Deutsches Schulsystem

Hi WWW-lers!

Ich glaube dieses Thema hätte man genauso bei „Inlandspolitik“ stellen können, aber ich habe mich für „Eltern-Kind“ entschieden.

Neulich mit einer Erzieherin meines Sohnes ergab sich ein Gespräch. Der genaueren Wortwahl kann ich nicht wiederholen aber die Ideen die zugrunde lagen schon. Sie war mit meiner Meinung/Einstellung ganz einverstanden.

Mit dieser Artikel hier wollte ich nach Eure Meinung fragen und auch wissen, ob dieses System gut ist oder sich ändern sollte. Wenn ja wie und mit welchen Mitteln???

Vorab: Ich kenne absolut keinen Eltern, die mit diesem Schulsystem auch nur annähernd glücklich oder zufrieden ist. Wenn ich eine Politikerin wäre, allein das würde mir sehr zu denken geben und einen Anlaß um schnellstens zu handeln.

Also das Thema wurde durch diesen Amoklauf in Emdstetten angeregt, wo ein Teenager 14 Menschen verletzt hat und sich selbst dann tötete. Das war der aktuellen Anlaß dazu, aber man erinnert sich an Erfurt, Freising, etc… (um nur in Deutschland zu bleiben)

Vielleicht liegt es daran, daß bei uns in Spanien, die Schulen von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr täglich von Montag bis freitag gehen. Und ab der 3. oder 4. Klasse kommen dann die Hausaufgaben, ebenfalls tgl. Im Sommer haben wir 8 Wochen Ferien und rund 2 über Weihnachten. Ostern sind ca 3 Tage frei. Hier habt Ihr Winter-, Oster-, Pfingsten-, Herbst- + 6 Wochen Sommerferien. Darüber hinaus (als ich das zum ersten mal davon erfuhr, vor ca. 2 Jahren, konnte ich das überhaupt nicht glauben!!!) in den ersten 4 Klassen, also in einem Alter von 6-7 Jahren bis ca 10-11 Jahren, wo erwiesenermaßen der Mensch am aufnahmefähigster ist und sich besser alles einprägt, nur 3 Stunden am Tag??? Meine Freunde in Spanien können das gar nicht glauben und denken ich habe es nicht richtig verstanden!

Demzufolge ist ein Kind von ca 11:30 bis ca 18:00 Uhr daheim (ja, ja, es gibt tatsächlich Familien, die sich teuere Kurse nicht leisten können und die Wege zu den Verantaltungszentren, zu Fuß, kaum zu bewältigen) Und die meisten sind wirklich nicht inder Lage tagein, tagaus das Kind um die ganze Stadt rumzukuschieren, damit er zu den entsprechenden Kursen teilnehmen kann! Selbst wenn ein Elternteil die ganze Zeit daheim ist, kann sich nicht 7:30 Std täglich mit dem kind beschäftigen. Also zieht sich das Kind zurück. Ob er dann Nintendo & Co. spielt oder liest bleibt oft den Eltern verborgen. Also den Weg zu einem (evtl schwarz aus dem Internet runtergeladene) gewaltverherrlichen Spiel ist wirklich ganz kurz. Und wenn man die 7:30 Std tgl. x 5 Tage der woche multipliziert, hat man satte 36,50 Std. wöchentlich, indem das Kind eben nur vor sich hin „ballert“ -zum Glück nur „virtuell“.

Und das nur aus der Sicht des Kindes. Denn für die Erziehungsberechtigten finde ich es mindestens genauso schlimm: Dadurch daß das Kind sagen wir mal 4 Std am Tag in die Schule ist -es wundert mich nicht weshalb diese so streng einzuhalten sind!- kann dieser keine Arbeit nachgehen. Ich werde nicht von den finanziellen einbüssen reden, die das verursacht. Aber dann gibt es immer wieder „lose“ Feiertage oder sogar kurz um 1 oder 2 verschobene Ferientagen. Die Hortplätze sind, zumindest hier, absolute Mangelware: Für 20 Plätze kommen 50 Einträgen!!! „Pisa“-Studie lässt grüßen!!

Ich finde, es gab eine Zeit, indem das normalste auf die Welt war, daß die Müttern sich um Haus und Kindern ausschließlich und mit Freude gekümmert haben. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Jetzt sind viele Familien auf dieses zweiten Einkommen angewiesen. Auf den anderen Seite, können sie allein wg. diesen Schulzeit nicht einmal in Betracht ziehen, Arbeit zu gehen! Ja, nicht einmal Arbeitslos können sie sich melden, denn sie stehen dem Arbeitsmark NICHT zur Verfügung!!!

Entschuldigung, wenn die Idee gekommen ist, daß in Spanien es besser ist. Das meine ich überhaupt nicht!! Ich habe das lediglich als Beispiel, den ich gut kenne, vorbringen wollen. Mehr nicht.

Und zu alle Überschuß ist mir bekannt, daß hier, die einzige zwei vorhandenen Ganztagschulen aus alle Nähten platzen!!! Sorry: Wo ist die Logik darin??? Wenn keine Lehrer gäbe… Oder nicht genügend Schulen…

Sorry ich verstehe das alles nicht und solche Graueltaten wie im Emdstetten, so sehr ich sie verabscheue, sehe ich sie zum Teil als eine schreckliche, ungeheuerliche Folge von dem was ich gesagt habe.

Was denkt Ihr? Seid Ihr meiner Meinung?

Auf Eure Antworten bin ich sehr gespannt. Und schon im Vorfeld, vielen herzlichen Dank!

Liebe Grüße,
Helena

Oh je
Hi,

ja, ich finde auch, dass das Schulsystem in D eine Katastrophe ist, es zu wenig Kinderbetreuung gibt und zu wenig gelernt wird.

