Die Einschlafproblematik unseres Babys

Hallo
es geht um die Einschlafproblematik unseres „verzogenen“ Babies.
Es ist 11 Monate alt naja und wie bei vielen ist es nicht so einfach mit dem Einschlafen abends und nachmittags.

Vor einiger Zeit war es noch schwerer (Kind wurde im Arm eingeschläfert), mittlerweile haben wir uns das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ gekauft, wonach eine Umstellung stattfand.
Unser Baby wird abends nun immer ins Bett gelegt.
Die Problematik ist aber folgende, wenn es nicht gleich einschläft, steht es endweder geich wieder auf (im Schlafsack!) oder aber es schreit. Nun hat es gut geholfen, es etwas zu fixieren in seiner Schlafstellung durch leichtes Festhalten), meist schläft er so nach einigen Minuten des Rummotzens ein, aber für gut erachte ich das nicht.
Daher die Frage was kann man tun, im Bucht ist beschrieben, das Kind hinzulegen und dann das Zimmer phasenweise zu verlassen und wieder zu kommen. Ich befürchte und weiss aber vermutlich, das unser Sprössling erstens mal einen Schreikrampf bis zur Erschöpfung machen würde und dabei immer wieder aufstehen wird.

Daher die Frage, was ist besser:
-leichtes Fixieren, was gut klappt
-oder eine Schreiorgie (ob die dann weggeht irgendwann keine Ahnung)

Bin als Paps für Tips dankbar.

Mfg Werner

Hallo Werner,

Daher die Frage, was ist besser:
-leichtes Fixieren, was gut klappt
-oder eine Schreiorgie (ob die dann weggeht irgendwann keine
Ahnung)

Nichts davon.
Aber: Wenn das „leichte Fixieren“ gut klappt und er sonst in euren Armen eingeschlafen ist - was spricht dagegen ihn weiterhin mit liebevollen(!) Körperkontakt einschlafen zu lassen?
Wenn er für den Arm mittlerweile zu schwer ist: Im Bett liegend, Händchen halten, Lieder singen, Bilderbücher, Vorlesen. Entwickelt für euch schöne abendliche Rituale. Die können auch von anderen Bezugspersonen oder Babysitter übernommen werden.
Ist das nicht für euch alle die schönere Einschlafsituation, warum muss er unbedingt jetzt schon allein einschlafen?

Wie sieht es tagsüber aus? Muss er wirklich noch einen Mittagsschlaf machen?
Das Schlafbedürfnis von Kindern ist individuell sehr unterschiedlich, lasst euch da nicht von sog. Ratgebern verunsichern.

Ist tagsüber vielleicht mehr Bewegung notwendig? Mehr Abwechslung?

Jeder (auch Kinder) schläft ein wenn er müde genug ist… irgendwann sicher ;o)

Mit Grüßen
Simone

Guten Morgen,

Nun hat es gut geholfen, es
etwas zu fixieren in seiner Schlafstellung durch leichtes
Festhalten), meist schläft er so nach einigen Minuten des
Rummotzens ein,

Fixieren und festhalten geht gar nicht.

aber für gut erachte ich das nicht.

Das sehe ich auch so!

Daher die Frage was kann man tun, im Bucht ist beschrieben,
das Kind hinzulegen und dann das Zimmer phasenweise zu
verlassen und wieder zu kommen.

Ganz genau!

Ich befürchte und weiss aber
vermutlich, das unser Sprössling erstens mal einen
Schreikrampf bis zur Erschöpfung machen würde und dabei immer
wieder aufstehen wird.

Fast!

Wir haben dieses Buch auch gelesen und die darin vorgeschlagenen Tipps angewendet. Bei uns hat es gut geklappt.

Sinn und Zweck der Vorgehensweise ist, dass Eltern und Kind wieder auf den Boden der Tatsachen zurück kehren und auf ein „normales“ Maß an Zuwendung und Einschlafrituale gebracht werden.

Unser Sohn war sieben oder acht Monate, als wir dieses Buch gelesen haben. Er ist zu diesem Zeitpunkt auch immer bei uns im Arm eingeschlafen. Auf Dauer war das aber etwas umständlich.
Darum haben wir ihn dann hingelegt und haben dann den Raum verlassen. Natürlich hat er protestiert und zu schreien begonnen. Dann haben wir (ich glaube) 3 Minuten gewartet und sind zu ihm ins Zimmer gegangen. Haben ruhig mit ihm geredet, ihn nochmal zugedeckt oder sein Kuscheltier richtig hingelegt. Kein Licht eingeschaltet, ihn nicht hochgenommen, uns so uninteressant wie möglich verhalten.
Dann sind wir wieder raus. Falls er weiter protestiert hat sind wir nach (ich glaube) 7 und 11 Minuten wieder in sein Zimmer gegangen.

