Die Deutsche Sprache (als Selbstzweck?)

Ich tendiere zu Ansicht, dass
die deutsche Sprache nicht
mehr benötigt wird (falls überhaupt jemals),
nur noch für die,
die keine andere Sprache gelernt haben.
Ansonsten sollte man sie auslaufen lassen,
im Laufe der nächsten Jahrzehnte,
zugunsten von Englisch, beide Sprachen sind
sich ohnehin ähnlich.

Die Deutsche Sprache ist zu kompliziert
(und auch im Verhältnis dazu uneindeutig)
und zu teuer und ernährt nur Juristen und Lehrer,
die sich damit einem Effizienzvergleich mit anderen
internationalen Fachkräften entziehen.
Alle anderen, die nur arbeiten, in der Produktion,
im Gesundheitswesen (in englisch und Latein) etc. müssen die mitzahlen, und sich die Komplexitäten der Deutschen Sprache antun,
was sie in der international wettbewerbsfähigen
Beherrschung ihres Berufes hindert.

Stimmen, die ähnliches anführen wie http://www.aktionlebendigesdeutsch.de
erinnern mich fatal an meinen Südafrikabesuch,
vor so 15 Jahren, bei dem ich bemerkte,
dass sich viele (Weisse) für die Erhaltung des
Afrikaans (statt Englisch) einsetzten , um ihre
Vormachtstellung gegenüber den Schwarzen
mittels einer Sprache zu erhalten, und dies
um so heftiger, je besser die Betreibenden
des Afrikaansflügels selber Englisch konnten,
sie nutzten diese schöne Afrikanssparche zu Isolation
der Schwarzen von der westlichen Bürgerrechtskraft.

Deutsch als Sprache für Kneipen- oder Küchenecken oder
Literaturzirkel zusätzlich zu Englisch würd ich aber durchaus befürworten, und auch die Reinkarnation, falls man die Deutsche Sprache oder dn ein ode andren Dialekt doch noch braucht.

Zitat ViKa: Schwätzt zuviel… owt
/|-

Ich tendiere zu Ansicht, dass
die deutsche Sprache nicht
mehr benötigt wird

Aha. Naja. Weißt du, es gibt so viele Dinge auf der Welt, die streng genommen nicht so unbedingt benötigt werden. Und auf kaum welche davon möchte ich verzichten.

Die Deutsche Sprache ist zu kompliziert

Das hab ich bisher nur als Trotzreaktion von Nachhilfeschülern gehört wenn sie irgendwas nicht kapiert haben. Was ist mit Finnisch, Ungarisch, Mandarin…?

Wenn man mal an Orwells 1984 denkt - da gibts doch auch eine neue Sprache, die ganz einfach, eindeutig und effizient ist.
Willst du die haben?
Doppelplusungut!
Sonja

Die Deutsche Sprache ist zu kompliziert

Das hab ich bisher nur als Trotzreaktion von Nachhilfeschülern
gehört wenn sie irgendwas nicht kapiert haben. Was ist mit
Finnisch,

man hinkt da in Finnland PISA-mässig aber nicht hinterher,
auch nicht bei der Integration von Migranten, also nicht
im Bezug auf den technisierten Arbeitsalltag.
Deutsch als solches ist ja nicht das Problem,
nur der Lehr/Juristenapparat, der ja nicht Selbstzweck sein soll.
Wiegesagt, so für freiwillige in Kneipe, Küche und
Literaturzirkel find ich Deutsch gut.
Ich neige auch nur zu der Ansicht, 100%ig überzeugt davon,
dass man Deutsch auslaufen soll, bin ich nicht.
Finnisch, Ungarisch und auch Türkisch sind uralische Sprachen.
Letztere Migranten haben hier im OECD Vergleich
gerade im Deutschen Staatsgebiet wenig Chancen,
warum auch immer. Die OECD als PISA-Betreiber ist eine
Nachfolgeorganisation der Care-Pakete-Gesellschaft,
ohne die wir hier beim Morgentau-Plan geblieben wären.
Rüben erneten, statt A15 als Deutschlehrer kassieren.

Ich tendiere zu Ansicht, dass
die deutsche Sprache nicht
mehr benötigt wird (falls überhaupt jemals),
nur noch für die,
die keine andere Sprache gelernt haben.

Ja, dann tendiere mal schön!

Gruß
gargas

Vorab muss ich ehricherweise sagen, dass ich Dein Anliegen nicht vollkommen ernst nehmen kann. Gut, vielleicht sollte man dann nicht antworten, aber as juckt schon gehörig in den Fingern.

Ich tendiere zu Ansicht, dass
die deutsche Sprache nicht
mehr benötigt wird (falls überhaupt jemals),
nur noch für die,
die keine andere Sprache gelernt haben.

