Detektive und Statisten in der Verhaltenstherapie?

Ich habe gehoert, dass die Verhaltenstherapie mit Detektiven und Statisten arbeitet, um die Patienten im Alltag zur Annahme von „gutem“ (für den Patienten positiven) Verhalten zu bringen.

Es werden Situationen von den Statisten möglichst glaubwürdig „vorgespielt“ (wobei der Patient nicht wissen soll, dass es gespielt ist), damit der Patient die Situationen als „wahr“ (nicht mit Hintergedanken, dafuer allgemeingültig) wahrnimmt.

Dies kann z.B. im Bus oder beim Besuch des Therapeuten erfolgen.

Die Detektive observieren den Patienten und leiten die Ergebnisse an den Therapeuten weiter, damit dieser genau weiß, wie der Patient sich verhält und was man an ihm ändern muss.

FRAGE: STIMMT DAS?

Danke!!!

Kann das sein, dass du zu viel Ferngesehen hast?

http://www.youtube.com/watch?v=UrUIE9EQ2Do&playnext=…

Das ist allerdings die schönste Stelle:

Moin, Rainer,

Ich habe gehoert, dass die Verhaltenstherapie mit Detektiven
und Statisten arbeitet, um die Patienten im Alltag zur Annahme
von „gutem“ (für den Patienten positiven) Verhalten zu
bringen.

auszuschließen wäre so ein Vorgehen nicht, wenn dem nicht das liebe Geld entgegenstünde. Weder Schauspieler (Statisten?!?) noch Detektive können es sich leisten, für lau zu arbeiten. Auf Krankenschein gibt es eine derartige Therapie also bestimmt nicht.

Gruß Ralf

Du übersiehst dabei aber eines: den ethischen Aspekt!

Hier geht es darum, dass ein Patient ohne sein Wissen künstlich in Situationen hinein gebracht wird und das in der Öffentlichkeit. Das ist eine Vorgehensweise, die hoch Risiko behaftet ist (Stichworte Selbst- und Fremdgefährdung) Ich halte das, abgesehen vom finanziellen Aspekt, auch deshalb für nahezu ausgeschlossen, so etwas zu realisieren, weil das allenfalls in höchst engen Grenzen auf einer ethisch sauberen Ebene machbar wäre.

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Beide Aspekte …
… - sowohl der finanzielle als auch der ethische - machen die Geschichte unglaubwürdig. Ein skrupelloser Psychoguru mit schwerreichen Opfern … äh … Klienten … ja, da vielleicht. Ist aber multipel unseriös, würde ich sagen.

Lg,
M.

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Hallo,
wie bereits andere geantwortet: nein, so etwas gibt es nicht und macht auch keinen Sinn. Sollte es irgendwie Sinn machen, dann müsste der Patient das 1. selber zahlen und 2. darüber informiert sein.

Viele Grüße

Moin, Janina,

Du übersiehst dabei aber eines: den ethischen Aspekt!

mir genügt 1 (in Worten: ein) KO-Kriterium.

weil das allenfalls in höchst engen Grenzen auf einer
ethisch sauberen Ebene machbar wäre

Ich fürchte, da gibt es vieles im Verhältnis Arzt / Patient, das ethisch fragwürdig ist, angefangen bei der Augeninnendruckmessung, die jedem Kunden beim Augenarzt aufgeschwätzt wird. Oder die kostenpflichtige Extra-Zahnsteinbehandlung, die der Zahnarzt wärmstens empfiehlt.

Gruß Ralf

Guten Abend!

Ich habe gehoert, dass die Verhaltenstherapie mit Detektiven
und Statisten arbeitet, um die Patienten im Alltag zur Annahme
von „gutem“ (für den Patienten positiven) Verhalten zu
bringen.

FRAGE: STIMMT DAS?

Nein. So funktioniert weder die Verhaltenstherapie noch irgendeine andere therapeutische Richtung.

