Hallo Eva,
ich seh schon, du willst mich nicht verstehen und hast wohl
auch meinen Beitrag nicht mit Ruhe und Abstand gelesen.
Oh, doch. Ich habe ihn sogar sehr genau gelesen! In vollkommener Ruhe und mit 50 cm Abstand. 
Ich habe nirgends angedeutet, daß ich sowas wie
dein Französisch-Kauderwelsch befürworte.
Falls du es nicht gemerkt hast: Das war von mir auch ironisch gemeint!
Aber trotz allem entsprach es deiner Argumentation nach dem Motto ‚Wieso soll etwas im Deutschen nicht gehen, wenn es doch die Franzosen ohne Probleme können‘, die du im Bezug auf Kleinschreibung brachtest.
Kann man in einem Text Hauptwörter auch
dann erkennen, wenn sie klein geschrieben sind? Und da
vertrete ich die Meinung - ja, es ist Gewohnheitssache.
Ja, klar, natürlich. Wenn es gewohnt ist! Der Deutsche und der ausländische Deutschleser ist es aber definitiv NICHT gewohnt!!!
Und die Großschreibung hilft zweifelsohne bei der besseren Satzstrukturerkennung: Lies doch mal dazu das Posting von ‚Car‘, weiter unten. Da konnten Niederländer ihr eigenes Niederländisch besser und schneller lesen, wenn die Hauptwörter groß geschrieben wurden, sogar entgegen der Gewohnheit!
Die Engländer und Franzosen können es, (in ihrer Sprache) und
vermutlich tun sich Deutsche, die beruflich mit diesen
Sprachen zu tun haben, einfach leichter, auch im Deutschen
ohne Großschreibung auszukommen. Mehr wollte ich nicht
ausdrücken.
Das glaube ich ist eben ist der Irrtum. Und zwar, weil die Gewohnheit nicht an der Person festgemacht ist, sondern an der verwendeten Sprache. Hat man einen deutschen Text vor der Nase erwartet man groß geschriebene Hauptworte, egal, ob es ein Deutscher oder ein Engländer oder ein Werweißwasländer liest.
Und im Übrigen - das, was du als Modetick bezeichnest ist
vielleicht einfach nur eine Veränderung, wie sie auch im
gesprochenen Wort zu erkennen ist.
Hä??? Die Kleinschreibung ist im gesprochenen Wort
erkennbar???
Wie willst du bitte eine Klein- bzw. Großschreibung beim
gesprochenem Wort erkennen…??? *prust* *kopfschüttel*
Ok, war vielleicht unglücklich ausgedrückt - aber du willst es
ja auch falsch auslegen, nicht wahr?.
Nein, das will ich durchaus nicht. Da du aber selbst erwartest, dass man deinen Text ‚mit Ruhe und Abstand‘ (Zitat, siehe oben) liest, musst du auch akzeptieren, dass ich genau dieses tue. Und da ich außerdem davon ausgehe, dass du deinen Text mit eben dieser ‚Ruhe‘ schreibst, musst du auch damit rechnen, dass man dich beim Wort nimmt.
Die Komik der Satzlogik ist einfach nicht von der Hand zu weisen…
Aber hier bei diesem Beispiel kann nun wirklich nicht davon
die Rede sein, dass in der Gesellschaft die permanente
Kleinschreibung einer dauerhaft bleibenden
Wandlung/Veränderung gleichkommt! Weit gefehlt!
Wie repräsentativ ist deine Umfrage hierzu? Meine ist auch
nicht repräsentativ - außer vielleicht bei Leuten, die eine
ähnliche Berufsausbildung haben wie ich. Denen fällt die
Kleinschreibung und das lesen derselben leicht.
Sorry, ich hatte nichts von einer Umfrage geschrieben.
Ein einfaches Augen-auf und Looki-looki zeigt doch, dass der Deutsche seine Hauptworte nach wie vor groß schreibt: Zeitungen, Plakate, Fernsehen, Notizen, Briefe. Alles über 90% (herrje, von mir aus auch 89,99999%) groß geschrieben.
Wenn man mit dieser Haltung jeden kleinen sprachlichen
Modetick als eine akzeptable Veränderung betrachtet, dann ist
nun wirklich dem Sprachanarchismus Tor und Tür geöffnet. Mir
graut es vor dem Gedanken, dass Schöpfungen a la ‚ey, Alder‘,
‚da werden sie geholfen‘ und ‚ArbeiterInnen‘ als Veränderung
proklamiert werden; das sind vielmehr modische Auswüchse, die
keine lange Lebensdauer haben.
Es ist schön, wenn du dich entschieden hast, die Sprache so zu
pflegen, wie du sie gelernt hast und für richtig hältst.
— ???
Ich beobachte nur, wie die Sprache sich etymologisch, syntaktisch und grammatikalisch entwickelt. Tatsachen sprechen für sich; und eine davon ist eben die, dass sich die Großschreibung der Hauptwörter bewährt hat, sonst wäre diese auch garantiert bei der letzten Rechtschreibreform abgeschafft worden!
Für die Sprache ist es völlig uninteressant, was „ich für richtig halte“! Du verwechselt hier meine Meinung mit der Meinung der deutsch-schreibenden und deutsch-lesenden Bevölkerung. Letztere ist Ausschlag gebend.
Nimm den Duden als Bibel, blättere jeden Abend darin und erfreue
dich daran 
Wieso gerade den Duden?
Liebe Grüße
Markus