Depression aus Glück

Hi !
Irgendwie ist seit einigen Tagen alles verändert, die Welt nur noch dunkel.

Angefangen hat das am Freitag. Ich wohne mit meinem Freund zusammen, wir hatten einen schönen Tag, eigenlich sehr viele schöne Tage und Jahre, seit ich mit ihm zusammen bin, fast ohne streit, Probleme…
Ich hatte bereits seit einigen Tagen frei, das heißt auch keinen Stress.
Er sagte dann zu mir, wie schön es sei, dass wir zwei zusammen sind, zusammen wohnen, soviel Zeit haben. Und in dem Moment brach für mich eine Welt zusammen. Ich dachte erst noch: „Oh mein Gott, wenn das irgendwann aufhört, was wird dann aus dir!?!“ , dann wusste ich nicht mehr wirklich, was ich eigentlich noch fühle, gegenüber mir und ihm.

Ich finde seitdem einfach keinen Ausweg mehr aus dieser Situation, dieser absoluten traurigkeit. Ich bin seit Tagen nur noch am Weinen, fast immer mit ihm zusammen. Er denkt natürlich, dass ich ihn nicht mehr liebe, aber dessen bin ich mir eigentlich ziemlich sicher. Ich weiß, dass ich ohne ihn nicht mehr glücklich werden kann,aber gleichzeitig sind alle meine Gefühle wie weggeblasen. Ich bin kalt.
Gleichzeitig ist es aber so, dass ich mich total isoliert fühle, als hätte mich etwas am Freitag in mich hinein gestoßen und ich käme nicht mehr heraus und keiner mehr an mich heran. Er kann neben mir sitzen, mich in den Arm nehmen, aber er ist soweit weg…

Ich habe jetzt schon vermutet, dass es mit dem Absetzen von tabletten zu tun hat (Bromocriptin, hemmen den Prolaktinausschuss), aber meine Ärztin meinte eben, dass sie das nicht glaube.
Vielleicht sind es auch Angstzustände, ich stelle mir fortwährend Horrorszenarien vor, über meinen Auszug und so weiter…

Ich komm so einfach nicht klar, ich bin in meinen Gedanken blockiert und isoliert…
Vielleicht geht es jemandem ähnlich, oder einem Bekannten von Euch. Bitte schreibt mir eure Meinung!

Vielen Dank
Veil

Hallo Veil,

schau mal hier: www.kompetenznetz-depression.de. Dort im Forum kannst Du Dich austauschen mit sehr vielen anderen Menschen, denen es genauso bzw. ähnlich geht wie Dir. Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du nicht in eine Depression reinrutschst.

Viele Grüße
Natscha

Hi,
http://www.google.de/search?q=Bromocriptin+Depressio…

also deine Ärztin scheint nicht so ganz auf dem neusten Stand zu sein… Die Suche nach dem Medikament+ Depression brachte massig Treffer in Google ! Also mal die Links durchforsten.

Gruss A.

also wenn dein Zustand weiterhin so beiben sollte auf jeden Fall einmal zum Arzt gehen und ihm…bzw.ihr die Sache einmal anvertrauen…glaub mir schon nach diesem Besuch geht es dir schon wieder wesentlich besser…hoffe ich…denke ich…ciao,ciao

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Hi,

so etwas ähnliches hatte ich auch einmal. Es lief im Leben alles perfekt, und plötzlich kamen die Ängste. Die drehten sich hauptsächlich darum, was wäre, wenn man diese Dinge wieder verliert, an denen man so hängt.

Ich bin zum Neurologen und der hat mir gesagt : Das ist normal. Ich bin tendenziell ein „Perfektionist“ und gerade bei solchen Typen kommt früher oder später die Angst, eben nicht alles im Griff zu haben. Er sagte auch, ich bin zu intelligent, ich mache mir zuviele Gedanken.
Er meinte, man kann sich weder mit dem Leid von anderen trösten, noch mit irgendwelchen Wahrscheinlichkeiten arbeiten (z.B. ist es ja ziemlich unwahrscheinlich, dass etwas passiert)
Wahrscheinlichkeiten sind Verstandsdenken, damit kann man negative Gefühle nicht beruhigen.

Er hat mir Medikamente gegeben (Seroxat und hochdosiertes Johanniskraut) und es wirkt prima.

