Dicht auffahren - warum so schlimm?

Holla.

Bei Zweiraedern kann ich das gut verstehen aber wenn bei
meinem Auto jemand sehr dicht hinter mir faehrt stoert es mich
nicht im geringsten da ich schlimmstenfalls einen Heckschaden
zu befuerchten haette.

Ich hoffe doch, dass Du nicht, oder wenn doch, nicht viel fährst. Wir nehmen mal den Fall, dass Du mit 100 auf der Landstraße unterwegs bist und Dein Hintermann, sagen wir mal, nur 20 m Abstand zu Dir hält. Beide Fahrzeuge seien noch ungefähr vom gleichen Kaliber.

Bei optimalen Voraussetzungen bekommt man mit dem Pkw aus 100 Sachen einen Bremsweg von knapp unter 40 m hin. Plus Reaktionszeit und nicht ganz optimalen Voraussetzungen sagen wir mal 50 m. Jetzt legst Du eine Vollbremsung hin. 100 km/h sind 28 m/s - bei 20 m Abstand ist Dir der Hintermann hinten reingeknallt, bevor er auch nur die Bremse betätigt hat. Du kannst also als Erstes schon mal die Wirkung Deiner Bremsung vergessen, weil der Dich von hinten anschiebt. Du knallst ergo so gut wie ungebremst auf das Hindernis, das Du mit der Vollbremsung vermeiden wolltest. Ist das ein Panzer, hast Du einen Frontschaden, und zwar keinen kleinen. Drückt Dich der Hintermann unter den Lkw, liegt auch noch ein Dachschaden vor. Ist das Hindernis ein Weichziel,reicht vielleicht eine Frontwäsche …

Wenn Du angeschnallt bist, gehst Du bei der Vollbremsung in den Gurt. Dann kriegst Du den Schlicker von hinten und wirst hoffentlich vom Sitz und der Nackenstütze gebremst. In dem Moment, wo die ganze Fuhre auf dem Hindernis landet, geht die Reise für Dich wieder vorwärts, in den dann bereits einmal strapazierten Gurt. Du klappst also stärker zusammen als bei einem reinen Frontalaufprall. Zusätzlich gibts noch den Airbag genau in die Visage, und zwar nicht vorschriftsmäßig, sondern, siehe vor, Du hast vermutlich nicht mehr die optimale Haltung wegen des gedehnten Gurtes.

Je nachdem, wie Dich der Hintermann trifft, bricht die Karre noch seitlich aus bzw. überschlägt sich in das Hindernis hinein.

Ich müsste das alles nicht haben wollen - alternativ könnte man auch mal durch eine Turbine schwimmen.

Jetzt nimm mal nicht 100 Sachen an, sondern 160, und mal Dir aus, wie Dein „Heckschaden“ sich wohl darstellt. Abgesehen davon sind 20 m Abstand schon fast eine Welt, gegenüber dem, was so mancher Drängelfritze locker unterschreitet.

Gruß Eillicht zu Vensre

Hi!

Es gibt sogar zwei Fälle die durch die Presse gingen. In dem
einen hat ein Werksfahrer von DaimlerChrysler eine 21-jährige
mit ihrer Tochter „ums Leben gebracht“ wofür er (Stand
Artikel) " wegen fahrlässiger Tötung zu eineinhalb Jahren Haft
ohne Bewährung verurteilt" wurde:
http://zeus.zeit.de/text/2004/10/Autobahnraser_10

Bei diesem Fall ist es wohl nicht ganz klar, ob der gute „Turbo-Rolf“ es wirklich war: http://www.3sat.de/ard/sendung/98978/index.html

In einem anderen Fall „verursachte ein deutscher
Mercedes-Testfahrer einen tödlichen Verkehrsunfall. Eine
Mutter (45) von zwei Kindern wurde (…) von dem Wagen des
Testfahrers erfasst und starb“
http://de.wikinews.org/wiki/Erneut_t%C3%B6dlicher_Un…

Ich bin überzeugt, dass in Deutschland mehr Menschen durch langsame LKW sterben als Auffahrer und Drängler. Dass aber viele Menschen einfach nicht Auto-fahren können, sieht man auf deutschen Straßen täglich. www.unfreiwillig120.de

