Hallo1
Ich vermute aber, dass der
Prozentsatz
der sexuell perversen Frauen im Vergleich zum Prozentsatz der
sexuell perversen Männer sehr gering ist.
Das kommt daraud an, was Du unter sexuell pervers verstehst. Als „sexuell pervers“ kann man je nach Definition deutlich mehr ansehen als das, was in der Kriminalitätsstatisik oder in der Psychiatrie auftaucht. Nimm als Beispiel Homosexualität - das galt lange als pervers, und trotzdem habe ich nicht den Eindruck, daß der Prozentsatz der lesbischen Frauen sehr gering ist gegenüber dem der schwulen Männer. Wirf einen Blick in die BDSM-Szene: Auch dort findest Du nicht unbedingt wenig Frauen. Die Existenz von Fetischistinnen wurde in der Psychologie jahrzentelang abgestritten - worüber, wie Kathrin Passig schreibt, die real existierenden Fetischistinnen nur „müde kichern“ können.
Der Männerüberschuß in der Kriminalitätsstatisik kann auch andere Ursachen haben - vielleicht, weil Frauen ihre Neigugen andrers ausleben, vielleicht aber auch, weil bei der Erzieherin, die gerne mit ihren Mädchen kuschelt, niemand Pädophilie vermuten würde. Männer fallen auf, wenn sie anderen Menschen gegenüber zärtlich werden, Frauen nicht. Das nur als Gedankenanstoß, keine voreiligen Schlüsse aus der Statistik zu ziehen. Oft gibt es für einen beobachteten Effekt eine ganze Reihe von Erklärungen.
Gruß,
Max
Gruß,
Max