Deregulierung

Hallo,

was spricht gegen eine Deregulierung der Wirtschaft (Arbeitsmarkt)? Sind die Worte von Schröder richtig, oder die der Verbände und der Opposition?
Hat ein Unternehmen in Deutschland noch die Möglichkeit so zu wirtschaften, wie es für richtig gehalten wird aus Sich des Unternehmens? Odre ist es gar so, das man sich als Unternehmen oder Bürger um nichts mehr kümmern muß, alles ist geregelt und in Gesetze verpackt, jeder weiß genau was er darf und was nicht. Ist dies noch eine soziale Marktwirtschft? Oder wäre es gut für uns alle, bestimmte (nicht alles) Deregulierungen wie in den USA vorzunehmen?

Auf eine spannende, faire und sachliche Diskussion

Markus

Hallo,

was spricht gegen eine Deregulierung der Wirtschaft
(Arbeitsmarkt)?

Nichts, im Gegenteil, sie hätte positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Das Problem ist, dass die Stellung und Macht der Gewerkschaften in Deutschland sehr groß ist, und diese stemmen sich vehement und schon seit Jahren gegen jegliche Deregulierung am Arbeitsmarkt. z.B. die Lockerungen im Kündigungsschutz und bei den 630 Mark gesetzen, wurden von der SPD Regierung nach der Wahl , unter starkem Druck der Gewerkschaften, die der SPD zu einem Teil den Wahlkampf finanziert haben, direkt wieder kassiert.

Hat ein Unternehmen in Deutschland noch die Möglichkeit so zu
wirtschaften, wie es für richtig gehalten wird aus Sich des
Unternehmens?

Ja, dass hat er. Auch bei den Arbeitgeber und Industrieverbänden gehört jammern zum Geschäft. Deutsche Unternehmen stehen International gut da, wir haben einen sehr starken Mittelstand und gesunde Großkonzerne sowie eine Intakte Bankenlandschaft. Auch die Effizienz der Behörden (allen Unkenrufen und sicher vorhandenen Problemen zum trotz) ist ein Vorteil für den Standord Deutschland

Oer ist es gar so, das man sich als Unternehmen

oder Bürger um nichts mehr kümmern muß, alles ist geregelt und
in Gesetze verpackt, jeder weiß genau was er darf und was
nicht.

Nein, dass ist Übertrieben.

Ist dies noch eine soziale Marktwirtschft?

Unter den obigen Prämissen: Nein. Sonst ja.

Oder wäre es gut für uns alle, bestimmte (nicht alles) Deregulierungen wie

in den USA vorzunehmen?

Deregulierungen die durchdacht sind und sich in den Vereinigten Staaten in der Praxis bewährt haben, ja. Aber das Problem ist das Du das nicht 1 zu 1 übertragen kannst. Die Deutsche Mentalität ist eine ganz andere als die der Amerikanischen Bevölkerung. Das heißt Dinge die in den USA selbstverständlich sind, sind in Deutschland schlicht und einfach nicht möglich. Aber alles von den USA kopieren ist auch schwachsinn, weil man dann auch die gravierenden Fehler des US Systems mitkopiert.

Auf eine spannende, faire und sachliche Diskussion

dito

Markus

Katja

Hallo Katja,

die USA als Beispiel für „gute“ Deregulierung heranzuziehen, halte ich für suboptimal. In Branchen, die eine Dereglierung nötig hätten, hat man dort bisher nichts getan (Banken/Versicherungen), während man in Sachen Telekommunikation und Strom dort mit Sicherheit einen Bock geschossen hat.

In Sachen positiver Auswirkung von Deregulierung und deren Verhinderern sitmme ich Dir zu.

Gruß
Christian

Hallo,

was spricht gegen eine Deregulierung der Wirtschaft
(Arbeitsmarkt)?

Nichts, im Gegenteil, sie hätte positive Auswirkungen auf den
Arbeitsmarkt. Das Problem ist, dass die Stellung und Macht der
Gewerkschaften in Deutschland sehr groß ist, und diese stemmen
sich vehement und schon seit Jahren gegen jegliche
Deregulierung am Arbeitsmarkt. z.B. die Lockerungen im
Kündigungsschutz und bei den 630 Mark gesetzen, wurden von der
SPD Regierung nach der Wahl , unter starkem Druck der
Gewerkschaften, die der SPD zu einem Teil den Wahlkampf
finanziert haben, direkt wieder kassiert.

da muß ich dir zustimmen

Hat ein Unternehmen in Deutschland noch die Möglichkeit so zu
wirtschaften, wie es für richtig gehalten wird aus Sich des
Unternehmens?

