Hallo!
Also: vor ein paar Monaten hat es mich aus dem Rennen geworfen. Diagnose: Angst und Depression. Medikamente und ein Therapeut haben mich langsam wieder auf die Beine gebracht, fast.
Gestern gab es wieder den Auslöser und ich bin zurückgekippt. Nicht ganz, bin gleich zum Arzt. Der schickt mich zum Therapeut.
Ich erzähle ihm die Geschichte, da schaut er mich an und meint: „sie leiden unter Angst und Depression, das sieht man doch schon auf hundert Meter, tiefe Augenbrauen, schmale Lippen, hängende Mundwinkel. Wer will mit ihnen noch was tun haben? Mit dem Gesichtsausdruck!? Sie brauchen Kontakt unter die Leute, gehen sie raus, suchen sie Leute, besuchen sie Klubs.“
… (mit dem Gesichtsausdruck!) …
Wer hat ähnliches erlebt, wem ging es ähnlich? Wie kriegt man die Augenbrauen wieder hoch, die Mundwinkel auch. Und die Lippen etwas breiter?
Danke für alle Ratschläge
das mag zwar blöd klingen, aber ich habe meine Depressionen damit in den Griff bekommen das ich 5x die Woche je zwischen 1-2h Fahrrad fahre. Durch die Anstrengung kommt man auf andere Gedanken, fühlt sich nachher besser, ich habe auch mal in irgend einer Medizinzeitung gelesen das Bewegung stimmungsaufhellend wirkt und besser als sich verkriechen(was ich früher immer gemacht habe) ist es allemal. Liegt vielleicht auch daran das ich abgenommen habe und mich dadurch wieder einigermaßen leiden kann.
Ich achte auch darauf etwas fröhlicher und freundlicher zu schauen, naja ich glaube ganz langsam klappt das auch.
Ich erzähle ihm die Geschichte, da schaut er mich an und
meint: „sie leiden unter Angst und Depression, das sieht man
doch schon auf hundert Meter, tiefe Augenbrauen, schmale
Lippen, hängende Mundwinkel. Wer will mit ihnen noch was tun
haben? Mit dem Gesichtsausdruck!? Sie brauchen Kontakt unter
die Leute, gehen sie raus, suchen sie Leute, besuchen sie
Klubs.“
… (mit dem Gesichtsausdruck!) …
mein Arzt hat mir eine Probepackung Johanniskrauttabletten in die Hand gedrückt
Es hat mir auch geholfen, mir immerwieder klarzumachen das ich der einzige bin der etwas in meinem Leben ändern kann um es wieder lebenswert zu machen. Ich habe zwar ständig das Gefühl das alles stillsteht und einfach nichts vorwärts gehen will, aber ich weiss das ich diesmal durchhalten muss um nicht wieder in das Loch zu fallen. Ausdauer ist eben sehr wichtig, wobei wir wieder beim Sport wären .
Weiss nicht ob dir das weiterhilft, alles gute wünscht dir jedenfalls
daß Stimmung den körperlichen Ausdruck beeinflußt, ist klar. Der Rückschluß, nämlich daß der körperliche Ausdruck die Stimmung beeinflußt, mag aber ebenso zutreffen. Das kann jeder mal an sich selbst ausprobieren. Setze ein Lachen auf, und es geht Dir besser. Deine Umwelt reagiert dann auch positiver, was Deine Stimmung weiter steigert.
Ich denke, so oder so ähnlich („Lassen sie sich auch unter schwierigen Umständen nicht hängen, macht es nur schlimmer, ist ein Teufelskreis“) war der eher ungeschickt vorgetragene Rat des Therapeuten gedacht.
Probiers einfach mal. Risiken und Nebenwirkungen: Keine
Das ganze versteht sich natürlich als eines von vielen Elementen einer adäquaten Angst- und Depressionstherapie.
schon mal Singen probiert ? Wenn ich wieder so ein verkniffenes Gesicht hab, dann sing ich, ganz laut im Auto ( Wo sonst ist man ganz ungestört ?). Shanties, Weihnachtslieder, irgendwas. Vielleicht nicht grade " Sometimes I feel like a motherless child " oder typische Beerdigungslieder.
Lockert die Muskeln , vertieft die Atmung und ist ein bisschen lächerlich.
ich mach immer wieder die Erfahrung, dass alles, was mit Lachen und Sonne zu tun hat hilft. (Sonnen/Solarium, Freunde/Vergnügen, Südfrüchte essen.) Was mir immer wieder auf die Beine hilft, ist der Community-chat hier bei w-w-w (Lachen + Freunde). Vielleicht hilfts auch dir, versuchs…
Drück dir beide Daumen und wünsch dir ein sonniges (körperlich+seelisch) Wochenende.
Gruß *wink* Daggi
Wie kriegt man
die Augenbrauen wieder hoch, die Mundwinkel auch. Und die
Lippen etwas breiter?
Danke für alle Ratschläge
Hallo!
Also: vor ein paar Monaten hat es mich aus dem Rennen
geworfen. Diagnose: Angst und Depression. Medikamente und ein
Therapeut haben mich langsam wieder auf die Beine gebracht,
fast.
In leichteren Fällen ist Johanniskrauttee zu empfehlen, täglich ein bis zwei Tassen. Die Wirkung setzt aber erst nach ein bis zwei Wochen ein.
Gestern gab es wieder den Auslöser und ich bin zurückgekippt.
Du kannst den Trigger schon eingrenzen? Das ist gut.
„Wer will mit Ihnen noch was tun haben?
Mit dem Gesichtsausdruck!?“
Das riecht nach Projektion: Dein Therapeut hat ein Problem - er will von dir angestrahlt werden. Das ist aber nicht dein, sondern sein Problem.
Sie brauchen Kontakt,
…gehen Sie raus,
suchen Sie Leute,
besuchen sie Klubs."
Nach deiner Expositionsprophylaxe kannst du dich Schritt für Schritt gegen Trigger desensibilisieren. Lass dir Zeit. Dein scheinbar gleichgültiges Gesicht zieht andere an. Genieße es, die anderen mal abblitzen zu lassen. Auch wenn es Therapeuten sind.
Kein Weißkittel erwartet von dir, dass du aus der Askese gen Pausenclown wechselst.