Der Tod von Möllemann und die Politik

Ich möchte hier, ungeachtet, wie Möllemann zu Tode kam, meine Meinung ist bekannt, einmal hinweisen, dass Möllemanns Tod uns auch ein Bild geben könnte, was wir von unseren Parteien, von den Strukturen der Parteien, von Spitzenpolitikern und von Verbandspolitkern zu halten haben. Möllemann war für alles schuld, was nur erforderlich gewesen ist um ein Versagen der FDP-Spitze zu decken. Möllemann wollte 18 % - angeblich weil er auch das rechte Ufer absahnen wollte - und Westerwelle erklärte doch vor wenigen Tagen, dass dieses Ziel immer schon ein Ziel der FDP sei.

Möllemann hatte, wie nach den ersten Berichten von nt-v, Möllemann habe sich das Leben genommen wegen der Ermittlungen nun bekannt wird, keine Sorgen haben müssen, weil offenbar zwischen seinen Anwälten und der Justiz das Meiste geklärt war.

Die Art und Weise, wie einige Politiker den Fall Karsli, die Flyer-Affäre für ihren Wahlkampf genutzt haben, wie sie unterstützt von Dritten wider besseren Wissens Möllemann als Antisemit bezeichnet haben - wobei hier ausdrücklich hinzuweisen ist, dass Friedmann nie eine solche Behauptung erhoben hat, sie stammt von anderen - also muss man Friedmann hier schon auch verteidigen, denn er war zwar an der Auseinandersetzung, nicht aber direkt an der Hetzjagd gegen Möllemann beteiligt.

Aus meiner Sicht hat sich die westdeutsche Politiker-Elite durch ihre Hetzjagd entgültig entlarvt. Diese Politiker-Clique hat zu erkennen gegeben, dass sie auch bereit ist, einen Toten in Kauf zu nehmen, wenn es persönlichen Interessen dienlich ist. Diese Politker-Clique hat gezeigt, dass sie mit dem imfamsten Mittel der Politik und der politischen Auseinandersetzung, jemand in den Tod zu treiben, - nimmt man - was ich persönlich anzweifle - einen Selbstmord an, bereit ist.

Schimpfen wir nicht mehr über Bush, unsere Politiker sind noch lausiger als die Bush-Administration.

Möllemanns Tod wird zwar nie zum Umdenken in der Politik führen, aber wir Bürger sollten uns Gedanken machen, ob wir nicht die Parteienlandschaft grundlegend verändern müssen, den Politikern das direkte Mandat entziehen müssen und künftig selbst an den Entscheidungen wie in der Schweiz mitwirken wollen.

Denkt mal nach, ob der Tod Möllemanns nicht uns allen ein Zeichen gesetzt hat, wen und was wir wählen und mit wem und welchen moralischen Instanzen wir zu tun haben.

GRuss Günter

GRuss Günter

Hi Günter,

ich respektiere und akzeptiere Deine Meinung, denke allerdings etwas weniger radikal in der Frage „Wer ist schuld an Möllemanns Tod?“

Meiner Meinung nach wurde er nicht durch 100%ige Schuld seiner Ex-Partei"freunde" aus der FDP oder anderen Politikern in den Tod getrieben, sondern es war eine Verkettung unheilvoller Umstände mit vielen Mitspielern und Komponenten.
Immerhin hat Möllemann sich viele Probleme, wegen derer er kritisiert wurde, selber geschaffen - und vor allem überflüssigerweise. Die Flyer-Aktion kurz vor der Bundestagswahl z. B. fand durch sein maßgebliches Betreiben statt. Egal ob Westerwelle und andere FDP-Führer doch informiert waren - Möllemann hat sie nicht so in die Verantwortung eingebunden daß sie nachher mitverantwortlich gemacht werden konnten. Bei einem in Deutschland so heiklen Thema wie Kritik an Israel und noch dazu in der heißesten Phase des Wahlkampfes war klar daß ein solcher Flyer höchste Wellen schlagen würde und daß er sich damit selber massiv in Bedrängnis bringt.

Die gestern betriebenen Ermittlungen, die Aufhebung der Immunität Möllemanns - all diese Sachen waren nicht „unausweichlich“ und von aussen einwirkende Faktoren, sondern sind Folgen eigenen Fehlverhaltens.

Manche seiner Provokationen waren unnötig, also hat der Mann sich das Leben mit seinem Streben nach Aufmerksamkeit auch selber schwer gemacht. Und hier kommt eine 2. Ursache zum Vorschein: nämlich seine Unfähigkeit mit Niederlagen oder Gesichtsverlust umzugehen und der Zwang, immer im Rampenlicht und an der Spitze sein zu wollen.
Es gibt viele Menschen, die privat oder beruflich scheitern, und deswegen reagieren nicht alle mit Suizid. Viele Menschen stehen den Schicksalsschlag durch und machen trotzdem wieder etwas aus sich. Möllemann hätte sich doch auch ganz einfach aus dem politischen Geschäft zurückziehen und sein Geld geniessen können… daß er aber gerade nicht so, sondern anders reagiert hat ist sein tragisches Schicksal.
Für diese seine Charakterzüge kann man nicht andere verantwortlich machen.

Alles zusammen ergab dann eine tragische Mischung, die so fatal endete wie es vorgestern der Fall war.

MecFleih

Hi MecFleih,

ich respektiere und akzeptiere Deine Meinung, denke allerdings
etwas weniger radikal in der Frage „Wer ist schuld an
Möllemanns Tod?“

Auch ich respektiere Deine Sicht der Dinge. es ist unbestritten, dass Möllemann manches falsch gemacht hat, manches aus Ehrgeiz überzogen war und viele nicht notwendig gewesen ist.

Unterstellt, er hätte Selbstmord begangen, muss man einfach hinweisen, dass die juristischen Probleme für Möllemann einen Klacks bedeutet haben. Insoweit. Hier macht sich ein Herr Staatsanwalt Mocken aus Düsseldorf wieder mal - wie in anderen Fällen - eichtiger wie seine Rolle ist. Ich möchte nicht soweit gehen, dass ich Herrn Mocken als spätputertierenden Ehrgeizling mit dem Abonnement für Spekulationen und verlorene Prozesse titutliere.

Meiner Meinung nach wurde er nicht durch 100%ige Schuld seiner
Ex-Partei"freunde" aus der FDP oder anderen Politikern in den
Tod getrieben, sondern es war eine Verkettung unheilvoller
Umstände mit vielen Mitspielern und Komponenten.
Immerhin hat Möllemann sich viele Probleme, wegen derer er
kritisiert wurde, selber geschaffen - und vor allem
überflüssigerweise. Die Flyer-Aktion kurz vor der
Bundestagswahl z. B. fand durch sein maßgebliches Betreiben
statt. Egal ob Westerwelle und andere FDP-Führer doch
informiert waren - Möllemann hat sie nicht so in die
Verantwortung eingebunden daß sie nachher mitverantwortlich
gemacht werden konnten. Bei einem in Deutschland so heiklen
Thema wie Kritik an Israel und noch dazu in der heißesten
Phase des Wahlkampfes war klar daß ein solcher Flyer höchste
Wellen schlagen würde und daß er sich damit selber massiv in
Bedrängnis bringt.

Dieser Punkt ist aus meiner SDicht - immer unterstellt es wäre SM - nicht richtig. Alle, die Mölllemann als Antisemit bezeichnet haben, die gezielt die NS-Rethorik gegen Möllemann gerichtet haben, auch in den vielen Foren im Internet, nicht nur in der Politik, auch in der Presse, sind mitverantwortlich. Sie haben, um Effekt zu haschen, wissentlich, wer in DE in einer Funktion als Antisemit bezeichnet wird, auch selbst wenn dies unwahr ist, seine Zerstörung vorsätzlich und wissentlich betrieben. Es kann niemand erklären, er/sie habe doch nicht ahnen können, wie es endet.

Ich weise mal auf den Anfang hin. Ich habe seienrzeit bei der Flyer-Geshcichte und den üblen, unwahren Kommentaren und Postings, Möllemann sei ein Antisemit, vor den Folgen gewarnt. Meine Frage war seinerzeit, ob Möllemann wie Fortune enden muss, damit auch in DE einige ihre verbrecherischen Ziele erreichen.

Wer in DE vorsätrzlich wegen einer anderen politischen Mienung jemand als Nazi oder Antisemiten bezeichnet, nimmt vcorsätzlich ud wissentlich den Tod dieses Betroffenen dann in kauf, wenn dieser im öffentlichen leben steht. Diese von einigen begonnene Hetzjagd, die einmalig seit 1945 in der deutschen Geschichte ist, wurden inszeniert um Möllemann als Person zu vernichten. Und bei einem SM hat eine Hamm-Brücher sogar mehr Schuld auf sich geladen wie ein Paul Spiegel. Letzterer handelte aus seinen Überlegungen heraus, aus seiner Sicht gegenüber dem Volk und nichtjüdischen Bürgern.

Ich verstehe, dass alle nur noch den Blick auf die Straftaten haben. Aber, das ist zu einfach. Man kann nicht Moral anfordern, wenn der eigenen Vorsatz der Moral „vernichten“ heisst und jeder billigend auch Tod in Kauf nimmt.

Und, jetzt werden einige wieder meckern. Das ist das System des 3. Reiches. Ich kann es auch anders formulieren. Der Fall Möllemann zeigt uns, dass die Menschen in der Demokratie der BRD nicht besser sind, wenn sie Einzelnen vernichten können als im 3. Reich. Das bedeutet aber dann, dass weder das 3. Reich, noch Bush etwas dafür kann, dass Menschen offenbar schlimmer als Raubtiere sind, wenn sie unter sich die Beute zu verteilen haben.

Ich zweifle an SM. Sollte es wider Erwarten doch nachweisbar SM sein, dann bitte, alle die, die den Antisemitismusvorwurfe gegen Möllemann erhoben haben, die an dieser öffentlichen Hetze mitgewirkt haben, sei es in einem Forum, in einer Partei, in einer Regierungsstelle, beim ZdJ, sie alle sind moralisch schuldig geworden, denn sie, niemand anderes hätte dann Möllemann in den Tod getrieben. Möllemann würde noch leben, hätte er die Politik Israels gegenüber den Palästinensern nicht kritisiert.

Die gestern betriebenen Ermittlungen, die Aufhebung der
Immunität Möllemanns - all diese Sachen waren nicht
„unausweichlich“ und von aussen einwirkende Faktoren, sondern
sind Folgen eigenen Fehlverhaltens.

