Der Bibel Glauben schenken ?!

An die „unbarmherzige“ Sybille :wink: und alle wackeren Poster,

inspiriert von der tollen Diskussion im „Barmherzigkeits-Thread“ möchte ich das Thema Bibelstellen etwas weiterführen.

Ich denke rel. Schriften entstanden ursprünglich, weil sie Menschen in verschiedenen Geschichten zum Nachdenken anregen sollen, iSv. Carlos’ bemerkenswerter Liste „Was sollte ein allmächtiger Gott deiner Meinung nach tun?“

Aber: Diese Schriften wurden von Kirchen seit jeher auch benutzt, um sich die Gläubigerschar gefügig zu halten…Was in den letzten Jahrhunderten zunehmend schwerer fällt: Wir „wissen“ einfach mehr und müssen deshalb weniger „glauben“.
Das mit der Gefügigkeit klingt etwas hart, aber das Beispiel, dass die Kirche irgendwann behauptet, mann und frau sei in Sünde geboren, man sich aber mit Absolution gegen Bares (für die Kirche) daraus erretten kann, ist schon eine interessante Blickweise …

Ich glaube, „Gott“ wurde in der Bibel oft so dargestellt/ interpretiert, wie es für die Kirche zu jener Zeit vorteilhaft/ gewinnbringend war. Das ist menschlich, denn es hat mit Macht in/durch Organisationen zu tun.

Heute fällt es der Kirche aber zunehmend schwerer sich mit Bibelzitaten oder bibeltreuen Losungen zu behaupten, die kaum verständlich/nachvollziehbar sind oder einfach aus einer Zeit stammen, in denen den Menschen gesagt wurde „Das musst Du einfach glauben…“

Deshalb meine Frage an Euch :

Wenn wir heute eine Bibel o.ä. „für das 3. Jahrtausend“ zu schreiben hätten: Was müsste drin bleiben, was müsste weg, was neu hinein? Und als Folge: Was für einen „Gott“ hätten wir dann?

Schöne Grüsse,
Marcus

PS: Liebe Sybille, „umbarmherzig“ bezieht sich auf den Argumentationsstil und ist somit als Kompliment zu verstehen! …konnte dem Wortspiel nicht widerstehen *g*

Der jetzigen Bibel Glauben schenken - warum nicht?
Hallo Marcus,

nur ein paar kurze Kommentare zu Deinem Posting:

Was in
den letzten Jahrhunderten zunehmend schwerer fällt: Wir
„wissen“ einfach mehr und müssen deshalb weniger „glauben“.

Ist diese These wirklich richtig? Natürlich wissen wir mehr über diese sichtbare Welt (durch Wissenschaft, Aufklärung, Emanzipation usw.). Aber hat der Kenntnisstand der Menschheit über die „unsichtbare Welt“ in den letzten Jahrhunderten wirklich zugenommen? Ich behaupte: Nein! In der westlichen Welt ist - ganz im Gegensatz dazu - in den letzten 200 Jahren immer mehr zu beobachten gewesen, dass sich die Menschen viel mehr mit materiellen Dingen als mit ideellen oder gar religiösen Dingen beschäftigen. Bespiel DDR: Als Folge dieses Staates ist in den öslichen Bundesländern heutzutage ein großes Wissensdefizit bei der Bevölkerung in religiösen Fragen zu beklagen.

Zweiter Einwand: Sind die Menschen durch die Erkenntnisse von Wissenschaft, Technik und Aufklärung wirklich glücklicher geworden? Ich behaupte: Nein - dazu muss ich mir nur die unzufriedenen Gesichter der Menschen auf der Straße anschauen. Klar - das Leben selbst ist einfacher und bequemer geworden. Aber hat der Fortschritt den Menschen solche Fragen beantwortet wie: „Wo komme ich her? Was passiert mit mir nach meinem Tod?“ - Leider nicht!

Heute fällt es der Kirche aber zunehmend schwerer sich mit
Bibelzitaten oder bibeltreuen Losungen zu behaupten, die kaum
verständlich/nachvollziehbar sind oder einfach aus einer Zeit
stammen, in denen den Menschen gesagt wurde „Das musst Du
einfach glauben…“

Meine Gegenthese: Ich glaube, dass die heutige Kirche gerade dadurch an Glaubwürdigkeit eingebüßt hat, weil sie sich viel zu stark von ihren biblischen Wuzeln entfernt und die Bibel viel zu stark relativiert hat. Was sagst Du dazu?

