Deutschland - das war´s ?

Moin,

also ich wollte mal etwas schreiben / posten zum Thema Innenpolitik, was mir schwer auf dem Magen liegt.
Ich weiß das es ein total sensibles Thema ist, deswegen versuche ich vorsichtig zu formulieren.

Mir geht es darum, das ich wirklich glaube, das ich aus diesem Land auswandern sollte. Früher wollte ich immer Berufssoldat werden, weil ich diesem Land dienen wollte und - auch wenn es verpöhnt ist - bin / war ich schon stolz auf unsere Kultur, auf unsere Werte und auf unsere Position in der Weltwirtschaft.

Heute hingegen will ich nur noch raus hier. Klar, es ist noch immmer besser als in Kriegsstaaten oder Hungersnotländern, aber was wird aus uns ?

In meinem Bekanntenkreis ist jammern zur Normalität geworden und mittlerweile kann ich es sogar verstehen. Jeder denkt nur noch an sich. Raffen was das Zeug hält, Geiz ist geil und Verschuldung normal.
In meinem Bekanntenkreis sehe ich es leider so deutlich und das macht mir Angst !

Thema: Arbeitslosigkeit - in meinem Bekanntenkreis fast 1/4 betroffen, obwohl Dipl. Kfm, Maschinenbau Ing, Pädagoge oder sonstwas… Entweder mit 43 Jahren schon zu alt oder es gibt Jemanden der den selben Job für 2000 Euro Brutto macht. Auf eine Bewerbung in unserem Unternehmen haben sich innerhalb von 3 Wochen 1200 (!!!) Leute beworben von überall her. Ist es denn wahr ?
Mit 53 Jahren wurde einem Bekannten von der Agentur für Arbeit nahegelegt, er brauche nicht mehr zu erscheinen, als Schlosser wäre er unvermittelbar. Problem ist nur, das er für seine Rente nichts mehr machen kann dann… naja, spätestens in einem Jahr wenn er in Hartz IV kommt wird er auch noch seine Lebensversicherung auflösen müssen. Herzlichen Glückwunsch. Bei einer Lebenserwartung von 86 Jahren lt. Statistik, kann er sich auf die nächsten 30 freuen.

Thema: Existenzangst - die jeder Zweite in meinem Bekanntenkreis mittlerweile hat. Die Renten sind mehr als unsicher und wir sollen Privat vorsorgen. Schwer nur wenn man arbeitslos ist oder grade mal 1200 Euro Netto verdient und damit noch einen 3 Personenhaushalt durchbekommen soll. Klar kann die Frau auch arbeiten… sind ja Jobs wie Sand am Meer und ein 400 Euro Job kein Thema. Die beiden 3 & 6 jährigen Kinder müssen ihre Mutter /ihre Eltern ja auch nicht mehr als 4 Std am Tag sehen und ein Ganztagskindergartenplatz ist ja auch umsonst.

Thema: Trennungsväter - denen wird der Umgang zu den Kindern unmöglich gemacht, weil die Mütter alle Rechte haben. Die Mutter zieht viele Kilometer weg ( aus welchen Gründen auch immer ) und die Väter können / müssen dann zusehen wie sie den Kindes-Kontakt aufrecht erhalten. Wenn die Väter dann den Job verlieren zahlt das Amt die Allimente ( die dann als Schuldenkonto für den KV aufgebaut werden ) , obwohl die Mutter gut verdient, grade ihr 180qm Haus abbezahlt und auch noch Kindergeld bekommt. Während der Vater in 35 qm wohnt und bisher für Frau Unterhalt zahlt, für das Kind und auch noch 300 Euro allein für Spritgeld um sein Kind einigermaßen regelmäßig zu sehen und einfach da zu sein.
Zitat VAfK : Väter von heute müssen in ihrem gesellschaftlichen Ansehen gestärkt werden. Es ist heute normal, dass Männer zu Geburtsvorbereitungskursen ihre Partnerinnen begleiten und bei der Geburt dabei sind. Das Tragetuch und der Spielplatz sind seit Jahrzehnten von den Vätern entdeckt. Die Bedeutung des Vaters für das Kind jeder Altersstufe wird mittlerweile wissenschaftlich anerkannt. Die Vaterschaft soll endlich in der Politik den Stellenwert bekommen, den sie verdient - der Mutterschaft gleichwertig und von daher auch gleichgestellt. Zitatende
Aber das wird wohl nicht passieren.

Thema: Hartz IV - Ein Bekannter hat nun schön fleissig 18 Jahre lang gearbeitet. Sich dann selbstständig gemacht… hat nicht geklappt, nach 15 Monaten pleite ( zum Glück ohne Schulden )… er war daraufhin 1 Jahr arbeitslos… nun hat er 11 Monate gearbeitet - bevor auch diese Firma pleite ging ( wo er angestellt war ). Nun bekommt er 386 Euro Hartz IV und weiss nicht wie er überhaupt überleben soll.

