Der Fußball wird unentrinnbar

ETWAS ist „…-bar“, wenn ETWAS ge… wird.
es ist ein persoenliches passiv oder das zustandspassiv
notwendig.

Schließt das jetzt nun mit ein, dass man das Suffix
-bar nicht anhängen kann, wenn das Objekt des Verbes
dativisch ist (tut mir leid, mich verwirrt das Hin und Her
hier etwas)? Zum Beispiel bei „helfen“, da steht das Objekt im
Dativ: Ich helfe dir.
Die _-bar_e Form *Du bist helfbar ist ja wohl
eindeutig ungrammatisch.

Eigentlich müsste man doch von „helfen“ auf „entrinnen“
schließen können. Ich glaube, in der Semantik besteht hier
nämlich kein Unterschied.

Fazit: *Entrinnbar ist ungrammatisch. Diese Aussage ist
*unwidersprechbar. :wink:
Ich weiß jetzt nur nicht, ob ich dir damit zustimme oder
widerspreche. :wink:

hihi:smile:)),
also ich denke, wir sind einer meinung, wenn wir „helfbar“ nicht verwenden wollen:smile:)))ausser vielleicht bei verona feldbusch:smile:))

das wollte ich damit nur erklaeren:smile:

entrinnbar gibt es, aber es ist ein wort, was meiner meinung nach aus mode entstanden ist, nicht aus einer sprachlogik.

wir sind da fast alle einer meinung, glaube ich.

mfg:smile:
rene

Apropos ‚Brennen‘
Hallo

Mir ist schon lange bekannt, dass natürlich nicht von allen
Verben Adjektive auf -bar gebildet werden können, dass es aber
auch welche gibt, deren zu Grunde liegendes Verb nicht
transitiv ist (brennbar z.B.). Ich weiß gar nicht, warum man
deshalb antreten muss, um Offensichtliches zu „beweisen“.

Mann, mann…

„Ich brenne den Holzstoß an!“
Transitiv mit Akkusativ!

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim

brennen = anbrennen?

„Ich brenne den Holzstoß an!“
Transitiv mit Akkusativ!

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim

Ja und? Dein Verb ist nicht das dem Adjektiv „brennbar“ zu Grunde liegende „brennen“, sondern „anbrennen“. Dass „anbrennen“ transitiv ist, habe ich nie bestritten.

Da gäbe es Hunderte anderer Beispiele, antworten vs beantworten, arbeiten vs bearbeiten usw…

Gruß
Uschi

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Brennbar ist ein guter Punkt. Kannst du noch mehr solche
Adjektive nennen? Es ist nicht ganz der gleiche Fall wie bei
„entrinnen“, da „brennen“ ja normalerweise nichtmal ein
indirektes Objekt hat. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass
man davon ausgehen kann… aber ich bräuchte ein paar mehr
Wörter von dem Typ.

Wie wäre es mit „unsinkbar“? Na?

brennen --> brennbar, denn alkohol/cd wird gebrannt. holz ist (ver-)brennbar, weil es verbrannt wird. das ist eine gekuerzte form von an-/verbrennen.

unsinkbar ist hoechstwahrscheinlich entstanden, weil die titanik gesunken ist.

…denn sinkbar gibt es nicht - nur senkbar oder versenkbar und das liegt daran, dass man nichts (ver-)sinken kann, jedoch versenken.

hallo uschi,

niemand will hier behaupten, dass es das wort nicht gibt, denn zu doof zum nachschauen ist hier keiner.

es geht um die sprachlogik an sich, die mit dem wort „entrinnbar“ ganz gekonnt umgangen wurde.

und wenn du „tchiboisierung“(dein link) in die gleiche kategorie von „entrinnbar“ bringst, sind wir uns doch eigentlich einig.

und wenn frau feldbusch „mir ist nicht mehr helfbar“ geaeussert haette, dann gaebe es dieses wort jetzt auch.

worte enstehen nun mal auch aus mode.

mfg:smile:
rene

__________________________
[MOD] Posting editiert. B.

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Schade :frowning:

Man kann heute so Vieles traurig finden!
Z.B. dass es, Deiner Maßgabe nach, oder mit den Begründungen:
‚Das machen alle so, das hat schon in der Zeitung gestanden,
das ist jetzt kreativer Sprachgebrauch‘ usw. nun üblich werden
soll, jede hanebüchene Neuerung kritiklos zu übernehmmen.
Das nächste Fass Bier, dem durch einen Spalt Bier entrinnt,
werde ich zur Reklamation zum Händler zurückbringen mit der
Bitte, es gegen ein unentrinnbares einzutauschen!

In diesem Sinne,
fröhliche Grüße,
Alexander Berresheim.

