zu berufsbezeichnung, latenzzeit
das war mir doch klar, denn sie empfiehlt Verhaltenstherapie!
ja, die empfehle ich. ua. weil mir das konzept gefällt. nicht minder fällt dabei allerdings ins gewicht, das VT von der kasse (noch) bezahlt wird: kosten bzw. kosten sparen ist für viele menschen, auch im gesundheitsbereich, ein wichtiger faktor für die entscheidung.
die kleinen Fehlerchen mit 2 wochen Einschleichzeit und der
Unterscheidung von Arzt, Psychologe, Therapeut fallen da ja
nicht ins Gewicht!
damit keine mißverständnisse aufkommen, schreibe ich hier mal hin, was ich zu diesen 2 punkten weiß - falls es jemand besser weiß: nur zu, verbessert mich.
- werden psychopharmaka zur langzeittherapie genutzt, haben sie eine sogenannte latenzzeit: sie brauchen 14 tage, bis sie die gewünschte wirkung entfalten. daß in dieser zeit eine verschlimmerung der symptomatik auftreten kann, weiß ich nicht, will es aber gern glauben. allerdings ist das etwas, das unbedingt auf dem beipackzettel stehen muß, und auf das jeder seriöse behandler den patienten hinweisen muß.
hat man sie eine zeitlang regelmäßig genommen, braucht es wiederum 14 tage, bis die wirkung vollkommen nachläßt. meist setzt man ein solches medikament durch ausschleichen ab, dh. durch regelmäßig reduzierte dosen.
psychopharmaka kann man natürlich auch zur „soforthilfe“ verwenden. um sofortige wirkung zu erzielen, ist dann aber eine wesentlich höhere dosis notwenig.
- ein therapeut ist jemand, der einem patienten eine therapie angedeihen läßt. dazu bedarf es einer erlaubnis (zulassung), die eine anerkannte ausbildung voraussetzt.
ein arzt hat so eine ausbildung: er darf alles mögliche therapieren. allerdings darf er nicht die psyche therapieren, wenn er keine ausbildung zum psychotherapeuten hat.
ein psychologe hat auch eine ausbildung, die in zwar zur diagnostik, allerdings nicht zur therapie befähigt. auch er braucht eine ausbildung zum psychotherapeuten.
ein psychotherapeut ist also ein arzt oder ein psychologe mit einer psychotherapieausbildung.
da der fragesteller von seiner schlechten erfahrung mit einem arzt berichtet hat, habe ich ihm geraten, es mit einem psychologen zu versuchen, da er aufgrund seiner ausbildung zum psychologen eventuell eine andere sichtweise hat als ein arzt, der nicht psychologie, sondern medizin studiert hat.
mein fehler war, anzunehmen, daß jeder soviel grips hätte, es so zu verstehen, daß sich der fragesteller wegen einer psychotherapie an einen psychologen mit therapieausbildung statt an einen arzt mit therapieausbildung zu wenden.
ich denke aber, der fragesteller war nie in versuchung, sich an den nächsten verkehrspsychologen oder gynäkologen zu wenden.