Nein, ich finde überhaupt nicht, dass das irgendetwas zu tun hat mit Ballerspielen, Amokläufen und gewalttätigen Jugendlichen.
Ich habe vielmehr das Gefühl, dass es z.T. chic is assozial zu sein, oder vielleicht etwas anders, dass man dadurch Aufmerksamkeit bekommt.
Und ich finde es schlimm, dass die meisten Familien sich nicht mehr aus einem Gehalt ernähren können, es aber keine bezahlbare Möglichkeit gibt seine Kinder ganztags versorgen zu lassen, oder es keine vernünftigen Teilzeitstellen gibt, etc. pp.

Für mich sind das vor allem verpaßte Chancen.

Solange aber alle nur meckern und keiner sich engagiert, wird sich nichts ändern. Ja, ich tue auch nichts dagegen und der erfogreiche Politiker auch nicht, denn er will ja am Honigtopf bleiben und das bleibt er nur, wenn er mehrheitsgfähige Meinungen vertritt. Eine sozialverträgliche Re-Allokation der (finanziellen) Ressourcen wäre dringend angebracht. Damit meine ich nicht, dass der Staat den gut verdienenden in die Taschen greift, sondern eher anfängt sich selber zu verschlanken und Ausnahmetatbestände größtmöglich abschafft usw. usf. Ich könnte Stunden darüber schwadronieren (auch weil es viel leichter ist als selber etwas zu tun).

Soviel zum großen Rundumschlag.

Gruß
C.

Hallo zurück,

ich bin auch nicht glücklich mit dem aktuellen System. Aber Du schießt glaube ich etwas übers Ziel hinaus.

in den ersten 4 Klassen, also in einem
Alter von 6-7 Jahren bis ca 10-11 Jahren, wo erwiesenermaßen
der Mensch am aufnahmefähigster ist und sich besser alles
einprägt, nur 3 Stunden am Tag???

Das mag bei Euch da unten so sein. Hier in NS sind es vier Szunden in der 1. Klasse. In der 2. kommen ein paar Tage mit fünf Stunden hinzu, und ab der 3. Klasse gibt es sechs Stunden. Mein ältester hat in der 4. Klasse 28 Schulstunden Unterricht. Dazu kommen noch 3 Stunden Hausaufgaben (Richtwert), macht also 31 Stunden. Für einen 10-jährigen finde ich eigentlich genug. Immerhin sind das noch Kinder, die auch mal spielen wollen.

Demzufolge ist ein Kind von ca 11:30 bis ca 18:00 Uhr daheim

Wie gesagt, bei uns nur in der ersten Klasse.

Selbst wenn ein Elternteil die ganze Zeit
daheim ist, kann sich nicht 7:30 Std täglich mit dem kind
beschäftigen. Also zieht sich das Kind zurück. Ob er dann
Nintendo & Co. spielt oder liest bleibt oft den Eltern
verborgen.

Es soll auch Kinder geben, die statt dessen mit ihren Freunden spielen…

Also den Weg zu einem (evtl schwarz aus dem
Internet runtergeladene) gewaltverherrlichen Spiel ist
wirklich ganz kurz.

Das haben die Eltern in der Hand. Meine kommen nicht ohne meine Einwilligung an den Rechner, die Passwörter haben sie nicht.

Und wenn man die 7:30 Std tgl. x 5 Tage
der woche multipliziert, hat man satte 36,50 Std. wöchentlich,
indem das Kind eben nur vor sich hin „ballert“ -zum Glück nur
„virtuell“.

Dann müssen die Eltern sich wohl mal überlegen, ob sie nicht was falsch gemacht haben.

Und das nur aus der Sicht des Kindes. Denn für die
Erziehungsberechtigten finde ich es mindestens genauso
schlimm: Dadurch daß das Kind sagen wir mal 4 Std am Tag in
die Schule ist -es wundert mich nicht weshalb diese so streng
einzuhalten sind!- kann dieser keine Arbeit nachgehen.

Doch, einer Halbtagsarbeit z. B. Und dann soll es noch sowas wie Tagesmütter und ähnliches geben. Davon ab: das weiß man alles, bevor man sich ein Kind anschafft, also sollte man entsprechend planen.

Die
Hortplätze sind, zumindest hier, absolute Mangelware: Für 20
Plätze kommen 50 Einträgen!!! „Pisa“-Studie lässt grüßen!!

Was hat Pisa mit Hortplätzen zu tun?

Ich finde, es gab eine Zeit, indem das normalste auf die Welt
war, daß die Müttern sich um Haus und Kindern ausschließlich
und mit Freude gekümmert haben. Doch diese Zeiten sind längst
vorbei.

Wobei man trefflich darüber streiten kann, ob das gut oder schlecht ist. Alles hat zwei Seiten.

Und zu alle Überschuß ist mir bekannt, daß hier, die einzige
zwei vorhandenen Ganztagschulen aus alle Nähten platzen!!!

Tja, Ganztagsschulen können was Gutes sein, kosten aber Geld. Und das hat man nicht (bzw., man hat es wohl, aber pflastert lieber Straßen damit als sich um die Ausbildung der zukünftigen Erwerbstätigen zu kümmern).

Sorry ich verstehe das alles nicht und solche Graueltaten wie
im Emdstetten, so sehr ich sie verabscheue, sehe ich sie zum
Teil als eine schreckliche, ungeheuerliche Folge von dem was
ich gesagt habe.

Das mag mit ein Faktor gewesen sein, aber sicherlich nicht der einzige.

Was denkt Ihr? Seid Ihr meiner Meinung?

Eingeschränkt ja, aber keineswegs bei allem, was Du gesagt hast.

Gruß

Kubi

Hallo

in den ersten 4 Klassen, also in einem
Alter von 6-7 Jahren bis ca 10-11 Jahren, wo erwiesenermaßen
der Mensch am aufnahmefähigster ist und sich besser alles
einprägt, nur 3 Stunden am Tag???

Das mag bei Euch da unten so sein. Hier in NS sind es vier
Szunden in der 1. Klasse.

Da wahrscheinlich nicht von Schul- sondern von Zeitstunden die Rede ist, kommt das so in etwa hin, wenn man die großen Pausen abzieht.