Schade, Alexander. Ich habe deine Beiträge (außer jetzt zu diesem Thema) eigentlich immer geschätzt und für ziemlich fundiert gehalten. Mit dieser „fröhlichen“ Bemerkung, mit der du das, was ich geschrieben und belegt habe, ins Lächerliche ziehst, disqualifizierst du dich als ernst zu nehmender „Gesprächspartner“. Was du als Neuerung bezeichnest, hat schon Schiller z.B. verwendet. Die Zitate, die ich weiter oben geliefert habe, sind auch nicht aus diesem Jahrtausend. Aber nun gut, glaub doch, was du willst. Ich weiß, was ich weiß und kann recht gut damit leben. Ich verdiene sogar meine Brötchen damit, dass ich anderen Menschen die deutsche Sprache mit all ihren Tücken und Feinheiten nahe bringe.

Gruß
Uschi

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„Ich brenne den Holzstoß an!“
Transitiv mit Akkusativ!

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim

Ja und? Dein Verb ist nicht das dem Adjektiv „brennbar“ zu
Grunde liegende „brennen“, sondern „anbrennen“. Dass
„anbrennen“ transitiv ist, habe ich nie bestritten.

Da gäbe es Hunderte anderer Beispiele, antworten vs
beantworten, arbeiten vs bearbeiten usw…

die frage wird beantwortet–>beantwortbar.
der stoff wird bearbeitet–> bearbeitbar.
arbeitbar gibt es nicht.
antwortbar waere in meinen augen nicht unmoeglich.

antwortbar waere in meinen augen nicht unmoeglich.

Für mich aber nur ohne Subjekt, wie in „Auf diese Frage ist (nicht) antwortbar.“

Gruß,

  • André

antwortbar waere in meinen augen nicht unmoeglich.

Für mich aber nur ohne Subjekt, wie in „Auf diese Frage ist
(nicht) antwortbar.“

ehm…naja, da wuerde ich dir widersprechen…zumindest im moment.

nur eine antwort ist antwortbar.
eine frage ist antwortbar, da sie eventuell auf eine andere frage geantwortet wird.

rein von meiner logik her.

wenn dein beispiel stimmt, wuerde auch „entrinnbar“ voellig in ordnung sein.

mfg:smile:
rene

Liebe ExpertInnen,

Das sollte nicht vergessen werden.

Liebe ExpertInnen,

Das sollte nicht vergessen werden.

haette auch noch

trotzen

er wird getrotzt = falsch
etwas wird getrotzt = falsch

es wird getrotzt = richtig
ihm wird getrotzt = richtig

–>trotzbar existiert nicht.

schnaufen/schneuzen

er wird geschnauft = falsch
etwas wird geschnauft = falsch(es sei denn man meint den nasenschleim an sich, wobei der sinn des satzes dann fragwuerdig waere - wie auch bei „antworten“.)

es wird geschnauft = richtig

schnaufar/schneuzbar existiert nicht.

wundern

ich werde gewundert.
etwas wird gewundert.

es wird sich gewundert.

wobei bei wundern darauf zu achten ist, dass wunderbar eine andere bedeutung als sich ueber etwas wundern hat.

wunderbar = toll,genial
verwundernd/wunderlich=wunderbar=>falsch

helfen(da manche helfbar als korrekt sehen keonnten)

ich werde geholfen = falsch
etwas wird geholfen = falsch

es wird geholfen = richtig
ihm wird geholfen = richtig.

das wort helfbar wuerde bedeuten, es existiert ein ding, welches faehig ist, geholfen zu werden.
das wort entziehbar wuerde bedeuten, es existiert ein ding, welches faehig ist, entzogen zu werden.

das wort sagbar wuerde bedeuten, es existiert ein ding, welches faehig ist, gesagt zu werden.
–>man nennt dieses ding wort.
das wort bearbeitbar wuerde bedeuten, es existiert ein ding, welches faehig ist, bearbeitet zu werden.
–>z.b. holz

nichtsdestotrotz existieren viele woerter…weil sie eben entstanden „wurden“ und nicht abgeleitet worden sind.

und das macht nichts und das wird sich auch nicht aendern.

meiner meinung nach koennte man diese woerter aber ausnahmen nennen - ausnahmen sind ja im allgemeinen unlogisch/nicht regulaer, was sie eben zu ausnahmen macht.

siehe
entrinnbar(weil cool)
brennbar(weil bedeutung: verbrennen = brennen)
unsinkbar(wegen titanik)

mfg:smile:
rene

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antwortbar waere in meinen augen nicht unmoeglich.

Für mich aber nur ohne Subjekt, wie in „Auf diese Frage ist
(nicht) antwortbar.“

ehm…naja, da wuerde ich dir widersprechen…zumindest im
moment.

nur eine antwort ist antwortbar.
eine frage ist antwortbar, da sie eventuell auf eine andere
frage geantwortet wird.

rein von meiner logik her.

