von Gottes Wort. Solange die nicht verfälscht wird, denke ich als Laie, dass das ok ist. Wie diese Aussage ist, steht in der Bibel - wo sonst
)
Ich wusste, dass es Naivlinge gibt, die auf meinen Beitrag so
antworten. Ich hätte mal Wetten drauf abschließen sollen …
Ja, wenn du es so sehen willst, ich „telefoniere“ jeden Tag
mit Gott!
Ja, ich wußte auch daß du dich darüber aufregen würdest, aber
daß du darüber meine Frage vergißt, dachte ich nicht. Sie
lautetete:
Woher weißt du das dein Glaube der einzig Richtige ist?
Woher willst du wissen, dass mein Glaube falsch ist???
Ich darf es wissen, weil ich an Gott glaube. Harald hat hier schon geantwortet, dass das Wort „glauben“ hier nicht das Gegenteil von „wissen“ ist, sondern von „vertrauen“. Wenn ich Gott nicht „erleben“ würde, würde ich vielleicht auch überlegen, was da dran ist - rein menschlich.
Nee, ‚mein Gott‘ (Gibt es mehr von ihnen?) macht es mir nicht
so leicht wie deiner dir!
Wieso mußt du eigentlich noch glauben, du weist doch daß es
ihn gibt?
Siehe oben und Haralds Posting. Glauben ist nicht das Gegenteil von Wissen in diesem Zusammenhang, sondern bedeutet „vertrauen“.
Wieso verlangt er von dir nicht daß du glaubst?
Hä? Was soll ich „glauben“?
Ich vertraue darauf, dass das, was er für mich tut, wie er mich leitet, führt, antwortet, what ever, gut und richtig und für mich das Beste ist, auch wenn es sich mal nicht mit meinem Willen denkt, auch wenn es manchmal schmerzlich ist.
Also wenn ich jeden Tag mit Gott telefonieren würde, dann wäre
ich zufrieden und glücklich.
Und von was träumst du nachts?
Gottes Kind zu sein, heißt nicht sorgenfrei zu leben.
Wenn ich es wüßte hätte ich nicht gefragt und ich hab doch
gefragt, oder? Also plauder doch mal aus dem Nähkästchen!
Was ich Gott so alles erzähle und frage?
Na, also … meinst du wirklich, das geht die ganze Welt hier im Forum etwas an? Also kurz gesagt: ich beziehe gemäß Phil 4,6 Gott in meinen ganzen Alltag mit ein, ich sage ihm, wenn mir etwas feht, wenn ich vor etwas Angst habe, wenn mir etwas oder jemand Sorgen macht, wenn ich auf etwas keinen Rat weiß usw.
Gott ist aber kein Wünscheerfüller und nicht „Aladin mit der Wunderlampe“ - Gott sagt uns zu, DASS er uns, so wir ihn bitten, hilft und unterstützt - aber er behält sich vor, das WIE seiner Hilfe zu entscheiden und das WANN.
Da ist wieder Vertrauen gefragt. Ich hab auch schlimme Zeiten hinter mir, aber ich hab trotzdem nicht aufgegeben, an Gottes Hilfe zu glauben. Erst rückwirkend hat sich gezeigt, dass genau manche Zeit, die sehr schwer für mich wahr, ein perfekter Plan Gottes für meine derzeitige Situation war - aber das auszuführen, würde hier zu weit führen.
Ein unbekannter Verfasser einer weit bekannten Geschichte schrieb mal dieses hier, das sehr gut zeigt, dass auch ein Christ nicht immer sooo „sorgenfrei“ lebt, aber dennoch nicht verzagen braucht:
Fußspuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum - gemeinsam mit Gott ging ich einen
Strand entlang und am Horizont sah ich mein Leben in kurzen Bildern an
mir vorüberziehen.
Jede Begebenheit wurde von Fußspuren im Sand begleitet - eine gehörte
mir, die andere Gott.
Nachdem das letzte Bild erloschen war, wandte ich mich um - und war
bestürzt. Während der schwierigsten Situation in meinem Leben - als ich
nahe daran war aufzugeben - war auf meinem Lebenspfad nur eine Spur im
Sand sehen. Das konnte ich nicht verstehen und befragte deshalb Gott:
Gott, ich habe Dir mein Leben gewidmet, und Du Deinerseits hast
versprochen, mich immer zu begleiten. Wie kommt es, dass Du mich gerade
während der Zeiten, in denen ich niedergeschlagen und verzweifelt war,
alleine gelassen hast?
Da antwortete Gott: „Mein liebes, liebes Kind. Niemals würde ich Dich
verlassen. Gerade dann nicht, wenn Du meine Hilfe besonders benötigt
hast, wenn nur eine Fußspur im Sand zu sehen ist, dann nur deshalb, weil
ich Dich während dieser Zeit getragen habe.“
Philipper 4,6
(http://www.bibel-online.net/buch/50.philipper/4.html…)
„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen laßt eure
Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott
kundwerden!“
Na bitte, da schließt sich ja der Kreis! Wieso hast du nicht
immer eitel Sonnenschein?