Ja, dass hat er. Auch bei den Arbeitgeber und
Industrieverbänden gehört jammern zum Geschäft. Deutsche
Unternehmen stehen International gut da, wir haben einen sehr
starken Mittelstand und gesunde Großkonzerne sowie eine
Intakte Bankenlandschaft. Auch die Effizienz der Behörden
(allen Unkenrufen und sicher vorhandenen Problemen zum trotz)
ist ein Vorteil für den Standord Deutschland

ganz so positiv sehe ich es nicht. ich denke, gerade die steuerreform (ist das überhaupt eine) läßt nichts gutes befürchten

Oer ist es gar so, das man sich als Unternehmen

oder Bürger um nichts mehr kümmern muß, alles ist geregelt und
in Gesetze verpackt, jeder weiß genau was er darf und was
nicht.

Nein, dass ist Übertrieben.

ich denke auch hier finde ich, daß das regeln der bürger übertrieben wird. ich sehe keinen ansporm damit die bürger mehr verantwortung übernehmen.

Ist dies noch eine soziale Marktwirtschft?

Unter den obigen Prämissen: Nein. Sonst ja.

stimme dir fast zu.

Oder wäre es gut für uns alle, bestimmte (nicht alles)
Deregulierungen wie

in den USA vorzunehmen?

Deregulierungen die durchdacht sind und sich in den
Vereinigten Staaten in der Praxis bewährt haben, ja. Aber das
Problem ist das Du das nicht 1 zu 1 übertragen kannst. Die
Deutsche Mentalität ist eine ganz andere als die der
Amerikanischen Bevölkerung. Das heißt Dinge die in den USA
selbstverständlich sind, sind in Deutschland schlicht und
einfach nicht möglich. Aber alles von den USA kopieren ist
auch schwachsinn, weil man dann auch die gravierenden Fehler
des US Systems mitkopiert.

da stimme ich dir zu, nur mir fehlt einen ehrliche diskussion darüber von den verantwortlichen

Auf eine spannende, faire und sachliche Diskussion

dito

Markus

Katja

Hallo Katja,

die USA als Beispiel für „gute“ Deregulierung heranzuziehen,
halte ich für suboptimal. In Branchen, die eine Dereglierung
nötig hätten, hat man dort bisher nichts getan
(Banken/Versicherungen), während man in Sachen
Telekommunikation und Strom dort mit Sicherheit einen Bock
geschossen hat.

da hast du recht, nur wie in mener antwort an katja geschrieben, mir fehlt eine ehrliche diskussion darüber

In Sachen positiver Auswirkung von Deregulierung und deren
Verhinderern sitmme ich Dir zu.

ich auch

Gruß
Christian

da hast du recht, nur wie in mener antwort an katja
geschrieben, mir fehlt eine ehrliche diskussion darüber

Ist halt nicht so pauschal zu beantworten. Beispiel: Telekommunikation. Jahrzehntelang war der Markt ziemlich dereguliert, weil staatliches Monopol. Jetzt ist das Monopol weitesgehend weg und wir haben eine Regulierungsbehörde. Gäbe es die nicht, hätten wir wohl bald wieder ein privates Monopol. Dies dann aber dereguliert.

Also, muß man sich jeden einzelnen Markt genau ansehen, ob man regulieren will oder nicht.

Und zweiter Punkt: wer setzt die Regeln? Wenn man meint Deregulierung von staatlichen Eingriffen, dann ist der Arbeitsmarkt in Deutschland dereguliert. Die Regeln setzen da die Tarifpartner (jedenfalls bei den Löhnen, es gibt ja auch keinen staatlichen Mindestlohn z.B.). Aber das sind private Organisationen.

da hast du recht, nur wie in mener antwort an katja
geschrieben, mir fehlt eine ehrliche diskussion darüber

Ist halt nicht so pauschal zu beantworten.

da hast du recht

Beispiel:

Telekommunikation. Jahrzehntelang war der Markt ziemlich
dereguliert, weil staatliches Monopol.

ist er da nicht reguliert? wie menst du das?