Gruß

Marcus

Moin,
es wurde ja schon sehr viel richtiges geschrieben.
Ich habe gerade letzte Woche so einen Unfall gesehen:
Und da wurde der Vordermann nur leicht getroffen, also mit geringer Geschwindigkeitsdifferenz.
Fazit war, der Vordermann kam ins Schleudern, knallte gegen die Mittelleitplanke, schleuderte wieder nach rechts, wurde da vom Nachfolgenden Verkehr weitergekegelt und knallte danach seitlich in die Böschung.
Soviele Richtungsänderungen binnen weniger Sekunden sind für den durchschnittlichen Körper, na sagen wir mal gelinde gesagt ungesund.
Wie Eilicht schon treffend schrieb, hat der Airbag meist beim ersten Anstoss sein Leben als Schutzeinrichtung ausgehaucht. Die weiteren Kollisionen kriegst Du dann ungebremst und ungeschützt auf die Knochen.
Bisher sprach ich von mässigen Tempo (ca. 130km/h).
Bei Geschwindigkeiten oberhalb 180km/h darfst Du jetzt Deine Phantasie bemühen.
Letztlich sei erwähnt, dass der Mensch eine natürliche Schutz(Intimzone um sich hat, bei der er das Zunahekommen als äusserst unangenehm empfindet. Vielleicht kennst Du auch einen dieser unseligen Menschen die einem manchmal so nahe kommen das Du sämtliche Zahnplomben sehen kannst und nebenher die Nasenhaare zählen kannst.
Im Auto ist diese Zone rund um das Auto.
Kommt einer zu Nahe und unterschreitet damit diesen Abstand fühlt sich der Mensch unwohl, wird nervös und manchmal eben auch panisch.

Gruss Jakob

Nicht drängeln - anzeigen!
wenn es darum geht notorische Link- und Mitte-Fahrer drauf aufmerksam zu machen warum eine Überholspur eine solchen Namen hat.

Das Ganze ließe sich von Grund auf lösen, wenn man eine Geschwindigkeitsbeschränkung einführt und dann auf Autobahnen und Schnellstrassen auch recht überholen dürfte.

Andere Länder machen es vor

Gruss
Joey

Moin,

Ich bin mehr für Abstand und bemerkbar machen, d.h. Lichthupe,
Blinker, Hupe.
Wohlwissend, das auch dies verboten ist.

Wieso das denn?

Es ist sehr wohl erlaubt, die Lichthupe, Blinker und auch wenn es sinnvoll ist das Signalhorn(Hupe) zu benutzen, um anzuzeigen, das man überholen möchte.

Nur im Zusammenspiel mit Drängeln ist es Nötigung.

Werner

mfg
W.

Hallo!

Dieses Thema ist doch immer wieder erfrischend…

Vor längerer Zeit gab es einen Fall der durch die Presse ging,
bei der ein PKW dadurch verunglückte. Sogenannter Drängler war
ein M-(???)Fahrzeug, hätte aber auch ein anderes Fahrzeug
sein können.

Es gibt sogar zwei Fälle die durch die Presse gingen. In dem
einen hat ein Werksfahrer von DaimlerChrysler eine 21-jährige
mit ihrer Tochter „ums Leben gebracht“ wofür er (Stand
Artikel) " wegen fahrlässiger Tötung zu eineinhalb Jahren Haft
ohne Bewährung verurteilt" wurde:
http://zeus.zeit.de/text/2004/10/Autobahnraser_10

Er hat sie nicht berührt, das Fahrzeug hat sie selbst verrissen.

Natürlich hat sich, sollte sich das alles wie berichtet zugetragen haben, der Benztester daneben benommen.
Aber „ums Leben gebracht“ hat er die beiden nicht.

In einem anderen Fall „verursachte ein deutscher
Mercedes-Testfahrer einen tödlichen Verkehrsunfall. Eine
Mutter (45) von zwei Kindern wurde (…) von dem Wagen des
Testfahrers erfasst und starb“
http://de.wikinews.org/wiki/Erneut_t%C3%B6dlicher_Un…

Solche Unfälle sind immer wieder tragsisch und ich als Münchner kenne die Burschen von Audi und BMW auf der Autobahn.