Ich wette, das es nicht Wenige gibt, auf die sogar ( evtl. in abwandelter Form ) alle Dinge auf einmal zutreffen.

Du bist Deutschland ??? Scheiss drauf !

Ich bin grad mal etwas über dreissig Jahre… ich ziehe in Erwägung meinen Job und den Halt den mir meine Familie gibt zu nutzen, um dieses Land zu verlassen. Ich habe eine ausländische Frau, und spreche recht gut deutsch und italienisch, was mir sicherlich einen Vorteil verschafft.

Und so wie ich - denken hier bereits sehr viele.

Mich würde interessieren wie Ihr darüber denkt.

Ich habe hier Niemandem einen Vorwurf gemacht, also haltet euch bitte zurück mir unangebracht welche zu machen. Rassistische oder nationalistische Äußerungen prallen mal sowas von an mir ab, die können erspart bleiben !

Gestern abend saß ich mit Freunden beim Wein zusammen und als sich so Einige öffneten und ihre Sorgen zum Vorschein kamen und sogar erwachsene Männer anfingen zu weinen, hat´s mich einfach nur wütend gemacht.

Vielleicht sehe ich das auch alles zu eng ? Wie sind eure Erfahrungen so? Was kann man für Tipps geben? Ich war noch nicht ernsthaft arbeitslos und kann über die Situation bei den Ämtern leider nichts sagen. Kenne mich auch nicht mit Hartz IV oder so aus. Würde aber gerne mehr darüber erfahren um anderen evtl. zu helfen.

Vielen Dank für eure Antworten im Voraus.

richtig,geh ins eu-ausland owt
w

Guten Abend!

Mir geht es darum, das ich wirklich glaube, das ich aus diesem
Land auswandern sollte.

Langsam aber sicher setzt sich die Globalisierung durch. Man kann nicht davon ausgehen, dass Wohlstand, Sicherheit, Ordnung und Lebensqualität am Boden des Staatsgebietes kleben. Man muss globale Durchschnitte nehmen, d.h. Weltdurchschnittseinkommen, Weltbeschäftigungsgrad. Wenn man dies so betrachtet, dann geht es uns in Deutschland noch überdurchschnittlich gut. Wetten, dass es nirgendwo anders besser als in Old-Germany ist! - Es sei denn man hat im Ausland einen Superjob - den finde mal.
Andrerseits müssen die Bedingungen gesehen werden, mit denen man es hier zu tun hat: Vor 16 Jahren gab es die Wiedervereinigung mit einem Gesellschaftssystem, dass dem hier vorherrschenden ziemlich konträr gegenüber stand. So glatt ist das in Vietnam nicht gelaufen und in Korea leider noch überhaupt nicht. Was gab das zuvor für Rüstungsausgaben und Gegensätze. Durch die Wiedervereinigung hat es schon eine Durchschnittsbildung der Lebensbedingungen von Ost und West gegeben. In Hamburg leben 15% Ausländer und ca. 25% der Bevölkerung stammen nicht aus Europa. In irgendeiner Weise haben alle hier eine Heimat gefunden, was eventuell zur Friedenserhaltung und wirtschaftlichen Gesundheit dieser Region beigetragen hat.
Der gedankliche Fehler liegt oftmals darin, dass immer noch davon ausgegangen wird, dass man es mit einem guten Staat und einer humanen Gesellschaft zu tun hätte, d.h. auch hier wird man wiederum das Weltniveau zu Rate ziehen müssen: Was passiert mit einem Mittel- und Staatenlosen in Ruanda, Indien oder Irak? Richtig - entweder krepiert er oder ernährt sich von ausgefledderten Tierkadavern. Wohlstand in Deutschland wird nicht mehr abgesprochen oder gesetzlich beschlossen, sondern mühsam erkämpft - wenn das die Arbeitslosen nicht kapieren, dann werden sie wie die Studenten bald noch draufzahlen müssen, wenn sie den lieben langen Tag auf dem Friedhof in einer Qualifizierungsmassnahme geschuftet haben.
Die Mechanismen sollten verstanden werden. Für mich ist als Hypothese der Gedanke einer Staffelung der gesellschaftlichen Zentren von Geld und Macht ganz erklärungsmächtig, d.h. hinter den gesellschaftlich prägenden Systemen und Religionen existieren Machtzentren, die unser Geld immer schneller absaugen. Denen stehen verarmte Bürger gegenüber, die der Propagandamacht dieser „Eliten“ kaum etwas entgegenzusetzen haben - außer ihrem Kampfgeist. Niemand soll glauben, dass es ein Halt gibt, ohne die Gegenwehr der Bürger.
MfG Gerhard Kemme

Hallo,

Mir geht es darum, das ich wirklich glaube, das ich aus diesem
Land auswandern sollte.

wohin? Wo ist der durchschnittliche Lebensstandard höher, die Arbeitslosigkeit geringer und das Sozialsystem sicherer? Das sind ja die Punkte, die Du bemängelst, nur ist mir unklar, wo Du da bessere Bedingungen vermutest.