Jetzt ist das Monopol

weitesgehend weg und wir haben eine Regulierungsbehörde. Gäbe
es die nicht, hätten wir wohl bald wieder ein privates
Monopol. Dies dann aber dereguliert.

glaub ich nicht
meiner meinung nach regelt der markt das doch

Also, muß man sich jeden einzelnen Markt genau ansehen, ob man
regulieren will oder nicht.

finde ich auch

Und zweiter Punkt: wer setzt die Regeln? Wenn man meint
Deregulierung von staatlichen Eingriffen, dann ist der
Arbeitsmarkt in Deutschland dereguliert.

meinst du damit die privaten anbieter auf dem arbeitsmarkt?

Die Regeln setzen da

die Tarifpartner (jedenfalls bei den Löhnen, es gibt ja auch
keinen staatlichen Mindestlohn z.B.). Aber das sind private
Organisationen.

Hallo Katja,

die USA als Beispiel für „gute“ Deregulierung heranzuziehen,
halte ich für suboptimal. In Branchen, die eine Dereglierung
nötig hätten, hat man dort bisher nichts getan
(Banken/Versicherungen), während man in Sachen
Telekommunikation und Strom dort mit Sicherheit einen Bock
geschossen hat.

Telekommunikation ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite gibt es in den USA Flächendeckend sehr günstige Ortsgespräche und Internetzugänge, beides in der Regel zu einem Pauschaltarif (das sogenannte „toll fee“). Auch Breitbandzugänge sind wesentlich weiter entwickelt als in Europa oder Asien. Auf der anderen Seite sind die USA, was Handy Nutzung, Verbreitung und Technischem Standard angeht, im Vergleich zu Europa ein Entwicklungsland. Der großteil der Kunden besitzt Analoge Geräte, der GSM Standard, der in Europa und Asien absolut Marktbeherschend ist, führt dort nur ein Schattendasein. SMS ist gänzlich unbekannt und die Preise für Gespräche sind weitaus höher als in Europa.

Ferngespräche sind in den USA ebenfalls wesentlich teurer als in Deutschland, was allerdings eher ein Ausdruck von mangelnder Deregulierung ist. Denn auf diesem Markt herscht ein Oligopol aus AT & T, MCI, Sprint und zu einem geringen Teil QWest, da ist nicht viel Wettbewerb.

Inwiefern herscht denn auf dem Banken und Versicherungsmarkt in den USA Deregulierungsbedarf ?. Sparkassen gibt es dort nicht und der Markt für Privatkunden ist fest in der Hand der privaten Banken (Citibank, BancAmerica, Wells Fargo etc.).

Das bei der Stromregulierung ein Bock geschossen wurde ist, siehe Kalifornien, richtig :smile:

In Sachen positiver Auswirkung von Deregulierung und deren
Verhinderern sitmme ich Dir zu.

Gruß
Christian

Gruß

Katja

ganz so positiv sehe ich es nicht. ich denke, gerade die
steuerreform (ist das überhaupt eine) läßt nichts gutes
befürchten

Es ist ein Reförmchen, mehr nicht :smile:. Aber in diesem Land muß man ja schon zufrieden sein, wenn sich überhaupt etwas tut :smile:

ich denke auch hier finde ich, daß das regeln der bürger
übertrieben wird. ich sehe keinen ansporm damit die bürger
mehr verantwortung übernehmen.

Das ist Richtig, aber das Problem ist, dass sich die meisten Reformer nicht an die heiligen Kühe der Gesetze und Verordnungen herantrauen :smile:.

Gute Nacht :smile:

Katja

Jetzt ist das Monopol

weitesgehend weg und wir haben eine Regulierungsbehörde. Gäbe
es die nicht, hätten wir wohl bald wieder ein privates
Monopol. Dies dann aber dereguliert.

glaub ich nicht
meiner meinung nach regelt der markt das doch

Nö, würde er das regeln, bräuchte man ja die Regulierungsbehörde nicht. Und die Nicht-Telekomer regen sich ja sogar auf, dass die Behörde zu Telekom-freundlich entscheidet. Also selbst diese Behörde reicht ihnen nicht.

Und zweiter Punkt: wer setzt die Regeln? Wenn man meint
Deregulierung von staatlichen Eingriffen, dann ist der
Arbeitsmarkt in Deutschland dereguliert.

meinst du damit die privaten anbieter auf dem arbeitsmarkt?