Mein Gott, was will den eine StA finden, die Monate warten muss, bis sie durchsuchen darf ? Möllemann wäre mit Bewährung weggekommen. Und an Personen, dei vor Gericht gestanden und verurteilt wurde, mangeld es bei der FDP wohl sicher nicht.

Manche seiner Provokationen waren unnötig, also hat der Mann
sich das Leben mit seinem Streben nach Aufmerksamkeit auch
selber schwer gemacht.

Zustimmung

Und hier kommt eine 2. Ursache zum

Vorschein: nämlich seine Unfähigkeit mit Niederlagen oder
Gesichtsverlust umzugehen und der Zwang, immer im Rampenlicht
und an der Spitze sein zu wollen.

Bin nicht Deiner Meinung. Da mutmasen derzeit ja auf Nt-V und Phönix einige Psychologen, dass Möllemann den Sturz in der Politik nicht verkraftet hat. Er war schon so tief. Möllemann gehört aus meienr Sicht zu der Gruppe, die nach einem Erfolg fallen muss, um in und durch die Niederlage noch weiter oben anzukommen.

Es gibt viele Menschen, die privat oder beruflich scheitern,
und deswegen reagieren nicht alle mit Suizid.

Suizid ist nicht gesichert.

Viele Menschen

stehen den Schicksalsschlag durch und machen trotzdem wieder
etwas aus sich. Möllemann hätte sich doch auch ganz einfach
aus dem politischen Geschäft zurückziehen und sein Geld
geniessen können…

Das wäre bei Möllemann sicher nicht möglich gewesen.

daß er aber gerade nicht so, sondern

anders reagiert hat ist sein tragisches Schicksal.
Für diese seine Charakterzüge kann man nicht andere
verantwortlich machen.

Du vergisst die Hetzjagd, die nach dem Flyer auf Möllemann begonnen hat, sie hat zu gesundheitlichen Probleme geführt. Einige im Volk, die sich der Kritiker auf diese Art entledigen darf man nicht schützen.

Alles zusammen ergab dann eine tragische Mischung, die so
fatal endete wie es vorgestern der Fall war.

Sicher sind alle Folgen am Ende zusmammen ein Ergebnis. Aber, das Ergebnis wurde mit krimineller Energie betrieben. Jedem in DE - nochmals - ist klar und deutlich, wenn er jemand, der im öffentlichen Leben steht, vorsätzlich und gezielt als Antisemit bezeichnet - selbst Kohl wäre hierbei untergegangen - weiss um sein Tun und Handeln und weiss auch um seine verbrecherische Intensität. Um es im juristischen Kontex zu sagen. Das Vorgehen und die Behauptungen, Möllemann sei ein Antisemit, zielte zwar nicht auf seine Tötung ab, aber sein Tod wurde durch diese Art der Verleumdung billigend in Kauf genommen. Moralische Verbrechen sind leider nicht strafbar.

Gruss Günter und frohe Pfingsttage

Hi Günter,

Unterstellt, er hätte Selbstmord begangen, muss man einfach
hinweisen, dass die juristischen Probleme für Möllemann einen
Klacks bedeutet haben.

Ich glaube daß man das nicht beurteilen kann. Du, mit Deinem bisherigen Wissen (was vermutlich kleiner ist als das der Staatsanwaltschaft und noch wesentlich kleiner als das von Möllemann selber) und mit Deinem Charakter kannst möglicherweise für Dich selber sagen daß es nur ein Klacks wäre. Jemand anderes reagiert aber vielleicht ganz anders und wertet Dinge anders, weil er charakterlich anders reagiert als Du und vielleicht auch ein unterschiedliches Wissen hat als wir beide hier. Außerdem ist es immer einfacher als Beobachter von außen als wenn man selbst betroffen ist.

Dieser Punkt ist aus meiner SDicht - immer unterstellt es wäre
SM - nicht richtig. Alle, die Möllemann als Antisemit
bezeichnet haben, die gezielt die NS-Rethorik gegen Möllemann
gerichtet haben, auch in den vielen Foren im Internet, nicht
nur in der Politik, auch in der Presse, sind
mitverantwortlich. Sie haben, um Effekt zu haschen,
wissentlich, wer in DE in einer Funktion als Antisemit
bezeichnet wird, auch selbst wenn dies unwahr ist, seine
Zerstörung vorsätzlich und wissentlich betrieben. Es kann
niemand erklären, er/sie habe doch nicht ahnen können, wie es
endet.

Nun, man kann aber niemandem unterstellen gewußt zu haben daß die ganze tragische „Geschichte“ mit dem Tode Möllemanns endet. Daß der Antisemitismus-Vorwurf in Deutschland einem politischen Todesurteil gleichkommt - in dem Sinne daß man für Ämter untragbar wird - ist unbestritten. Daß es aber im physischen Tod eines Menschen endet und auch bewußt so konzipiert wurde daß dieses Ergebnis entsteht kann ich nicht glauben, denn es setzt zu viele Faktoren heraus die nicht planbar sind.

Meine Frage war seinerzeit, ob Möllemann wie Fortune enden
muss, damit auch in DE einige ihre verbrecherischen Ziele
erreichen.

Kannst Du mir mal genauer erläutern wie Du das meinst?

Wer in DE vorsätrzlich wegen einer anderen politischen Mienung
jemand als Nazi oder Antisemiten bezeichnet, nimmt
vcorsätzlich ud wissentlich den Tod dieses Betroffenen dann in
kauf, wenn dieser im öffentlichen leben steht.

Wie geschrieben, jemand wird durch diesen Vorwurf „mundtot“ gemacht weil derjenige öffentlich untragbar wird. Nun geht es hier aber ja um den realen Tod Möllemanns.
Da der tödliche Sprung, wie ich hörte, nur Minuten (!) nach Beginn der Hausdurchsuchungen und nachdem bereits am Morgen Hinweise auf die bevorstehenden Ermittlungen in Möllemanns Kenntnis gelangten stattfand, halte ich persönlich einen Suizid für am wahrscheinlichsten - sozusagen als Affekthandlung. Nachdem sich sowohl die politischen Niederlagen der letzten Monate wie jetzt auch die juristischen Probleme - von denen ich oben geschrieben habe daß wir sie nicht mit unserem, sondern dem Wertmaßstab eines im öffentlichen Leben stehenden Politikers messen müssen - immer mehr häuften und nun zu eskalieren drohten wäre es doch gut denkbar daß Möllemann sich durch die Ereignisse nun so in die Enge getrieben fühlte daß das Faß nun überlief. Dafür spricht zumindest der zeitlich so enge Zusammenhang zwischen dem Beginn der Durchsuchung und dem Todessprung.

Nehmen wir an jemand wollte seinen Tod erreichen; dann stellt sich die Frage ob man jemand anderen so gezielt in den Suizid treiben kann. Ich glaube nicht daß so etwas so eindeutig planbar ist, es gibt im Charakter und den Reaktionsmöglichkeiten eines Menschen zu viele Unwägbarkeiten um das so zielgenau zu provozieren.
Bleibt die Möglichkeit daß es ein wirklicher Mord war. Dann aber stellt sich die Frage wer diesen wie vorbereitet haben könnte - immerhin hätte man dann den Fallschirm manipulieren müssen, der aber doch in letzter Konsequenz von Möllemann auf seine Funktion hin hätte überprüft werden müssen vor dem Sprung…
In beiden Fällen, die davon ausgehen daß Fremde ihre Hand direkt oder indirekt im Spiel hatten stellt sich die Frage nach dem Motiv: wer hätte ein Interesse gehabt Möllemann aus dem Weg zu schaffen? Mir fallen nicht genügend Nutznießer ein… die FDP-Führung hatte sich doch von Möllemann getrennt, was hätten sie von ihm zu befürchten gehabt?
Oder es waren dunkle Geschäfte im Hintergrund aktiv, und Möllemann wäre dort jemandem massiv im Weg gewesen. Das aber wissen wir nicht und können nur darüber spekulieren…

Ich verstehe, dass alle nur noch den Blick auf die Straftaten
haben. Aber, das ist zu einfach. Man kann nicht Moral
anfordern, wenn der eigenen Vorsatz der Moral „vernichten“
heisst und jeder billigend auch Tod in Kauf nimmt.

Das ist aber eine unzulässige Verknüpfung, denn selbst wenn man Möllemann politisch vernichten wollte, warum sollte man dann ein Interesse an seinem realen Tod haben? Es würde doch reichen ihn mundtot gemacht zu haben.

Ich zweifle an SM. Sollte es wider Erwarten doch nachweisbar
SM sein, dann bitte, alle die, die den Antisemitismusvorwurfe
gegen Möllemann erhoben haben, die an dieser öffentlichen
Hetze mitgewirkt haben, sei es in einem Forum, in einer
Partei, in einer Regierungsstelle, beim ZdJ, sie alle sind
moralisch schuldig geworden, denn sie, niemand anderes hätte
dann Möllemann in den Tod getrieben. Möllemann würde noch
leben, hätte er die Politik Israels gegenüber den
Palästinensern nicht kritisiert.

Wie schon geschrieben: ich denke nicht daß man soweit gehen kann zu sagen daß Möllemann ganz gezielt in den Tod gehetzt wurde, dazu spielen zu viele Persönlichkeitsfaktoren eine Rolle, die nicht im Vorraus berechenbar sind.
Im übrigen wäre die eine Hälfte des Problems dann auch in Möllemanns Charakter zu suchen, in der Tatsache daß er mit Vorwürfen und Niederlagen nicht so umgehen kann wie es notwendig gewesen wäre. Immerhin hat er sich mit den Aussagen zu Israel selber aus dem Fenster gelehnt, und jemand mit seiner Erfahrung hätte wissen müssen auf welches Glatteis er sich da begibt. Man endet also letztlich doch wieder da daß er selber auch Vorlagen geliefert hat, die dann zwar von anderen ausgenutzt wurden, die aber trotzdem von ihm selber ungeschickter Weise gebracht wurden. Das soll die moralische Verantwortung anderer nicht schmälern, aber trotzdem offenbart es daß die Dinge doch etwas komplexer liegen als Du es darstellst.

Mein Gott, was will den eine StA finden, die Monate warten
muss, bis sie durchsuchen darf ? Möllemann wäre mit Bewährung
weggekommen. Und an Personen, dei vor Gericht gestanden und
verurteilt wurde, mangeld es bei der FDP wohl sicher nicht.

