Deutsche Ausländer dumm gehalten?

http://onnachrichten.t-online.de/c/69/68/83/6968838…

Hier wird dargestellt, wie sehr die Ausländerkinder in Deutschland bildungstechnisch benachteiligt werden.

Ich behaupte mal, dass nicht Ausländer schlechte Schulabschnitte haben, sondern dass alle Sozial niedereren Schichten schlechtere Ziele in der Schule erreichen. Das haben schon viele Studien der KMK gezeigt.

Das Bildungssystem in D ist nun mal nicht wie in anderen Ländern als Erziehungsanstalt gedacht, sondern die Eltern *sollen* ja möglichst viel Freiheit in ihrer Erziehung haben. Wenn sie die Erziehung verkorksen, dann wäre es zwar schön, wenn ein Lehrer oder ein „Erzieher“ im weitesten Sinne das wieder geradebiegt.

Das in der Schule zu erledigen hätte aber den Effekt, dass *alle* Kinder erzogen werden, auch die, die aus „gutem Elternhaus“, und damit den Nachteil, dass auch diese Erziehung in der Schule wieder relativiert würde.

Ich meine, dass eine Erziehungsanstalt für schlechte oder gar nicht erzogene Kinder besser ist, als eine verkorkste Familie, dass eine Anstalt aber tausendmal schlechter ist als eine „gute“ Familie.

Was meint Ihr als Schulexperten dazu?

Nick

Hallo Nick,

Ich behaupte mal, dass nicht Ausländer schlechte
Schulabschnitte haben, sondern dass alle Sozial niedereren
Schichten schlechtere Ziele in der Schule erreichen. Das haben
schon viele Studien der KMK gezeigt.

Du sprichst ein Lieblingsaufreg-Thema von mir an.
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Dass Kinder mit Immigrationshintergrund schlechtere Schulabschlüsse machen, ist unter anderem die Folge von bildungsfernen Elternhäusern und mangelnden Sprachkenntnissen. Das haben wir in anderen europäischen Ländern auch.
Es ist aber dem Verdienst deutscher Grundschullehrer und Grundschuldirektoren zuzuweisen, dass Deutschland hier ein „Spitzenreiter“ ist, Kindern mit Immigrationshintergrund unabhängig von ihrem geistigen Potential möglichst auf die Hauptschule oder
allenfalls auf die Realschule weiterzuleiten, und somit von höheren Bildungsformen abzuhalten.
Eine Selektion, die man in anderen Ländern als rassistisch und ungerecht betrachten würde, hilft uns in Deutschland den Anteil von Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern in Gymnasien möglichst niedrig zu halten.

Gruß
Carlos

Dieser Beitrag kann Spuren von Zynismus enthalten.

Hallo

Das Bildungssystem in D ist nun mal nicht wie in anderen
Ländern als Erziehungsanstalt gedacht, sondern die Eltern
*sollen* ja möglichst viel Freiheit in ihrer Erziehung haben.

Irgendwie ja, aber irgendwie auch wieder nicht. Es ist in Deutschland nicht eindeutig.

Wenn die Eltern ihre Kinder erziehen wollen, dann muss ja wenigstens einer von beiden anwesend sein, und zwar ein wenig länger als die ersten beiden Lebensjahre des Kindes, und auch ein wenig mehr als nur abends ab 17:30 oder so.

Das ist aber nicht vorgesehen, jedenfall nicht für Leute, die dadurch eventuell Probleme kriegen könnten. Es „sollen“ beide Eltern und auch alleinerziehende Mütter berufstätig sein, das hat Priorität. - Ich denke nicht, dass sie es wirklich sollen; aber wenn man es laut aussprechen würde, dass irgendeiner der Eltern die Kinder zu wertvollen Mitgliedern der Gemeinschaft erziehen „soll“, könnten ja diese Eltern auf die Idee kommen, daraus evtl. erhöhte Rentenansprüche oder überhaupt irgendwelche Ansprüche abzuleiten.