Nach ein paar Tagen hat es dann geklappt, dass er sehr schnell eingeschlafen ist.

Ich fand die ganze Sache ziemlich unerquicklich, wusste mir aber anders nicht zu helfen. Und es hat geklappt.

Falls er dadurch ein frühkindliches Trauma erlitten hat und zum Massenmörder wird, habe ich Pech gehabt.

Viel Erfolg!

Andrea

Hallo

Vor einiger Zeit war es noch schwerer (Kind wurde im Arm
eingeschläfert), mittlerweile haben wir uns das Buch „Jedes
Kind kann schlafen lernen“ gekauft, wonach eine Umstellung
stattfand.
Unser Baby wird abends nun immer ins Bett gelegt.
Die Problematik ist aber folgende, wenn es nicht gleich
einschläft, steht es endweder geich wieder auf (im
Schlafsack!) oder aber es schreit. Nun hat es gut geholfen, es
etwas zu fixieren in seiner Schlafstellung durch leichtes
Festhalten), meist schläft er so nach einigen Minuten des
Rummotzens ein, aber für gut erachte ich das nicht.
Daher die Frage was kann man tun, im Bucht ist beschrieben,
das Kind hinzulegen und dann das Zimmer phasenweise zu
verlassen und wieder zu kommen. Ich befürchte und weiss aber
vermutlich, das unser Sprössling erstens mal einen
Schreikrampf bis zur Erschöpfung machen würde und dabei immer
wieder aufstehen wird.

Das ist ein Mensch und keine Maschine. Sicher kann man
den kleinen Kerl(?) „einspannen“, bis er mal einschläft.
Das klappt schon. Aber ob das „Resultat“ das gewünschte
sein wird?

Vielleicht macht er das dann auch mal mit Dir, wenn
Du im Alter mit kaputten Kniegelenken kaum noch laufen
kannst. Oder keinen sonst mehr hast, der *Deine* Be-
dürfnisse nach Nähe stillt. Dann kommt er mit dem
Buch „Jeder Rentner kann Schweigen lernen“ …

Mein Tipp. Nimm ihn(?) mit zu Dir ins Bett, erzähl ihm
eine Geschichte oder singe ihm was vor - und wenn er(?)
dann eingeschlafen ist, stehst Du halt wieder auf. Und
vor allem - heb das „Buch“ auf, da kannst Du ihm dann
später, wenn er größer ist, anhand der Horroranweisungen
erklären, was ihm erspart blieb …

Ein Kleinkind braucht nahezu *immer* Körperkontakt.
Sonst ist etwas nicht in Ordnung und es schreit.
Zu recht. Wie soll es sonst seine verstockten
Eltern dazu bringen, sich förderlich zu verhalten :wink:

Grüße

CMБ

Hallo Werner,

es geht um die Einschlafproblematik unseres „verzogenen“
Babies.

Babys kann man nicht verziehen, was soviel heißt wie, man kann sie gar nicht genug verwöhnen.:wink:

Vor einiger Zeit war es noch schwerer (Kind wurde im Arm
eingeschläfert), mittlerweile haben wir uns das Buch „Jedes
Kind kann schlafen lernen“ gekauft, wonach eine Umstellung
stattfand.

Schau Dir mal den Link an: http://www.ferbern.de/

Tipp: Buch wegwerfen (nicht verschenken, man muß ja nicht andere Kinder auch noch quälen), Link lesen, alles nochmal überdenken.

Daher die Frage, was ist besser:

Beides ist schlecht.

-oder eine Schreiorgie (ob die dann weggeht irgendwann keine
Ahnung)

Ja, „irgendwann“ geht die weg, wenn das Baby total resigniert hat. Kein schönes Gefühl, oder?

Bin als Paps für Tips dankbar.

Das war ein Tipp, „nur“ ein Tipp.

Liebe Grüße,
Christiane

Hallo
naja jetzt habe ich genug Ratschläge, aber jeder sagt was anderes, sehe ich auch alles ein.

Wie gesagt, das Buch, naja nicht der Knaller, ich will nicht, das unser Junge alles zusammenbrüllt und glaube nicht so recht an den Erfolg. Dazu werde ich mir Christines Artikel mal reinziehn.
Leichtes fixieren, auch nicht toll (ach wenns nur 2-3min dauerd), will ich auch nicht weiter tun, ich denke eher, das es besser sein wird, abends noch länger zu warten oder eben länger zu spielen, bis das Kind hundemüde ist.