Wenn wir heute eine Bibel o.ä. „für das 3. Jahrtausend“ zu
schreiben hätten: Was müsste drin bleiben, was müsste weg, was
neu hinein? Und als Folge: Was für einen „Gott“ hätten wir
dann?

Ich als Mensch würde es mir nie anmaßen, eine neue Bibel, eine neue Religion oder Ideologie für die Menschheit zu entwerfen. Da reichen mir schon die gescheiterten Beispiele des 20. Jahrhunderts als abschreckendes Beispiel. Ich habe genug damit zu tun, die aktuelle Bibel in mein Leben zu übersetzen…

Herzliche Grüße

Alex

Hallo, Alexander!

Ich stimme Deinem Posting vollinhaltlich zu. Vermutlich bezieht sich Marcus’ Frage mehr auf die biblischen Legenden, auf die „Rahmenhandlungen“, die selbstverständlich dem seinerzeitigen Wissensstand entsprechen. Heute können wir einige(!) der biblischen „Wunder“ wissenschaftlich erklären; aber ob wissenschaftlich erklärt oder nicht: Die Moral von der (jeweiligen) Geschicht’ wird dadurch nicht verändert; und die allein ist es, die für mich Bedeutung hat.
Im Übrigen hat meines Wissens bisher kein Wissenschaftler die Bibel wirklich widerlegen können; im Gegenteil, die verschiedenen Lager erheben ihre jeweiligen Theorien zu einer Ersatzreligion, die sie indes auch nicht schlüssig beweisen können. Aber vielleicht kann Marcus mir ja mit einfachen Worten erklären, wieso die Quantentheorien absolut richtig sind, oder wieso die Einstein’sche Relativitätstheorie richtig sein muss, inwieweit eine oder beide Theorien die Bibel (zumindest partiell) widerlegen …? Bisher konnte das noch niemand
Die Bibel hat mir aber in vielen Situationen in leicht fassbarer Weise Erklärungen und Handlungshinweise gegeben. Alles ist leicht zu verstehen - glauben allerdings muss jeder für sich. Und hier liegt die Schwierigkeit: Zu viele Menschen meinen, sie wüssten so viel, dass es ihnen unmöglich sei, zu glauben. Dabei aber glauben sie nur das, was ihnen von anderen als Wissen vermittelt wird. Sie wissen nicht, dass sie einen Glauben durch einen anderen ersetzt haben. Schade …

Übrigens will ich das Thema „Glauben können oder wollen“ nicht ausschließlich an den Inhalten der Bibel festmachen. Für die „Heiligen Bücher“ anderer Religionen gilt das gleiche Prinzip. Interessanterweise werden die Aussagen dieser Bücher und Überlieferungen von unverbildeten (ich sage nicht: ungebildeten!!!) Menschen egal aus welchem Kulturkreis wesentlich seltener in Frage gestellt, als von den meisten West-Europäern. Dabei sind z.B. viele Araber wesentlich gebildeter als es der Durchschnitts-Europäer ist.

So! Vielleicht habe ich jetzt ein wenig am Thema vorbeiargumentiert - aber das war mir einfach ein Herzensbedürfnis. - Punktum

Weiterhin viel Freude an „unserem“ Forum wünscht

Fr.-Chr.

Einspruch, Euer Ehren!
Hi Alex,

nur soviel dazu:

Beispiel DDR: Als Folge dieses
Staates ist in den öslichen Bundesländern heutzutage ein
großes Wissensdefizit bei der Bevölkerung in religiösen Fragen
zu beklagen.

Na und? Ob es zu beklagen ist, ist tatsächlich ebenso fraglich, wie das angebliche religiöse „Wissen“. Was nützt es den Leuten dort, zu „wissen“, wer Jesus war, was er angeblich machte oder wo Johannes vor 2000 Jahren im Fluß stand? Die Leute haben andere Sorgen, suchen Jobs, Zukunftsperspektiven!

