Hallo,
ein Terrorist oder ein Amokläufer war er offenbar nicht. Der 2014 aus Syrien geflohene Syrer entstellte einen Mitreisenden durch ein Teppichmesserschnitt von 15cm Länge quer über das Gesicht.
Seine Betreuung sei schlecht gewesen und er habe nicht gleich einen Deutschkurs bekommen. Auch die ihm zugewiesene Wohnung (!) habe ihn überfordert. Naja, ein bisschen gekifft, Rum gesoffen und dann wollte er halt etwas im Bus schlafen. Aber da musste der eine Typ vor ihm doch auch noch laut telefonieren. Nach ein wenig gegenseitiger Schreierei und Handgreiflichkeiten hat der Syrer sein Cuttermesser aus dem Rucksack geholt (wollte er bei seinem Kumpel in Leipzig Auslegeware verlegen?) und einem Italiener -nach einem Allah-Ruf- die schwere Verletzung zugefügt.
Neben Terroristen und „echten“ Kriminellen scheinen psychisch Kranke, Kriegstraumatisierte und Suchtopfer einen gewissen Teil der zugewanderten Tätergruppen zu stellen.
Ein vergleichbares Verbrechen in einem dt. Reisebus habe ich bei Google nicht feststellen können.
Wäre es in Zeiten dieses „zugewanderten Problems“ nicht sachdienlich, wenn man Stichproben und Verdachtskontrollen bei Kleidung und Gepäck von Bus- und Bahnreisenden vornehmen würde?
Das muss ja nicht auf ewig sein, aber zumindest solange, wie sich die „postfaktischen“ Vorfälle scheinbar häufen.
Gruß
rakete
Und wie stellst Du Dir das vor?
Allein in meiner Heimatstadt fahren täglich 100.000 Menschen mit Bus und Bahn.
Oder sollen Deine Kontrollen auf Fernbusse begrenzt bleiben?
Wenn Ja, was ist an Fernbussen gefährlicher?
Hier ist die Besonderheit, dass der der Täter nicht mehr „mutmaßlich“, sondern angeklagt ist.
Außerdem haben wir die Parallele zum Würzburgfall, die der Artikel auch sieht, wenn er sich auch nur einen Vorfall im ÖPNV bezieht.
Zu deiner Frage: Nein! 500 Beiträge allein für Köln Silvester wären dann doch etwas viel.
da wird die Abgrenzung vermutlich schwierig. Bei Schusswaffen, Sprengstoff und Dolchen ist die Sache noch klar. Leider kann man seinen Artgenossen aber auch mit Scheren, Schraubendrehern, Bleistiften oder irgendwelchen spitzen Plastikteilen schwere Verletzungen zufügen. Und bei einem Cuttermesser wäre ich erstmal nicht misstrauisch geworden.
geschickt formuliert! Das wär doch mal ne schöne Schlagzeile für die „Qualitätspresse“: „Postfaktische Vorfälle häufen sich beängstigend“
Nein, bedauern tue ich lediglich die jeweiligen Opfer.
Bahnen und Fernbusse. Die Überlegung gab es ja schon.
Für jeden kleinen Bus bzw. Straßenbahn ist das (leider) nicht machbar (vielleicht Stichproben). Beim ICE fände ich systematische Kontrollen o.k.
Gruß
rakete
ein wahrer Wonneproppen. Und die Justiz läuft bereits im Schongang, falls es wirklich ein Jugendstrafverfahren ist. Diese Möglichkeiten bei 18-21jährigen, mutmaßlichen Tätern, waren einst als Ausnahme gedacht und sind zur Regel geworden.
Eine Durchsuchung ohne konkreten Verdacht? Das ist nicht möglich.
Es gibt für Ausweis- und Taschenkontrollen Ausnahmeregelungen, die aber an ein Gebiet gebunden sein müssen. Die Regelungen hierzu dürften Ländersache sein.
