Derartige Bestrafung richtig?

Hallo,
ich dacht, mich trifft der Schlag, als kürzlich eine (Neu-)Bekanntschaft ihre Sorgen und Nöte über ihre kleine Tochter (fast 3) erzählte:

Die Kleine ist rotzefrech zu ihrer Mutter, den beiden Brüdern (8 +7) und anderen Leuten; sie petzt, spuckt, … haut nicht nur um sich, wenn sie sich wehren muss, Nachbarskind/er nebst bestem Freund werden grob geschubbst.

Da die Frau damit vollends überfordert ist, setzt sie ihre Kleene ins Auto in den Kindersitz, damit sie „nichts mehr anstellen kann“ oder wenn sie beim Essen mal wieder „nicht brav“ war, wirde sie auf den Flur geschickt …bis sie wieder reumütig wurde - für kurze Zeit. Die Mutter ist hilflos - das Kind bleibt i.E. unbelehrbar.

W I E K A N N G E H O L F E N W E R D E N ? ? ?

Freue mich über zahlreiche (helfende) Antworten!

Tara

Hallo,

ich würde mal sagen, dass kein Kind unbelehrbar und erziehungsresistent ist.

Wichtig sind klare Regeln. Diese müssen so klar sein, dass ein 3-jähriges sie versteht. Regeln haben eine unterschiedliche Gewichtung. Die Regel „wir stützen beim Essen nicht den Kopf ab“ ist weniger bedeutend wie „wir schlagen/treten/spucken nicht“.
Ausnahmen gibt es in diesem Alter nicht, denn Kinder können Ausnahmen noch nicht wahrnehmen.

Mit der Bestrafung/Belohnung ist es nicht so ganz einfach. Eigentlich ist es besser, wenn man nur mit Belohnung von gutem Verhalten arbeitet und so wenig wie möglich mit Bestrafungen. Die Bestrafung muss sofort auf die „Tat“ folgen und es sollte im Zusammenhang mit der „Tat“ stehen.
So wie du sie beschrieben hast, sollte sie erst einmal anfangen bei ungewünschtem Verhalten sofort zu reagieren. Dabei nicht lange diskutieren, sondern ein klares, bestimmtes NEIN (Name des Kindes) oder STOP (Name des Kindes). Hört sie dann auf, kann sie in einem Satz sagen „du darfst nicht spucken“. Mehr nicht. Am besten ist die Formulierung mit DU und nicht „wir spucken nicht“, denn dabei fühlt sich das Kind weniger angesprochen. Wenn dieses Spucken (treten, schubsen…) aus einem Konflikt heraus entstanden ist, kann man alle Kinder bei der Konfliktlösung unterstützen und zeigen, dass Gewalt (schubsen/treten…) keine Lösung ist. Kinder in diesem Alter sind allerdings noch überfordert eigenständig & gewaltfrei Konflikte zu lösen. Eltern spielen da noch eine bedeutende Rolle.

Noch etwas zum Petzen…das ist bei Kindern häufig, sie brauchen das auch in einem gewissen Maße, um Gerechtigkeit zu erfahren.

Gruß
Tato

:smile:)
Hi,

Noch etwas zum Petzen…das ist bei Kindern häufig, sie
brauchen das auch in einem gewissen Maße, um Gerechtigkeit zu
erfahren.

nur zur Info: „Petzen“ wird auch als Ausdruck für zwicken, kneifen benutzt… Ich denke nicht, daß hier die kleinen Verrätereien gemeint waren.

Gruß Stefan

Hallo Tara,

solche Auszeiten sind bei Dreijährigen eigentlich eine gut geeignete Strafmaßnahme und sollten unter gesunden Umständen schon bei seltener und kurzzeitiger Anwendung wirksam greifen.
Bei Deiner Bekannten scheint es allerdings wohl so zu sein, daß ihr das Kind jetzt schon sozusagen über den Kopf wächst. Damit wird das Kind schon irgendwie fertigwerden, aber der Mutter ist verdorben, was die schönsten Jahre mit diesem Kind hätten sein können.
Wie Du da von außen her helfen kannst, das ist schwer zu sagen. Direkt den Erziehungsstil der guten Frau zu kritisieren kommt zumeist nicht so gut an. Wenn Du gut mit Kindern umgehen kannst und das Mädchen mal ohne die Mutter bei Dir hast, wird es sich wohl gut betragen - aber der Mutter ist damit auch nicht gedient. Die Lebensweise „alleinerziehende Mutter“ ist im Schöpfungsplan nicht vorgesehen und funktioniert darum oft nur schlecht, typischerweise, weil die Mutter gegenüber dem Kind die elterliche Autorität nicht behaupten kann, weil sie dafür einen Mann bräuchte.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Mr.Berger,