Es wird zwar immer wieder das Argument gebracht, man wolle nicht - wie damals im 3. Reich - die Hausfrau propagieren, aber das kommt mir sehr unglaubwürdig vor; erstens werden Autobahnen ja schließlich trotz Hitler noch bedenkenlos gebaut. Und zweitens gibt es in Deutschland eigentlich vielerorts noch keine Alternative zur Hausfrau.

Natürlich, wer sich in einer gut abgesicherten Lebenssituation befindet, macht sowieso das, was er für richtig hält. Aber Menschen, die keine gute Absicherung haben - seien sie nun gebildet oder unbegildet - müssen sich weitgehend an das halten, was der Staat für sie vorsieht, und das ist arbeiten gehen oder wenigstens ganztags Arbeit suchen.

Einen großen Teil der Bildungsmisere sehe ich hier. Die Hausfrau wurde abgeschafft, aber es gibt auch keine Alternative dazu (weitgehend).

Ansonsten - um mal eben kurz noch auf deine eigentliche Frage einzugehen - halte ich eine individuelle Förderung natürlich in der Regel für besser als eine Massenbetreuung, insofern gebe ich dir recht.

Viele Grüße
Thea

Wenn sie die Erziehung verkorksen, dann wäre es zwar schön,
wenn ein Lehrer oder ein „Erzieher“ im weitesten Sinne das
wieder geradebiegt.

Das in der Schule zu erledigen hätte aber den Effekt, dass
*alle* Kinder erzogen werden, auch die, die aus „gutem
Elternhaus“, und damit den Nachteil, dass auch diese Erziehung
in der Schule wieder relativiert würde.

Ich meine, dass eine Erziehungsanstalt für schlechte oder gar
nicht erzogene Kinder besser ist, als eine verkorkste Familie,
dass eine Anstalt aber tausendmal schlechter ist als eine
„gute“ Familie.

Was meint Ihr als Schulexperten dazu?

Nick

Hallo
Es wird zwar immer wieder das Argument gebracht, man wolle
nicht - wie damals im 3. Reich - die Hausfrau propagieren,
aber das kommt mir sehr unglaubwürdig vor; erstens werden
Autobahnen ja schließlich trotz Hitler noch bedenkenlos
gebaut.

Auch hallo!

in die Diskussion möchte ich mich in der Sache nicht einmischen, weil ich nicht sicher sein könnte, freundlich zu bleiben.
Aber eins möchte ich sagen: dies ist die tollste, phantastischste, abenteuerlichste Gedankenverbindung seit der Einführung des Hüttenkäses in Europa.

Gruß - Hugo

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Hallo

in die Diskussion möchte ich mich in der Sache nicht
einmischen, weil ich nicht sicher sein könnte, freundlich zu
bleiben.

Wieso denn?

Es wird zwar immer wieder das Argument gebracht, man wolle
nicht - wie damals im 3. Reich - die Hausfrau propagieren,
aber das kommt mir sehr unglaubwürdig vor; erstens werden
Autobahnen ja schließlich trotz Hitler noch bedenkenlos
gebaut.

Aber eins möchte ich sagen: dies ist die tollste,
phantastischste, abenteuerlichste Gedankenverbindung seit der
Einführung des Hüttenkäses in Europa.

Wieso? Damit möchte ich doch nur dieses Argument in seiner Eigenschaft als Totschlag-Argument entkräften.

Viele Grüße
Thea

Hi Nick,

http://onnachrichten.t-online.de/c/69/68/83/6968838…

Hier wird dargestellt, wie sehr die Ausländerkinder in
Deutschland bildungstechnisch benachteiligt werden.

Nein hier wird nur ein Aspekt der Kontrolle des UN-Sonderkommisars betrachte, nämlich der der am reißerischten ist.

Ich behaupte mal, dass nicht Ausländer schlechte
Schulabschnitte haben, sondern dass alle Sozial niedereren
Schichten schlechtere Ziele in der Schule erreichen. Das haben
schon viele Studien der KMK gezeigt.