Es stellt sich nun die Frage, ob nicht etwasx mehr Vor- und Rücksicht seitens der Schenllen und der Langsamen dazu führen könnte, die üblichen Stress-Situationen auf der Autobahn zu entschärfen.

Ich bin mehr für Abstand und bemerkbar machen, d.h. Lichthupe,
Blinker, Hupe.

Wäre nicht auch blaues Rundumlicht (Blaulicht) und ein
akustisches Sondersignal (Martinshorn) als Serienaustattung
für MB-Fahrzeuge sinnvoll?

Gibt´s in Stuttgart ja schon.
Nur das sind größten Bremser…

Oder gleich ein generelles und
strikt kontrolliertes Fahrverbot auf der linken Spur für alle
anderen noch sinnvoller?

Ich würde eine Mindest-V von 160 Km/h für die linke Spur bei 3-Spurigen Strecken begrüssen.
Mit meinem Jeep schaffe ich das auch bei Schnee… :wink:

Alternativ hielte ich noch eine elektronische Tempobegrenzung
auf 130 sinnvoll…

Für LKW vielleicht…

Dass sture Regeln das Mitdenken nicht ersetzen können, haben wir schon in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts auf deutschem boden gelernt.

Ich würde für den Anfang empfehlen, nicht auf alles draufzuhalten, was unter 250 fährt und im Gegenzug genau in den Rückspiegel zu sehen, bevor man die SPur wechselt.
Würde dies einigermassen beachtet, wäre die Raserdiskussion zu 95% erledigt.

Grüße,

Mathias

Hey Desperado
Auf der Autobahn mag das schon schlimm sein, wirklich, aber was meinst du, wie sehr mich das nevt, wenn die Männer in der Metro, in der U-Bahn, sich so ganz dicht von hinten an mich ranstellen!
Neulich hatte einer eine deutliche Erektion. Ich wusste gar nicht, was ich dazu sagfen sollte. Ich hab dann gar nichts gesagt, sondern mich, bevor ich ausstieg, gaaanz langsam umgedreht und ihm einmal in die Augen geschaut.
(Er sah gar nicht übel aus, davon mal abgesehen.)
Es sind doch immer die Männer, die das machen. Egal, ob auf der Autobahn in ihren Blechautos oder in der Metro in ihren Schiesser-Unterhosen.
Viele Grüßlis von
Sophie

etwas OT…
… aber diese Anmerkung kann ich mir verkneifen.

Das

Es sind doch immer die Männer, die das machen. Egal, ob auf
der Autobahn in ihren Blechautos oder in der Metro in ihren
Schiesser-Unterhosen.

stimmt nämlich so nicht. Oder meinst Du, es gibt keine Frauen, die sich mit Ihren Riesenhupen Ihren Weg durch due U-Bahn freischieben?! Und die sehen meistens nicht aus, als kämen sie gerade von Lagerfeld.

Grüße, M

Jetzt kaum noch OT…
Dear Masch
(Wohnst du in der Nähe vom Masch-See in Hannover?)

Oder meinst Du, es gibt keine Frauen,
die sich mit Ihren Riesenhupen Ihren Weg durch due U-Bahn
freischieben?!

O doch, bestimmt. Die „Hupen“ passen übrigens sehr gut hier ins Auto-Brett, finde ich. Dadurch wird die Geschichte weniger off-topic, gell?

Und die sehen meistens nicht aus, als kämen sie
gerade von Lagerfeld.

Das mag sein.
Ich seh ja auch nicht aus wie Claudi Schiffchen.
Dafür sind meine Hupen lauter.
Bussi,
Sophie

Hi!

Auf der Autobahn mag das schon schlimm sein, wirklich, aber
was meinst du, wie sehr mich das nevt, wenn die Männer in der
Metro, in der U-Bahn, sich so ganz dicht von hinten an mich
ranstellen!

Das mag ich auch nicht. Egal welches Geschlecht sich so verhält.

Neulich hatte einer eine deutliche Erektion. Ich wusste gar
nicht, was ich dazu sagfen sollte.