Wenn sich Dein Tagesablauf irgendwann nur noch um das Denken kreist, dann geh zum Arzt, am besten direkt zum Neurologen.

Es haben viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel mehr Menschen eine seelische Erkrankung (z.B. Depression), als dies zugeben. Das ist eine ganz normale und behandelbare Krankheit. Leider ist das in unserer Umwekt manchmal noch etwas negativ behaftet, so nach dem Motto : „Nun reiss Dich mal zusammen und stell Dich nicht so an“. Sowas sagen aber auch nur Leute, die noch nie eine Depression hatten.

Gruss Hans-Jürgen
***

Hallo, Veil,
ich bin kein Psycho-irgendwas, deshalb kann ich Dir nur Lebenserfahrung (und vielleicht ein wenig Banales) anbieten.

Dein Gefühl hat Schiller im Ring des Polykrates schon beschrieben:
Das hört der Gastfreund mit Entsetzen.
„Fürwahr, ich muß dich glücklich schätzen!
Doch,“ spricht er, "zittr’ ich für dein Heil.
Mir grauet vor der Götter Neide;
Des Lebens ungemischte Freude
Ward keinem Irdischen zu Teil.

Vielleicht kann man dieses befürchtete Unheil abwenden, wenn man sein Glück teilt. Mit-teilt, anderen davon ein wenig abgibt. Vielleicht magst Du es als „Buße“ für Dein unverschämtes Glück annehmen, anderen, die nicht ganz so glücklich sein können wie Du, ein wenig Glanz von Deinem Glück abgibst? Wie Du das tust, bleibt Dir überlassen, aber wenn Du um Dich schaust, wirst Du viele finden, denen eigentlich nur ein freundliches Wort, ein ehrliches Lächeln Mut und Zuversicht gibt.

Natürlich haben auch diejenigen recht, die Dir professionelle Hilfe anraten. Aber versuch es doch darüber hinaus einmal, aus eigener Kraft anzugehen.

Und dann solltest Du vielleicht auch daran denken, dass es der Sommer und der Herbst ist, also die gute Zeit, in der man für den Winter vorsorgt. Genieße also die gute Zeit, sammle die schönen Tage, dann kommst Du auch gut über den Winter. Und wenn der kommt zehre von den Vorräten, aber denke dran, dass auch wieder ein Frühling kommt.

Liebe Grüße
Eckard.

Hi,

Wenn sich Dein Tagesablauf irgendwann nur noch um das Denken kreist, :dann geh zum Arzt, am besten direkt zum Neurologen.

besser zum Psychiater, eine Depression gehört zum Psychiater.

Es haben viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel mehr Menschen eine
seelische Erkrankung (z.B. Depression), als dies zugeben. Das

Ja, sowohl Psychosen als auch endogene Depressionen sind an und für sich sehr häufig auftretende Krankheiten. Desweiteren natürlich Suchtkrankheiten, die ja auch ins Fachgebiet der Psychiatrie fallen.

ist eine ganz normale und behandelbare Krankheit. Leider ist
das in unserer Umwekt manchmal noch etwas negativ behaftet, so
nach dem Motto : „Nun reiss Dich mal zusammen und stell Dich
nicht so an“. Sowas sagen aber auch nur Leute, die noch nie
eine Depression hatten.

Noch eine Bemerkung, es kann durchaus eine Nebenwirkung deines Medikaments sein. Man müßte aber wissen, weswegen du Bromocriptin nimmst, als Alleinpräparat etwa zum Abstillen oder in Kombination mit mit Psychopharmaka?

Also geh zum Arzt, am besten zum Psychiater (keine Scheu, Psychiatriepatienten sind nicht alle verrückt, manche haben auch nur eine depressive Verstimmung, so wie du *grins*). Nimm deine Medikamente mit, damit er sieht, was du nimmst bzw. bis auftreten der Symptome genommen hast. Ich könnte mir vorstellen, daß es an dem Bromocryptin liegt.

Nimm deinen Freund mit. Je mehr er weiß über die Ursache deiner Verstimmung, umso weniger wird er auf die Idee kommen, daß du ihn nicht mehr liebst. Natürlich nur, wenn es dir angenehm ist.