Thema: Arbeitslosigkeit - in meinem Bekanntenkreis fast 1/4
betroffen, obwohl Dipl. Kfm, Maschinenbau Ing, Pädagoge oder
sonstwas… Entweder mit 43 Jahren schon zu alt oder es gibt
Jemanden der den selben Job für 2000 Euro Brutto macht. Auf
eine Bewerbung in unserem Unternehmen haben sich innerhalb von
3 Wochen 1200 (!!!) Leute beworben von überall her. Ist es
denn wahr ?

Ja, das scheint so zu sein. Einen genauen Einblick habe ich da nicht.

Mit 53 Jahren wurde einem Bekannten von der Agentur für Arbeit
nahegelegt, er brauche nicht mehr zu erscheinen, als Schlosser
wäre er unvermittelbar.

Danke, ich bin 53, Schlosser und arbeite nicht in meinem Beruf … sollte ich arbeitslos werden, hätte ich wohl auch keine Chance. (Schnell mal Daumen drücken. :smile:)

Problem ist nur, das er für seine
Rente nichts mehr machen kann dann… naja, spätestens in
einem Jahr wenn er in Hartz IV kommt wird er auch noch seine
Lebensversicherung auflösen müssen. Herzlichen Glückwunsch.
Bei einer Lebenserwartung von 86 Jahren lt. Statistik, kann er
sich auf die nächsten 30 freuen.

Ja, die Rechnung mit privater Altersvorsorge geht nur auf, wenn man bis zur Rente arbeitet, sonst wird man dafür bestraft. Wer kann sich schon noch darauf verlassen, den Job bis zur Rente nicht zu verlieren?

Thema: Existenzangst - die jeder Zweite in meinem
Bekanntenkreis mittlerweile hat. Die Renten sind mehr als
unsicher und wir sollen Privat vorsorgen.

*g* Siehe oben.

Thema: Trennungsväter

Über das Thema weiß ich nichts.

Ich wette, das es nicht Wenige gibt, auf die sogar ( evtl. in
abwandelter Form ) alle Dinge auf einmal zutreffen.

Da hast Du schon gewonnen.

Vielleicht sehe ich das auch alles zu eng ? Wie sind eure
Erfahrungen so? Was kann man für Tipps geben? Ich war noch
nicht ernsthaft arbeitslos und kann über die Situation bei den
Ämtern leider nichts sagen.

Geht mir auch so. Ich bin 53, komme aus dem Osten, wohne jetzt im Saarland, zahle an meinem Haus ab … Arbeitslos war ich noch nie.
10% Arbeitslosigkeit ist viel, aber das bedeutet anders herum ja, daß 90% einen Job haben. Das klingt dann schon viel günstiger. Jeder Vierte Arbeistlos, wie in Deiner näheren Umgebung, ist ja nicht der Durchschnitt. Jeder Zehnte klingt schon besser. Ich fühle mich nicht durch Arbeitslosigkeit bedroht. Da müßte schon viel schief gehen und einer der größten saarlandischen Konzerne pleite gehen.

Eventuell siehst Du nur zu schwarz und hast falsche Vorstellungen von den Bedingungen im Ausland.

Gruß, Rainer

Auswandern, für wen und warum?
Hallo.

Wenn du jung, gesund, gut ausgebildet und in der Lage bist, dein Leben selbst in die Hand zu nehem, dann kannst du dir in viele Länder eine neue Existenz aufbauen.

Als Handwerker kannst du nach Finnland oder Australien auswandern. Du kannst dich in Brasilien oder Südamerka selbständig machen. Als Mediziner gehst du nach England oder Norwegen. Auch die USA und Kanada sind weiterhin beliebte Einreiseländer.

Folgende Fragen solltest du dir vorher stellen.
1.) Wie sieht es mit der Arbeitslosigkeit in dem Land aus, wohin ich gehe, finde ich dort Arbeit?
2.) Wie steht es mit dem Lebensstandard in dem Land wohin ich gehe, was verdiene ich dort?
3.) Wie steht es mit den sozialen Sicherungssystemen?

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland liegt etwas höher, als in den meisten Industrieländern, aber nicht dramatisch. Die Diskrepanz zeigt sich in den Unterschieden zwischen Ost-, Nord- und Süddeutschland (siehe Links).
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cc/G…
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fc/U…
Bezüglich der Arbeitslosigkeit würde es also schon genügen nach Badenwürtemberg umzuziehen oder nach Bayern auszuwandern.
Ein 53jähriger Schlosser wird es in Kanada oder Brasilien möglicherweise genauso oder schwieriger haben als hier.