Ähm, wofür steht KMK?
Egal, richtig ist wohl das Kinder aus sogenannten „Bildungsfernen Häusern“, schlechte Abschlüsse bauen. Das diese „Bildungsfernen Häuser“ jedoch alle in den niederen Einkommensschichten zu finden sein sollen ist ein Vorurteil meines Erachtens nach.
Migrantenkinder haben zudem noch das Handicap Sprache, das im Vorschulischen und auch Grundschulischen Bereich nicht ausreichend kompensiert werden kann. Dies liegt allerdings wohl eher am Lehrer- und Stundenschlüssel.

Im übrigen wehre ich mich dagegen das Kinder von arbeitenden Eltern schulisch schlechter dastehen als Kinder wo ein Elternteil zu Hause ist. Mein Klassenkamerad damals hat auch nur mit Ach und Krach den Hauptschulabschluß gemacht obwohl seine Mutter immer zu Hause war und ich die Tochter einer Alleinerziehenden berufstätigen Mutter habe einen guten Realschulabschluß gebaut, wobei mir meine Lehrer bescheinigt haben das ich durchaus mehr zu Leisten in der Lage war.
Mal abgesehen von der Tatsache das ich einen Empfehlung für die Hilfsschule hatte.

Es ist nicht entscheidend ob die Eltern arbeiten oder nicht arbeiten, sondern vielmehr die Kommunikation die hier zwischen Eltern und Kindern stattfindet. Je mehr wir mit unseren Kindern reden und nicht nur diktieren und befehlen um so offener werden sie für Wissen aller Art.

Im übrigen glaube ich nicht das Migrantenkinder dümmer sind oder gehalten werden, vielmehr fehlt hier eine konkrete sprachlich Förderung und auch eine entsprechende Aufklärung der Eltern dazu.

Nordische Grüße
Andrea

Ähm, wofür steht KMK?

= Kultusministerkonferenz.
Jedenfalls zu meiner Zeit. Da hieß der Aufenthaltsraum für die Oberstufenschüler nämlich KMK-Raum *ggg*

Gruß

Bigmama

Eine Selektion, die man in anderen Ländern als rassistisch und
ungerecht betrachten würde, hilft uns in Deutschland den
Anteil von Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern in
Gymnasien möglichst niedrig zu halten.

Gruß
Carlos

Dieser Beitrag kann Spuren von Zynismus enthalten.

Liberalala-Blödsinn!
Ein intelligenter, leistungswilliger Schüler kommt aufs Gymnasium und macht seinen Weg anschließend auch im Studium und Beruf gut. Egal, ob deutsch- oder ausländischstämmig.

Die ganzen Hauptschul-Murats sind doch nur deshalb dort, weil sie faul sind und aus ungebildeten, nicht integrierbaren Elternhäusern stammen. Hier ist die Politik gefragt, dringend für die ersehnte Minus-Zuwanderung zu sorgen, um die Sozial- und Schulsysteme zu entlasten.

In meinem Abi-Jahrgang waren genug Einwandererkinder, die sich von der Hauptschule (wohin wohl alle Ausländerkinder ab einem gewissen Alter zuerst geschickt werden, wenn sie gar kein Deutsch können) bis zum Abi durchgearbeitet haben. Gleichzeitig sind etliche faule deutschstämmige Mitschüler, die nicht leistungfsfähig waren,
im Laufe der Schulzeit abgegangen auf niedrigere Schulformen.

Also: Wer Leistung bringt, kann alles erreichen. Das Schulsystem ist gut. Alles andere ist Gutmenschen-PC-Gejammere. Die 68er sind vorbei! „Alles für alle“ könnt Ihr Euch abschminken.

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Mutter ist die Beste
Hallo Thea,

es gab durchaus Untersuchungen, ob sogenannte Schlüsselkinder gegenüber Kinder bezüglich Verhalten und schulischen Leitungen benachteiligt sind. Es war nicht der Fall.

Wenn das Kind nachmittags im Kinderhort ist, in einer Gruppe betreut wird, in der Ganztagsschule oder gar im Internat ist, heißt das nicht, dass Kind orientierunglos verkommt.
Die Vorstellung, dass die Betreuung durch die Mutter das Beste ist, was man für das Kind tun kann ist ein Ideal aus dem Biedermeier.
Bedenke, wer richtig Geld hat und hatte, hat überhaupt keine Probleme mit Fremdbetreuung, sei es das Kindermädchen oder das Internat.