Wie auch immer. Gesamtmetall und IG Metall sind ja beides private Organisationen. Die meinte ich. Keine staatliche Regulierung des Arbeitsmarktes (in diesen Bereichen). Und auch Betriebsräte regulieren. Eine vollständige Deregulierung wäre, wenn jeder Arbeiter mit der Firma einen Einzelvertrag ausarbeitet. Ist ja selbst in den USA so nicht der Fall.

Hi,

Hallo,

was spricht gegen eine Deregulierung der Wirtschaft
(Arbeitsmarkt)?

Nichts, im Gegenteil, sie hätte positive Auswirkungen auf den
Arbeitsmarkt. Das Problem ist, dass die Stellung und Macht der
Gewerkschaften in Deutschland sehr groß ist, und diese stemmen
sich vehement und schon seit Jahren gegen jegliche
Deregulierung am Arbeitsmarkt. z.B. die Lockerungen im
Kündigungsschutz und bei den 630 Mark gesetzen, wurden von der
SPD Regierung nach der Wahl , unter starkem Druck der
Gewerkschaften, die der SPD zu einem Teil den Wahlkampf
finanziert haben, direkt wieder kassiert.

Das ist ja kompletter Unsinn.

  1. Gewerkschaften finanzieren der SPD keine Wahlkämpfe. Einen derartigen Unsinn sollte man schon beweisen können.
  2. Gewerkschaften stemmen sich nicht gegen Deregulierungen. Im Gegenteil werden in den Tarifverträgen immer neue Öffnungsklauseln geschaffen.
  3. Das 630,- DM Gesetz hat keine Regulierung gebracht, die das alte Gesetz nicht auch schon hatte. Es ist lediglich Geld umgeschichtet worden. Nämlich die 22% Steuern sind weggefallen und durch Zahlungen an die Rentenkasse und den Krankenkassen ersetzt worden. Weiterhin ist der Sozialbetrug unterbunden worden, indem man eben nicht mehrere Beschäftigungen schwarz nachgehen kann.
    Ich würde mir wünschen, Du würdest Dich erst informieren und dann posten.
    Marion
  1. Gewerkschaften finanzieren der SPD keine Wahlkämpfe. Einen
    derartigen Unsinn sollte man schon beweisen können.

Dann formuliere ich es anders, die Gewerkschaften haben Plakate u.ä. finanziert in denen für die SPD und Herrn Gerhard Schroeder geworben wurde, stimmst Du jetzt mit mir überein ?. Das ist zwar faktisch dasselbe, aber wenn Du auf Semantische und Logische völlige Korrektheit fixiert bist, soll unsere Übereinstimmung daran nicht scheitern.

  1. Gewerkschaften stemmen sich nicht gegen Deregulierungen. Im
    Gegenteil werden in den Tarifverträgen immer neue
    Öffnungsklauseln geschaffen.

Ich bitte Dich, Gewerkschaften stemmen sich seit Jahrzenten gegen jedwede Deregulierung des Arbeitsmarktes. Jüngstes Beispiel ist das Scheitern der 5000 X 5000 Verhandlungen von VW durch die IG Metall, was quer durch alle Gesellschaftsgruppen und Verbände aufs Schärfste kritisiert wurde. Desweiteren wird jeder Ansatz, die Verkrustungen im Deutschen Arbeitsmarkt, sei es das hohe Lohnniveau, die exorbitanten Lohnnebenkosten, Betriebsräte, Gewerkschaftsmacht etc., seitens der Gewerkschaften torpediert. Und die Quittung bekommen die Herren vom DGB jedes Jahr, wenn sie sehen dürfen wie viele Mitglieder sie dieses Jahr wieder verloren haben :smile:.

  1. Das 630,- DM Gesetz hat keine Regulierung gebracht, die das
    alte Gesetz nicht auch schon hatte. Es ist lediglich Geld
    umgeschichtet worden. Nämlich die 22% Steuern sind weggefallen
    und durch Zahlungen an die Rentenkasse und den Krankenkassen
    ersetzt worden. Weiterhin ist der Sozialbetrug unterbunden
    worden, indem man eben nicht mehrere Beschäftigungen schwarz
    nachgehen kann.

Das Problem an diesem Gesetz ist, dass dadurch der 630 DM Job für Menschen, die schon einen Hauptberuf haben, weitaus unattraktiver wurde. Der 630 DM Job lohnt sich heute nur noch für Schüler und Studenten bzw. Hausfrauen ohne eigenes Einkommen. Nicht ohne Grund sind seit dem Inkraftreten dieses Gesetzes erstige Gruppen massiv aus diesen Jobs ausgetreten und werden heute nur noch von den zweitigen Gruppen diese Jobs besetzt.