Aber hat der Fortschritt den Menschen solche Fragen
beantwortet wie: „Wo komme ich her? Was passiert mit mir nach
meinem Tod?“ - Leider nicht!

Doch! Wir kommen aus der Eizelle, jedenfalls meistens. Und nach dem Tod werden wir Humus!

…in Ehwigkeit, Andreas

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Aber hat der Fortschritt den Menschen solche Fragen
beantwortet wie: „Wo komme ich her? Was passiert mit mir nach
meinem Tod?“ - Leider nicht!

Doch! Wir kommen aus der Eizelle, jedenfalls meistens. Und
nach dem Tod werden wir Humus!

Na da hat sich der Fortschritt ja gelohnt.
P.

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Der jetzigen Bibel Glauben schenken - warum?
Hallo Alex,
Welchem Evangelisten sollen wir Glauben schenken? Sie widersprechen sich teilweise aufs Heftigste!

Was in den letzten Jahrhunderten zunehmend schwerer fällt:

Wir „wissen“ einfach mehr und müssen deshalb weniger „glauben“.

Ist diese These wirklich richtig?
Zweiter Einwand: Sind die Menschen durch die Erkenntnisse von
Wissenschaft, Technik und Aufklärung wirklich glücklicher
geworden? Ich behaupte: Nein …

Ich behaupte: Ja! Leibeigenschaft, Sklaverei, Ausbeutung usw. durch Klerus und Fürsten sind zumindest in unserer Weltgegend fast verschwunden!
Und da, wo religiöse Führer noch das Sagen haben, geht’s den Menschen häufig sehr, sehr schlecht - u.a. Nordirland.

  • dazu muss ich mir nur die
    unzufriedenen Gesichter der Menschen auf der Straße anschauen.

Du siehst nur, was Du sehen willst!

Klar - das Leben selbst ist einfacher und bequemer geworden.
Aber hat der Fortschritt den Menschen solche Fragen
beantwortet wie: „Wo komme ich her? Was passiert mit mir nach
meinem Tod?“ - Leider nicht!

Aber, dass wir Krankheit und anderes Ungemach nicht mehr bußfertig und Gott gegeben hinnehmen müssen!

Ich als Mensch würde es mir nie anmaßen, eine neue Bibel, eine
neue Religion oder Ideologie für die Menschheit zu entwerfen.

Aber Du glaubst einer Bibel, die vor mehr als 2000 Jahren von Menschen in einer völlig anderen Kultur und Weltgegend geschrieben wurde.

Da reichen mir schon die gescheiterten Beispiele des 20.
Jahrhunderts als abschreckendes Beispiel.

… und die Beispiele aus den vergangenen 2000 Jahren!

Gruss, Stucki

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Hallo Andreas,

Beispiel DDR: Als Folge dieses
Staates ist in den öslichen Bundesländern heutzutage ein
großes Wissensdefizit bei der Bevölkerung in religiösen Fragen
zu beklagen.

Na und? Ob es zu beklagen ist, ist tatsächlich ebenso
fraglich, wie das angebliche religiöse „Wissen“. Was nützt es
den Leuten dort, zu „wissen“, wer Jesus war, was er angeblich
machte oder wo Johannes vor 2000 Jahren im Fluß stand? Die
Leute haben andere Sorgen, suchen Jobs, Zukunftsperspektiven!

Du hast mich falsch verstanden - ich meinte nicht „Wissen über das Christentum“ sondern ganz allgemein das Wissen über religiöse Zusammenhänge (das Wissen über andere Religionen ist ja genauso bescheiden!).
Du hast völlig recht: Nachdem die Leute den Materialismus und den Konsum mehrere Jahre in vollen Zügen ausgekostet haben, haben sie andere Sorgen und gemerkt, das das auch nicht alles ist und dass der Konsum eben essentielle Lebensfragen überhaupt nicht beantwortet. Darum suchen sie vermehrt nach überirdischen Dingen, einer Zukunftsperspektive, übersinnlichen Wahrnehmungen - oder sie fragen nach Gott. Was hast Du denn diesen Leuten anzubieten, die sagen: „Ich bin auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, habe diesen aber weder im Sozialismus noch im Materialismus noch in sonst einer menschlichen Ideologie gefunden“???