Gruß
Carlos

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Hallo Andrea,

Migrantenkinder haben zudem noch das Handicap Sprache, das im
Vorschulischen und auch Grundschulischen Bereich nicht
ausreichend kompensiert werden kann. Dies liegt allerdings
wohl eher am Lehrer- und Stundenschlüssel.

was Sprachförderung für Migrantenkinder angeht, baut jede Schule ihren eigenen Mist. Manche Schulen bieten keine an (und wenn ich so zurückdenke, bin ich damit gut gefahren und meine nicht-deutschen Mitschüler auch), andere Schulen bieten sie in einer, nun ja, sagen wir mal „nicht durchdachten“ Art und Weise.

Eine Freundin von mir hatte damals Förderunterricht nicht zusätzlich zum normalen Unterricht, sondern während regulärer Unterrichtsstunden! Man ging, so ganz pädagogisch, davon aus, dass sie den Englisch-Unterricht in der 5. Klasse nicht besuchen soll, da sonst ein Sprachmischmasch entsteht. So hat sie ein Jahr Englischunterricht verpasst und hat später daran zu knabbern gehabt, den Stoff selbstständig (dafür gab es dann natürlich keinen Förderunterricht) nachzuholen, denn die Benotung in der 6. Klasse wurde ja nicht ausgesetzt.

Bei sowas sage ich - lieber gar keine zusätzliche Förderung. Wenn man sich lange genug in deutschsprachiger Umgebung aufhält, lernt man als Kind die Sprache automatisch.

Es ist nicht entscheidend ob die Eltern arbeiten oder nicht
arbeiten, sondern vielmehr die Kommunikation die hier zwischen
Eltern und Kindern stattfindet. Je mehr wir mit unseren
Kindern reden und nicht nur diktieren und befehlen um so
offener werden sie für Wissen aller Art.

Zustimmung

Im übrigen glaube ich nicht das Migrantenkinder dümmer sind
oder gehalten werden, vielmehr fehlt hier eine konkrete
sprachlich Förderung und auch eine entsprechende Aufklärung
der Eltern dazu.

Wie gesagt, auch bei Migrantenkindern spielt es eine große Rolle, ob die Eltern aus bildungsnahen Schichten kommen. Entweder man hat einen Ansporn, Anschluss zu finden, oder man hat ihn nicht.

Grüße,
Anja

Hallo Carlos

es gab durchaus Untersuchungen, ob sogenannte Schlüsselkinder
gegenüber Kinder bezüglich Verhalten und schulischen Leitungen
benachteiligt sind. Es war nicht der Fall.

Ja, ok, ich habe aber hauptsächlich gesagt (oder wollte es wenigstens sagen), dass die Hausfrauenehe zwar weitgehend abgeschafft wurde, aber zum großen Teil nichts anderes an die Stelle getreten ist.

Einen Platz an einem Kinderhort zu bekommen, das ist nicht ganz einfach.

Bedenke, wer richtig Geld hat und hatte, hat überhaupt keine
Probleme mit Fremdbetreuung, sei es das Kindermädchen oder das
Internat.

Ja, das stimmt. Es geht auch etwas um die zu große Gruppenstärke bei vielen staatlichen Betreuungseinrichtungen, und zu wenig Platz, um sich zu entfalten.

Viele Grüße
Thea

Hallo Seb,

als Student glaubt man begriffen zu haben wie die Welt funktioniert.
Wenn du erst mal im Leben stehst wirst du dir die eine oder andere Vorstellung langsam abschminken.

Also: Wer Leistung bringt, kann alles erreichen.

Das glaubte ich auch mal. Pustekuchen. Leistung ist ganz nett, aber dreifach so wichtig ist soziale Intelligenz, fünf mal so wichtig ist Selbstmarketing und zehn mal so wichtig sind Beziehungen.