Ich würde mir wünschen, Du würdest Dich erst informieren und
dann posten.

Ich würde mir wünschen, Du würdest konkrete Beispiel liefern anstatt pauschal zu kritisieren und beleidigen.

Marion

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Katja Schneider

Dann formuliere ich es anders, die Gewerkschaften haben
Plakate u.ä. finanziert in denen für die SPD und Herrn Gerhard
Schroeder geworben wurde, stimmst Du jetzt mit mir überein ?.

Stimmt auch nicht. Die Gewerkschaften haben Plakate und Kinospots für mehr soziale Gerechtigkeit finanziert. Von SPD und Schröder war nicht die Rede. Sicher, hat und SOLLTE jeder die Plakate und Kinospots so verstehen, aber das ist dann wohl das Problem der Union, dass sie nicht als Partei der sozialen Gerechtigkeit angesehen wurde.

Das Problem an diesem Gesetz ist, dass dadurch der 630 DM Job
für Menschen, die schon einen Hauptberuf haben, weitaus
unattraktiver wurde. Der 630 DM Job lohnt sich heute nur noch
für Schüler und Studenten bzw. Hausfrauen ohne eigenes
Einkommen. Nicht ohne Grund sind seit dem Inkraftreten dieses
Gesetzes erstige Gruppen massiv aus diesen Jobs ausgetreten
und werden heute nur noch von den zweitigen Gruppen diese Jobs
besetzt.

Also ein sinnvolles Gesetz, das zu einem Abbau der Arbeitslosigkeit geführt hat, wenn der Effekt so eingetreten ist, wie Du ihn beschreibst (Zweitjobler wurden durch Erstjobler ersetzt).

Stimmt auch nicht. Die Gewerkschaften haben Plakate und
Kinospots für mehr soziale Gerechtigkeit finanziert. Von SPD
und Schröder war nicht die Rede. Sicher, hat und SOLLTE jeder
die Plakate und Kinospots so verstehen, aber das ist dann wohl
das Problem der Union, dass sie nicht als Partei der sozialen
Gerechtigkeit angesehen wurde.

Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, es ist und bleibt eine Unterstützung für die SPD. Dass dieses Land weiß gott andere Probleme hat als eine „soziale Gerechtigkeit“ herzustellen, was immer das auch sein mag, ist wieder ein anderes Thema. Vor allem angesichts der Tatsache, dass es sehr wenig Länder gibt, die so, nach der Definition der SPD, sozial gerecht sind wie die Bundesrepublik.

Also ein sinnvolles Gesetz, das zu einem Abbau
Arbeitslosigkeit geführt hat, wenn der Effekt so eingetreten
ist, wie Du ihn beschreibst (Zweitjobler wurden durch
Erstjobler ersetzt).

Was hat es mit Abbau der Arbeitslosigkeit zu tun wenn die, die sowieso schon einen Job haben Kündigen, und dann durch die, die gar nicht in der Arbeitslosenstatistik auftauchen (Schüler, Studenten etc.) ersetzt werden ???.

Cheers

Katja

Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, es ist und
bleibt eine Unterstützung für die SPD.

Ja, bestreite ich ja auch gar nicht. Es war allerdings eine absolute korrekte und mit den Gewerkschaftsinteressen und -zielen vereinbare Kampagne. Wie gesagt, die Arbeitgeber unterstützen die Union, die Gewerkschaften die SPD. Alles seit 50 Jahren bekannt und völlig unproblematisch. Oder ist nur eine pro-Union Kampagne erlaubt und jede pro-SPD Kampagne einer Organisation verboten?

Dass dieses Land weiß
gott andere Probleme hat als eine „soziale Gerechtigkeit“
herzustellen, was immer das auch sein mag, ist wieder ein
anderes Thema.

Möglich. WENN dem so ist und wenn die Bürger dies auch so sehen, dann war (wäre) das ja eine ziemlich misslunge Pro-SPD Kampagne (gewesen). Da sie es offensichtlich nicht war (so wie es die Rechten heute noch aufregt), sehen das die Bürger wohl anders.

Also ein sinnvolles Gesetz, das zu einem Abbau
Arbeitslosigkeit geführt hat, wenn der Effekt so eingetreten
ist, wie Du ihn beschreibst (Zweitjobler wurden durch
Erstjobler ersetzt).

