Deutsches Schulsystem

Abend

in den ersten 4 Klassen, also in einem
Alter von 6-7 Jahren bis ca 10-11 Jahren, wo erwiesenermaßen
der Mensch am aufnahmefähigster ist und sich besser alles
einprägt, nur 3 Stunden am Tag???

Das mag bei Euch da unten so sein. Hier in NS sind es vier
Szunden in der 1. Klasse.

Da wahrscheinlich nicht von Schul- sondern von Zeitstunden die
Rede ist, kommt das so in etwa hin, wenn man die großen Pausen
abzieht.

Nö, das steht ganz deutlich im Orginalpost.

Demzufolge ist ein Kind von ca 11:30 bis ca 18:00 Uhr daheim

Gruß
Stefan

Hallo

in den ersten 4 Klassen, also in einem
Alter von 6-7 Jahren bis ca 10-11 Jahren, wo erwiesenermaßen
der Mensch am aufnahmefähigster ist und sich besser alles
einprägt, nur 3 Stunden am Tag???

Das mag bei Euch da unten so sein. Hier in NS sind es vier
Szunden in der 1. Klasse.

Da wahrscheinlich nicht von Schul- sondern von Zeitstunden die
Rede ist, kommt das so in etwa hin, wenn man die großen Pausen
abzieht.

Nö, das steht ganz deutlich im Orginalpost.

Demzufolge ist ein Kind von ca 11:30 bis ca 18:00 Uhr daheim

Aber wenn einer 4 Stunden Schule hat, dann hat er doch von 8:00 bis 11:30 in der Schule. Nur sind das 3,5 Zeitstunden, deshalb finde ich das Originalpost nicht so richtig eindeutig.

Viele Grüße
Simsy

Welches in Deutschland?
Hi Helena!

Mit dieser Artikel hier wollte ich nach Eure Meinung fragen
und auch wissen, ob dieses System gut ist oder sich ändern
sollte. Wenn ja wie und mit welchen Mitteln???

Ich halte „das deutsche“ Schulsystem für nicht bewertbar, da es Ländersache ist. Und selbst auf Länderebene gibt es Unterschiede. Und selbst auf kommunaler Ebene gibt es Unterschiede.
Beispiel: Die Schulleiterin meines Sohnes hat fast 4 Jahre dafür gebraucht, um so etwas wie einen einheitlichen Lehrplan für alle 4 (!) Grundschulen der kleinen Stadt durchzusetzen, in der mein Sohn die Schule besucht…

Vorab: Ich kenne absolut keinen Eltern, die mit diesem
Schulsystem auch nur annähernd glücklich oder zufrieden ist.
Wenn ich eine Politikerin wäre, allein das würde mir sehr zu
denken geben und einen Anlaß um schnellstens zu handeln.

Jetzt kennst Du zumindest einen Vater!
Natürlich halte ich unsere Schulen für verbesserungswürdig. Natürlich weiß ich nicht, warum viele Lehrer Beamte und somit unkündbar sind. Natürlich verstehe ich nicht, warum sich Lehrer nicht weiterbilden MÜSSEN. Natürlich ist zu wenig Geld für die Ausstattung der Schulen verfügbar. Natürlich fehlt es an der gut finanzierbaren weitergehenden Betreuung.

Aber ebenso natürlich sehe ich, dass mein Sohn sehr engagierte LehrerInnen hat. Und dass er viel lernt. Und dass an dieser Schule tatsächlich individuell gefördert wird. Und, was mir sehr wichtig ist: Dass er Spaß an der Schule hat.

also in einem
Alter von 6-7 Jahren bis ca 10-11 Jahren, wo erwiesenermaßen
der Mensch am aufnahmefähigster ist und sich besser alles
einprägt, nur 3 Stunden am Tag???

Es kommmt doch nicht auf die Quantität an sondern auf die Qualität!

Die einzige Ganztagsgrundschule unserer Stadt hat einen so was von miesen Ruf! Die Kids können nach der 4. Klasse nicht halb so gut lesen,schreiben oder rechnen wie andere im 2. Schuljahr…

Demzufolge ist ein Kind von ca 11:30 bis ca 18:00 Uhr daheim

Da kann ich mich Kubi nur anschließen: Was ist falsch daran?

Mein Sohn freut sich über seine freie Zeit - so, wie ich es auch mache. Ich habe es übrigens auch früher getan, als unser Schulsystem offenbar noch in Ordnung war - ich zumindest habe eine sehr ordentliche Ausbildung genossen.

(ja, ja, es gibt tatsächlich Familien, die sich teuere Kurse
nicht leisten können und die Wege zu den Verantaltungszentren,
zu Fuß, kaum zu bewältigen)

Es sollte sich jede Familie einen Sportverein für sein Kind leisten können - wenn nicht, ist in der Planung etwas fehlgelaufen.
Wir zahlen sage und schreibe 5,-€ im Monat für den Sportverein unseres Sohnes.

Und die meisten sind wirklich
nicht inder Lage tagein, tagaus das Kind um die ganze Stadt
rumzukuschieren, damit er zu den entsprechenden Kursen
teilnehmen kann!

Ich bin ein extremer Gegner des „Kind-Verplanens“! Mein Sohn geht 2, max. 3 mal in der Woche zum Sport. Den Rest hat er gefälligst das zu tun, was ein Job als Kind ist: Spielen, lesen oder sich mit Papa zu beschäftigen.

Und wenn man die 7:30 Std tgl. x 5 Tage
der woche multipliziert, hat man satte 36,50 Std. wöchentlich,
indem das Kind eben nur vor sich hin „ballert“ -zum Glück nur
„virtuell“.

Dazu will ich mal ausführlich etwas schreiben.

  1. Haben gefälligst die Eltern drqauf zu achten, was das Kind in die Finger bekommt!

  2. Halte ich gar nichts von der These, dass diese Ballerspiele irgendetwas in einem Menschen zum Amokläufer machen können!

Warum? Eigene Erfahrung!
Mit 12 oder 13 habe ich mir die damals heftigsten Horrorfilme (natürlich ohne Wissen meiner Eltern) gegeben. Ich bin bis heute ein Horrorfan.
Dann kam irgendwann die Computerzeit. Was haben wir damals Beach Head gespielt (ich glaube, das erste wirkliche Killerpiel) und uns darüber einen abgegrinst?
Ach ja - irgendwann wurde auch schwarz zu meiner Lieblingsfarbe und die Musik immer düsterer - und zu guter Letzt kam ich zu der Erkenntnis, dass es keinen Gott gibt!
Diese Entwicklung nahm nicht nur ich, sondern ein großer Teil meines Bekanntenkreises - und keiner ist besonders gewaltbereit geworden!

Wo es in diesem Land im System ein großes Loch hat, ist die Betreuung von Jugendlichen!
Wenn jemand vereinsamen kann, dann gibt es andere Fehler als die Spielindustrie!

Und das nur aus der Sicht des Kindes. Denn für die
Erziehungsberechtigten finde ich es mindestens genauso
schlimm: Dadurch daß das Kind sagen wir mal 4 Std am Tag in
die Schule ist -es wundert mich nicht weshalb diese so streng
einzuhalten sind!- kann dieser keine Arbeit nachgehen.

Bei uns gibt es mittlerweile an fast jeder Schule eine Betreuung bis mindestens 14 Uhr - auch an den freien Tagen. Gerade heute ist wieder so einer (irgendeine Konferenz).

Ich finde, es gab eine Zeit, indem das normalste auf die Welt
war, daß die Müttern sich um Haus und Kindern ausschließlich
und mit Freude gekümmert haben. Doch diese Zeiten sind längst
vorbei. Jetzt sind viele Familien auf dieses zweiten Einkommen
angewiesen. Auf den anderen Seite, können sie allein wg.
diesen Schulzeit nicht einmal in Betracht ziehen, Arbeit zu
gehen! Ja, nicht einmal Arbeitslos können sie sich melden,
denn sie stehen dem Arbeitsmark NICHT zur Verfügung!!!

Es ist böse, aber entweder man macht sich vorher seine Gedanken, ob man ein Kind finanzieren kann, oder man lässt es!
Nein, ich glaube nicht, dass diese Politik besonders Nachwuchs-fördernd ist.

Sorry ich verstehe das alles nicht und solche Graueltaten wie
im Emdstetten, so sehr ich sie verabscheue, sehe ich sie zum
Teil als eine schreckliche, ungeheuerliche Folge von dem was
ich gesagt habe.

Ich nicht!

Was denkt Ihr? Seid Ihr meiner Meinung?

Nein

LG
Guido

Hi Guido!

Als erstes vielen herzlichen Dank für Deine ausführliche antwort!
Das erste was mir aber aufgefallen ist, ist die Tatsache, daß Du nur aus lauter (sehr glücklich und noch gelücktere) Einzelfälle ausgehst. Es ist mit der Schulbildung tatsächlich Ländersache, aber die Betreuung??? Schau Dir zB. Frankreich an (um nicht nur Spanien zu nennen!) Aber es ging mir nicht nur darum, sondern auch um die Tatsache, daß 4 Std tgl. Schule und das hier bis zum 12. Lebensjahr ist nicht nur zu wenig, sondern auch eine schändliche und nie-wieder-gutzumachende Zeitverschwendung. Denn genauso wie ich auch Kubi sagte, in die Schule kann man auch spielen und man muß nicht immer an den Schulbücher und den Wörtern des Lehrers geffesselt sein! (Will heissen: Es gibt Fächer, die durchaus wichtig sind, indem die Kinder durchaus was lernen aber gleichzeitig größtenteils auf sich allein gestellt sein. zB. Fällt mir so auf die schnelle: Wie wäre es eine Art „Gesprächsrunde/Stammtisch in der Schule/Morgenkreis/ oder-wie-auch-immer-das-alles-heisst“ in die jeweilige Fremdsprache? Oder mal eine Lesestunde? Oder Besichtigung von XXX (zB einen Altersheim). Oder Malen/gestalterisches,… Buah! Mir sprühen die Ideen!!!
Aber OK jetzt im einzelnen:

Ich halte „das deutsche“ Schulsystem für nicht bewertbar, da
es Ländersache ist. Und selbst auf Länderebene gibt es
Unterschiede. Und selbst auf kommunaler Ebene gibt es
Unterschiede.

Ja es gibt Unterschiede an wie oder wann, aber inhaltlich ist das so ziemlich deutschlandweit, oder??

Beispiel: Die Schulleiterin meines Sohnes hat fast 4 Jahre
dafür gebraucht, um so etwas wie einen einheitlichen Lehrplan
für alle 4 (!) Grundschulen der kleinen Stadt durchzusetzen,
in der mein Sohn die Schule besucht…

Da ist sie nicht die einzge. In Spanien (sorry aber das ist das Land indem ich mich am besten auskenne) habe ich sehr gute Freundinnen, die Lehramt studiert haben. Und sie erzählen mir auch immer davon, daß am Anfang des Schuljahres immer erst entscheiden was gelehrt wird. Grobe Richtlinien gibt es, aber das war es wohl.

Jetzt kennst Du zumindest einen Vater!

Na dann, herzlichen Glückwunsch! Aber wie ich schon sagte, ich denke bei Dir haben sich sehr glückliche und gute Voraussetzungen vereint. Die meisten haben aber leider nciht so viel Glück wie Du!

Natürlich halte ich unsere Schulen für verbesserungswürdig.

Na also, dann sooooooo toll ist es auch nicht, oder???

Natürlich weiß ich nicht, warum viele Lehrer Beamte und somit
unkündbar sind.

In Spanien genauso. Und es ist mir auch einen Rätsel. Die einzige Erklärung, die ich dafür habe ist geschichtlicher Natur…

Natürlich verstehe ich nicht, warum sich
Lehrer nicht weiterbilden MÜSSEN.

Ich glaube -bin mir aber nicht zu 100% sicher- bei uns schon.

Natürlich ist zu wenig Geld
für die Ausstattung der Schulen verfügbar.

Vermutlich wie überall auf die Welt…

Natürlich fehlt es
an der gut finanzierbaren weitergehenden Betreuung.

Genau. Obwohl, wie cih angedeutet habe, mir geht es gar nicht darum eine Betreuung zu bekommen (na gut, schon), sondern diese Zeitverschwendung, die jahrelang hier in diesem Lande stattfindet.

Aber ebenso natürlich sehe ich, dass mein Sohn sehr engagierte
LehrerInnen hat.

Wie gesagt, für mich sagt das nichts über der Schulbildung aus.

Und dass er viel lernt.

s.o.

Und dass an dieser
Schule tatsächlich individuell gefördert wird.

s.o.

Und, was mir
sehr wichtig ist: Dass er Spaß an der Schule hat.

s.o. Das alles liegt nicht an das System sondern an Deinem Sohn bzw. an seine Schule. Aber ein Baum macht nicht einen ganzen Wald! (Wenn ich mich so ausdrücken darf!)

Es kommmt doch nicht auf die Quantität an sondern auf die
Qualität!

Wie ich schon in einer anderen Antwort sagte: Wenn man Qualität will, muß man eine Basis dafür schaffen. So nach dem Motto: Wenn man keinen Strand im Dorf hat, kann man auch nicht dessen Wasserqualität besern!!

Die einzige Ganztagsgrundschule unserer Stadt hat einen so was
von miesen Ruf! Die Kids können nach der 4. Klasse nicht halb
so gut lesen,schreiben oder rechnen wie andere im 2.
Schuljahr…

Wieder ein Einzelfall!!!

Demzufolge ist ein Kind von ca 11:30 bis ca 18:00 Uhr daheim

Da kann ich mich Kubi nur anschließen: Was ist falsch daran?

Daß die aufnahmefähigsten Jahren im Leben eines jeden Menschen durch sog. „Freizeitaktivitäten“ verloren geht.

Mein Sohn freut sich über seine freie Zeit - so, wie ich es
auch mache. Ich habe es übrigens auch früher getan, als unser
Schulsystem offenbar noch in Ordnung war - ich zumindest habe
eine sehr ordentliche Ausbildung genossen.

Daß die Kinder sich darüber freuen steht nicht zur Debatte, denn es ist mehr als selbstverständlich!!! Seitdem ich mich ein bißchen mit diesem Schulsystem hierzulande auseinandergesetzt habe, denke ich, hätte ich das als Kind gewußt, hätte ich viiiiiiiel früher Deutsch gelernt um noch als Kind diese Schulen besuchen zu können! Es ist ja selbstredend, wie ich finde, daß Kinder sich über weniger Schulzeiten freuen. Und das hat an sich wenig mit dem Stoff zu tun, sondern um des Kindeswillen! (Ich war z.B. sehr gerne in der Schule aber freute mich immer wahnsinnig über die Freizeit) Ich glaube das liegt einfach in der Natur des Kindes. Egal wo.

(ja, ja, es gibt tatsächlich Familien, die sich teuere Kurse
nicht leisten können und die Wege zu den Verantaltungszentren,
zu Fuß, kaum zu bewältigen)

Es sollte sich jede Familie einen Sportverein für sein Kind
leisten können - wenn nicht, ist in der Planung etwas
fehlgelaufen.

Uuufff! Das zu sagen ist sehr realitätsfern, wie ich meine. Ich kenne ein paar beispiele, die leider keine Einzelfälle sind, wo die Kinder einfach nur daheim hocken und selbst schauen müssen, was sie sonst treiben können bis abendessen gibt und ins Bett müssen. Grausamere Beispiele will ich hier nicht veröffentlichen, aber ich kenne sie.

Wir zahlen sage und schreibe 5,-€ im Monat für den Sportverein
unseres Sohnes.

Sei froh, daß du es Dir leisten kannst. Ich kenne 7-jährigen die zB Büchereien oder Kinos ausschließlich von draussen kennen (Will heissen daß es nicht nur an Geld mangelt’s)

Ich bin ein extremer Gegner des „Kind-Verplanens“!