Aber hat der Fortschritt den Menschen solche Fragen
beantwortet wie: „Wo komme ich her? Was passiert mit mir nach
meinem Tod?“ - Leider nicht!

Doch! Wir kommen aus der Eizelle, jedenfalls meistens. Und
nach dem Tod werden wir Humus!

…in Ehwigkeit, Andreas

Oh - Du glaubst also doch an die Ewigkeit?! Wie wird diese Ewigkeit denn bei Dir aussehen? Und was sagst Du zu den Berichten von Leuten, die schon mal tot waren, dort gewisse Dinge übereinstimmend gesehen haben und wieder ins Leben zurück geholt wurden? Glaubst Du überhaupt, dass es außer dieser sichtbaren Welt noch eine unsichtbare Welt gibt? Wenn nicht - wie erklärst Du Dir solche Dinge wie Hoffnung, Liebe, Vertrauen, Schuld usw. - die kann man ja auch nicht anfassen?

Herzliche Grüße

Alex

Hallo Stucki,

Welchem Evangelisten sollen wir Glauben schenken? Sie
widersprechen sich teilweise aufs Heftigste!

Ja - wo den bitte??? Bringe mir doch bitte einmal ein paar Beispiele!

Ich behaupte: Ja! Leibeigenschaft, Sklaverei, Ausbeutung usw.
durch Klerus und Fürsten sind zumindest in unserer Weltgegend
fast verschwunden!

Aha - Du schaust also immer nur die Nachrichten von Europa an; immer dann, wenn von Taliban, der dritten Welt oder vom japanischen Leistungsdruck berichtet wird, dann machst Du die Augen zu? Unterdrückung und Ausbeutung gibt es heute noch genauso - egal, ob politisch oder religiös oder wirtschaftlich motiviert! Und wenn ich von einem Freund höre, der Angst um seine Stelle haben muss, wenn er nicht 70-80 Stunden pro Woche arbeitet - dann ist dies ein Beispiel für Unterdrückung und Ausbeutung in Deutschland! Schon mal was von Amnesty International gehört? Der Jahresbericht, den die jedes Jahr veröffentlichen ist ein sehr dicker Schinken, in dem auch sehr viel über Unterdrückung in Europa steht…

Und da, wo religiöse Führer noch das Sagen haben, geht’s den
Menschen häufig sehr, sehr schlecht - u.a. Nordirland.

Ich habe nie behauptet, dass sich die Kirche als politische Macht eignet - ganz im Gegenteil: Ich bin für eine strikte Trennung von Staat und Kirche: Der Staat für die politische Stabilität und das Rechtswesen - die Kirche für das „geistliche“ Wohl und für soziale Aufgaben.

  • dazu muss ich mir nur die
    unzufriedenen Gesichter der Menschen auf der Straße anschauen.

Du siehst nur, was Du sehen willst!

Das wirfst Du mir vor (s. o.)?

Aber, dass wir Krankheit und anderes Ungemach nicht mehr
bußfertig und Gott gegeben hinnehmen müssen!

Wer sagt, dass wir das müssen?

… und die Beispiele aus den vergangenen 2000 Jahren!

Es ist völlig korrekt, wenn die Kirche damit gescheitert ist, wenn sie sich in die Politik eingemischt hat. Dafür ist sie auch nicht zuständig (s. o.). Im übrigen hat die Kirche auch sehr viel zum Frieden und zur Völkerverständigung beigetragen.

Herzliche Grüße

Alex

Hallo Marcus

Wenn wir heute eine Bibel o.ä. „für das 3. Jahrtausend“ zu
schreiben hätten: Was müsste drin bleiben, was müsste weg, was
neu hinein? Und als Folge: Was für einen „Gott“ hätten wir
dann?

Ich glaube, daß Du hier den zweiten Schritt vor dem ersten machst. Der erste wäre, erst einmal zur Kenntnis zu nehmen, was überhaupt in der Bibel in der jetzigen Form drinsteht. Und hier kann ich sagen:

  • Die Mehrheit in Deutschland lehnt den Inhalt der Bibel ab oder hält ihn für veraltet, ohne zu wissen, was eigentlich drinsteht.