Du hättest sagen können „Danke für das Kompliment“…

Ich hab dann gar nichts
gesagt, sondern mich, bevor ich ausstieg, gaaanz langsam
umgedreht und ihm einmal in die Augen geschaut.
(Er sah gar nicht übel aus, davon mal abgesehen.)

Und er musste dann mit der nassen Hose heimlaufen. Du bist aber fies…

Es sind doch immer die Männer, die das machen.

Nein, im Supermarkt sind es meistens Frauen, die einem an der kasse den E-Wagen in die Hacken schieben…

Egal, ob auf
der Autobahn in ihren Blechautos oder in der Metro in ihren
Schiesser-Unterhosen.

Woher weisst Du die Details zu den Unterhosen…?

Grüße,

Mathias

Hey Mathias

Du hättest sagen können „Danke für das Kompliment“…

Gute Idee. Vielleicht beim nöchsten Mal! :smile:)

Woher weisst Du die Details zu den Unterhosen…?

Ich hatte ja auch schon ein oder zwei Freunde, Mathias.
Bussi,
Sophie

Das Ganze ließe sich von Grund auf lösen, wenn man eine
Geschwindigkeitsbeschränkung einführt und dann auf Autobahnen
und Schnellstrassen auch recht überholen dürfte.

Andere Länder machen es vor

meine volle Zustimmung.

Gruß
Demenzia, die Drängler trotzdem nicht leiden Kann

Hi!

Du hättest sagen können „Danke für das Kompliment“…

Gute Idee. Vielleicht beim nöchsten Mal! :smile:)

O.K., ich harre in freudiger Erwartung.

Woher weisst Du die Details zu den Unterhosen…?

Ich hatte ja auch schon ein oder zwei Freunde, Mathias.

Ach so…

Im Ernst: ich bezog das auf die Unterhose des Tzpen mit der Latte im Zug…

Mit Deinen zwei Freunden hast Du zwar bei Roger (s. „Frust und Triebe“ - Brett) keine Chance mehr, aber ich will da mal nicht so sein…

Bussi,
Sophie

Uiiii, ein Bussi für mich! Na dann schicke ich gleich eines zurück…

Grüße,

Mathias

Hi!

Das Ganze ließe sich von Grund auf lösen, wenn man eine
Geschwindigkeitsbeschränkung einführt und dann auf Autobahnen
und Schnellstrassen auch recht überholen dürfte.

Wieso?
Man kann auch mit 250 rechts vorbei fahren!

Huuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!

Andere Länder machen es vor

Ja, mit 90 Km/h Limit. So ein Schwachsinn…

meine volle Zustimmung.

Gruß
Demenzia, die Drängler trotzdem nicht leiden Kann

Ich auch nicht.
Genausowenig wie Linksschleicher.

Grüße,

Mathias

Ja, mit 90 Km/h Limit. So ein Schwachsinn…

wo fährt man denn 90?

außer in Norwegen?

Zumindest für PKW kann ich in der Liste nur Norwegen finden

http://www.autokiste.de/index.htm?site=/verkehrsrech…

Ein gesundes Mittelmaß liegt irgendwo zwischen 90 und 250…

Gruß
Demenzia

250kmh sind 350m/5Sek!
Auch Hallo,

Dieses Thema ist doch immer wieder erfrischend…

die Freude ist ganz auf meiner Seite. Die Möglichkeit der phantasievollen Faktenverdrehung erheitern mich immer wieder aufs neue :smile:

Er hat sie nicht berührt, das Fahrzeug hat sie selbst
verrissen.

Natürlich hat sich, sollte sich das alles wie berichtet
zugetragen haben, der Benztester daneben benommen.
Aber „ums Leben gebracht“ hat er die beiden nicht.

Natürlich… Wer kann schon erwarten, dass sich Personen die mit einer Waffe bedroht werden nicht völlig gelassen reagieren und so die Situation maximal sicher entschärfen. Und so ein bißchen bedrohen fällt doch wohl in die Kategorie Kaugummi unter die Schulbank kleben.

Das hat selbst das letzte Gericht nicht mal so gesehen wie du sicher weißt.