es ist einfach so, dass Mütter die von Vätern deiner Art erzogen wurden, entweder sehr gut mit der Erziehung ihrer Kinder zurecht kommen, weil sie es einfach anders machen, oder eben nicht mal mit kleinen Kindern zurecht kommen.
In „zurecht“ steht das Wörtchen RECHT , ich mache dich gesondert darauf aufmerksam!!
In keinem Fall bräuchte Frau dazu einen „Mann“ deiner Art, sondern mit Sicherheit ganz umgekehrt.

Typischer Weise, ist dein Beitrag unterstes Niveau!

Kerbi

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Pruust!
Hi!

Die Lebensweise „alleinerziehende Mutter“ ist
im Schöpfungsplan nicht vorgesehen

Ja ne, is klar! Im „Schöpfungsplan“ sind auch Dinge wie bspw. Homosexualität nicht vorgesehen - ich frage mich nur, ob der „Schöpfer“ da besoffen gewesen ist, da ja offensichtlich etwas „geschöpft“ wurde, was nicht gewollt war?!

und funktioniert darum oft
nur schlecht, typischerweise, weil die Mutter gegenüber dem
Kind die elterliche Autorität nicht behaupten kann, weil sie
dafür einen Mann bräuchte.

Wenn ich an meine Kindheit und an die Kindheit eigentlich aller meiner damaligen Freunde denke, dann fällt mir auf, dass es ausnahmslos die Mütter waren, die die elterliche Autorität rüberbrachten! Die Papas waren nämlich meistens arbeiten…

Hilfe! Ich habe lange keine solche geistige Diarrhoe gelesen!

LG
Guido

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hallo guido,

Ja ne, is klar! Im „Schöpfungsplan“ sind auch Dinge wie bspw.
Homosexualität nicht vorgesehen - ich frage mich nur, ob der
„Schöpfer“ da besoffen gewesen ist, da ja offensichtlich etwas
„geschöpft“ wurde, was nicht gewollt war?!

ganz klar: gott war kurz außer haus und da hat seine frau aus langeweile ein bißchen geschöpft. ging natürlich per definition daneben.

Wenn ich an meine Kindheit und an die Kindheit eigentlich
aller meiner damaligen Freunde denke, dann fällt mir auf, dass
es ausnahmslos die Mütter waren, die die elterliche Autorität
rüberbrachten! Die Papas waren nämlich meistens arbeiten…

ja, solche erinnerungen habe ich auch. das ist aber leicht zu erklären: frauen eignen sich nicht fürs arbeitsleben z.b. aufgrund monatlicher unzurechnungsfähigkeit, und werden deshalb auf den posten gestellt, auf dem sie am wenigsten anrichten können = kinderpflege. abends kommt dann der mann heim, kontrolliert, ob die kinder ordentlich nach seinen anweisungen versorgt wurden, und leistet anschließend die wichtige erziehungsarbeit, zu der seine frau nicht im stande ist. so ergibt sich für männer eine unschöne doppel- und dreifachbelastung aus broterwerb, kindererziehung und überwachung der ehefrau. zumindest im hause berger. wohlgemerkt müßte der broterwerb gar nicht sein, wenn diese dumme tusse eva damals nicht den apfel gegessen hätte!

;o)

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[ot] (kann man [ot] noch steigern?)
Hi Schokolinda,

ganz klar: gott war kurz außer haus und da hat seine frau aus
langeweile ein bißchen geschöpft. ging natürlich per
definition daneben.

rasen da zwei aufeinander los, deren Ironie-Antennen verbeult sind?

wohlgemerkt müßte der broterwerb gar nicht sein, wenn diese
dumme tusse eva damals nicht den apfel gegessen hätte!

