Depr. meiner Freundin, die 3

Hallo!

Da meine bisherigen 2 Themen bestimmt schon in den ewigen Jagdgründen des Forums untergegangen sind, nochmal neu.

Manche mögen sich ev. noch erinnern,
also mittelschwere Depr. vom Facharzt festgestellt.

Die ersten Medikamente haben extreme Nebenwirkungen verursacht,
dann wurden vom Facharzt andere Tabletten gegeben.
Mirtazapin-biomo 30mg. Davon nimmt sie täglich eine 1/4ste, ab morgen eine halbe. Nebenwirkungen eigentlich keine, etwas mehr Müdigkeit, wie es die Ärztin auch angekündigt hat.
Zustand auch besser, soweit ich das einschätzen kann.
Soweit, so gut.

Weitere Frage:

Die Fachärztin hat gefragt, ob sie sich eine stationäre Behandlung in einer Fachklinik vorstellen kann. 4 Wochen mindestens.
Ja, das kann sie, sie hat kein Problem damit. Ich auch nicht.

Nun aber das Problem:
Sie macht gerade eine berufsvorbereitende Ausbildung zur Sozialassistentin, im 2. Jahr. Hat „sehr gute“ schulische Leistungen.
Im nächsten Jahr soll es mit einer richtigen Berufsausbildung als Krankenschwester oder Altenpflegerin weitergehen,
oder weiter in der bisherigen Schule als Heil-Erziehungspflegerin.

Wenn Sie da 4 Wochen in der Schule fehlt, ist das ja schon problematisch… aber vielleicht noch machbar.

Alerdings besteht zufällig der Vorteil, dass die Schule, wo sie jetzt ist, 3 km von unserem Wohnort entfernt ist, und die Psyciatrische (richtig geschrieben?) Klinik ist direkt neben der Schule. In der Klinik wäre auch ev. noch was frei.
Eine Schulfreundin hat sich auch schon bereit erklärt, sie mit Unterrichtsstoff zu versorgen, während sie in der Klinik ist.

Was haltet Ihr davon?
Ist so ein Klinikaufenthalt sinnvoll? Mir wäre es am liebsten, wenn sie mal von Fachleuten richtig mit viel Zeit behandelt wird, als nur paar Tabletten. Die bisherige Fachärztin sagte, sie könne das zwar, aber ist völlig ausgelastet, und muss sich hauptsächlich um ihre schwerst erkrankten Patienten kümmern.

Ich habe morgen die Möglichkeit, mit meiner Freundin und ihrer Klassenlehrerin gemeinsam darüber zu reden,
und übermorgen komme ich nochmal mit zu der derzeit behandelnden Ärztin.

Gebt mir bitte nochmal eine Hilfestellung,
auch wenn ich Euch schon genug damit genervt habe.
Klinik oder nicht, das ist die Frage…
Ambulante Behandlung lehnt meine Freundin ab, da gibt es auch keine Termine, sondern Wartezeiten von einem Jahr und mehr.

Grüße, Steffen!

Ja, Klinik!
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Lieber Steffen,

auch in der stationären Behandlung wird nur mit Wasser gekocht, sind Enttäuschungen denkbar.

Dennoch!!!

Uneingeschränkt ja!

abifiz

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Hallo Steffen

Klinik ist direkt neben
der Schule. In der Klinik wäre auch ev. noch was frei.
Eine Schulfreundin hat sich auch schon bereit erklärt, sie mit
Unterrichtsstoff zu versorgen, während sie in der Klinik ist.

Was haltet Ihr davon?

Das sind schon mal ganz günstige Voraussetzungen. Grundsätzlich gibt es ja sogenannte Tageskliniken, in denen man nur tagsüber ist und sogenannte Nacht-Kliniken, in denen man sich nur nachts, zum Schlafen also, aufhält, während man tagsüber seinem Beruf oder seiner Ausbildung nachgeht. DAS wäre natürlich das Optimale, aber leider sind diese Teilzeit-Aufenthals-Psychiatrien nicht so wahnsinnig weit gestreut.
Gruß,
Branden

Seltsam
Hallo,

Was haltet Ihr davon?
Ist so ein Klinikaufenthalt sinnvoll? Mir wäre es am liebsten,
wenn sie mal von Fachleuten richtig mit viel Zeit behandelt
wird, als nur paar Tabletten. Die bisherige Fachärztin sagte,
sie könne das zwar, aber ist völlig ausgelastet, und muss sich
hauptsächlich um ihre schwerst erkrankten Patienten kümmern.

Also die Fachärztin kümmert sich um ihre schwerst erkrankten Patienten ambulant, aber die leichteren Fälle sollen in die Klinik? Das kommmt mir seltsam vor. Nur so zum Bedenken.

Leider ist es, wie Du schreibst schwierig einen Facharzt zu finden, der Termine frei hat, nur frage ich mich wieviel Chancen Deine Freundin auf einen Klinikplatz hat, wenn sie „nicht so schwer“ erkrankt ist.

Vielleicht doch mal einen Arztwechsel in Erwägung ziehen?

Ich weiß ich widerspreche da zwei Experten, aber ich weiß dass mit der richtigen ambulanten Behandlung mindestens genau so viel zu erreichen ist wie in einer Klinik. Man sollte nämlich auch das Umfeld (die anderen Patienten) nicht vergessen, die, wenn sie schwer krank sind, die Psyche Deiner Freundin auch nicht grade auf Vordermann bringen werden.

Grüße
Morrighan
(Der ein Klinikaufenthalt gereicht hat)

Entscheidung ist gefallen!
Hallo!

auch in der stationären Behandlung wird nur mit Wasser
gekocht, sind Enttäuschungen denkbar.

Dennoch!!!

Uneingeschränkt ja!

abifiz

So, heute wurde entschieden:

Sie macht eine Tagestherapie in der Klinik,
fährt also früh hin, und kommt nachmittags zurück.
Das sind ja nur 5 min mit dem Auto.
4 Wochen sind erstmal eingeplant.
Mit Ihrer Klassenlehrerin haben wir das auch schon abgesprochen, sie gab ihr OK, und sieht auch keine Probleme.
Das Lehrmaterial von der Schule wird auch täglich zu ihr kommen.
Da muss sie das dann halt abends nacharbeiten, wass sie sicher auch mit viel Ehrgeiz machen wird, wie ich sie einschätze. Und natürlich mit meiner Unterstützung.

Ich hoffe, dass das die beste Wahl ist.

Grüße, Steffen!

Denke an Euch! (kT)