Es stellt sich nun die Frage, ob nicht etwasx mehr Vor- und
Rücksicht seitens der Schenllen und der Langsamen dazu führen
könnte, die üblichen Stress-Situationen auf der Autobahn zu
entschärfen.

Wie soll deiner Meinung nach der Langsame denn Rücksicht nehmen können wenn der 250er-Fahrer in ganzen 5Sek aus 350m Entfernung „plötzlich“ neben ihm ist? Das ist eine Sache die kapieren die wenigsten Schnellfahrer und du offenbar auch nicht. Noch dazu kann man bei dieser Entfernung die Geschwindigkeit schon zweimal nicht einschätzen.
http://www.google.de/search?num=100&hl=de&safe=off&q…

Grüße,
J~

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Richtig: wer drängelt will Analverkehr! owT

Richtig: wer drängelt will Analverkehr! owT

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Hi!

Ja, mit 90 Km/h Limit. So ein Schwachsinn…

wo fährt man denn 90?

außer in Norwegen?

In den USA.
Dort darf man auch rechts überholen.

Und in Skandinavien. Dort darf man m.W. nicht rechts überholen.

Wo sonst darf man das und fährt dabei schneller als 100?

Zumindest für PKW kann ich in der Liste nur Norwegen finden

http://www.autokiste.de/index.htm?site=/verkehrsrech…

Ein gesundes Mittelmaß liegt irgendwo zwischen 90 und 250…

Ich meine, dass es völlig o.k. ist, nur links überholen zu dürfen, wenn sich alle an das rechtsfahrgebot halten.

Wir haben diesbezüglich die beste Regel auf dieser Welt, die es zudem erlaubt, sehr hohe Geschwindigkeiten sehr, sehr sicher zu fahren. Mit weniger Verkehrstoten als in den europ. Ländern mit Limit, wo ja teilweise auch zügig gefahren wird.
Weshalb sollten wir diese Regel ändern? Nur weil eine gewisse Anzahl Fahrer zu dumm und/oder borniert ist, sich an sie zu halten…? Wohl kaum, meine ich.
Würde das Rechtsfahrgebot massiv von der Polizei forciert, gäbe es nach meiner Schätzung 80% weniger Probleme mit Dränglern.

Ich sehe ausgesprochen wenig echte Drängler, also Fahrer, die anderen sehr dicht auffahren, obwohl diese zügig überholen.
Meistens wird man zum „Drängler“, weil man von einer Schlafmütze geschnitten wird und erst einmal wieder Sicherheitsabstand aufbauen muss oder weil man besonders sture Zeitgenossen darauf aufmerksam machen muss, dass man gerne überholen möchte.

Nur meine Erfahrung aus ca. 600.000 Autobahnkilometern in den letzten 19 Jahren. Die spulte ich mit allen möglichen Autos ab. Vom 50 PS VW Bus bis zum 300 PS Mercedes. Komischerweise bin ich in dieser Zeit vielleicht 10 mal von Leuten angeblinkt worden, die sich durch mich behindert fühlten. 9 mal davon waren sicherlich auch zurecht.
Selbst mit dem Bus, der Vollgas 100 lief, hatte ich keine Probleme mit sog. „Rasern“, denn ich hatte an dem Bus einige coole Extras: Rückspiegel und Blinker…

Die übrigen Aufblender waren eben Schnarcher, die ich erst mal mit der Lichthupe wecken musste…

Also hier nochmal meine Empfehlung: bevor man von anderen fordert, sich regelkonform zu verhalten, sollte man dies erst einmal selbst tun. Zu den wichtigsten Regeln gehört das Rechtsfahrgebot, es ist ursächlich nötig für ein sicheres Vorankommen auf unseren Autobahnen.

Dann kann man darüber diskutieren, ob es wirklich „Nötigung“ ist, wenn man von hinten angeblinkt wird, weil man die linke Spur blockiert und der Hintermann sein Überholen durch die Lichthupe ankündigt…

Grüße,

Mathias

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Hi!

Dieses Thema ist doch immer wieder erfrischend…

die Freude ist ganz auf meiner Seite. Die Möglichkeit der
phantasievollen Faktenverdrehung erheitern mich immer wieder
aufs neue :smile:

Geht mir ähnlich.

