Der kaukasische Kreidekreis

Hallo,

gerade ist aus dem Cornelsen-Verlag das Buch eingetroffen.
Ich möchte es mit einer zweijährigen Berufsfachschule (Oberstufe, Realschulabsolventen) lesen. Leider ist es in dialogischer Form geschrieben. Die Sprache ist veraltet. Das wollen die SchülerInnen in der Regel nicht.
Wer kennt es auch anders, d.h. nicht in Dialogen geschrieben?

Gruß
numbat

Hallo!
Vielleicht helfen Dir die in dieser Ausgabe enthaltenen Texte weiter: ISBN: 3518188429 Buch anschauen
Grüße, Peter
PS: Man sollte die heutigen Literaten vielleicht dazu anleiten, ihre Werke so zu schreiben, wie sie SchülerInnen in 60 Jahren zu lesen wünschen :wink:

Hallo,

den Vorschlag sollte man mal den Schulbuchverlagen senden. Am Besten man schreibt gehaltvolle Literatur in die Jugendsprache um, damit diese in der Schule überhaupt noch bereit sind, etwas zu lesen :wink:

Leider ist es genau das Buch, welches ich bestellt habe. Es ist in dialogischer Form geschrieben und das werden die SchülerInnen wohl schnellstmöglich ablehnen.

Gruß
numbat3

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Leider ist es genau das Buch, welches ich bestellt habe. Es
ist in dialogischer Form geschrieben und das werden die
SchülerInnen wohl schnellstmöglich ablehnen.

Hallo,
die Ausgabe, auf die ich verwiesen habe, enthält auch die Vorläufererzählung „Der Augsburger Kreidekreis“ (1940) sowie den Prosatext „Der kaukasische Kreidekreis“ (1956) und einen Kommentar. Diese Texte, meinte ich, könnten hilfreich sein. Dass der eigentliche Text ein Theaterstück ist, lässt sich nun mal nicht ändern.
Grüße, Peter

Als nicht Germanist wage ich trotzdem mal einen zarten Einwurf.
Warum ein Theaterstück nicht Spielend erfassen?

Bietet sich nicht auch sowas wie Szenische Interpretation an? Wenn man die Schülerinnen auffordert z. B. „fehlende“ Teile selbst zu produzieren, werden sie die anschlussstellen lesen.

Gruß
Werner

Hallo,

deine Vika ist leider nicht aufschlussreich – bist du wirklich
Lehrer?
In dem Fall kann man den Schülern nun wirklich keinen Vorwurf machen.

  1. KKK ist ein Theaterstück. Das isso. BB hat
    KKK für das Theater geschrieben.

  2. Die Sprache ist nicht veraltet. Die war auch vor
    50 Jahren nicht leicht eingängig. Das nannte man damals Stil.
    BB wollte nicht, dass man sich das Stück nur einfach reinzieht,
    sondern beim der Rezeption sein Gehirn einschaltet.

Elke

Hallo,
du hattest doch vor einiger Zeit in „Unterricht und Erziehung“ nach Literatur zu dem Buch gesucht,oder? Und jetzt stellst du diese Frage… WARUM hast du das Buch ausgewählt? Oder wurdest du „gezwungen“? Von wem?
Ich verstehe nicht wieso du das Buch mit der Klasse liest obwohl du offensichtlich NICHTS darüber weißt…
etwas verwirrte Grüße

Hallo,

Leider ist es genau das Buch, welches ich bestellt habe. Es
ist in dialogischer Form geschrieben und das werden die
SchülerInnen wohl schnellstmöglich ablehnen.

Also, wenn du als Lehrer/in da gleich schon so ran gehst, dann werden sie es wahrscheinlich ablehnen. Das ist ja, wie wenn man sagt „Das Kapitel ist langweilig, wir müssen es aber trotzdem behandeln.“

Was spricht denn gegen dialogische Form? Das eignet sich doch bestens zum Darstellen und Erarbeiten. Ausserdem kann man es mit Technik verbinden, und z.B. Videos/Tonaufnahmen herstellen. Oder auch mit Gemeinschaftskunde/Politik/Recht und die Themen eher auf die heutige Zeit übertragen. Oder mit Geschichte und Gesellschaftswandel.(Merkt man, dass ich Grundschüler hab? Ich will alles immer fachübergreifend planen. *grins*) Nun weiss ich allerdings nicht, was du mit dem Buch vor hattest und für welches Fach. Sollten sie es einfach nur lesen?

Wenn du meinst ein Buch in Jugensprache würde besser passen und einfacher aufgenommen werden, warum hast du dann nicht ein anderes Buch gewählt? *wunder* Schaust du dir die Literatur vorher denn nicht an?

Schönen Gruß,
Kel

Hallo,

die Antworten waren (fast) insgesamt sehr unbefriedigend, stil- und haltlos. Rückfrage an einige: Seit Ihr wirklich erwachsene und wollt ernst genommen werden? Bei so einer Qualität der Antworten wundert mich nicht mehr vieles, was mich tagtäglich umgibt.