Ein intelligenter, leistungswilliger Schüler kommt aufs
Gymnasium und macht seinen Weg anschließend auch im Studium
und Beruf gut. Egal, ob deutsch- oder ausländischstämmig.

Wenn du meinen Beitrag nicht nur gelesen sondern auch verstanden hättest, wüsstest du, dass ich genau diesen Punkt kritisiere. Nicht Leistung zählt bei der Empfehlung für die weiterführende Schule, sondern Herkunft.

In meinem Abi-Jahrgang waren genug Einwandererkinder, die sich
von der Hauptschule (wohin wohl alle Ausländerkinder ab einem
gewissen Alter zuerst geschickt werden, wenn sie gar kein
Deutsch können) bis zum Abi durchgearbeitet haben.

Ähh,… wieviele waren es? Zwei? Fünf? Siebzehn?

Also: Wer Leistung bringt, kann alles erreichen. Das
Schulsystem ist gut. Alles andere ist
Gutmenschen-PC-Gejammere.

Ein wirklicher Leistungsträger würde so etwas nicht schreiben.
Das deutsche Schulsystem ist unzureichend. Es gibt viele Länder, die deutlich leistungsfähigere Schulsysteme habe. Der Anteil von Schülern mit Hochschulreife oder Studenten ist gemessen an den Anforderungen zu niedrig.
Ein wirklicher Leistungsträger würde die Frage stellen, wie man das Potential, welches die hiesige Jugend bietet, besser ausschöpfen kann.

Gruß
Carlos

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Hallo

es gab durchaus Untersuchungen, ob sogenannte Schlüsselkinder
gegenüber Kinder bezüglich Verhalten und schulischen Leitungen
benachteiligt sind. Es war nicht der Fall.

Und es kommt ja auch immer darauf an, was da untersucht wurde.

Und einfach die Unterscheidung Schlüsselkind - anderes Kind zu machen, finde ich auch etwas zu simpel. Das sagt mir nicht sehr viel.

Viele Grüße
Thea

Hallo Carlos,

Also: Wer Leistung bringt, kann alles erreichen.

Das glaubte ich auch mal. Pustekuchen. Leistung ist ganz nett,
aber dreifach so wichtig ist soziale Intelligenz, fünf mal so
wichtig ist Selbstmarketing und zehn mal so wichtig sind
Beziehungen.

hat ein Migrantenkind per se keine soziale Intelligenz und keine Fähigkeit zum Selbstmarketing?

Ein intelligenter, leistungswilliger Schüler kommt aufs
Gymnasium und macht seinen Weg anschließend auch im Studium
und Beruf gut. Egal, ob deutsch- oder ausländischstämmig.

Wenn du meinen Beitrag nicht nur gelesen sondern auch
verstanden hättest, wüsstest du, dass ich genau diesen Punkt
kritisiere. Nicht Leistung zählt bei der Empfehlung für die
weiterführende Schule, sondern Herkunft.

In meinem Bekanntenkreis sind mehrere Studenten, die mit ihren Familien hergekommen und erst einmal in die Haupt- oder Realschule gesteckt wurden. Das sind halt Leute, bei denen schon in ihrem Heimatland klar war, dass sie mal studieren werden, weil die Eltern auch Akademiker sind. Als sie hergekommen sind, stand die Frage, ob Abitur oder nicht, gar nicht im Raum. Die Frage war nur: Wie komme ich auf allerkürztestem Wege zu einem möglichst guten Abitur? Insofern sehe ich das eigentliche Problem in den bildungsfernen Elternhäusern vieler Migranten. Eine Empfehlung kann man ohne größere Probleme ausgleichen, wie meine Beispiele zeigen. Man muss es aber wollen.

Es gibt viele
Länder, die deutlich leistungsfähigere Schulsysteme habe. Der
Anteil von Schülern mit Hochschulreife oder Studenten ist
gemessen an den Anforderungen zu niedrig.
Ein wirklicher Leistungsträger würde die Frage stellen, wie
man das Potential, welches die hiesige Jugend bietet, besser
ausschöpfen kann.

Hier stimme ich dir zu.