Siehe oben - den Wertmaßstab Möllemanns können wir nicht nachvollziehen, und wir wissen eben auch nicht welche Dinge genau hinter den Kulissen gespielt wurden und werden. Immerhin gibt es Informationen über dubiose Geldtransfers - weißt Du welche Abgründe sich da noch auftun werden, die am Ende doch ein anderes Licht auf die Ereignisse werfen werden?

Bin nicht Deiner Meinung. Da mutmasen derzeit ja auf Nt-V und
Phönix einige Psychologen, dass Möllemann den Sturz in der
Politik nicht verkraftet hat. Er war schon so tief. Möllemann
gehört aus meienr Sicht zu der Gruppe, die nach einem Erfolg
fallen muss, um in und durch die Niederlage noch weiter oben
anzukommen.

Das ist aber genauso Spekulation wie das, was die Psychologen absondern. Fakt ist daß die moralische Meßlatte, die an einen Möllemann angelegt wird, nicht ganz dieselbe ist wie die, mir der „Otto Normalverbraucher“ gemessen wird, der nicht in der Öffentlichkeit steht.
Abgesehen davon ist es fachlich Unversierten oder nicht Betroffenen sehr schwer und fast unmöglich in die Gedankengänge von Suizidgefährdeten hinabzusteigen. Man kann da nicht mit der Einstellung „das ist doch alles nicht so schlimm“ herangehen, weil für denjenigen IST es schlimm, so klein das Problem aus objektiver Sicht auch sein mag.
Ich traue mir nicht zu Möllemanns Gefühle zu den Ereignissen der letzten Zeit einzuschätzen, selbst wenn ich ihn persönlich gekannt hätte… vieles kann man einfach nicht sehen.

Suizid ist nicht gesichert.

Nein, das stimmt. Aber ich halte es für die wahrscheinlichste Theorie.

Sicher sind alle Folgen am Ende zusmammen ein Ergebnis. Aber,
das Ergebnis wurde mit krimineller Energie betrieben. Jedem in
DE - nochmals - ist klar und deutlich, wenn er jemand, der im
öffentlichen Leben steht, vorsätzlich und gezielt als
Antisemit bezeichnet - selbst Kohl wäre hierbei untergegangen

  • weiss um sein Tun und Handeln und weiss auch um seine
    verbrecherische Intensität.

Da stimme ich Dir zu und ich finde es unerträglich, daß es so ist.

Um es im juristischen Kontex zu
sagen. Das Vorgehen und die Behauptungen, Möllemann sei ein
Antisemit, zielte zwar nicht auf seine Tötung ab, aber sein
Tod wurde durch diese Art der Verleumdung billigend in Kauf
genommen.

Warum? Welches Interesse hat man an seinem Tod? Der Verlust politischen Einflusses hätte doch genügt, und dieses Ergebnis war ja da…

Gruss Günter und frohe Pfingsttage

dito! :smile:

MecFleih

Hallo Günter,

Du sagst, der Antisemitismusvorwurf sei eine Waffe mit der man eine jede Person des öffentlichen Lebens töten kann.

Etliche Grüne, Balten usw haben nun diese Waffe gegen Möllemann eingesetzt, was moralisch verwerflich sei. Diese Meinung ist ehrenwert, aber es fehlt eine Hälfte:

Zur Waffe wird der Antisemitismusvorwurf erst durch ein Zusammenwirken insbesondere von Publizistik und Politik. Du verurteilst den Einsatz dieser Waffe im vorliegenden Fall, doch wie stehst Du ihrer Existenz?

Gruß,

Wolfgang Berger

Hi MecFleih,

Dieser Punkt ist aus meiner SDicht - immer unterstellt es wäre
SM - nicht richtig. Alle, die Möllemann als Antisemit
bezeichnet haben, die gezielt die NS-Rethorik gegen Möllemann
gerichtet haben, auch in den vielen Foren im Internet, nicht
nur in der Politik, auch in der Presse, sind
mitverantwortlich. Sie haben, um Effekt zu haschen,
wissentlich, wer in DE in einer Funktion als Antisemit
bezeichnet wird, auch selbst wenn dies unwahr ist, seine
Zerstörung vorsätzlich und wissentlich betrieben. Es kann
niemand erklären, er/sie habe doch nicht ahnen können, wie es
endet.

Nun, man kann aber niemandem unterstellen gewußt zu haben daß
die ganze tragische „Geschichte“ mit dem Tode Möllemanns
endet.

Doch, das kann man. Denn jeder, der mit solchen Vorwürfen umgeht, ähnlich wie es auch im politischen Leben zu Fragen kommt, in Richtung pädophile Neigungen oder Drogenkonsum als Parlamentarierer, weiss man sehr genau, was man anrichtet. Man lernt dies sogar bei einigen Parteien auf deren internen Schulungen - auch wenn es die meisten nie zugeben - wie man Gerüchte streut, um politische Gegner in den Ruin zu treiben. Ich habe gelernt politisch jemand soweit am Boden zu haben, dass ich darauf achten muss, dass er in den nächsten Wochen nicht selbst die Geschichte beendet. Ich habe Menschen erlebt mit gutgehenden Firmen, die am Ende solcher Aktionen Entlassungen vornehmen mussten. Auch habe ich einen Menschen in der Politk erlebt, der versucht hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Tag habe ich mit meiner dortigen Ehefrau beschlossen, dass ich den Weg in der Politk beende. Und deshalb schreibe ich teilweise so scharf. Erlebnisse, Kenntnisse, dass es so ist, dass Parteifreunde (meist noch schlimmer als politische Gegner) jedes Mittel nutzen, auch die Grenzen kennen, wenn jemand durch solche Aktionen in Lebensgefahr gerät, sei es die Gefahr durch Fanatiker der anderen Seite oder durch die Aktionen gegen die betroffene Person einfach deren Lage, das Leben benden zu wollen.

Daß der Antisemitismus-Vorwurf in Deutschland einem

politischen Todesurteil gleichkommt - in dem Sinne daß man für
Ämter untragbar wird - ist unbestritten. Daß es aber im
physischen Tod eines Menschen endet und auch bewußt so
konzipiert wurde daß dieses Ergebnis entsteht kann ich nicht
glauben, denn es setzt zu viele Faktoren heraus die nicht
planbar sind.

Wer einen anderen völlig zerstört, sein Privatleben zerstört, seinen Ruf zerstört, ihn auch der Bedrohung Dritter aussetzt, weiss genau was er tut.

Meine Frage war seinerzeit, ob Möllemann wie Fortune enden
muss, damit auch in DE einige ihre verbrecherischen Ziele
erreichen.

Kannst Du mir mal genauer erläutern wie Du das meinst?

Ich war der Meinung, dass die seinerzeitige Diskussion wegen des Flyers und die Art, wie Möllemann als Antisemit öffentlich verleumdet wurde, dazu angetan sein könnte, dass irgend ein Verrückter, der DE von Möllemann befreien will ebenso handelt wie dies bei dem Politiker Fortune geschehen ist, der bekanntlich vor den Wahlen erschossen wurde. Die Jagd auf Möllemann war genau dem Vorbild dieser Vorgänge entsprechend. Es gibt durchaus Personen, die handeln mit dem Hintergedanken, dass sich da schon jemand finden wird, der dem mal „eins serviert“.

In diesem Forum wird soviel über Politk diskutiert. Ich frage mich manchmal, ob einige wirklich keine Ahnung haben was intern in den Parteien und in den Spitzen der Parteien los ist oder ob man alles schön reden will und nicht sehen will, dass dieser Appaarat in den Parteien in DE nicht nur die Medien sondern auch die Justiz kontrolliert.

Wer in DE vorsätrzlich wegen einer anderen politischen Mienung
jemand als Nazi oder Antisemiten bezeichnet, nimmt
vcorsätzlich ud wissentlich den Tod dieses Betroffenen dann in
kauf, wenn dieser im öffentlichen leben steht.

Wie geschrieben, jemand wird durch diesen Vorwurf „mundtot“
gemacht weil derjenige öffentlich untragbar wird. Nun geht es
hier aber ja um den realen Tod Möllemanns.
Da der tödliche Sprung, wie ich hörte, nur Minuten (!) nach
Beginn der Hausdurchsuchungen

da beginnt bereits ein Problem. Möllemann soll bereits tot gewesen sein als mit der Durchsuchung begonnen wurde. Der Ehefrau wurde nichts gesagt. Sie erfuhr dies dann wähend der Durchsuchung. Dann erst bestätigte ihr die Polizei den Tod. Großzügig wurde die Durchsuchung beendet. Lächerlich. Hier wurde eine Show inszeniert mit der bereit stehenden Presse um dem Tod gleich eine Richtung zu geben. Dieser StA Mocken widerspricht sich doch permanten selbst , mal weiss er was, mal weiss er nicht, dass weiss er wieder etwas mehr, dann wieder etwas weniger, dann weiss er nichts, weil dei Ergebnisse der Untersuchungen fehlen. Warum schenkt dem Mann niemand eine Fernsehkamera und einen Bildschirm ?

und nachdem bereits am Morgen

Hinweise auf die bevorstehenden Ermittlungen in Möllemanns
Kenntnis gelangten stattfand, halte ich persönlich einen
Suizid für am wahrscheinlichsten - sozusagen als
Affekthandlung.

Er wusset doch dass diese Untersuchung kommt.

Nachdem sich sowohl die politischen

Niederlagen der letzten Monate wie jetzt auch die juristischen
Probleme - von denen ich oben geschrieben habe daß wir sie
nicht mit unserem, sondern dem Wertmaßstab eines im
öffentlichen Leben stehenden Politikers messen müssen - immer
mehr häuften und nun zu eskalieren drohten wäre es doch gut
denkbar daß Möllemann sich durch die Ereignisse nun so in die
Enge getrieben fühlte daß das Faß nun überlief. Dafür spricht
zumindest der zeitlich so enge Zusammenhang zwischen dem
Beginn der Durchsuchung und dem Todessprung.

Nehmen wir an jemand wollte seinen Tod erreichen; dann stellt
sich die Frage ob man jemand anderen so gezielt in den Suizid
treiben kann.

Das kann man sehr wohl.