Woran misst Du den Bedarf an einer Sprache?
Brauchen wir Religionen? Diejenigen, welche kein anderes Weltbild haben, schon.
Braucht jemand, der fließend Englisch spricht, noch Deutsch? Natürlich braucht er es. Ich spreche sehr gut Englisch und Türkisch. Diese Sprachen entstammen aber nicht dem Kulturraum, aus dem ich komme. Folglich lässt sich auch nicht alles, womit ich in meinem Leben konfrontiert bin, mit diesen Sprachen exakt abbilden.

Ansonsten sollte man sie auslaufen lassen,
im Laufe der nächsten Jahrzehnte,
zugunsten von Englisch, beide Sprachen sind
sich ohnehin ähnlich.

Soll das der Bundestag entscheiden. Was machen wir mit den ganzen Deutschen, die diese sinnlose Sprache noch sprechen? Glaubst Du, die sterben innerhalb von 50 Jahren aus?

Die Deutsche Sprache ist zu kompliziert
(und auch im Verhältnis dazu uneindeutig)
und zu teuer und ernährt nur Juristen und Lehrer,
die sich damit einem Effizienzvergleich mit anderen
internationalen Fachkräften entziehen.

Juristen schätzen die deutsche Sprache wegen ihrer Möglichkeit zur Eindeutigeit und Präzision. Weiterhin glaube ich nicht, dass Juristen und Lehrer, von Germanisten abgesehen, ihren Lebensunterhalt maßgeblich dieser Sprache verdanken. Dass sie sich auch mal mitteilen wollen und dafür die einzige Sprache wählen, in der sie von allen verstanden werden können, kann man ihnen doch nicht übel nehmen.
Eine „internationale“ Fachkraft ist mir in 20 Jahren Berufsleben noch nie begegnet. Vielmehr handelte es sich um gewöhnliche Staatsangehörige eines anderen Landes, da es den „Weltenbürger“ im juristischen Sinn nicht gibt. Auch diese pflegen ihre jeweilige Muttersprache, die sich zwar oft - dennoch aber zufällig - Englisch nennt, jedoch nicht uneingeschrängkt mit klassischem Englisch kongruiert.
Da, wie schon angedeutet, die wenigsten Berufe ihre Wertschöpfung aus einer Sprache ziehen, scheint es mir absurd, das Deutsche würde einem Vergleich der Effizienz entgegenstehen. Wer die Leistungsfähigkeit eines Germanisten gegen die eines Anglisten aufwiegen will, begiebt sich wegen der Natur der Kulturwissenschaft prinzipiell auf dünnes Eis, selbst wenn man die sprachspezifischen Aspekte noch garnicht in Betracht zieht.

Alle anderen, die nur arbeiten, in der Produktion,
im Gesundheitswesen (in englisch und Latein) etc. müssen die
mitzahlen, und sich die Komplexitäten der Deutschen Sprache
antun, was sie in der international wettbewerbsfähigen
Beherrschung ihres Berufes hindert.

Du bringst an dieser Stelle einen politischen Unterton ins Spiel, nämlich das Modell, die Gesellschaft in nutzlose Intelektuelle und fleißiges Arbeitervolk aufzuteilen. Zu Ende gedacht ist dieses Modell menschenverachtend und wird auch durch die Ausdehnung des Arbeitervolkes auf hochqualifizierte Berufszweige nicht salonfähig. Hinzu kommt, dass eine heutige Gesellschaft längst nicht mehr so einfach strukturiert ist, wie es diese Theorie vorsieht. Alle Versuche, diese Form der Primitivität ins 21. Jahrhundert zu retten, sind gesscheitert.

…sie nutzten diese schöne Afrikanssparche zu Isolation
der Schwarzen von der westlichen Bürgerrechtskraft.

Sicher. Wenn man aber bedenkt, dass die Deutschen nicht als Kolonialmacht nach Mitteleuropa gekommen sind, verliert dieses Argument an Bedeutung.

Deutsch als Sprache für Kneipen- oder Küchenecken oder
Literaturzirkel zusätzlich zu Englisch würd ich aber durchaus
befürworten, und auch die Reinkarnation, falls man die
Deutsche Sprache oder dn ein ode andren Dialekt doch noch
braucht.

Was denn nun? Abschaffen auf Probe? Oder ein Gesetz, das Deutsch nur in Kneipen und geschlossenen Räumen erlaubt (sozusagen komplementär zum Rauchverbot)?