Als Hinweis dafür meine Beobachtungen bei „Wer wird Millionär“, wo Fragen zu biblischen Inhalten oft Stolpersteine sind, selbst wenn der Publikumsjoker gesetzt wird.

Also lerne erst einmal den Inhalt kennen. Der zweite Schritt wird sein: Die Erkenntnis, daß die Fragen der Bibel und ihre Aussagen nach wie vor aktuell sind (was nicht heisst, daß wir mit denselben Traditionen leben müssen wie das Volk Israel vor 4000 Jahren)

Der dritte Schritt wird sein: Die Erkenntnis, daß jeder Christ zu jeder Zeit die Bibel neu erfindet, indem er seine persönlichen Erfahrungen mit Gott macht. Und daß es daher unnötig ist, die Bibel neu zu schreiben. Weil Gott nämlich so individuell ist wie die Menschen.

Gruß
Thomas

Hi!

Da springe ich doch frech in die Bresche… :wink:

Wie wird diese
Ewigkeit denn bei Dir aussehen?

Gar nicht.
Ewigkeit ist da, wo sich nichts mehr bewegt, selbst auf subatomarer Ebene. Da sich aber immer etwas bewegt, gibt es keine Ewigkeit.

Und was sagst Du zu den
Berichten von Leuten, die schon mal tot waren, dort gewisse
Dinge übereinstimmend gesehen haben und wieder ins Leben
zurück geholt wurden?

Ist ein beliebig wiederholbarer physiologischer Prozeß. Beim Sterben versagt im Körper die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Die Folgen sind Fehlschaltungen der Synapsen, ganz ähnlich zu bewußtseinsverändernden Drogen. Manche Wissenschaftler meinen auch, es sei ein Schutzmechanismus des Gehirns vor „innerer Panik“, vergleichbar mit der Ausschüttung von Cortisol oder Endorphin.
Jeder Mensch, der diese „Todeserfahrung“ gemacht hat, war nicht tot, sondern in einem Übergangsstadium. Erst bei irreversiblem Ausfall aller Hirnfunktionen ist ein Mensch tot - und so ein Mensch ist noch nie ins Leben zurückgekehrt.

Glaubst Du überhaupt, dass es außer
dieser sichtbaren Welt noch eine unsichtbare Welt gibt? Wenn
nicht - wie erklärst Du Dir solche Dinge wie Hoffnung, Liebe,
Vertrauen, Schuld usw. - die kann man ja auch nicht anfassen?

Es gibt mit Sicherheit eine für uns nicht sichtbare Welt. Die dürfte sich entweder durch das Farbspektrum ergeben, das der Mensch sehen bzw. nicht sehen kann (wo Schwarz zu sehen ist, muß nicht unbedingt nichts drin sein), vielleicht gibt es auch parallel existierende Raum-Zeit-Kontinua, die sich für uns nicht erschließen (vielleicht ist Vergangenheit und Zukunft nichts weiter als eine Handlung in einer anderen Zeitebene; sie findet parallel statt, ist durch unsere Zeitabhängigkeit für uns aber nicht greifbar).
Die von dir genannten Begriffe fallen unter den Oberbegriff „Emotionen“. Emotionen sind Zustände, ausgelöst durch das subjektive Erleben einer bestimmten Situation. Zum großen Teil sind Emotionen die Folge einer Hormonausschüttung des Körpers oder -zufuhr von außen. Darüberhinaus werden bestimmte emotionale Zustände mit Begrifflichkeiten gekoppelt und erfahren so ihre inhaltliche Definition (z.B. Hoffnung). Eine Emotion ist kein Persönlichkeitsmerkmal, hingegen kann die Haltung zu einer Emotion durchaus zu einem Persönlichkeitsmerkmal werden.

So, und jetzt darfst du dagegenargumentieren. Aber bitte nicht mit so flachen Erkenntnissprüchen aus der Bibel wie „Gott ist die Ewigkeit“ oder so.

Grüße
Heinrich

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Wenn wir heute eine Bibel o.ä. „für das 3. Jahrtausend“ zu
schreiben hätten: Was müsste drin bleiben, was müsste weg, was
neu hinein? Und als Folge: Was für einen „Gott“ hätten wir
dann?