Gruß
numbat3

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo, Numbat,
ganz so verwunderlich finde ich die Antworten gar nicht - zumindest soweit sie zur Sache sind.

Hätte ich Deine Aufgabe, würde ich versuchen sie so zu lösen:

  • Lesen des Textes mit verteilten Rollen
  • erarbeiten, wieso der Text so „antiquert“ erscheint
  • Als Aufgabe: den Versuch der Übertragung (natürlich nur einer Szene) auf heutige Verhältnisse, in heutiges Deutsch.
    Ich denke, das Thema läßt sich durchaus auch pubertierenden Teenies nahebringen.

Grüße
Eckard

Hallo,

sei mir nicht böse, aber wenn Du Deutschlehrer bist und ich Deine Frage hier so lese, wundere ich mich über die Antworten keineswegs.

Was würdest Du von einem Klempner halten, der noch nie in seinem Leben einen Nagel gesehen hat?

Nichts für ungut - aber Du willst Dich nicht zufällig über uns lustig machen?

Wolfgang

Hallo,

ihr steckt ja sehr tief drin in der Schulpädagogik.
Dann bitte ich Euch, das mal zu machen.
Nicht umsonst lesen viele KollegInnen nur noch Jugendliteratur,
z.T. sogar in der Jugensprache geschrieben!
Wenn ein Buch wie „Herr Biedermann und die Brandstifter“
schon dermaßige Unruhen in einer Klasse auslösen, dann wird alles das,
was vom Anspruch höher liegt, jedenfalls nicht weniger Gegenwehr
auslösen. Und da sehr viele SchülerInnen es besonders von Ihren Eltern her gewohnt sind, das zu bekommen, was sie gerne möchten, dann wünsche ich allen anderen viel Spass bei der Umsetzung anspruchsvollerer Literatur im Unterricht.

Gruß
numbat3

Hallo,

Du nörgelst hier herum, beleidigst Antworter, die sich ernsthaft Mühe geben, auf Deine absonderliche Anfrage einzugehen…

Was willst Du eigentlich?

Ich kann mich beim besten Willen nur Becki anschließen: Bist Du Deutschlehrer oder eine Fälschung?

Schon erstaunlich …

Wolfgang

1 „Gefällt mir“

Hallo numbat,

ich fürchte, dass Du Dich bei Deiner Frage fürchterbar ungeschickt ausgedrückt hast: Den meisten Lesern - so auch mir - las sich Deine Frage so, als ob Du erstaunt seiest, dass der „Kaukasische Kreidekreis“ ein Theaterstück ist.

Da Du aber als Deutschlehrer sicherlich das Werk bereits kennst, bin ich überzeugt, dass Du eigentlich was anderes meintest: nämlich, dass Du nun eine „jugendgerechte“ Version dieses Buches suchst. Ist das richtig?

Falls dem so sei, könnte man sicherlich hochphilosophisch darüber diskutieren, ob man in der Oberstufe „vereinfachte“ Werke lesen oder doch die Originale verwenden soll, aber das war ja nicht Deine Frage.

Ich für meinen Teil glaube nicht, dass es eine jugendfreundliche Fassung von diesem Werk gibt. Aber was hält Dich davon ab, das selber zu schreiben? Du kannst das ja in bewusst flapsige Sprache übersetzen.

Natürlich nicht das ganze Buch, sondern einfach mal einen Teil (bevorzugt den Anfang). Sprich, Du liest erstmal den Originaltext vor, dann Deine „Übersetzung“, dann nochmal den Originaltext. Dann lest Ihr den nächsten Abschnitt gemeinsam und übersetzt. Auch hier natürlich: das durch’s ganze Buch zu tun wäre abendfüllend, es sollte mehr eine Chance für die Jungs und Mädels sein, einen Einstieg in die ungewohnte, „hochgestochene“ Sprache zu finden.

*wink*

Petzi

hi Petzi,
Du bemühst dich wirklich, den Eindruck, den numbat
hier hinterlassen hat, gerade zu biegen.
Aber es tut mir leid: ein Deutschlehrer sollte
auch in der Lage sein, sich so auszudrücken, dass man
sein Anliegen versteht.
Und ein Deutschlehrer sollte auch in der Lage sein,
einem Stück Literatur nicht einfach „altmodische Sprache“
unterstellen - zumal das bei KKK einfach nicht der
Fall ist. BBs Ausdrucksweise war sperrig, aber altmodisch
ist etwas anderes.
Seine Reaktionen auf die Antworten zeigen, dass er
Hilfe nicht mal erkennen würde, selbst wenn er sie auf
dem Silbertablett serviert bekäme.

Gruß
Elke

4 „Gefällt mir“

Nicht umsonst lesen viele KollegInnen nur noch
Jugendliteratur,
z.T. sogar in der Jugendsprache geschrieben!

Entschuldige mein Versehen, liebe Numbat,
ich war davon ausgegangen, dass Schule auch heute noch einen Bildungsauftrag hat. Dieser Auftrag ist leider nicht ohne einen gewissen geistigen Aufwand zu erfüllen. Und dieser geistige Aufwand ist sowohl auf Lehrer- wie auf Schülerseite zu erbringen.