Er hat sie nicht berührt, das Fahrzeug hat sie selbst
verrissen.

Natürlich hat sich, sollte sich das alles wie berichtet
zugetragen haben, der Benztester daneben benommen.
Aber „ums Leben gebracht“ hat er die beiden nicht.

Natürlich… Wer kann schon erwarten, dass sich Personen die
mit einer Waffe bedroht werden nicht völlig gelassen reagieren
und so die Situation maximal sicher entschärfen.

Hatte er eine Pistole in der Hand?

Ein Mercedes CL AMG jedenfalls ist keine Waffe, sondern v.a. ein Neidobjekt.
Hätte der Kerl einen Passat benutzt, wäre die Diskussion nicht halb so vorurteilsbelastet geführt worden und der Fahrer vermutlich mit Bewährung davon gekommen. Diese unsägliche deutsche Neidgesellschaft ist widerlich.

Und so ein
bißchen bedrohen fällt doch wohl in die Kategorie Kaugummi
unter die Schulbank kleben.

Ich weiß nicht, ob hier bedroht wurde. Es wurde vermutlich massiv genötigt.
Das ist schon ein knackiges Delikt.
Allerdings wurde wohl auch das Rechtsfahrgebot missachtet. Ich sehe somit eine Teilschuld.

Und das arme Kind musste sterben, weil zwei Leute zu dämlich sind, mit etwas so simplem wie einem Auto vernünftig umzugehen. Das ist die eigentliche Tragödie dabei. Der Gedanke an den armen Vater/Ehemann treibt mir heute noch die Tränen in die Augen.

Das hat selbst das letzte Gericht nicht mal so gesehen wie du
sicher weißt.

Das habe ich mitbekommen und war ob des Urteils erschrocken. So leid mir diese Tragödie tut, aber fürs Lenken ist man selbst verantwortlich.

Der Tester hat sich zweifellos inkorrekt verhalten, aber er hat sie eben nicht von der Straße geschoben. Das ist für mich ein sehr wichtiger Unterschied.

Es stellt sich nun die Frage, ob nicht etwasx mehr Vor- und
Rücksicht seitens der Schenllen und der Langsamen dazu führen
könnte, die üblichen Stress-Situationen auf der Autobahn zu
entschärfen.

Wie soll deiner Meinung nach der Langsame denn Rücksicht
nehmen können wenn der 250er-Fahrer in ganzen 5Sek aus 350m
Entfernung „plötzlich“ neben ihm ist?

Er soll in den Rückspiegel sehen und beim Überholvorgang ordentlich beschleunigen. Das bedeutet Vollgas, evtl. mit Runterschalten, bei allen Fahrzeugen unter ca. 150 PS.

Wenn man links dann vernünftige 160+ (bei gutem Wetter) fährt, ist alles o.k.

Zumeist wird 200 schon als sehr schnell empfunden, wenn man selbst mit 110 dahinzuckelt. Ich kenne das, denn 110 lief mein Bully bergab. Damals liefen die TDIs ca. 190 - 200.

Dann auf 160 herunterzugehen ist nicht so wild, meistens geht das sogar ohne Bremse. Auf 120 aber muss man gewaltig abbremsen.
Dies kann der Überholer leicht verhindern, indem er auf die Tube drückt, wenn er überholen möchte. keine Ahnung, was daran so schwer ist.
Ich mache das bei jedem Überholmanüver auf der AB, weil ich selbst auch nicht mehr so schnell fahre. Kurz Gas geben, auf 180 beschleunigen und alles läuft locker ab. Dann fahre ich mit 160 weiter und keiner muss sich ärgern oder wie ein Irrer abbremsen.

Das ist eine Sache die
kapieren die wenigsten Schnellfahrer und du offenbar auch
nicht.

Ich kapiere das ganz gut. Ich hatte bereits alle möglichen Leistungsklassen unter dem Hintern und komischerweise hält sich die Anzahl der durch mich behinderten Schnellfahrer in ausgesprochen engen Grenzen. Auf einigen hunderttausend Kiloemtern auf der AB musste sich kein Dutzend Schnellfahrer über mich ärgern.
Offenbar geht es also.