Schöne Grüsse,
Marcus

Hallo,

das klingt ja so, als könnten wir uns unseren Gott „zusammenbasteln“. So ist’s aber, Gott sei dank, nicht!!!

Gruss, Ruedi

Hallo Heinrich,

Gar nicht.
Ewigkeit ist da, wo sich nichts mehr bewegt, selbst auf
subatomarer Ebene. Da sich aber immer etwas bewegt, gibt es
keine Ewigkeit.

Und was passiert, wenn die Menschen es irgendwann schaffen, diesen Planeten so zu zerstören, dass nichts und absolut gar nichts mehr davon übrigbleibt? Dann kann sich auch nichts mehr bewegen - das wäre dann die Ewigkeit (nach Deiner Definition). Dieses Szenario ist gar nicht so abwegig. Und dann?

So, und jetzt darfst du dagegenargumentieren. Aber bitte nicht
mit so flachen Erkenntnissprüchen aus der Bibel wie „Gott ist
die Ewigkeit“ oder so.

Da ich mir meine Form der Argumentation nicht gerne vorschreiben lasse, verzichte ich hiermit, auf den Rest Deiner Vermutungen einzugehen.

Grüße
Alex

Hi!

Und was passiert, wenn die Menschen es irgendwann schaffen,
diesen Planeten so zu zerstören, dass nichts und absolut gar
nichts mehr davon übrigbleibt? Dann kann sich auch nichts mehr
bewegen - das wäre dann die Ewigkeit (nach Deiner Definition).
Dieses Szenario ist gar nicht so abwegig. Und dann?

Selbst wenn die Menschen alles zerstören - das Universum ist etwas größer als nur unsere kleine blaue Kugel. Wenn dieser Planet vollkommen zerstört ist, würde die Kernfusion der Sonne weiter funktionieren. Kein Stillstand. Keine Ewigkeit.

Da ich mir meine Form der Argumentation nicht gerne
vorschreiben lasse, verzichte ich hiermit, auf den Rest Deiner
Vermutungen einzugehen.

Warum?
Hast du keine andere Argumentation als solche einfachen Sprüche?
Außerdem habe ich keine Vermutungen geäußert, sondern Ergebnisse medizinischer Untersuchungen.

Das Leben ist meist komplizierter…

Grüße
Heinrich

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Die Bibel dokumentiert die Liebe Gottes zu uns Menschen und handelt

1.) von der Beziehung zwischen Mensch und Mensch und
2.) von der Beziehung zwischen Mensch und Gott bzw. Gott und Mensch.

Jesus selbst fasst die Forderungen des Alten Testamentes zusammen:
„Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst“.

Da sich weder der Mensch im Laufe der Jahrtausende geändert hat (die Beweggründe für sein Handeln sind noch immer die selben) noch Gott sich geändert hat, ist die Bibel aktuell wie am ersten Tag!

Bezüglich „Wissen“ und „Glauben“ möchte ich noch eine Anmerkung machen:

Als das Volk Israel durch die Wüste zog, hatten sie nur einen geringen Wissensstand über Medizin und Hygiene.
Dass sie überlebt haben, verdanken sie den Geboten Gottes, der ihnen lebenswichtige Anweisungen gab.

So durften sie, wie Du sicher weißt, unter anderem kein Schweinefleisch essen. Heute weiß man, dass sie sich (tödliche) Krankheiten eingehandelt hätten! Auch mussten die Frauen nach ihren Tagen ein Ganzkörper-Bad nehmen. Außerdem war es verboten, die Notdurft innerhalb des Lagers zu verrichten. „Geh hinaus vors Lager und nimm dir eine Schaufel mit…“, lautete die Anweisung. Und es war - lange vor Entdeckung des Leichengiftes - verboten, Tote zu berühren.

Hätten die Leute damals diese Gebote alle missachtet, wäre das Volk in der Wüste an Krankheiten zu Grunde gegangen.

Würden sich die Israelis heute auf Wüstenwanderung begeben, müssten sie diese Gebote nicht mehr aus dem Glauben heraus befolgen. Sie WÜSSTEN, warum sie sie einhalten. Insofern hast Du recht, dass der Glaube durch Wissen abgelöst wird.