Wenn Du hier schon Kneipen anführst, will ich mal die Frage in die Runde werfen, ob man Sprachen überhaupt braucht. Als Mann und aus Kneipenerfahrung weiß ich, dass Kommunikation auch durch Grunz-Töne erfolgen kann. Überlassen wir die Sprache also den Frauen und beschränken wir ihre Praxis auf Friseurläden!

Say it again, Johnny, but in brocken English! owT
FR

Ich kann weder Dein Anliegen, noch deine Motivation für diesen Beitrag nachvollziehen.

Aber glücklicherweise ist weder dein Anliegen noch deine Motivation wichtig. Nämlich die, von denen du (abfällig) meinst, dass sie keine andere Sprache gelernt haben, bewirken, dass Deutsch als funktionelle Sprache erhalten bleibt.

Auch ein eventuelles politisches Bestreben wird dem nicht entgegenwirken können. Wobei ich wie gesagt nicht verstehen kann, was an Deutsch als lebendiges und aktives Kommunikationsmittel falsch sein sollte

Ich verstehe deinen Vorworf im Titel *Deutsch als Selbstzweck* nicht.
Eine Sprache, die Millionen von Menschen verbindet, die ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Gefühle und Gedanken zu transportieren, wird doch nicht zum Selbstzweck aufrecht erhalten. Da fallen mir andere Sprachen wie Latain und Altgriechisch ein. Diesen Sprachen kann man den Vorwurf des Selbstzweckes machen, aber bitte doch nicht Deutsch.

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..

Dieser Thread zeigt doch, dass die deutsche Sprache einen enormen Vorteil gegenüber anderen Sprachen hat. Die Möglichkeit immer wieder neue Wörter zu bilden, erlaubt es, den Lauf der Zeit zu überstehen.

Nicolle

Link

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..

Bei dem Link, liebe Nicolle,
lande ich im Nirgendwo. Vielleicht musst du ihn neu setzen!

Gruß Fritz

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http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..

Bei dem Link, liebe Nicolle,
lande ich im Nirgendwo. Vielleicht musst du ihn neu setzen!

das ist die Frage von Wladimir *wie machen es die Profis*
zwei bis drei Threads weiter unten in diesem Brett

Nicolle

Hallo, Nicolle,

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..

Bei dem Link, liebe Nicolle,
lande ich im Nirgendwo. Vielleicht musst du ihn neu setzen!

das ist die Frage von Wladimir *wie machen es die Profis*
zwei bis drei Threads weiter unten in diesem Brett

wenn Du einen noch nicht archivierten Artikel verlinken willst, musst Du die Option Fester Link dieses Artikels nutzen --> http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß
Kreszenz

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Hi Hannes (oder laufen höfliche Umgangsformen für Dich auch als Auslaufmodell?!)

Ich tendiere zu Ansicht, dass
die deutsche Sprache nicht
mehr benötigt wird (falls überhaupt jemals),

ich tendiere zu r Ansicht, daß Beiträge wie diese noch nie benötigt wurden.

nur noch für die,
die keine andere Sprache gelernt haben.

Ich spreche noch Ripoarisch, gilt das?

Ansonsten sollte man sie auslaufen lassen,

Wohin?

Die Deutsche Sprache ist zu kompliziert
(und auch im Verhältnis dazu uneindeutig)

Beispiel?!

und zu teuer und ernährt nur Juristen und Lehrer,

Aha!

die sich damit einem Effizienzvergleich mit anderen
internationalen Fachkräften entziehen.

Übrigens ist die Prozesshanselquote in D recht moderat.

Alle anderen, die nur arbeiten, in der Produktion,
im Gesundheitswesen (in englisch und Latein) etc. müssen die
mitzahlen, und sich die Komplexitäten der Deutschen Sprache
antun,
was sie in der international wettbewerbsfähigen
Beherrschung ihres Berufes hindert.

Komisch, daß ist mir bisher noch nicht aufgefallen. Aber vielleicht hab ich das ob der Kompliziertheit noch nicht verstanden.

Stimmen, die ähnliches anführen wie
http://www.aktionlebendigesdeutsch.de
erinnern mich fatal an meinen Südafrikabesuch,
vor so 15 Jahren, bei dem ich bemerkte,
dass sich viele (Weisse) für die Erhaltung des
Afrikaans (statt Englisch) einsetzten , um ihre
Vormachtstellung gegenüber den Schwarzen
mittels einer Sprache zu erhalten, und dies
um so heftiger, je besser die Betreibenden
des Afrikaansflügels selber Englisch konnten,
sie nutzten diese schöne Afrikanssparche zu Isolation
der Schwarzen von der westlichen Bürgerrechtskraft.

