Hi!
Das mache ich nur, um mein Argument zu untermauern, dass es
nicht auf die Menge an Zeit in der Schule ankommt, sondern auf
die Qualität dessen, was dort passiert!
…Aber wenn Du selbser und im gleichen Atemzug sagst, daß alles nicht einmal Kommunalsache ist, dann finde ich etwas widersprüchlich wenn Du dann mit Beispiele aus Deiner Schule etwas untermauerst. In meinen Augen widerspricht sich da etwas…
Es ist mit der Schulbildung tatsächlich
Ländersache, aber die Betreuung???
Die ist ebenfalls Ländersache - ich glaube sogar, dass es hier
in kommunaler Hand liegt.
Ich weiß es nicht. Sorry.
Das sehe ich halt anders! Ich kann (um beim Lernen zu bleiben)
besser 4-6 Schulstunden vernünftig zur Vermittlung nutzen als
8 Std. fröhlich beisammen sein…
Du hast Recht: Wir sind hier zwei grundverschiedensten Meinungen, glaube ich. Wie auch immer so wie Du es hier beschreibst habe ich nie gesagt. Es geht mir (und ich glaube so im Amfangsposting geschrieben zu haben) NICHT um eine Betreuung in der Schulzeiten bei fröhlich Beisammen sein". So habe ich das nie gemeint und genauso wenig erlebt!! Es geht um Lernen!!
Denn genauso wie ich auch Kubi sagte, in
die Schule kann man auch spielen und man muß nicht immer an
den Schulbücher und den Wörtern des Lehrers geffesselt sein!
Das kann man aber auch wo anders.
Sicher! Aber tatsache ist, daß viele Eltern zeitlich nicht schaffen weil sie zB vollberufstätig sind. Und bitte, sag mir nicht, einem davon soll daheim bleiben: Vermutlich sind sie ja auf das zweiten Einkommen angewiesen!
Wie wäre es eine Art
„Gesprächsrunde/Stammtisch in der Schule/Morgenkreis/
oder-wie-auch-immer-das-alles-heisst“ in die jeweilige
Fremdsprache?
Gehört (nicht immer, aber manchmal) zum Englischunterricht.
Noch nie davon gehört. Es täte mich sehr wundern wenn es so ist, muß ich sagen
Oder mal eine Lesestunde?
Deutschunterricht?
Noch nie gesehen, daß in einer Schule, während der Unterrichtstunde, sich jeder einen Roman (zB. einen Klassiker) zur Hand nehmen darf und eine Stunde lang liest. (Anders ist wenn ein Schulbuch laut vorgelesen wird, aber das kann man keineswegs als Lesestunde bezeichnen, imho.
Oder Malen/gestalterisches,…
Kunstunterricht?
Wir hatten auch Kunstunterricht so wie Du es hier definierst, aber unter „Kunstunterricht“ hätte ich eher so etwas wie Geschichte und Entwicklung der verschiedenen Kunstrichtungen, zB. (ohne Rücksicht auf Vollständigkeit) die Malerei des 20. Jhs.: Naturalisten - Impresionisten - Expressionisten - Kubisten -,… Hat mit gestalterisches während des Unterrichts imo nichts zu tun.
Naja - ich kenne so etwas aus der Praxis - schon zu meiner
Zeit!
Und kannst du mir nun verraten wie Du das alles in 4 Std/tgl unter einem Hut bringst???
Die meisten haben aber leider nciht so viel Glück wie Du!
Das sehe ich in meinem Bekanntenkreis eher selten.
Unter 80 Mio. Menschen scheint mir keinen großen Gewicht zu haben. Aber Du wirst mir Recht geben -hoffe ich, zumindest- ;o)) daß Du und Deinen Freundenkreis es anders erlebt, aber die allemeisten hier lebenden Menschen, die sich damit auseinandersetzen (müssen) doch nicht sehr zufrieden sind mit diesem Schulsystem…
Entschuldige, aber die Tatsache, dass ich etwas
verbesserungswürdig finde, heißt doch nicht, dass es nicht gut
ist!
Das ist klar! ich habe schon zur Kenntnis genommen, daß Du dieses Schulsystem toll findest. Und ich freue mich sehr für Dich.
Natürlich ist zu wenig Geld
für die Ausstattung der Schulen verfügbar.
Vermutlich wie überall auf die Welt…
Schau mal nach Norwegen 
Ich glaube für jedes Land der Du mir nennst, könnte ich 3 finden wo das nicht der Fall ist… Ansonten kenne ich mich in Norwegen absolut nicht aus.
Wenn sich Lehrer vernünftig einbringen, hat das in der Regel
einen entscheidenden Einfluss auf die Wissensvermittlung.
Wie ich schon sagte: Ein Baum allein macht nicht einen Wald. Und dass ein Lehrer einen entscheidenden Einfluß auf die wissensvermittlung hat, ist ja selbstredend. Aber andersherum: Wenn alle Lehrer eine Schule ausgezeichnet sind und nur der einen grottenschlecht, ist das dann eine schlechte Schule???