Dazu kommen noch 3 Stunden Hausaufgaben
(Richtwert), macht also 31 Stunden…

Bei uns sind 1,5 Stunden im Schnitt höchstens erlaubt (in der 4. Klasse)

Ansonsten finde ich, dass es sehr stark darauf ankommt. Wenn die Grundschule so ist, wie sie bei meinen Kindern war, dann reichen die paar Stunden vormittags auf jeden Fall. Das gleiche auch noch nachmittags, bloß nicht! Sehr viel gelernt wurde da nicht, aber sehr viel Stress gemacht.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

nur mal soviel.

Die Dauer des Unterrichts, bzw. des Aufenthalts an der Schule hat nichts mit dessen Qualität zu tun.

Der Durchschnittsschüler war zu meinen Zeiten völlig mit Schule ausgelastet, wenn er denn auch die Hausaufgaben erledigt hat, die er machen sollte.

Was ich in 2 Monaten in Deutschland gelernt habe, dafür brauchten die Amis, bei denen ich auf der High School war, 1 Jahr.

Meine deutsche Schulbildung war bisher JEDER Schulbildung überlegen, die ich bisher kennengelernt habe.

Hier ist ein durchschnittlicher Tagesablauf eines Schülers, dessen Eltern sich kümmern.

Morgens bis Mittags Schule
Nachmittags Ausruhen und Hausaufgaben
Abends Vereinsbesuch (Sport, etc.)

oder

Morgens bis Mittags Schule
Nachmittags Freunde treffen, spielen
Abends Hausaufgaben

Ist daran etwas falsch?

:wink:

Eencockniedo

Hallo Helena,

ja, ich finde auch, dass die (Grund-)Schüler überhaupt nicht ausgelastet sind.

Ich bin selbst aus einem anderen Schulsystem in das zweite Halbjahr der vierten Klasse hergekommen, und zwar in ein System mit der 6-jährigen Grundschule. Meeeeiiiin Gott, habe ich mich gelangweilt! Das, was hier im zweiten Halbjahr der 4. Klasse zum Beispiel in Mathe gemacht wurde, hatte ich bis dato in der Ukraine schon längst durchgenommen. Gleich für mein erstes Diktat in Deutsch habe ich eine 2 bekommen, und das, obwohl ich die Hälfte der Vokabeln nicht verstanden habe. Und Hausaufgaben? Die habe ich alle gleich im Unterricht oder spätestens in der Pause mit erledigt. Meine Eltern konnten mir kaum glauben, dass ich so wenig und so anspruchslose Hausaufgaben auf hatte, aber andererseits brachte ich nur gute Noten nach Hause…
Ach ja, und nicht zu vergessen die Mitschüler, die in der 6. Klasse noch immer 6 in Diktaten geschrieben haben, wobei die Diktattexte vorher schon bekannt waren… Mit solchen Schülern sollen motivierte Schüler nach Plänen einiger „Bildungsexperten“ in einer Klasse der Einheitsschule sitzen? Entweder darf man nicht zulassen, dass es soweit kommt, dass manche Schüler überhaupt nichts für die Schule tun oder man muss eben die Trennung in der Oberstufe beibehalten!

Als ich in der Ukraine in die erste Klasse gekommen sind, konnten dort alle Schüler schon lesen (ok, die meisten waren 7 Jahre alt, also ein Jahr älter als die Erstklässler hier, aber ich und einige andere waren noch 6) und das war absolut normal. Hier lernt man das gesamte erste Schuljahr lang das Alphabet und kann am Ende des Schuljahres noch nicht einmal vernünftig lesen (nur einzelne Wörter, das hat die Lehrerin meiner dieses Jahr eingeschulten Nichte zum Schreck ihrer Mutter gesagt). Hausaufgaben gibt es nur sehr wenig, übers Wochenende gar keine (weil die armen Kinder sich in der Woche soooo angestrengt haben und unbedingt zwei völlig lernfreie Tage brauchen…). Dafür aber sind die Kids gerade mal ein paar Stunden in der Schule und die Kuschelpädagogik lehnt jeglichen Leistungsdruck in Form von Noten o.ä. ab.

Ich hatte meinerzeit von Anfang an einen vollen Schultag und von Anfang an Noten sowie eine strenge Lehrerin, die für uns Schüler eine echte Autorität war. Während des Unterrichts war es in der Klasse STILL, alle hörten AUFMERKSAM zu. Meine Meinung ist, dass mir das sehr viel gebracht hat: Ich habe von Anfang an gelernt, dass ich hart arbeiten muss und Lernen kein Spiel ist. Es gab schon in der ersten Klasse Wettbewerbe, z.B. in Rechtschreibung, und das hat mich noch weiter angespornt und den Ehrgeiz gefördert.

Es kommt mir so vor, als sei das ein grundlegendes Problem im deutschen Schulsystem. Man hat ständige Angst, die Kinder zu überfordern, jeglichen Druck auszuüben, das Lernen als Arbeit statt als Spiel darzustellen und den Lehrer als Autorität zu präsentieren. Als es dann doch mal ernst wird, und das geschieht spätestens mit dem Übergang an die weiterführende Schule, haben viele Schüler in diesem Übergang den Anschluss verloren: Für sie bedeutet Lernen immer noch nicht „Anstrengung“, sie sind weiterhin nicht bereit, ihre ach so wertvolle Freizeit fürs Lernen zu opfern. Sie haben das Lernen nicht erlernt! Und der Lehrer ist keine Autorität, warum sollten sie also auf ihn hören und fleißig zu Hause üben?

Ich schätze, wenn man die Grundschulzeit vernünftig straffen würde, könnte man locker 1-2 Schuljahre einsparen, ohne auf die Vermittlung jeglicher Wissensinhalte zu verzichten. Wenn man den Kindern mehr zutrauen und sie in den ersten Schuljahren nicht unterfordern würde, wäre die Lernmotivation viel größer und das Lernen viel effizienter.