Weil ich ein Mensch bin und auf einer Welt aus Gut und Böse lebe. Jesus ging es auf der Erde auch nicht immer gut. Gott hat jedem Menschen seinen freien Willen gegeben, sich für oder gegen ihn zu entscheiden. Aber nachdem wir alle hier momentan noch zusammen auf dieser Welt leben, kann sich ein Kind Gottes auch nicht den Einflüssen der Welt entziehen, sprich, es kennt auch Leid und Kummer, das ist doch nur allzu menschlich, oder etwa nicht?
Der Unterschied ist nur: man hat in Gott wie ein kleines Kind (hast du keine Kinder?) einen Vater, der einen auch durch kummervolle Zeiten mit hindurch nimmt.
Er ist keine „Versicherung gegen alles Unglück dieser Erde“, aber er lässt uns nicht alleine, wenn wir nach seiner Hand greifen.
Also was mich auch wirklich interessieren würde: ist es deiner
Meinung nach wichtiger an Gott zu glauben oder das Richtige zu
tun?
Zu erstmal sollten wir definieren, was du unter „glauben“ verstehst.
Wie oben bereits gesagt, ich meine - wie Harald es sehr trefflich beschrieben hat - glauben = vertrauen in diesem Zusammenhang.
So, jetzt willst du wissen, was wichtiger ist, glauben/vertrauen oder das Richtige tun?
Was meinst DU (!) mit „dem Richtigen“?
Meinst du, die Gebote, die Gott uns gab?
Ich meine, das Eine schließt das andere nicht aus. Die Gebote sind keine Gängelei des Menschen, sondern zu seinem Nutzen bestimmt, damit er einen Leitfaden an die Hand bekommt, damit er nicht, sagen wir mal, in jeden Mist und in jedes Fettnäpfchen reintappt, um es mal gelinde auszudrücken.
Also zusammenfassend deine Frage zu beantworten: ich glaube an Gott, also ich glaube IHM, ich vertraue ihm, ich liebe meinen „Vater im Himmel“ und darum bemühe ich mich, in seinem und in meinem Interesse, mich an diesen Leitfaden zu halten.
Dass wir Menschen unvollkommen sind und das nicht alleine schaffen, hat Jesus oft genug gesagt. Darum haben wir als Gottes Kinder die Möglichkeit, anzunehmen, dass Gott für unsere Schuld, für unsere Fehler, für unseren Mist, den wir gebaut haben, gestorben, sprich, an unserer Stelle bestraft worden ist. Er steht quasi gut für uns beim Vater. Ich nehme dieser Vergebung Jesu an und aus Dankbarkeit darüber, bemühe ich mich nach Kräften, diese Liebe nicht zu enttäuschen. Klar gelingt mir das auch nicht immer - das gelingt wohl keinem Menschen, aber ich kann alles Versagen, alle Fehler, alles bei Jesus lassen.
Andersherum: Findet Gott nicht mehr Gefallen an einem Menschen
der gut ist als an einem der nur an ihn glaubt? Frag ihn doch
bitte mal!
Frag du ihn doch mal, versuchs doch mal … das ist jetzt ganz ernsthaft gemeint. Meinst du, Gott sieht nicht gerade auf dich? Gott liebt alle seine Menschenkinder, auch die, die nicht an ihn glauben, und hätte gerne, dass sie auch zu ihm finden. Aber es ist IHRE Entscheidung, denn aufdrängen möchte er sich nicht.
Zu deiner Frage: Gott WEISS, dass Menschen nicht vollkommen sind, Fehler machen, „sündigen“ (siehe hier: http://www.cid.net/anker/gg2.htm) - aber er hat uns in Jesus eine Möglichkeit geschenkt, damit uns das vergeben wird, sofern wir daran glauben und ihn annehmen.
Mir fehlen da die richtigen Worte, wenn du es „professioneller“ ausgedrückt nachlesen magst, hier ist eine sehr gute Beschreibung:
http://www.cid.net/anker/gg1.htm
Und was heißt daß man sich von Gott kein ‚Bildnis‘ machen
soll?
Ist nut das Malen einer Vorstellung von Gott verboten?
Ich bin kein Theologe, wie das genau zu definieren ist. Ich als Laie denke mal, damit ist gemeint, man soll sich nicht sowas wie in der Bibel das „heilige Kalb“ machen und es anbeten. Ich weiß es nicht genau. Ein Pfarrer kann dir das sicher besser beantworten, oder frag mal Harald.
Ich mach mir da auch keine Vorstellung komischerweise. Ich hab mir höchstens als kleines Kind vorgestellt, wie Gott wohl aussehen mag. Heute als Erwachsener hab ich nicht das Bedürfnis, mir ein optisches Aussehen vorzustellen, weil sein „Wesen“, das er uns durch die Bibel, durch Beten vermittelt, viel wichtiger und aufschlussreicher ist. Wozu brauchen wir sein Aussehen? Das werden wir wahrlich noch früh genug erfahren
)
Ich wünsche dir, dass du vielleicht auch irgendwann zu deiner persönl. Beziehung zu Gott kommst, denn das ist das Schönste, was einem Menschen passieren kann …
Christina