Das wird nur schwer klappen jeden Abend, aber es ist keine Maschine stimmt. Also muss ich das nochmal mit meiner Frau neu überdenken.

Tragen geht leider nicht (mehr), das macht uns beide fertig, zumal ich auch ein Rückenproblem habe, das haben wir beide gemerkt.

Mfg Werner

Hallo,
jedes Kind ist anders, somit gibt es natürlich auch verschiedene Ratschläge, wie man reagieren kann.
Ich finde wichtig, dass ihr ein schönes Einschlafritual einführen sollt (falls ihr das noch nicht habt), das man dann auch täglich durchführt (und durchführen kann) - Schlaflieder singen, eine Geschichte erzählen, kuscheln, damit ein schöner Abschluss des Tages vorhanden ist.

In jener Zeit habe ich auch eine ganze Weile solange gekuschelt, bis mein Kind eingeschlafen ist :wink:

Beatrix

Hallo

Vor einiger Zeit war es noch schwerer (Kind wurde im Arm
eingeschläfert), …

Ich schätz mal, dass es da ca. 5 oder 6 Monate alt war. Das ist ganz normal in dem Alter. (Aber der Ausdruck „Einschläfern“ wird ja meistens in anderem Sinne benutzt)

Jetzt habt ihr leider dieses unselige Buch gekauft, dadurch ist diese Phase frühzeitig unterbrochen und dadurch wiederum aufgeschoben und verlängert worden.

Ich würde ihn jetzt unbedingt mit bei euch im Bett schlafen lassen, bis er die Folgen dieses Buches wieder verdaut hat.

Er muss nicht dringend getragen werden, obwohl das ihm wahrscheinlich das Liebste und auch tatsächlich am besten wäre, aber irgendein anderer Körperkontakt reicht auch.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Semjon,
ich stimme Dir in allen, bis auf einem Punkt zu: ich würde ihn in seinen Bett und nicht in meinem Bett hinlegen.
Und auch ich kann es nicht lassen: Das „Buch“ gehört bestenfalls ins oberste Regal zwischen den alten Steuerunterlagen, die niemand mehr braucht. Jedes Kind kann schlafen lernen: mit Liebe, Geduld und Rituale.

Viele Grüße
Chili

1 „Gefällt mir“

hallo werner,

ihr werdet schon euren weg finden.
ich wollt nur noch mal zum tragen nachhaken. es gebt ziemlich gute tragesysteme, die oft auch von menschen mit rückenproblemen benutzt werden können. Ich denke da an manduca oder den ergo carrier. euer kind ist doch erst 11 monate, da muß die tragzeit noch nicht zudende sein. evtl. ist das eine lösung, kind auf den rücken oder die hüfte und so langsam zur ruhe finden. das geht prima bis 20kg…

ich biete im übrigen 8 monate und das dazulegen dauert von 5 min bis zu ner halben Std. (dann gebe ich meistens auf und wir nehmen später nochmal nen anlauf)

eigentlich ist die Phase, dass man den kindern körperlich so nah kommt doch viel zu kurz.
pp

1 „Gefällt mir“

Hallo!
Werde wahrscheinlich gleich mit Dreck beworfen, muß das aber trotzdem mal loswerden:

Habe mich auch lange gegen „Jedes Kind kann schlafen lernen“ gesträubt, aber irgendwann ging mir unser 2jähriger in unserem Bett so auf die Nerven, dass ich es mir aufm Flohmarkt gekauft habe.
Habe auch die Nummer mit „rausgehen, Tür offen, Kind schreit oder steht auf, Tür zu, usw…“ gemacht. Ich dachte an dem Abend, dass ich die schlechteste Mutter der Welt bin! Aber es hat ganze 20 Minuten und nur 1 Abend gedauert. Dann hatten wir unser Bett, uns und unseren Abend wieder! Es ist nicht verwerflich, dass Eltern der Meinung sind, dass sie auch mal wieder dran sind einen Abend nach den eigenen Wünschen zu gestalten…

So, und nun her mit den Dreckklumpen!
Duck, finnie

ich fand das gerade prima. mir ist es aber eh ein rätsel, wieso man den nahesten menschen der welt nicht mit ins Bett nimmt.
Ganz selbstverständlich teilt man das Bett mit dem Partner und dann soll gerade das Kind allein schlafen?
PP

3 „Gefällt mir“

Ganz selbstverständlich teilt man das Bett mit dem Partner und
dann soll gerade das Kind allein schlafen?
PP