Mit der Absolution hast Du natürlich recht. Diese wird aber nirgends in der Bibel gefordert!!!

Wenn wir heute eine Bibel o.ä. „für das 3. Jahrtausend“ zu
schreiben hätten: Was müsste drin bleiben, was müsste weg, was
neu hinein? Und als Folge: Was für einen „Gott“ hätten wir
dann?

Die Bibel ist heute noch immer brandaktuell.
Und der Gott ist der selbe.

Und darüber bin ich insgeheim sehr froh.

Hanna

Hallo Hanna!

Als das Volk Israel durch die Wüste zog, hatten sie nur einen
geringen Wissensstand über Medizin und Hygiene.
Dass sie überlebt haben, verdanken sie den Geboten Gottes, der
ihnen lebenswichtige Anweisungen gab.

So durften sie, wie Du sicher weißt, unter anderem kein
Schweinefleisch essen. Heute weiß man, dass sie sich
(tödliche) Krankheiten eingehandelt hätten! Auch mussten die
Frauen nach ihren Tagen ein Ganzkörper-Bad nehmen. Außerdem
war es verboten, die Notdurft innerhalb des Lagers zu
verrichten. „Geh hinaus vors Lager und nimm dir eine Schaufel
mit…“, lautete die Anweisung. Und es war - lange vor
Entdeckung des Leichengiftes - verboten, Tote zu berühren.

Hätten die Leute damals diese Gebote alle missachtet, wäre das
Volk in der Wüste an Krankheiten zu Grunde gegangen.

Soweit es mir bekannt ist leben nicht nur die Israelis in der Wüste sondern auch ganz andere Religionsgruppen. Deiner Theorie zufolge dürften diese eigentlich nicht am Leben sein.

Wie erklärst du das?

ciao Armin

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Hallo Markus,

die Bibel kann genau so bleiben wie sie ist. Denn den Zweck der Unterdrückung, Verwirrung und Abstumpfung von Menschen erfüllt Sie immer noch ganz Gut. (Wer den ganzen Tag mit „fromm sein“ beschäftigt ist, kann schon keine anderen Fragen stellen)

Sie wurde gar zu diesem Zweck erfunden, bzw. durch diverse „Übersetzungen“ und „Interpretationen“ so hingewurstet, wie es der/die jeweiligen Machthaber brauchen.
Ansonsten ist sie bliebig gegen jedes andere Buch, das unbestätigte Aneinanderreihungen von Geschichten enthält, austauschbar. So z.B. gegen die Gesamtausgabe der Märchen der Gebr. Grimm.

Zur Frage des Wissens und Glaubens: Die meisten Menschen wissen heute nicht viel mehr, sondern glauben nur anders. Das liegt zum einen an der schnelleren Verbreitung von „Nachrichten“ und zum anderen an der Macht der Leute, die diese verbreiten.

Kaum einer glaubt mehr „nur“ an Gott. Wer glaubt schon noch, dass Gott böse ist, wenn es gewittert oder stürmt. Aber hast Du schon mal überprüft, ob das, was uns der Meteorologe über die Entstehung eines Sturms sagt, wirklich stimmt? Nur als kleines Beispiel. Das ließe sich noch weiter ausdehnen.

Der neue Glaube heißt „Naturwissenschaft“. Vor gar nicht all zu langer Zeit, wussten fast alle Menschen, dass die Welt eine Scheibe ist. Heute wissen wir, dass sie eine Kugel ist und morgen ist sie vielleicht ein Quader.

An Hanna: „Als das Volk Israel durch die Wüste zog, …“
Du glaubst Doch nicht tatsächlich, dass diese überlebenswichtigen Verhaltensweisen von den Israeliten erfunden wurden? Bzw. natürlich Ihnen von Gott vorgeschrieben wurden.

Ewigkeit ist da, wo sich nichts mehr bewegt, selbst auf
subatomarer Ebene. Da sich aber immer etwas bewegt, gibt es
keine Ewigkeit.

Hallo Heinrich,

du formulierst eine Defintion des Wortes „Ewigkeit“, um dann zu sagen: dieses so definierte Ding gibt es nicht. Das ist logisch ausgesprochen schwach.