Gruß,
Anja

Hallo Anja,

hat ein Migrantenkind per se keine soziale Intelligenz und
keine Fähigkeit zum Selbstmarketing?

Sorry, dass habe ich nicht gekennzeichnet. Damit beziehe ich vor allem auf die spätere Karriere und die Stellung in der Gesellschaft.

Insofern
sehe ich das eigentliche Problem in den bildungsfernen
Elternhäusern vieler Migranten. Eine Empfehlung kann man ohne
größere Probleme ausgleichen, wie meine Beispiele zeigen. Man
muss es aber wollen.

Hier kommt der Punkt, wo Leistung eben nicht mehr zählt. Da ist ein hochintelligentes Kind, welches auch Leistung bringt. Aber weil es aus einem bildungsfernen Elternhaus kommt, seien es deutsche oder ausländische Eltern, steckt man es in die Hauptschule.
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Die Leistungsselektion unseres Schulsystems ist eine Farce, wenn nicht die Leistung der Kinder den Ausschlag gibt, sondern die der Eltern.

Gruß
Carlos

Hallo Seb,

als Student glaubt man begriffen zu haben wie die Welt
funktioniert.
Wenn du erst mal im Leben stehst wirst du dir die eine oder
andere Vorstellung langsam abschminken.

Also: Wer Leistung bringt, kann alles erreichen.

Das glaubte ich auch mal. Pustekuchen. Leistung ist ganz nett,
aber dreifach so wichtig ist soziale Intelligenz, fünf mal so
wichtig ist Selbstmarketing und zehn mal so wichtig sind
Beziehungen.

Klar ist Vitamin B wichtig, seh ich genauso. Ich seh nur nicht, wo gezielt die Ausländer rausgedrängt werden.

Ein intelligenter, leistungswilliger Schüler kommt aufs
Gymnasium und macht seinen Weg anschließend auch im Studium
und Beruf gut. Egal, ob deutsch- oder ausländischstämmig.

Wenn du meinen Beitrag nicht nur gelesen sondern auch
verstanden hättest, wüsstest du, dass ich genau diesen Punkt
kritisiere. Nicht Leistung zählt bei der Empfehlung für die
weiterführende Schule, sondern Herkunft.

Das stimmt so nicht. Ich bin noch nicht so lange weg von der Schule. Diejenigen mit guten Noten in Grundschule/OS kamen auch aufs Gymnasium, viele sehe ich jetzt an der Uni wieder.

In meinem Abi-Jahrgang waren genug Einwandererkinder, die sich
von der Hauptschule (wohin wohl alle Ausländerkinder ab einem
gewissen Alter zuerst geschickt werden, wenn sie gar kein
Deutsch können) bis zum Abi durchgearbeitet haben.

Ähh,… wieviele waren es? Zwei? Fünf? Siebzehn?

Genug. Es waren nunmal keine Ausnahmen. Im übrigen finde ich nicht, dass das Abitur jetzt so grausam schwer war. Das ist nun wirklich keine riesen Hürde.

Also: Wer Leistung bringt, kann alles erreichen. Das
Schulsystem ist gut. Alles andere ist
Gutmenschen-PC-Gejammere.

Ein wirklicher Leistungsträger würde so etwas nicht schreiben.
Das deutsche Schulsystem ist unzureichend. Es gibt viele
Länder, die deutlich leistungsfähigere Schulsysteme habe. Der
Anteil von Schülern mit Hochschulreife oder Studenten ist
gemessen an den Anforderungen zu niedrig.

Du willst mir doch jetzt nicht die USA oder so verkaufen. Wo jeder irgend nen Bachelor in Ausdruckstanz o.ä. ablegt und dann in der Statistik als Akademiker zählt. Dort sind Bachelor oft das, was hier qualifizierte Ausgebildete machen. Du kannst auch nen Medizin-Bachelor dann mit nem Krankenpfleger hier vergleichen usw. .

Ein wirklicher Leistungsträger würde die Frage stellen, wie
man das Potential, welches die hiesige Jugend bietet, besser
ausschöpfen kann.