Wenn man nicht gerade Mediziner in Norwegen oder England ist, muss man auch davon ausgehen richtig ranklotzen zu müssen, wenn man sich eine Existenz aufbaut. In vielen Ländern muss man seine Ansprüche deutlich runterschrauben, wenn auch häufig in angenehmere Umgebung.

Was passiert eigentlich mit einem Auswanderer, bei dem es im Ausland nicht klappt? Wenn die Stelle weg ist oder die Selbständigkeit in die Pleite führt? Die sozialen Sicherungssystem hier mögen mangelhaft erscheinen, aber sie gehören mit zu den besten in der Welt.

Es ist klar, dass viele im Ausland Chancen ergreifen können, die ihnen hier nicht offen stehen, z.B. einen eigenen Betrieb ohne Meister aufzumachen oder eine Geschäftsidee unbürokratisch umzusetzen.
Wem das staatliche Korsett hier zu eng ist und es meint woanders zu schaffen, der soll es versuchen.

Bei einer Auswanderung muss man ein hohes Maß an Initiative zeigen, eine gute, bzw. die richtige Ausbildung mitbringen, viel lernen und hart arbeiten. Mit einem solchen Einsatz kann man es aber auch in Deutschland schaffen.

Gruß
Carlos

Hallo Gerhard,

vielen Dank für deinen Artikel.

Ich sehe das in etwa genauso wie du. Was mir Sorgen bereitet sind die hohen Abgaben die wir an unseren Staat zu leisten haben und was damit geschiet. So kann es doch nicht sein, das ich in eine Rentenkasse einbezahle, wo ich wesentlich weniger Rendite bei erwirtschafte als wenn ich das gleiche Geld privat anlegen würde. Warum machen wir es dann nicht wie die Amerikaner und teilen es. Hälfte weniger an Abgaben und die andere Hälfte kann dazu verwandt werden sich eine private Altersvorsorge aufzubauen. Da würde am Ende eines Berufslebens erheblich mehr bei rumkommen.

Des weiteren ist es so, das die Komunen ihre Förderungen für Strasenbau etc ausgeben MÜSSEN. Tun sie dieses nicht, wird im kommenden Jahr die Subvention geringer ausfallen - Umkehrschluss… die Komunen werden dafür bestraft, das sie gespart haben. Wo ist da der Sinn ?

Nochmals danke für deine Antwort

wohin?

Zum Beispiel in die Niederlande? Finnland ? Australien ? USA ?

Danke, ich bin 53, Schlosser und arbeite nicht in meinem Beruf
… sollte ich arbeitslos werden, hätte ich wohl auch keine
Chance. (Schnell mal Daumen drücken. :smile:)

Ich hoffe du machst dich darüber nicht lustig ?? Ich wünsche dir das du nie in diese Situation kommst.

Vielleicht sehe ich das auch alles zu eng ? Wie sind eure
Erfahrungen so? Was kann man für Tipps geben? Ich war noch

Geht mir auch so. Ich bin 53, komme aus dem Osten, wohne jetzt
im Saarland, zahle an meinem Haus ab … Arbeitslos war ich
noch nie.
10% Arbeitslosigkeit ist viel, aber das bedeutet anders herum
ja, daß 90% einen Job haben. Das klingt dann schon viel
günstiger. Jeder Vierte Arbeistlos, wie in Deiner näheren
Umgebung, ist ja nicht der Durchschnitt. Jeder Zehnte klingt
schon besser. Ich fühle mich nicht durch Arbeitslosigkeit
bedroht. Da müßte schon viel schief gehen und einer der
größten saarlandischen Konzerne pleite gehen.

Die Zahlen glaubst du doch nicht wirklich ? Weisst du das alle nicht mit in die Arbeitslosenstatistik fallen die an einer Umschulung teilnehmen ? Alle die einen 1 Euro Job haben ? Alle die einen 400 Euro Job haben ? Hast Recht… klingt gut wenn 90 % nen Job haben… aber das macht die Situation nicht besser, oder ?

Meine Tante wohnt in London, klar, die klagen auch wie verrückt… dort ist es oftmals normal das die Leute zwei Jobs haben. Aber die Familienpolitik ist wesentlich besser, als hier bei uns und die Zukunftsaussichten. Was haben wir davon wenn wir die ( eigentlich miese ) Bildung fördern, wenn wir dann hochqualifizierte Arbeitslose haben? Okay… irgendwann wird sich das wieder bessern. Aber was haben wir Mittdreissiger da nun von ? Die Erbengeneration haben wir verpasst… und unseren Kindern wird es evtl. wieder besser gehen… hallo, ihr habt da eine Generation vergessen.