Was hat es mit Abbau der Arbeitslosigkeit zu tun wenn die, die
sowieso schon einen Job haben Kündigen, und dann durch die,
die gar nicht in der Arbeitslosenstatistik auftauchen
(Schüler, Studenten etc.) ersetzt werden ???.

Du hattest oben auch Hausfrauen geschrieben, die auch durchaus in der Arbeitslosenstatistik auftauchen können. Auch Schüler und Studenten können in der Arbeitslosenstatistik auftauchen, wenn sie nicht sofort nach Ende ihrer Schul- und Universitätsausbildung eine Stelle finden (was ja heute durchaus passieren kann).

Hi

  1. Gewerkschaften finanzieren der SPD keine Wahlkämpfe. Einen
    derartigen Unsinn sollte man schon beweisen können.

Dann formuliere ich es anders, die Gewerkschaften haben
Plakate u.ä. finanziert in denen für die SPD und Herrn Gerhard
Schroeder geworben wurde, stimmst Du jetzt mit mir überein ?.
Das ist zwar faktisch dasselbe, aber wenn Du auf Semantische
und Logische völlige Korrektheit fixiert bist, soll unsere
Übereinstimmung daran nicht scheitern.

Wieder Falsch! Das Plakat hieß: Deine Stimme für soziale Gerechtigkeit". Wo steht da gegen Kohl, für Schröder, gegen CDU für SPD?

  1. Gewerkschaften stemmen sich nicht gegen Deregulierungen. Im
    Gegenteil werden in den Tarifverträgen immer neue
    Öffnungsklauseln geschaffen.

Ich bitte Dich, Gewerkschaften stemmen sich seit Jahrzenten
gegen jedwede Deregulierung des Arbeitsmarktes. Jüngstes
Beispiel ist das Scheitern der 5000 X 5000 Verhandlungen von
VW durch die IG Metall, was quer durch alle

Das sogenannte VW Projekt als Deregulierung zu feiern, ist schon stark. Im übrigen solltest Du Dich mehr mit Tarifpoltik beschäftigen, wenn Du derartige Behauptungen in den Raum sttellst, dann wirst Du möglicherweise Deine Meinung ändern. Vielleicht wirst Du sogar feststellen, das Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften Öffnungsklauseln geschaffen haben, die die auf Flexibilisierung erpichten Arbeitgeber überhaupt nicht nutzen.

Gesellschaftsgruppen und Verbände aufs Schärfste kritisiert
wurde. Desweiteren wird jeder Ansatz, die Verkrustungen im
Deutschen Arbeitsmarkt, sei es das hohe Lohnniveau, die
exorbitanten Lohnnebenkosten, Betriebsräte, Gewerkschaftsmacht
etc., seitens der Gewerkschaften torpediert. Und die Quittung
bekommen die Herren vom DGB jedes Jahr, wenn sie sehen dürfen
wie viele Mitglieder sie dieses Jahr wieder verloren haben

-).

Hast Du eigentlich mal gelesen wieviele Menschen jedes Jahr in die Gewerkschaften eintreten.
Und wenn wir schon bei Mitgliedsverlusten sind, ist Dir eigentlich schon mal aufgefallen, dass alle Verbände, Parteien und Vereine mehr Austritte wie Eintritte zu verzeichnen haben? Du magst das lustig finden und deswegen Smilies zu verschicken, ich finde das bedenklich

  1. Das 630,- DM Gesetz hat keine Regulierung gebracht, die das
    alte Gesetz nicht auch schon hatte. Es ist lediglich Geld
    umgeschichtet worden. Nämlich die 22% Steuern sind weggefallen
    und durch Zahlungen an die Rentenkasse und den Krankenkassen
    ersetzt worden. Weiterhin ist der Sozialbetrug unterbunden
    worden, indem man eben nicht mehrere Beschäftigungen schwarz
    nachgehen kann.

Das Problem an diesem Gesetz ist, dass dadurch der 630 DM Job
für Menschen, die schon einen Hauptberuf haben, weitaus
unattraktiver wurde. Der 630 DM Job lohnt sich heute nur noch
für Schüler und Studenten bzw. Hausfrauen ohne eigenes
Einkommen. Nicht ohne Grund sind seit dem Inkraftreten dieses
Gesetzes erstige Gruppen massiv aus diesen Jobs ausgetreten
und werden heute nur noch von den zweitigen Gruppen diese Jobs
besetzt.