Just my 2 cents.

Viele Grüße,
Anja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ja, ich finde auch, dass die (Grund-)Schüler überhaupt nicht
ausgelastet sind.

Ok, hier stimme ich zu. Meine gute Schulbildung kam nur zustande, weil ich die ersten 4 Jahre im Osten Fakten und Wissen richtig straff gelernt hatte und dann ab der 5. Klasse im Westen Nachzudenken, Diskussion, Persönlichkeitsbildung bei weniger Wissensdruck! (Steht eh alles im Internet).

Die Grundschule, wie ich sie vom Westen kenne ist tatsächlich zu spielerisch. Bis die Kinder 10 oder 11 sind, finden die es auch normalerweise ganz gut, wenn sie gesagt bekommen, wo es lang geht.

Erst ab Mittelschule kommt es in eine Paukersystem zu einer grossen Ineffizienz, wenn Selbstmotivation etc. nicht gefördert wird.

Sonst werden nur Maschinen herangezogen.

Eencockniedo

Hi!

Die Grundschule, wie ich sie vom Westen kenne ist tatsächlich
zu spielerisch. Bis die Kinder 10 oder 11 sind, finden die es
auch normalerweise ganz gut, wenn sie gesagt bekommen, wo es
lang geht.

Erst ab Mittelschule kommt es in eine Paukersystem zu einer
grossen Ineffizienz, wenn Selbstmotivation etc. nicht
gefördert wird.

Schon klar, dass aus den Kindern mündige Erwachsene werden sollen. Aber wer in der Kindheit (Selbst-)Disziplin nicht gelernt hat, wird sich als Jugendlicher sehr schwer damit tun, dies nachzuholen, sich zu überwinden und zu lernen, auch, wenn er in dem Moment viel lieber etwas anderes tun würde. Ich spreche mich ja keinesfalls für ein System der vollkommenen Bevormundung aus, sondern dafür, die Kinder von früh auf an das Lernen zu gewöhnen, damit ihnen die Selbstdisziplin später nicht ganz so schwer fällt (und damit die Schulzeit effizienter genutzt wird). Je älter sie werden, desto mehr Freiheit bekommen die Kinder/Jugendlichen, das ist ja auch der Normalfall. Aber sie müssen vorher schon lernen, wie sie mit dieser Freiheit umzugehen haben.

Das ist so ähnlich, wie mit Geld: Zuerst besitzt das Kind gar kein eigenes Geld und schaut zu, wie die Eltern damit umgehen. Dann bekommt es einen sehr kleinen Taschengeldbetrag (in unserem Fall: Freiheit) und je älter es wird, desto höher wird das Taschengeld (Freiraum). Es wächst ein junger Mensch heran, der im Endeffekt Geld selbst verdient und damit gut umgehen kann (eigenständige Lebensgestaltung). Hätte man der Person aber von heute auf morgen ein Vermögen geschenkt, wäre die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sie es nicht sinnvoll nutzen kann (unser Fall: Willensschwäche, mangelnde Selbstmotivation, sinnlose Zeitverschwendung).

Die Schlussfolgerung daraus: Am Anfang müssen Eltern und Lehrer den Tagesablauf vorgeben. Das können sie jedoch nur tun, wenn sie für die Kinder eine Autorität darstellen. Mit der Zeit werden aus den Kindern aber (im Idealfall) mündige und selbstdisziplinierte Jugendliche und Erwachsene, die ihren früheren Pädagogen auf gleicher Augenhöhe entgegentreten.

Sonst werden nur Maschinen herangezogen.

Im Überwachungsstaat: Ja. Doch den meine ich nicht.

Grüße,
Anja

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Demzufolge ist ein Kind von ca 11:30 bis ca 18:00 Uhr daheim.

Meine Schwiegereltern hatten auch ein Kind, das in der Grundschule so früh nach Hause kam: Der Junge kam heim, wenn seine Mutter zur Schichtarbeit musste. Was sollte sie mit ihm machen? Bis zur Heimkehr des Vaters von der Schichtarbeit war es noch eine halbe Stunde. Und diese halbe Stunde hat sie das Kind am Stuhl festgebunden, damit es keinen gefährlichen Unsinn macht. Das war ca. 1977. Es gab niemanden, der sich um den Jungen hätte kümmern können. Als mein Sohn zwei Jahre alt war, war ich in einer ähnlichen Lage (1992). Ich musste zur Arbeit (halbtags), und habe ihn bei der Nachbarin im Erdgeschoss gelassen. Kindergarten für unter Dreijährige? Gibt es in dieser Stadt (Bayern, 103.000 Einwohner), soweit ich weiß, immer noch nicht. Und wenn, dann nicht genug, und außerdem teuer, da lohnt das Arbeiten nicht. Kindergarten? Wenn man warten will… - An einem Gymnasium hier wurde Mittagessen eingeführt, man hat mit ca 70 Kindern gerechnet, und jetzt sind es doppelt so viele, sodass sie aus Platzmangel in zwei Schichten essen müssen. Wahrscheinlich wurde vorher nicht herumgefragt, wie groß der Bedarf ist?! Mein Traum wäre eine Ganztagsschule, wo die Kinder um 9 Uhr anfangen und um 17 Uhr nach Hause kommen! Wenn ich früher davon gewusst hätte, hätte ich meinen Sohn vielleicht in die Nachbarstadt auf die dortige finnische Schule (Pisa-Sieger!) geschickt; die war lt. Zeitungsbericht offen für jedes Kind und finanziell sehr erträglich! Dann hätte er zwar finnische Volkslieder gelernt, aber das schadet sicher nicht…
Gruß, Susanne