Ich glaube nicht daß so etwas so eindeutig

planbar ist, es gibt im Charakter und den
Reaktionsmöglichkeiten eines Menschen zu viele Unwägbarkeiten
um das so zielgenau zu provozieren.
Bleibt die Möglichkeit daß es ein wirklicher Mord war. Dann
aber stellt sich die Frage wer diesen wie vorbereitet haben
könnte - immerhin hätte man dann den Fallschirm manipulieren
müssen, der aber doch in letzter Konsequenz von Möllemann auf
seine Funktion hin hätte überprüft werden müssen vor dem
Sprung…
In beiden Fällen, die davon ausgehen daß Fremde ihre Hand
direkt oder indirekt im Spiel hatten stellt sich die Frage
nach dem Motiv: wer hätte ein Interesse gehabt Möllemann aus
dem Weg zu schaffen? Mir fallen nicht genügend Nutznießer
ein… die FDP-Führung hatte sich doch von Möllemann getrennt,
was hätten sie von ihm zu befürchten gehabt?
Oder es waren dunkle Geschäfte im Hintergrund aktiv, und
Möllemann wäre dort jemandem massiv im Weg gewesen. Das aber
wissen wir nicht und können nur darüber spekulieren…

Ich verstehe, dass alle nur noch den Blick auf die Straftaten
haben. Aber, das ist zu einfach. Man kann nicht Moral
anfordern, wenn der eigenen Vorsatz der Moral „vernichten“
heisst und jeder billigend auch Tod in Kauf nimmt.

Das ist aber eine unzulässige Verknüpfung, denn selbst wenn
man Möllemann politisch vernichten wollte, warum sollte man
dann ein Interesse an seinem realen Tod haben? Es würde doch
reichen ihn mundtot gemacht zu haben.

Eine Möllemann macht man doch nicht mundtot. Selbst in der FDP hatten einige die Befürchtung, dass Möllemann keine neue Partei gründet, sondern irgend wann in der Zukunft wieder in der FDP nach oben kommt. Spätestens wenn die FDP in den kommenden Wahlen verlieren sollte. Deshalb wurde er doch auch so geschnitten, weil die Angst hatten, auch Angst, dass Möllemann noch einiges, wenn er keine Rpckkehr mehr sieht, auspackt. Denn niemand in der FDP hat an eine neue Partei geglaubt. Möllemann war schon oft ganz unten. Man vergisst, dass er schon abgesetzt wurde als Landesvorsitzender und dann als Retter der FDP kam.

Ich zweifle an SM. Sollte es wider Erwarten doch nachweisbar
SM sein, dann bitte, alle die, die den Antisemitismusvorwurfe
gegen Möllemann erhoben haben, die an dieser öffentlichen
Hetze mitgewirkt haben, sei es in einem Forum, in einer
Partei, in einer Regierungsstelle, beim ZdJ, sie alle sind
moralisch schuldig geworden, denn sie, niemand anderes hätte
dann Möllemann in den Tod getrieben. Möllemann würde noch
leben, hätte er die Politik Israels gegenüber den
Palästinensern nicht kritisiert.

Wie schon geschrieben: ich denke nicht daß man soweit gehen
kann zu sagen daß Möllemann ganz gezielt in den Tod gehetzt
wurde, dazu spielen zu viele Persönlichkeitsfaktoren eine
Rolle, die nicht im Vorraus berechenbar sind.
Im übrigen wäre die eine Hälfte des Problems dann auch in
Möllemanns Charakter zu suchen, in der Tatsache daß er mit
Vorwürfen und Niederlagen nicht so umgehen kann wie es
notwendig gewesen wäre. Immerhin hat er sich mit den Aussagen
zu Israel selber aus dem Fenster gelehnt, und jemand mit
seiner Erfahrung hätte wissen müssen auf welches Glatteis er
sich da begibt. Man endet also letztlich doch wieder da daß er
selber auch Vorlagen geliefert hat, die dann zwar von anderen
ausgenutzt wurden, die aber trotzdem von ihm selber
ungeschickter Weise gebracht wurden.

Dies bestreitet niemand. Ich habe mich manchmal über ihn sogar geärgert. Wenn er nicht deutlicher wurde, was z.B. Döring in BW betroffen hat.

Das soll die moralische

Verantwortung anderer nicht schmälern, aber trotzdem offenbart
es daß die Dinge doch etwas komplexer liegen als Du es
darstellst.

Mein Gott, was will den eine StA finden, die Monate warten
muss, bis sie durchsuchen darf ? Möllemann wäre mit Bewährung
weggekommen. Und an Personen, dei vor Gericht gestanden und
verurteilt wurde, mangeld es bei der FDP wohl sicher nicht.

Siehe oben - den Wertmaßstab Möllemanns können wir nicht
nachvollziehen, und wir wissen eben auch nicht welche Dinge
genau hinter den Kulissen gespielt wurden und werden. Immerhin
gibt es Informationen über dubiose Geldtransfers - weißt Du
welche Abgründe sich da noch auftun werden, die am Ende doch
ein anderes Licht auf die Ereignisse werfen werden?

Was heisst da dubios ? Da wird Geld gesammelt - aus durchsichtigen und undurchsichtigen Quellen - auf einem Konto deponiert - dann werden Abhebungen. Zahlungen und Umbuchungen vorgenommen - das Geld verschwindet und ist in Teilbeträgen auf anderen Konten und dort verliert sich dann meist die Spur. Die Parteikasse ist leer, man weiss nicht wie man das nächste Plakat finanziert und plötzlich wird eine Rechnung von mehreren hundertausend Mark gezahlt. Obwohl jeder Schatzmeister weiss, dass hier alles, aber wirklich alles faul ist, es wird nicht gefragt oder es wird gefragt und dann wird nur geklärt, wie es gemacht wurde, damit anderen nicht hinein gezogen werden. „Ich weiss aber nichts, wenn etwas an die Öffentlichkeit kommt, du musst den Kopf herhalten, die Partei darf nicht beschädigt werden“ so ein bekannter früherer Minister zu mir persönlich.

Bin nicht Deiner Meinung. Da mutmasen derzeit ja auf Nt-V und
Phönix einige Psychologen, dass Möllemann den Sturz in der
Politik nicht verkraftet hat. Er war schon so tief. Möllemann
gehört aus meienr Sicht zu der Gruppe, die nach einem Erfolg
fallen muss, um in und durch die Niederlage noch weiter oben
anzukommen.

Das ist aber genauso Spekulation wie das, was die Psychologen
absondern. Fakt ist daß die moralische Meßlatte, die an einen
Möllemann angelegt wird, nicht ganz dieselbe ist wie die, mir
der „Otto Normalverbraucher“ gemessen wird, der nicht in der
Öffentlichkeit steht.
Abgesehen davon ist es fachlich Unversierten oder nicht
Betroffenen sehr schwer und fast unmöglich in die
Gedankengänge von Suizidgefährdeten hinabzusteigen. Man kann
da nicht mit der Einstellung „das ist doch alles nicht so
schlimm“ herangehen, weil für denjenigen IST es schlimm, so
klein das Problem aus objektiver Sicht auch sein mag.
Ich traue mir nicht zu Möllemanns Gefühle zu den Ereignissen
der letzten Zeit einzuschätzen, selbst wenn ich ihn persönlich
gekannt hätte… vieles kann man einfach nicht sehen.

Traue ich mir auch nicht zu.

Suizid ist nicht gesichert.

Nein, das stimmt. Aber ich halte es für die wahrscheinlichste
Theorie.

Sicher sind alle Folgen am Ende zusmammen ein Ergebnis. Aber,
das Ergebnis wurde mit krimineller Energie betrieben. Jedem in
DE - nochmals - ist klar und deutlich, wenn er jemand, der im
öffentlichen Leben steht, vorsätzlich und gezielt als
Antisemit bezeichnet - selbst Kohl wäre hierbei untergegangen

  • weiss um sein Tun und Handeln und weiss auch um seine
    verbrecherische Intensität.

Da stimme ich Dir zu und ich finde es unerträglich, daß es so
ist.

Um es im juristischen Kontex zu
sagen. Das Vorgehen und die Behauptungen, Möllemann sei ein
Antisemit, zielte zwar nicht auf seine Tötung ab, aber sein
Tod wurde durch diese Art der Verleumdung billigend in Kauf
genommen.

Warum? Welches Interesse hat man an seinem Tod? Der Verlust
politischen Einflusses hätte doch genügt, und dieses Ergebnis
war ja da…

siehe oben. Möllemann hätte auf Dauer der Rückweg in die FDP mit Sicherheit wieder geschafft. Da war ein Westerwelle, der um den Vorsitz bangte, ein Rexrodt und Gerhardt, die persönliche Rechnungen hatten, ebenso wie Döring, der baltische Graf, die "Moralistin Hamm-Brücher, deren Lack ab ist, Hirsch, Brüderle, Kinkel ( Möllemann und Kinkel konnten sich nicht leiden - Möllemann argwöhnte beosnders bei Kinkel seine direkten Kontakte über seinen beim Mossad arbeitenden Schwiegersohn). Die Grüne Roth, Beck hatten einfach eine Chance, sich auf Kosten eines Menschen Punkte zu sammeln. Thierse, de rüberall mitmischt, wo es um Vorteile geht, musste sich natürlich auch melden und dann war noch eine Reihe von Freizeitpolitikern, die endlich mal Möllemann eins auswischen konnten. Wer so eckig wie Möllemann ist, stösst an.

Gruss Günter und frohe Pfingsttage

dito! :smile:

MecFleih

So, nun aber ins Wochenende, Gruss

Hallo Wolfgang,

Du sagst, der Antisemitismusvorwurf sei eine Waffe mit der man
eine jede Person des öffentlichen Lebens töten kann.

Etliche Grüne, Balten

es gibt in der FDP nur eien baltischen Grafen

usw haben nun diese Waffe gegen

Möllemann eingesetzt, was moralisch verwerflich sei. Diese
Meinung ist ehrenwert, aber es fehlt eine Hälfte:

Zur Waffe wird der Antisemitismusvorwurf erst durch ein
Zusammenwirken insbesondere von Publizistik und Politik. Du
verurteilst den Einsatz dieser Waffe im vorliegenden Fall,
doch wie stehst Du ihrer Existenz?

Ich lehne diese Waffe grundsätzlich seit meinen eigenen Erfahrungen - bereits seit 1981 ab. Mir entgeht nicht, dass selbstverständlich die Presse hier eine hohe Mitwirkung in allen Bereichen hat, teilweise wie wir sehen, sogar mehr Veto Möglichkeiten als die Parteien selbst haben. Siehe nur die Zeitung mit den 4 Buchstaben. Jedoch, die Presse wird von den Politikern bedient. Sie sind es, die nicht nur richtige Informationen, sondern wenn es um gewisse Ziele geht auch falsche Informationen aussenden.