Hi!
Gerade WEIL man/frau doch das Bett auch mit dem Partner teilt! Oder soll das Kleinkind immer, überall, in jeder Situation dabei sein?
Wie soll`s denn da n Geschwisterchen bekommen… :wink:)

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Gerade WEIL man/frau doch das Bett auch mit dem Partner teilt!
Oder soll das Kleinkind immer, überall, in jeder Situation
dabei sein?
Wie soll`s denn da n Geschwisterchen bekommen… :wink:)

Als unser Töchterchen in dem Alter war, konnte
man sie in den ersten vier Stunden nach dem
Einschlafen praktisch überhaupt nicht wach-
bekommen. Wenn sie aber wach wurde, dann
war es auch wichtig, sofort in der Nähe
zu sein.

Meinst Du denn, daß ein Kind

1 „Gefällt mir“

Hallo

Abend, dass ich die schlechteste Mutter der Welt bin! Aber es
hat ganze 20 Minuten und nur 1 Abend gedauert. Dann hatten wir
unser Bett, uns und unseren Abend wieder! Es ist nicht
verwerflich, dass Eltern der Meinung sind, dass sie auch mal
wieder dran sind einen Abend nach den eigenen Wünschen zu
gestalten…

So, und nun her mit den Dreckklumpen!

Warum? Wenn dein Kind so pflegeleicht ist, dann ist es ja prima!
Wenn man aber ein Kind hat, welches jeden Tag wieder und wieder stundenlang schreit und schreit und schreit, dann geht man vielleicht doch lieber mit dem Kind ins Bett :wink:

(ich hatte von jeder Sorte Kind ein Exemplar :wink: )
Beatrix

2 „Gefällt mir“

Hallo CMБ!
Es geht nicht darum, dass das Kind „verdorben“ würde, sondern ob sich das Elternpaar in der Situation wohlfühlt.
Versteh mich nicht falsch, denn ich liebe meine Kinder und habe sie auch lange bei mir im/am Bett gehabt. Mein Kleinster ist 3 Monate alt und schläft in einem „Balkonbett“ an meiner Seite.

Allerdings kann ich Eltern verstehen, die ihren Abend (denn vielleicht bleiben ihnen nur diese paar Stunden vom Tag) auch mal wieder für sich gestalten möchten. Denn auch das ist für ein harmonisches Familienleben äußerst wichtig! Damit meine ich nicht nur Sex, sondern, dass man sich mal unter Erwachsenen in Ruhe über (für die kids) unspannende Erwachsenenthemen unterhält.
Gruß, finnie

1 „Gefällt mir“

Wenn man aber ein Kind hat, welches jeden Tag wieder und
wieder stundenlang schreit und schreit und schreit, dann geht
man vielleicht doch lieber mit dem Kind ins Bett :wink:

So ein Kind hatte ich bevor ich die beschriebene Methode ausprobiert habe! Und glaub mir, ich hatte mich für den Rest der Nacht und der folgenden Nächte von meinem Mann verabschiedet, denn ich dachte: Das klappt nie, der schreit sich doch die Seele ausm Leib. Gottseidank kam es anders, denn ich weiß nicht, ob ich das anders durchgestanden hätte.
Ich weiß nur zu gut, wie es ist mit einem (oder auch 2) Kind im Bett. Es ist der Weg des (eigenen) geringeren Widerstandes :wink:

Hallo

Gerade WEIL man/frau doch das Bett auch mit dem Partner teilt!
Oder soll das Kleinkind immer, überall, in jeder Situation
dabei sein?
Wie soll`s denn da n Geschwisterchen bekommen… :wink:)

An für sich halte ich das für den natürlichen Schutz vor Überbevölkerung, vor Überlastung sowie Armut der Mütter, und vor mangelnder Zuwendung der Kleinkinder durch die Mütter. - Dazu würde allerdings auch gehören, dass die Kinder sehr lange gestillt werden.

Viele Grüße
Simsy

ich will ja jetzt nicht ins Detail gehen, aber das Bett ist ja nun nicht der einzige Ort für die Produktion der Geschwister.
Bisher war unser Kind immer vor uns wach, dh selbst morgendlichen Schäferstündchen standen bisher ganz andere Gründe im Wege. Und sollte sich das mal ändern, nach meinen Beobachtungen haben wir jetzt mindestens 10 Jahre uns für dieses Problem ne Lösung zu suchen.

(Im Schnitt ziehen die Kinder freiwillig mit ca. 4-5 Jahren ins eigene Bett, viele deutlich eher.)

Rabenmutter,
mal im ernst es ist ja ein Riesenunterschied zwischen 11 Monaten und 2 Jahren.
p