Zur (unten bereits andiskutieren) Frage, ob so etwas überhaupt denkbar wäre.
Ja, ich denke schon, und zwar dann, wenn sich ein solches Verfahren als EFFEKTIV erweisen würde. Die Hinweise auf a) das Finanzielle und b) die ethischen Richtlinien finde ich zu pauschal und apriori, denn:

a) eine kassenfinanzierte Analytische Psychotherapie beispielsweise kommt auf bis zu 300 Stunden à ca. 100 Euro = 30000 Euro. Mit einem solchen Budget könnte man schon ne Menge „Detektive“ und „Statisten“ bezahlen, WENN dieses Verfahren sich als sehr effektiv erweisen würde.

b) die Ethikrichtlinien sind keine Gottesgebote, und inwieweit eine solche Detektiv+Statist-Therapie damit überhaupt in Konflikt geriete, hängt davon ab, WAS diese Detektive und Statisten nun konkret überhaupt machen, WIE sie es machen, und WIE QUALIFIZIERT diese dafür sind. Das alles geht aus der Ausgangsfrage gar nicht hervor.

Bei irgendwelchen in-vivo-Expositionsbehandlungen fährt ja der Therapeut mit dem Patienten auch mal ans Meer oder besteigt ein Flugzeug, führt also einen Teil der Behandlung in der Öffentlichkeit durch. Warum sollte das ein TherapeutenTEAM, das funktional in „Detektive“ und „Statisten“ differenziert ist, nicht grundsätzlich auch machen können?

E.T.

The Game

Kann das sein, dass du zu viel Ferngesehen hast?

Oder er hat mißverstanden, daß
The Game
ein Film ist und nicht ein Therapie-Protokoll.

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> Nein. So funktioniert weder die Verhaltenstherapie noch irgendeine
> andere therapeutische Richtung.

Es wird wohl eine neue Therapierichtung sein, in die nur so viele Leute wie nötig eingeweiht werden. Also wenn ich so eine Therapie mit Detektiven und Statisten aufziehen würde, ich täte das Ganze tunlichst geheim halten! Sonst gibt es einen Aufschrei in der Bevölkerung und die Therapie funktioniert nicht mehr (da der Patient weiß, dass alles gespielt ist und so als ‚unwahr‘ abstempelt und das vorgespielte Verhalten nicht übernimmt).

> Mit einem solchen Budget könnte man schon ne Menge „Detektive“ und
> „Statisten“ bezahlen, WENN dieses Verfahren sich als sehr effektiv
> erweisen würde.

Absolut korrekt!
Ich habe das auch schon so ausgerechnet und bin auch zu dem Ergebnis gekommen, dass sich diese Therapieform auszahlen tut.

> WAS diese Detektive und Statisten nun konkret überhaupt machen

Detektive: sitzen im Bus und hören Gespräche des Patienten mit seinen Bekannten, Freunden usw. (die nicht von der Therapie wissen) mit und hören, was der Patient in sein Handy spricht.
Versuchen herauszufinden, welche sexuellen Vorlieben der Patient hat (z.B. durch Beobachten seiner Augen, wo er bei potentiellen Sexpartnern hinsieht (Schuhe, Beine, Po, Brüste, Augen usw.)).
Überwachen der Statisten, ob sie alles, was sie auswendig lernen sollten, auch korrekt vortragen.

> WIE sie es machen

Detektive UND Statisten reden
a) miteinander (meist zwei Detektive oder zwei Statisten)
b) in ihr Handy.

Detektive sind meist ältere Leute (35+). Statisten sind meist jung (18-35), scheinen auch Schüler oder Studenten zu sein.

Das Ziel ist es, eine ‚Alltagssituation‘ vorzuspielen, die den Patienten zur Annahme des SCHABLONENLEBEN bringt.

SCHABLONENLEBEN:
-Führerschein
-eigenes Auto
-NICHT mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren
-möglichst gute Bildung
-Arbeit
-eigene Wohnung
-‚Abnabeln‘ von den Eltern
-Gottesglaube
-Sexualpartner
-sexuell aktiv
-möglichst Nichtraucher
-UMFANGREICHE Teilnahme an sozialen Veranstaltungen, z.B. Parties oder Ähnlichem

Diese Lebensweise soll dem Patienten maximales Glück bringen.

