Hallo Gernot,
Das Problem ist nur, daß die Juen sich dabei selkber
ausgrenzen. De Mazaire würde sich niue anders als als
deutschen bezeichnen, er sieht sich so und nicht anders. Aber
wie ist das bei einem Juden - sieht der sich auch zuerst und
ausschlißlich als Deutscher? Oder kommt da nicht dann doch
irgendwo das Gefühl, daß das so nicht stimmt, weil man ja auch
zum jüdischen Volk gehört?
Wie schon vielfach hier immer wieder gesagt wurde, schließt die eine Zugehörigkeit die andere nicht aus.
Heißt denn Deutsch sein, dass man sich vom Judentum distanzieren muss?
Warum kann man nicht „auch zum jüdischen Volk“ gehörenß Was spricht dagegen?
Man kann die Geschichte der Juden in diesem Land nicht ausblenden, und von daher geht das mit der Identifikation nicht so unbefangen wie vor der Schoah.
Der Nachfahre der Hugenotten verschwendet keinen Gedanken an
seine ursprünglich französische herkunft.
Woher weißt Du das? Im Zuge dessen, dass Ahnenforschung immer mehr „in“ wird, ist es durchaus etwas, womit sich Leute hogenottischer Herkunft beschäftigen.
Er ist Deutscher.
Und er wird jeden versuch, ihn auszugrenzen mit dieser
Tatsache kontern. Aber sagt auch ein Jude in einem solchem
Fall: „Halte mal Dein Maul, ich bin Deutscher wie Du und
nichts anderes“?
Ich kenne eine ganze Reihe Juden, die mit der Zeit die Schnauze davon voll haben, weil die Unbelehrbarkeit eben überwiegt.
Mit der gleichen Selbstverständlichkeit mit der Juden vielfach automatisch aus dem Deutschsein ausgegrenzt werden, könnte man sie zumindest fragen, wie sie das selber sehen.
Es wurde ja mit großem Erstaunen quittiert, als Ignaz Bubis - als er nach dem Ergehen seines Präsidenten gefragt wurde - sich auf den deutschen bezog.
Es ist schlichtweg einfach eine Tatsache, daß in dem Falle die
Begriffe Nation und Religion vermanscht werden,
sie werden nicht „vermanscht“, sondern es steckt ein anderes Konzept dahinter, mit denen Deutsche, die Judentum rein mit einer Religion identifizieren wollen, nicht zurchtkommen.
Zugehörigkeit zu einer bestimmten religion automatisch auch
zur Zugehörigkeit zu einem Volk wird. Das ist meines Wissens
ziemlkich einzigartig und wird damit automatisch von anderen
als unlogisch, unbegreiflich oder auch absurd empfunden.
Einen Automatismus sehe ich da nicht. Man muss es nicht absurd empfinden, sondern kann sich mit unterschiedlichen Wahrnehmungen und Konzepten auseinandersetzen. Von Minderheitsangehörigen wird das übrigens erwartet.
Es
wäre genau so, als wenn die Zugehörigkeit zur anglikanischen
Kirche darüber entscheiden würde, ob jemand Engländer ist oder
nicht - eigentlich irgendwie undenkbar.
Du wirfst hier Jude und Israeli durcheinander scheint mir. Jude ist keine Staatsangehörigkeit.
…
wenn die Religion ins Spiel kommt - wie soll ich mit jemdnen
diskutieren, der sich für den Angehörigen eines auserwählten
Volkes hält? Darin liegt letztlich ja auch eine gewisse
Überheblichkeit gegenüber anderen - und da muß man sich nicht
unbedingt wundern, wenn der andere sich zuklappt.
Warum hält Dich das ab? „Auserwählung“ heißt vom jüdischen Verständnis her, dass Juden die Verpflichtung haben 613 Gebote zu erfüllen. Nichtjuden brauchen nur die sieben noachidischen Gebote erfüllen, um an der kommenden Welt Anteil zu haben.
Wo liegt hier eine Überheblichkeit?
Und warum tangiert es Dich oder beeinträchtigt Deine Diskussionsfähigkeit oder -willigkeit, wenn Juden mehr Gebote zu erfüllen haben als Du?
Falls Du aber das christlich geprägte Vorurteil teilst, dass Auserwählung bedeuten würde, Juden fühlten sich überlegen so quasi als etwas Besseres, so kannst Du das nicht Juden zur Last legen.
Viele Grüße
Iris