Unser aller Potential könnte besser genutzt werden, wenn der Migranten-Anteil in der Bevölkerung spürbar sinken würde. Indem man Familiennachzug aus primitiven Staaten (wie der Türkei) ermöglicht, holt man ja auf jeden Fall noch mehr „Elite-Potential“ ins Land (Kopftuch, Ehrenmorde, Bärtige)… :wink:

Gruß
Carlos

Moin,

Wenn die Eltern ihre Kinder erziehen wollen, dann muss ja
wenigstens einer von beiden anwesend sein,

Bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien ist häufig nicht nur einer, sonder gleich beide Elternteile zu hause. Offenbar wirkt sich das nicht positiv auf die schulischen Leistungen aus.

Bei Kinder mit Migrantenhintergrund ist ja gerade das Problem , dass sie häufig viel länger zu hause betreut werden (statt z.B. in den Kindergarten zu gehen) und somit relativ spät die deutsche Sprache erlernen.

Gruß
Marion

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Internatskinder sind gut in der Schule, aber…

Hallo Thea,

es gab durchaus Untersuchungen, ob sogenannte Schlüsselkinder
gegenüber Kinder bezüglich Verhalten und schulischen Leitungen
benachteiligt sind. Es war nicht der Fall.

An den Schulischen Leistungen die gute Erziehung festzumachen halte ich für sehr gefährlich.

Ich hab mal Kinder aus dem Internat Salem, einer Schule, die sich der Leistung der Schüler nach gerne Eliteschule nennen dürfte, kennengelernt. Sowas von geistig kaputt habe ich selten gesehen. Leistung ist der einzige Lebensinhalt.

Ich glaube, dass solche Kinder gute Leistungen bringen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie jemals gute Eltern sein werden. Sie werden ihren Kindern ebenfalls „gute“ Erziehung geben, und sie auf eine Leistungs-Anstalt schicken.

Solche Kinder studieren, machen Karriere, und mit vierzig merken sie, dass sie ganz schnell noch selber Kinder kriegen wollen, für die sie aber leider gar keine Zeit haben, die dann also wieder ins Internat müssen.

Gute Leistung ja, aber für was für einen Preis?

Gruss, Marco

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Quantität und Qualität

Moin,

Wenn die Eltern ihre Kinder erziehen wollen, dann muss ja
wenigstens einer von beiden anwesend sein,

Bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien ist häufig
nicht nur einer, sonder gleich beide Elternteile zu hause.
Offenbar wirkt sich das nicht positiv auf die schulischen
Leistungen aus.

Bei Kinder mit Migrantenhintergrund ist ja gerade das
Problem , dass sie häufig viel länger zu hause betreut
werden (statt z.B. in den Kindergarten zu gehen) und somit
relativ spät die deutsche Sprache erlernen.

Ein guter Vater kann an einem Abend bessere Erziehung leisten, als ein Vater, der den ganzen Tag zuhause ist, seine Frau schlägt und jeden Tag einen Kasten Bier wegsäuft.

In solchen Fällen ist selbstverständlich eine Erziehungsanstalt die bessere Lösung. Bei „guten“ Familien ist die Familie aber die erste Wahl.

Ich wollte nur, dass man nicht gezwungen wird, seine Kinder in eine Anstalt abzuschieben.

Gruss, Marco

Hallo Carlos!

Hier kommt der Punkt, wo Leistung eben nicht mehr zählt. Da
ist ein hochintelligentes Kind, welches auch Leistung bringt.
Aber weil es aus einem bildungsfernen Elternhaus kommt, seien
es deutsche oder ausländische Eltern, steckt man es in die
Hauptschule.

Das denke ich nicht. Und zwar nicht zum Selbstzweck denke ich das nicht.