Im Fall Kohl und Kanther war die Diskussion heftig, aber sie blieb, trotz vereínzelter persönlicher Anwürfe im Rahmen. Niemand wollte den beiden persönlich schaden. Bei Möllemann war nicht die Frage der Finanzierung des Fleyers entscheidend, wäre sie auch nicht geworden, hätte die FDP die Bundestagswahl mit der CDU gewonnen, sondern von Anfang wurde Wert darauf gelegt, die Person Möllemann mit allen erdenklichen Mitteln und ohne Rücksicht auf Verluste „nicht nur an die Wand zu stellen, sondern ihn hinzurichten“.

Als ich sein Buch „Klartext“ und die Passage über Westerwelle in Israel gelesen habe, fragte ich mich, ob er ( Möllemann) nun wahnsinnig oder lebensmüde ist. Nur vergessen wir nicht, dass Westerwelle nach der Flyer-Sache plötzlich nach Israel musste und mit einer anderen Meinung zurück gekommen ist und Möllemann bis aufs Messer bekämpft hat. Vergessen wir auch nicht, dass bisher deutschen Aussenpolitik kontrollierbar gewesen ist. Am Tisch des Aussenministers Kinkel sass der Mossad mit dabei. Nun kann ein Vater nichts dafür, wenn dessen Tochter einen Spitzenmann des israelischen Geheimdienstes heiratet. Doch sollte man angesichts dieses Amtes und seiner Vertraulichkeit den Mut haben, den Posten abzugeben.

Frohe Pfingsten wünsche ich.

Gruss Günter

Servus Günther

Ich habe deinen Artikel mit grossem Interesse gelesen.
Bei der ganzen Geschichte um den Tod Möllemanns ist jedoch zu bedenken, dass er selbst dieses von dir beschriebene System der Abservierung politischer Gegner ziemlich gut gespielt hat.
(Ich erinnere mich da an gewisse Äusserungen im Stile, „wer gegen mich antritt, wird einen Kopf kürzer gemacht“)

Er hat sich, dank seiner nicht gerade sehr konzillianten Art (sehr höflich formuliert) viele Feinde gemacht. Und als er sich selbst an einer wunden Stelle angreifbar machte, ging es halt los. Und es wurde zur Hatz geblasen. Die Sache mit dem Flyer war dann noch eine derartige Instinktlosigkeit, dass ich tatsächlich an dem (politischen) Verstand von Möllemann gezweifelt habe. Und daraufhin wurde er ja auch politisch abgeschossen. (Dahingestellt sein, ob ihn seine innerparteilichen Feinde sehenden Auges ins Messer laufen liessen oder erst hinterher davon erfahren hatten… Ist imho wurscht, es war Möllemanns Geisteskind, dass da als Flyer verteilt wurde) Ich möchte jetzt nicht mal von seinen Falschaussagen im Rahmen der Auseinandersetzung mit Friedmann reden.

Um es simpel zu sagen:
Möllemann war kein „unschuldiges Opfer“ sondern jemand, der das politische Intrigenspiel selbst mit betrieben hat. In dem Machtkampf mit Westerwelle hat sich Möllemann nicht besonders geschickt angestellt, und sein Kokettieren mit „Rechtsaussen“ (Zumindest kam es als solches rüber) wurde sowohl von der Partei als auch vom Wähler abgestraft. Er bekam die bittere Brühe serviert, die er selber gerne ausgeteilt hat…
.
.
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Schon ein komischer Nachruf, den ich da schreibe
Jedenfalls war Möllemann ein Politiker, der im Endeffekt alles, was er mit seinem Hirn und Herz aufgebaut hatte, mit seinem Hintern wieder umgeworfen hat. Er konnte die Leute begeistern und mitreissen, aber irgendwie zerstörte er den von ihm angestossenen Schwung immer wieder selber.

Gruß
Mike

P.S.: Bez Staatsakt: Solange der Oberamigo Streibl ein Staatsbegräbnis erhält, können wir noch 10 Möllemanns mit fliegenden Fahnen zu Grabe tragen.

P.P.S.: Genscher nehm ich seine Trauer ab.

Hallo Michael,

Ich habe deinen Artikel mit grossem Interesse gelesen.
Bei der ganzen Geschichte um den Tod Möllemanns ist jedoch zu
bedenken, dass er selbst dieses von dir beschriebene System
der Abservierung politischer Gegner ziemlich gut gespielt hat.
(Ich erinnere mich da an gewisse Äusserungen im Stile, „wer
gegen mich antritt, wird einen Kopf kürzer gemacht“)

Dieses ist mir durchaus bewusst und ich frage mich, auch persönlich, ob nicht auch wir teilnehmen an solchen Aktionen, weil es einfach „so ist, wie es ist“ ohne dass auch wir bedenken, was sich hieraus entwickeln kann. Sicher hat Möllemann, wie jeder in der Politik, das Spiel der Intrigen gut beherrscht.

Er hat sich, dank seiner nicht gerade sehr konzillianten Art
(sehr höflich formuliert) viele Feinde gemacht. Und als er
sich selbst an einer wunden Stelle angreifbar machte, ging es
halt los. Und es wurde zur Hatz geblasen. Die Sache mit dem
Flyer war dann noch eine derartige Instinktlosigkeit, dass ich
tatsächlich an dem (politischen) Verstand von Möllemann
gezweifelt habe.

Ich habe nicht an seinem Verstand gezweifelt, weil ich bis heute nicht glaube, dass Westerwelle nicht wusste, um was es ging. Westerwelle und die FDP haben doch Möllemann gedeckt und erst reagiert als Paul Spiegel, Claudia Roth (Grünen) und Volker Beck ( Grüne) plötzlich auch entdeckten, dass der rechtsradikale Karsli bei der FDP ist, Möllemann einen Flyer heraus bringt. Und wenn Du genau mal in den letzten Wochen Fragen an Westerwelle beachtet hast, ob die „18“ nun in weiter Ferne liegt, hat Westerwelle sogar erklärt, dass diese Zahl anzustreben sei, daran habe sich nichts geändert. Das sagte ein Mann, der sagt, dass diese Zahl nur zu erreichen ist, wenn die FDP das „rechte Lager“ motiviert.

Wenn, woran ich, wie Kubicki, meine Zweifel habe, ein SM vorliegt, sind die moralischen Täter bei der FDP incl. jener Dame, die sich rühmt, in der Nähe der Weissen Rose" gewesen zu sein, zu suchen. Aber auch in der früheren Führung der Grünen, namentlich Roth und Beck. Diese habe doch gemeinsam mit Spiegel - und hier muss man auch ehrlich sein - Friedmann hat sogar Möllemann vor dem Vorwurf, Möllemann sei Antisemit in Schutz genommen, hat man sich schuldig gemacht. Die einen haben die Politk Israels verteidigt, bei den Grünen ging die Hetze nur darum, Stimmen zu bekommen.

Der Sieg der Grünen bei der letzten Bundetsagwahl ist im besten Sinne des Wortes über eine Leiche erfolgt. Mir jedenfals gibt es zu denken, wenn in unserem Land wieder ein Wahlsieg auf Leichen möglich ist. Niemand mehr als die Grünen haben Wahlkampf auf Kosten des Lebens von Möllemann gemacht. Roth war es doch, die zusammen mit Spiegel nicht davon abliess Möllemann in die Nähe von Fortune zu setzen, in die Nähe rechtsradikaler und in die Nähe krimineller Kreise mit antisemitischer Tendenz.

Mir ist aus einigen Teilen der FDP die Verärgerung über diese Dummheiten mit dem Flyer genauso bekannt wie der Ärger in Funktionärskreisen, dass mit Möllemann ein Rachefeldzug in der FDP der „ewigen Verlierer“ wie es ein in einem persönlichen Gespräch darlegender MdB sagte, bekannt. In der FDP wusste jeder, weiss auch jeder, mal diese Schülerin der sozialistischen Lehre und Propaganda mal ausgeschlossen, dass ausser bis 1985 Lamsdorf, danach Genscher in der FDP niemand soviel Mist in der FDP gebaut hat, aber auch niemand solche Leistungen für die FDP erbrachte.

Und daraufhin wurde er ja auch politisch

abgeschossen. (Dahingestellt sein, ob ihn seine
innerparteilichen Feinde sehenden Auges ins Messer laufen
liessen oder erst hinterher davon erfahren hatten… Ist imho
wurscht, es war Möllemanns Geisteskind, dass da als Flyer
verteilt wurde) Ich möchte jetzt nicht mal von seinen
Falschaussagen im Rahmen der Auseinandersetzung mit Friedmann
reden.

Die Einschätzung mag ich auch nicht teilen, dass Friedmann mit seiner Art in DE Aversionen gegen das Judentum fördert. Aber dass Friedmann in einigen Teilen des Volkes dieses Aversion fördert, ist wohl unbestritten. Dass dieser Unsinn, die Person, den Journalisten Friedmann, wegen seiner Art mit dem Judentum in Verbindung zu bringen falsch ist, ist klar.

Friedmann hat - auch moralisch - mit dem Tod von Möllemann nichts zu tun. Westerwelle, der geifernde hasserfüllte Rexrodt, dessen ebenso hasserfüllter Gerhardt, Hamm-Brücher, die eine alte Rechnung beglichen hat, der deutsche Moralist und Täuscher Hirsch, Döring, der ewige Verlierer; die Propagandistin Pieper, die in Honneckers DDR offenbar das Handwerk gut gelernt hat, Claudia Roth. die Grüne Rechtfertigung zur Hetze gegen Möllemann als Wahlkampfroboter, Beck oder auch jener Thierse, der sich zu den antisemitischen Vorgängen äussern musste, um Spiegel zu beruhigen, sie alle sind für mich die moralischen Täter und Hauptverantwortlichen am Tode Möllemanns, unterstellt man Sebstmord. Ich persönlich glaube an keinen Selbstmord.