Eigentlich aich auch. Aber es läßt sich icht vermeiden, daß man mit dem Kind rumfahren muß…

Den Rest hat er
gefälligst das zu tun, was ein Job als Kind ist: Spielen,
lesen oder sich mit Papa zu beschäftigen.

eben! Und dann stellt sich die Frage: Lesen: Was?; Spielen: Was? Wie? womit? Wann? Nichts ersetzt eine Schule und auch dort gibt es viele Möglichkeiten, die weitesgehend zur Zeit ungenützt bleiben, die aber die Möglichkeit des Spielens fördern. Ich frage mich nur, warum die meisten Menschen denken an staubigen Büchern mit noch staubigeren Lehrern bei ultrazähes Stoff beschissen vermittelt, wenn es um Schule geht. Du bist mir, mit Deinen Einzelfällen ein Beispiel daß es nicht so sein muß. Und das ergänze ich damit, daß nicht nur Eltern sind an der Erziehung des Kindes verantwortlich, sondern auch die Schulen, was man sehr oft vergisst. Und Schule kann durchaus ein Ort des Spielens und des Spaßhabens sein! aber auch des Lernens, versteht sich!

Dazu will ich mal ausführlich etwas schreiben.

  1. Haben gefälligst die Eltern drqauf zu achten, was das Kind
    in die Finger bekommt!

Ja, „haben“ und „müssen“ sind Wörter die toll klingen, die aber oft unbeachtet bleiben, wenn sie sich in den eigenen vier Wänden stattfinden.

  1. Halte ich gar nichts von der These, dass diese Ballerspiele
    irgendetwas in einem Menschen zum Amokläufer machen
    können!

Habe ich nicht so gesagt, sondern daß dies einen Amoklauf unterstützt und daß es eine Hilfestellung und eine Begründung sein kann. Es gibt aber natürlich viele andere Ursachen.

Wo es in diesem Land im System ein großes Loch hat, ist die
Betreuung von Jugendlichen!

…und Schulkinder!!

Wenn jemand vereinsamen kann, dann gibt es andere Fehler als
die Spielindustrie!

Nein! Die Spielindustrie ist besenfalls eine weitere mögliche Quelle. Aber es gibt ja auch die sog. Gemeinschaftsspiele u.Ä. die genau das gegenteil fördern!

Bei uns gibt es mittlerweile an fast jeder Schule eine
Betreuung bis mindestens 14 Uhr - auch an den freien Tagen.
Gerade heute ist wieder so einer (irgendeine Konferenz).

Wieder Einzelfälle…

Es ist böse, aber entweder man macht sich vorher seine
Gedanken, ob man ein Kind finanzieren kann, oder man lässt es!

Dann kämen hier die moralische Argumente, auf denen ich jetzt nicht eingehen will. Aber Gedanken machen sich nur manche. Bei weitem nicht alle!

Nein, ich glaube nicht, dass diese Politik besonders
Nachwuchs-fördernd ist.

Da sind wir uns einig! :o))

Liebe Grüße und nchmals Danke für Deine Antwort!
Helena

Hallo
Nur ganz kurz, denn es ist mir einen Fehler unterlaufen:

Da wahrscheinlich nicht von Schul- sondern von Zeitstunden die
Rede ist, kommt das so in etwa hin, wenn man die großen Pausen
abzieht.

Nö, das steht ganz deutlich im Orginalpost.

Mir ging es NICHT um ZEITstunden, sondern um SCHULstunden. Da aber keine SCHULstunde ohne ZEITstunde geben kann ;o)) kann es doch mißverständlich sein. Tatsache ist, ich meinte Stunden in dem man in der Schule ist, mit einem Lehrer und was lernt.

Demzufolge ist ein Kind von ca 11:30 bis ca 18:00 Uhr daheim

Aber wenn einer 4 Stunden Schule hat, dann hat er doch von
8:00 bis 11:30 in der Schule. Nur sind das 3,5 Zeitstunden,
deshalb finde ich das Originalpost nicht so richtig eindeutig.

Ja, Du hast Recht. Ich meinte nicht 4 Std. sondern 3,5 Std. Aber so oder so finde ich entschieden zu wenig.

Entschuldigung für das Mißverständnis!

Viele Grüße

Dir auch, viele Grüße,
Helena

Hallo,

Ich finde 28 Stunden wöchentlich in der Schule zwar besser
aber noch immer ungenügend.

wenn man Schule richtig versteht, dann sind das ja nicht „nur“ 28 Stunden sondern neben Hausaufgaben (die ich, in der heutigen Form, für Unsinn halte) kämen eigentlich noch Vorbereitungen auf den Unterricht von morgen und Vertiefung des durchgenommenen Stoffes hinzu.

NUR, man muss es den Kindern vermitteln, dass mit der Schulendtröte nicht das Lernen für den Tag aufhört.

und DASS ist Sache der Eltern.

Unzufrieden ist man deshalb, weil man Kinder in die Welt setzt und dann händeringend nach Menschen sucht, der einem alles das abnehmen was keinen Spass macht.

Bei vielen Kindern im etwas höheren Schulalter haben die Eltern es längst aufgegeben was erziehen oder erreichen zu können/wollen aber Lehrer sollen es dann tun ?

Nach einem Amoklauf hat man in kritischen Schulen eine Umfrage gestartet, was denn die Haupttodesursache ist; Antwort: man wird erschossen.
Ein anderer Bericht hat mal einige Zeit einen Schulalltag in Berlin begleitet. Von Walkman oder Telefonieren während des Unterrichts, von Spielen mit Spielkonsolen über private Diskussionen war alles vorhanden und wenn der Lehrer versuchte einzugreifen wurde er beschimpft.

Alles schon längst hinter mir. Ich persönlich finde das nicht
genug. Aber vermutlich kommt diese Einstellung aus der eigenen
Schulbildung.

nein, es kommt auf die Schulelage an, auf die Mitschüler und das gesamte soziale Umfeld. Es ist nun mal so (hat nicht mit Rechts oder Rassissmus oder was auch immer zu tun), dass Kinder in Schulen mit einem hohen Ausländeranteil bzw. dass Kindern von Eltern in sozialschwachen (nicht nur Geld gemeint) Regionen, kaum eine Chance haben irgendwas zu lernen …

und das ist in Spanien sicher nicht anders und auch in Norwegen oder Schweden nicht. Der Unterschied ist allenfalls die Struktur der Lebensräume/Ballungsräume oder auch des Ausländeranteils (siehe z.B. Frankreich vs Schweden).

Es soll auch Kinder geben, die statt dessen mit ihren Freunden
spielen…

Ja, aber daraus kann man keine Rgel machen: Mal spielen sie
mit Freunden (was?), mal sperren sie sich in dem eigenen
Zimmer ein und…

ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie man soziales Umfeld ignoriert. Es gibt sicher auch Eltern, die nicht saufen udn Kinder die nicht drogenabhängig sind aber sowas ist eben nicht medienwirksam.

Das haben die Eltern in der Hand. Meine kommen nicht ohne
meine Einwilligung an den Rechner, die Passwörter haben sie
nicht.

Meins auch noch nicht. Aber ich denke er ist noch zu klein
dafür…

das möchte ich sehen. Ihr seid tatsächlich blauäugig und lebt in einer Traumwelt. Wenn eure Kinder in eine Schule nach Kreuzberger Art gehen würden (weil es nicht anders geht) und sie in dieser Gesellschaft gross werden … richtig gross. Ihr seid dann froh, wenn sie alle Passwörter der Welt haben und euch in Ruhe lassen.

Mal sehen wie es sich entwickelt. Wie auch immer, werde ich
immer ein Auge dazu werfen, was er so treibt…

:smile: guter Witz. Es gab auch bei meinem Sohn eine solchen Zeit und ich bin abends hinter ihm hergefahren und bin mit Todesangst in die Clique rein und hab ihn rausgeholt … das war vor über 20 Jahren. Heute ist die Qualität der Gewalt und die Rücksichtslosigkeit oder den fehlende Respekt völlig anders und ich würde mich das nimmer trauen.

Dann müssen die Eltern sich wohl mal überlegen, ob sie nicht
was falsch gemacht haben.

Genau. aber dann ist es meistens eh zu spät.

richtig.

Ich denke mit Halbtagsjobs ist es noch lange nicht getan
(wie?) und manchmal sind Tagesmüttern & Co. so was von teuer,
daß es sich nicht mehr rentiert, Arbeit zu gehen, denn mein
Gehalt geht an diese Frau weiter.

ja und ? warum setzt man dann Kinder in die Welt ? Man ist sich schon vorher darüber klar, dass man nicht in der Lage sein wird sie zu erziehen oder genüsslich zu erleben wie sie gross werden.

Ein paar Kilometer von hier verhungern und verelenden hundertausende Kinder, aber man muss ja eigene haben … so als Statussymbol oder ??

Ich werde -so ich es erlebe- demnächst Opa und selbst hier fühle ich Verantwortung und werde weder meine Tochter sich selbst überlassen noch werde ich mir ausreden lassen, mich um das Enkelkind zu kümmern.

Vielleicht wäre die Gesellschaft ja gut beraten, wenn man zu Familienverbünden zurückkäme… vielleicht ist dies ja in Spanien
noch so ???

Die
Hortplätze sind, zumindest hier, absolute Mangelware: Für 20
Plätze kommen 50 Einträgen!!! „Pisa“-Studie lässt grüßen!!

Was hat Pisa mit Hortplätzen zu tun?

Stimmt das ist ein Fehler von mir.

nein, ist überhaupt kein Fehler. In Hortplätzen kommt dem Kind eine qualifizierte Erziehung und qualifizierter gelenkter Umgang mit Gleichaltrigen zu gute … und das soll nichts mit Pisa zu tun haben ?

Kinder müssen heutzutag frühzeitig in qualifizierte Hände (wiedermal die Ballungsräume bzw. Eltern gemeint, die ihre Kinder mit Schlüssel grossziehen)

Wobei man trefflich darüber streiten kann, ob das gut oder
schlecht ist. Alles hat zwei Seiten.

Ja, aber Thema hir war die Auslastung der Kindern und das
deutsche Schulsystem.

das Schulsystem ist in Ordnung, die Inhalte (Kinder, Lehrer, Lernmittel, Unterrichtsgestaltung) sind es zu oft nicht.

Nicht das Schulsystem ist schuld sondern Eltern, Gesellschaft und die Angst der Politik unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

Gruss vom
Roger

Hello again,…

Ich finde 28 Stunden wöchentlich in der Schule zwar besser
aber noch immer ungenügend.

Warum? Weil die Kinder keine Freizeit haben sollen?

Quatsch!

Ganz ruhig, Helena. Ich weiß, daß Du ein südländisches Temperament hast, daher bitte ich Dich jetzt schon mal, es zu zügeln, sonst wird’s wieder unangenehm…

Keine Freizeit??? Wie ich bereits schon oft hier
gesagt habe, wir hatten tgl. 7 Std Unterricht und dann noch
mindestens 3 Std. Hausaufgaben

Macht 10 Stunden am Tag, also z. B. von 8 bis 18 Uhr. Dann noch Abendessen, macht 18:30 Uhr. Um spätestens 20:30 sollten Grundschüler im Bett liegen, macht ganze zwei Stunden Freizeit. Nicht gerade doll, jeder normale Arbeitnehmer hat deutlich mehr.

und ich kenne niemand der sich
darüber beschwert oder der das zu Schäden geführt hätten

Über Spanien weiß ich nicht viel, aber in Frankreich ist die Selbstmordrate unter Schülern deutlich höher als hier…

Ich denke andersherum: Ich glaube erstmal sollte man versuchen
viel mehr ganztagsschulen, die auch die Zeit nicht „sitzen“
sondern auch lernen. Und dann können wir an die qualität
arbeiten. Welche Qualität sollen wir verbessern, wenn es nicht
einmal die Stunden dafür gibt???

Du zäumst das Pferd von hinten auf. Ob die Kinder 4 oder 8 Stunden am Tag keinen gescheiten Unterricht haben, macht den Kohl nicht fett. Zuerst müssen die vorhandenen Stunden sinnvoll genutzt werden. Wenn man dann feststellt, daß das nicht reicht, kann man notfalls verlängern.

Und spielen oder lesen. Und, was ist daran schlimm?

Meistens nichts. Aber es kommt sehr darauf an, was sie
spielen/bzw lesen und womit (zB es ist nicht gleich Karten zu
spielen wie mit plastik-Gewehrmaschinen)

Stimmt. Aber das hat nichts mit der Schule zu tun, sondern mit den Eltern.

Das sollte man sowieso immer. Die Freizeitaktivitäten der
Kinder darf man nicht der Schule anlasten.

Nein! Das ist doch klar. Allerdings sollte man anstreben, daß
die Kinder tgl. mehr Unterricht bekommen.

Wozu? Der Unterricht muß besser werden, nicht mehr.

Noch’n Gruß

Kubi

2 „Gefällt mir“

Hi!

Das erste was mir aber aufgefallen ist, ist die Tatsache, daß
Du nur aus lauter (sehr glücklich und noch gelücktere)
Einzelfälle ausgehst.

Richtig!
Das mache ich nur, um mein Argument zu untermauern, dass es nicht auf die Menge an Zeit in der Schule ankommt, sondern auf die Qualität dessen, was dort passiert!

Es ist mit der Schulbildung tatsächlich
Ländersache, aber die Betreuung???

Die ist ebenfalls Ländersache - ich glaube sogar, dass es hier in kommunaler Hand liegt.

Aber es ging mir nicht nur
darum, sondern auch um die Tatsache, daß 4 Std tgl. Schule und
das hier bis zum 12. Lebensjahr ist nicht nur zu wenig,
sondern auch eine schändliche und nie-wieder-gutzumachende
Zeitverschwendung.

Das sehe ich halt anders! Ich kann (um beim Lernen zu bleiben) besser 4-6 Schulstunden vernünftig zur Vermittlung nutzen als 8 Std. fröhlich beisammen sein…

Denn genauso wie ich auch Kubi sagte, in
die Schule kann man auch spielen und man muß nicht immer an
den Schulbücher und den Wörtern des Lehrers geffesselt sein!

Das kann man aber auch wo anders.

Wie wäre es eine Art
„Gesprächsrunde/Stammtisch in der Schule/Morgenkreis/
oder-wie-auch-immer-das-alles-heisst“ in die jeweilige
Fremdsprache?

Gehört (nicht immer, aber manchmal) zum Englischunterricht.

Oder mal eine Lesestunde?

Deutschunterricht?

Oder Besichtigung von
XXX (zB einen Altersheim).

ok

Oder Malen/gestalterisches,…

Kunstunterricht?

Buah! Mir sprühen die Ideen!!!

Naja - ich kenne so etwas aus der Praxis - schon zu meiner Zeit!

Ja es gibt Unterschiede an wie oder wann, aber inhaltlich ist
das so ziemlich deutschlandweit, oder??

Nein.

Da ist sie nicht die einzge. In Spanien (sorry aber das ist
das Land indem ich mich am besten auskenne) habe ich sehr gute
Freundinnen, die Lehramt studiert haben. Und sie erzählen mir
auch immer davon, daß am Anfang des Schuljahres immer erst
entscheiden was gelehrt wird. Grobe Richtlinien gibt es, aber
das war es wohl.

Würden sich die Schulen an einen einheitlichen Plan halten, hätten die Kids weniger Probleme beim Schulwechsel!

Na dann, herzlichen Glückwunsch! Aber wie ich schon sagte, ich
denke bei Dir haben sich sehr glückliche und gute
Voraussetzungen vereint. Die meisten haben aber leider nciht
so viel Glück wie Du!

Das sehe ich in meinem Bekanntenkreis eher selten.

Natürlich halte ich unsere Schulen für verbesserungswürdig.

Na also, dann sooooooo toll ist es auch nicht, oder???

Entschuldige, aber die Tatsache, dass ich etwas verbesserungswürdig finde, heißt doch nicht, dass es nicht gut ist!

Es ist ein Sprung von „gut“ bis „sehr gut“ und ein weiterer bis zum „perfekt“.

Ich finde meinen Arbeitsstil verbesserungswürdig - ich halte mich für sehr gut in meinem Bereich! (nur mal EIN Beispiel)

Natürlich ist zu wenig Geld
für die Ausstattung der Schulen verfügbar.