Danke für deine Antwort !

Hallo.

Die sind dort gesucht. Es gibt auch Auslandsvermittlungen.

Stimme dir in allen Dingen zu ! Danke für deine Antwort !

Die Bedingungen sind in anderen Ländern schon anders. Freunde von uns Leben in Griechenland von 1150 Euro monatlich mit 3 Kindern und besuchen uns zweimal im Jahr. Haben ein schönes Haus und die Familie hält dort zusammen. Klar kann man es in Deutschland auch schaffen. Das Problem sind auch weniger die wirtschaftlichen Bedingungen unter den Vorausetzungen wie du sie beschreibst, sondern die deutsche Mentalität, das Jammern und der Egoismus. der Neid und die negative Einstellung zu allem, der Mangel an Lebensfreude.

Ein Italiener mit einem kleinen Bistro in San Marino geniesst das was er hat und freut sich darauf die Familie zu sehen. Bevor es seinen Mitarbeitern schlecht geht, isst er lieber einen Monat lang Ravioli.

Ein Deutscher mit einem Bistro in -wasweissichwo- stellt seinen BMW direkt vor die Tür um zu zeigen was für ein toller Hecht er ist. ( Später erfährt man das der Wagen nur geleast ist und die Raten überfällig) das Problem dabei ist, das er die die unter ihm arbeiten dafür büßen lässt und es ist ihm egal.

Das ist nicht immer so ! Ich will mit diesem banalen Beipiel das nur verdeutlichen.

Wie ich eingehens schon geschrieben habe… die erwachsenen Männer sassen hier bei mir mit Tränen in den Augen, weil sie nicht mehr weiter wissen. Sie wollen - aber sie wissen nicht mehr wie.
Was sagt man denen ?

Danke für Deine Antwort !

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Alpha-Mann,

Das Problem sind auch weniger die
wirtschaftlichen Bedingungen unter den Vorausetzungen wie du
sie beschreibst, sondern die deutsche Mentalität, das Jammern
und der Egoismus. der Neid und die negative Einstellung zu
allem, der Mangel an Lebensfreude.

Gute Güte, halte Dir bitte mal den Spiegel vor, das ist doch lächerlich. Du klagst über die deutschen Jammerlappen und heulst uns hier tiradenhaft die Übel der deutschen Gesellschaft vor?

Ein Italiener mit einem kleinen Bistro in San Marino geniesst
das was er hat und freut sich darauf die Familie zu sehen.
Bevor es seinen Mitarbeitern schlecht geht, isst er lieber
einen Monat lang Ravioli.

Und was bitte hält Dich davon ab? Dass Du Dir dann keinen BMW wie Deine Nachbarn leisten kannst? Mach doch ein kleines Bistro auf und werde glücklich. Das kannst Du nicht? Warum meinst Du dann, Du könntest es im Ausland?

Das ist nicht immer so ! Ich will mit diesem banalen Beipiel
das nur verdeutlichen.

Du verdeutlichst nur, dass Du genau der Deutsche bist, der Dich scheinbar ankotzt. Ziemlich traurig, ehrlich gesagt.

Grüße Jürgen *sicher kein heulender Jammerlappen*

Hallo,

Zum Beispiel in die Niederlande? Finnland ? Australien ? USA ?

Und Du kennst die Sozialsysteme dort? Ja, die USA sind ein leuchtendes Berispiel … für die, denen es hier auch gut geht.

Danke, ich bin 53, Schlosser und arbeite nicht in meinem Beruf
… sollte ich arbeitslos werden, hätte ich wohl auch keine
Chance. (Schnell mal Daumen drücken. :smile:)

Ich hoffe du machst dich darüber nicht lustig ??

Nein, natürlich nicht. Schließlich kann mir das auch passieren und daß ich dann keinen Job mehr finde weiß ich.

Die Zahlen glaubst du doch nicht wirklich ? Weisst du das alle
nicht mit in die Arbeitslosenstatistik fallen die an einer
Umschulung teilnehmen ? Alle die einen 1 Euro Job haben ? Alle
die einen 400 Euro Job haben ?

Ich werde mich gleich noch mal informieren … nein, das kann nicht stimmen. 400-Euro-Job isz ein Nebenverdienst, kein Einkommen.

Hast Recht… klingt gut wenn
90 % nen Job haben… aber das macht die Situation nicht
besser, oder ?

Für die 10% nicht, das ist richtig. Für die 90% die sich sorgen machen schon. So dramatisch ist die Lage nicht. Jedenfalls nicht so katastrophal wie in den USA und Du willst da hin auswandern.