Ich glaube hier kommen mehrere Faktoren zusammen, die zur Misere beitragen. Solche, die mir spontan einfallen:

  1. Herkunftsselektion durch die Lehrer (der von dir betonte Faktor)
  2. Tatsächliche Leistungsmängel von Zöglingen bildungsferner Elternhäuser bedingt durch unzureichende Förderung. Hierbei ist zu beachten, dass Maß für Förderung nicht immer von Finanzen abhängt. Es ist öfter mehr ein unzureichendes Stellemaß, das Bildung zugerechnet wird.
  3. Mangelhafte Eigeninitiative: Meiner Meinung nach wird in Deutschland zu oft betont, welchen Einfluss Schule in Bildung und Erziehung haben sollte und suboptimale Entwicklung der Kinder wird fast immer der Lehranstalt zugeschrieben. Hingegen ist der elterliche Einfluss auf die Kinder enorm und kann kaum überschätzt werden. Ich denke Psychologen würden mir da zustimmen. Vor allem auch, weil Kinder schon vor der Einschulung eine Persönlichkeit entwickeln (Wir könnten ja mal Oliver vom Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften um seine Einschätzung fragen)

Insgesamt zeichnet sich für mich ein Bild ab, in dem es Migranten oft doppelt schwer haben:
Sie starten mit weniger Deutschkenntnissen auf. Bildungsferne ist ach oft im Spiel. Durch die Gesellschaft werden die Eltern darin bestärkt, das das Bildungssystem allein dafür verantwortlich ist, dass die eigenen Kinder eine ordentliche Ausbildung und Erziehung erhalten.

Zusätlich wachsen die Kinder abhängig von den örtlichen Gegebenheiten teilweise in mehr oder weniger ausgeprägten „Parallelgesellschaften“ auf.

Das Ende der Fahnenstange ist dann, dass die Kinder ihr Potential nicht ausleben und weiterentwickeln. In Verbindung mit dem ungerechten Selektieren haben Kinder mit Immigrationshintergrund besonders schlechte Chancen.
Meine Beispiele lassen sich gut auch auf andere bildungsferne deutsche Gruppen beziehen, denke ich.

VG, Stefan

  1. Anmerkung:
    In der Gesellschaft wird nicht verdeutlicht, dass Korelation noch kein Kausalitätsbeweis und erst recht kein Maß für Stärke des Kausalität ist. Die Folge ist, dass viele denken, weil Kinder aus akad. Familien öfter die Gymnasialempfehlung erhalten hat die Schule a priori Fehler bei der Empfehlung durch ungerechtfertigte „Standesselektion“ begangen. Nichtsdestotz halte ich diese Selktion für existent und für ein Unding.

  2. Anmerkung:
    In Deutschland waren die Zustände einst etwas anders. Meine Mutter z.B. wuchs mit zwei Geschwistern in einer Arbeiterfamilie (Meine Großmutter war Hausfrau, mein Großvater Lokomotivführer, der sich von unten bis an die Spitze der nicht studierten Beamten raufgearbeitet hat.) Alle drei Kinder haben Abi gemacht und studiert.
    Meine Großelten hatten immer die Bedeutung von Bildung im Kopf, wobei es keine autoritäre Familie, sondern eine christliche, sonst sehr liberale war. (Das ganze hat ja mit der Öffnung der Gymnasien für die Arbeiterkinder in den 70ern zu tun)
    Heute gilt oft, dass Kinder von Eltern relativ armen Akademikern selbst eine gute Schulbildung erlangen. (So war es z.B. bei meiner Schwester der Fall. Zu „ihrer Zeit“ hatten meine Eltern aus bestimmten Konstellationen heraus weniger Geld als den Sozialhilfesatz. Dennoch hat sie es immerhin zur Pastorin (das schwarze Schaaf :wink: ) geschafft)

Außerdem sind es auch teilweise gesellschaftliche Aspekte, die eine Rolle bei Immigranten zu spielen scheinen. So ist der Anteil von Asiaten unter Gymnasiasten und Studenten signifikant hoch.

Ich selbst denke sogar, dass ich wohl objektiv fälschlicherweise (von den Pädagogen und Eltern zusammen) nicht aufs Gymnasium geschickt worden wäre, wäre ich in einem ganz anderen Umfeld aufgewachsen, da ich wohl ein recht schwieriger, wenn auch keinesfalls dummer Schüler war.

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