Vermutlich wie überall auf die Welt…

Schau mal nach Norwegen :wink:

Genau. Obwohl, wie cih angedeutet habe, mir geht es gar nicht
darum eine Betreuung zu bekommen (na gut, schon), sondern
diese Zeitverschwendung, die jahrelang hier in diesem Lande
stattfindet.

Wie gesagt: Ich sehe das völlig anders.

Aber ebenso natürlich sehe ich, dass mein Sohn sehr engagierte
LehrerInnen hat.

Wie gesagt, für mich sagt das nichts über der Schulbildung
aus.

Wenn sich Lehrer vernünftig einbringen, hat das in der Regel einen entscheidenden Einfluss auf die Wissensvermittlung.

Und dass er viel lernt.

s.o.

Wenn ein Kind in der Schule viel lernt, hat es nichts mit der Schulbildung zu tun?

Und dass an dieser
Schule tatsächlich individuell gefördert wird.

s.o.

Wenn die guten Kinder mit anspruchsvolleren Dingen beschäftigt werden als der Durchschnitt, und der Durchschnitt mit anspruchsvolleren Dingen als die „schlechten“ hat das nichts mit Schulbildung zu tun?

s.o. Das alles liegt nicht an das System sondern an Deinem
Sohn bzw. an seine Schule.

Die Schule gehört zum System.

Aber ein Baum macht nicht einen
ganzen Wald! (Wenn ich mich so ausdrücken darf!)

Ich habe ein Problem damit, wenn die schlechten Beispiele als Maßstab genommen werden.
Da sind wir uns vielleicht sogar einig: Man sollte die guten Schulen als Beispiel für die Änderung der weniger guten nehmen.

Wie ich schon in einer anderen Antwort sagte: Wenn man
Qualität will, muß man eine Basis dafür schaffen.

Ich SEHE, dass es mit den gegebenen Mitteln funktionieren kann.

Übrigens, da wir gerade bei den Grundschulen sind. Es wird immer PISA zitiert. Suche mal nach IGLU (Internationale Grudschul-Leseuntersuchung) und schaue da den internaionalen Vergleich an. So schlecht können die deutschen GRUNDschulen bei einem 5. Platz nicht sein…

Wieder ein Einzelfall!!!

Der Einzige, den ich persönlich kenne!

Daß die aufnahmefähigsten Jahren im Leben eines jeden Menschen
durch sog. „Freizeitaktivitäten“ verloren geht.

Offensichtlich kann das so verkehrt nicht sein - siehe IGLU.

Es sollte sich jede Familie einen Sportverein für sein Kind
leisten können - wenn nicht, ist in der Planung etwas
fehlgelaufen.

Uuufff! Das zu sagen ist sehr realitätsfern, wie ich meine.

Entschuldigung! Es ist nur MEINE Meinung! Man kann nicht immer das System für finanzielle Knappheit verantwortlich machen. Wenn ich kein Geld habe um meinem Kind solche Kleinigkeiten wie einen Sportverein für 60,-€ im Jahr (5,€ monatlich zu zahlen!) zu ermöglichen, sollte ich meine Kindesplanung zurückstellen.

Ich kenne ein paar beispiele, die leider keine Einzelfälle
sind, wo die Kinder einfach nur daheim hocken und selbst
schauen müssen, was sie sonst treiben können bis abendessen
gibt und ins Bett müssen. Grausamere Beispiele will ich hier
nicht veröffentlichen, aber ich kenne sie.

Ich kenne auch einige Beispiele, aber selbst die Empfänger von Arbeitslosengeld 2 sollten sich 5 € im Monat leisten können. Dann muss halt mal die ein oder andere Schachtel Zigaretten weniger geraucht werden, oder die Eltern müssen sich halt zum Wohl des Kindes anders einschränken! Es gibt minimum 156,00€ Kindergeld im Monat.
Ich ERWARTE einfach, dass dieses Geld ausschließlich für das Kind verwendet wird!

Sei froh, daß du es Dir leisten kannst.

Könnte ich es nicht, hätte ich kein Kind.

Ich bin ein extremer Gegner des „Kind-Verplanens“!

Eigentlich aich auch. Aber es läßt sich icht vermeiden, daß
man mit dem Kind rumfahren muß…

Ich wollte damit sagen, dass ich es nicht unbedingt erstrebenswert inde, wenn man sein Kind in drei verschiedenen Vereinen anmeldet, und der Zwerg dann an mindestens 5 Tagen in der Woche ausgebucht ist.

eben! Und dann stellt sich die Frage: Lesen: Was?; Spielen:
Was? Wie? womit? Wann?

Das zu kontrollieren liegt in der Hand der Eltern.

Nichts ersetzt eine Schule

Doch! Eltern, die sich kümmern!

  1. Haben gefälligst die Eltern drqauf zu achten, was das Kind
    in die Finger bekommt!

Ja, „haben“ und „müssen“ sind Wörter die toll klingen, die
aber oft unbeachtet bleiben, wenn sie sich in den eigenen vier
Wänden stattfinden.

Ich nehme mir das RECHT raus, mein Kind zu erziehen und die Erziehung nicht anderen Leuten (zumindest nicht ausschließlich) zu überlassen.
Ich kann mangelnde Elternfähigkeit nicht auf die Schule abwälzen.

Habe ich nicht so gesagt, sondern daß dies einen Amoklauf
unterstützt und daß es eine Hilfestellung und eine Begründung
sein kann. Es gibt aber natürlich viele andere Ursachen.

Allein das betroffene Spiel wurde 500000 mal verkauft. Wenn man alle Ballerspieler zusammenzählt, kommt man vermutlich auf mehr als 1 Mio. Menschen.

Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit einen Amokläufer unter Anglern zu finden nicht niedriger ist.

Wo es in diesem Land im System ein großes Loch hat, ist die
Betreuung von Jugendlichen!

…und Schulkinder!!

Ja sorry - ist für mich eigentlich das Gleiche.

Wenn jemand vereinsamen kann, dann gibt es andere Fehler als
die Spielindustrie!

Nein! Die Spielindustrie ist besenfalls eine weitere mögliche
Quelle. Aber es gibt ja auch die sog. Gemeinschaftsspiele u.Ä.
die genau das gegenteil fördern!

Witzig! Gerade Counter Strike IST ein Gemeinschaftsspiel. Es wird viel übers Internet zusammen gespielt, aber es gibt auch viele LAN-Parties.

Bei uns gibt es mittlerweile an fast jeder Schule eine
Betreuung bis mindestens 14 Uhr - auch an den freien Tagen.
Gerade heute ist wieder so einer (irgendeine Konferenz).

Wieder Einzelfälle…

Wenn ich „bei uns“ schreibe, dann betrifft das einen Kreis mit einer halben Mio. Einwohnern Auch die benachbarten Städte handhaben es so. Bei benachbarten Städten rede ich vom Ruhrgebiet mit einigen Mio. Menschen!

lg
Guido

2 „Gefällt mir“

Hallo,
Roger vielen Dank für Deine antwort.
Vorab: Ich glaube wir schelifen ein bißchen vom Thema ab, aber ich finde es nicht arg schlimm. Nur da kenne ich mich hlt noch nicht gut aus.
Ansonten nochmal betonen, daß wenn ich Spanien so oft zitiere ist es nur deshalb weil ich es gut kenne, nicht weil es ein Beispiel sein soll.

Ich finde 28 Stunden wöchentlich in der Schule zwar besser
aber noch immer ungenügend.

wenn man Schule richtig versteht, dann sind das ja nicht „nur“
28 Stunden

Stopp! Mit „Schule“ war gemeint, die Zeit wo Kinder in einem anderen Gebäude, auser daheim, die Zeit verbringen und -am wichtigsten- auch was lernen. Und wo jemand anders ausser die Eltern die Aufsichtspflicht haben. Diese alle Bedingungen machen gemeinsam das was ich unter „Schule“ gemeint habe. Wohl gemerkt alle zusammen.

sondern neben Hausaufgaben (die ich, in der
heutigen Form, für Unsinn halte)

Da kenne ich mich nicht aus. Bei uns damals waren mindestens noch 3 std. zusätzlich -täglich!!

kämen eigentlich noch
Vorbereitungen auf den Unterricht von morgen und Vertiefung
des durchgenommenen Stoffes hinzu.

Für mich ist das Aufgabe des Lehrers / der Lehrerin bzw. das sind die Hausaufgaben. Wie definierst Du denn sonst „Hausaufgabe“?

NUR, man muss es den Kindern vermitteln, dass mit der
Schulendtröte nicht das Lernen für den Tag aufhört.

Das ist klar.

und DASS ist Sache der Eltern.

Nicht nur. Aufgabe der Lehrern ist es auch das Kind auf das Leben vorzubereiten und nicht „nur“ Mathe, Geschichte & Co. runterzuleiern.

Unzufrieden ist man deshalb, weil man Kinder in die Welt setzt
und dann händeringend nach Menschen sucht, der einem alles das
abnehmen was keinen Spass macht.

Quatsch mit Soße! Entschuldige aber das ist für mich Unsinn. Nur ist es heutzutage so, daß aufgrund der Lebensumständen der meisten Eltern(-teile) in Westeuropa so ist, daß eben 4 STd. in der Schule weder fürs Kind noch für die Eltern ausreichend zu sein scheint.

Bei vielen Kindern im etwas höheren Schulalter haben die
Eltern es längst aufgegeben was erziehen oder erreichen zu
können/wollen aber Lehrer sollen es dann tun ?

Das ist Schwarzmalerei. Wenn die Eltern das Erzeihen aufgeben ist dann Hoff und Malz verloren. Wie ich schon sage: Lehrer UND Eltern, gemeinsam, sind dafür zuständig bzw dafür verantwortlich aus einem Kind einen mündigen Erwachsenen zu machen.

Nach einem Amoklauf hat man in kritischen Schulen eine Umfrage
gestartet, was denn die Haupttodesursache ist; Antwort: man
wird erschossen.

Vestehe ich jetzt etwas nicht… Sollten die Kinder, wohl bemerkt, 11 jährige sagen, daß der amokläufer eine dissoziative-cognoszitive Persönlichkeitsspaltung nach XY 3. Grades hatte??? Oder wie so oft gehört: Sind die Tote an einem Herz-Kreislauf-Vesagen gestorben? (Woran stirbt man sonst???)

Ein anderer Bericht hat mal einige Zeit einen Schulalltag in
Berlin begleitet. Von Walkman oder Telefonieren während des
Unterrichts, von Spielen mit Spielkonsolen über private
Diskussionen war alles vorhanden und wenn der Lehrer versuchte
einzugreifen wurde er beschimpft.

Wie gesagt, da kenne ich mich nicht gut aus. Aber soviel ich weiß sind Handys & Co. in der Schule bereits verboten…

nein, es kommt auf die Schulelage an, auf die Mitschüler und
das gesamte soziale Umfeld. Es ist nun mal so (hat nicht mit
Rechts oder Rassissmus oder was auch immer zu tun),

Finde sehr seltsam: Warum wenn jemand sagt,…

dass
Kinder in Schulen mit einem hohen Ausländeranteil bzw. dass
Kindern von Eltern in sozialschwachen (nicht nur Geld gemeint)
Regionen, kaum eine Chance haben irgendwas zu lernen …

…Schulen mit hohen Ausländeranteil, sofort kommt den Satz:open_mouth:hne ausländerfeindlich oder Rassistisch zu sein???
Was ist eine „sozialschwache Familie, wo nicht nur Geld gemeint ist“? Gibt es sozialschwache Millionärfamilien???
Gibt es keinen Gewalt an Eliten- bzw. Privatschulen? Und wenn nein/jain: WEr ist dafür verantwortlich? Wer hat dieses Problem zu lösen oder nach Lösungen zu suchen??

und das ist in Spanien sicher nicht anders und auch in
Norwegen oder Schweden nicht. Der Unterschied ist allenfalls
die Struktur der Lebensräume/Ballungsräume oder auch des
Ausländeranteils (siehe z.B. Frankreich vs Schweden).

Ich gehe lieber da nicht weiter ein…

ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie man soziales
Umfeld ignoriert.

Und ich finde sehr bemerkenswert, daß soziales Umfgeld für alles negative herhalten muß. Ich denke jetzt an einen Artikel, die ich über das Leben vom letzten Bundeskanzler, G. Schroeder las.

Es gibt sicher auch Eltern, die nicht saufen
udn Kinder die nicht drogenabhängig sind aber sowas ist eben
nicht medienwirksam.

??? Wie soll ich das verstehen???

das möchte ich sehen. Ihr seid tatsächlich blauäugig und lebt
in einer Traumwelt. Wenn eure Kinder in eine Schule nach
Kreuzberger Art gehen würden (weil es nicht anders geht) und
sie in dieser Gesellschaft gross werden … richtig gross. Ihr
seid dann froh, wenn sie alle Passwörter der Welt haben und
euch in Ruhe lassen.

Unglaublich! ich kenne mich in Berlin nicht aus. Aber das was Du sagst finde ich ungeheuerlich.
Und ja, mein sohn kommt zu 100% nicht am PC ohne unsere Einwilligung. Ob Du es siehst oder nicht. Es IST bei uns so.

:smile: guter Witz. Es gab auch bei meinem Sohn eine solchen
Zeit und ich bin abends hinter ihm hergefahren und bin mit
Todesangst in die Clique rein und hab ihn rausgeholt … das
war vor über 20 Jahren. Heute ist die Qualität der Gewalt und
die Rücksichtslosigkeit oder den fehlende Respekt völlig
anders und ich würde mich das nimmer trauen.

Und was hat das mit der Schule zu tun??? Hast Du etwas versäumt an seine Erziehung???

ja und ? warum setzt man dann Kinder in die Welt ? Man ist
sich schon vorher darüber klar, dass man nicht in der Lage
sein wird sie zu erziehen oder genüsslich zu erleben wie sie
gross werden.

Das Thema habe ich schon eingehackt gehabt. Siehe meine anderen Antworten zu diesem Posting.

Ein paar Kilometer von hier verhungern und verelenden
hundertausende Kinder, aber man muss ja eigene haben … so als
Statussymbol oder ??

…Oder anders gefragt: Warum BIST DU Vater geworden? WARUM wolltest Du ein Kind auf die Welt setzen???

Vielleicht wäre die Gesellschaft ja gut beraten, wenn man zu
Familienverbünden zurückkäme… vielleicht ist dies ja in
Spanien
noch so ???

Wir schleifen vom eigentlichen Thema zu weit. Reine Hypothesen sind nicht meine Stärke, zumal ich ja die Schulbildung hierzulande nicht einmal (gut) kenne.

nein, ist überhaupt kein Fehler. In Hortplätzen kommt dem Kind
eine qualifizierte Erziehung und qualifizierter gelenkter
Umgang mit Gleichaltrigen zu gute … und das soll nichts mit
Pisa zu tun haben ?

Sorry Roger aber Deine Einsichten sind mir zu fremd und ich teile sie nicht. Ausserdem das alles ist absolut OT.

Gruß
Helena

Hi!

Ich kann Anjas Artikel nur voll beipflichten. Sie hat es eigentlich genau auf den Punkt gebracht.

Und dir, helena, kann ich beipflichten, daß auch meiner Meinung nach in der Grundschule die Kinder viel zu wenig Schule haben. Eine Ganztagsschule, also von früh 8 Uhr bis abends, fänd ich allerdings für die Kleinen etwas übertrieben. Da die meisten weder längere Zeit stillsitzen können noch andauernde Konzentration haben (man siehe, wie Kindergarten und Eltern das Kind auf die Schule vorbereiten heutzutage oder eben in dem Fall NICHT vorbereiten *g*…), fände ich eine hohe Stundenzahl von Beginn an zu anstrengend. Ich würde eher für die goldene Mitte plädieren, wobei das Pensum und die Stundenzahl pro Woche von Schuljahr zu Schuljahr gesteigert wird.