> WIE QUALIFIZIERT

die Detektive scheinen extra ausgebildet zu sein (als Detektive).
Die Statisten sind zum Teil ziemlich vertrottelt, man merkt ihnen zum Teil an, dass sie etwas auswendig Gelerntes vortragen.
Der Therapeut, bei dem man zuletzt war (z.B. ein Verhaltenstherapeut) ist der ‚Kopf‘, er entscheidet, WAS Vorgetragen wird und ist verantwortlich dafür, dass der Patient das Schablonenleben annimmt, sonst gibt es eine Strafe vom Geldgeber (wer das ist, weiß ich nicht sicher, ich denke aber die Krankenkasse oder Ähnliches, was daran Interesse haben könnte, dass der Patient Geld erarbeitet anstatt es zu kosten).

BEI INTERESSE kann ich auch erklären, welche (Gehirnwäsche-) Tricks zur Anwendung kommen, mit denen der Wille des Patienten beeinflusst wird (z.B. so dass er nicht mehr Bus fahren will, sondern Auto).
Es wird von den Detektiven und Statisten nicht einfach nur gesagt ‚ich kaufe ein Auto‘ und man hofft, dass der Patient das auch tut, man hat Tricks, wie man sicherstellt, dass der Patient wirklich ein Auto kaufen WILL. (Man beachte, dass Auto Kaufen ein Teil des Schablonenlebens ist).

Es wird wohl eine neue Therapierichtung sein, in die nur so
viele Leute wie nötig eingeweiht werden.

Das Ziel ist es, eine ‚Alltagssituation‘ vorzuspielen, die
den Patienten zur Annahme des SCHABLONENLEBEN bringt.

Der Therapeut, bei dem man zuletzt war (z.B. ein
Verhaltenstherapeut) ist der ‚Kopf‘, er entscheidet, WAS
Vorgetragen wird und ist verantwortlich dafür, dass der
Patient das Schablonenleben annimmt, sonst gibt es eine Strafe
vom Geldgeber

Sind das nun Vermutungen oder siehst Du Dich oder jemand anderen konkret als Opfer solcher Therapiemethoden?

Welche Anhaltspunkte veranlassen den Betreffenden zu der Annahme, dass es sich bei den Leuten im Bus etc. um vom Therapeuten engagierte Detektive und Statisten handelt (die immerhin entsprechend geschult sein müssten) und nicht einfach um gewöhnliche Passagiere? Unterhaltungen über Arbeit, Eltern, Auto, Partys … sind ja nun keineswegs ungewöhnlich.
Man sollte doch auch meinen, dass z. B. die von den Detektiven überwachten Statisten ausgewechselt werden, wenn sie sich so vertrottelt verhalten?

Gruß
Kreszenz

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> Sind das nun Vermutungen oder siehst Du Dich oder jemand anderen
> konkret als Opfer solcher Therapiemethoden?

Ich sehe mich als ‚Opfer‘ solcher Therapiemethoden. Eigentlich sollte diese Therapie Glück bringen, aber es war nur schrecklich!

> Welche Anhaltspunkte veranlassen den Betreffenden zu der Annahme,
> dass es sich bei den Leuten im Bus etc. um vom Therapeuten engagierte
> Detektive und Statisten handelt (die immerhin entsprechend geschult
> sein müssten) und nicht einfach um gewöhnliche Passagiere?

Es gibt keinen Beweis und keine hundert prozentige Sicherheit, das ist ja das perfide. Ich kann nichts beweisen. Das ist ja auch so gewollt. Wie sollte ich auch so etwas beweisen??? Wie würdest du beweisen wollen, dass Detektive dich ausspionieren und Leute im Bus auswendig gelernte Gespräche vortragen?
Das glaubt dir nicht mal jemand, die Polizei fährt dich zum Arzt und der erklärt dich für verrückt (angebliche Psychose).

Ich fahre seit 1998 regelmäßig mit dem Bus. 2001 war ich bei einem Psychotherapeuten, wegen sozialer Phobie. Seit Ende 2001 reden AUFFÄLLIG häufig Leute im Bus das gleiche, was mir der Psychotherapeut weiß machen wollte. Dazu habe ich in den Reden der Leute im Bus noch den Trick entdeckt, mit dem auch mein Psychotherapeut mir Sachen einreden wollte. Ich kann diesen Trick bei Bedarf hier erklären.

Es ist nichts passiert, was vor Gericht verwertbar wäre.