Ich dachte immer, der doofe Adam hätte sich von der lieben Eva dazu verführen lassen. Aber ist egal, stell Dir vor, das Ganze wäre in Indien passiert, dann hätte die Eva nicht den Apfel, sondern die Schlange gefressen - und die Welt sähe völlig anders aus.

Gruß Ralf

Abwesende Väter
Hallo Guido,

Wenn ich an meine Kindheit und an die Kindheit eigentlich

(…)

rüberbrachten! Die Papas waren nämlich meistens arbeiten…

Ab wieviel Arbeitsstunden des Vaters pro Woche würde Deiner Ansicht nach die familiale Restpräsenz des Vaters keine Wirkung mehr auf die Kinder entfalten?
Bist Du vielleicht gar der Ansicht, das Erleben von Väterlichkeit sei dem Kinde nicht zuträglich?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hi!

Ab wieviel Arbeitsstunden des Vaters pro Woche würde Deiner
Ansicht nach die familiale Restpräsenz des Vaters keine
Wirkung mehr auf die Kinder entfalten?

Keine Ahnung! Steht hier aber auch überhaupt nicht zur Diskussion!
Ich habe nur jemandem, der behauptet, Mütter (in diesem Fall: Allein erziehende) können nicht die notwendige Autorität in eine Erziehung einbringen als idiotisch (im ursprünglichen Sinne) dargestellt!

Bist Du vielleicht gar der Ansicht, das Erleben von
Väterlichkeit sei dem Kinde nicht zuträglich?

Wie kommst Du darauf? Habe ich das mit nur einer Silbe behauptet?

Wolfgang: Im Gegensatz zu Deiner Diskussionskultur habe ich es nun mal so gar nicht nötig, Leuten Dinge in den Mund zu legen, bzw. gesagte Dinge im selbigen zu verdrehen!

Liebe Grüße
Guido

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Hallo Wolfgang,

Die Lebensweise „alleinerziehende Mutter“ ist
im Schöpfungsplan nicht vorgesehen und funktioniert darum oft
nur schlecht, typischerweise, weil die Mutter gegenüber dem
Kind die elterliche Autorität nicht behaupten kann, weil sie
dafür einen Mann bräuchte.

Och, und wo ist dann die total verkorkste Kriegsgeneration, die reihenweise ohne Väter groß werden musste? Oder ist das dann schon im schöpfungsplan vorgesehen, dass Männer in den Krieg ziehen und dann leider nicht zu Hause die notwendige elterliche Autorität entfalten können?

Karin

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weil die Mutter gegenüber dem
Kind die elterliche Autorität nicht behaupten kann, weil sie
dafür einen Mann bräuchte.

Och, und wo ist dann die total verkorkste Kriegsgeneration,
die reihenweise ohne Väter groß werden musste?

Hallo, Karin,
wir müssen uns sicher nicht darüber unterhalten, dass Wolfgangs These ziemlich neben der Realität liegt.
Selbstverständlich können Mütter auch Söhne erziehen. Dazu bedarf es keines Mannes.

Du weist auf die Kriegsgeneration hin, zu der ich ja auch gehöre. Mein Vater fiel, als ich genau drei Monate alt war. Erzogen hat mich hauptsächlich meine Großmutter, meine Mutter und meine Tante. Männer gab es nicht in der Familie - entweder tot oder noch in Gefangenschaft.

Allerdings empfand ich das Fehlen eines männlichen Vorbildes, jemanden, an dem ich mir ein „männliches Rollenbild“ abschauen konnte . Zumindest das konnte mir ein Bruder meiner Mutter geben, der allerdings selten anwesend war, weil er als Werkstudent studierte und arbeitetn mußte.

Als ich dann später selbst Kinder hatte wurde mir das Fehlen eines Vaterbildes besonders bewusst. Wie verhält sich ein Vater gegenüber seinen Kindern? Ich hatte keinerlei Maßstäbe dafür.

Insofern denke ich schon, dass ein Kind beide Eltern braucht.

Grüße
Eckard

Hallo,

Die Kleine ist rotzefrech zu ihrer Mutter, den beiden Brüdern
(8 +7) und anderen Leuten; sie petzt, spuckt, … haut nicht
nur um sich, wenn sie sich wehren muss, Nachbarskind/er nebst
bestem Freund werden grob geschubbst.