Gruß

Yoyi

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Hi,

Natürlich haben auch diejenigen recht, die Dir professionelle
Hilfe anraten. Aber versuch es doch darüber hinaus einmal, aus
eigener Kraft anzugehen.

sorry, aber ich muß leider wiedersprechen: wenn es eine endogene Depression ist, hilft akut kein Arbeiten an der Einstellung. Eine Depression ist, laienhaft ausgedrückt, ein Ungleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn. Gut zureden, an der Einstellung arbeiten etc. hilft da akut gar nicht. Natürlich sollte ein an endogener Depression erkrankter Patient auch kognitiv der Erkrankung begegnen (möglichst unter Anleitung eines kognitiven Verhaltenstherapeuten), aber erst im zweiten Schritt. Der erste Schritt ist eine medikamentöse Behandlung.

Depression ist übrigens, was viele Laien falsch verstehen, nicht gleichzusetzen mit Verzweiflung. Wesentliche Symptome von Depressionen sind auch Antriebsarmut, Erschöpfung, auch das Fehlen von Emotionen. Einfach ein tiefes, schwarzes Loch, ein Nichts.

Gruß

Yoyi (der ein Psycho-irgendwas ist)

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Noch eine Bemerkung, es kann durchaus eine Nebenwirkung deines
Medikaments sein. Man müßte aber wissen, weswegen du
Bromocriptin nimmst, als Alleinpräparat etwa zum Abstillen
oder in Kombination mit mit Psychopharmaka?

Also geh zum Arzt, am besten zum Psychiater (keine Scheu,
Psychiatriepatienten sind nicht alle verrückt, manche haben
auch nur eine depressive Verstimmung, so wie du *grins*). Nimm
deine Medikamente mit, damit er sieht, was du nimmst bzw. bis
auftreten der Symptome genommen hast. Ich könnte mir
vorstellen, daß es an dem Bromocryptin liegt.

Nimm deinen Freund mit. Je mehr er weiß über die Ursache
deiner Verstimmung, umso weniger wird er auf die Idee kommen,
daß du ihn nicht mehr liebst. Natürlich nur, wenn es dir
angenehm ist.

Gruß

Yoyi

Hi Yoyi !

Ich nehme die Tabletten aufgrund eines drastisch erhöhten Prolaktinspiegels, der eigentlich nur üblich ist am Ende einer Schangerschaft bzw. danach, zum Abstillen.
Ich hatte bereits zwei Kernspints, es wurde allerdings nichts festgestellt, was auf ein Prolaktinom oder ähnliches hinweisen könnte.
Meine letzte Ärztin meinte aber, man soltle eine medikamentöse Behandlung zumindest versuchen, auch wenn sie mir keinen Grund dafür gab, weswegen es gut für mich sein sollte.
Jetzt bin ich umgezogen und habe eine neue Ärztin, die die Tabletteneinnahme gestoppt hat. Ne Woche darauif ging es los. Nun ja, hab gestern mit ihr telefoniert und sie verschrieb mir ein neues Medikament (Kirim). Das soll ich nehmen. Auf meine Frage, weswegen ich dann bitte erst die Tabletteneinnahme abbrechen sollte, antwortete sie nur, dass sie einfach meinen Prolaktin-Wert6 ohne Tabletten messen wollte (Glückwunsch, damit habe ich jetzt zum dritten Mal Bromocriptin-Einnahme abgebrochen, um dann wieder anzufangen).

ich weiß einfach nicht… in der Packungsbeilage des neuen Medikaments stehen jetzt allerlei psychische Probleme als häufigste Nebenwirkungen.

Muss wohl zum anderen Arzt gehen… Psychiater oder neurologe? weiß nicht… kann ich da einfach so hingehen???

gruß,
Veil

Hi!

Danke für deinen Link. Ich hab nachgeschaut, und kann mich auch daran erinnern, dass Bromocriptin in der Packungsbeilage allerlei psychische Störungen als Nebenwirkungen aufwies.
Nun ja, jetzt ist es aber so, dass diese Art der Nebenwirkung anfing, als ich das Medikament abbrach.
Von daher…weiß nicht mehr was stimmt bzw. nicht stimmt.