Allerdings sind schon merkwürdige Dinge geschehen, die man nicht so recht mit der Behauptung, ich hätte eine Psychose, erklären kann.
Zum Beispiel das folgende:

-ich sitze in der Uni, in der Bibliothek am Computer.
-es kommt ein junger Mann, setzt sich neben mich an einen benachbarten Computer
-ich ging zu der Zeit oft in ein spezielles Internetforum, nennen wir es ForumX.
-mir fällt auf, dass der junge Mann neben mir ständig auf meinen Monitor schielt
-ich schreibe ahnungslos und ohne mir Gedanken zu machen in das ForumX
-am nächsten Tag stehen Postings im ForumX, die nichts mit dem Forumthema zu tun hatten und genau das aussagten, was mir mein Psychotherapeut einreden wollte
-ich dachte mir, was sollen denn jetzt diese komischen Themen, so viel und über dieses Thema hat hier noch nie jemand geschrieben!
-nach einiger Zeit vermutete ich, das wieder einmal der Psychotherapeut dahinter steckt (ich dachte mir schon 2002, dass diese Geheimtherapie im Gange ist), und schreibe in ForumX: „Werner, ich bring’ dich um, wenn du mich nicht in Ruhe lässt. Ich schwöre es, du bist tot“. Werner ist der Vorname meines ‚ehemaligen‘ Psycho-Therapeuten, bei dem ich zuvor wegen sozialer Phobie war. Ich habe NUR den Vornamen hineingeschrieben, KEINE Adresse o.ä. Es war KEINESFALLS ersichtlich, WER bedroht wurde.
-zwei Wochen nach der Drohung erscheint die Polizei bei mir zuhause und erklärt, ein gewisser Werner S. (sein voller Name) hätte mich bei der Polizei angezeigt wegen Bedrohung mit dem Tode, sie müssten der Sache nachgehen. Die Polizei beschlagnahmt meine Computer und findet Reste der Drohung. Das Verfahren wird aber eingestellt.
-während der Polizeirazzia stehen im ForumX Threads wie ‚Warum man nicht töten darf‘ und ‚Mörder müssen hart bestraft werden‘. Da wollte wohl jemand bei der Polizei, die natürlich auch in dem Forum im Rahmen der Ermittlungen gelesen hat, Stimmung gegen mich machen.

Dieses ForumX ist nur eines der kleinen Stücke, die das Bild ergeben, dass hier etwas im Geheimen von diesem Psychotherapeuten aufgezogen wurde.

Aber wie gesagt, ich kann nichts beweisen.

Vielleicht sollte ich einmal erzählen, was die Statisten und Detektive so machen, um den Patienten in das Schablonenleben zu pressen?

Hallo!

a) eine kassenfinanzierte Analytische Psychotherapie
beispielsweise kommt auf bis zu 300 Stunden à ca. 100 Euro =
30000 Euro. Mit einem solchen Budget könnte man schon ne Menge
„Detektive“ und „Statisten“ bezahlen

Jein. Denn 100 Euro pro Therapiestunde bleiben trotzdem 100 Euro pro Therapiestunde - und das ist nicht viel, um davon die eigene Arbeit einschließlich diverser Helfer und Detektive zu bezahlen. Da müsste der Therapeut dann schon pro „Außenstunde mit Helfern und Detektiven“ mehrere „normale“ Therapiestunden abrechnen.

Gruß,
Max

Also ich, der behauptet so ‚therapiert‘ worden zu sein, hatte 25 Sitzungen bei einem Dipl. Psych. Univ., und bin der Überzeugung, das mit den Detektiven und Statisten ging erst anschließend, nach den 25 Stunden, los.

Guten Abend!

a) eine kassenfinanzierte Analytische Psychotherapie
beispielsweise kommt auf bis zu 300 Stunden à ca. 100 Euro =
30000 Euro. Mit einem solchen Budget könnte man schon ne Menge
„Detektive“ und „Statisten“ bezahlen

Jein. Denn 100 Euro pro Therapiestunde bleiben trotzdem 100
Euro pro Therapiestunde

  • und das ist nicht viel, um davon die
    eigene Arbeit einschließlich diverser Helfer und Detektive zu
    bezahlen. Da müsste der Therapeut dann schon pro „Außenstunde
    mit Helfern und Detektiven“ mehrere „normale“ Therapiestunden
    abrechnen.