Um es simpel zu sagen:
Möllemann war kein „unschuldiges Opfer“ sondern jemand, der
das politische Intrigenspiel selbst mit betrieben hat. In dem
Machtkampf mit Westerwelle hat sich Möllemann nicht besonders
geschickt angestellt, und sein Kokettieren mit „Rechtsaussen“
(Zumindest kam es als solches rüber) wurde sowohl von der
Partei als auch vom Wähler abgestraft. Er bekam die bittere
Brühe serviert, die er selber gerne ausgeteilt hat…
.
Schon ein komischer Nachruf, den ich da schreibe
Jedenfalls war Möllemann ein Politiker, der im Endeffekt
alles, was er mit seinem Hirn und Herz aufgebaut hatte, mit
seinem Hintern wieder umgeworfen hat. Er konnte die Leute
begeistern und mitreissen, aber irgendwie zerstörte er den von
ihm angestossenen Schwung immer wieder selber.

Gruß
Mike

P.S.: Bez Staatsakt: Solange der Oberamigo Streibl ein
Staatsbegräbnis erhält, können wir noch 10 Möllemanns mit
fliegenden Fahnen zu Grabe tragen.

Ich hoffe, Frau Möllemann hat den Mut, ich hoffe auch, in den engeren Kreisen der FDP erkennt man, dass dies nicht sein sollte, dass Frau Möllemann einem Staatsakt widerspricht. Man kann dieser Frau nicht zumuten mit Rexrodt, Westerwelle, Gerhardt, Hirsch, Wolf (NRW), Pinkwart und Hirche (beide NRW), Hamm-Brücher, Döring, Pieper, Brüderle, Lamsdorff (alle FDP), Thierese, Müntefering (beide SPD) und Roth und Beck (beide Grüne) und den Verunglimpfungen des sauberen Herrn Pflüger (CDU) auch noch den Tod des eigenen Mannes in einem „Staatsakt der Heuchler“ diesne eine Chancce zu geben. Ich hoffe, sie wahrt das Andenken an ihren Mann und gibt all jenen eine Absage, die von Demokratie reden, die von Zivilcourage reden, die von Achtung des anderen reden aber selbst bereit sind, jemand in den Tod zu treiben, wenn es den persönlichen und poitischen Interessen dient.

FDP und Grüne haben dies systematisch betrieben. Ich habe etwa 40 Mails an Bundes- und landespolitiker gesandt mit der Aufforderung, sich einer Beleidbekundung zu enthalten und ihre moralische Verantwortung für diese Hetzjagd, wenn es ein Selbstmord gewesen sei, zu übernehmen. Ich habe den Herrschaften erklärt, dass mich deutsche Poilitker zum kotzen bringen. Und ich habe wortwörtlich jenen Personen nicht nur erklärt, dass sie mitschuldig sind durch diese Hetzjagd, die sie selbst mitbetrieben haben, wissentlich den Tod in kauf genommen haben, um sich persönlichen und politische Vorteilen zu verschaffen, sondern ich habe bis auf zwei Ausnahmen allen auch dargelegt, dass sie „das sie ihre blutigen Hände solange sie leben nicht mehr loswerden“. Wörtzlich " Das Blut von Jürgen Möllemann klebt an Ihren Händen, sie werden Ihr gesamtes Leben lang dieses Blut nicht mehr abwaschen können".

Ich stelle fest: Es ist in DE wieder möglich, Politik und Macht im Staat durch Tote zu begründen. Es ist in DE wieder möglich, wie vor 1932 - vor der Machtergreifung Hitlers - Menschen in den Tod zu treiben, um eigene persönliche und politischen Interessen durchzusetzen.

Wir haben die Möglichkeit von zwei Auslegungen.

Der Mensch ist ein Tier und ist zu Verbrechen bereit, zur Tötung Dritter bereit, ohne selbst tätig werden zu müssen als Mörder wenn er politische, persönliche Interessen durchsetzen will ( dann spielt das 3. Reich keine Rolle, auch keine Sonderrolle, weil der Mensch an sich zum Verbrechen neigt, also im 3. Reich lediglich die Dimension des Verbrechens ungeheuerlich ist)

oder

wir stehen in der Situation vor der Machtergreifung Hitlers und Verbrechen an politischen Gegnern und Kritikern Israels werden erst mit dem Tod von Möllemann später als der Anfang einer neuen Epoche in DE gesehen werden müssen.

P.P.S.: Genscher nehm ich seine Trauer ab.

Da stimmen wir überein.

Gruss Günter

der türkische Geheimdienst
Hallo Günter,

nehmen wir mal an, Helmut Kohls Sohn hätte zu einem früheren Zeitpunkt - als Kohl auf dem Höhepunkt seiner Karriere war - eine türkische Frau geheiratet, hättest Du dann auch unterstellt, es handle sich um eine hohe Mitarbeiterin des türkischen Geheimdienstes und Kohl habe seinen Posten zu räumen?

die jüdische Weltverschwörung läßt grüßen
kopfschüttelnd

Iris

Hallo Iris ,

nehmen wir mal an, Helmut Kohls Sohn hätte zu einem früheren
Zeitpunkt - als Kohl auf dem Höhepunkt seiner Karriere war -
eine türkische Frau geheiratet, hättest Du dann auch
unterstellt, es handle sich um eine hohe Mitarbeiterin des
türkischen Geheimdienstes und Kohl habe seinen Posten zu
räumen?

Vorab mal eine Klärung. Die Schweigertochter von Kohl ist nicht im Geheimdienst der Türkei, wie Du hier versuchst den Eindruck zu erwecken. Insoweit ist der Ansatz, was Deine Antwort bezwecken soll, sehr gut zu erkennen. Nun zu Deienr Frage.

Ja, auch da hätte ich erheblich Bedenken gehabt und meine Forderung wäre keine andere gewesen. Gegen Liebe und Gefühle kann sich der Mensch bekanntlich nicht gross wehren. Soll er/sie auch nicht. Dann müsste eben der Vater, auch wenn er Kohl gewesne wäre, seinen Stuhl räumen.

Doch ist es schon ein Unterschied, ob jemand in einer Partei eines anderen Landes ist, selbst sogar beim Militär sehe ich keinen Grund. Doch wer im Geheimdienst sitzt, ich beachte Deine Postings und mir ist klar, dass es sich bei Dir nicht um eine naive, politisch kaum interessierte Frau handelt, bei dem ist doch klar, dass hier erhebliche Probleme auftreten. Wer in einem Geheimdienst sitzt - gilt auch für Deutsche - hat eine ganz bestimmte Loyalitätspflicht zum Land. Sie hat er freiwillig gewählt. Sie ist größer als zu seiner Familie.

die jüdische Weltverschwörung läßt grüßen

Schmarren. Gibt es eigentlich Antworten ( der Tod Möllemanns und die Hetzjagd wegen seiner angeblichen antisemitischen Lebensführung und seines Rassismusses gegen das Judentum und den Staat Israel, hat offenbar niemand zum Denken gebrachtt ), wo sich nicht jemand mit Weltverschwörung und/oder Antsemitismus äussert ?

Ich habe - auch wenn ich Dich nun nicht persönlich anspreche - noch weniger Verständnis, nachdem einige Blut geleckt haben, zu Hause mit Blut an den Händen sitzen, möglicherweise zur Freude auch Sekt trinken durften, weil sie Möllemann geschafft haben, dass wir weiterhin Aktionen akzeptieren dürfen, die mit krimineller Energie durch Verleumdungen Menschen - wenn es ein Selbstmord war - in den Tod treiben. Wir erleben nahc 1945 erstmalig dass ein Teil der politischen Führung Wahlkampf und Wahlsieg über einer Leiche erreicht hat. Wir erleben, dass eine politische Klasse für die persönlichen und politischen Interessen jederzeit ein Menschenleben in Kauf nimmt. Wir wissen, dass das beste Mittel, jemand in den Tod zu treiben, der in öffentlicher Position steht entweder der Vorwurf pädophiler Neigungen oder Antisemitismus ist. Mit diesen Mitteln werden in DE Menschen legal und ohne sich selbst strafbar zu machen „liquidiert“. Den im Strafgesetz vorgesehehen Mord kann der Staat ahnden, den moralischen Mord nicht. (Diese Aussage mit der Einschränkung, dass es, was bis heute unklar ist und wohl unklar bleiben wird, angeblich Selbstmord gewesen sein soll).

Und Du bist sicher auch unterwegs im Internet. Wie oft taucht der Hiwneis auf, hätte Möllemann zu Israel geschwiegen, würde er noch leben. Tatsache ist, Möllemann hatte keine großen Probleme wegen der Parteispenden, auch nicht wegen seienr Steuerhinterziehung. Möllemann wurde mit allen erdankbaren Mitteln wegen des Flyers bekämpft und von den Grünen zudem, nachdem der bei ihnen sitzenden radikale Karsli zur FDP ging.

Friedmann hat nie, dies muss man immer wieder darstellen, weil so gerne derzeit auch der Name Friedmann als einer der Mitschuldigen an der Hetzjagd genannt wird, Möllemann als Antisemiten bezeichnet. Diese Speerspitze waren Spiegel, Hamm-Brücher, Hirsch, Claudia Roth, Volker Beck, der baltische Graf ( der vor der eigenen Türe kehren sollte ), Rexrodt, Döring, Wolf, Pinkwart, Hicke, Gerhardt, Pieper und Westerwelle. Und irgend wann setzte sich ja auch noch Thieses an die Spitze dieses „Berliner Wahlkampfes“.

Die Grünen sind stolz auf den letzten Bundestagssieg. Es mag aus Sicht von Frau Roth wirklich ein stolzer Sieg sein, denn immerhin wurde der Sieg auf dem Menschenleben von Möllemann errungen. Ich hoffe, Frau Möllemann hat den Mut, sich nicht in einem Staatsakt mit den oben genanten Personen in einen Raum zu setzen.

kopfschüttelnd

Iris

Heute würde kein Mensch über Parteispenden reden, hätte die FDP die Wahl gewonnen oder hätte sich Möllemann statt gegen Israel dafür ausgesprochen, dass er befürwortet, wenn Israel Palästinenser liquidiert. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass eien Partei, die kaum Geld hat, nicht erst beim Flyer, schon auch zuvor, nicht wusste, mit welchen illegalen Mitteln Wahlkämpfe finanziert wurden. Thierse hat sich doch bis heute nicht der Tatsache angenommen, dass die FDP-Bundestagsfraktion offenbar mit Stuergeldern die FDP illegal finanziert, keine Rückzahlungen vereinbart sind und auch keine Zinsen. Alleine der Vorgang, dass die Zinsen angeblich keine Spenden sein sollen ist schon nach dem Parteifinanzierungsgesetz und dem Steuerrecht eine kriminelle Handlung.