Veil

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Hi,

so etwas ähnliches hatte ich auch einmal. Es lief im Leben
alles perfekt, und plötzlich kamen die Ängste. Die drehten
sich hauptsächlich darum, was wäre, wenn man diese Dinge
wieder verliert, an denen man so hängt.

Hi Hans-Jürgen!
dein Artikel hat mir sehr geholfen.
Der Auslöser war tatsächlich die Angst, die sich nur noch darum drehte, was wäre, wenn alles auf einmal aus ist. Und ab dem Moment haben sich bei mir auf einmal alle Türen geschlossen und ich wie gefangen in meinem Denken.
Ich habe nur das Gefühl dass alles immer schlimmer wird. Ich fing an, zu zweifeln, ob ich tatsächlich so glücklich bin, hab alles in Frage gestellt, war absolut und bin noch emotionslos. Es gibt imemr wieder Phasen, so vier Stunden am Abend, an denen es mir wirklich gut geht. Wir sitzen dann zu zweit auf dem sofa, quatschen lachen, gucken fern. Und ich sage dann zum ihm: „Wenn es mir morgen wieder so schlecht geht, und du fängst an zu zweifeln, dann denk an das heir!“
Jedoch hab ich heute schon wieder gar keinen bezug zu diesem Glück… es ist wieder wie ausgeschaltet.
Ich ahbe mir jetzt vorgenommen, dass ich wegfahre, noch heute… ich weiß nicht, ob es das richtige ist, aber ich kann so nicht mehr.
Ich weiß zwar, dass es mir bisher immer geholfen hat, mit ihm zu weinen, aber der Rest ist horror.
Ich kann ihm auh nicht so weh tun.
Vielleicht brauche ich Abstand, aber ich habe Angst davor, dass das alles noch schlimmer macht. Und ich habe dann auch viel zu viel Zeit zum Denken.

Ich bin zum Neurologen und der hat mir gesagt : Das ist
normal. Ich bin tendenziell ein „Perfektionist“ und gerade bei
solchen Typen kommt früher oder später die Angst, eben nicht
alles im Griff zu haben. Er sagte auch, ich bin zu
intelligent, ich mache mir zuviele Gedanken.
Er meinte, man kann sich weder mit dem Leid von anderen
trösten, noch mit irgendwelchen Wahrscheinlichkeiten arbeiten
(z.B. ist es ja ziemlich unwahrscheinlich, dass etwas
passiert)
Wahrscheinlichkeiten sind Verstandsdenken, damit kann man
negative Gefühle nicht beruhigen.

Er hat mir Medikamente gegeben (Seroxat und hochdosiertes
Johanniskraut) und es wirkt prima.

Hast du denn diese Depression, wenn mans so nenen kann, nur mit den Medikamenten wegbekommen? Ich fände die Erkenntnis so scwher, dass ich nur noch glücklich sein kann, wenn ich Medikamente nehme… hatte schonmal Johanniskraut verschrieben bekommen, vor nem halben Jahr etwa. Andre Geschichte, hat aber ein bissel geholfen…

Und ene Frage noch: Hast du denn nur diese Ängste gehabt, alles zu verlieren, oder hattest du auch Zweifel an der „perfekten Zeit“ ?

Liebe Grüße und Danke,
Veil

Depression ist übrigens, was viele Laien falsch verstehen,
nicht gleichzusetzen mit Verzweiflung. Wesentliche Symptome
von Depressionen sind auch Antriebsarmut, Erschöpfung, auch
das Fehlen von Emotionen. Einfach ein tiefes, schwarzes Loch,
ein Nichts.

Dazu würde ich nur sagen: VOLLTREFFER!!!

Veil

hey Natascha!
Danke für den Link… ich werds auf jeden Fall versuchen, es ist wahrscheinlich am besten, menschen zu kontaktieren, denen es ähnlich geht.

Liebe Grüße,
Veil

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es wird wahrcsheinlich kein weg dran vorbeiführen. So gehts nicht mehr. Hab heute schon wieder zig Weinanfälle hinter mir. Frage nur wohin…

Dank,
Veil

also wenn dein Zustand weiterhin so beiben sollte auf jeden
Fall einmal zum Arzt gehen und ihm…bzw.ihr die Sache einmal
anvertrauen…glaub mir schon nach diesem Besuch geht es dir
schon wieder wesentlich besser…hoffe ich…denke
ich…ciao,ciao

Hi!
Danke für deine lieben Worte. ich werde ja jetzt nach Hause fahren, zu meinen freunden, und ich werde mich ein bisschen mehr um sie kümmern. Hab sie lange nicht mehr gesehn.
Jedoch fühle ich im Moment nicht dieses Glück, und kann es momentan auch nicht teilen. Ich brauch erstmal wohl einen Tapetenwechsel.