Ja stimmt, hast Recht! Daran dachte ich nicht. Das ist wie mit diesen infinitiven Verben, die allesamt nur 1 einziges Nomen nach sich ziehen können… man kann also „einen Tod sterben“ und „ein Leben leben“ und eben auch „eine Antwort antworten“ (obwohl man letzteres wohl nicht sagen würde). Gibt sicher noch mehr…

Dann kann man ja auch „ein sterbbarer Tod“ und ein „lebbares Leben“ bilden, hehe… letzteres ergibt sogar einen (übertragenen) Sinn. :smile:

Gruß,

  • André

Dank & Resumee
Liebe Mitstreiter,

vielen, vielen Dank für Eure Beiträge, ich bin geplättet, dass die Frage so einen gewaltigen Widerhall gefunden hat.

Dass letztlich nicht geklärt werden konnte, ob unentrinnbar gut oder gar richtig ist, tut der Sache keinen Abbruch. Die Regel, nach der Verben mit der Nachsilbe -bar versehen werden können, scheint dermaßen kompliziert zu sein, dass selbst unsere Koryphäen Schwierigkeiten haben, sie zu erklären und anzuwenden, oder aber (meine Vermutung): Es gibt sie nicht, jedenfalls nicht so hieb- und stichfest, wie wir uns das wünschen, stattdessen einen Sack voller Randbedingungen und notwendiger Voraussetzungen (über die ja auch keine Einigkeit herrscht).

Nun sind lückenhafte Regeln im Deutschen ja nichts Neues, besser gesagt, manche Wörter entstehen und finden Eingang in die Umgangssprache, nach einer Schamfrist auch in den Duden, die es so gar nicht geben dürfte. Auch damit lässt sich’s leben, wenn nicht im Nachhinein krampfhaft versucht wird, die Regeln so zu verbiegen, dass sie alle Auswüchse erklären, anstatt schlicht zu sagen: Es gefällt den Leuten halt. Dann sind wir nämlich bei Geschmacksfragen und können darauf verzichten, jedem, dem ein Wort nicht gefällt, die Qualifikation abzusprechen oder gar Bosheit zu unterstellen.

In diesem Sinne grüßt
Ralf

antwortbar waere in meinen augen nicht unmoeglich.

Für mich aber nur ohne Subjekt, wie in „Auf diese Frage ist
(nicht) antwortbar.“

ehm…naja, da wuerde ich dir widersprechen…zumindest im
moment.

nur eine antwort ist antwortbar.
eine frage ist antwortbar, da sie eventuell auf eine andere
frage geantwortet wird.

rein von meiner logik her.

Ja stimmt, hast Recht! Daran dachte ich nicht. Das ist wie mit
diesen infinitiven Verben, die allesamt nur 1 einziges Nomen
nach sich ziehen können… man kann also „einen Tod sterben“
und „ein Leben leben“ und eben auch „eine Antwort antworten“
(obwohl man letzteres wohl nicht sagen würde). Gibt sicher
noch mehr…

Dann kann man ja auch „ein sterbbarer Tod“ und ein „lebbares
Leben“ bilden, hehe… letzteres ergibt sogar einen
(übertragenen) Sinn. :smile:

hallo noch mal,

das mit dem „antworten“ …

du kannst den satz ja ohne probleme sagen: auf die frage ist antwortbar.
ich bin jedoch der meinung, dass dann „etwas“ antwortbar ist[eben die antwort], was dann in einem wahn von ellipsengebrauch einfach weggelassen wurde.

ich wuenschte jedoch, jemand wuerde mir mehr gegenbeispiele nennen. niemand widerspricht mit schluessigen argumenten. das ist der grund, wieso ich denke, dass die logik passt.

ich glaube, auch meine nase ist schneuzbar. aber sonst nichts weiter.

und mir ist noch ein katastrophal missbrauchtes wort eingefallen bzw. eine schoene(in meinen augen) ausnahme.

„ich bin dankbar“

welches meiner meinung nach rein grammatikalisch logisch „ich bin helfbar“ gleichzusetzen waere.

ich hab mal „helfbar“ bei google eingegeben. das ist ja katastrophal.
abiturienten bewerten buecher mit „das buch ist mir sehr helfbar“
jobanoncen mit „englischkenntnisse waeren helfbar“

unter diesen umstaenden glaube ich, dass wir in 20 jahren alle so sprechen koennen. sprache veraendert sich eben:smile:

naja…dann…auf eine eindeutigeres wiedersehen

mfg:smile:
rene

regel
hallo noch mal,

http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Con…

nach dem 300sten verb hatte ich keine lust mehr…die „regel“ auszuprobieren…

meiner meinung nach einfach zu testen mit:
er(eine sache)/
sie(eine sache)/
es(eine sache)

  • wird + partizip2.

ich glaube, ich habe bis dahin 2 oder 3 stueck entdeckt, die darauf nicht anspringen.

bitte aber um berichtigung, sollte das nicht stimmen.

mfg:smile:
rene

link
http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Der…

der andere hat nicht funktioniert, glaube ich.

einfach auf „alle ableitungen“ unter „verb zu adjektiv“

mfg:smile:
rene

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