Da die Frau damit vollends überfordert ist, setzt sie ihre
Kleene ins Auto in den Kindersitz
, damit sie „nichts mehr
anstellen kann“ oder wenn sie beim Essen mal wieder „nicht
brav“ war, wirde sie auf den Flur geschickt …bis sie wieder
reumütig wurde - für kurze Zeit. Die Mutter ist hilflos - das
Kind bleibt i.E. unbelehrbar.

W I E K A N N G E H O L F E N W E R D E N ? ? ?

Geholfen werden kann fast gar nicht von aussen. Das ging
ja aus den anderen Antworten schon hervor. Eine tragische
Sache.

Kinder lernen afaik zwischen dem ersten und dritten
Lebensjahr, wie ihre soziale Umwelt strukturiert ist.

Danach kann imho nur noch mit Gewalt „umkonditioniert“
werden (kann mich auch täuschen, aber ich sehe das so).

Nehmen wir an, das Mädchen ist psychophysisch gesund und
hat sich gut auf ihr soziales Umfeld eingestellt, wie auch
immer dies beschaffen ist. Sie verhält sich so, wie es
aufgrund ihrer Erfahrung für sie bisher den höchsten Nutzen
hinsichtlich ihrer Bedürfnisse erbracht hat.

Und was ist jetzt daran unverständlich?

Wir wissen nicht, ob sich die beiden damals 4- und 5-jährigen
Jungen einer sicher damals schon überforderten Mutter gegen-
über einem wehrlosen Kind immer liebevoll verhalten haben. Wir
wissen nicht, ob „Dummheiten“ des noch kleinen Mädchens anfangs
auf liebevolle Weise von der Mutter korrigiert wurden und ob ihre
positiven Aktionen immer die Freude und Anteilnahme der Mutter
auslösten.

Was wir wissen ist aber, dass das Mädchen „Dummheiten“
einsetzt, um die Mutter zu einem Kontakt zu bewegen,
den sie offensichtlich braucht. Möglicherweise war
die schnellste Möglichkeit, die Mutter von den Brüdern
„abzuziehen“, eine Vase herunterzuschmeissen. „Dann kommt
die Mutter gleich“ - das war die erste Wahrheit.

Tragisch tragisch, hoffentlich irre ich mich

Grüße

CMБ

Hallo Eckard,

du, ich habe sogar für meine Tochter regelmäßig für männliche Bezugspersonen gesucht. Der leibliche Vater wäre auch bei gemeinsamer Wohnung nicht ausreichend oft nüchtern zur Verfügung gewesen.

Allerdings empfand ich das Fehlen eines männlichen Vorbildes,
jemanden, an dem ich mir ein „männliches Rollenbild“ abschauen
konnte . Zumindest das konnte mir ein Bruder meiner Mutter
geben, der allerdings selten anwesend war, weil er als
Werkstudent studierte und arbeitetn mußte.

Als ich dann später selbst Kinder hatte wurde mir das Fehlen
eines Vaterbildes besonders bewusst. Wie verhält sich ein
Vater gegenüber seinen Kindern? Ich hatte keinerlei Maßstäbe
dafür.

Insofern denke ich schon, dass ein Kind beide Eltern braucht.

Aber Du schreibst ja auch, dass auch andere Männer nicht als Vorbild zur Verfügung standen. Und nach Wolfgang Meinung müsstet ihr ja alle völlig undiszipliniert geworden sein.

Das meinte ich mit meinem Vergleich.

Soweit allerdings in Deinem Posting mitschwingt, dass Eltern unbedingt wegen der Kinder zusammenbleiben müssen, egal wie oft sie sich im Beisein der Kinder angiften: Da spricht mein eigenes Erleben dagegen, das ich hier aber nicht wirklich auswalzen möchte.

Gruß, Karin

Schöpfungsplan
Hallo Diskussionsgegner,

nachdem ich erklärt hatte, daß der Mensch nicht zum Alleinerziehen geschaffen ist, und manche Mütter damit überfordert sind, kamen Gegenargumente, die ich einmal ein wenig zusammenfassen möchte:

Mein Wort vom „Schöpfungsplan“ wurde als Aufhänger für eine Theodizee-Diskussion aufgefaßt, aber ich habe keine Lust, hier theologische Fragen zu erörtern. Außerdem hätte ich behauptet, Alleinerziehen sei überhaupt unmöglich.