Hallo,

vorweg - wir wohnen in Berlin, es gibt ausreichend Schülerläden (bis incl. 4. Klasse) und das ist gut so.
Daher haben wir nicht so das Betreuunsproblem.
Aber ich finde, dass die Grundschulkinder rel. viel Untericht und Hausaufgaben haben, die brauchen doch wirklich auch noch Zeit zum Spielen mit Freunden (auch da lernt man Wichtiges).
Mein Sohn hat schnell und gut lesen und Vorlesen zu Hause und im Schülerladen gelernt, nicht in der Schule. Er hat seinen besten Freund im Schüla kennengelernt (in seiner Schulklasse sind nur 7 Jungs). Nur mit der Klasse den ganzen Tag wäre er niemals glücklich.
Was die Computerspiele angeht - Kids in dem Alter frei undohne Einschränkungen am Computer rummachen zu lassen finde ich schlicht verantwortungslos.
Mein Sohn ist jetzt zehn Jahre, nicht mehr im Schülerladen, aber Ballerspiele erlaube ich ihm nicht, erkläre ihm aber auch, weshalb. Er ist bislang völlig damit einverstanden, mag ohnehin lieber die fantasievollen Spiele. Aber auch da haben wir klare Zeitbeschränkungen. Und ich kann mich auf ihn verlassen, auch wenn ich nicht da bin.
Klar ist es schwieriger, klarzukommen, wenn es kein so gutes Btreuungsangebot gibt wie hier in Berlin. Aber was ist mit Freunden und Nachmittags eben Spielen gehen - das sollte doch in ländlicheren Gegenden wesentlich günstiger sein, als in einer Großstadt? Haben wir doch seinerzeit auch gemacht und es war gut.

Das Schulsystem ist trotzdem nicht toll - Lehrer werden eingestellt, ohne ihre Eignung zu prüfen. Habe vorgestern erst mit einer Gymnasiallehrerin gesprochen, die über 90% Migrantenkinder hat und dann gleich losjammerte: die Eltern kommen ja direkt aus der Eselfickergegend, und dann die Inzucht, da ist ja schon genetisch nichts vorhanden, aber das allein wärs ja nicht, die haben kein eigenes Zimmer (macht sicher etwas aus), die Eltern kümmern sich nicht (macht sicher auch etwas aus) etc. - braucht man solche Lehrer??? Ich kann deren Frust irgendwie verstehen, aber wenn man so humorlos und jammerig rangeht, kann es ja nichts werden. Welchem Schüler wünscht man solche Lehrer? Daneben gibts auch noch jede Mege einfach so unfähige Lehrer, wissen wir auch alle aus der eigenen Schulzeit. Besser geworden ist das nicht.
Anne

Hallo, Anne!
Danke für Deine Antwort! :o)))

vorweg - wir wohnen in Berlin, es gibt ausreichend
Schülerläden (bis incl. 4. Klasse) und das ist gut so.

Ja, stimmt: Toll ist es… Nur mich persönlich, hier in Bayern bringt das kaum was… :o(((

Daher haben wir nicht so das Betreuunsproblem.

Sei froh!!

Aber ich finde, dass die Grundschulkinder rel. viel Untericht
und Hausaufgaben haben, die brauchen doch wirklich auch noch
Zeit zum Spielen mit Freunden (auch da lernt man Wichtiges).

Kinder lernen von anderen Kinder auch. Das stimme ich voll und ganz. ABER das kann genauso IN der Schule geschehen! Ich habe gerade mit einer guten Freundin von mir aus Frankreich gesprochen und konnte das auch nicht glauben: 4 Std soll genügen??? Sorry damit kann und wohl werde nie einverstanden sein!

Mein Sohn hat schnell und gut lesen und Vorlesen zu Hause und
im Schülerladen gelernt, nicht in der Schule.

Mein Sohn, gerade 5 geworden, kann seit schon 2 Jahren alle Buchstaben. Manche Sylben (er-) kennt er schon und seine Wißbegier ist so groß, daß es nur an uns liegt ihm weiter was beizubringen (z.B. jetzt mache ich mir darüber Gedanken, wie ich ihn das Lesen beibringen kann. Ich kenne leider kein System und ich weiß auch nicht ob ds von der Sprachen abhängig ist, was ich mir auch vorstellen könnte…)

Er hat seinen
besten Freund im Schüla kennengelernt (in seiner Schulklasse
sind nur 7 Jungs).

Das beste Freund von David ist aus dem KiGa. Und lt. Erzieherinnen sind kaum trennabar! ;o))

Nur mit der Klasse den ganzen Tag wäre er
niemals glücklich.

Ich war es. Und ich kenne niemand der davon Schaden getragen hätte -und all diemenschen die ich in Spanien kenne haben dieselbe Schulbildung gemacht wie ich -sprich kann ich mir nicht vorstellen, daß sie da anders denken… (auch nach ihrem jetzigen Kommentaren nach zu beurteilen)

Was die Computerspiele angeht - Kids in dem Alter frei undohne
Einschränkungen am Computer rummachen zu lassen finde ich
schlicht verantwortungslos.

Ja, ich auch. Aber es gibt leider sooooo viele die nicht so denken!!..

Klar ist es schwieriger, klarzukommen, wenn es kein so gutes
Btreuungsangebot gibt wie hier in Berlin. Aber was ist mit
Freunden und Nachmittags eben Spielen gehen - das sollte doch
in ländlicheren Gegenden wesentlich günstiger sein, als in
einer Großstadt? Haben wir doch seinerzeit auch gemacht und es
war gut.