Ich kann die Argumente der „Gegner“ nicht verstehen. Auch ich war von Beginn an im deutschen Schulsystem, allerdings hatten meine Eltern eine andere und strengere Schulbildung genossen (im Ausland) und dieses in meine Erziehung einfließen lassen: ich wurde zum einen schon VOR der Schule gefördert, weil ich - wie jedes Kind wohl auch - schon früh neugierig war und meine ELtern diesem nachgegangen sind, so habe ich schon vor der Schule bereits ein wenig lesen können (wollt ich ja auch).
Zum anderen fanden auch meine Eltern das Pensum in der Grundschule einfach lächerlich und ich bekamm von meinen Eltern „Extraaufgaben“ zuhause. So dachten sie sich weitere Rechenaufgaben für mich aus, oder wenn ich als Hausaufgabe hatte, einge Wörter 5 mal zu schreiben, so sagte meine Mutter, ich soll sie 10 mal schreiben.

Hatte ich deswegen weniger Freizeit???

Klares Nein!!

  1. da man eh in den ersten Jahren nur 3-5 Stunden in der Schule war, plus 30-60 Minuten für Hausaufgaben (wenn man denn überhaupt welche bekam!), so hatte ich insgesamt (mit Schulstunden und den Extraaufgaben) vielleicht 5-7 Stunden pro Tag - Hallo?? Da ist doch immernoch genug „Tag“ übrig für Freizeit!

  2. Das entscheidende:
    Eben weil ich zu Anfang sehr viel machen mußte und meine damalige kindliche schnelle Auffassungs- und Lerngabe so genutzt wurde, hatte ich später viel mehr Freizeit als die anderen!
    Klingt paradox? Nein, denn dadurch lernte ich früh,
    a) überhaupt zu lernen. Und damit fiel mir später das Lernen einfach leicht! Ich brauche weniger Wiederholungen, ich kann Lerninhalte schneller erfassen und leichter behalten. Die effektive Lernzeit verkürzt sich dadurch drastisch.
    b) und ich lernte früh, die Lernzeit effektiver zu nutzen. Die Lernerei wurde strukturierter und organisierter. Auch dadurch verkürzte sich der benötigte Zeitaufwand.

Ich merkte dies extrem, als ich im 5. Schuljahr aufs Gymnasium wechselte. Ich glaube, ich saß an Hausaufgaben nie länger als 30-60 Minuten, wo andere mindestens doppelt so lange brauchten. Den Schulstoff wirklich richtig gepaukt hab ich eigentlich auch nie *grübel*. Mir reichte es meist zum Verständnis (und damit auch zum Behalten), den Stoff in den Schulstunden durchgenommen zu haben und die paar Hausaufgaben zum Wiederholen. Erst in der Oberstufe hab ich paar Tage (*hüstel*) vor Klausuren wirklich gelernt.
Tjo, die anderen saßen wie gesagt teilweise ewig auf dem Hosenboden und einige mußten tatsächlich Nachhilfestunden nehmen. Ich hatte dafür viel mehr Freizeit als die :stuck_out_tongue:
(Was ich im übrigen in der Oberstufe noch ausgeweitet hab, bis ich zum Rektor gerufen wurde, weil ich fast die Hälfte der Stunden geschwänzt hab *loool* - aber das ist ein anderes Thema *g*)
Soviel zum Thema Freizeit und „oooch, die armen Kinder, die sollen doch lieber spielen“ *g*

War ich ein Überflieger oder gar Intelligenzbolzen? Nee, bin ich garantiert nicht!! Der einzige Unterschied war, daß bei mir die Weichen frühzeitig sehr günstig gestellt worden sind und ich davon profitiert hab…

Lange Rede, kurzer Sinn:
ich bin absolut dafür, die frühe und immense Auffassungsgabe und die schnelle Lernfähigkeit bei Kindern zu nutzen und nicht so zu vergeuden! In keiner Lebensphase lernt der Mensch so leicht und schnell wie als Kind.
Allerdings sollte man nicht vom ersten Schuljahr an direkt mit 10 Stunden pro Tag starten. Gerade, weil die Kinder schon schlechte Vorraussetzungen aus Elternhaus und Kindergarten mitbringen.

Alternativ kann ich mir aber auch vorstellen, daß eine solche Ganztagsschule in den ersten Jahren zwar durchaus 10 Stunden dauert, aber eben keine vollen 10 Stunden nur gelernt wird. Sondern abwechelnd eine Stunde konzentriertes Lernen und im Anschluß eine Stunde etwas eher entspannendes, also z.b. Malen/Gestalten/Musik/Bastelstunde oder einfach nur Aktivitäten: freies spielen, kleine Ausflüge (benachbarter Wald etc), Gesprächsrunden…bla bla…
Somit wären weder die Kinder großartig überfordert, noch ergäbe sich das Problem mit der Betreuung, wenn z.b. die Eltern arbeiten müssen.

Naja, zum deutschen Schulsystem könnte man Bücher schreiben, aber hier reicht es nun *g*

Gruß,
Sharon

Nachtrag
Hi nochmal!

Noch schnell ein kleiner Nachtrag zur Qualität der Schulbildung:

Auch hier im Thread bemängeln einige, daß Schule zu stressig sei und zu anstrengend/überfordernd und vor allem zu ernst. Die Schule wird oft als sture Paukstätte bezeichnet. Daraus resultieren auch einige neue Lehrmethoden, die ich allerdings als Wischi-waschi-Pädagogik bezeichne, weil ich nichts davon halte. Klar verbessern praktische ANwendung und taktile/sensorische Erfahrung wie auch Experimente das Lernvermögen. Das find ich auch gut, aber wie das teilweise in der Praxis umgesetzt wird *kopfschüttel*.

Dabei vergessen viele, daß dieses „sture Pauken“ ganz und gar nicht stur sein muß, sondern im Gegenteil durch die richtige Methodik auch viel Spaß machen kann.

Ein Beispiel: Ich war mit meienr SChwester und ihrer Tochter, damals 11 Jahre alt, im Urlaub in einem spanisch sprechenden Land. Keiner von uns kann Spanisch, allerdings hatten wir eine Art Kurz-Wörterbuch mit den wichtigsten Dingen, wie nach dem Weg fragen, etwas zu essen bestellen usw. Die Kleine wollte unbedingt diese Liste (etwa 30-40) Wörter/Kurzsätze lernen, konnte es aber nicht wirklich, war dann frustriert und auch meine Schwester war da keine wirkliche Hilfe.

Ich setzte mich dann mit ihr hin und nach kurzer Zeit - weniger als einer Stunde (unterbrochen durch viel Ulk und Lachen unsererseits) konnte sie die Liste fehlerfrei und auch als ich sie längere Zeit nach dem Urlaub nach paar Wörtern fragte, lachte sie und wußte die meisten noch - zwar nicht mehr alle, aber trotz der fehlenden Wiederholung war doch erstaunlich viel hängen geblieben.

Wie hab ich das geschafft? Ok, mit einem kleinen Trick, zugegeben, aber da meine Nichte das Lernen nicht gelernt hat, blieb mir nix anderes übrig.Ich ließ sie zu jedem Begriff sich ein lustiges/verrücktes Bild ausdenken. Je lustiger, desto besser. In unserem Hotel gab es Strand-handtücher, allesamt blau. Und da man danach fragen mußte, mußte man das spanische Wort dafür kennen: toalla.
Meine Nichte dachte dabei spontan an einen Koala(bären) - und ich half ihr mit: „Stell dir einen Koalabären am Strand vor, der sich in ein blaues Handtuch einwickelt“.
Als ich sie dann fragte, was heißt Handtuch? Dann kam lachend: toalla!

Wir hatten in der Stunde mächtig viel Spaß und lachten mehr, als das wir wirklich „arbeiteten“, aber der Effekt war doch enorm!

Ergo: auch lernen kann viel spaß machen, nciht nur praktisches Erfahren und Verknüpfen mit Bekanntem und damit auch Verstehen und die motivierenden(!) „aha“-Effekte, auch scheinbar stures Pauken kann viel Spaß machen! :wink:

Gruß,
Sharon

Hi!

Das mache ich nur, um mein Argument zu untermauern, dass es
nicht auf die Menge an Zeit in der Schule ankommt, sondern auf
die Qualität dessen, was dort passiert!

…Aber wenn Du selbser und im gleichen Atemzug sagst, daß alles nicht einmal Kommunalsache ist, dann finde ich etwas widersprüchlich wenn Du dann mit Beispiele aus Deiner Schule etwas untermauerst. In meinen Augen widerspricht sich da etwas…

Es ist mit der Schulbildung tatsächlich
Ländersache, aber die Betreuung???

Die ist ebenfalls Ländersache - ich glaube sogar, dass es hier
in kommunaler Hand liegt.

Ich weiß es nicht. Sorry.

Das sehe ich halt anders! Ich kann (um beim Lernen zu bleiben)
besser 4-6 Schulstunden vernünftig zur Vermittlung nutzen als
8 Std. fröhlich beisammen sein…

Du hast Recht: Wir sind hier zwei grundverschiedensten Meinungen, glaube ich. Wie auch immer so wie Du es hier beschreibst habe ich nie gesagt. Es geht mir (und ich glaube so im Amfangsposting geschrieben zu haben) NICHT um eine Betreuung in der Schulzeiten bei fröhlich Beisammen sein". So habe ich das nie gemeint und genauso wenig erlebt!! Es geht um Lernen!!

Denn genauso wie ich auch Kubi sagte, in
die Schule kann man auch spielen und man muß nicht immer an
den Schulbücher und den Wörtern des Lehrers geffesselt sein!

Das kann man aber auch wo anders.

Sicher! Aber tatsache ist, daß viele Eltern zeitlich nicht schaffen weil sie zB vollberufstätig sind. Und bitte, sag mir nicht, einem davon soll daheim bleiben: Vermutlich sind sie ja auf das zweiten Einkommen angewiesen!

Wie wäre es eine Art
„Gesprächsrunde/Stammtisch in der Schule/Morgenkreis/
oder-wie-auch-immer-das-alles-heisst“ in die jeweilige
Fremdsprache?

Gehört (nicht immer, aber manchmal) zum Englischunterricht.

Noch nie davon gehört. Es täte mich sehr wundern wenn es so ist, muß ich sagen

Oder mal eine Lesestunde?

Deutschunterricht?

Noch nie gesehen, daß in einer Schule, während der Unterrichtstunde, sich jeder einen Roman (zB. einen Klassiker) zur Hand nehmen darf und eine Stunde lang liest. (Anders ist wenn ein Schulbuch laut vorgelesen wird, aber das kann man keineswegs als Lesestunde bezeichnen, imho.

Oder Malen/gestalterisches,…

Kunstunterricht?

Wir hatten auch Kunstunterricht so wie Du es hier definierst, aber unter „Kunstunterricht“ hätte ich eher so etwas wie Geschichte und Entwicklung der verschiedenen Kunstrichtungen, zB. (ohne Rücksicht auf Vollständigkeit) die Malerei des 20. Jhs.: Naturalisten - Impresionisten - Expressionisten - Kubisten -,… Hat mit gestalterisches während des Unterrichts imo nichts zu tun.

Naja - ich kenne so etwas aus der Praxis - schon zu meiner
Zeit!
Und kannst du mir nun verraten wie Du das alles in 4 Std/tgl unter einem Hut bringst???

Die meisten haben aber leider nciht so viel Glück wie Du!

Das sehe ich in meinem Bekanntenkreis eher selten.

Unter 80 Mio. Menschen scheint mir keinen großen Gewicht zu haben. Aber Du wirst mir Recht geben -hoffe ich, zumindest- ;o)) daß Du und Deinen Freundenkreis es anders erlebt, aber die allemeisten hier lebenden Menschen, die sich damit auseinandersetzen (müssen) doch nicht sehr zufrieden sind mit diesem Schulsystem…

Entschuldige, aber die Tatsache, dass ich etwas
verbesserungswürdig finde, heißt doch nicht, dass es nicht gut
ist!

Das ist klar! ich habe schon zur Kenntnis genommen, daß Du dieses Schulsystem toll findest. Und ich freue mich sehr für Dich.

Natürlich ist zu wenig Geld
für die Ausstattung der Schulen verfügbar.

Vermutlich wie überall auf die Welt…

Schau mal nach Norwegen :wink:

Ich glaube für jedes Land der Du mir nennst, könnte ich 3 finden wo das nicht der Fall ist… Ansonten kenne ich mich in Norwegen absolut nicht aus.

Wenn sich Lehrer vernünftig einbringen, hat das in der Regel
einen entscheidenden Einfluss auf die Wissensvermittlung.

Wie ich schon sagte: Ein Baum allein macht nicht einen Wald. Und dass ein Lehrer einen entscheidenden Einfluß auf die wissensvermittlung hat, ist ja selbstredend. Aber andersherum: Wenn alle Lehrer eine Schule ausgezeichnet sind und nur der einen grottenschlecht, ist das dann eine schlechte Schule???

Wenn ein Kind in der Schule viel lernt, hat es nichts mit der
Schulbildung zu tun?

Mit seiner eigenen schon, klar. Aber nicht mit der „deutsche Schulbildung“

Wenn die guten Kinder mit anspruchsvolleren Dingen beschäftigt
werden als der Durchschnitt, und der Durchschnitt mit
anspruchsvolleren Dingen als die „schlechten“ hat das nichts
mit Schulbildung zu tun?

Ja, schon. ABER stellen sich die Fragen: A) Ist das gut FÜR ALLE Kinder? B) Ist das gerecht? C) Ist das so hierzulande wenigstens eine übliche Praxis? D) War nicht die Rede davon daß dies alles auf kommunalebene geschieht?
Ich denke, man darf nicht sagen Schulbildung ist kommunale Sache und im gleichen Atemzug behaupten das deusche Schulsystem ist gut weil XXX (hier weitere Einzelbeispiele).

Die Schule gehört zum System.

Ja, sagt aber absolut nichts zu den restlichen abertausenden von Schulen in Deutschland.

Ich habe ein Problem damit, wenn die schlechten Beispiele als
Maßstab genommen werden.

Meinst dagegen ist, persönliche einzelne Beispiele als allgemeingültig für abermillionen von menschen zu nehmen.
Geschweige denn nur gute Beispiele als Maßtab zu nehmen, vorallem wenn die mehrheit der menschen mit dem hiesigen Schulsystem nicht zufrieden sind.

Wie ich schon in einer anderen Antwort sagte: Wenn man
Qualität will, muß man eine Basis dafür schaffen.

Ich SEHE, dass es mit den gegebenen Mitteln funktionieren
kann.

Keine ahnung. Aber es scheint trotzdem nicht für allgemeine Zufriedenheit sorgen! Also ob es mit diesen Mitteln funktioniert, sei dahingestellt (natürlich deine Beispiele ausgenommen)

Übrigens, da wir gerade bei den Grundschulen sind. Es wird
immer PISA zitiert. Suche mal nach IGLU (Internationale
Grudschul-Leseuntersuchung) und schaue da den internaionalen
Vergleich an. So schlecht können die deutschen GRUNDschulen
bei einem 5. Platz nicht sein…

Ich konnte hier aber 100 von Beispiele hier nennen (und nicht nur aus meinem Freundenkreis!!) aus denen daraus sichtbar wird, daß in anderen Schulsysteme, diese hier fehlenden Stunden zu mehr kenntnissen verhelfen. Und der Unterschied, mMn. sieht man doch, wenn man es vergleicht. Ich werde jetzt hier keinen nennen (denn mir geht es nicht um einzelne Beispiele, sondern vielmehr um allgemeinheiten). D.h. Es ist schier unmöglich, daß ein Kind / Jugendliche der 20 bis 25 Std Unterricht wöchentlich bekommt, dengleichen Wissenstand hat als einem anderen der 30 bis 35 Std. lernt. Geschweige denn, wenn dazu noch alle ca 6 Wochen wieder eine 1-wöchige Pause eintritt.
Ich revidiere meine eigenen Wörtern: Ich glaube scon daß die Mitteln hierzulande reichen SOLLTEN, aber die sind schicht oft verschwendet.