Ich meinte nicht, dass ein Therapeut unter der Hand eine solche „Team-Therapie“ als VT oder AP oder was auch immer mit der Kasse abrechnet (und entsprechend sein Honorar aufteilen müsste), sondern ich spekulierte quasi aus Patienten- bzw. Kassensicht darüber, ob eine solche neuartige Therapieform, die ein ganzes TherapeutenTEAM benötigt, unbedingt so unfinanzierbar sein muss, wie es auf den ersten Blick erscheint.

E.T.

Guten Abend, Rainer!

Also ich, der behauptet so ‚therapiert‘ worden zu sein, hatte
25 Sitzungen bei einem Dipl. Psych. Univ., und bin der
Überzeugung, das mit den Detektiven und Statisten ging erst
anschließend, nach den 25 Stunden, los.

Darf ich mal fragen, WESHALB du in Therapie bist/warst.

Ich hätte da auch gleich einen Verdacht :wink:

E.T.

Ich habe doch gesagt, dass ich wegen Sozialer Phobie da war, und das hat der Psychofritze auch so auf einen Überweisungsschein für den Psychiater (der mit den schrecklichen Beton-Medikamenten) geschrieben.

Psychose hat bei den Ärzten jeder, dem nicht geglaubt wird. Ich habe von einem anderen Psychologen gehört, es hat mal ein Patient erzählt, er würde vom BKA verfolgt. Hat man ihn eingeliefert. Nur hätte es sich dann herausgestellt, dass der Patient Recht hatte. Der vermeintliche Psychotiker hat den falschen Umgang gehabt, und wurde deshalb mitbeschattet.

Ich sage nicht, dass ich vom BKH beschattet wurde, sondern von Leuten, die mit meinem ehemaligem Psychotherapeuten zu tun hatten.

Hallo!

sondern ich spekulierte quasi aus Patienten- bzw.
Kassensicht darüber, ob eine solche neuartige Therapieform,
die ein ganzes TherapeutenTEAM benötigt, unbedingt so
unfinanzierbar sein muss

In diesem Sinne ist es natürlich durchaus fianzierbar - nur unter heute bestehenden (Kassen)-Bedingungen eben nicht. Deswegen halte ich es für nahezu unmöglich, daß irgendein Therapeut das aktuell bereits praktiziert.

Ich glaube aber auch nicht, daß es therapeutisch funktionieren würde. Im Prinzip darf der Klient ja nicht „eingeweiht“ sein - aber wie erklärt man einem Klienten, daß man mit ihm eine Therape durchführt, dessen Details er nicht erfahren darf? Das würde vermutlich das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Klient und Arzt stören. Und wenn er die Details erfährt, wäre das Vertrauen erst recht dahin, von der theraperutischen Wirkung ganz zu schweigen.

Gruß,
Max

Also ich, der behauptet so ‚therapiert‘ worden zu sein

Was ich für geradezu ausgeschlossen halte. Was Du beschreibst, lässt sich zum Beispiel mit selektiver Wahrnehmung viel besser erklären - der Therapeut hat dir die Ohren geöffnet, so daß Du Dinge anschließend wahrgenommen hast, die dir früher entgangen sind.

Warum hat die Therapie eigentlich nach 25 Sitzungen geendet?

Gruß,
Max

> In diesem Sinne ist es natürlich durchaus fianzierbar - nur unter
> heute bestehenden (Kassen)-Bedingungen eben nicht

Vielleicht zahlt es gar nicht die Krankenkasse. Ich habe gehört, manche Therapien (z.B. welche, die der Resozialisierung nach Psychiatrieaufenthalten dienen) werden von der Rentenkasse bezahlt, wenn sie dazu führen, dass der Patient wieder arbeiten kann und in die Rentenkasse einzahlt. Aber ich weiß nicht, wer die Detektiv + Statistentherapie bezahlt.

> Im Prinzip darf der Klient ja nicht „eingeweiht“ sein - aber wie
> erklärt man einem Klienten, daß man mit ihm eine Therape durchführt,
> dessen Details er nicht erfahren darf?

Offiziell habe ich bei meinem Psychotherapeuten wegen sozialer Phobie Verhaltenstherapie gemacht. Nach 25 Sitzungen hat er gesagt, die Krankenkasse würde nicht mehr zahlen. Dann hat er mich ohne Verabschiedung gehen lassen und sonst nicht mehr viel geredet.