Der Druck wird immer größer

Hallo!

Ich habe im Moment einige Probleme, habe mich auch seit Kurzem in psychologische Beratung begeben. Doch habe ich das Problem, dass ich oft, vor allem abends, von einer auf die andere Sekunde eine enorme Anspannug verspüre. Ich habe einen richitgen Druck, der raus muss, aber nicht kann. Ich weiß in solchen Momenten nicht, was ich tun soll. Ich habe in der Vergangenheit oft gegen die Wand geschlagen oder auch an Selbstverletzung gedacht, bzw. es auch gemacht. Aber im Moment bin ich wieder soweit, dass ich mich dagegen wehren kann. Aber der Druck ist immer noch da und ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Ich weiß, dass die einzige Möglichkeit natürlich ist, meine Probleme anzugehen. Aber das geht normal nicht von heute auf morgen.

Kann ich etwas gegen den Druck machen? In kann in solchen Momenten mich nicht einfach mit einem Buch oder sonst was ablenken. Das geht nicht. Und mit jemand reden geht auch nicht. Ich wohne alleine, und außerdem kommen solche Gefühle immer zu Uhrzeiten, wo man auch bei niemanden mehr anrufen kann.

Gruß Micky

Sport? Auspowern?
Hallo Micky,

mag vielleicht blöd klingen, aber vielleicht hilft ja eine Runde am Abend kräftig Radfahren oder ins Fitnesscenter Gewichteheben, auch Kampfsport kann helfen wieder in geregelte Bahnen zu kommen.

Gruß
Christian

mag vielleicht blöd klingen, aber vielleicht hilft ja eine
Runde am Abend kräftig Radfahren oder ins Fitnesscenter
Gewichteheben, auch Kampfsport kann helfen wieder in geregelte
Bahnen zu kommen.

Leider bringt das nichts. Ich geh täglich mindestens 30min joggen und mach zwei mal die Woche Krafttraining.

Quälende Störung
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Leider bringt das nichts. Ich geh täglich mindestens 30min
joggen und mach zwei mal die Woche Krafttraining.

Natürlich, lieber Micky,

solche Rezepturen sind - auf sich selbst gestellt - nicht besonders hilfreich.

Ich empfehle - falls nicht auch bei Dir die übliche ideologisch grundierte Abneigung gegen Medikamente vorherrscht - eine vier- bis sechsmonatige Begleitbehandlung durch geignete Psychopharmaka, welche zum Schluß ausschleichend abzusetzen wären, wenn die positive Erfahrung, nicht mehr Deiner inneren Biochemie hilflos ausgeliefert zu sein, sich gesetzt hat, und die psychologische Behandlung Fortschritte macht. Der Psychologe und der Psychiater sollten im Idealfall zusammenarbeiten.

Einen Ausschluß sonstiger Ursachen könnte man begleitend betreiben, wobei solche Untersuchungen ihr Pro und Kontra haben.

Ich wünsche Dir von Herzen eine Uberwindung der jetzigen Belastung.

Alles Gute!

abifiz

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hi micky,

ich habe das gefühl, da ist irgendwas, das auch dir raus will. vielleicht eine erinnerung, die du verdrängt hast? oder ein unangenehmes gefühl, das du nicht zulässt? wenn du in behandlung bist, dann hast du eine gute basis dieses „ding“ zu finden und es rauszulassen/zu akzeptieren.

versuch, „ja“ zu den „ding“ zu sagen und versuche nicht „es“ zurück zu halten. vielleicht hilft dir das, loszulassen.

viel glück,
coco

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ich habe das gefühl, da ist irgendwas, das auch dir raus will.
vielleicht eine erinnerung, die du verdrängt hast? oder ein
unangenehmes gefühl, das du nicht zulässt? wenn du in
behandlung bist, dann hast du eine gute basis dieses „ding“ zu
finden und es rauszulassen/zu akzeptieren.

versuch, „ja“ zu den „ding“ zu sagen und versuche nicht „es“
zurück zu halten. vielleicht hilft dir das, loszulassen.

Ja, so in etwa. Ich weiß auch, was es ist. Aber ich kann es nicht akzeptieren, kann keinen Weg finden, damit umzugehen. Vielleicht hilft ja die Beratung.

Ich empfehle - falls nicht auch bei Dir die übliche
ideologisch grundierte Abneigung gegen Medikamente vorherrscht

  • eine vier- bis sechsmonatige Begleitbehandlung durch
    geignete Psychopharmaka, welche zum Schluß ausschleichend
    abzusetzen wären, wenn die positive Erfahrung, nicht mehr
    Deiner inneren Biochemie hilflos ausgeliefert zu sein, sich
    gesetzt hat, und die psychologische Behandlung Fortschritte
    macht. Der Psychologe und der Psychiater sollten im Idealfall
    zusammenarbeiten.

Gibt es denn gar keine andere Möglichkeit? Zum einen steh ich nicht wirklich auf Medikamente, zum anderen hab ich da auch bedenken, weil ich mich auf mein bevorstehendes Examen vorbereiten muss.

Ja, so in etwa. Ich weiß auch, was es ist. Aber ich kann es
nicht akzeptieren, kann keinen Weg finden, damit umzugehen.
Vielleicht hilft ja die Beratung.

Zu wissen woran es liegt ist schonmal die halbe Miete. daran zu arbeiten wird schwer sein, aber nicht unmöglich. Wenn Du wirklich wieder frei sein willst musst du daran arbeiten, Therapie ist eine sehr gute Variante dies zu verarbeiten.

Gibt es denn gar keine andere Möglichkeit? Zum einen steh ich
nicht wirklich auf Medikamente, zum anderen hab ich da auch
bedenken, weil ich mich auf mein bevorstehendes Examen
vorbereiten muss.

Lieber Micky,

bist wirklich in einer schwierigen Situation, die es Dir sehr schwer macht.

Bis zur Prüfung könntest Du eine Reihe von Entspannungsverfahren versuchen:

Verhaltenstherapeutische Muskelentspannungsverfahren, leicht erlernbar.

Ritualisierung und Rythmisierung des Alltags, ganz besonders des Zubettgehens und Schlafens.

Einsatz geeigneter Musik.

Intensive, regelmäßige Massage.

Kauf einer Infrarot-Kabine. Regelmäßig benützen, aber auch bei Anfall 'rein mit Dir, unbekleidet und mit entspannender Musik im Hintergrund und mit offener Tür!

Meditative Tätigkeiten (Aquarium, Gesang, Meditationskassette (Uni Marburg! Eine CD, welche auch gegen Migräne hilft!) und ähnliches.

Streit, Alkohol, Rauchen, Streß, Unregelmäßigkeiten meiden!

Fisch, Nüße, frisches Obst.

Nach der Prüfung reden wir wieder.

abifiz

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