Menschen die einen Job haben oder vor inkraftreten der Gesetzesänderung hatten mußten immer den Zweitjob versteuern, nur früher war es eben leichter zu betrügen.

Ich würde mir wünschen, Du würdest Dich erst informieren und
dann posten.

Ich würde mir wünschen, Du würdest konkrete Beispiel liefern
anstatt pauschal zu kritisieren und beleidigen.

Ich werde weiterhin kritisieren, beleidigen ist nicht meine Absicht. Ich möchte mein Schreiben nicht als Beleidugung verstsanden wissen. Sollte dies so von Dir verstanden worden sein bitte ich um Entschuldigung. Da ich Dich wohl Beleidige wenn ich nicht Deiner Meinung bin, werde ich jetzt nicht mehr Antworten.

Marion

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Katja Schneider

Grüße
Marion

Ja, bestreite ich ja auch gar nicht. Es war allerdings eine
absolute korrekte und mit den Gewerkschaftsinteressen und
-zielen vereinbare Kampagne. Wie gesagt, die Arbeitgeber
unterstützen die Union, die Gewerkschaften die SPD. Alles seit
50 Jahren bekannt und völlig unproblematisch. Oder ist nur
eine pro-Union Kampagne erlaubt und jede pro-SPD Kampagne
einer Organisation verboten?

Ich habe doch nichts kritisiert, lediglich auf die Fakten hingeweiesen.

Möglich. WENN dem so ist und wenn die Bürger dies auch so
sehen, dann war (wäre) das ja eine ziemlich misslunge Pro-SPD
Kampagne (gewesen). Da sie es offensichtlich nicht war (so wie
es die Rechten heute noch aufregt), sehen das die Bürger wohl
anders.

Du mußt unterscheiden zwischen Reformen die dringend notwending sind und Reformen die den Bürgern schmecken. In allen anderen Ländern, in denen große und wichtige Reformen durchgesetzt wurden, z.B. USA, Niederlande, Großbritannien, bedeutete dies am Anfang, dass die Bürger zurückstecken mußten, weniger Staat, evtl. höhere Abgaben, Einbussen bei Urlaub, Lohn etc. Dies hat in diesen Ländern nur funktioniert, weil ein Partei übergreifender und auch Gesellschaftlicher Konsens bestand, dass sich etwas ändern muß. Dieser besteht in Deutschland leider nicht, und so lange es ihn nicht gibt, werden immer wieder die Parteien gewählt, die den Bürgern die meisten Wahlgeschenke machen und die die unbequemen aber für die Wirtschaft sinnvollen Gesetze (630DM, Kündigungsschutz bei Wahl 98) nach der Wahl sofort wieder einkassieren.

Du hattest oben auch Hausfrauen geschrieben, die auch durchaus
in der Arbeitslosenstatistik auftauchen können. Auch Schüler
und Studenten können in der Arbeitslosenstatistik auftauchen,
wenn sie nicht sofort nach Ende ihrer Schul- und
Universitätsausbildung eine Stelle finden (was ja heute
durchaus passieren kann).

Hausfrauen tauchen in ganz wenigen Fällen in der Arbeitslosenstatistik auf, deswegen fallen sie für obiges Beispiel nicht ins Gewicht. Das Gross der 630 DM Jobs wird von Schülern und Studenten absolviert , die noch die Schule bzw. die Universität/Fachhochschule besuchen. Gerade heute, in Zeiten von Akademikermangel und, zumindestens in West-Deutschland mehr Ausbildungsplätzen als Azubis, dürfte das wohl eher selten passieren.

Gruß

Katja

Hallo Marion,

Wieder Falsch! Das Plakat hieß: Deine Stimme für soziale
Gerechtigkeit". Wo steht da gegen Kohl, für Schröder, gegen
CDU für SPD?

Wenn sich die SPD das fragwürdige Motto „für mehr soziale Gerechtigkeit“ auf die Fahnen geschrieben hat, worauf läuft es dann wohl heraus ?. Wenn sie drauf schreiben „Wählt die Macht aus Bayern“ ist wohl auch allen klar mit wem sie symphatisieren, oder ?

Das sogenannte VW Projekt als Deregulierung zu feiern, ist
schon stark.