Meine Tante wohnt in London, klar, die klagen auch wie
verrückt… dort ist es oftmals normal das die Leute zwei Jobs
haben. Aber die Familienpolitik ist wesentlich besser, als
hier bei uns und die Zukunftsaussichten. Was haben wir davon
wenn wir die ( eigentlich miese ) Bildung fördern, wenn wir
dann hochqualifizierte Arbeitslose haben? Okay… irgendwann
wird sich das wieder bessern.

Nein wird es nicht. Aber die Arbeitslosigkeit wird weltweit steigen, davor kannst Du nicht fliehen. :smile: Eventuell kann man etwas tun, das ist eine andere Frage.

Gruß, Rainer

Hallo!

Als Alpha-Männchen dürftest du eigentlich gar nicht jammern *g*!

Aber zum Thema.
Mich nervt es auch an. Jeder jammert, aber „tun“ tun sie nichts. Wo bleiben denn die Aufstände gegen die mitgrossen Kulleraugen beschlossenen Massnahmen und Verkündungen von Einschnitten, Stellenabbau bei gutgehenden Firmen oder was auch immer?
Es gibt sie nicht, weil jeder nur Angst um seinen eigenen Arsch hat.

Ja ich habe selbst erlebt wie toll die Bundesanstalt für Arbeit(slosenverwaltung) vermittelt. In diesem ca. 8 Monaten habe ich exakt 1 Angebot bekommen für das ich wirklich qualifiziert war… und natürlich ca. 40 Online-Kontakte von jedem Standort der DVAG.
Ich hätte mich mit jedem Pflichtbesuch beim Amt scheisse fühlen können. Doch leider hab ich die Sache einfach selbst in die Hand genommen. Während dieser 8 Monate hab ich nach nur 21 Tage einfach mal ein paar Wochen in der Industrie gejobbt bis zum umfallen. Denn sorry… selbst vom ALG I ist kein Leben möglich wie ich mir das vorstelle.
Und auch bei der Stellensuche hab ich mich einfach nicht auf die verlassen, da wäre ich verlassen gewesen.
Irgendwann kam dann der Entschluss… raus aus Deutschland ist eine Option.
Nun arbeite ich also bei der Bank, bei der mich der MA der Bundesagentur in völliger Unkenntnis des Unternehmens fragte: Als Fahrer?

Und was stelle ich hier fest? 42 Stundenwoche und nur 5 Wochen Urlaub nehme ich fürdas gute Klima hier gerne in Kauf. Einem Land dem es deutlich besser geht und in einem Unternehmen wo Leistung noch gesehen wird. (Sonst hätte ich am letzten Tag meiner gerade mal 3 monatigen Probezeit wohl nicht schon erfahren, dass ich eine neue Aufgabe als stellv. Teamleiter haben kann.)

Immer wenn hier in der Schweiz das Thema Deutschland hochkommt, zwagsläufig öfter, da ich Wochenends in Deutschland bei der Freundin bin, höre ich wie Schweizer sich wünschen, dass es Deutschland ja hoffentlich bald wieder besser gehen sollte… und welche Fehler da wohl bei der Einheit gemacht wurden. Also jammern können die auch, aber mit uns und nicht über sich.

Gruss Ivo

Hallo.

Wie ich eingehens schon geschrieben habe… die erwachsenen
Männer sassen hier bei mir mit Tränen in den Augen, weil sie
nicht mehr weiter wissen. Sie wollen - aber sie wissen nicht
mehr wie.
Was sagt man denen ?

Meine erste Antwort sollte den Titel „Jammern auf hohen Niveau“ haben, aber entschied mich für etwas weniger provokantes.
Hier geht es um die eigenen Werte und die Einstellung zum Leben.

Stelle deinen Bekannten einfach folgende Fragen:

  • Wofür lebt ihr?
  • Welche Ziele habt ihr für euer Leben?
  • Was habt ihr dafür getan eure Lebensziele zu definieren?
  • Was habt ihr dazu getan diese Ziele zu realisieren?
  • Was braucht es, damit ihr ein zufriedenes Leben führen könnt?

Manche Menschen kapieren erst dann, wenn ihr Leben und ihre Gesundheit bedroht sind, was für wunderbare Gaben Leben und Gesundheit sind. Wenn man das verstanden hat, dann lebt es sich paradoxerweise zufriedener.