Daß die aufnahmefähigsten Jahren im Leben eines jeden Menschen
durch sog. „Freizeitaktivitäten“ verloren geht.

Offensichtlich kann das so verkehrt nicht sein - siehe IGLU.

…oder eben das vielzitierte PISA!!

Es sollte sich jede Familie einen Sportverein für sein Kind
leisten können - wenn nicht, ist in der Planung etwas
fehlgelaufen.

Uuufff! Das zu sagen ist sehr realitätsfern, wie ich meine.

Entschuldigung! Es ist nur MEINE Meinung!

Ist schon guuuut!!! Keine aufregung!!! Meine ist, wie ich auch betonte, eine andere.

Man kann nicht immer
das System für finanzielle Knappheit verantwortlich machen.

Nein. Stimmt. Ich gebe Dir völlig Recht. Ich habe das nur so gesagt, weil Du das erwähnt hattest, nciht ich. Und ausserdem kenne ich genügende Beispiele indem es nicht Sache des Geldes ist, sondern vielmehr der Elternunterstützung. Aber das hat nichts mit Schulbildung zu tun, denn schließlich kann eine mangelhafte elterliche Erziehung nicht durch eine Schule ganz ausgeglichen werden -leider!

Wenn ich kein Geld habe um meinem Kind solche Kleinigkeiten
wie einen Sportverein für 60,-€ im Jahr (5,€ monatlich zu
zahlen!) zu ermöglichen, sollte ich meine Kindesplanung
zurückstellen.

Ja, der Meinung bin ich auch. Aber offenbar nicht alle Eltern denken so. Und Du kannst nicht erwarten, daß alle Eltern sich von irgendjemand sagen lassen werden, ob sie Kinder kriegen (sollen / dürfen) oder nicht.

Ich kenne auch einige Beispiele, aber selbst die Empfänger von
Arbeitslosengeld 2 sollten sich 5 € im Monat leisten können.
Ich ERWARTE einfach, dass dieses Geld ausschließlich für das
Kind verwendet wird!

Wie ich schon sagte: Viel glück bei dem Versuch dies durchzusetzen. Denn mir ist es ganz klar, daß es sehr oft NICHT eine Frage des Geldes ist, sondern des Willens -und zwar der Wille der Eltern. Es gibt genügende Aktivitäten, die man unternehmen kann, die aber kostenlos sind!

Sei froh, daß du es Dir leisten kannst.

Könnte ich es nicht, hätte ich kein Kind.

Da fällt mir den Beispiel von einem Elternpaar: Sie hatten 6 Kinder. Der Vater Säufer und fast einen Penner (wenn ich mich so ausdrücken darf). Die Mutter schwerkrank und total überfördert. Jetzt kündigt sich eine erneute Schwangerschaft an. Was nun??
Aber ja, das ist ein einzelfall. Wollte aber damit verdeutlichen daß Deine Meinung in aller ehren, vermagst Du sie nicht durchzusetzen. Das gebe ich Dir schriftlich.

Ich wollte damit sagen, dass ich es nicht unbedingt
erstrebenswert inde, wenn man sein Kind in drei verschiedenen
Vereinen anmeldet, und der Zwerg dann an mindestens 5 Tagen in
der Woche ausgebucht ist.

Genauso habe ich das auch verstanden und ich bin auch Deiner meinung.

Das zu kontrollieren liegt in der Hand der Eltern.

Klar. Aber wenn sie das nicht tun -und das, Guido, kommt eh oft genug vor- ist einen begünstigungsfaktor von vielen, einen amoklauf zu fördern. Daß es nicht öfters vorkommt, ist ja ausgezeichnet!

Nichts ersetzt eine Schule

Doch! Eltern, die sich kümmern!

Nein, nicht in meinen augen: eine Schule, gemeinsam mit den eltern sind für das Erziehung eines jeden Kindes zuständig. Es ist nicht aufgabe eines elternteils pedagogisch gut Wissen zu vermitteln. Allein deshalb weil sie das -im gegensatz zu Schulen- nicht wissen müssen. Das ist eine Aufgabe der Schule. Und lebenswichtig. Wie zB auch das Verhalten unter Gleichaltrigen und akzeptieren die Regeln, die dieses Zusammensein erfordert, zB. Um nur zwei zu nennen. Es ist für mich einen alptraum an den o.g. Beispiele zu denken (die die ich nicht nennen will) und fürchten zu müssen, daß sie nicht zur Schule können/würden!! Gott sei Dank ist es AUCH Aufgabe der Schule das Kind zu erziehen.

Ich nehme mir das RECHT raus, mein Kind zu erziehen und die
Erziehung nicht anderen Leuten (zumindest nicht
ausschließlich) zu überlassen.

zB der Schule auch nicht???

Ich kann mangelnde Elternfähigkeit nicht auf die Schule
abwälzen.

Hat keine getan. Aber genauso wenig soll man eine Schule sollte in der Lage sein, die häusliche defizite zumindest teilweise abzuglääten… (sonst dafür sorgen, daß diese Kinder eben von Fachleute betreut werden: Psychologen, Ergotherapeuten,…)

Allein das betroffene Spiel wurde 500000 mal verkauft. Wenn
man alle Ballerspieler zusammenzählt, kommt man vermutlich auf
mehr als 1 Mio. Menschen.

Wenn man so argumentiert, solte man sagen, daß jeder der in den letzten 10 Jahren in Afrika war jetzt AIDS-Krank ist! Nein. so denke ich keineswegs. Es spielen auch andere Faktoren eine Rolle, darunter die „Prädisposition“ (Neigung) dafür.

Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit einen Amokläufer unter
Anglern zu finden nicht niedriger ist.

Stimmt. Zumindest nicht zwangsläufig. ;o))

Witzig! Gerade Counter Strike IST ein Gemeinschaftsspiel. Es
wird viel übers Internet zusammen gespielt, aber es gibt auch
viele LAN-Parties.

Ich kenne mich da absolut nicht aus.

Wenn ich „bei uns“ schreibe, dann betrifft das einen Kreis mit
einer halben Mio. Einwohnern Auch die benachbarten Städte
handhaben es so. Bei benachbarten Städten rede ich vom
Ruhrgebiet mit einigen Mio. Menschen!

das freut mich sehr für dich und für die andere 499.999 Einwohner. Aber mir hilft es herzlich wenig. Und die andere 499.999 einwohner meinem Kreis auch nicht. Hier sind Hortplätze absolute Mangelware und ich werde mehr als froh sein, wenn ich eine kriege. Obwohl mir die „Betreuungszeit“ anders wünschen würde, denn in meinen augen ist es Zeitverschwendung.

Liebe Grüße,
Helena

Hi Sharon!

Du sprichst mir aus der Seele!!!

Einscließlich Dienen Nachtrag (ja, sehr lustig mit den Koalas-Toallas!) ;o))) finde ich sehr treffend. All Deinen wörtern könnten von mir stimmen. (Ich meine natürlich vom Gesamtbild) ;o))

Wie auch immer, glaube ich an dieses Thread zu erkennen, daß ausgerechnet die Menschen, die ein anderes Schulsystem gekannt haben, beser daran sind: Nur ein Zufall??

Aber auch während den von mir hochgepriesene 7 Schulstunden tgl. gab es- selbstverständlich!!- auch festgelegte Pausen. Und die „harte Brocken“ waren meistens von „eigenes-Gestalten“-Stunden wie zB: Gymnastik, Basteln, Musik,… gefolgt. Zwischen der 4. und 5 Std. waren 2 Std. „Mittagessen“, die man wahlweise entweder in der Schule -aber mit Voranmeldung- oder bei sich daheim nehmen könnte. Und um 18 Uhr war es endgültig Feierabend. (nach der spanischen Tagesablauf, würde es hier imho ca 16 Uhr entsprechen) Und dieses negatives Bild, wie hier hatte unser Schulsystem nicht.

Also danke für Deinen sehr gelungenen Beitrag!

Liebe grüße,
Helena

Ich kann Anjas Artikel nur voll beipflichten. Sie hat es
eigentlich genau auf den Punkt gebracht.

Und dir, helena, kann ich beipflichten, daß auch meiner
Meinung nach in der Grundschule die Kinder viel zu wenig
Schule haben. Eine Ganztagsschule, also von früh 8 Uhr bis
abends, fänd ich allerdings für die Kleinen etwas übertrieben.
Da die meisten weder längere Zeit stillsitzen können noch
andauernde Konzentration haben (man siehe, wie Kindergarten
und Eltern das Kind auf die Schule vorbereiten heutzutage oder
eben in dem Fall NICHT vorbereiten *g*…), fände ich eine
hohe Stundenzahl von Beginn an zu anstrengend. Ich würde eher
für die goldene Mitte plädieren, wobei das Pensum und die
Stundenzahl pro Woche von Schuljahr zu Schuljahr gesteigert
wird.

Ich kann die Argumente der „Gegner“ nicht verstehen. Auch ich
war von Beginn an im deutschen Schulsystem, allerdings hatten
meine Eltern eine andere und strengere Schulbildung genossen
(im Ausland) und dieses in meine Erziehung einfließen lassen:
ich wurde zum einen schon VOR der Schule gefördert, weil ich -
wie jedes Kind wohl auch - schon früh neugierig war und meine
ELtern diesem nachgegangen sind, so habe ich schon vor der
Schule bereits ein wenig lesen können (wollt ich ja auch).
Zum anderen fanden auch meine Eltern das Pensum in der
Grundschule einfach lächerlich und ich bekamm von meinen
Eltern „Extraaufgaben“ zuhause. So dachten sie sich weitere
Rechenaufgaben für mich aus, oder wenn ich als Hausaufgabe
hatte, einge Wörter 5 mal zu schreiben, so sagte meine Mutter,
ich soll sie 10 mal schreiben.

Hatte ich deswegen weniger Freizeit???

Klares Nein!!

  1. da man eh in den ersten Jahren nur 3-5 Stunden in der
    Schule war, plus 30-60 Minuten für Hausaufgaben (wenn man denn
    überhaupt welche bekam!), so hatte ich insgesamt (mit
    Schulstunden und den Extraaufgaben) vielleicht 5-7 Stunden pro
    Tag - Hallo?? Da ist doch immernoch genug „Tag“ übrig für
    Freizeit!

  2. Das entscheidende:
    Eben weil ich zu Anfang sehr viel machen mußte und
    meine damalige kindliche schnelle Auffassungs- und Lerngabe so
    genutzt wurde, hatte ich später viel mehr Freizeit als die
    anderen!

    Klingt paradox? Nein, denn dadurch lernte ich früh,
    a) überhaupt zu lernen. Und damit fiel mir später das Lernen
    einfach leicht! Ich brauche weniger Wiederholungen, ich kann
    Lerninhalte schneller erfassen und leichter behalten. Die
    effektive Lernzeit verkürzt sich dadurch drastisch.
    b) und ich lernte früh, die Lernzeit effektiver zu nutzen. Die
    Lernerei wurde strukturierter und organisierter. Auch dadurch
    verkürzte sich der benötigte Zeitaufwand.

Ich merkte dies extrem, als ich im 5. Schuljahr aufs Gymnasium
wechselte. Ich glaube, ich saß an Hausaufgaben nie länger als
30-60 Minuten, wo andere mindestens doppelt so lange
brauchten. Den Schulstoff wirklich richtig gepaukt hab ich
eigentlich auch nie *grübel*. Mir reichte es meist zum
Verständnis (und damit auch zum Behalten), den Stoff in den
Schulstunden durchgenommen zu haben und die paar Hausaufgaben
zum Wiederholen. Erst in der Oberstufe hab ich paar Tage
(*hüstel*) vor Klausuren wirklich gelernt.
Tjo, die anderen saßen wie gesagt teilweise ewig auf dem
Hosenboden und einige mußten tatsächlich Nachhilfestunden
nehmen. Ich hatte dafür viel mehr Freizeit als die :stuck_out_tongue:
(Was ich im übrigen in der Oberstufe noch ausgeweitet hab, bis
ich zum Rektor gerufen wurde, weil ich fast die Hälfte der
Stunden geschwänzt hab *loool* - aber das ist ein anderes
Thema *g*)
Soviel zum Thema Freizeit und „oooch, die armen Kinder, die
sollen doch lieber spielen“ *g*

War ich ein Überflieger oder gar Intelligenzbolzen? Nee, bin
ich garantiert nicht!! Der einzige Unterschied war, daß bei
mir die Weichen frühzeitig sehr günstig gestellt worden sind
und ich davon profitiert hab…

Lange Rede, kurzer Sinn:
ich bin absolut dafür, die frühe und immense Auffassungsgabe
und die schnelle Lernfähigkeit bei Kindern zu nutzen und nicht
so zu vergeuden! In keiner Lebensphase lernt der Mensch so
leicht und schnell wie als Kind.
Allerdings sollte man nicht vom ersten Schuljahr an direkt mit
10 Stunden pro Tag starten. Gerade, weil die Kinder schon
schlechte Vorraussetzungen aus Elternhaus und Kindergarten
mitbringen.

Alternativ kann ich mir aber auch vorstellen, daß eine solche
Ganztagsschule in den ersten Jahren zwar durchaus 10 Stunden
dauert, aber eben keine vollen 10 Stunden nur gelernt wird.
Sondern abwechelnd eine Stunde konzentriertes Lernen und im
Anschluß eine Stunde etwas eher entspannendes, also z.b.
Malen/Gestalten/Musik/Bastelstunde oder einfach nur
Aktivitäten: freies spielen, kleine Ausflüge (benachbarter
Wald etc), Gesprächsrunden…bla bla…
Somit wären weder die Kinder großartig überfordert, noch
ergäbe sich das Problem mit der Betreuung, wenn z.b. die
Eltern arbeiten müssen.

Naja, zum deutschen Schulsystem könnte man Bücher schreiben,
aber hier reicht es nun *g*

Gruß,
Sharon

Hello again and again… ;o))

Warum? Weil die Kinder keine Freizeit haben sollen?

Quatsch!

Ganz ruhig, Helena. Ich weiß, daß Du ein südländisches
Temperament hast, daher bitte ich Dich jetzt schon mal, es zu
zügeln, sonst wird’s wieder unangenehm…

Unangenehm??? Nöööö. Wie auch immer, ds wort „Quatsch“ habe ich nicht erfunden! (sondern vielmehr mir Deutsche beigebracht!) :oP
Und ja, ich habe einen südländisches Temperament: Ich gebe es zu! (Und tut mir kein bißchen leid!!) *hihihihihi*

Macht 10 Stunden am Tag, also z. B. von 8 bis 18 Uhr. Dann
noch Abendessen, macht 18:30 Uhr. Um spätestens 20:30 sollten
Grundschüler im Bett liegen, macht ganze zwei Stunden
Freizeit. Nicht gerade doll, jeder normale Arbeitnehmer hat
deutlich mehr.

(Besser so???) Falsch! Erstens: Fingen wir grundsätzlich um 9 Uhr an. (9 Std.); dann gab es 2 Std. Mittagspause (macht 7) und wir hatten von 11 bis 11:30 tgl auch Pause (macht 6,5) Plus Hausaufgaben. ABER um 20:30 geht kein Kind in Spanien zu Bett. Zumindest damals nicht. Und ich persönlich hatte noch Zeit für Klavierunterricht, Gymnastik, spielen und Freude treffen Ah! Nicht zu vergessen: Briefe schreiben (meine damalige Leidenschaft) und Briefmarken sammeln (ja, ja mit zarten 7 Jahren ging es los!) ;o))) :oP (Früh übt sich’s!!) ;o)) ;o))

und ich kenne niemand der sich
darüber beschwert oder der das zu Schäden geführt hätten

Über Spanien weiß ich nicht viel, aber in Frankreich ist die
Selbstmordrate unter Schülern deutlich höher als hier…

Und du meinst Grund dafür ist die hohe Stundenzahl in der Schule??