Und:
Eine Mutter ist auch dann schon vollkommen alleinerziehend, wenn die komplette Familie zwar zusammen wohnt, der Vater der Kinder aber arbeiten geht.
Zum Alleinerziehen sind nur Mütter fähig, die selbst eine antiautoritäre Erziehung genossen haben oder aber sich aus den Fängen ihrer autoritären Erziehung gelöst und sich zur antiautoritären haben bekehrt; und die Kriegerwitwen waren vielfach Alleinerziehende.

Na dann ist ja alles klar.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Das meinte ich mit meinem Vergleich.

Hatte ich auch so verstanden, Karin und ich gebe Dir darin recht.

Soweit allerdings in Deinem Posting mitschwingt, dass Eltern
unbedingt wegen der Kinder zusammenbleiben müssen,

Auch da gebe ich Dir vollkommen recht. Diese Situation dient ja auch nicht dazu ein positives Vorbild abzugeben. Nein, wenn alle zumutbaren Versuch scheitern, ist allein erziehen (egal wer es tut) allemal besser als das permanente Negativbeispiel.

Ich denke wir haben uns schon recht verstanden. Ich wollte nur auf die Defizite hinweisen, die ich durch das Fehlen einer Vaterfigur empfand. Dass man diese Defizite durchaus auch ausgleichen kann, ist richtig und wie ich meine, wichtig. Darauf wollte ich hinweisen.
Lieben Gruß
Eckard

3 „Gefällt mir“

rasen da zwei aufeinander los, deren Ironie-Antennen verbeult
sind?

keine ahnung, denn ich weiß nicht, wen du meinst. als ich das letzte mal meine ironie-antenne gesehen habe, war sie relativ in ordnung. ich denke, die von guido ist es auch. bei WB habe ich nicht den eindruck, daß der prinzipiell ironisch ist, lasse mir aber gern was anderes erzählen.

mein erstes posting hätte ich der deutlichkeit halber als ironie-modus … stellen können, dachte aber das ;o) am schluß reicht aus.

Ich dachte immer, der doofe Adam hätte sich von der lieben Eva
dazu verführen lassen.

da war er wahrscheinlich(nur) kurzfristig unzurechnungsfähig wegen sonnenstich oä.

Aber ist egal, stell Dir vor, das Ganze
wäre in Indien passiert, dann hätte die Eva nicht den Apfel,
sondern die Schlange gefressen - und die Welt sähe völlig
anders aus.

müßten wir uns heute keine gedanken machen wegen rentenversicherung & klamotten. paradies wäre aber auf dauer wahrscheinlich auch langweilig.

1 „Gefällt mir“

nur spaß
hallo wolfgang,

Mein Wort vom „Schöpfungsplan“ wurde als Aufhänger für eine
Theodizee-Diskussion aufgefaßt, aber ich habe keine Lust, hier
theologische Fragen zu erörtern.

keine angst: ich auch nicht. ich wollte mich nur ein bißchen über deine formulierung/ einstellung lustig machen, da ich weiß, daß du scherzchen und lustig machen über andere leute selbst zugeneigt bist.

Hallo Wolfgang,

bis hier kann ich Dir uneingeschränkt recht geben, dann muß ich ergänzend einwirken.

Die Lebensweise „alleinerziehende Mutter“ ist
im Schöpfungsplan nicht vorgesehen und funktioniert darum oft
nur schlecht, typischerweise, weil die Mutter gegenüber dem
Kind die elterliche Autorität nicht behaupten kann, weil sie
dafür einen Mann bräuchte.

Das es oft so ist hat nichts mit dem Schöpfungsplan zu tun sondern ist schlicht selbsterklärend. Die Vorbildrolle sieht noch heute so aus, daß Frauen/Mütter gefälligst sanft und lieb sowie verständnisvoll sind und damit nicht autoritär sein dürfen. Außerdem stekct Frau natürlich eigenen Bedürfnisse zu Gunsten von Kindern (und wenn es den denn gäbe natürlich auch Mann) zurück. Hat eine Frau dieses Bild für sich verinnerlicht kann es ihr durchaus schwer fallen dem Kind nötige Grenzen zu setzen, erst Recht, wenn sie sich nicht so bewußt mit den Fragen der Erziehung auseinandersetzt. Es liegt also nicht an Mann/Frau sondern an Rollenbildern ob und wie Alleinerziehende elterliche Autorität im angemessenem Maße durchsetzen können. Ein starker Mensch wird auch ein starkes Elternteil sein und umgekehrt.
Gerade bei uns hier, wo die klassischen Frauenbilder ja schon von unseren Müttern durchbrochen wurden, sehe ich jedenfalls keineswegs eine Regel in der ‚überforderten‘ alleinerziehenden Mutter.