In ländlichen Gegend mag ja OK sein, aber mit halbe Mio. einwohner kann man Nürnberg kaum ländlich bezeichnen. Ausserdem ist es so, daß ich mein Kind mal zu einem Kind fahre oder andere zu uns kommen. Aber das kann nicht ein tagtägliches Verhalten sein und die Erziehung meines Sohnes diesen anderen Eltern überlassen. Ja, ich weiß, damals machten wir es anders. Aber die Zeiten ändern sich und das Schulsystem scheint hier in den 50-er Jahren stehen geblieben zu sein…

Das Schulsystem ist trotzdem nicht toll -

Das war ja eben meine Frage und Einstellung.

die Eltern
kommen ja direkt aus der Eselfickergegend,

Daß manche Lehrer (oder viele?) damit überfördert sind, steht nicht zur Debatte. Aber ich mag sehr, sehr stark an die pädagogischen Qualitäten einer (überfördeten) Lehrerin zu bezweifeln, die mir gegenüber so einem Wortschatz verwendet. Es wundert mich nicht, daß sie Probleme mit dem Kindern hat, wenn sie schon mit gegenüber so ausdrückt!!!

und dann die
Inzucht, da ist ja schon genetisch nichts vorhanden, aber das
allein wärs ja nicht, die haben kein eigenes Zimmer (macht
sicher etwas aus), die Eltern kümmern sich nicht (macht sicher
auch etwas aus) etc. - braucht man solche Lehrer???

Nein, solche Lehrer braucht man ganz sicher nicht. Und ich, an deiner Stelle, würde mich an anderen Eltern wenden und fragen ob dieses Verhalten von der Lehrerin üblich sind. Wenn ja, Beschwerde!!! Solche Dozenten haben mMn nichts, aber auch nichts an eine Schule verloren und sind nur Brutstätten von Ausländerfeindlichkeiten oder rechtes Gedankengut.

Ich kann
deren Frust irgendwie verstehen, aber wenn man so humorlos und
jammerig rangeht, kann es ja nichts werden. Welchem Schüler
wünscht man solche Lehrer? Daneben gibts auch noch jede Mege
einfach so unfähige Lehrer, wissen wir auch alle aus der
eigenen Schulzeit. Besser geworden ist das nicht.

Ja, ich gebe Dir Recht. Aber eigentlich ist das recht OT.

Nochmals vielen Dank!

Liebe Grüße,
Helena

Hallo Anja,

Vielen Dank für Deinen tollen Beitrag.
Alles was du sagst stimme ich Dir völlig zu.

Bei uns in Spanien ist es so, daß KiGa (so wie hier auch) freiwillig ist. Nur über 95% aller Kinder besuchen einen -meistens sogar jahrelang!. Und so kommt, daß wenn sie alle in die Schule kommen, können alle Schreiben und größtenteils schon lesen (zumindest Wörtern, nicht unbedingt vollständige Sätzen).

Ich erinnere mich noch heute sehr genau, mit welchen „Fragezeichen-Gesicht“ mir eine Mutter in Spanien ansah, als ich ihr erzählte, daß Kinder hier, meist höchstens nur den eigenen Vornamen schreiben können, bevor sie zur Schule kommen -wenn überhaupt! Wohl bemerkt, das Kind ist im selbsem Alter wie David.

Aber um alles nochmals ganz kurz zu fassen: Ich finde eine schändliche und nie-wieder gutzumachende Zeitverschwendung, diese deutsche Schulzeiten. Ich werde mich nie damit anfreunden können und man sollte etwas ENDLICH dagegen unternehmen.

Also nochmals vielen Dank und einen lieben Gruß,
Helena

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Die Dauer des Unterrichts, bzw. des Aufenthalts an der Schule
hat nichts mit dessen Qualität zu tun.

Nein. Stimmt. Ich gebe Dir Recht. Aber das erworbene Wissen und Regelnschon. Sehr Wohl.

Der Durchschnittsschüler war zu meinen Zeiten völlig mit
Schule ausgelastet, wenn er denn auch die Hausaufgaben
erledigt hat, die er machen sollte.

In meinen auch. Allerdings wir hatten viiiiiiel mehr Stunden wir hier, sowohl täglich wie gesamt. Und dazu kamen dann die Hausafgaben.

Was ich in 2 Monaten in Deutschland gelernt habe, dafür
brauchten die Amis, bei denen ich auf der High School war, 1
Jahr.

Kann ich mir auch gut vorstellen ;o))) Aber über Amis war ja nicht die Rede.

Meine deutsche Schulbildung war bisher JEDER Schulbildung
überlegen, die ich bisher kennengelernt habe.

Das ist Deine -sehr zu respektierende- Meinung. Nur es stellt sich dir Frage, wieviele Du bestens kennst, von dem du auch darüber reden kannst! Für mich ist die deutsche sicherlich nicht die Beste die ich kenne und bin sehr gespannt, was auf uns zukommt.

Hier ist ein durchschnittlicher Tagesablauf eines Schülers,
dessen Eltern sich kümmern.
Morgens bis Mittags Schule
Nachmittags Ausruhen und Hausaufgaben
Abends Vereinsbesuch (Sport, etc.)

Und doch behaupte ich, daß das Kind völlig unterbelastet ist.

Ist daran etwas falsch?

MMn. sehr wohl. Die Stunden an Vermittlung nicht nur vom Wissen, sondern auch von Verhaltensregeln für die Zukunft ist so was von gering, daß ich nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Und diese gehen unweigerlich verloren. Es ist die größte Zeitverschwendung und leider auch eine traurige Realität. Wenn man statt dessen, länger in der Schule blieben, hätten wir alle einen riesen Vorteil davon. Und das sogar in einer Zeit -wie ich schon sagte- in der den Mensch auf aufnahmefähigsten ist: Nie kann sich einen Menschen etwas leicter einprägen und erinnern wie zwischen 6 und ca 12 Jahre.

:wink:

;o))
Ja lieber so als weinen…

Liebe Grüße,
Helena

1 „Gefällt mir“

Hallo Kubi,

ich bin auch nicht glücklich mit dem aktuellen System. Aber Du
schießt glaube ich etwas übers Ziel hinaus.

Ich gebe schon zu, daß ich einiges, absichtlich,sehr provozierend gesagt habe… ;o))

Das mag bei Euch da unten so sein. Hier in NS sind es vier
Szunden in der 1. Klasse. In der 2. kommen ein paar Tage mit
fünf Stunden hinzu, und ab der 3. Klasse gibt es sechs
Stunden. Mein ältester hat in der 4. Klasse 28 Schulstunden
Unterricht.

