Hallo Ina,
Kein Wunder, daß es bei solchen Kommentaren immer mehr
Magersüchtige gibt, damit Sie Leuten wie Euch hoffen zu
gefallen.
Ich fürchte, Du verwechselst Äpfel und Birnen… Es geht nicht darum, sich zu Tode zu hungern oder sich die Seele aus dem Leib zu kotzen, um von den Medien oktroyierten Schönheitsidealen zu entsprechen. Es geht auch nicht um die fünf, sieben, meinethalber auch zehn Kilo, die sich auf mysteriöse Weise um die Hüften angesammelt haben; das ist Kleinkram. Aber Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen wollen, daß Du - na sagen wir mal 150 Kilo ästhetisch und attraktiv findest. Ebenso nehme ich - von den gesundheitlichen Aspekten einmal abgesehen - keinem Dicken dieser Welt ab, daß er sich in seiner Haut superwohl fühlt, so wehement er es auch behauptet. Interessant finde ich übrigens auch, daß mit zunehmendem Gewicht auch die Aggressivität steigt; sprich anstatt von Gegenargumenten kommen nur Beleidigungen und/oder Sprüche à la ‚Guck dich doch selbst an‘. Ja und genau das ist es: ich gucke mich an und wenn mir nicht gefällt, was ich sehe, dann wird eben dagegengerudert, ohne daß ich mir deswegen den Finger in den Hals stecken oder schwachsinnige Crash-Diäten absolvieren muß.
Muß ich mich schämen, weil ich eine Rubens-Figur habe (->
ich habe wenigstens eine Brust und Hüften!)?
Du wirst es kaum glauben: die habe ich auch; sogar ohne Rubensfigur… Die ist meines Wissens dazu nicht unbedingt erforderlich. 
Nein!!! Ist nur
grad eine Frage der Mode. So Knochengerüste will auch keiner
im Fernsehen sehen!!!
Das sehe ich anders: früher war nicht daran zu denken, daß hochwohlgeborene Damen Sport treiben oder sich - außer einem gemächlichen Spaziergang und ein paar Handarbeiten - überhaupt körperlich betätigen. Also was hat Frau Hochwohlgeboren den ganzen lieben langen Tag gemacht? Taschentüchlein für den Gatten bestickt, üppig getafelt und Pralinen gefressen, während der sich mit seiner schlanken Mätresse und/oder dem Dienstmädchen amüsierte. Fett = Statussymbol hat jedenfalls längst ausgedient…
O.k. ich gebe zu, den Anblick von etwas korpulenteren
Frauen/Männer die auch noch dreckige und zu enge Klamotten
anhaben, gefällt mir auch nicht. Aber gleich alles zu
verallgemeinern?!
Wo in meiner Aussage siehst Du bitteschön eine Verallgemeinerung? Ich erwähnte explizit eine Gruppe von Frauen, denen offenbar nichts peinlich ist und die es vermutlich nicht einmal merken, wie lächerlich sie sich mit solchen Darbietungen machen. Nichts gegen schicke und trendige (vor allem aber: gut sitzende!) Dessous jenseits der ‚normalen‘ Größen - im Gegenteil, aber muß sich denn um Himmels Willen ein ungepflegtes Weibsbild mit dem Astralbody einer Qualle in ein Hauch von Nichts quetschen, aus dem die Fettmassen nach allen Seiten nur so rausquellen und das auch noch öffentlich präsentieren???
Ich bin auch am überlegen, ob ich nicht eine Diät oder Weight
Watchers mache, weil ich mittlerweile etwas über Normalgewicht
liege. Aber muß ich wirklich? Nein, ich mache Sport (Fitness,
Jogen, Inlinern,…) und fahre jeden Tag mit dem Rad zur
Arbeit. Bei manchen ist es eben wirklich auch Veranlagung.
Komm mir bitte nicht mit Veranlagung. Wenn ich mal meine Ausführungen aus einem anderen Forum zitieren darf (selbstverständlich fielen auch dort alle Zeter und Mordio schreiend über mich her *g*):
Krankheit? Eine seeeeehr bequeme und geradezu überstrapazierte Ausrede! Es gibt nur sehr wenige Krankheiten, die nachweislich zum Übergewicht führen; das Cushing Syndrom wäre ein Beispiel, wobei ich auf Deinem Photo keines der typischen Symptome zu erkennen vermag. Sogar die häufig erwähnten endokrinologischen Störungen (mal eben alles auf die Schilddrüse oder auf den Hypothalamus, etc., schieben) spielen nur eine untergeordnete Rolle. Und auch die vielzitierte genetische Veranlagung zieht nur bei der primären Form von Adipositas. In allen anderen Fällen sind die Kilos schlicht angefressen. Punktum.
WW kann ich nicht beurteilen und eine Diät im eigentlichen Sinne des Wortes ist bei ‚etwas über Normalgewicht‘ auch nicht wirklich nötig. Meistens reicht ein kritischer Blick auf den Speiseplan und die Essgewohnheiten. Es sind Kleinigkeiten, die kaum auffallen und ohne größeren Aufwand zu bewerkstelligen sind. Es geht nicht darum, von jetzt auf gleich zum ‚Körnerfresser‘ zu mutieren oder dem Genuss gänzlich abzuschwören, aber Kalorienbomben lassen sich megaeinfach entschärfen… Anstatt 40 %-Quark tut es auch der mit 20 %; Hüttenkäse schmeckt mit Kräutern und Gewürzen aufgepeppt ebenso lecker wie Doppelrahmfrischkäse; es steht nirgendwo geschrieben, daß man Koteletts panieren muß oder das Fleisch beim Braten im Fett ersäufen soll und eine leckere Sauce läßt sich auch figurfreundlicher als mit Butter oder Sahne binden, etc., etc., etc.
Selbst als ich mal unter meinem Idealgewicht lag, konnte ich
mich nicht in Kleidergröße 38 reinquetschen (und es war nicht
unbedingt gesund für mich so wenig zu wiegen).
Na ja… Wenn es danach ginge, müßte ich um die 63 Kilo wiegen, das kann allerdings nur jemand gesagt haben, der mich nie mit unter 65 Kilo gesehen hat - wie der Tod höchstpersönlich.
Wenn Ihr ein Problem mit solchen Leuten habt, schaut doch weg.
Gerade solchen blöden Kommentaren läßt bei diesen Menschen
nochmehr Frust aufsteigen, denn sie dann anfuttern und ggf.
wieder erbrechen.
Das ist wieder einmal typisch! Immer sind die anderen Schuld… Sich mangels auch nur einer winzigen Prise Disziplin hemmungslos 'ne halbe Sahnetorte oder was weiß ich ins Gesicht stopfen und dann die anderen für die eigene Schwäche und den Frust auf der Waage verantwortlich machen. Neeee, Teuerste - so läuft es nicht…
Gruß
Renee