Gruß Maid :smile:

1 „Gefällt mir“

Hallo Wolfgang,

und es ist nichtmal deine Schuld, du bist so erzogen worden.
Das schlimme ist, du siehst es nicht, du verstehst es nicht und du gibst es an deine Kinder weiter.

Deine Kinder haben aber die Chance, dich und deine Methoden zu hinterfragen und einen neuen Weg zu gehen…mehr zu schaffen wie du.
Nicht jetzt, zur Zeit sind sie abhängig von dir, aber wenn sie selber Kinder haben, ich wünsche ihnen mehr Verstand.

nachdem ich erklärt hatte, daß der Mensch nicht zum
Alleinerziehen geschaffen ist, und manche Mütter damit
überfordert sind, kamen Gegenargumente, die ich einmal ein
wenig zusammenfassen möchte:

Die Wortwahl von dir bringt mich zum müden Lächeln.
Nachdem ich erklärt hatte??
Du hast nichts erklärt, du stellst nur deine beschränkte Sicht in den Raum, ohne wenn und aber.
Die Tatsache, dass manche Mütter überfordert sind, streitet doch niemand ab, die Frage ist, warum sind sie überfordert?
Weil sie nicht gelernt haben sich durchzusetzen, weil sie keine natürliche Autorität entwicklen konnten?
Genauso ist Tatsache, dass manche Väter überfordert sind, streitet auch niemand ab, die Frage ist, warum sind sie überfordert?

Mein Wort vom „Schöpfungsplan“ wurde als Aufhänger für eine
Theodizee-Diskussion aufgefaßt, aber ich habe keine Lust, hier
theologische Fragen zu erörtern.

Warum verwendest du dann theologische Begriffe, der Schöpfungsplan kam ja von dir? Kommst du mit diesem Satz „aber ich habe keine Lust, hier theologische Fragen zu erörten“ bei deiner Familie und deinem Freundeskreis durch, wenn du selber damit anfängst?

Außerdem hätte ich behauptet,

Alleinerziehen sei überhaupt unmöglich.

Ach ja, ist mir da was entgangen? Bist du so lieb und suchst du das Posting, wer hat denn sowas geschrieben?

Und:
Eine Mutter ist auch dann schon vollkommen alleinerziehend,
wenn die komplette Familie zwar zusammen wohnt, der Vater der
Kinder aber arbeiten geht.

Da wurde dir schon eine Antwort gegeben, kannst du die nicht erfassen?

Zum Alleinerziehen sind nur Mütter fähig, die selbst eine
antiautoritäre Erziehung genossen haben oder aber sich aus den
Fängen ihrer autoritären Erziehung gelöst und sich zur
antiautoritären haben bekehrt;

Wo steht denn dass? Meinst du meine Antwort an dich?
Also meine Mutter hatte Autorität, ich habe sie auch!
Meine Mutter hatte so viel Autorität, dass sie ihre Kinder nicht schlagen mußte, sie redete auch nicht so einen Schmarrn wie du, sie war überzeugend.
Ich gebe gerne zu, dass meine Mutter immer der Meinung war, wenn mein Vater nicht so bald gestorben wäre, hätte er ihr viel helfen können.
Ich gebe auch zu, dass mein Vater mir sehr gefehlt hat…in vielen Lebenslagen.
Mein Kind ist mit Vater aufgewachsen, nur sehr hilfreich ist er nicht.
Vorbild ist er auch nicht, aber menschlich und Tanja mag ihn,hin und wieder.

und die Kriegerwitwen waren
vielfach Alleinerziehende.

Ich frage dich jetzt ganz sanft, nichtmal dass ist dir verständlich?

Na dann ist ja alles klar.

Schön, dass dir alles klar ist…vergiss aber nicht, du hast Kinder!

Einen etwas weniger herzlichen Gruß an dich,
von Kerbi