Ich denke andersherum: Ich glaube erstmal sollte man versuchen
viel mehr ganztagsschulen, die auch die Zeit nicht „sitzen“
sondern auch lernen. Und dann können wir an die qualität
arbeiten. Welche Qualität sollen wir verbessern, wenn es nicht
einmal die Stunden dafür gibt???

Du zäumst das Pferd von hinten auf.

Genau dieser Meinung bin ich von euren Sichtweise, sorry!

Ob die Kinder 4 oder 8
Stunden am Tag keinen gescheiten Unterricht haben, macht den
Kohl nicht fett. Zuerst müssen die vorhandenen Stunden
sinnvoll genutzt werden. Wenn man dann feststellt, daß das
nicht reicht, kann man notfalls verlängern.

Sorry da kann ich nicht folgen…

Stimmt. Aber das hat nichts mit der Schule zu tun, sondern mit
den Eltern.

Nein aber Schulen und eltern sollten sich ergänzen, das Kind zu erzeihen. Es ist nicht die alleinige Aufgabe der Eltern das Kind zu einem mündigen Erwachsenen zu machen!
Und wenn die Eltern zeitlich das nicht schaffen (zB weil beide berufstätig sind) ist die wahrscheinlichkeit größer, daß ds Kind eben doch zu diesen „von-Freunden-nur-kurz-ausgeliehene“ Plastik-Gewehrmaschinen kommen.

Das sollte man sowieso immer. Die Freizeitaktivitäten der
Kinder darf man nicht der Schule anlasten.

Nein! Das ist doch klar. Allerdings sollte man anstreben, daß
die Kinder tgl. mehr Unterricht bekommen.

Wozu? Der Unterricht muß besser werden, nicht mehr.

Ds sehe ich halt anders. Siehe anfang dieser antwort.

Noch’n Gruß

Ja danke. Dir auch. (und das ganz laut und deutlich!) :o))) ;o))

Liebe Grüße,
Helena

1 „Gefällt mir“

Holá Helena

Roger vielen Dank für Deine antwort.

gerne geschehen.

Vorab: Ich glaube wir schelifen ein bißchen vom Thema ab, aber
ich finde es nicht arg schlimm. Nur da kenne ich mich hlt noch
nicht gut aus.

na ja, das Forum heisst ja „wer-weiss-was“ und Ziel ist die
Erweiterung des Horizontes oder ? Jedenfalls nutze ich es dazu.

Ansonten nochmal betonen, daß wenn ich Spanien so oft zitiere
ist es nur deshalb weil ich es gut kenne, nicht weil es ein
Beispiel sein soll.

ich ja auch gut so. Und ich habe sicher kein Problem damit, dass man Gutes übernimmt. Das Bessere ist immer der Feind des Guten.

wenn man Schule richtig versteht, dann sind das ja nicht „nur“
28 Stunden

Stopp!

jawoll!

Mit „Schule“ war gemeint, die Zeit wo Kinder in einem
anderen Gebäude, auser daheim, die Zeit verbringen und -am
wichtigsten- auch was lernen. Und wo jemand anders ausser die
Eltern die Aufsichtspflicht haben.

bis darauf, dass ich Eltern da mit einbeziehe sind wir uns einig.
Und zwar sehe ich die Eltern als den wesentlichsten Bestandteil der Veranstaltung.

sondern neben Hausaufgaben (die ich, in der
heutigen Form, für Unsinn halte)

Da kenne ich mich nicht aus. Bei uns damals waren mindestens
noch 3 std. zusätzlich -täglich!!

Und was lernt man ? Leben ? nein, es werden Dinge vermittelt, die im richtigen Leben niemand braucht. Die 3.Ableitung von Schnubbeldibub oder 24.Wurzel von 4711. Geschicht von Hannibal oder Friedrich dem Grosskotz. Man könnte z.B. Familie lernen, Gesellschaft lernen, Umgang mit Menschen lernen, Sozialverhalten lernen.

Kinder brauchen Zuwendung und Halt aber nicht immer Lernen und Gängelei (mach dies, mach das). Wenn man Kinder in sein Leben integriert und nicht nebenbei grosswerden lässt, werden sie von selbst drauf kommen, dass man keine Gewalt gegen andere Menschen ausübt oder dass man auch mal von alleine den Müll runter bringen kann.

Schule ist das Synomym für lernen, für Bildung und Wissen. Es ist nicht eine Zeitanstalt um Kinder unterzubringen. Ok, nun schweifen wir ab.

Das Schulsystem wie Du es meinst übernimmt einen kleinen Auftrag pro Tag, nämlich der Vermittlung eines bestimmten, eng umgrenzten Wissens. Wenn man dieser Institition zuviel Zeit gibt, dann fehlt diese Zeit doch für Rest von Bildung und Wissen oder ?

Was ich in Deinen Ausführungen verstanden habe, ist für Dich Schule nichts anderes als Beschäftigungstherapie oder ?

kämen eigentlich noch
Vorbereitungen auf den Unterricht von morgen und Vertiefung
des durchgenommenen Stoffes hinzu.

Für mich ist das Aufgabe des Lehrers / der Lehrerin bzw. das
sind die Hausaufgaben. Wie definierst Du denn sonst
„Hausaufgabe“?

wie gesagt, Hausaufgabe ist Unsinn. Aus dem System ergibt sich automatisch, was zu tun ist und das was zu tun ist. Das zu steuern und zu beaufsichtigen ist Aufgabe der Eltern; mit der Zeit können Kinder das dann von alleine. Wenn das Kind später mal ein Uni besucht, dann wird die Art des eigeninitiativen Lernverhaltens vorausgesetzt.

Der Stoff der in der Schule behandelt wird ist vorgegeben und somit auch das was daheim zu tun ist. Nun könnte man über Kinder reden, die schneller den Stoff verstanden haben und die anderen, die dazu länger brauchen (also zusätzliche Hilfe) … aber das sprengt den Rahmen.
Aber soviel noch, ich bin ganz klar für Eliten und dafür gibt das Schulsystem mit den 4 Schulformen prächtig die Möglichkeiten.

und DASS ist Sache der Eltern.

Nicht nur. Aufgabe der Lehrern ist es auch das Kind auf das
Leben vorzubereiten und nicht „nur“ Mathe, Geschichte & Co.
runterzuleiern.

??? wo steht das ? Ist sicher nicht Aufgabe der Lehrer, die sind dafür weder geeignet noch ausgebildet noch haben sie dazu die Mittel.
Bis auf einen kleinen Teil von Erziehung, der über die Art und Weise der Wissensvermittlung mit rüberkommt ist da nix mit „auf das Leben vorbereiten“. Lehrplan ist Massstab.

Quatsch mit Soße! Entschuldige aber das ist für mich Unsinn.

das ist das Schöne am Leben, man muss nicht einer Meinung sein.

Nur ist es heutzutage so, daß aufgrund der Lebensumständen der
meisten Eltern(-teile) in Westeuropa so ist, daß eben 4 STd.
in der Schule weder fürs Kind noch für die Eltern ausreichend
zu sein scheint.

wie gesagt, das ist Unsinn. Es sind erstens keine 4 Stunden sondern wesentlich mehr und zweitens ist niemand in der Lage länger als 6 Stunden sinnvoll zu lernen. Was bleibt ist Verwahranstalt für gefrustete Eltern.

Bei vielen Kindern im etwas höheren Schulalter haben die
Eltern es längst aufgegeben was erziehen oder erreichen zu
können/wollen aber Lehrer sollen es dann tun ?

Das ist Schwarzmalerei.

BITTE ? Geh doch mal in die Ballungszentren und schaue Dich um.

Es ist sicher nicht so, dass die Mehrheit so ist aber wenn Du schon das Schulsystem kritisierst und die paar Amokläufer als Argument bringst, dann male ich auch mal in schwarz.

Solche Amokläufe sind medienwirksam und deshalb werden sie ausgeschlachtet. Gleiches gilt für die Gefängnisvergewaltigungen. Jeder weiss, dass nette junge Gefangene gerne gesehen werden und was man mit ihnen macht.

Wenn die Eltern das Erzeihen aufgeben
ist dann Hoff und Malz verloren. Wie ich schon sage: Lehrer
UND Eltern, gemeinsam, sind dafür zuständig bzw dafür
verantwortlich aus einem Kind einen mündigen Erwachsenen zu
machen.

nein, Lehrer sind Erfüllungsgehilfen, mehr nicht. Sie übernehmen einen kleinen Teil, den die „dummen“ Eltern nicht leisten können. Lese einfach mal nach, aus welchem Grund es eine Schulpflicht gibt. Zumal in dem Alter, in dem Kinder zur Schule müssen, einige wesentliche Prägephasen schon durchlaufen wurden und kaum noch zu ändern sind.

Wie gesagt, da kenne ich mich nicht gut aus. Aber soviel ich
weiß sind Handys & Co. in der Schule bereits verboten…

na und ? wer setzt das wie durch ? Auch wenn Du Dich nicht auskennst, ist es Schule und das System. Aber „schuld“ ist nicht das Schulsystem sondern die Gesellschaft und die Erziehung der Kinder durch die Eltern.
Eltern bekommen keine Kinder im Auftrag des Staates.

Was ist eine „sozialschwache Familie, wo nicht nur Geld
gemeint ist“? Gibt es sozialschwache Millionärfamilien???

natürlich. Ackermann ist für mich sozialschwach.

Gibt es keinen Gewalt an Eliten- bzw. Privatschulen? Und wenn
nein/jain: WEr ist dafür verantwortlich? Wer hat dieses
Problem zu lösen oder nach Lösungen zu suchen??

WIR sind verantwortlich. Natürlich wird es Gewalt auch dort geben. Aber diese Gewalt hat eine andere Qualität sie ist nicht so brutal und menschenverachtend.

Menschen, die die Verantwortung auf Schulen und Lehrer schieben und sich selbst rausnehmen und angeblich damit nichts zu tun haben. Die sind verantwortlich.

Und ich finde sehr bemerkenswert, daß soziales Umfgeld für
alles negative herhalten muß. Ich denke jetzt an einen
Artikel, die ich über das Leben vom letzten Bundeskanzler, G.
Schroeder las.

gut, es ist aber so.

udn Kinder die nicht drogenabhängig sind aber sowas ist eben
nicht medienwirksam.

??? Wie soll ich das verstehen???

ganz einfach, Dinge die geschehen werden hochgespielt, obwohl nur eine kleine Minderheit dafür steht.

seid dann froh, wenn sie alle Passwörter der Welt haben und
euch in Ruhe lassen.

Unglaublich! ich kenne mich in Berlin nicht aus. Aber das was
Du sagst finde ich ungeheuerlich.

das Stichwort dazu ist Brennpunktschulen und die Möglichkeiten der Kinder, die sie benutzen müssen. Dort sind auch Kinder aus „normalen“ Haushalten und auch die haben keine Chancen. Das Schlechte zieht nach unten.

Und ja, mein sohn kommt zu 100% nicht am PC ohne unsere
Einwilligung. Ob Du es siehst oder nicht. Es IST bei uns so.

kann ja sein, aber Du hast als Beispiel die Amokläufer gewählt und nicht die Familie mit sozialer Kompetenz.

war vor über 20 Jahren. Heute ist die Qualität der Gewalt und
die Rücksichtslosigkeit oder den fehlende Respekt völlig
anders und ich würde mich das nimmer trauen.

Und was hat das mit der Schule zu tun???

??? bitte was ?

Ein paar Kilometer von hier verhungern und verelenden
hundertausende Kinder, aber man muss ja eigene haben … so als
Statussymbol oder ??

…Oder anders gefragt: Warum BIST DU Vater geworden? WARUM
wolltest Du ein Kind auf die Welt setzen???

ich ? Vielleicht habe ich meine Kinder ja adoptiert ? Sicher habe ich aber z.B. einen Kindergarten mit gegründet weil es notwendig war.
Und mir nicht den Weg des geringeren Wiederstandes gesucht.

Wir schleifen vom eigentlichen Thema zu weit. Reine Hypothesen
sind nicht meine Stärke, zumal ich ja die Schulbildung
hierzulande nicht einmal (gut) kenne.

na ja, aber Du kritisierst das hiesige Schulsystem und da interessiert mich schon, ob das fundiert ist oder „nur mal so weil alle das sagen“.

Sorry Roger aber Deine Einsichten sind mir zu fremd und ich
teile sie nicht. Ausserdem das alles ist absolut OT.

na gut, aber die Lehrer sind Schuld, machen wir es uns einfach.

Gruss

Hola,

Unangenehm??? Nöööö. Wie auch immer, ds wort „Quatsch“ habe
ich nicht erfunden! (sondern vielmehr mir Deutsche
beigebracht!) :oP

Schon klar. Aber der Trick ist, es richtig anzuwenden :smile:

Fingen wir grundsätzlich um 9 Uhr an. (9
Std.); dann gab es 2 Std. Mittagspause (macht 7) und wir
hatten von 11 bis 11:30 tgl auch Pause (macht 6,5)

Also dann habt Ihr doch gar nicht so viel mehr Schule als wir, nur anders verteilt. Wozu dann die ganze Aufregung?

ABER um 20:30 geht kein Kind in
Spanien zu Bett.

Ich weiß, bei Euch ist der tag nach hinten verschoben. Aber das ändert nichts am Grundsatz. Und 6,5 Stunden gegenüber (im Schnitt) 5 ist nicht so viel anders, daß ich das als fürchterlich anders einstufen würde.

Ob die Kinder 4 oder 8
Stunden am Tag keinen gescheiten Unterricht haben, macht den
Kohl nicht fett. Zuerst müssen die vorhandenen Stunden
sinnvoll genutzt werden. Wenn man dann feststellt, daß das
nicht reicht, kann man notfalls verlängern.

Sorry da kann ich nicht folgen…

Soll heißen: wenn man den Unterricht vernünftig durchführt, kann man in 4 Stunden das lernen, wozu man heute 6 braucht. Dann ist es gar nicht nötig, die Schulzeit zuverlängern. Das Ärgerliche ist doch, daß die Schulzeit meist nicht vernünftig genutzt wird.

Nein aber Schulen und eltern sollten sich ergänzen, das Kind
zu erzeihen. Es ist nicht die alleinige Aufgabe der Eltern das
Kind zu einem mündigen Erwachsenen zu machen!

Das sehe ich anders. Schule soll hauptsächlich Wissen vermitteln. Für die Erziehung sind hauptsächlich die Eltern verantwortlich, die Schule hat daran nur einen geringen Anteil.

Und wenn die Eltern zeitlich das nicht schaffen (zB weil beide
berufstätig sind) ist die wahrscheinlichkeit größer, daß ds
Kind eben doch zu diesen „von-Freunden-nur-kurz-ausgeliehene“
Plastik-Gewehrmaschinen kommen.

Wenn die Eltern das nicht schaffen, darf man das aber nicht der Schule anlasten. Die Lehrer sind schon jetzt genug gestraft durch die Kinder dieser Eltern, die ihnen den Unterricht in der Klasse unnötig schwer bis fast unmöglich machen.

Auch lauten Gruß (flüstern mußt Du nicht, aber Beleidigungen finde ich halt fehl am Platz :smile:)

Kubi

Hi!

Das mache ich nur, um mein Argument zu untermauern, dass es
nicht auf die Menge an Zeit in der Schule ankommt, sondern auf
die Qualität dessen, was dort passiert!

…Aber wenn Du selbser und im gleichen Atemzug sagst, daß
alles nicht einmal Kommunalsache ist, dann finde ich etwas
widersprüchlich wenn Du dann mit Beispiele aus Deiner Schule
etwas untermauerst. In meinen Augen widerspricht sich da
etwas…

DIESEN Zusammenhang kann ich jetzt mal so gar nicht verstehen!
Was bitte hat Quantität im Vergleich mit Qualität zu tun mit der Zuständigkeitsfrage der Behörde?

Es geht um Lernen!!

Richtig! Und ich halte es für unsinnig, die Zeit hochzuschrauben! Ich halte es für weit sinnvoller, die Qualität hochzuschrauben.