Viele Grüße,
Veil

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Hi,

geh zum Psychiater. Depressionen sind eine psychiatrische Diagnose, keine neurologische. Deine behandelnde Ärztin kann dich überweisen, oder schau einfach ins Telefonbuch, Arzt mit Gebietsbezeichnung „Psychiatrie“ oder „Nervenarzt“.

Wenn du einfach so hingehst, ohne Überweisung, mußt du 10 Euro bezahlen (Praxisgebühr). Wenn es dir peinlich gegenüber deiner behandelnden Ärztin ist, das du eine andere Meinung einholen willst, mußt du eben (finanziell) bluten *grins*.

Gruß

Yoyi

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Ja, das hilft ungemein. :smile:

Grüße
Natascha

Hi!
Danke nochmal für deinen Rat!
Muss mich wohl überwinden… kann nichts dagegen tun, bissel Voruteile haften da natürlich immernoch an.

Naja, zur Praxisgebühr: Das ist es mir schon wert… und außerdem war ich in dem Quartal eh noch nicht beim Arzt… werd wohl oder übel ein bissel in die Tasche greifen müssen :wink:

Liebe Grüße,
Veil

Hi,

geh zum Psychiater. Depressionen sind eine psychiatrische
Diagnose, keine neurologische. Deine behandelnde Ärztin kann
dich überweisen, oder schau einfach ins Telefonbuch, Arzt mit
Gebietsbezeichnung „Psychiatrie“ oder „Nervenarzt“.

Wenn du einfach so hingehst, ohne Überweisung, mußt du 10 Euro
bezahlen (Praxisgebühr). Wenn es dir peinlich gegenüber deiner
behandelnden Ärztin ist, das du eine andere Meinung einholen
willst, mußt du eben (finanziell) bluten *grins*.

Gruß

Yoyi

an Yoyidingsda und Veil
Hallo Yoyi,

Du sagst hier (und in der Antwort auf meinen Eintrag), dass das nichts für den Neurologen, sondern lieber für den Nervenarzt wäre. Wo genau liegt da für Dich der Unterschied ?
Ein Neurologe/Nervenarzt ist meines Wissens und meiner Erfahrung nach der Richtigte für eine Depression. Meiner ist „nebenbei“ ohnehin auch noch Psychiater.

Hallo Veil,

Du hast den wichtigsten Schritt bereits getan, indem Du selbst bemerkt und Dir selbst eingestanden hast, dass etwas (vermeintlich) nicht ganz in Ordnung ist. (Allerdings : was ist schon normal ? Unsere Gesellschaft und die Medien prägen uns sehr stark in dieser Hinsicht, insbesondere bei unseren Moralvorstellungen - das tut man und das tut man eben nicht).
Eine leichte Depression kann man (auch wenn z.B. noch Ängste dazu kommen) gut mit Medikamenten behandeln. Bei einer schweren ist meist noch eine Psychotherapie erforderlich. Diese Medikamente machen nicht abhängig, sie verändern den Menschen auch nicht ! Es ist nur so, wie bei anderen Medikamenten auch : Es fehlt of ein Botenstoff im Hirn, und das Medikament stellt das wieder her (vereinfacht ausgedrückt)

Keine Angst und Kopf hoch ! Es ist völlig normal.

Gruss Hans-Jürgen
***

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Sorry habs nicht richtig gelesen
Hi,

du fragtest nach Unterschied Nervenarzt / Neurologe.

Der „große Nervenarzt“, Facharzt für Nervenheilkunde, verfügt sowohzlüber neurologische als auch psychiatrische Weiterbildung. Das ist sozusagen eine Doppelqualifikation. Deswegen kann er sowohl psychiatrische als auch neurologische Diagnosen behandeln. Wenn dein Arzt sowohl Neurologe als auch Psychiater istr, ist das quasi dasselbe.

Gruß

Yoyi

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