Wer seine Schüler nur pampert, ihnen weiche Kissen unter den Allerwertesten legt und ihnen jede Anstrengung erspart, mag sich selbst vielleicht ein wenig beliebter machen, aber er wird ihnen damit keinen Gefallen tun. Spätestens im Beruf oder auf der Uni wird sich rächen, dass mann nur gelernt hat dünne Bretter zu bohren.

Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, sind mir die Lehrer in angenehmster Erinnerung, die streng, gerecht und anspruchsvoll waren. Sie haben mich auf das Leben vorbereitet, ihre Arbeit war die Grundlage für meine Erfolge.

Denk mal drüber nach!
Gruß
Eckard

4 „Gefällt mir“

Hallo, Eckard!

Wie hat mal jemand so hübsch zu mir gesagt: falsche Perlen vor echte Säue geworfen - womit ich zugegebenermaßen eher meinen Beitrag meine als Deinen - mit den falschen, meine ich.

Gruß, Wolfgang

Nochmal Hallo,
ich hatte meine Fragen an dich durchaus ernst gemeint, leider hast du nicht darauf reagiert/ geantwortet. Warum hast du dich dafür entschieden dieses Buch zu lesen, obwohl es deiner Meinung nach mit (d)einer Klasse nicht zu lesen ist? Vielleicht kann man dir besser helfen, wenn man die Hintergründe versteht.

Hallo,
ich bin weder Pädagoge noch Germanist, sondern lediglich ein an Literatur interessierter Laie. Da ich Dir aber bereits gestern zweimal auf Deine Frage gepostet habe und diesen Thread seither verfolge, sei mir eine Bemerkung erlaubt (auch wenn Du möglicherweise meine gestrigen Antworten als unbefriedigend, stil- und haltlos empfunden hast):
Mein Deutschlehrer war nicht daran unbeteiligt, dass aus meiner kindlichen Leseleidenschaft eine ernsthafte und dauernde Liebe zur Literatur wurde. Und ich hatte allen möglichen Blödsinn im Kopf und war weder der Klassenstreber noch der Beste in Deutsch. Ich rechne ihm noch heute - mehr als 25 Jahre nach meinem Schulabschluss - hoch an, dass er mich mit allen möglichen und unmöglichen Autoren und Stilen konfrontiert und sich zumindest bemüht hat, den Horizont seiner Schüler ein bißchen zu erweitern.
Ich fände es daher traurig, wenn nicht einmal mehr der Versuch gemacht wird, den Schülern Literatur näherzubringen. Es wird (um bei den konkreten Beispielen zu bleiben) doch wohl möglich sein, Brecht oder Frisch auf eine interessante Weise rüberzubringen, die nicht von vorneherein Unruhen auslöst - obwohl, wenn ich es mir recht überlege, könnte das gerade bei diesen beiden Autoren ein interessanter Ansatz sein und wäre wohl auch in ihrem Sinne.
Aufgrund der Vermutung, dass die Schüler „das nicht wollen“, auf Literaturunterricht de facto vollends zu verzichten und nur mehr glattgebügelte, vorgekaute Konfektionsware ohne Ecken und Kanten zu präsentieren, halte ich hingegen nicht für wünschenswert.
Grüße, Peter
PS: Es ist mir bewusst, dass Lehrer - und das meine ich jetzt wirklich ernst - einen schweren Beruf haben.

Hallo,

also ich stecke zwar nicht in der Schulpädagogik, kann mich aber noch gut erinnern - wir haben ab der neunten Klasse immer mal wieder und ohne Probleme und ohne Meckern Brecht gelesen. Keine Kinderversion, und meines Wissens hat sich niemand über die „altmodische“ Sprache beschwert.
Was wäre denn da mit Goethe? Wird auch nicht mehr gelesen weil zu altmodisch? Gerade Brecht finde ich noch einigermaßen zugänglich.
Und ich als Schüler wäre mir verarscht vorgekommen, wenn man mir eine „bearbeitete Version für Jugendliche“ oder so was vorgesetzt hätte.
Ich war nun auch nicht auf einer Eliteschule oder so - aber Jugendsprache-Bücher in der Oberstufe finde ich in egal welcher Schule merkwürdig.
Grüße
Sonja

ihr steckt ja sehr tief drin in der Schulpädagogik.

Dann bitte ich Euch, das mal zu machen.
Nicht umsonst lesen viele KollegInnen nur noch
Jugendliteratur,
z.T. sogar in der Jugensprache geschrieben!
Wenn ein Buch wie „Herr Biedermann und die Brandstifter“
schon dermaßige Unruhen in einer Klasse auslösen, dann wird
alles das,
was vom Anspruch höher liegt, jedenfalls nicht weniger
Gegenwehr
auslösen. Und da sehr viele SchülerInnen es besonders von
Ihren Eltern her gewohnt sind, das zu bekommen, was sie gerne
möchten, dann wünsche ich allen anderen viel Spass bei der
Umsetzung anspruchsvollerer Literatur im Unterricht.

Gruß
numbat3