Das habe ich nicht als Modell der Deregulierung gefeiert, sondern als Beispiel für die Betonköpfe in den Gewerkschaften. Wegen 1 Stunde Arbeit mehr am Tag in Zeiten von 4 Mio. Arbeitslosen (der Kanzler träumt ja immer noch von 3,5 Mio. bis zur nächsten Wahl) 5000 Arbeitslose um einen Job zu bringen ist schon ziemlich heftig.

Im übrigen solltest Du Dich mehr mit Tarifpoltik

beschäftigen, wenn Du derartige Behauptungen in den Raum
sttellst, dann wirst Du möglicherweise Deine Meinung ändern.
Vielleicht wirst Du sogar feststellen, das Arbeitgeberverbände
und Gewerkschaften Öffnungsklauseln geschaffen haben, die die
auf Flexibilisierung erpichten Arbeitgeber überhaupt nicht
nutzen.

Ich weiß nicht ob ich jemanden bejubeln kann, der den Arbeitsmarkt 50 Jahre lang völlig verkrustet und Überreguliert hat, und nun ein paar zaghafte Reförmchen macht.

Ich warte übrigens immer noch auf Beispiele für die obig genannten Öffnungsklauseln.

Hast Du eigentlich mal gelesen wieviele Menschen jedes Jahr in
die Gewerkschaften eintreten.

Ja, aber im Saldo verlieren die Gewerkschaften jedes Jahr Mitgleider, das heißt es treten mehr aus als ein :smile:.

Und wenn wir schon bei Mitgliedsverlusten sind, ist Dir
eigentlich schon mal aufgefallen, dass alle Verbände, Parteien
und Vereine mehr Austritte wie Eintritte zu verzeichnen haben?

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Du kannst nicht Parteien oder Vereine mit Gewerkschaften vergleichen. In Parteien oder Vereine trete ich ein, weil ich mich für die Sache engangieren will (Partei) oder etwas mit anderen Menschen teilen will das mir Freude bereitet (Verein). Bei einer Gewerkschaft geht es darum, dass ich mich mit anderen Menschen zusammen tue um gemeinsam deren und meine Interessen zu vertreten. Und darauf legen anscheinend immer weniger Menschen in Deutschland wert ?!.

Du magst das lustig finden und deswegen Smilies zu
verschicken, ich finde das bedenklich.

Ich finde das nicht Bedenklich. Auch andere Länder kommen mit Qualitativ und Quantiativ schwächeren Gewerkschaften sehr gut aus, in den meiste Fällen sogar besser als die Bundesrepublik :smile:.

Ich werde weiterhin kritisieren, beleidigen ist nicht meine
Absicht. Ich möchte mein Schreiben nicht als Beleidugung
verstsanden wissen. Sollte dies so von Dir verstanden worden
sein bitte ich um Entschuldigung. Da ich Dich wohl Beleidige
wenn ich nicht Deiner Meinung bin, werde ich jetzt nicht mehr
Antworten.

Marion, gegen Konstruktive Kritik habe ich nichts einzuwänden. Ich habe mich lediglich an der letzten Äußerung deines ersten Kommentars ein wenig gestört. Ich fände es schade, wenn Du mir nicht mehr antworten würdest, denn bisher war unsere kleine Diskussion in meinen Augen sehr konstruktiv.

Liebe Grüße

Katja

Ich habe doch nichts kritisiert, lediglich auf die Fakten
hingeweiesen.

Ok, dann sind wir uns ja einig.

Gerade heute, in
Zeiten von Akademikermangel und, zumindestens in
West-Deutschland mehr Ausbildungsplätzen als Azubis, dürfte
das wohl eher selten passieren.

Mehr als Du anscheinend glaubst. Denn die Statistik ist die eine, die Realität eine andere Sachen. Wenn IT-Leute gesucht werden, hilft das jemand mit abgeschlossenem Kunststudium nur begrenzt.

Ok, dann sind wir uns ja einig.

Gut :smile:

Mehr als Du anscheinend glaubst. Denn die Statistik ist die
eine, die Realität eine andere Sachen. Wenn IT-Leute gesucht
werden, hilft das jemand mit abgeschlossenem Kunststudium nur
begrenzt.

Ich spreche nicht nur von IT-Leuten, auch im WiWi und Naturiwissenschaftlichen Bereich sind die Absolventen derzeit sehr begehrt. Das Leute aus Exoten Fächern wie Kunst, Philo. u.ä. schwerer Jobs finden liegt in der Natur der Sache.

Katja