Sicher! Aber tatsache ist, daß viele Eltern zeitlich nicht
schaffen weil sie zB vollberufstätig sind. Und bitte, sag mir
nicht, einem davon soll daheim bleiben: Vermutlich sind sie ja
auf das zweiten Einkommen angewiesen!

Wir sind auch auf zwei Einkommen angewiesen. Meine Frau geht halbe Tage arbeiten.
Bei uns gibt es ein paar glückliche Umstände, die unsere Situation enorm erleichtern.
Fakt ist aber, dass es hier an fast jeder Grundschule eine Betreuungsmöglichkeit zumindest zwischen 8 und 14 Uhr gibt - und komme mir bitte nicht wieder mit dem Vorwurf des Einzelfalls, denn davon kann hier keine Rede sein.
Deshalb meine Frage, welches System Du in Deutschland meinst. Denn zumindest die Betreuung ist hier recht annehmbar geregelt.

Gehört (nicht immer, aber manchmal) zum Englischunterricht.

Noch nie davon gehört. Es täte mich sehr wundern wenn es so
ist, muß ich sagen

Habe ich in meinen Schulzeiten schon erlebt (unter anderem mit englischem Picknick), mein Zwerg erlebt es gerade momentan in der Vorweihnachtszeit - kurz: Ich kenne es nur als normal.

Noch nie gesehen, daß in einer Schule, während der
Unterrichtstunde, sich jeder einen Roman (zB. einen Klassiker)
zur Hand nehmen darf und eine Stunde lang liest. (Anders ist
wenn ein Schulbuch laut vorgelesen wird, aber das kann man
keineswegs als Lesestunde bezeichnen, imho.

Hier sind gerade wieder Lesewochen. Es werden den Eltern Listen in die Hand gedrückt, wo irgendwie 8 Bücher empfohlen werden. Davon soll man sich dann ein oder zwei raussuchen - dann wird es im Unterricht zum Bestandteil gemacht.

Wir hatten auch Kunstunterricht so wie Du es hier definierst,
aber unter „Kunstunterricht“ hätte ich eher so etwas wie
Geschichte und Entwicklung der verschiedenen Kunstrichtungen,
zB. (ohne Rücksicht auf Vollständigkeit) die Malerei des 20.
Jhs.: Naturalisten - Impresionisten - Expressionisten -
Kubisten -,… Hat mit gestalterisches während des Unterrichts
imo nichts zu tun.

Bei uns heißt das, was Du meinst vermutlich eher KunstGESCHICHTE.

Und kannst du mir nun verraten wie Du das alles in 4 Std/tgl unter einem Hut bringst???

Nicht ICH: Ich kann nur aus der Erfahrung als Schüler und Vater berichten. Keine Ahnung, wie das funktioniert (hat), aber es (hat) funktioniert.

Vermutlich ist der Schlüssel zum Erfolg nicht das steife Festhalten an einen theoretischen Lehrplan, sondern die flexible Unterrichtsgestaltung…

Unter 80 Mio. Menschen scheint mir keinen großen Gewicht zu
haben. Aber Du wirst mir Recht geben -hoffe ich, zumindest-
;o)) daß Du und Deinen Freundenkreis es anders erlebt, aber
die allemeisten hier lebenden Menschen, die sich damit
auseinandersetzen (müssen) doch nicht sehr zufrieden sind mit
diesem Schulsystem…

Ich kenne keine aussagefähige Studie…

Das ist klar! ich habe schon zur Kenntnis genommen, daß Du
dieses Schulsystem toll findest. Und ich freue mich sehr für
Dich.

Ich finde es gut, aber verbesserungswürdig.

Wenn alle Lehrer eine Schule ausgezeichnet sind und nur der
einen grottenschlecht, ist das dann eine schlechte Schule???

Nö - das ist doch genau meine Rede!

Wenn ein Kind in der Schule viel lernt, hat es nichts mit der
Schulbildung zu tun?

Mit seiner eigenen schon, klar. Aber nicht mit der „deutsche
Schulbildung“

Wie gesagt: Die ist zu unterschiedlich, als sie „Deutsche Schulbildung“ zu deklarieren.

A) Ist das gut FÜR
ALLE Kinder?

Ich halte das als EINZIG korrekt für ALLE Kinder!

B) Ist das gerecht?

Natürlich! Ist es nicht ungerechter, sich einen Durchschnitt zu „züchten“?

C) Ist das so hierzulande
wenigstens eine übliche Praxis?

Eindeutig nein: Es ist ein Pilotprojekt!

D) War nicht die Rede davon
daß dies alles auf kommunalebene geschieht?
Ich denke, man darf nicht sagen Schulbildung ist kommunale
Sache und im gleichen Atemzug behaupten das deusche
Schulsystem ist gut weil XXX (hier weitere Einzelbeispiele).

Wie gesagt: In der IGLU-Studie ist Deutschland im guten Mittelfeld.

Die Schule gehört zum System.

Ja, sagt aber absolut nichts zu den restlichen abertausenden
von Schulen in Deutschland.

Wie viele von diesen abertausenden Schulen kennst Du? :wink:

Meinst dagegen ist, persönliche einzelne Beispiele als
allgemeingültig für abermillionen von menschen zu nehmen.
Geschweige denn nur gute Beispiele als Maßtab zu nehmen,
vorallem wenn die mehrheit der menschen mit dem hiesigen
Schulsystem nicht zufrieden sind.

Nochmal: Die einzig einigermaßen verlässliche Quelle für die Qualität unserer Grundschulen im internationalen Vergleich ist IGLU.

Wir HABEN ein Problem - das liegt aber ganz sicher in der Sekundarstufe, nicht in der Grundschule.

Die Menschen sind auch gnadenlos unzufrieden mit unserem (sehr viel verbesserungswürdigen) Gesundheitssystem - trotzdem werden die meisten kranken Menschen nach wie vor gut medizinisch versorgt.

Keine ahnung. Aber es scheint trotzdem nicht für allgemeine
Zufriedenheit sorgen! Also ob es mit diesen Mitteln
funktioniert, sei dahingestellt (natürlich deine Beispiele
ausgenommen)

Für mich ist die Schule in erster Linie ein Institut zur Vermittlung von Wissen. Zumindest in den Grundschulen funktioniert das.

Ich denke, dass die größte Unzufriedenheit aus den mangelnden Betreuungsmöglichkeiten kommt!

Ich konnte hier aber 100 von Beispiele hier nennen (und nicht
nur aus meinem Freundenkreis!!) aus denen daraus sichtbar
wird, daß in anderen Schulsysteme, diese hier fehlenden
Stunden zu mehr kenntnissen verhelfen. Und der Unterschied,
mMn. sieht man doch, wenn man es vergleicht.

Warum schneiden dann Zweidrittel der teilnehmenden Länder schlechter ab?

Daß die aufnahmefähigsten Jahren im Leben eines jeden Menschen
durch sog. „Freizeitaktivitäten“ verloren geht.

Offensichtlich kann das so verkehrt nicht sein - siehe IGLU.

…oder eben das vielzitierte PISA!!

PISA vrgleicht die 15-jährigen.
Um die geht es in der Grundschule nur sehr selten.

Aber ja, das ist ein einzelfall. Wollte aber damit
verdeutlichen daß Deine Meinung in aller ehren, vermagst Du
sie nicht durchzusetzen. Das gebe ich Dir schriftlich.

Nein, das ist kein Einzelfall. Nur: Solche Eltern haben keinen Grund zur Beschwerde!

Nein, nicht in meinen augen: eine Schule, gemeinsam mit den
eltern sind für das Erziehung eines jeden Kindes zuständig. Es
ist nicht aufgabe eines elternteils pedagogisch gut Wissen zu
vermitteln. Allein deshalb weil sie das -im gegensatz zu
Schulen- nicht wissen müssen. Das ist eine Aufgabe der Schule.

…welche durch die grundschulen zumindest auch erfüllt wird.

Ich nehme mir das RECHT raus, mein Kind zu erziehen und die
Erziehung nicht anderen Leuten (zumindest nicht
ausschließlich) zu überlassen.

zB der Schule auch nicht???

Ich schrieb doch: Nicht ausschließlich!
Und nein: Wenn es um erzieherische Fragen geht, in denen ich völlig anderer Meinung bin als der Lehrer, dann hat der Lehrer meine Meinung zu akzeptieren - nicht umgekehrt! Schließlich bin ICH für mein Kind verantwortlich.

(sonst dafür sorgen, daß diese Kinder
eben von Fachleute betreut werden: Psychologen,
Ergotherapeuten,…)

DAS ist eine Idee, die ich zu 100% unterstütze!

Wenn man so argumentiert, solte man sagen, daß jeder der in
den letzten 10 Jahren in Afrika war jetzt AIDS-Krank ist!
Nein. so denke ich keineswegs. Es spielen auch andere Faktoren
eine Rolle, darunter die „Prädisposition“ (Neigung) dafür.

Gestern sah ich einen Bericht über die Macher des Spiels „Far Cry“ ein Egoshooter, den ich auch zu Hause habe.
Das Spiel wurde 2,5 Mio mal verkauft - einer der Programmierer sagte, dass dieses Spiel NICHTS in den Händen unter 18-jähriger zu suchen habe.
Da gebe ich ihm absolut Recht!

Es kann doch nicht sein, dass man ein Produkt, welches ausschließlich für Erwachsene produziert wurde für einen kaputten Jugendlichen verantwortlich macht!

Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit einen Amokläufer unter
Anglern zu finden nicht niedriger ist.

Stimmt. Zumindest nicht zwangsläufig. ;o))

Angler töten übrigens nicht nur Pixel… (völlig wetfrei!)

Ich kenne mich da absolut nicht aus.

Da hast Du etwas mit unseren Politikern gemeinsam :wink:

LG
Guido

Hallo Roger,

ich muss hier Helena beipflichten.

sondern neben Hausaufgaben (die ich, in der
heutigen Form, für Unsinn halte)

Da kenne ich mich nicht aus. Bei uns damals waren mindestens
noch 3 std. zusätzlich -täglich!!

Und was lernt man ? Leben ? nein, es werden Dinge vermittelt,
die im richtigen Leben niemand braucht. Die 3.Ableitung von
Schnubbeldibub oder 24.Wurzel von 4711. Geschicht von Hannibal
oder Friedrich dem Grosskotz.

Das gilt eben nur für Schulen, die ohne persönliches Lehrerengagement und/oder ausreichend Freiraum dafür haben, das Lernen in das Leben des Kindes zu integrieren, anstatt es davon abzugrenzen. Auf meinem Gymnasium habe ich viel mehr gelernt als Ableitungen oder Stilmittel. Wir hatten engagierte Lehrer, die sehr viel Wert auf die Vermittlung sozialer Kompetenzen innerhalb der Klassengemeinschaft legten, die es verstanden, uns für Unterrichtsthemen zu begeistern (anstatt uns zur widerwillig pauken zu lassen) und die auch ihren Teil zu unserer Freizeitgestaltung durch diverse Arbeitsgemeinschaften und Förderung von Schülerprojekten beigetragen haben. Dadurch war Schule für uns nicht nur eine Lehranstalt und ein notwendiges Übel, sondern eine (positive) Bereicherung unseres Lebens. Vieles an regulärem Unterrichtsstoff habe ich längst vergessen, aber für das Engagement meiner Lehrer bin ich ihnen noch immer dankbar. Ohne ihre Hilfe wäre ich jetzt nicht da, wo ich gerade bin.

Man könnte z.B. Familie lernen,
Gesellschaft lernen, Umgang mit Menschen lernen,
Sozialverhalten lernen.

Gerade den Umgang mit Menschen lernt man sehr gut innerhalb der Klassengemeinschaft. Untersuchungen haben gezeigt, dass es in jeder Schulklasse 1-2 Mobbingopfer gibt. Die Herausforderung an die Lehrerschaft ist es, dagegenzusteuern. Das hat unsere Klassenlehrerin nach einem größeren Mobbingvorfall (übrigens in der Freizeit) sehr gut gemeistert. Ich will jetzt nicht in die Details gehen, will aber nur sagen, dass sie den (nicht-mobbenden) Teil der Klasse solidarisiert hat, dass die gemobbte Schülerin die Gelegenheit bekommen hat, uns etwas (freiwillig) über ihre verletzten Gefühle zu erzählen und dass sich einer der „Mobber“ hinterher sichtlich zerknirscht bei ihr entschuldigt hat. Mit der Zeit wurde das Mädchen in die Klassengemeinschaft integriert. Die Schulstunde(n), die die Lehrerin für soziale Projekte „geopfert“ hat, haben sich für unser ganzes späteres Leben ausgezahlt. Die meisten von uns sind gern zur Schule gegangen und dementsprechend motiviert gelernt. Schule muss mehr leisten, als bloße Fakten ins Gehirn sich wehrender Schüler einzubleuen. Dafür benötigen die Lehrer allerdings ZEIT.

Kinder brauchen Zuwendung und Halt aber nicht immer Lernen und
Gängelei (mach dies, mach das). Wenn man Kinder in sein Leben
integriert und nicht nebenbei grosswerden lässt, werden sie
von selbst drauf kommen, dass man keine Gewalt gegen andere
Menschen ausübt oder dass man auch mal von alleine den Müll
runter bringen kann.

Schule ist das Synomym für lernen, für Bildung und Wissen. Es
ist nicht eine Zeitanstalt um Kinder unterzubringen.

Schule ist ein Ort, in dem nicht nur bloßes Wissen vermittelt werden sollte. Dabei sollten die Lehrer eng mit den Eltern zusammenarbeiten.

Das Schulsystem wie Du es meinst übernimmt einen kleinen
Auftrag pro Tag, nämlich der Vermittlung eines bestimmten, eng
umgrenzten Wissens. Wenn man dieser Institition zuviel Zeit
gibt, dann fehlt diese Zeit doch für Rest von Bildung und
Wissen oder ?

Wie gesagt, gerade wenn man der Schule mehr Zeit einräumt, stärkt das die Klassengemeinschaft (die Kinder verbringen täglich mehr Zeit miteinander) und gibt den Lehrern mehr Freiraum für verschiedene Aktivitäten und Aktionen.

Was ich in Deinen Ausführungen verstanden habe, ist für Dich
Schule nichts anderes als Beschäftigungstherapie oder ?

Das habe ich bei Helena nirgends herauslesen können.

kämen eigentlich noch
Vorbereitungen auf den Unterricht von morgen und Vertiefung
des durchgenommenen Stoffes hinzu.

Für mich ist das Aufgabe des Lehrers / der Lehrerin bzw. das
sind die Hausaufgaben. Wie definierst Du denn sonst
„Hausaufgabe“?

wie gesagt, Hausaufgabe ist Unsinn. Aus dem System ergibt sich
automatisch, was zu tun ist und das was zu tun ist. Das zu
steuern und zu beaufsichtigen ist Aufgabe der Eltern;

Damit verlangst du von den Eltern faktisch, dass sie zusammen mit ihren Kindern den Unterricht besuchen, denn für deine Sicht der Dinge müssten Eltern genau bescheid wissen, was der Lehrer wie lehrt und gleich mal eine eigene pädagogische Ausbildung haben. Wozu gibt es dann überhaupt noch Lehrer?

mit der
Zeit können Kinder das dann von alleine. Wenn das Kind später
mal ein Uni besucht, dann wird die Art des eigeninitiativen
Lernverhaltens vorausgesetzt.

Wo ist der Zusammenhang? In der Uni haben wir auch Übungsblätter… Aber nicht jedes Kind besucht später mal die Uni.

Der Stoff der in der Schule behandelt wird ist vorgegeben und
somit auch das was daheim zu tun ist. Nun könnte man über
Kinder reden, die schneller den Stoff verstanden haben und die
anderen, die dazu länger brauchen (also zusätzliche Hilfe) …
aber das sprengt den Rahmen.
Aber soviel noch, ich bin ganz klar für Eliten und dafür gibt
das Schulsystem mit den 4 Schulformen prächtig die
Möglichkeiten.

Einverstanden.

und DASS ist Sache der Eltern.