Ich finde 28 Stunden wöchentlich in der Schule zwar besser aber noch immer ungenügend.

Dazu kommen noch 3 Stunden Hausaufgaben
(Richtwert), macht also 31 Stunden. Für einen 10-jährigen
finde ich eigentlich genug. Immerhin sind das noch Kinder, die
auch mal spielen wollen.

Alles schon längst hinter mir. Ich persönlich finde das nicht genug. Aber vermutlich kommt diese Einstellung aus der eigenen Schulbildung.

Es soll auch Kinder geben, die statt dessen mit ihren Freunden
spielen…

Ja, aber daraus kann man keine Rgel machen: Mal spielen sie mit Freunden (was?), mal sperren sie sich in dem eigenen Zimmer ein und…

Das haben die Eltern in der Hand. Meine kommen nicht ohne
meine Einwilligung an den Rechner, die Passwörter haben sie
nicht.

Meins auch noch nicht. Aber ich denke er ist noch zu klein dafür…
Mal sehen wie es sich entwickelt. Wie auch immer, werde ich immer ein Auge dazu werfen, was er so treibt…

Dann müssen die Eltern sich wohl mal überlegen, ob sie nicht
was falsch gemacht haben.

Genau. aber dann ist es meistens eh zu spät.

Doch, einer Halbtagsarbeit z. B. Und dann soll es noch sowas
wie Tagesmütter und ähnliches geben. Davon ab: das weiß man
alles, bevor man sich ein Kind anschafft, also sollte man
entsprechend planen.

Ich denke mit Halbtagsjobs ist es noch lange nicht getan (wie?) und manchmal sind Tagesmüttern & Co. so was von teuer, daß es sich nicht mehr rentiert, Arbeit zu gehen, denn mein Gehalt geht an diese Frau weiter.

Die
Hortplätze sind, zumindest hier, absolute Mangelware: Für 20
Plätze kommen 50 Einträgen!!! „Pisa“-Studie lässt grüßen!!

Was hat Pisa mit Hortplätzen zu tun?

Stimmt das ist ein Fehler von mir.

Ich finde, es gab eine Zeit, indem das normalste auf die Welt
war, daß die Müttern sich um Haus und Kindern ausschließlich
und mit Freude gekümmert haben. Doch diese Zeiten sind längst
vorbei.

Wobei man trefflich darüber streiten kann, ob das gut oder
schlecht ist. Alles hat zwei Seiten.

Ja, aber Thema hir war die Auslastung der Kindern und das deutsche Schulsystem.

Sorry ich verstehe das alles nicht und solche Graueltaten wie
im Emdstetten, so sehr ich sie verabscheue, sehe ich sie zum
Teil als eine schreckliche, ungeheuerliche Folge von dem was
ich gesagt habe.

Das mag mit ein Faktor gewesen sein, aber sicherlich nicht der
einzige.

Hat keiner etwas anderes behauptet. Aber einen Faktor war das sicher.

Danke Kubi für Deine Antwort und einen lieben Gruß
Helena

Nochmal Hallo,

Ich finde 28 Stunden wöchentlich in der Schule zwar besser
aber noch immer ungenügend.

Warum? Weil die Kinder keine Freizeit haben sollen? Mit einem gescheiten Unterricht (daß der oft Mangelware ist, gebe ich sofort zu, aber das hat nichts mit der Schuldauer zu tun) reicht das durchaus.
Genauso könnte ich auch sagen, warum ist die Schule anderswo schon nach 12 und nicht erst nach 13 Jahren zu Ende? Bevor wir anfangen, die Kinder länger in die Schule zu schicken, müssen wir den Unterricht verbessern, sonst bringt das alles nichts.

Ja, aber daraus kann man keine Rgel machen: Mal spielen sie
mit Freunden (was?), mal sperren sie sich in dem eigenen
Zimmer ein und…

Und spielen oder lesen. Und, was ist daran schlimm?

Meins auch noch nicht. Aber ich denke er ist noch zu klein
dafür…
Mal sehen wie es sich entwickelt. Wie auch immer, werde ich
immer ein Auge dazu werfen, was er so treibt…

Das sollte man sowieso immer. Die Freizeitaktivitäten der Kinder darf man nicht der Schule anlasten.

Ich denke mit Halbtagsjobs ist es noch lange nicht getan
(wie?) und manchmal sind Tagesmüttern & Co. so was von teuer,
daß es sich nicht mehr rentiert, Arbeit zu gehen, denn mein
Gehalt geht an diese Frau weiter.

Wie gesagt, darüber sollte man sich vorher Gedanken machen, dann erlebt man keine bösen Überraschungen.

Schönen Gruß

Kubi

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Hallo helena,

jetzt hast du dich schon zu einigen Antworten geäußert. Es ging nur noch um das Thema, wie lange ein Schüler (vor allem in den ersten Klassen) zur Schule gehen soll.
Im Ausgangsposting hast du noch etwas ganz anderes erwähnt: das mit dem Amokläufer.
Sollte das bloß reine Provokation sein, oder warum gehst du nicht mehr auf dieses Thema ein? Christoph und ich haben schließlich etwas dazu geschrieben.

Gruß,

Steffie

Hallo Steffie,
Bist Du etwas angrifflustig oder lese ich zuviel zwischen den Zeilen???
Wie auch immer: auf das Thema Amokläufer bin ich nicht weiter eingegangen weil ich kaum einen Anlaß bzw einen Bedarf dazu gesehen habe.
Aber sei es darum: Ich meinte, daß für mich eine der verschiedenen Begründungen für so einen scheuchlichen Tat ist daß junge Menschen, der viel mit Computern „ballern“, wenige Freunde haben, viel allein sind und die entsprechende Neigung dazu haben, geradezu die ideale Voraussetzungen haben, wenn sie auch noch nur ein paar Std. in die Schule sitzen müssen. Bis jetzt -das ist mir klar- habe ich noch nie gehört daß einen 12-jährigen das getan hätte, aber für mich ist das den Saat für den späteren Tat.
Schönen Gruß
Helena

Nochmal Hallo auch! ;o)))

Ich finde 28 Stunden wöchentlich in der Schule zwar besser
aber noch immer ungenügend.