Wenn ein Kind in der Schule viel lernt, hat es nichts mit der
Schulbildung zu tun?
Mit seiner eigenen schon, klar. Aber nicht mit der „deutsche Schulbildung“
Wenn die guten Kinder mit anspruchsvolleren Dingen beschäftigt
werden als der Durchschnitt, und der Durchschnitt mit
anspruchsvolleren Dingen als die „schlechten“ hat das nichts
mit Schulbildung zu tun?
Ja, schon. ABER stellen sich die Fragen: A) Ist das gut FÜR ALLE Kinder? B) Ist das gerecht? C) Ist das so hierzulande wenigstens eine übliche Praxis? D) War nicht die Rede davon daß dies alles auf kommunalebene geschieht?
Ich denke, man darf nicht sagen Schulbildung ist kommunale Sache und im gleichen Atemzug behaupten das deusche Schulsystem ist gut weil XXX (hier weitere Einzelbeispiele).
Die Schule gehört zum System.
Ja, sagt aber absolut nichts zu den restlichen abertausenden von Schulen in Deutschland.
Ich habe ein Problem damit, wenn die schlechten Beispiele als
Maßstab genommen werden.
Meinst dagegen ist, persönliche einzelne Beispiele als allgemeingültig für abermillionen von menschen zu nehmen.
Geschweige denn nur gute Beispiele als Maßtab zu nehmen, vorallem wenn die mehrheit der menschen mit dem hiesigen Schulsystem nicht zufrieden sind.
Wie ich schon in einer anderen Antwort sagte: Wenn man
Qualität will, muß man eine Basis dafür schaffen.
Ich SEHE, dass es mit den gegebenen Mitteln funktionieren
kann.
Keine ahnung. Aber es scheint trotzdem nicht für allgemeine Zufriedenheit sorgen! Also ob es mit diesen Mitteln funktioniert, sei dahingestellt (natürlich deine Beispiele ausgenommen)
Übrigens, da wir gerade bei den Grundschulen sind. Es wird
immer PISA zitiert. Suche mal nach IGLU (Internationale
Grudschul-Leseuntersuchung) und schaue da den internaionalen
Vergleich an. So schlecht können die deutschen GRUNDschulen
bei einem 5. Platz nicht sein…
Ich konnte hier aber 100 von Beispiele hier nennen (und nicht nur aus meinem Freundenkreis!!) aus denen daraus sichtbar wird, daß in anderen Schulsysteme, diese hier fehlenden Stunden zu mehr kenntnissen verhelfen. Und der Unterschied, mMn. sieht man doch, wenn man es vergleicht. Ich werde jetzt hier keinen nennen (denn mir geht es nicht um einzelne Beispiele, sondern vielmehr um allgemeinheiten). D.h. Es ist schier unmöglich, daß ein Kind / Jugendliche der 20 bis 25 Std Unterricht wöchentlich bekommt, dengleichen Wissenstand hat als einem anderen der 30 bis 35 Std. lernt. Geschweige denn, wenn dazu noch alle ca 6 Wochen wieder eine 1-wöchige Pause eintritt.
Ich revidiere meine eigenen Wörtern: Ich glaube scon daß die Mitteln hierzulande reichen SOLLTEN, aber die sind schicht oft verschwendet.
Daß die aufnahmefähigsten Jahren im Leben eines jeden Menschen
durch sog. „Freizeitaktivitäten“ verloren geht.
Offensichtlich kann das so verkehrt nicht sein - siehe IGLU.
…oder eben das vielzitierte PISA!!
Es sollte sich jede Familie einen Sportverein für sein Kind
leisten können - wenn nicht, ist in der Planung etwas
fehlgelaufen.
Uuufff! Das zu sagen ist sehr realitätsfern, wie ich meine.
Entschuldigung! Es ist nur MEINE Meinung!
Ist schon guuuut!!! Keine aufregung!!! Meine ist, wie ich auch betonte, eine andere.
Man kann nicht immer
das System für finanzielle Knappheit verantwortlich machen.
Nein. Stimmt. Ich gebe Dir völlig Recht. Ich habe das nur so gesagt, weil Du das erwähnt hattest, nciht ich. Und ausserdem kenne ich genügende Beispiele indem es nicht Sache des Geldes ist, sondern vielmehr der Elternunterstützung. Aber das hat nichts mit Schulbildung zu tun, denn schließlich kann eine mangelhafte elterliche Erziehung nicht durch eine Schule ganz ausgeglichen werden -leider!
Wenn ich kein Geld habe um meinem Kind solche Kleinigkeiten
wie einen Sportverein für 60,-€ im Jahr (5,€ monatlich zu
zahlen!) zu ermöglichen, sollte ich meine Kindesplanung
zurückstellen.
Ja, der Meinung bin ich auch. Aber offenbar nicht alle Eltern denken so. Und Du kannst nicht erwarten, daß alle Eltern sich von irgendjemand sagen lassen werden, ob sie Kinder kriegen (sollen / dürfen) oder nicht.