Nicht nur. Aufgabe der Lehrern ist es auch das Kind auf das
Leben vorzubereiten und nicht „nur“ Mathe, Geschichte & Co.
runterzuleiern.

??? wo steht das ? Ist sicher nicht Aufgabe der Lehrer, die
sind dafür weder geeignet noch ausgebildet noch haben sie dazu
die Mittel.
Bis auf einen kleinen Teil von Erziehung, der über die Art und
Weise der Wissensvermittlung mit rüberkommt ist da nix mit
„auf das Leben vorbereiten“. Lehrplan ist Massstab.

siehe oben

Nur ist es heutzutage so, daß aufgrund der Lebensumständen der
meisten Eltern(-teile) in Westeuropa so ist, daß eben 4 STd.
in der Schule weder fürs Kind noch für die Eltern ausreichend
zu sein scheint.

wie gesagt, das ist Unsinn. Es sind erstens keine 4 Stunden
sondern wesentlich mehr und zweitens ist niemand in der Lage
länger als 6 Stunden sinnvoll zu lernen. Was bleibt ist
Verwahranstalt für gefrustete Eltern.

Wie oben bereits erläutert, ist Schule mehr als Faktenvermittlung.

Und: Haben Eltern kein Recht auf Selbstverwirklichung? Müssen Eltern ihr eigenes Leben aufgeben und nur noch das Leben ihrer Kinder leben?

Wenn die Eltern das Erzeihen aufgeben
ist dann Hoff und Malz verloren. Wie ich schon sage: Lehrer
UND Eltern, gemeinsam, sind dafür zuständig bzw dafür
verantwortlich aus einem Kind einen mündigen Erwachsenen zu
machen.

nein, Lehrer sind Erfüllungsgehilfen, mehr nicht.

Wenn man das so sieht und die entsprechende Einstellung den Kindern vermittelt, wundert es mich nicht, wenn sie die Schule als notwendiges Übel ansehen und den Lehrern keinen Respekt entgegenbringen.

In meinen Augen ist Schule ein sehr wichtiger Teil des Erziehungskonzeptes.

Gibt es keinen Gewalt an Eliten- bzw. Privatschulen? Und wenn
nein/jain: WEr ist dafür verantwortlich? Wer hat dieses
Problem zu lösen oder nach Lösungen zu suchen??

WIR sind verantwortlich. Natürlich wird es Gewalt auch dort
geben. Aber diese Gewalt hat eine andere Qualität sie ist
nicht so brutal und menschenverachtend.

Nein. Der Unterschied liegt nur in der Sichtbarkeit und Intelligenzniveau. Verbale und psychische Gewalt tun nicht minder weh als Schläge.

seid dann froh, wenn sie alle Passwörter der Welt haben und
euch in Ruhe lassen.

Unglaublich! ich kenne mich in Berlin nicht aus. Aber das was
Du sagst finde ich ungeheuerlich.

das Stichwort dazu ist Brennpunktschulen und die Möglichkeiten
der Kinder, die sie benutzen müssen. Dort sind auch Kinder aus
„normalen“ Haushalten und auch die haben keine Chancen. Das
Schlechte zieht nach unten.

Korrekt. Deshalb müssen hier flexible Schul- und Lehrkonzepte geschaffen werden: Bessere Durchmischung der Schülerschaft, mehr Lehrer und Sozialarbeiter, mehr Freiraum für neue Lehrkonzepte.

Gruß,
Anja

1 „Gefällt mir“

Hallo Guido,

Richtig! Und ich halte es für unsinnig, die Zeit
hochzuschrauben! Ich halte es für weit sinnvoller, die
Qualität hochzuschrauben.

zur Qualität gehört für mich auch, dass die Lehrer genügend Freiraum für die Verwirklichung von Projekten haben, die nicht zum regulären Unterricht gehören. Unter diesen Umständen ist Quantität eine Voraussetzung für Qualität (aber natürlich kein Garant dafür).

Sicher! Aber tatsache ist, daß viele Eltern zeitlich nicht
schaffen weil sie zB vollberufstätig sind. Und bitte, sag mir
nicht, einem davon soll daheim bleiben: Vermutlich sind sie ja
auf das zweiten Einkommen angewiesen!

Wir sind auch auf zwei Einkommen angewiesen. Meine Frau geht
halbe Tage arbeiten.

Du kannst nicht davon ausgehen, dass sich in jeder Familie einer der Eltern damit arrangieren will, nur halbtags arbeiten zu gehen. Und ich halte das für völlig in Ordnung. Eltern haben ein Recht auf ein EIGENES Leben außerhalb der Erziehung.

Fakt ist aber, dass es hier an fast jeder Grundschule eine
Betreuungsmöglichkeit zumindest zwischen 8 und 14 Uhr gibt

Na super, die meisten Arbeitszeiten fangen aber schon um 8 an, d.h., die Eltern müssten das Kind schon VOR 8 in die Schule bringen können. Und Eltern, die Vollzeit arbeiten, können es sich auch nicht leisten, das Kind um 14 Uhr von der Schule abzuholen. Ganztagsbetreuung ist für mich hier das Schlüsselwort.

und komme mir bitte nicht wieder mit dem Vorwurf des
Einzelfalls, denn davon kann hier keine Rede sein.
Deshalb meine Frage, welches System Du in Deutschland meinst.
Denn zumindest die Betreuung ist hier recht annehmbar
geregelt.

Annehmbar für eure individuellen Wünsche - ja. Aber, wie gesagt, es gibt genug Familien, in denen beide Elternteile Vollzeit arbeiten.

Gehört (nicht immer, aber manchmal) zum Englischunterricht.

Noch nie davon gehört. Es täte mich sehr wundern wenn es so
ist, muß ich sagen

Habe ich in meinen Schulzeiten schon erlebt (unter anderem mit
englischem Picknick), mein Zwerg erlebt es gerade momentan in
der Vorweihnachtszeit - kurz: Ich kenne es nur als normal.

Für mich gehört aber das gerade zu Extraprojekten und nicht zu regulärem Schulunterricht. Weil reguläre Unterrichtszeit so ineffizient genutzt wird, erklärt sich auch das extrem langsame Vorankommen mit dem Unterrichtsstoff und die Unterforderung vieler Schüler in der Grundschule.

Vermutlich ist der Schlüssel zum Erfolg nicht das steife
Festhalten an einen theoretischen Lehrplan, sondern die
flexible Unterrichtsgestaltung…

Darunter sollte jedoch die Menge der Lehrinhalte nicht leiden. Und gerade deshalb benötigt man für kreative Unterrichtsgestaltung mehr zeitlichen Spielraum. Gerade die Gestaltung der Unterrichtsstunden mit lauter Projekten anstatt mit Wissensvermittlung fördert in meinen Augen letztlich die Benachteiligung von Schülern aus sozial schwachen Familien. Während Schülern aus Akademikerfamilien vorgelebt und zu Hause beigebracht wird, dass Lernen nicht nur aus Spielen, Picknicken und spannende Bücher lesen, sondern aus ARBEIT besteht, „verlassen“ sich die Kinder aus sozial schwachen Familien auf die Art des Lernens, die ihnen in der Grundschule vorgelebt wird. Das rächt sich spätestens beim Übergang in die weiterführende Schule, denn diese Schüler haben es verpasst, das Lernen zu erlernen. Für sie bleibt Schule weiterhin ein Spiel.

Zusammengefasst: Unterricht muss Unterricht bleiben, für unterrichtsbegleitende Freizeitprojekte sollte aber genügend Zeit und Freiraum für die Lehrer vorhanden sein.

A) Ist das gut FÜR
ALLE Kinder?

Ich halte das als EINZIG korrekt für ALLE Kinder!

Es ist nun mal FAKT, dass bei weitem nicht alle Kinder aus Familien kommen, in denen die Eltern ausreichend pädagogische Kompetenz besitzen, um das nachzuholen, was in der Schule versäumt wird: Ihren Kindern das Lernen beizubringen. Das ist in meinen Augen der Grund für die soziale Aufspaltung der Schülerleistungen. Sozial gerecht ist das nicht. Denn dadurch haben deine Kinder Chancen, die Kinder aus sozial schwachen Familien nicht haben.

D) War nicht die Rede davon
daß dies alles auf kommunalebene geschieht?
Ich denke, man darf nicht sagen Schulbildung ist kommunale
Sache und im gleichen Atemzug behaupten das deusche
Schulsystem ist gut weil XXX (hier weitere Einzelbeispiele).

Wie gesagt: In der IGLU-Studie ist Deutschland im guten
Mittelfeld.

Entscheidend ist aber, was am Ende rauskommt. Und irgendwo scheint es im System einen Knick zu geben. In meinen Augen ist dieser Knick die Schuld davon, dass den Kindern am Anfang ihrer Schullaufbahn kein Lernen abverlangt wird, sondern nur mit ihnen gespielt wird.

Wir HABEN ein Problem - das liegt aber ganz sicher in der
Sekundarstufe, nicht in der Grundschule.

Imho nicht. Die Grundlagen für den späteren Lernerfolg werden ganz am Anfang gelegt, eigentlich schon im Kindergarten!

Für mich ist die Schule in erster Linie ein Institut zur
Vermittlung von Wissen. Zumindest in den Grundschulen
funktioniert das.

Wenn Kinder innerhalb von einem ganzen Schuljahr noch nicht mal das können, wofür Kinder in anderen Ländern ein halbes Jahr Schule brauchen oder gar was sie dort schon im Kindergarten lernen, dann ist das für mich ein klares Zeichen dafür, dass etwas mit dem hiesigen Schulsystem nicht stimmt.

Ich denke, dass die größte Unzufriedenheit aus den mangelnden
Betreuungsmöglichkeiten kommt!

Das kommt noch hinzu.

Ich konnte hier aber 100 von Beispiele hier nennen (und nicht
nur aus meinem Freundenkreis!!) aus denen daraus sichtbar
wird, daß in anderen Schulsysteme, diese hier fehlenden
Stunden zu mehr kenntnissen verhelfen. Und der Unterschied,
mMn. sieht man doch, wenn man es vergleicht.

Warum schneiden dann Zweidrittel der teilnehmenden Länder
schlechter ab?

Warum schneidet ein Drittel besser ab?

PISA vrgleicht die 15-jährigen.
Um die geht es in der Grundschule nur sehr selten.

Letztlich geht es ums Resultat. Wenn beim Langlauf ein Läufer anfangs im Mittelfeld läuft, aber kurz vor dem Finish die anderen überholt, ist das ein Zeichen dafür, dass er schlau war und anfangs Kraft eingespart hat. Davon abgesehen habe ich schon in einem anderen Artikel geschrieben, dass als ich hier in die vierte Klasse (2. Halbjahr) gekommen bin, meine Kenntnisse aufgrund meiner ukrainischen Bildung gegenüber den anderen Kindern schon mindestens ein Schuljahr im Voraus waren.

Gruß,
Anja

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Hi!

zur Qualität gehört für mich auch, dass die Lehrer genügend
Freiraum für die Verwirklichung von Projekten haben, die nicht
zum regulären Unterricht gehören. Unter diesen Umständen ist
Quantität eine Voraussetzung für Qualität (aber natürlich kein
Garant dafür).

Du sagst es: Für DICH!
Wenn die Lehrer ihren Unterricht vernünftig nutzen, reicht die Zeit aus, soclhe Aktivitäten im ganz normalen Zeitrahmen zu erledingen.

Du kannst nicht davon ausgehen, dass sich in jeder Familie
einer der Eltern damit arrangieren will, nur halbtags arbeiten
zu gehen. Und ich halte das für völlig in Ordnung. Eltern
haben ein Recht auf ein EIGENES Leben außerhalb der Erziehung.

Anderes Thema: Das Eine ist die Schule (hier GRUNDschule) und deren Qualität, das Andere ist die sinnvolle „Aufbewahrung“ der Kids.

Na super, die meisten Arbeitszeiten fangen aber schon um 8 an,
d.h., die Eltern müssten das Kind schon VOR 8 in die Schule
bringen können. Und Eltern, die Vollzeit arbeiten, können es
sich auch nicht leisten, das Kind um 14 Uhr von der Schule
abzuholen. Ganztagsbetreuung ist für mich hier das
Schlüsselwort.

Ich habe gestern erfahren, dass die GS meines Sohnemanns ab dem nächsten Jahr eine offene Ganztagsbetreuung realisiert, weil es hier flächendeckend realisiert wird.

Annehmbar für eure individuellen Wünsche - ja. Aber, wie
gesagt, es gibt genug Familien, in denen beide Elternteile
Vollzeit arbeiten.

Nur, wie gesagt: Was hat die Qualität des Grundschulunterrichts (welche übrigens nicht schlecht ist!) mit der Dauer der Aufbewahrung zu tun?
Wenn beide Eltern der Meinung sind, Vollzeit arbeiten gehen zu müssen, dann sollten sie sich auch eine Möglichkeit der Kindesversorgung leisten.

Für mich gehört aber das gerade zu Extraprojekten und nicht zu
regulärem Schulunterricht.

Wie gesagt: Ich kenne es nur als normal.

Weil reguläre Unterrichtszeit so
ineffizient genutzt wird,

Aha - eine Meinungt! Die Zeit an sich würde ausreichen, die Effizienz ist verbesserungswürdig?

erklärt sich auch das extrem
langsame Vorankommen mit dem Unterrichtsstoff und die
Unterforderung vieler Schüler in der Grundschule.

Das ist schlicht nicht der Fall!

Darunter sollte jedoch die Menge der Lehrinhalte nicht leiden.
Und gerade deshalb benötigt man für kreative
Unterrichtsgestaltung mehr zeitlichen Spielraum.

Gute Lehrkräfte kommen mit dem Unterrichtszeitrahmen absolut locker aus.
Schlechte Lehrkräfte müssten dazu verdonnert werden, sich das System der guten anzunehmen.

Aber ich sehe KEINEN Grund für eine Verlängerung der Zeit!

Gerade die
Gestaltung der Unterrichtsstunden mit lauter Projekten anstatt
mit Wissensvermittlung

Warum „anstatt“? Es geht locker beides!

Es ist nun mal FAKT, dass bei weitem nicht alle Kinder aus
Familien kommen, in denen die Eltern ausreichend pädagogische
Kompetenz besitzen, um das nachzuholen, was in der Schule
versäumt wird

Warum sollen dann die Schüler aus den Familen, in denen es klappt darunter leiden, indem sie unnötig Zeit in der Schule absitzen?

Es mag ein Problem sein - das aber muss individuell und nicht global angegangen werden.

Entscheidend ist aber, was am Ende rauskommt. Und irgendwo
scheint es im System einen Knick zu geben. In meinen Augen ist
dieser Knick die Schuld davon, dass den Kindern am Anfang
ihrer Schullaufbahn kein Lernen abverlangt wird, sondern nur
mit ihnen gespielt wird.

Was heißt „am Anfang“?
Fakt ist, dass die GS in Deutschland sehr ordentlich abschneiden.
Fakt ist ebenso, dass die Sekundarstufen in Deutschland eher mies abschneiden.
Würde der Fehler in den GS liegen, wären die Ergebnisse dort schon schlecht!

Imho nicht. Die Grundlagen für den späteren Lernerfolg werden
ganz am Anfang gelegt, eigentlich schon im Kindergarten!

Wieso ist Deutschland bei IGLU dann im ersten Drittel?

Wenn Kinder innerhalb von einem ganzen Schuljahr noch nicht
mal das können, wofür Kinder in anderen Ländern ein halbes
Jahr Schule brauchen oder gar was sie dort schon im
Kindergarten lernen, dann ist das für mich ein klares Zeichen
dafür, dass etwas mit dem hiesigen Schulsystem nicht stimmt.

Bring mir ein representatives Beispiel!

Warum schneidet ein Drittel besser ab?

Sagte ich, dass es nichts zu verbessern gibt?

Kenntnisse aufgrund meiner ukrainischen Bildung gegenüber den
anderen Kindern schon mindestens ein Schuljahr im Voraus
waren.

Die russische Förderation liegt 5 Plätze hinter Deutschland…
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,grossbild-…

LG
Guido