Warum? Weil die Kinder keine Freizeit haben sollen?

Quatsch! Keine Freizeit??? Wie ich bereits schon oft hier gesagt habe, wir hatten tgl. 7 Std Unterricht und dann noch mindestens 3 Std. Hausaufgaben und ich kenne niemand der sich darüber beschwert oder der das zu Schäden geführt hätten (und Zeit für andere Aktivitäten blieben noch mehr als genug!)

Mit einem
gescheiten Unterricht (daß der oft Mangelware ist, gebe ich
sofort zu, aber das hat nichts mit der Schuldauer zu tun)
reicht das durchaus.

Ich denke andersherum: Ich glaube erstmal sollte man versuchen viel mehr ganztagsschulen, die auch die Zeit nicht „sitzen“ sondern auch lernen. Und dann können wir an die qualität arbeiten. Welche Qualität sollen wir verbessern, wenn es nicht einmal die Stunden dafür gibt???

Genauso könnte ich auch sagen, warum ist die Schule anderswo
schon nach 12 und nicht erst nach 13 Jahren zu Ende? Bevor wir
anfangen, die Kinder länger in die Schule zu schicken, müssen
wir den Unterricht verbessern, sonst bringt das alles nichts.

S.o. Aber ja: Das mit den 12. oder 13. Klasse ist ein anderes Thema…

Und spielen oder lesen. Und, was ist daran schlimm?

Meistens nichts. Aber es kommt sehr darauf an, was sie spielen/bzw lesen und womit (zB es ist nicht gleich Karten zu spielen wie mit plastik-Gewehrmaschinen)

Das sollte man sowieso immer. Die Freizeitaktivitäten der
Kinder darf man nicht der Schule anlasten.

Nein! Das ist doch klar. Allerdings sollte man anstreben, daß die Kinder tgl. mehr Unterricht bekommen.

Ich denke mit Halbtagsjobs ist es noch lange nicht getan
(wie?) und manchmal sind Tagesmüttern & Co. so was von teuer,
daß es sich nicht mehr rentiert, Arbeit zu gehen, denn mein
Gehalt geht an diese Frau weiter.

Wie gesagt, darüber sollte man sich vorher Gedanken machen,
dann erlebt man keine bösen Überraschungen.

Hihihi. genau. Deshalb schaut es hier mit dem Geburtenraten so schlecht aus… (nicht daß bei uns viel besser wäre, aber ich denke die Erklärung liegt woanders)

Schönen Gruß

Dir auch, schönen Gruß
Helena

Hi,

Bist Du etwas angrifflustig oder lese ich zuviel zwischen den
Zeilen???

Wie bitte?
Du liest zuviel zwischen den Zeilen.
Ich habe nur nochmal nachgefragt, weil dieser Punkt immerhin Bestandteil deines Ausgangspostings war und plötzlich vollkommen unterging. Außerdem hast du in einem deiner Artikel selber zugegeben, dass du „einiges absichtlich sehr provozierend“ gesagt hättest.

Wie auch immer: auf das Thema Amokläufer bin ich nicht weiter
eingegangen weil ich kaum einen Anlaß bzw einen Bedarf dazu
gesehen habe.

Ach so. Ich dachte, dass du durch dieses Thema erst darauf gekommen bist, einmal das schlechte Schulsystem in D anzusprechen.

Aber sei es darum: Ich meinte, daß für mich eine der
verschiedenen Begründungen für so einen scheuchlichen Tat ist
daß junge Menschen, der viel mit Computern „ballern“, wenige
Freunde haben, viel allein sind und die entsprechende Neigung
dazu haben, geradezu die ideale Voraussetzungen haben, wenn
sie auch noch nur ein paar Std. in die Schule sitzen müssen.

Ich sehe das wie gesagt nicht so. Schuld sind bestimmt nicht die Computerspiele. Aber darum ging es ja nicht in diesem Thread.

Gruß,

Steffie

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Hi, Steffie!

Wie bitte?
Du liest zuviel zwischen den Zeilen.

Na dann entschuldige ich mich hiermit ganz ofiziell.

Ich habe nur nochmal nachgefragt, weil dieser Punkt immerhin
Bestandteil deines Ausgangspostings war und plötzlich
vollkommen unterging. Außerdem hast du in einem deiner Artikel
selber zugegeben, dass du „einiges absichtlich sehr
provozierend“ gesagt hättest.

Ich sagte das weil ich mich vermutlich mich falsch ausgedrückt hatte und schon irgenwo zu lesen geglaubt habe, daß jemand verstanden hatte, diese Spiele sind einzig und allein für die Amokläufer verantwortlich. Nein, so habe ich das nicht gemeint und deshalb mein Satz „sehr provozierend gesagt zu haben“…

Ach so. Ich dachte, dass du durch dieses Thema erst darauf
gekommen bist, einmal das schlechte Schulsystem in D
anzusprechen.

Eigentlich nicht. Auf dieses System bin ich zum sprechen gekommen weil mir in ca 3/4 Jahr sehr betrifft.

Ich sehe das wie gesagt nicht so. Schuld sind bestimmt nicht
die Computerspiele. Aber darum ging es ja nicht in diesem
Thread.

Deine Meinung ist sehr zu respektieren. Ich glaube schon daß ein Teil der Schuld an diese Spiele zu suchen ist. Aber ganz sicher nicht ausschließlich. Und aus gegebenem Anlaß möchte ich hier betonen, daß mMn. ein Verbot von solchen spielen nichts bringen wird, ausser „Schwarzmarkt“, denn ein Verbot hat auf diese Ebene nie vermocht, ein Problem zu lösen -ganz im Gegenteil! Die Geschichte ist voll von Beispiele darüber!

Gruß,

Dir auch Grüße, Dankeschön und sorry :o))
Helena