Noch dazu kann man bei dieser Entfernung die
Geschwindigkeit schon zweimal nicht einschätzen.
http://www.google.de/search?num=100&hl=de&safe=off&q…

Komischerweise kann ich im Rückspiegel bestens einschätzen, was da auf der Überholspur ankommt.
Wenn Du das nicht kannst, empfehle ich nach Streikende die Bahn…

Ich möchte gar nicht behaupten, dass man, z.B. in langen Autobahnkurven, nicht mal einen Fehler macht oder wenig nach hinten sehen kann. Auch bei hohem Verkehrsaufkommen muss man nicht unbedingt davon ausgehen, dass andauernd einer mit 250+ angerauscht kommt.
Aber man sollte wenigstens das rückwärtige Geschehen so gut wie möglich im Blick haben und beim Überholen Gas geben, um die Situation schnell wieder zu sichern. Ist man unsicher, kann man doch auch mal abwarten, bis die Sicht wieder besser ist.

Wer das nicht tut und seelenruhig auf seinem vermeintlichen Recht beharrt, mit 120 zu überholen, muss sich eben nicht wundern, wenn er angeblinkt und bedrängt wird. So etwas muss eben nicht sein. Die meisten Autos laufen heute 180+. Da denke ich ist es nicht zu viel verlangt, mal kurz auf 160 zu beschleunigen, wenn man auf der AB überholt.

Die 5 Autos, die einem im Schnitt auf der Strecke M - HH begegnen und das nicht können, hält man dann schon aus…

Mann, bin ich froh, dass ich kaum noch fahren muss. Dieses Herumdiskutieren über Selbstverständlichkeiten ist ja fürchterlich. Fahre ordentlich, mit Hirn und offenen Augen, dann hast Du auch kein Problem mit den anderen Verkehrsteilnehmern.

Warum wohl ist zu Zeiten, wo vor allem Vielfahrer auf der Bahn sind, das Fahren trotz höherem Verkehrsaufkommen deutlich entspannter, obwohl die durchschn. V höher ist…?

kopfschüttelnde Grüße,

Mathias

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Tja Mathias!

Dieses Thema ist doch immer wieder erfrischend…

die Freude ist ganz auf meiner Seite. Die Möglichkeit der
phantasievollen Faktenverdrehung erheitern mich immer wieder
aufs neue :smile:

Geht mir ähnlich.

Auch mein Lieblingsthema …

Warum wohl ist zu Zeiten, wo vor allem Vielfahrer auf der Bahn
sind, das Fahren trotz höherem Verkehrsaufkommen deutlich
entspannter, obwohl die durchschn. V höher ist…?

Was ich nicht begreife, ist Deine (und aller anderen offensiver Schnellfahrer) Ignoranz bzgl. der Tatsache, dass es auf der Straßen nicht nur ausgeruhte Vielfahrer gibt, sondern auch Fahranfänger, Wenigfahrer und immer mehr ältere Fahrer. Alle diese Fahrer sind unsicher, fahren deswegen häufig „vorsichtig“ bzgl. Geschwindigkeit und haben eben nicht den Überblick, den berufliche Vielfahrer haben.
Von den Drogenkonsumenten möchte ich gar nicht reden bei allein 6-7 Mio Alkoholikern in D.

Ich halte es für absolut naiv, diese Tatsache zu ignorieren, wie Du es in Deiner Argumentation gerne tust. Du kannst Dir gerne eine heile Welt wünschen, Du wirst Sie nicht finden, Du kannst nur dafür sorgen, selber unbeschadet zu überleben und niemanden anderen von der Straße zu schießen, der vielleicht nicht so „professionell“ reagiert.
Und das bedeutet eben, für die anderen mitzudenken und so zu fahren, dass man auch noch bei einem Linksspurschleicher mit 120 ohne Berührung zum Bremsen kommt.
Und ehrlich gesagt: Aus eigener Erfahrung bezweifle ich, dass es unter den genannten Prämissen besonders schlau ist, 250 bei moderat gefüllter AB oder 160 bei Schnee zu fahren (auch wenn ich das dann und wann selber mache:wink:).

Grüße
Jürgen

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