Ich kenne auch einige Beispiele, aber selbst die Empfänger von
Arbeitslosengeld 2 sollten sich 5 € im Monat leisten können.
Ich ERWARTE einfach, dass dieses Geld ausschließlich für das
Kind verwendet wird!
Wie ich schon sagte: Viel glück bei dem Versuch dies durchzusetzen. Denn mir ist es ganz klar, daß es sehr oft NICHT eine Frage des Geldes ist, sondern des Willens -und zwar der Wille der Eltern. Es gibt genügende Aktivitäten, die man unternehmen kann, die aber kostenlos sind!
Sei froh, daß du es Dir leisten kannst.
Könnte ich es nicht, hätte ich kein Kind.
Da fällt mir den Beispiel von einem Elternpaar: Sie hatten 6 Kinder. Der Vater Säufer und fast einen Penner (wenn ich mich so ausdrücken darf). Die Mutter schwerkrank und total überfördert. Jetzt kündigt sich eine erneute Schwangerschaft an. Was nun??
Aber ja, das ist ein einzelfall. Wollte aber damit verdeutlichen daß Deine Meinung in aller ehren, vermagst Du sie nicht durchzusetzen. Das gebe ich Dir schriftlich.
Ich wollte damit sagen, dass ich es nicht unbedingt
erstrebenswert inde, wenn man sein Kind in drei verschiedenen
Vereinen anmeldet, und der Zwerg dann an mindestens 5 Tagen in
der Woche ausgebucht ist.
Genauso habe ich das auch verstanden und ich bin auch Deiner meinung.
Das zu kontrollieren liegt in der Hand der Eltern.
Klar. Aber wenn sie das nicht tun -und das, Guido, kommt eh oft genug vor- ist einen begünstigungsfaktor von vielen, einen amoklauf zu fördern. Daß es nicht öfters vorkommt, ist ja ausgezeichnet!
Nichts ersetzt eine Schule
Doch! Eltern, die sich kümmern!
Nein, nicht in meinen augen: eine Schule, gemeinsam mit den eltern sind für das Erziehung eines jeden Kindes zuständig. Es ist nicht aufgabe eines elternteils pedagogisch gut Wissen zu vermitteln. Allein deshalb weil sie das -im gegensatz zu Schulen- nicht wissen müssen. Das ist eine Aufgabe der Schule. Und lebenswichtig. Wie zB auch das Verhalten unter Gleichaltrigen und akzeptieren die Regeln, die dieses Zusammensein erfordert, zB. Um nur zwei zu nennen. Es ist für mich einen alptraum an den o.g. Beispiele zu denken (die die ich nicht nennen will) und fürchten zu müssen, daß sie nicht zur Schule können/würden!! Gott sei Dank ist es AUCH Aufgabe der Schule das Kind zu erziehen.
Ich nehme mir das RECHT raus, mein Kind zu erziehen und die
Erziehung nicht anderen Leuten (zumindest nicht
ausschließlich) zu überlassen.
zB der Schule auch nicht???
Ich kann mangelnde Elternfähigkeit nicht auf die Schule
abwälzen.
Hat keine getan. Aber genauso wenig soll man eine Schule sollte in der Lage sein, die häusliche defizite zumindest teilweise abzuglääten… (sonst dafür sorgen, daß diese Kinder eben von Fachleute betreut werden: Psychologen, Ergotherapeuten,…)
Allein das betroffene Spiel wurde 500000 mal verkauft. Wenn
man alle Ballerspieler zusammenzählt, kommt man vermutlich auf
mehr als 1 Mio. Menschen.
Wenn man so argumentiert, solte man sagen, daß jeder der in den letzten 10 Jahren in Afrika war jetzt AIDS-Krank ist! Nein. so denke ich keineswegs. Es spielen auch andere Faktoren eine Rolle, darunter die „Prädisposition“ (Neigung) dafür.
Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit einen Amokläufer unter
Anglern zu finden nicht niedriger ist.
Stimmt. Zumindest nicht zwangsläufig. ;o))
Witzig! Gerade Counter Strike IST ein Gemeinschaftsspiel. Es
wird viel übers Internet zusammen gespielt, aber es gibt auch
viele LAN-Parties.
Ich kenne mich da absolut nicht aus.
Wenn ich „bei uns“ schreibe, dann betrifft das einen Kreis mit
einer halben Mio. Einwohnern Auch die benachbarten Städte
handhaben es so. Bei benachbarten Städten rede ich vom
Ruhrgebiet mit einigen Mio. Menschen!
das freut mich sehr für dich und für die andere 499.999 Einwohner. Aber mir hilft es herzlich wenig. Und die andere 499.999 einwohner meinem Kreis auch nicht. Hier sind Hortplätze absolute Mangelware und ich werde mehr als froh sein, wenn ich eine kriege. Obwohl mir die „Betreuungszeit“ anders wünschen würde, denn in meinen augen ist es Zeitverschwendung.
Liebe Grüße,
Helena