Gruß
Carlos

Hallo Alpha-Männchen, (hallo Ivo, danke für DEN…)

OK - auswandern -> gute Idee! lass uns die Optionen mal checken…

EU -> grundsätzlich möglich, aber wohl nur in Richtung Westen, oder?
England -> KEINE freie Arztwahl, Zigartten pro Schachtel rd. 7€, Innenstadtmaut, nur hälftiges gestzl. Rentensystem
Frankreich -> höhere Arbeitslosigkeit als D, besseres Essen, besseres Wetter, besseren Wein
Spanien -> JOBS ohne Ende, aber kaum feste Arbeit, sehr liberaler Kündigungsschutz, Wetter!! Essen!!
Italien -> alle sechs Wochen Wahlen, Altersarbeitslosigkeit deutlich höher als D, Wetter!!
Norwegen -> Wetter!! Winter! 2 Std Tageslicht bzw. zwei Std Dunkelheit…, hohe Löhne, höhere Lebenshaltungskosten, teurer Sprit,
USA -> KEINE Krankenvers, KEINE Rentenvers, KEINEN Kündigungsschutz, seit Bush AL vervierfacht (ggü. Clinton), Religions"freiheit", Spritpreis!, Tempolimit,

die Mitleser sind aufgefordert, die (nicht endliche) Liste zu vervolständigen…

LG
Ralf

Gute Güte, halte Dir bitte mal den Spiegel vor, das ist doch
lächerlich. Du klagst über die deutschen Jammerlappen und
heulst uns hier tiradenhaft die Übel der deutschen
Gesellschaft vor?

Ist das ein Gefühlsausbruch?
Zunächstmal halte ich hier Niemandem etwas vor ( es sei denn Du arbeitest als Politiker oder bei der Agentur für Arbeit )sondern äußere lediglich meine Meinung. Wobei ich aber schon eingehens gesagt habe das ich mich bei der Agentur für Arbeit nicht auskenne und das Thema mich selber auch ( noch? ) nicht direkt betrifft. Es sind nur einzelne Dinge die mir auffallen und wo ich einfach gerne eine Gegenmeinung hören würde. Sorry falls ich dir als Deutscher dabei auf die Füsse getreten bin.

Und was bitte hält Dich davon ab? Dass Du Dir dann keinen BMW
wie Deine Nachbarn leisten kannst? Mach doch ein kleines
Bistro auf und werde glücklich. Das kannst Du nicht? Warum
meinst Du dann, Du könntest es im Ausland?

Mit dem, wie ich selber geschrieben habe, banalen Beipiel wollte ich lediglich die unterschiedlichen Wertvorstellungen in südlicheren Ländern hervorheben - nicht die Möglichkeiten beruflichen Erfolges.
Ich selber arbeite beim zweitgrößten Investmentunternehmen Deutschlands ( eine Versicherung ) Ich habe weder Sorgen meinen Arbeitsplatz zu verlieren noch so unwichtige Dinge wie Statussymbole. Sicherlich würde ich im Ausland genausogut zurechtkommen wie hier, sicherlich erwarten mich dort ähnliche Probleme… aber bei einer eventuell anderen Aufassung von Lebensqualität.
Es geht mir hier auch nicht alleine um mich, falls du es noch nicht bemerkt hast. Ich mache mir Sorgen um unser Land und um die Menschen denen es einfach nicht so gut geht. Große Reden schwingen ist oftmals einfach, vor allem wenn man selber nicht in der Situation steckt - oder einfach seine Augen davor verschliesst was um einen herum passiert.

Das ist nicht immer so ! Ich will mit diesem banalen Beipiel
das nur verdeutlichen.

Du verdeutlichst nur, dass Du genau der Deutsche bist, der
Dich scheinbar ankotzt. Ziemlich traurig, ehrlich gesagt.

Grüße Jürgen *sicher kein heulender Jammerlappen*

… und sicherlich Keiner der schon jemals in der Situation war nicht mehr zu wissen wie er seine Kinder ernähren soll. Vielleicht lernst du ja mal eine alleinerziehende HartzIV Mutter kennen, die nicht mehr in Euro rechnet, sondern in Lebensmittel für ihre Familie, die Alles tun würde, wenn ihr die Ämter nicht kontrovers Knüppel zwischen die Beine werfen würde, dann kommst du mal von dem hohen Ross etwas runter. Ich könnte dir zu diesem Fall etliche Beispiele bringen, die hier den Rahmen sprengen würden. Es reicht nunmal nicht aus NUR ZU WOLLEN. Wenn dem so wäre, dann wäre ich mittlerweile der Sexsklave von Jessica Simpson.
( Sorry, nun werde ich auch schon unsachlich )

Ausserdem habe ich mich da vielleicht falsch ausgedrückt, wenn du es so verstanden hast, aber ich wollte nicht kritisieren das die Deutschen zu unrecht jammern. Es ist nur schlimm, das die Deutschen - wenn sie denn schon jammern - nichts dagegen unternehmen. Als Beispiel die Montagsdemonstrationen… Gerhard Schröder hat sich doch darüber schiefgelacht, weil er wußte das es nach zwei Wochen abebben würde und die Deutschen sich ihrem Schicksal fügen werden. Ich mutmaße zu behaupten, das so etwas in Frankreich ( siehe Studentendemonstrationen ) nicht so schnell zum Erliegen gekommen wäre oder in anderen Ländern.