Sag mal, was hast Du gerade geraucht - würde mich wirklich interessieren :wink:

Deutsch als Sprache für Kneipen- oder Küchenecken oder
Literaturzirkel zusätzlich zu Englisch würd ich aber durchaus
befürworten, und auch die Reinkarnation, falls man die
Deutsche Sprache oder dn ein ode andren Dialekt doch noch
braucht.

Interessant. Deutsch als Sprache der Dummen oder Abgedrehten.

Schwätzt zuviel

Dem stimm ich unumwunden zu!

Gandalf

Nur noch ergänzend…
… zu all den anderen Stimmen, die zu Recht meinen, dass dieser Beitrag unnötig ist:

Es ist ein alter und beliebter Aberglaube, dass Englisch eine einfache Sprache wäre. Wenn man da mal tiefer reinschnuppert und sie wirklich korrekt anwenden will, tun sich Abgründe auf, die denen der deutschen Sprache durchaus ebenbürtig sind.

Livia

Hallo,

Es ist ein alter und beliebter Aberglaube, dass Englisch eine
einfache Sprache wäre. Wenn man da mal tiefer reinschnuppert
und sie wirklich korrekt anwenden will, tun sich Abgründe auf,
die denen der deutschen Sprache durchaus ebenbürtig sind.

und sogar hinterhältiger - weil eben diejenigen, die
es nur oberflächlich kennen, die Abgründe nicht sehen.

Gruß
Elke

Abgesehen davon daß dein Elaborat sich selbst widerspricht, da es auf Deutsch verfaßt ist, fällt mir dazu nur ein, daß auf solche Gedanken wirklich nur Deutsche kommen können. Notfalls Österreicher, aber dann wenigstens auf Stoasteirisch.

Gruß
d.

Hallo,

Es ist ein alter und beliebter Aberglaube, dass Englisch eine
einfache Sprache wäre. Wenn man da mal tiefer reinschnuppert
und sie wirklich korrekt anwenden will, tun sich Abgründe auf,
die denen der deutschen Sprache durchaus ebenbürtig sind.

und sogar hinterhältiger - weil eben diejenigen, die
es nur oberflächlich kennen, die Abgründe nicht sehen.

Richtig, diejenigen, die gerne rumschreien, wie einfach Englisch doch sei, beweisen durch ihr Englisch oft genug das Gegenteil. Oft genug sind ihre Fehler mehr als offensichtlich.
Wenn man selbst in der Schule schon lernt, dass viele Regeln, die man mal gelernt hat, eigentlich nur Daumenregeln waren und es eigentlich viel komplexer ist, sagt das schon einiges.
Es ist kein Zufall, dass Statistiken aus verschiedenen Ländern immer wieder zeigen, dass die Leute ihre Englischkenntnisse (z.T. massiv) überschätzen.
Mir ist es mittlerweile wirklich lieber, wenn die Schwierigkeiten schon von anfang an offensichtlich sind. Da weiß man wenigstens, worauf man sich einzustellen hat.
Spanisch dürfte ein weiterer Kandidat sein, wenn es darum geht, die Sprachen zu nennen, die von der Schwierigkeit her unterschätzt werden.

MfG
Car

Abgesehen davon daß dein Elaborat sich selbst widerspricht, da
es auf Deutsch verfaßt ist, fällt mir dazu nur ein, daß auf
solche Gedanken wirklich nur Deutsche kommen können. Notfalls
Österreicher, aber dann wenigstens auf Stoasteirisch.

Nein, Österreicher schreiben lieber, dass sie Österreichisch sprechen und nicht Deutsch - natürlich auf Deutsch in deutschen Foren. :wink:

MfG
Car

Nein, Österreicher schreiben lieber, dass sie Österreichisch
sprechen und nicht Deutsch - natürlich auf Deutsch in
deutschen Foren. :wink:

Ja was denn sonst? Sonst würde mich ja keiner verstehen.

Gruß
d.

Als Mann und aus Kneipenerfahrung weiß ich, dass Kommunikation auch durch Grunz-Töne erfolgen kann. Überlassen wir die Sprache also den Frauen und beschränken wir ihre Praxis auf Friseurläden!

Bonsoir,
Na dann! Ich, die Deutschlehrerin in Frankreich bin, freue mich jetzt meinen Schülern sagen zu dürfen, „Die Deutschen grunsen und ihre Frauen sprechen Deutsch im Friseurladen“ Die werden sich tot lachen.
Danke für deinen Humor zu diesem schrecklichen Beitrag der Zukunft für Deutsch. (Habe auch gut gelacht!!)
Bonjour de France
Ingrid

Nur eine kleine Korrektur:

Finnisch, Ungarisch und auch Türkisch sind uralische Sprachen.

Türkisch ist keine uralische Sprache, Türkisch ist altaisch.

Gruß,

  • André