Gruß,
Pietro

Aha - Du schaust also immer nur die Nachrichten von Europa an;
immer dann, wenn von Taliban, der dritten Welt oder vom
japanischen Leistungsdruck berichtet wird, dann machst Du die
Augen zu? Unterdrückung und Ausbeutung gibt es heute noch
genauso - egal, ob politisch oder religiös oder wirtschaftlich
motiviert!

Die Taliban sind ein religionsregime par excellence, in der Entwicklung hinterher hinkende Staaten aus Afrika als Beispiel für einen Staat des dritten Jahrtausends zu nennen ist auch daneben. Einseitige Betrachtungen sind generell fehl am Platze, man muss vergleichen…

Und wenn ich von einem Freund höre, der Angst um
seine Stelle haben muss, wenn er nicht 70-80 Stunden pro Woche
arbeitet - dann ist dies ein Beispiel für Unterdrückung und
Ausbeutung in Deutschland!

Wenn jemand im Mittelalter ein Leibeigener eines Bischofs war so möchte ich sagen ist mir die heutige Form der Ausbeutung doch wesentlich lieber…

Schon mal was von Amnesty

International gehört? Der Jahresbericht, den die jedes Jahr
veröffentlichen ist ein sehr dicker Schinken, in dem auch sehr
viel über Unterdrückung in Europa steht…

Wieviel hätten sie wohl noch vor 250 Jahren schreiben können…und noch weiter davor erst…

Ich habe nie behauptet, dass sich die Kirche als politische
Macht eignet - ganz im Gegenteil: Ich bin für eine strikte
Trennung von Staat und Kirche: Der Staat für die politische
Stabilität und das Rechtswesen - die Kirche für das
„geistliche“ Wohl und für soziale Aufgaben.

In diesem Falle bräuchte aber jeder Bürger ein Einflussnahmerecht auf die Kirche um hier einen Vergleich schaffen zu können (Wäre ich voll dafür…). Ausserdem sehe ich weder das eine noch das andere Gebiet als alleinige Aufgabe der Kirche…

Aber, dass wir Krankheit und anderes Ungemach nicht mehr
bußfertig und Gott gegeben hinnehmen müssen!

Wer sagt, dass wir das müssen?

User N. mit seiner neuen Offenbarung z.B.

… und die Beispiele aus den vergangenen 2000 Jahren!

Es ist völlig korrekt, wenn die Kirche damit gescheitert ist,
wenn sie sich in die Politik eingemischt hat. Dafür ist sie
auch nicht zuständig (s. o.). Im übrigen hat die Kirche auch
sehr viel zum Frieden und zur Völkerverständigung beigetragen.

Wann denn das???

SAN

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du formulierst eine Defintion des Wortes „Ewigkeit“, um dann
zu sagen: dieses so definierte Ding gibt es nicht. Das ist
logisch ausgesprochen schwach.

Ist absolut logisch:
Die Wahrscheinlichkeit einer Existenz des von Heinrich definierten Zustands ist Null.Wo ist da der logische Fahler???

SAN

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HI

Gar nicht.
Ewigkeit ist da, wo sich nichts mehr bewegt, selbst auf
subatomarer Ebene. Da sich aber immer etwas bewegt, gibt es
keine Ewigkeit.

Und was passiert, wenn die Menschen es irgendwann schaffen,
diesen Planeten so zu zerstören, dass nichts und absolut gar
nichts mehr davon übrigbleibt? Dann kann sich auch nichts mehr
bewegen - das wäre dann die Ewigkeit (nach Deiner Definition).
Dieses Szenario ist gar nicht so abwegig. Und dann?

Du denkst jetzt hier nur auf einer dem Menschen angepassten Ebene gehe in Dimensionen von 10^-18m und du wirst feststellen dass sich dann iimmer noch viel bewegt

So, und jetzt darfst du dagegenargumentieren. Aber bitte nicht
mit so flachen Erkenntnissprüchen aus der Bibel wie „Gott ist
die Ewigkeit“ oder so.

Da ich mir meine Form der Argumentation nicht gerne
vorschreiben lasse, verzichte ich hiermit, auf den Rest Deiner
Vermutungen einzugehen.

Ein Schelm wer dabei Böses denkt

SAN

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