Vielen Dank für Deine Antwort !!!

Hallo Rainer, vielen Dank für deine Antwort !

Hier mal ein kleiner Artikel über die Arbeitslosenqoute in den USA ( 5,2 % ) und die Aussichten ( im Folgetext ) aus dem Stern.

http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=571633&CFI…

http://www.n-tv.de/528311.html

Du hast recht, es kommt aufs Alter an und was man beruflich macht.

Gruß, Rainer

in der Situation steckt - oder einfach seine Augen davor
verschliesst was um einen herum passiert.

Es ist dieser Absolutheitsanspruch, der derartige Diskussionen vollkommen nutzlos und unergiebig macht. Du ziehst ja nicht einmal in Erwägung, daß Du möglicherweise auch nur einen Ausschnitt der gesamten Veranstaltung siehst.

Dem von Dir zitierten Bekanntenkreis könnte ich meinen eigenen entgegensetzen, bei dem die Sachlage völlig anders aussieht. Aber was sollte das bringen? Der Tenor der Antworten würde mutmaßlich sein, daß Arbeitslose nur Opfer der Gesellschaft (oder wahlweise der Wirtschaft) sind und diejenigen, die Arbeit und Geld haben, Glückskinder oder Profiteure des Systems.

Den Deutschen, den Du in Deinem Artikel anführtest, gibt es nicht. Nur, weil man nicht auf irgendwelchen Demos rumhängt und bitterböse Leserbriefe schreibt, fügt man sich nicht in sein Schiksal. Die Aufgabe vollzieht sich im Kopf und - da gebe ich Dir dann doch recht - hier scheint es eine gewisse Tendenz in Deutschland zu geben, nämlich daß man auf Hilfe von außen (sprich: dem Staat) wartet.

In anderen Ländern - mit schlechteren Sozialsystemen und mehr Eigenverantwortlichkeit - ist ein derartiges Verhalten eher nicht üblich, weil es dem Überleben schlichtweg nicht förderlich ist.

Gruß,
Christian

EU -> grundsätzlich möglich, aber wohl nur in Richtung
Westen, oder?

Eher in Richtung Norden

Frankreich -> höhere Arbeitslosigkeit als D, besseres
Essen, besseres Wetter, besseren Wein

Essen und Wein sind Geschmacksache, wobei man französischen Wein gewiß auch in anderen Ländern bekommt.
Außerdem: Zum Teil, vor allem im Süden, dreckige Städte und ekelhaft stickige Luft.

Spanien -> JOBS ohne Ende, aber kaum feste Arbeit, sehr
liberaler Kündigungsschutz, Wetter!! Essen!!

Noch dreckigere Städte und ekelhaft stickige Luft.

Italien -> alle sechs Wochen Wahlen, Altersarbeitslosigkeit
deutlich höher als D, Wetter!!

Auch dreckige Städte

Norwegen ->

Auch wenn es nicht zu den EU-Ländern gehört:

Wetter!! Winter! 2 Std Tageslicht bzw. zwei Std

Dunkelheit…,

hohe Löhne, höhere Lebenshaltungskosten, teurer
Sprit,

===> insgesamt höherer Standard

Außerdem: sauber

Für Dänemark und Schweden sollte es ähnlich sein

USA -> KEINE Krankenvers, KEINE Rentenvers, KEINEN
Kündigungsschutz, seit Bush AL vervierfacht (ggü. Clinton),
Religions"freiheit", Spritpreis!, Tempolimit,

Voll von Amerikanern

Grüße

Ostlandreiter

Hallo , vielen Dank für deinen Beitrag.

Mir scheint du hast völlig recht. Mir ging es darum bei einer kommenden Diskussion nicht wieder einfach nur zuzuhören, sondern auch andere Argumente zu hören, bzw. Bestätigungen zu bekommen für die Situationen wie sie die beiden Freunde beschrieben haben. Um denen evtl. raten oder helfen zu können und einfach mal die zu schauen wie viele hier berichten können, weil sie ebenfalls arbeitslos sind. Eben nicht ( wie ich ) aus der blanken Theorie heraus. Ich bekomme das meiste nur bei Kunden mit, da fehlt mir allerdings die Zeit für ausführliche Gespräche und eine andere Meinung könnte auch schlecht für das Geschäft sein, daher dieser Versuch hier.

Ich danke dir.

Rassistische oder nationalistische Äußerungen prallen mal
sowas von an mir ab, die können erspart bleiben !

Siehst Du - ein großer Teil Deiner Probleme rührt daher, daß es als rassistisch oder nationalistisch angeprangert wird (es aber nur in den seltensten Fällen auch ist), wenn man über die Ursachen spricht.

Das nennt man political correctness.