Gruss Günter

Hallo Günter,

ich habe nicht unterstellt, die Kohl-Schwiegertochter sei ein Mitglied des türkischen Geheimdienstes.

Ich habe nur den Analogieschluß vorgeführt, denn daß der Kinkel-Schwiegersohn Mitglied des israelischen Geheimdienstes sei, das kam ja von Dir.

Ansonsten hast Du sicher Verständnis, daß ich auf Deine Wiederholungen nicht eingehe nur soweit:

Niemand hat Jürgen Möllemann eine „antisemitische Lebensweise“ unterstellt. Auch diese Formulierung kommt von Dir. Ich wüßte nicht, was eine „antisemitische Lebensweise“ sein soll.

Sehr wohl - und darauf wurde in diesem Brett ausreichend eingegangen - hat Jürgen Möllemann durch besagten Flyer antisemitische Ressentiments bedient und sich als Tabu-Brecher inszeniert - ausgerechnet er, der seit 1979 in schöner Regelmäßigkeit sich israelkritisch geäußert hat.

Aber diese Diskussion brauchen wir nicht mehr aufwärmen.

Iris

Hallo,

ich gebe Dir recht, dass das Thema Möllemann bezüglich des Flyers längst ausdiskutiert ist. Genau deshalb reagiere ich nochmasl. Genau die ist eine der Gründ, wenn es denn SM war, warum man Möllemann in denTod getrieben hat und zwar mit Vorsatz. Kritik an der Politik Israels ist nicht antisemitisch. Kritik an Friedmann ist auch nicht antisemitisch. Das meint sogar M. Friedmann selbst. Jedoch wurde mit der Behauptung, Möllemann sei ein Antisemit, er würde Antisemitismus in DE fördern die Hetzjagd von jenen geführt, die ich aufgeführt habe. Sie alle wussten was sie taten und sie wussten auch, dass sie mit gezielter Methoden den Tod von Möllemann betreiben. Wer vorsätzlich mit solchen Mitteln Verleumdungen und Diffamierungen betreibt weiss, dass er auch den Tod der betroffenen Person billigend in Kauf nimmt.

Daher darf es für niemand, der mit krimineller Energie den Tod anderer Menschen betreibt, sei es auch nur durch Verleumdungen, um politische Zeile oder persönliche Rache zu üben, eine Entschuldigung geben. Tut mir leid. Diese Herrschaften haben Blut an ihren Händen.

ich habe nicht unterstellt, die Kohl-Schwiegertochter sei ein
Mitglied des türkischen Geheimdienstes.

Ich habe nur den Analogieschluß vorgeführt, denn daß der
Kinkel-Schwiegersohn Mitglied des israelischen Geheimdienstes
sei, das kam ja von Dir.

Ansonsten hast Du sicher Verständnis, daß ich auf Deine
Wiederholungen nicht eingehe nur soweit:

Niemand hat Jürgen Möllemann eine „antisemitische Lebensweise“
unterstellt. Auch diese Formulierung kommt von Dir. Ich wüßte
nicht, was eine „antisemitische Lebensweise“ sein soll.

Gut, die Wortwahl ist etwas verwirrend. Möllemann wurde doch von P. Spiegel, von Hamm-Brücher, Claudia Roth - dies waren die ersten Hetzer - Antisemitismus vorgeworfen. Sie waren doch alle geil auf Fernsehkameras um öffentlich den antismeitischen Geist von Möllemann darzustellen.Sie haben doch die Aktionen und späteren Verleumdungen, Möllemann sei ein Antisemit, erst möglich gemacht. dass später der Rets der Rachefeldzüge hinzu kam, Westerwelle in Israel offenbar wegen anderer Vorgänge längst erpressbar ist, ist ein anderes Kapitel.

Eines zum Abschluss. Es ist doch erstaunlich, dass viele Bürger dieses Landes, ob im Internet, ob soweit schon möglich in Leserbriefen, sich einig sind, wenn Möllemann Israel nicht kritisiert hätte, wäre er noch am Leben. Und es ist auch erstaunlich, dass sehr viele Bürger unseren Politikern alles zutrauen, auch dass sie für ihre Interessen jemand in den Tod treiben.

Letztlich ist etwas bedauerlich. Dass all jene, die zu Beginn der Fyler-Diskussion und des Antisemitismus - Vorwurfes gegen Möllemann davor gewarnt haben, dass der Fall tödlich endet, heute recht haben. Und jeder, der jemals politisch weiter wie über einen Bezirksverband kam weiss genau und wusste, dass es hier längst nicht mehr um die politische Entfernung von Möllemann gegangen ist, sondern am Ende der Auseinandersetzungen von Grünen, einigen Wenigen der SPD, des Herrn Pflüger von der CDU und der Mehrheit in der FDP eishcl. jene Dame aus München, die soviel von Moral hält ( sie wird nach dem Tod wohl diese doppelzüngige Moral prüfen müssen) dass hier schon im Ansatz massive Hinweise vorhanden waren, dass Möllemann einen „Unfall“ erleidet oder - so wie die Systematik auch erkennen lässt, auch gezielt versucht wurde, ihn in den Tod zu treiben.

Wäre der Flyer und der Israel-Besuch Westerwelles nicht gewesen, den Möllemann sehr realistisch beschreibt, hätte die FDP die Wahlen gewonnen, wäre Möllemann heute Minister unter Stoiber und Rexrodt würde über jede Schweinerei bei den Parteifinanzen der FDP schweigen. Nun ist dies eben nicht gekommen. Dafür haben wir eine Partei der Grünen, die ihre Mehrheit auf einer Leiche aufbaut. Roth hat den Wahlkampf mit den Antisemitismus-Verleumdungen gegen Möllemann gewonnen.

Sehr wohl - und darauf wurde in diesem Brett ausreichend
eingegangen - hat Jürgen Möllemann durch besagten Flyer
antisemitische Ressentiments bedient und sich als Tabu-Brecher
inszeniert - ausgerechnet er, der seit 1979 in schöner
Regelmäßigkeit sich israelkritisch geäußert hat.

Aber diese Diskussion brauchen wir nicht mehr aufwärmen.

Iris

Wünsche noch schöne Feiertage.

Gruss Günter

Hallo Guenter,

Wünsche noch schöne Feiertage.

Fuer Iris sind dies, Sonntag und Montag bzw. Pfingsten nur freie Tage, keine Feiertage.

Denn das Shawuot-Fest endete bereits Samstag Abend, diesmal zeitgleich mit Shabbat, zumindest ausserhalb Israels und nach der Tradition ausserhalb Israels juedische Feiertage an zwei Tagen zu feiern.

Im uebrigen ist es in diesem Zusammenhang auffaellig, dass die Aufhebung der Immunitaet, der Beginn der Hausdurchsuchungen und der Tod von Moellemann am Donnerstag stattfanden, am Vormittag des Tages, an dessem Abend das Shavuotfest begann.

nur eine kleine anmerkung und ein verschwoerungstheoretischer beitrag, viele gruesse, peter

Hallo Peter,

Wünsche noch schöne Feiertage.

Fuer Iris sind dies, Sonntag und Montag bzw. Pfingsten nur
freie Tage, keine Feiertage.

Man wird sich, wenn man in diesem Land lebt, an die Feiertage gewöhnen müssen. Den Moslesm geht es auch so. Und mir ging es so, wenn ich früher in anderen Ländern früher war. Ich musste eben die Gegebenheiten vor Ort anerkennen oder nicht.

Denn das Shawuot-Fest endete bereits Samstag Abend, diesmal
zeitgleich mit Shabbat, zumindest ausserhalb Israels und nach
der Tradition ausserhalb Israels juedische Feiertage an zwei
Tagen zu feiern.

Was mich letztlich nicht interessiert, weil jeder nach seiner Religion selig werden soll.

Im uebrigen ist es in diesem Zusammenhang auffaellig, dass die
Aufhebung der Immunitaet, der Beginn der Hausdurchsuchungen
und der Tod von Moellemann am Donnerstag stattfanden, am
Vormittag des Tages, an dessem Abend das Shavuotfest begann.

Man kann mit dem Tod von Menschen auch so umgehen.

nur eine kleine anmerkung und ein verschwoerungstheoretischer
beitrag, viele gruesse, peter

Wenn man zu allen „Verschwoerungstheorien, wie in DE jüdische Einrichtungen in gefahr sind“ reagieren würde oder „wer alles antisemitisch“ sein soll, hätten wir keine Zeit mehr zu arbeiten, sondern müssten uns nur noch um Klärung bei Scharon bemühen. In DE kräht nämlich kein Hahn, schon überhaupt kein Bundesinnenminister, wenn christliche Friedhöfe zerstört werden, wenn Kirchenportale beschmiert werden. Es kräht auch kein Hahn, wenn deutsche Frauen von Ausländern belästigt werden, wenn Behinderte von Ausländern angegriffen, beraubt und verletzt werden. Wir wollen mal diese Geschichte der Verschwörungen ins rechte Licht setzen. Es gibt zunehmend unter rot-grün zweierlei Rechte. Die hier geborenen Bürger werden zunehmend zum Freiwild anderer Gruppen, während jeder „Furz“ den ein Deutscher in der Nähe gewisser anderer Gruppen lässt in Berlin schon als Attentat gewertet wird. Ich habe Thierse noch nicht gehört, wenn Ausländer deutsche Frauen vergewaltigen, wenn deutsche Frauen oder Behinderte von Ausländern zusammen geschlagen werden, dass er zu Mahnwachen und Lichterketten aufgerufen hat. Auch nichts von Rau dazu gehört. Und jener, der so sehr auf deustche Verhältnisse anspricht, die Gefahren, die angeblich drohen, uns immer wieder vorkaut, meldet sich hier auch nicht.

Aber, Theorien einer Verschwörung nutzen den Organisationen und Parteien nur dann, wenn es dafür Geld gibt. Und natürlich im vorliegenden Fall, Ausgangspunkt dieses Threads, wenn am Ende ein Toter das Ergebnis ist. Denn hier wurde eine Verchwörungstheorie aufgetan, der von Möllemann geplante Antisemitismus. Diese Verschwörungstheorie ist eine tatsächliche Verschwörung. Ihr Ergebnis ist gewollt. Ihr Ergebnis wurde geplant. Trotzdem glaube ich, dass der Plan eher in die Richtung gegangen ist, die öffentliche Meinung gegen Möllemann aufzuheizen, damit im Wahlkampf jemand Möllemann umbringt. Du wirst möglicherweise widersprechen, was wenig Sinn haben wird, denn die vorsätzlichen, immer wieder Gebetsmühlen artigen Hinweise auf Fortune sind eindeutige Hinweise, dass Politiker versucht haben die Lösung des Problems Möllemann politischen Wirrköpfen vorzugeben.