Darauf hatten ja auch die 9/11 Täter gesetzt. Aber du hast recht. Auch eine zusammengerollte „WamS“ ist schon ne Waffe .
Im Ernst: Ich kann es ohnehin nicht leiden, wenn manche Leute ständig ein Messer (zur rituellen Ohrenreinigung?) mit sich rumtragen müssen. Zu was braucht man das, wenn nicht beruflich bedingt (Metzger, Jäger, Teppichverleger etc.) Würde ich generell untersagen und unter Strafe stellen.
Gruß
rakete
Ein wenig OT, weil ich gerade die News zu Bundeswehr und Mali gehört habe:
Irgendwann kam der Dammbruch, aus einer gemäß GG zur Verteidigung vorgesehenen Bundeswehr eine aggressive BW mit Auslandseinsätzen zu machen. Mittlerweile sind es einfache Nachrichten in zwei bis drei Sätzen, dass hier und dort und da die Bundeswehr in Mali, Afghanistan, Syrien verteidigt und Personal zusätzlich verfrachtet.
Ähnliches geschieht seit Monaten in vielen gesellschaftlichen Bereichen hierzulande, nicht nur über Gesetzesverschärfungen und neue Gesetze für Kleinstgruppen wie „Gefährder“ (in Warteschleife, kommt sicher). „Hochsicherheitstrakte“ wie heute Elbphilharmonie oder Durchsuchungen beim Oktoberfest sind selbstverständlich schon Tagesordnung. Du unterwirft dich oder wirst ausgeschlossen.
Einmal das Tütchen aufgemacht, und der verführerische Duft macht süchtig ohne Grenzen.
Afghanistan beispielsweise ist m.E. GG-Beugung, mit keinem Bündnis in irgendeiner Weise zu rechtfertigen. 13 Jahre hat sich niemand um den Krieg dort gekümmert, aber ein einziger Terroranschlag war dann der Grund, sich agressiv einzumischen. Kein Bündnisfall, der über dem GG stehen könnte.
Und das soll für die Rechtsprechung auch so bleiben. Du wirst doch aber zugeben, dass man mit einer privaten Diskussion und evtl. der Spekulation einer Tatbeteiligung nicht jedesmal zu warten braucht, bis ein Urteil gefällt wurde.
Bei deinem zitierten Posting ging es darum, dass du selbst noch nicht rechtskräftig entschiedene Fälle zitiert hattest, was ich ausdrücklich unterstützt hatte.
Der Zusammenhang besteht darin, dass das Verkehrsmittel, die offene Tat vor vielen Zeugen, die ausnehmende Brutalität und vermutlich die psychische Verfassung bzw. die mentalitätsbedingte Wut vergleichbar sind.
Richtig ist, dass Würzburg dagegen kein normales Rohheitsdelikt, sondern ein Terroranschlag war.
Der Angriff der USA auf Al-Kaida war im Rahmen des Selbstverteidigungsrechts m.E. zulässig. Die sog. Taliban"regierung" hatte sich geweigert, selbst gegen Al-Kaida vorzugehen oder Zugang zu Al-Kaida zu gewähren. Sie war zudem nicht völkerrechtliche Vertretung des Staates AFG.
a. Campen
b. Geocaching
c. Angeln
d. Tauchen
e. Survivaltraining
f. Bergsteigen
Ist eben ein Werkzeug. Das Verbot gibt es ab einer gewissen Klingenlänge ebenso wie bei bestimmten Arten. Wobei ich da schon reichliche Übertreibungen (bei Teilen dieser Regelung) sehe.
Tatsächlich hast du damals versucht, dir nicht genehme Artikel mit dem Hinweis auf die „Unschuldsvermutung“ abzutun. Hat schon damals nicht funktioniert und wie man sieht, interessiert dich dein Geschwätz von gestern auch nicht mehr.
Deiner postfaktische Behauptung, der Artikel sähe eine Parallele zu Würzburg, wird dort ausdrücklich widersprochen.