Jetzt versuche ich es mal wie G.W.Bush. Der Auftrag zu einem Mord ist bewiesen. Mit der Aussage „Wir wollen unter Möllemann keine Zustände wie sie bei Fortune gedroht haben“ (soweit die Aussage einer Politikerin der Grünen) ( der im Wahlkampf ermordet wurde)) - so hätte wohl Bush geantwortet - ist der Beweis des Auftragsmordes, weil dargestellt wurde, dass nur wenn Möllemann nicht mehr lebt, dieser Zustand nicht eintritt". Selbstverständlich hat die politische Elite dieses Landes keinen Auftragsmord erteilt, sie haben Möllemann möglicherweise nur aus persönlichen Gründen in den Tod getrieben. Aber lassen wir die Diskussion.

Er war nur der erste Tote. das System hat funktioniert. Wir werden künftig mit weiteren Toten leben müssen. Wir müssen uns darüber klar werden, dass dies der Beginn ist, dass in unserem Land politische Probleme, Kritik an Personen oder Staaten, die Beschaffung von Mehrheiten Menschenleben fordern wird. Wir müssen uns nach dem Fall Möllemann auch klar sein, wenn es politischen und persönlichen Zielen dient, dass die Unversehrtheit des Lebens in DE keine Zukunft mehr haben wird.

Möllemann ist leider umsonst gestorben. Sein Tod wird deutsche Politiker und auch Funktionäre, auch alte Parteimitglieder, nicht zum Nachdenken bringen. Es wird auch keine Änderung geben. Möllemann ist tot, dies ist gelungen. Und jeder weiss nun, dass dies künftig immer gelingen wird. Und deshalb, meine These, Möllemann ist auf dem Wege der Verleumdungkampagne der erste Tote, aber er wird auf Dauer nur der Beginn einer Serie von Toten sein.

Sein Tod ist umsonst, weil heute in der Politk jeder weiss, was man tun muss, um - wenn es Selbstmord war - was ich weiterhin in Zweifel setze - jemand in den Tod zu treiben. Man beschuldige ihn als Antisemit, als Gefahr für DE und suche sich einige Heldinnen aus München dazu, oder sonst wo her, die noch ihre privaten Racheaktionen umsetzen müssen, man bezeichne ihn als Feind Israels, zerstöre seine Gesundheit, sein Privatleben um das politische Leben zu beenden.

Möllemann ist das Beispiel, wie einfach es ist, Menschen in den Tod zu befördern, wenn Politiker und diverse Presseteile mitmachen. Dieses Beispiel wird Schule machen. Die Verantwortlichen können sich dabei stets sicher sein, dass sie juristisch nicht belangt werden können und moralisch wird es dieser Gruppe von Personen, die solche Geschichten mitmacht nichts antun, da Moral und Gewissen ohnehin fehlt.

Gruss Günter

Hallo Guenther,

genau mit dieser oder einer aehnlichen Antwort in allen Teilen habe ich gerechnet auf meinen alles andere als ernst gemeinten Beitrag.

Entsprach genau meinen Erwartungen, was auf meine Unwichtigkeiten folgen wird bzgl. wer wann was feiert und wie man abstrus argumentieren kann.

viele gruesse, peter

Hallo Peter,

genau mit dieser oder einer aehnlichen Antwort in allen Teilen
habe ich gerechnet auf meinen alles andere als ernst gemeinten
Beitrag.

Entsprach genau meinen Erwartungen, was auf meine
Unwichtigkeiten folgen wird bzgl. wer wann was feiert und wie
man abstrus argumentieren kann.

Gebe Dir vollkommen recht. Damit war zu rechnen. Aber deshalb, weil ich, selbst wenn ich mit Möllemann nicht immer einverstanden war, seinen Tod nicht ins Lächerliche ziehe. Vielleicht überlegst Du Dir einmal, ob es nur Spass sein darf und kann, einen Bezug von jüdischen Tagen zu Möllemanns Tod in dieser Form ins Gespräch zu bringen. Hier haben - was die Hetze betrifft - Einzelpersonen die Verantwortung und Mitschuld - nicht eine Religionsgemeinschaft.

Gruss Günter

Hallo Guenter,

Gebe Dir vollkommen recht. Damit war zu rechnen.

Von Deiner Seite zu dem Thema immer.

Vielleicht überlegst Du Dir einmal, ob es nur Spass sein darf
und kann, einen Bezug von jüdischen Tagen zu Möllemanns Tod in
dieser Form ins Gespräch zu bringen.

Hoho! Aber Guenter, wer wird denn gleich Keulen zuecken, sprachst Du selbst nicht von Keulen und dass das nicht so toll waere *g*, das war doch nur klitzekleiner Zynismus auf die Leute, die solche Verbindungen und aehnlich zu ziehen bereit sind, wird man doch noch duerfen, oder? Du zum Beispiel bist solche oder aehnliche Verbindungen jederzeit bereit zu ziehen! Klasse vorgefuehrt nenne ich das.

Hier haben - was die
Hetze betrifft - Einzelpersonen die Verantwortung und
Mitschuld - nicht eine Religionsgemeinschaft.

Und/oder Moellemann hatte nach seinem Sturz die Hosen gestrichen voll wie manch ein suizider Popstar nach der Rampenlichtzeit und hat keine Lust mehr gehabt auf Strafverfahren bzgl. Korruption und Steuerhinterziehung um etliche Millionen DM. So von wegen Konto anlegen noch zu Staatsministerzeiten. Und kannst Du Dich noch erinnern. Da gab es doch mal ein Interview mit laufender Kamera. DIe Journalisten fragten/nannten nur eine Firma und den Namen eines Mannes dahinter und Moellemann, vorher reserviert und sachlich, rastete aus, lief puterrot an, beschimpfte die Journalisten unflaetig, hielt ihnen gar Dingsbumsverhoermethoden vor (eine ruhige journalistische Nachfrage) und rannte aus dem Raum raus.

Achso, Du sprichst gerne von Hetze im Fall Moellemann wider ihn. Also entweder hat er auch gehetzt oder es hat gar keiner gehetzt. Sonst bist Du schlicht unglaubwuerdig in Deiner Agitation.

einen schoenen freien Montag noch, Peter

Hallo Peter,

Achso, Du sprichst gerne von Hetze im Fall Moellemann wider
ihn. Also entweder hat er auch gehetzt oder es hat gar keiner
gehetzt. Sonst bist Du schlicht unglaubwuerdig in Deiner
Agitation.

Wer widerspricht dem, dass auch Möllemann intrigiert hat. Hier aber wurden
aber die Grenzen der politischen Auseinandersetzung weit überschritten. Es ging nicht mehr um das politische Konzept oder den politischen Unsinn. Es ging ausschliesslich nur noch um Verleumdung und Diffamierung der Privatperson Möllemann mit dem Titel Antisemit.

Die Auseinandersetzung ging nicht um den Politiker Möllemann. Dass der Politiker Möllemann auf die Schnauze fäält, das war sein Problem. Die Verleumdungen gingen und waren einzig und allein auf die persönliche Vernichtung ausgerichtet. Dies ist zu verurteilen. Einige sollten mal nachdenken, was sie den früheren Herren in der DDR vorhalten und was sie sich selbst als Angeordnete leisten.

Ich verstehe durchaus, dass nun alle keine Schuld haben wollen. Aber hier haben einige schwere Schuld auf sich geladen - wenn es ein Selbstmord war - und Blut an den Händen.

Gruss Günter

Jetzt mache mal halblang
Hallo Günter,

na du bist ja mal richtig schnell mit Schuldzuweisungen zur Hand. Die Parteifreunde, der Zentralrat der Juden in Deutschland und natürlich Presse und Medien, sie alle sind Schuld am Tod Möllemanns. Haben ihn in den Tod getrieben wie du es formulierst.
Ganz nebenbei bist Du natürlich auch ein intimer Kenner Möllemanns seelischer Befindlichkeiten, wenn Du behauptest, die Aufhebung der Immunität und das im Raum stehend Strafverfahren (incl. Verurteilung) wären nur ein „Klacks“ für die grosse Kämpferseele gewesen, während die Antisemitismusvorwürfe so schweren Schaden an seiner sensiblen Psyche anrichteten, dass er den Freitod als einzigen Ausweg sah.

Ich bin da komplett anderer Meinung.
Möllemann war Politprofi seit vielen Jahren. Er wusste um die Wirkung seines Flyers. Ich gehe sogar soweit zu Behaupten, dass er es explizit auf diese Wirkung abgesehen hat. Er kann also über das Medienecho kaum überrascht gewesen sein.
Wie man allerdings so dämlich sein kann, diesen Flyer mit Schwarzgeld zu finanzieren ist mir schleierhaft.
Genau wie bei der Briefbogenaffäre ging Möllemann mit erstaunlicher Dreistigkeit, oder sollte ich sagen Dummheit, ans Werk. Das musste doch auffliegen. Möllemann hat sich seinen politischen Abstieg also selber zuzschreiben. Wer nach der Kohlschen Spendenaffäre noch so bescheuert ist in einem Bundestagswahlkampf schwarze Gelder zu verwenden, der sollte sich zum einen nicht wundern wenn das rauskommt, und zum zweiten wenn er dafür aus seiner Partei ausgeschlossen wird. Grund für den Ausschluss war nämlich die Finanzierung des Flyers und nicht dessen Inhalt.
Das ganze hat ihn ja auch so auf die Gesundheit geschlagen, dass er sich ausserstande sah Interviews zu geben, aber durchaus noch im Flieger in sommerlicher Lanzarote entfliehen konnte wo er ausgiebig mit seinem geländewagen rumgebrettert ist.
Ich habe während Lebzeiten nichts gutes an Möllemann finden können, und ich werde nach seinem Tod nicht damit anfangen.
Allerdings hat er für diesen Schritt (ich gehe einfach davon aus, dass es Selbstmord war) wieder etwas an Achtung gewonnen, so bitter das auch klingen mag.

Gruß
Tom